Vietnam

Tipps fuer Vietnamreisen &Individualisten

…wie beantrage ich das Visum?

Jeder der nach Vietna reisen moechte wird sich einer Frage stellen muessen: Wo bekomme ich mein Visum her? Die Buerokratie moechte folgendes:

  1. geht zur vietnamesischen Behoerde in eurer Stadt oder naechstgelegen, z.B. Berlin.
  2. reicht dort euren Originalpass und Bargeld und Passfotos ein
  3. solltet ihr nicht vor Ort sein, muesst ihr diese drei Dinge per Post schicken
    — schon an dieser Stelle dachte ich mir: Ne, ich sende doch nicht Marcos Pass und Bargeld per Post… Und da ich meinen neuen Pass nach der Eheschliessung erst 5 Tage vor Abreise bekam, ging der Plan sowieso nicht auf.
  4. Per Post bekommt ihr innerhalb von 2-3 Wochen den Pass mit eingeklebten Visum zurueck.Der Spass kostet etwa 75 Euro.

Visa on Arrival – Visum bei Ankunft

Wer nicht nur Zeit, sondern auch Geld sparen will, beantragt ein Visum bei Ankunft. Das kostet insgesamt nur rund 45 Euro und klappt genauso gut.

Zum Visum on Arrival: Wenn man in Vietnam landet, folgt man dem Schild „LANDING VISA“ und legt den Genehmigungsbrief, Passbild und Reisepass vor. Dann darf man brav warten, bis man wieder aufgerufen wird und das Visa in den Pass geklebt wurde und man dies gleich in USD cas zahlen muss. In unserem Fall hat es 40 Min gedauert, was wohl noch vollkommen im Rahmen ist. Was unsere Rucksaecke angeht, diese waren natuerlich nach 40 Min Visaprozess, und 20 Minuten anstehen zur Passkontrolle nicht mehr am Belt, sondern automatisch beim „Lost & Found“ Office hinterlegt worden. Im Flugafen von Ho Chi Minh ist das zum Glueck gleich neben dem Gepaeckband , doch recht klein und unscheinbar. Wenn ihr einen Weiterflug habt, rechnet ca. 90 Min fuer die Passkontrolle und das Visum ein. Solltet ihr das Visum schon in Deutschland bei der Botschaft genehmigt bekommen haben (was doppelt so teuer ist), dann koennt ihr direkt zur Passkontrolle.

 

Phu Quoc

…eine Insel ganz im Sueden Vietnams (noch) ganz in ihrer Purheit

Phu Quoc war fuer uns eher durcc Zufall zur Entscheidung geworden, da ich keine Lust auf den Massntourismus in Thailand hatte. Wir lieben es Neues zu entdecken und an Orte zu fahren, an denen man das pure Leben und ganz authentisch die Kultur des jeweiligen Landes bzw. des Ortes erleben kann. Genau das ist auf Phu Quoc (noch) moeglich. Ich habe bisher verhaeltnismaessig wenig Info’s ueber die Insel gefunden und wusste: Fuer Euch werde ich so viel wie moeglich einzufangen versuchen, um ein echtes Bild zu ermoeglichen.

 Unterkunft

Es haben sich mittlerweile schon unterschiedlichste Unterkuenfte entwickelt. Vom kleinen unklimatisierten Bungalow am Strand bis hin zum 5 Sterne Resort gibt es mittlerweile alles. Man kann z.B. im Kiki Coconut Beach in solch einem Bungalow fuer 17 Euro uebernachten, fuer 8 Euro am Tag hat man das gesamte Essen mit Einheimischen inklsusive. Man ist dort sehr abgelegen am oestlichen Teil Phu Quoc’s. Ein Motorroller kann man sich problemlos bei der Inhaberin mieten, um mehr von der Insel zu erkunden.

Toll ist…

  • dass man den Strandabschnitt fast fuer sich allein hat und man so richtig abschalten kann
  • dass man einen guten Draht zu Einheimischen aufbauen kann und man in das echte Leben einsehen kann
  • dass der Strand sauber ist
  • Was habt ihr Tolles im Kiki Coconut Beach erlebt? Teilt es mit uns!

weniger schoen ist…

  • dass der Weg zum Nachmarkt in Doung Dong ca. 25 Min dauert
  • dass die unmittelbare Strasse eine rote Sandpiste ist, welche nach Regen schwer zu befahren ist und bei Dunkelheit sowieso unbedingt vermieden werden sollte

Wer es luxurioes mag…

findet auch hier mittlerweile genuegend Auswahl. Vor allem entlang des Long Beach gibt es sehr viele Resorts, welche mit Bungalows am Strand oder Zimmern mit Meerblick locken. Alle aufzulisten, halte ich fuer unnoetig, da bei booking.com alle bestens aufgelistet und mit Gaestebewertungen versehen siind. Unseren Luxus haben wir uns im The Shells Resort & Spa  gegoennt, da wir unsere Flitterwochen hatten :-)

Unterkunfte, in denen wir genaechtigt haben:

  • Arcadia Resort (3 Sterne, Preis-Leistung top! Strand gut, Fruehstueck gut, Restaurant in Ordnung)
  • Hoa Nhat Lan Bungalow (Preis-Leistung gut, keine direkte Strandanbindung ca. 500m, Fruehstueck exkl., Restaurant gibt es nicht, Achtung: die Adressee ist nicht richtig bei booking.com/ google hinterlegt..tatsaechlich ist die Unterkunft 150m neben dem Arcadia Resort)
  • The Shells Resort & Spa (5 Sterne, grandioses Personal, jeden Tag Spa inklusive, wunderschoene Anlage, Fruehstueck exzellent, Restaurant exzellent, Massagen exzellent, Strand geht so)


    Alles was das Herz begehrt…

Das Personal des Shells ist wirklich klasse. Es gibt kein Wunsch, den sie nicht versuchen zu erfuellen. Ob es um Wuensche des Essens geht, welches nicht in der Karte gelistet ist, ob es um Freizeitaktivitaeten geht, oder um die kleinen Aufmerksamkeiten…das Personal ist hoch zu loben. Von kostenloser Kajak-Miete, kostenlosen Massagen, Pedikuere, Manikuere…. ist vieles inklusive. Die Zimmer sind ein Traum. Es gibt nichts schoeneres, als beim Wellenrauschen einzuschlafen und mit dieser Geraeuskulisse auch wieder aufzuwachen. Zimmerservice gibt es mindestens zwei mal taeglich, ganz diskret, wenn man das Zimmer verlassen hat. Frisches Obst, kleine Desserts als Gruss, kostenloses Wasser und andere Aufmerksamkeiten sorgen fuer 100%ige Zufriedenheit.

Es gibt jedoch eine Sache, welche wir sehr schade finden: Die Anlage ist so perfekt mit Details inszeniert und mit Liebe hergerichtet, der Strandabschnitt wird taeglich gereinigt, doch gegen das verschmutzte Wasser kann auch das Resort offenbar nichts tun. Das Problem betrifft den Grossteil der Insel, dass immer wieder Muell wie z.B Plastiktueten ins Wasser geworfen werden und sich diese ueberall verteilen. Da das Shells in der Naehe Doung Dongs Hafen ist, werden taeglich neue Sachen angeschwaemmt. Der Lichtblick: Wenn ihr mit dem Kajak ca. 15-20 Minuten nach Osten bzw. Norden fahrt, kommt ein sehr langer Strandabschnitt, welcher saubereres Wasser bereithaelt. Andernfalls gibt es natuerlich auch Touren, welche zu abgelegenen Inseln vor Phu Quoc fuehren :-)

Fazit: Das Shells ist einfach traumhaft! 

 

 

Taxi fahren in Phu Quoc

Das Taxi ist fuer Touristen das gaengige Transportmittel und auch sehr guenstig, verglichen mit deutschen Verhaeltnissen. 13.000 VND pro km werden durchschnittlich berechnet, das sind etwa 45 Cent pro km. Da die Insel in ihrer laengsten Ausdehnung von Nord nach Sued gerade mal 47km misst, ist das in Ordnung, zumal auf Langstreckenfahrten nur noch 11.000VND berechnet werden.. Lange Entdeckungstouren kann man mit einemm Taxi jedoch nicht machen, da viele „Strassen“ (absichtlich in “ „) nicht mit Autos befahrbar sind. Im Regelfall faehrt man von der Unterkunft nach Doung Dong, oder zum Sao Bai Beach. bei durchschnittlichen 6km Fahrtweg sind das keine  3 Euro. Taximeter ist Pflicht in Phu Quoc.

Roller (Motor bike) mieten in Phu Quoc

Fast jeder Einheimische besitzt einen Roller. Es werden Fernseher, 4 Personen aufeinmal, Reissaecke, 6 Kisten gestapelt…usw. auf einem Roller transportiert. Dementsprechend chaotisch ist der Verkehr auf den Strassen. Wer sich einen Roller mieten moechte, was fuer Entdecker ein Muss ist, sollte folgendes beachten:

  • es gibt ausschlieesslich 125cc Roller. Wer keinen Motorradfuehrerschein besitzt, darf nicht mehr als 50cc fahren. Die Vietnamen interessiert es nicht, ob ihr einen 125er Schein besitzt, die gucken auf euren Fuehrerschein und das war’s – damit haben sie „ihre Pflicht erfuellt“. Wenn ihr angehalten werden und die Polizei sich mit dem Fuehrerschein auskennt – grosses Pech. Wenn ihr einen Unfall baut – grosses Pech, denn die Versicherung deckt nicht ohne entsprechenden Fuehrerschein. Vollkasko gibt es hier ohnehin nicht. Was kaputt gemacht wird, muss bezahlt werden – steht im „Vertrag“. Ein Stueck weit Gluek muss man also haben…
  • probiert den Roller vor Abfahrt, denn oft gehen die Bremsen vorne oder hinten nicht richtig
  • checkt das Reifenprofil, neue Reifen gibt es fast nie, aber ohne Profil wird es auf den Sandstrassen sehr gefaehrlich
  • probiert das Licht aus!
  • kauft euch einen Mundschutz und fahrt nie ohne Brille (ihr koennt euch nicht vorstellen, wie es „ohne“ ist…)

 

 

 Straende auf Phu Quoc

Gleich vorne weg: es gibt auf Phu Quoc kaum Touristenstraende die nicht zu einem Resort gehoeren. Wer europaeischen Standard will, muss an den teuren und ueberfuellten Bai Sao im Sueden fahren. Die Ostkueste ist generell etwas sauberer als der Westen, da dort keine Haupptstadt ist und somit weniger Hafenmuell im Wasser landet. Dennoch gibt es zu 90% nur „wilde Straende“ ,was einerseits toll ist, da man meist allein ist. Der Nachteil ist jedoch, dass trotdem am Strand viel Muell liegt, da so ziemlich jedes Waesserchen zum Fischen genutzt wird.

Fazit: Die Strandqualitaet ist mit europaeischen Verhaeltnissen oft nicht zu vergleichen. Wer einen sauberen Strandabschnitt sucht, haelt sich an Resortstraende oder Touristenstraende wie den Bai Sao im Sueden.

 

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