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Autokaufen in Cairns?

26. April. Wir haben 10.30 Uhr die erste Autobesichtigung, 12 Uhr die zweite Besichtigung.

Das erste Auto (Holden Jackaroo) war ein Reinfall kann man so sagen. Auf den ersten Blick sah es nur dreckig aus, so typisch „2 Maenner und ein Auto“ eben ;-) Doch dann kamen nach und nach immer mehr unschoene Sachen ans Licht. Zum einen ging die Klimaanlage nicht und das haette 500-800$ Reparatur gekostet. Zum anderen haette man noch Reparaturen i.H.v. 1200$ vornehmen muessen, um ueberhaupt ein Roadworthy Certificate (RWC) zu bekommen. Und ohne RWC kann man ein in QLD zugelassenes Auto nicht registrieren bzw. eine bestehende Registrierung umschreiben. Mehr zum Autokauf. Das war also schon mal unguenstig. Urspruenglich wollte er auch 4.500$ fuer seinen Wagen – das ist auch ohne die hinzukommenden Kosten vieeeel zu teuer! Man bekommt ein intaktes 4WD fuer 3.000 -3.500$. Wir haetten ihn aufgrund der Maengel locker auf 3.000$ herunterhandeln koennen. Doch was nuetzt das?

Die zweite Besichtigung war auch nicht erfolgreich, denn das Paar hatte zwar ein Auto in gutem Zustand, aber noch kein aktuelles RWC, keine Quittungen, welche in irgendeiner Form erahnen lassen was fuer Kosten eventuell auf uns zukommen koennen.

Wenn der Verkaeufer Quittungen hat, welche vorangegangene Reparaturen zeigen, ist das gut, denn man weiss dann in etwa was demnaechst auf einen zukommen kann und was definitiv nicht kommt.

Fuer ihren Wagen wollten sie 4.200$ haben und auch nicht handeln. Das ist auch viel zu viel.

4.000$ und mehr sollte man nur fuer einen Wagen ausgeben, der ein RWC hat oder zumindest Quittungen ueber 2 bis 3 Jahre mitbringt. Man bekommt von Locals durchaus bessere Wagen (da sie besser mit den Autos umgehen) und das fuer einen guenstigeren Preis.

Fuer uns war klar: Flaute… Wir waren etwas enttaeuscht, aber das hilft ja auch nicht weiter. So haben wir uns zunaechst auf den Weg in die Bank begeben, um unser Konto zu eroeffnen. Das ging immerhin sehr schnell und problemlos. Innerhalb von 45 Min waren wir stolze Besitzer eines Commonwealth Bankkontos. Was brauchten wir?

  • Reisepass
  • Adresse in Australien
  • 250$ zum Einzahlen und Aktivieren des Kontos

Da wir zunaechst davon ausgehen, dass wir noch eine gute Woche in Cairns herumhaengen werden und wohl nach einem Job suchen, bestellen wir die Karten hierher.

Als wir kurz darauf in der Bibliothek sitzen und unseren Lebenslauf aufpeppen, klingelt mein Telefon. Hm, die Nummer kenne ich nicht…typisch deutsch wie ich bin, gehe ich vorerst nicht ran. Mit huebschen Lebenslauf und einem Termin fuer eine Besichtigung eines WG Zimmers, machen wir uns auf den Weg zur Besichtigung. Man, man 250 $ pro Woche fuer ein Zimmer…naja haben wir eine andere Wahl? Irgendwie nervt mich das alles…nun haben wir ein Konto und eine TFN, aber das mit dem Auto nervt und wie es aussieht, muessen wir vorerst in Cairns bleiben….super. Marco erinnert mich nochmals daran, dass uns eine andere Nummer angerufen hat und ich rufe spontan zurueck.

Innerhalb von Minuten kann sich soo viel aendern

Am Telefon meldet sich Rebecca. Rebecca? Die Gastfamilie! Ich kann es nicht fassen und bin ausser mir vor Freude! Wie genial ist das denn? Sie ist mir sofort sympathisch und nach etwa 5 Minuten sagt sie uns, dass sie sich freuen wuerde, wenn wir zu ihnen kommen. Schon ab Montag! Wow das ist in 7 Tagen! Ich sage ihr, dass Marco und ich uns einen Plan machen und wir sie morgen frueh zurueck rufen.

neue Plaene werden geschmiedet

Wir beschliessen nach einem Busticket nach Brisbane zu suchen und stellen fest, dass das Busticket genauso teuer ist wie ein Flug. Marco findet online 3 Autos, welche fuer uns in Frage kommen und wir rufen bei allen dreien an. Schwupps, wir haben fuer den 28. 3 Besichtigungstermine. Wir buchen noch schnell unseren Flug nach Brisbane fuer 7.30 Uhr und das alles klappt wie am Schnuerchen.

Ich habe super gute Laune und bin dermassen erleichtert, dass sich das Schicksal wieder auf unsere Seite geschlagen hat. Und da das wohl nicht nicht ausreichte, haben wir auf dem Heimweg auch noch 5$ gefunden….wuhuuuuuu… ;-)

https://youtu.be/xbNUyIyn03w

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Moegt ihr Cairns?

24. April. Heute hat jeder ein bisschen fuer sich Cairns erkundet und gegen 15 Uhr haben wir uns wieder getroffen. Marco hat sich im Shopping Center vergnuegt und danach einen Barber besucht und sein Prachthaar schnippeln lassen. Jeani ist durch die Strassen spaziert und hat viele Entdeckungen gemacht was Souveniers angeht. Ich bin ebenfalls durch die Strassen spaziert und habe mich hier und da erkundigt, was Cairns so bietet. Am besten hat mir die Lagune an der Esplanade gefallen. Ansonsten finde ich Cairns nicht atemberaubend, da hier nur Touristen, Backpacker und Alkoholiker unterwegs zu sein schien. Vor 10 Uhr morgens ist Cairns sehr schoen, doch danach fuellen sich die Strassen mit Partyleuten. Schon mittags sitzen viele (auch locals) im Pub und trinken trinken trinken.
Wir sind Abends Sushi essen gegangen, waren im Waschsalon und haben uns noch den Nachtmarkt angesehen, welcher taeglich stattfindet. Irgendwie hat mich das sehr stark an die Kaosan Strasse in Bangkok erinnert – in Miniaturausfuehrung.

25.April. Jeani hat ihren Abflug und auf dem Weg dorthin fahren wir noch einmal durch die City. Da entdecken wir den local market mit tonnenweise billigen leckeren Fruechten und schlagen zu. Das wird ein gutes Fruehdstueck fuer uns alle.

13 Uhr geht Jeanis Flug. Wir waren jetzt allein. Ein seltsames Gefuehl nach mehr als 4 Wochen gemeinsamer Reise. Da wir an dem Tag auch den Van abgegeben haben, waren ploetzlich zwei Konstanten weg. Die taegliche Routine gab es nicht mehr und ich musste mich zunaechst sortieren, denn irgendwie war es nun komisch. Wir fahren nicht weiter, um Neues zu entdecken. Wir suchen auch erst einmal nicht mehr nach einer Dusche. BBQ gab es auch nicht mehr. Und was  machen wir jetzt? Die Frage geht mir nicht aus dem Kopf. Die Zeit war nicht immer leicht, da wir auch viel gestritten oder diskutiert haben. Zu dritt zu reisen ist definitv nicht leicht. Obwohl wir fast taeglich eine Diskussion hatten, erinnere ich mich nur noch an zwei oder so. Der Rest war so schoen, dass man schnell alles „Schlechte“ vergisst.

Wir checken erst einmal in unser Hotel „Palm Royal“ ein. Hier bleiben wir fuer die naechsten 3 Naechte. Wir hatten vor ein wenig abzuspannen und zu ueberlegen was wir als naechstes tun wuerden.

Das mit dem Abspannen hat ungefaehr 1 Stunde gedauert und dann wurde uns klar: Abspannen? Seid ihr bloed? Nichts mit Abspannen…wir brauchen einen Plan! Was machen wir denn ab dem 27.?

  • wir haben keine Bleibe ab dem 27.
  • wir haben keinen Job
  • wir haben kein Auto, womit wir flexibler waeren

Wir haben uns also hingesetzt und einen Plan gemacht, wie wir am Besten vorgehen.

  1. wir suchen uns ein Auto, denn dann haben wir eine Schlafmoeglichkeit, koennen flexibel nach Jobs suchen und auch in andere Regionen fahren
  2. wir eroeffnen unser Commonwealth Konto und beantragen online eine Steuernummer (TFN), damit wir sofort arbeitsfaehig sind
  3. wir drucken unsere CV’s (Lebenslaeufe) aus, um nach Jobs zu fragen
  4. wir gehen auf die Suche nach einer Gastfamilie, denn nicht nur die Unterkunft ist kostenlos, sondern wir koennen uns ins australische Leben integrieren

Nach etwa 4 Stunden hat Marco diverse Autos gefunden, die wir uns morgen ansehen werden. Wir haben unsere TFN online beantragt und herausgefunden wo eine Commonwealth Filiale in Cairns ist. Ich habe parallel dazu Gastfamilien herausgesucht und wir haben uns auf vorerst eine geeinigt der wir schreiben. Eigentlich will die Familie  nur Frauen, aber wir probieren es trotzdem!
Etwa 20 Uhr haben wir keine Lust mehr und ich bin einfach nur noch muede. Das ist das erste Mal, dass ich mich frage, ob wir alles richtig machen.

Dann wiederum denke ich mir: Ach naja… wird schon. Was soll sein? Zu not bleiben wir hier und arbeiten hier erst einmal – obwohl wir keine Lust haben in Cairns zu bleiben.

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Wallaman Falls und Mangoeis

23. April. Wir fahren schon um 7 Uhr ohne Fruehstueck in Richtung Cairns, da wir auf dem Weg bei Frosty Mango und bei den Wallaman Waterfalls anhalten wollen.

Frosty Mango – zwischen Townsville und Ingham

Frosty Mango bietet extrem leckere Eiscreme und frische Fruechte fuer wenig Geld an und man faehrt unweigerlich auf dem Weg nach Cairns daran vorbei! Eigentlich dachten wir, dass wir haufenweise Mangos fuer einen schmalen Taler ergattern koennen, aaaber leider waren nur noch wenig Fruechte uebrig und wir haben uns fuer eine Ananas entschieden. Aber das war’s natuerlich noch nicht…wie koennten Marco und ich an solch leckerem Eis vorbeigehen, ohne es zu kosten?? „Kosten“ hiess in diesem Falle fuer jeden 2 Kugeln hihi… Jeani hat sich fuer ein Dessert mit Mango entschieden – welches zugegeben auch sehr verfuehrerisch aussah! Mir war jedoch nur eins von beiden gegoennt ;-)

Wallaman Falls – 40 km westlich von Ingham

Die Wallaman Falls erreicht man nach etwa 1,5h kurviger Autofahrt von Ingham. Alleine der Weg nach oben ist absolut lohnenswert. Auf halber Strecke ueberkommt uns der Hunger und wir mussten einfach eine Fruehstueckspause einlegen. Gesagt, getan…wir hatten ja nun schon Uebung mit „schnell ein Gourmetfruehstueck kochen“ und haben uns Ruehrei, Cereals und Kaffee gezaubert..ein Fruehstueck mit phaenomenalem Ausblick. Australien ist soo schoen. Gegen 11 Uhr kommen wir am Lookout an und sehen diesen wunderschoenen Wasserfall…man oh man.

Auf den Schildern stand leider nicht wie weit oder wie lange der Weg nach unten und wieder zurueck ist. Egal, los geht’s! Tatsaechlich war es, als wuerde man durch den Urwald spazieren. Man konnte immer mal wieder einen Teil des Wasserfalls sehen und das Wasserrauschen wurde immer lauter. Nach 40 Min fragen wir uns: Wie weit ist das noch? Der sah doch gar nicht wo weit weg aus! Der ganze Weg darf immerhin auch wieder nach oben gelaufen werden :-)

Wir kommen unten an und geniessen das Bild…der hoechste einstufige Wasserfall Australiens. Der Rueckweg ging recht schnell, da wir mehr oder weniger gerannt sind. Normalerweise kann man gute 40-50 Min einplanen. Na welch ein Glueck, dass es einen Wasserhahn gibt…da bietet es sich doch glatt an den Schlauch anzuschliessen und zu duschen. Und genau das taten wir dann auch!


Zeitmanagement.

von Townsville -> Frosty Mango/ Ingham  ca. 45-60 Min

von Ingham -> Wallaman Falls ca. 90 Min

Walk zum Wasserfall & zurueck ca. 2-3 h – bloss nicht vergessen: Trinken.


Nun war es irgendwie schon 14 Uhr und es wurde Zeit, dass wir weiter in Richtung Cairns fahren.

300 km bis Cairns

Vor uns liegen fast weitere 300 km, denn Mission Beach lassen wir ausfallen. Schade eigentlich, aber die Zeit laesst es nicht zu. Wir entscheiden uns in Cardwell Abendbrot zu essen, denn hier gibt es direkt am Strand ein BBQ, welcher im uebrigens sehr sehr sauber ist.  Generell ist die Rest Area sehr einladend. Danach geht die langweilige Fahrt weiter…und schliesslich kommen wir gegen 20.30 Uhr in Cairns an.

eine weitere unvergessliche Nacht

Da haben wir uns ungemein gefreut einen Platz gefunden zu haben (in der Thomas St direkt am Martyn Streets Sport Park) mit Toilette und einer Telstra WLAN Telefonzelle nebenan. Schon schlafbereit, gegen 23 Uhr, kam dann ein Betrunkener an und hat uns bedraengt. Erst hat er nur am Van geklopft und nach Wasser gefragt. 10 Min spaeter kam er wieder und hat versucht die Autotuer zu oeffnen….alter Schwede…das war nichts fuer uns…ich hatte ehrlich gesagt Angst, denn du weisst ja nie ob die Person auch auf Drogen ist, oder was auch immer…wer weiss zu was die imstande sind. Nach weiteren 5 Minuten haben wir uns dafuer entschieden weg zu fahren. Ich krabbel in die Fahrerkabine und starte den Motor. Da kam er schon wieder ans Auto. Dieses Mal habe ich mein Fenster ein Stueck heruntergefahren und ihm die Flasche Wasser rausgehalten und sage ihm: If the only thing you want is water, go for it. We will leave right now. Seine Antwort war: Do you know where we could get another drink? Oh mein Gott…hoffentlich findet er keine Bar, sondern schlaeft einfach irgendwo in der Ecke ein und kommt zu sich…  Wir fahren jedefalls zwei Strassen (Charles St) weiter und haben einen ruhigen Schlaf. Haha, irgendwie war das wieder einmal eine aufregende Nacht.

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Townsville

21. April. Wir kommen gegen 21 Uhr in Townsville an und fragen uns wieder einmal was wohl der beste Platz fuer ein Schlaefchen ist… Nachdem wir einen Blick in unsere App geworfen haben, entscheiden wir uns fuer einen Park, bei welchem es Toiletten gibt. Dort angekommen, stellen wir uns vor ein unbewohntes Haus und freuen uns auf einen erholsamen Schlaf…..DENKSTE!

..und dann machte es Rums!

Ein fett getuntes Auto (es hoerte sich zumindest so an) kam in unsere Richtung gerast und ploetzlich machte es BAAAAAAM…..ach du Scheisse was war das denn? Ist der gegen unseren Van gefahren? Haben die was dagegen geschmissen? Oh Gott wo sind wir gelandet? Vor allem fragten wir uns eins: Haben die auf uns gewartet? Uns beobachtet? Wir sind doch gerade erst angekommen…?!

Wir gucken uns gegenseitig an und ich beschliesse, dass wir gucken gehen was das war. Marco und ich huepfen aus dem Van und gehen drum herum…nichts….oh warte! Was ist denn das pinke da drueben? Eine Wasserbombe? Echt jetzt? Irgendwie armseelig, oder?

Ich lache mich halb schlapp und just in diesem Moment hoere ich wieder das Auto…kommen die schon wieder? Das ist uns nicht geheuer. Das Auto kam aber nicht zu uns. Zum Glueck. Wir hoeren trotzdem immer wieder das Brummen des Autos – sehen tun wir jedoch nichts.

offensichtlich war das aber noch nicht genug…

Es herrscht Totenstille und ploetzlich hoeren wir jemanden pfeiffen. Schritte und ein Pfeiffen. Mir stellen sich die Haare auf, sowas hasse ich ja wie die Pest! Wir schauen aus dem Fenster und es ist nicht zu glauben, aber wir sehen niemanden. Das Pfeiffen hoert sich aber so an, als waere es direkt neben unserem Auto. Ok das reicht uns! Das ist uns echt zu gruselig…wo verdammt sind wir hier gelandet? Ich krabbel in die Fahrerkabine und fahre los….egal wohin ich fahre einfach!

Wir fahren ein paar Blocks und haben dann schliesslich eine Strasse beim Queens Park gefunden, in der es ordentlich zu sein schien. Gott sei Dank.


22. April. Sonnenschein weckt uns und wir haben den weniger schoenen Abend bereits hinter uns gelassen. Da wir hier gleich eine Toilette haben, putzen wir uns die Zaehne und fahren zum Rockpool am Strand. Hier gibt es BBQ und alles was man braucht…und einen wunderschoenen Ausblick dazu! Gibt es einen schoeneren Ort zum fruehstuecken?

Da sich die Jezzine Barracks unmittelbar neben dem Rockpool befinden, begeben wir uns auf Entdeckungstour…ein bisschen Bildung kann ja nicht wehtun ;-)

Beruehmt ist zudem Castle Hill – wie koennen wir also in Townsville gewesen sein, ohne zum Castle Hill zu fahren? Die Fahrt nach oben war wieder einmal kurvenreich und steil und der Ausblick grandios.

Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie in Australien Stadt und Natur miteinander vereint sind. Gerade liegst du noch am Strand oder läufst durch die Stadtstrassen..und kurz spaeter stehst du auf einem hohen Berg, welcher die gesamte Kueste uberschaut. Wunderschoen…
In der City, stets mit dem Blick auf die Berge…das ist Australien.

Den Rest des Tages verbringen wir in einem Nationalpark und spaeter am „The Strand“, bevor es zurueck zu unserem Schlafplatz am Queens Park geht.

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Airlie Beach und Whitehaven Beach

19. April. Als wir abends in Airlie Beach ankommen, denken wir uns: Das ist genau das Richtige fuer Party-People! Airlie Beach ist der mit Abstand belebteste und Bar-beladendste und somit auch touristischste Ort ueberhaupt… Einerseits war es mal wieder ganz cool, so eine Promenade mit Shops, Bars und Restaurants um sich zu haben. Man konnte fusslaeufig alles erkunden, was es zu erkunden gibt. Andererseits war es einfach zu touristisch und zu Backpacker-ueberladen. Uberhaupt nicht unseres. Eigentlich waere ein Abendspaziergang ganz angenehm gewesen, aber es hat geschuettet und darauf hatte ich fuer meinen Teil wenig Lust. Da es schon 21 Uhr war, ist die Ubernachtungssuche etwas schwieriger als sonst, denn es gab nur 2 Moeglichkeiten: Man nistet sich in einem der Caravanparks/ Hostels ein, oder man faehrt wieder aus dem Ort, um irgendwo eineuhige Strasse zu finden. Wir entscheiden uns fuer heute Nacht fuer Nr. 1. X-Base war leider ausgebucht, also gehen wir zu Nomads, „gleich nebenan“. Nach 21 Uhr gibt es keine Rezeption mehr, also rufen wir die Telefonnr. an, welche auf dem Zettel an der Tuer haengt und warten bis die Security uns eincheckt. 35$ mit Strom fuer einen Stellplatz in einer ziemlich unsauberen und lauten Partyanlage. Egal…es gibt Internet (was 4$ fuer 24h kostet) und eine warme Dusche. Gute Nacht Leute.

20. April. Wir erwachen aus unserem Halbkoma und ueberlegen was wir heute schoenes mit unserem Tag anstellen. Vorerst heisst es etwas essbares zu finden. Wir denken uns, in solch einem Backpacker-Ort wird es doch wohl etwas guenstiges zum Fruehstueck geben – und werden eines besseren belehrt. Es gibt nichts unter 9$ (Toast und ein Ei), vernuenftiges Fruehstueck liegt bei 13$ p.P.. Wir entscheiden uns zu Woolworth zu laufen und ein Gourmetfruehstueck zu zaubern – fuer ingesamt weniger als 13$ ;-) ..Also ganz ehrlich…fuer 13$ koennen 3 Personen gutes Muesli, Joghurt, Ei, Toast, Avocado und Schinken essen inkl. Saft und Kaffee.

Nach dem Fruehstueck beginnt es wieder zu regnen – dieses Mal war es ein heftigerTropenschauer…ich will nicht wissen wie viel auf einmal vom Himmel plaetscherte, aber es war sehr sehr viel. Tja, und was machen wir heute? Wir stehen unter einer Ueberdachung und warten bis der Regen nachlaesst und ich quatsche mal wieder einen Einheimischen zu…vll ist er ja zu ein bisschen Small Talk aufgelegt? Tatsaechlich! Wir kommen ins Gespraech und er gibt uns einige Tipps, wohin wir fahren koennen und ermutigt uns, dass das Wetter schnell vorbeiziehen wuerde. Na welch ein Glueck…

Unser Ziel ist 45 Minuten nordwestlich von Airlie Beach der Dingo Beach und danach -falls genug Zeit sein sollte- der Conway Nationalpark. 

Dingo Beach…ein Traum fernab des Massentourismus

Was soll ich sagen? Dingo Beach war einfach traumhaft! Kaum eine Menschenseele, Natur pur, glasklares Wasser, wunderschoener Sand, ..unglaublich schoen! Kein Wunder, dass wir bis 16 Uhr geblieben sind. ;-)

Da wir heute Abend nicht wieder 35$ ausgeeben wollten, haben wir uns dafuer entschieden, nach Prosperine zu fahren und nach einer ruhigen zu suchen. Gesagt, getan. Wir verlebten eine ruhige Nacht :-)

Whitsunday Islands

21. April. Heute steht unser Tagestrip der Whitsunday Islands an, mit einem Zwischenstopp am Whitehaven Beach, einer der weissesten Straende der Welt. Erst um 10 Uhr werden wir abgeholt und haben daher genuegend Zeit gemuetlich zu fruehstuecken. Die Lagune in Airlie Beach ist wohl eines der schoensten Flecke im Ort, und daher verbringen wir hier unser Fruehstueck und Morgensport. Eine Aussendusche, BBQ, etc. gibt es auch.

Puenktlich um 10 werden wir am X-Base abgeholt und fahren zum Hafen. Dort warten wir weitere 20 Minuten bis es weiter geht. Letztendlich sind wir um 11 Uhr auf dem Boot und eine rasante Fahrt mit Big Fury beginnt! Preislich gibt es grosse Unterschiede bei all den Anbietern. Big Fury war einer der guenstigsten Anbieter und der wohl lustigste Guide ueberhaupt war an unserer Seite. Der Trip kostet p.P. 126$.
Nach ein paar Sicherheitsanweisungen, welche eher lustig als ernst klangen, geht der 4-motorige Spass los…FESTHAAAALTEEEN.

Etwas mehr als 1 Stunde dauert die Fahrt mit dem Speedboat zum Whitehaven Beach. Wie wunder, wunder, wunderschoen er ist! Wir bleiben fast zwei Stunden hier und haben unser Mittag inmitten der Lizards.

Gegen 16 Uhr kommen wir zurück. Nun besteht uns noch die Weiterreise nach Townsville bevor…was 280km und etwa 3:45h bedeutet….puh….

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kostenloser Zoo im tropischen Rockhampton

19. April.
Erst im Februar wuetete in Rockhampton ein wirklich boeser Cyclone, welcher grosse Schaeden anrichtete. Der oeffentliche und kostenlose Zoo in Rockhampton (befindet sich im Botanical Garden) ist zwar wieder geoeffnet, aber man sieht noch sehr sehr viele Schaeden…leider haben auch einige Tiere ihr Leben lassen muessen, sodass die Vielfalt eher ueberschaubar ist. Unabhaengig vom Zoo, lohnt der Botanische Garten aber im Allgemeinen. Es war echt unglaublich, was sich im Bereic des Cafes abgespielt hat. Man dachte, man sei mitten im Vogelgehege….Die Papageien setzen sich neben dich, klettern in dein Milchshake- Becher…und zu guterletzt kacken sie dir auf die Schulter…haha. In Damenklo hing an der Wand eine Babyfledermaus. Das sieht man auch nicht alle Tage.
Irgendwie uberkam mich der Heisshunger auf Eis..(lag wohl an der Hitze) und ich suche mir ein Organe-Wassereis aus. Als ich bezahle gebe ich einen 10$ Schein hin und bekomme 12$ zurueck…och das ist aber nett. Dann schmeckt’s ja fast noch besser…

Da wir heute noch einen sehr sehr langen Fahrtweg vor uns haben, brechen wir gegen 14 Uhr auf in Richtung Airlie Beach. 480km und verrueckte 6,5 Stunden Fahrt…es grault uns davor. Etwa auf halber Strecke machen wir einen Stopp fuer unser fruehes Abendessen am Clairview Beach, wo es BBQ und WC’s gibt.

Da ja jeder seine Eigenarten hat, gab’s wortwoertlich fuer jeden von uns sein Extra Boulette…einer mag keine Zwiebeln, der andere keine Kraeuter, der andere wiederum kein Chili. Herrlich.

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Surfstunden für 17$

18. April

Kann ein 3-stuendiger Surfkurs fuer 17$ was taugen???

Genau das wollen wir heute herausfinden und fahren zur Reef2BeachSurf Surfschool in Agnes Water. 10 Uhr wird sich in der Tauchschule eingefunden und es werden von Minute zu Minute mehr Menschen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig. Nachdem dann ein bisschen Papierkram ausgfuellt wurde, erzaehlt uns der (offensichtliche) Storemanager wie der Gang der Dinge ist und der Ablaufplan aussieht. Wahninnige 39 Personen waren wir – und nur 4 Surf“lehrer“. Ooookay…..das kann spassig werden..

Ende vom Lied war tatsaechlich, dass es mega viel Spass gemacht hat, wir alle paar Mal gestanden haben und Learning-by-doing gelebt wurde. Fuer 17$ ist dieser Kurs ein absolutes Muss! In Agnes Water gibt es so ziemlich nichts Interessantes bis auf diesen lohnenswerten Kurs. Zumindest haben wir das so empfunden. Schlafen kann man legal auf einem kleinen Camping Platz Agnes Waters Workman’s Beach Camping Ground fuer 6$ p.P. direkt an der Springs Road.

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Bundaberg

17. April. Es regnet…na toll. Und dann wieder einmal die beruehmte Frage: Wo duschen wir? Es scheint hier etwas schwieriger zu sein…

Sport und Schwimmen im Regen

Ich komme auf die glorreiche Idee, dass man im Schwimmbad sicherlich gut duschen koennte. 300 m von unserem Schlafplatz entfernt, gab es ein Schwimmbad, in welchem ich nach dem Preis frage. 4$ p.P klang okay fuer Schwimmen und Dusche, oder? Wenig begeistert stiefeln wir im Regen zum Pool und untersuchen die Duschen. Na geil…offene Duschen, kaltes Wasser, keine Steckdose, kein richtiges Waschbecken…wofuer waren die 4$ nochmal??? Okay, nun heisst es das Beste daraus machen, alsoo springen Jeani und ich in den Pool (es war sau kalt!) und schwimmen ein paar Bahnen. Danach mache ich mit Marco am TRX Band Sport und friere mich fast zutode… haha.

Ach was wuerde ich fuer eine warme Dusche geben. Eins koennen wir bezeugen: Man ist nach ein paar Wochen definitiv abgehaertet! Es gab Momente, in welchen ich mir dachte: „Alles klar..nach diesem Tag wirst du ganz bestimmt erstmal so richtig krank.“  Doch das geschah bisher nicht – und ich war ziemlich oft unterkuehlt..aus verschiedensten Gruenden.
Nach der kalten Dusche zeigte sich endlich die Sonne (9 Uhr) und wir konnten im Sonnenschein Haare trocknen und fruehstuecken. Es ging also wieder alles seinen Weg.

Wir haben uns bis zum fruehen Nachmittag Bundabergs Innenstadt angesehen, welche echt suess ist und sehr traditionell ausschaut. Weiterhin sind wir zum The Hammock Lookout gefahren und haben dort Mittag gegessen. Einen kurzen Abstecher durch ie Zuckerrohrfelder und zum Hafen haben wir uns auch noch gegoennt, denn immerhin kommt aus Bundaberg nicht nur der beruehmte Bundaberg Rum, sondern auch ein immenser Anteil Australiens Zuckerproduktion!

Dann war es auch schon wieder soweit: Wir mussten weiterfahren…dieses mal 130km bis nach Agnes Water.

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Rainbow Beach

15.April.
Hervey Bay und Rainbow Beach sind die zwei Orte, von denen Fraser Island Touren starten. Wir haben uns fuer Rainbow Beach entschieden. Jeani wird morgen eine Tagestour auf Fraser Island mitmachen, wir bleiben auf dem Festland, da wir keine 189$ fuer eine Tagestour ausgeben wollen. Unser Plan ist es, mit unserem 4WD Auto spaeter Fraser Island auf eigene Faust zu entdecken. Die Faehre kostet pro Auto etwa 150$ und wenn man einen eigenen 4WD hat, kann man ordentlich sparen und vor allem flexibel bleiben solange man moechte.
Rainbow Beach ist ein recht kleiner Ort mit endlosem Strand und perfekten Surfer-Wellen. Wir geniessen den restlichen Nachmittag und stellen fest, dass wir dringends eine Lademoeglickeit benoetigen. Ja und nun? Jeani geht auf Entdeckungstour und findet nahe des Hauptparkplatzes einen Campingplatz, in dessen Kueche man wunderbar laden kann. Wir beschliessen einfach unser Essen und Geraete mitzunehmen und hineinzu spazieren…jetzt mal ganz ehrlich: Wer will denn bitte wissen, ob wir zum Campingplatz gehoeren oder nicht? ;-) Einfach so tun, als gehoere man dazu ist die Devise. Und genau so hat es auch geklappt. 1 Stunde spaeter kehren wir satt und mit geladenen Geraeten zum Van zurueck und gehen auf die Suche nach einer Strasse zum Schlafen. Im Manooka Drive, direkt neben der Kirche haben wir dann genaechtigt.

16. April.
6:30 klingelt der Wecker. Zackig fahren wir hinunter zum Strand, wo sich Duschen befinden und machen uns frisch. Jeani schaufelt schnell Muesli in sich hinein und dann geht es auch schon los fuer sie. Wir haben uns dafuer entschieden zu fruehstuecken und dann ans oberste Ende von Rainbow Beach an den Inskip Point zu fahren. Im Nachhinein war das definitiv die richtige Idee! Das Wetter war heute zwar extrem wechselhaft, aber da es warm ist, stoert Regen ab und an auch nicht weiter.

An Campingplaetzen vorbeigefahren (man braucht ueberall ein Permit, welches online oder beim Ranger zu erwerben ist) und beeindruckt von der Abgeschiedenheit fahren wir etwa 25 Min. Dann heisst es 2WD Fahrzeug stehen lassen und laufen…500m.

Das Wasser sah wirklich klasse aus….mehr kann man dazu nicht sagen. Soo gerne waeren wir baden gegangen, aber es gibt an dieser Stelle einige Haie, da es ein Stromgewaesser zwischen Fraser Island und Rainbow Beach ist. Kaum vorstellbar, dass in solch einem Paradies einfach kein Baden moeglich ist…manno.

Wir sind den gesamten oberen Teil abgelaufen und haben eine wahre Krebsentdeckung gemacht. Noch nie haben wir sooo viele Krebse gesehen….Es lohnt sich einfach mal 5 Minuten innezuhalten, still zu sein und sich nicht zu bewegen, denn genau dann kommen tausende von Krebse aus dem Boden und wandern um euch herum. Sehr, sehr schoen!

https://youtu.be/tvab87oha8Y

3 Stunden Fahrt nach Bundaberg

Nach einem schönen BBQ mit Blick auf’s Meer, geht es nun weiter in Richtung Bundaberg.

Aufgrund von Zeitmangel lassen wir Hervey Bay ausfallen uns fahren direkt nach Bundaberg. 200km dunkle und langweilige Kilometer mit 100km/h….schnarch. Ganz dreist haben wir uns in die Quay Street an der Bootsrampe hingestellt und dort uebernachtet. Das Gute ist, man wird nicht gesehen und ausserdem sind hier unmitttelbar Toiletten und BBQ in der Naehe. Besser geht’s nicht.

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wilde Delfine füttern für 10$

14. April.
Auf den Tipp von Douglas (Mackey Mechanics) hin, fahren wir nach Tin Can Bay, um an der morgendlichen Delfin-Fuetterung teilzunehmen. Also der Ort liegt wortwoertlich im Nichts. Wo sollen wir schlafen? Wir fahren direkt zum Hafen und schauen uns um. Wir stellen fest, dass es kein Schild gab, auf welchem explizit stand, dass Camping/ Overnightstays verboten sei…also entscheiden wir uns natuerlich dafuer, hier zu naechtigen. Immerhin hab es unmittelbar eine Dusche und Toilette, da sich nebenan ein oeffentliches kleines „Schwimmbad“  befand. Welch ein Glueck…Am Besten war der Sternenhimmel. Ich wuenschte ich haette ein Teleobjektiv…Wir haben in keinem Land einen solch schoenen Sternenhimmel sehen koennen wie in Australien.

Was das Delfine fuettern anging, sah es so aus, dass ein Cafe am Pier die Fuetterung vornahm und dafuer 10$ (7 Euro) p.P. verlangte. Reine Zuschauer zahlen 5$. Es wird empfohlen um 7 Uhr vor Ort zu sein, da die Fuetterung 8 Uhr beginnt. Wenn man überlegt,  was man für Kayaktouren zahlt nur um Delfine zu sehen (70$+), ist das hier definitiv zu empfehlen!!!

15. April
6:30 stehen wir auf. Ich putze mir schnell die Zaehne und laufe die 100m zum Pier und bin erschrocken wie viele Personen schon anstehen….es ist 6:45. Unmittelbar bin ich genervt und habe Angst, dass wir gar nicht mehr reinkommen, da bereits 25-30 Leute in der Schlange standen. Marco und Jeani trudeln kurz nach 7 Uhr ein und sind ebenfalls ueber den Andrang erstaunt. Dann wurden wir auch schon um jeweils 10$ erleichtert und eingelassen. Taschen sollte man lieber im Auto lassen, denn alle wurden angewiesen Schuhe und Taschen etc. in eine offene Holzbox zu legen. Schwupps, standen wir alle im knietiefen Wasser und haben uns tierisch gefreut, denn tatsaechlich schwammen hier schon 2 Delfine!! Juhuuuuu…das ist echt super. Ich habe mir gemerkt, dass einer der Delfine Mystique heisst. Normalerweise kommen bis zu 6 Delfine am Morgen, heute waren es jedoch nur 2. Das ist aber nicht schlimm ;-) Die Delfine haben mit den zwei Tierpflegern, welche im Wasser standen, gekuschelt und gespielt…ich wuenschte ich koennte sie auch anfassen, aber sie waren wild und das musste man respektieren.

die Beruehung

7:45 wurden alle aus dem Wasser gebeten, um sich bei der Fischausgabe“station“ anzustellen. Hier gab es fuer jeden von uns einen kleinen Fisch. Als wir dann zur Fuetterung an der Reihe waren, ging alles vieeel zu schnell. Nacheinander haben wir einzeln den Delfin gefuettert und ihn anfassen koennen. Das erinnert mich stark an mein Erlebnis in Aegypten, wo ich mit einer Gruppe wilder Delfine geschwommen bin. Ein seeehr schoener Moment.

Ankunft in Rainbow Beach

Verzueckt und gluecklich laufen wir zurueck zum Van und fruehstuecken gemuetlich am BBQ in der Sonne, bevor es weiter nach Rainbow Beach geht.

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durch Noosas Everglades

13.April. Entlang der Sunshine Coast, fahren wir heute nach Noosa. Der Ort wurde uns mehrmals empfohlen, also wollen wir uns selbst ueberzeugen. Da es so riiichtig schoen warm ist und wir an einem verlockenden Strand in Mooloolaba  anhalten, koennen Marco und ich nicht anders als ins Wasser zu huepfen… ;-)

Umso weiter wir in den Norden fahren, desto „gefaehrlicher“ wird das Baden aufgrund von des box jellyfish (Wuerfelqualle) und der vermehrten Krokodile…also geniessen wir es solange wir koennen ;-)

Mount Coolum

Nach der Abkuehlung fahren wir auch schon weiter Richtung Norden und machen Halt am Mount Coolum. Wir parken und fragen uns, wie lange wir wohl nach oben brauchen? Es ist immerhin fast 16 Uhr und in weniger als 2 Stunden wird es dunkel. Weniger cool waere es, bei Dunkelheit im Wald herumzustreunern. Also frage ich doch einfach mal ein Frau, die gerade herunterkommt: „How long will it take to get up there? – „Oh that just depends on your fitness. It takes me up and down about 45 Minutes.“ „Sounds great! Thanks.“  Das geht ja…

Wir laufen keine 100m und sehen, wie super viele Menschen in Sportkleidung hochrennen, obwohl sie gerade heruntergekommen sind. Ok….der Berg scheint ein „Sportberg“ zu sein. Ich wuerde sagen wir machen es genauso und gucken mal wie schnell wir sind! Und dann sind wir auch schon losgerannt.

Voellig durchgeschwitzt kommen wir oben an und geniessen den atemberaubenden Ausblick. Was fuer ein genialer Ort. Aussicht top, der Track ist richtig cool und abwechslungsreich und man ist in der Natur fast in der City. Einfach nur schoen!

Wir haben insgesamt 50 Min gebraucht. Die schnellsten haben schaetzungsweise 30 Min gebraucht. Wahnsinn. Voellig ausgetrocknet, habe ich grooosses Verlangen Wasser zu trinken. Bloed nur, wenn an tierisch noetig auf Toilette muss – und keine Toilette da ist!!! Aber da kenn ich ja nichts… :-)

Noosa

Gegen 18 Uhr kommen wir in Noosa an und mieten uns mal wieder einen Platz in einem Caravan Park, da wir glauben Strom zu brauchen und uns riesig auf eine warme nette Dusche und WLAN freuen. Direkt am Wasser und direkt neben der Kueche befindet sich unser Stellplatz. Ob das ein Vor- oder Nachteil ist, weiss ich auch nicht so richtig. Bratengeruch beim Schlafen ist jetzt nicht unbedingt das, was sich jeder ertraeumt – aber hey! Es war der letzte Stellplatz, also be happy!

Am naechsten Morgen haben wir einen herrlichen Blick auf Noosas Everglades gehabt und unser TRX Band am Baum, direkt am Wasser, befestigt und unseren Morgensport eingelegt. Einfach einmalig.

Nach unserem leckeren Fruehstueck (es gab selbstgemachten Milchreis und Eierkuchen) haben wir uns ein 3er Kayak (34 Dollar 2h bei Pelican) gemietet und die Sonne genossen. Hier in Noosa trifft Meer auf Suesswasser und das sieht wirklich schoen aus! Ein Kayaktrip ist ein absolutes Muss!

Auf den Nachmitttag wollten wir eigentlich zum Dolphin Point, aber wir haben echt keinen Parkplatz gefunden…einfach unglaublich. Jeani ist dann durch die Stadt geschlendert und wir haben den besten Burger der Welt gegessen bei BETTY’S BURGERs…hmmmm sooo lecker. Die hausgemachte Sosse war fantastisch! Der Preis (ca. 10$) war verhaeltnismaessig fuer eine Touristenregion. Achtung…es ist sehr naheliegend, dass ihr Parkplatzprobleme haben werdet, den Noosa Heads ist sehr oft unglaublich ueberfuellt. Ich empfehle daher auf der anderen Seite zu parken (Parkedge Road), insbesondere wenn ihr im National Park einer der lohnenswerten Walking Tracks laufen moechtet.

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Caloundra

12. April.  Unser heutiges Ziel ist Caloundra. Die Fahrt ist nicht sonderlich weit und wir haben eigentlich nur ein Vorhaben: schoen lecker BBQ am Strand geniessen!

Das ist in Caloundra auch recht einfach, denn es gibt direkt am Strand eine grosse Anlage, wo man wunderbar grillen und baden kann. Wir haben also einen BBQ am Strand mit Sonnenuntergang erlebt. An sowas koennten wir uns echt gewoehnen!

…wir armen Backpacker

Offenbar ist es mitleiderregend, Backpacker zu sein und nach einem Schlafplatz zu suchen. Denn als wir auf gut Glueck ins Caloundra Backpackers Hostel gefahren sind und Jeani gefragt hat ob wir hier parken duerfen und was es kostet – kostenlos war de Antwort. „Ah it’s alright“
Ja coooool, kostenlos legal uebernachten…es wird ja immer besser. Ob wir so dreist sein koennen und nach der Dusche fragen? Und wir taten es…das war den Jungs auch recht herzlich egal…“yeah it’s alright..no worries“. Mensch, die sind ja echt gleichgueltig. Waesche waschen muessten wir auch mal..und unsere Geraete laden. Also geht Marco noch ein weiteres Mal hoch und fragt, ob wir die Maschinen nutzen duerfen. „You definately ask too many questions mate.“ Ok das heisst dann wohl gruenes Licht. Schoen wie Nomaden sitzen wir zwischen Van und Hostel auf dem Boden, kaempfen um gleichzeitig Strom und WLAN. Hahaha….ein Bild fuer die Goetter.

Wir haben uns jedenfalls sehr gefreut, naechsten Morgen bedankt und sind abgeduest.

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3 Tage Brisbane & Känguru Bekanntschaften

10. April. Schon 8 Uhr sitzen wir im Van und machen uns auf den Weg zu Mackay Mechanics, denn was wir euch bisher noch nicht mitgeteilt haben:

  • Unser Wassertank ist undicht und wir haben praktisch alle paar Stunden das Vergnuegen Wasser aufzufuellen
  • beide Fensterscheiben sind verzogen und wir duerfen bei knalliger Sonne und 29 Grad mit geschlossenem Fenster fahren (Klima macht echt kein Spass,…) Also nix mit Kopf raushaengen und frische Luft schnuppern

Wir haben uns die letzten Tage dezent geaergert, da wir v.a. durch das Wassertankproblem immerzu auf Wasserstellen oder Campingplaetze angewiesen sind. Erfreulicherweise hat Camperman ziemlich schnell einen Termin in Brisbane organisiert und wir haben Hoffnung auf eine problemlose Weiterfahrt :-)

Puenktlich 8.45 sind wir vor Ort und die Jungs legen sofort los. Alle sind super nett und Douglas bietet uns sogar an, uns zur Faehre zu fahren und spaeter wieder abzuholen. Vermutlich dauert die Reparatur sowieso mehrere Stunden, also wieso nicht heute Sightseeing in Brisbane einlegen? Von der Apollo Rd. fahren wir also mit der City Cat Ferry fuer 5,80$ direkt nach Southbank Parklands. 45 Minuten sind wir unterwegs und die Fahrt war klasse. Wir haben soo viel gesehen und das Wetter war auch super.

Angekommen in Parklands, haben wir zunaechst lecker gefruehstueckt. Da es schon nach 11 Uhr war und Marco mittlerweile Mittagsapettit hat, bestellt er sich einen Burger. Jeani und ich haben uns ein Sandwich mit Avocado geteilt und einen richtig richtig leckeren Crepe mit Apfel und Vanilleeis gemampft. Goettlich… „The Crepe Cafe“ in der verlaengerten Stanley Street ist waermstens zu empfehlen!

Unsere Route durch Brisbane

Gestaerkt sind wir zur Goodwill Bridge gelaufen und auf die andere Seite des Flusses gewechselt. Hier ist der Botanische Garten. Wir haben uns ueber zwei Stunden aufgehalten, weil es einfach nur schoen war. Mangroven, rieisge verwachsene Baeume, Seen, Ibise, und und und.

Jeani hat gelesen, dass es einen kostenlosen Bus gibt, der durch einen Teil von Brisbane’s Innenstadt faehrt…und nun suchen wir. Wir haben zwar gar keinen Plan, welche Route der Bus faehrt, aber kostenlos klingt immer super! Haha…
An der Alice Street/ George Street faehrt der Free Loop Bus. Wir haben erfahren, dass er alle 15 Minuten faehrt und seine Strecke tatsaechlich nur durch die Innenstadt faehrt, also fahren wir mal ein Stueckchen bis zur Eagle Street. Wer shoppen will, wird in Brisbane massig finden, eine Mall neben der anderen befinden sich in der Innenstadt.

Unsere Lauf-Route geht ueber die Wharf Street Richtung Norden, am wunderschoenen Cathedral Square vorbei, direkt zu Woolworth! Nein, wir haben keinen Shoppingdrang, aber ganz ehrlich: wir sind zu geizig fuer eine Flasche Wasser (0,5L) 3,50$ zu zahlen, da bekommen wir bei Woolworth gleich 3 Stueck. Kaum betreten wir den Markt, sehe ich Sushi, Sushi und noch meeeehr Sushi…traumhaft. Wer Sushi mag, sollte hier zugeifen. Es ist nicht teuer, wird frisch zubereitet und sieht verdammt gut aus. Zu schade, dass wir schon gegessen haben.
Ueber die Boundary Street laufen wir zur Bruecke, welche zum Kangaroo Point fuehrt. Die Klippen sehen echt cool aus, doch leider koennen wir nicht verweilen, da wir unseren Van langsam wieder abholen muessen. Als wir die Strassen entlang laufen, stellen wir fest, dass es Unmengen an Parkplaetzen gibt, welche „No Limit“ sind. Wir kommen also auf die glorreiche Idee uns heute Nacht einfach hier in die Wohnsiedlung zu stellen und hier zu schlafen. Wird schon gut gehen :-) Gegen 16 Uhr sind wir also wieder an der Faehre. Dieses Mal fahren wir vom Mowbray Park zur Apollo Road.

ein funktionierender Van und Tipps zum Autokauf

Douglas, der Shopmanager von Mackay, hat uns wieder abgeholt und mitgeteilt, dass alles repariert ist. Wir sind aaauuusser uns vor Freude. Endlich kein Wasserproblem mehr und endlich mal die Scheiben herunterlassen! Ausserdem hat uns Douglas noch einige Tipps auf den Weg mitgegeben. Er gab uns Tipps, welches Auto wir uns kaufen sollten, welche Marken hier am langlebigsten sind, was sie in etwa kosten duerfen und worauf wir beim Kauf achten sollen. Vor allem raet er uns, ein Auto mit RWC (Road Worthy Certficate) zu kaufen, um sicher zu gehen, dass das Auto auch taesaechlich sicher ist. Weitere Erkenntnisse zum Thema Autokauf findet ihr hier.

Wir duesen zum naechsten Supermarkt, um den Kuehlschrank aufzufuellen und wollen heute Abend Sushi essen gehen….wir haben einen unglaublichen Heisshunger und einfach zu lange kein Sushi mehr gegessen.

…Wieso wir an dem Abend nicht mehr Sushi essen gegangen sind, was uns dummerweise passiert ist und wie wir zur Attraktion des Abends wurden…und wie sich das sich daraus ergebene Problem einen Tag spaeter zum absoluten Glueck geloest hat…erfahrt ihr spaeter. –

Wir haben jedenfalls tatsächlich in der Wohnsiedlung geschlafen und keinen bösen Besuch bekommen. ;-)

11. April. Unser innerer Wecker klingelt um 7 Uhr und wir mussten erst einmal herum telefonieren,  um unser Problem zu lösen. Blöd nur, dass Samstag war und fast alles geschlossen hatte. Das Schicksal stand jedoch unserer Seite und wir konnten gegen 13 Uhr tief durchatmen.

Mit gemischten Gefühlen sind wir dann zum Lone Pine Koala Sanctuary gefahen und hatten einen großartigen Nachmittag. Der Eintritt liegt bei 34$ unermaessigt (vergleichsweise guenstig!), Studenten & YHA Backpacker zahlen 25$.

Heute Abend wollten wir wieder in der Wohnsiedlung schlafen, sind davor aber noch zur Mowbray Fähre heruntergefahren (600m), da dort Toiletten waren. Hmm, hier steht noch ein camperman Van und das schon seit 2 Tagen. Vielleicht bleiben wir hier ebenfalls stehen…scheint ja niemand zu kontrollieren? 1 Stunde später kommen die Jungs und das Mädel, die zum Van gehörten und wir haben super viel gequatscht. Sie haben uns auch gefragt, ob wir morgen früh um 5 mit zum Sonnenaufgang fahren wollen.

..und dann kam die Polizei 

Mitten im Gespräch kam die Polizei und fuhr auf unseren Parkplatz. „Wir sind so am Arsch..“ denke ich mir und frage den anderen Backpacker, was wir jetzt machen sollen. „Nichts, ach die Polizei fährt doch schon wieder weg.“ „Ja aber jetzt wissen die ja, dass wir hier sind und kontrollieren heute Nacht.“ „Ach, 50:50 ..die Polizei kann dir eh kein Bußgeld erteilen. Die müssen den Ranger anrufen und der muss herkommen und er erteilt Strafe. Woher ich das weiß? Ich habe einen Cop gefragt.“ “ Ha, wie geil! Naja oder auch nicht…dann kommt der Ranger heute Nacht wahrscheinlich vorbei. ..“ „Ach wer weiß. Ich gehe jetzt jedenfalls genüsslich schlafen…“

Alle schlafen unruhig und dann klopft es nachts an der Tür. Kurzzeitig haben wir echt Schiss gehabt … aber dann rief er nur: „Aufstehen Leute! Los kommt schon..ab zum Sonnenaufgang!“ Wir Pfeifen waren jedoch zu müde und fallen zurück in den Schlaf.

12. April. Als wir aufgestanden sind, waren die Anderen natürlich weg und wir haben sie auch nicht wieder gesehen. Heute geht unsere Fahrt weiter Richtung Norden.

noch 1780km liegen vor uns.

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zwischen Baumkronen und Papageien

9. April. Heute haben wir uns dafuer entschieden auf dem Weg nach Brisbane einen Abstecher ins Gruene zu machen.

Nachdem wir gestern den Nightcap Nationalpark gestreift sind und die Aussicht echt toll fanden, moechten wir einen weiteren Nationalpark sehen. Es gibt in der Region mehrere zur Auswahl, und diese haben u.a. eine „Tree Top“ Bruecke, welche durch die Baumkronen des Regenwaldes fuehrt:

  • Springbrook
  • Tamborine
  • Lamington

So richtig auf dem Weg liegt keiner, aber  der Lamington National Park ist tatsaechlich der einzige, welcher kein Geld fuer den „Tree Top Walk“ verlangt (Tamborine ca. 19$ p.P). Zugleich ist es die aelteste (1987) und erste Haengebruecke weltweit, welche einen Spaziergang durch die Baumkronen des Regenwaldes ermoeglichte.

Sage und schreibe 27 km lang fuhren wir Serpentinien…und das dauerte letztlich fast anderthalb Stunden. Aber es war jeden km wert. Wieso? Wir sind auf die Tree Top Bruecke vorberieitet und erhofften uns einen tollen Ausblick, aber wir haben noch etwas anderes tolles erlebt:

Mein Freund der Papagei

Neben dem Ankunftsplatz tummelten sich doch tatsaechlich etwa 15 Papageien. Wilde Papageien, die gar nicht mehr so wild waren, da sie sich fuettern liessen. Wild genug jedoch, einigen auf die Schulter zu scheis…. und mir den Arm zu zerkratzen haha. Einfach genial. Ich glaube, fast alle Besucher haben sich Vogelfutter gekauft, um ein Papageifoto zu schiessen. Kurzzeitig habe ich das auch ueberlegt, aber 4$ fand ich etwas happig. Also stellen wir uns einfach dazu -ohne Futter- und bekommen trotzdem neugierigen Besuch. Marco hatte nach wenigen Minuten seinen Freund auf dem Kopf zu sitzen und wenig spaeter bekam ich auf meinem Arm Besuch. Ja, jaa….das hat gefetzt!


Stundenlang haette ich mich dort aufhalten koennen, aber da wir ja noch mehr sehen wollten -und wie immer nur begrenzt Zeit haben-, machten wir drei uns auf den Weg zum Tree Top Walk.

Etwa 16 Uhr fuhren wir in Richtung Brisbane und mussten die gesamte Strecke zurueck fahren. Da wir keine Lust haben schon wieder so viel Geld fuer einen Campingplatz zu zahlen und vorerst genuegend Saft auf unserer Batterie haben, entscheiden wir uns dafuer ein paar Hostels abzutelefonieren. Einige bieten an, dass man mit dem Van bei ihnen parken und Dusche etc.. nutzen kann. Letztendlich sind wir in Manly im Manly Harbour Backpackers gelandet, fuer 10$ p.P.. Das ist guenstiger als zuvor, aber noch zu viel hihi.
Eins haben wir alle jedoch fuer uns festgestellt: So ein Hostel-Leben ist definitiv nichts fuer uns…so richtig sauber war es nicht (das sind wir aber mittlerweile gewohnt) und richtig eklig war der Gestank. Egal in welche Richtung wir unsere Riechkolben drehen, es stinkt nach Alk. Fast nur Maenner, 10% „Frauen“…wie in einer Tigerhoehle hat es gerochen…

Ok, das brauchen wir nicht unbedingt wiederholen ;-)

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ein Stop Over an der Gold Coast

8. April. Nur einen Katzensprung von Byron Bay ist die Gold Coast entfernt. Etwa 60-70km Fahrt (je nachdem wo man hin will) und man befindet sich schon an der beruehmten Gold Coast. Auf Wunsch von Marco sind wir einen „kleinen“ Umweg gefahren, um Nimbim anzuschauen. Das Dorf ist extrem klein, aber sehr „beruehmt“ geworden…und zwar fuer seine Hanfkekse und Kifferszene… aehm ja. Also es war mal eine Erfahrung, aber hat fuer mich irgendwie so gar nicht in das Bild Australiens hineingepasst. ;-)

Nightcap Nationalpark

Auf dem Weg zur Gold Coast, sind wir durch den Nightcap Nationalpark gefahren, um noch etwas von der Natur mitzubekommen. Wir fahren also den Newton Drive aufwaerts in die Berge – soweit so gut…der Ausblick ist wieder einmal atemberaubend, der Fahrtweg war aber definitiv mit Risiken behaftet… Auf und ab und extrem enge blinde Kurven…lieber Gott, lass niemanden von vorne kommen. Wir kriechen mit 40 km/h die Strasse hinauf und fragen uns, wie man hier 100km/h fahren darf…geisteskrank!!! Als wir oben an der „Picnic“ Area ankommen, sind wir echt enttaeuscht, denn es gab weder Tische noch einen BBQ. Und nun? Damit es nicht ganz umsonst war und wir tierisch hungrig waren, haben wir etwa 400 m rueckwaerts auf einer Ausbuchtung Halt gemacht und einen phaenomenalen Ausblick genossen. Hier packen wir Campingtisch und Stuehle aus und kochen ein leckeres Currygericht. Mit dem Blick auf das Tal, haben wir ein wunderschoenes Mittagspaeuschen.

PS: Ob die Fahrt fuer den Van gut war ist fraglich, denn die Bremsen haben so dermassen gestunken…ich haette schwoeren koennen, dass das halbe Auto verbrannt ist. :-)

..Ankunft an der Gold Coast

Wir hatten noch keinen Plan, ob und geschweige denn wie lange wir hier bleiben wollen. Nachdem uns eine Einheimische Frau gesagt hat, dass „wildes Campen“ bis zu 2.000$ Strafe kosten kann, hatten wir ploetzlich wenig Ambition eine Nebenstrasse zum Schlafen zu suchen. Also haben wir erst einmal in einen sehr empfehlenswerten (jedoch nicht billigen) Holiday Park (Boyd Bay Holiday Park) eingecheckt, um Batterie und Wasser zu fuellen. Fuer insgesamt 53$ (3Pax, Strom) gab es immerhin auch einen Pool, sehr sehr saubere Facilitaeten und einen Platz direkt am See. Man haette das durchaus etwas laenger geniessen koennen.

Den restlichen Abend heisst es fuer uns: Ueberlegen wo es morgen hingeht, oder ob wir hier bleiben wollen.

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Byron Bay’s phaenomenaler Sonnenuntergang

7.April. Nach einer warmen Dusche beschliessen wir mal wieder Waesche zu waschen. Kaum auf der Leine aufgehangen, beginnt es zu regnen. Haha…super. Was soll’s…wir gehen in die Stadt und schmeissen dann eben spaeter einen Trockner an.

Nach 2,5km Spaziergang, kommen wir in den Ort und -wen wundert’s- ein Laden reiht sich an dem Anderen. Also wer gern Geld ausgibt, kann das in jedem Ort tun. Guenstig finde ich es nirgends, ausser in Grossstaedten oder in KMart, Target etc. Wir schlendern also durch die Strassen und werfen ab und zu einen Blick hinein, goennen uns ein ziemlich leckeres Eis – fuer schlappe 6$ (an die Preise muss man sich echt gewoehnen!!!) und laufen zum Strand. Wer von Byron Bay gehoert hat, uberrascht es nicht mehr, aber es gibt echt super viele Hippies. Rasterlocken, bunte Stoffarmbaender, quirlige „Kleider“, …kurz und knapp: Bob Marley Style.

ein phaenomenaler Sonnenuntergang als perfekter Abschluss

Byron’s Strand ist sehr lang und wir entscheiden und deshalb am Strand zurueck zu laufen. Ehrlich gesagt, haette die Entscheidung nicht besser sein koennen, denn wir haben einen unglaublichen Sonnenuntergang erlebt! Ich sage einfach nichts weiter dazu, schaut euch die Fotos an :-)

21 Uhr kochen wir unser Abendbrot -schmeissen natuerlich den Trockner an- und verfallen wieder in einen tiefen Schlaf. Morgen geht es weiter in Richtung Gold Coast mit einem Abstecher in Nimbim.

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370 km gen Norden

6. April. Verzueckt von den suessen Koalas machen wir uns nun auf den Weg Richtung Byron Bay. Es ist mittlerweile schon 17 Uhr und es liegen 370 km vor uns. Das entspricht etwa 4,5h Fahrt.

Marco und ich haben uns zwar abgewechselt, aber die Langeweile macht echt muede. Wir haben es nicht ganz nach Byron Bay geschafft und uns dafuer entschieden in einem Vorort namens „Ballina“ zu naechtigen. Da die Campingplaetze selbstverstaenlich um 22 Uhr schon geschlossen waren, haben wir in irgend einer Strasse vor einem „Medical Care“ Center geschlafen. Haha.

Angst vor hohe Strafe

Wir haben immer wieder unterschiedliche Geschichten gehoert. Einer erzaehlte uns, dass man schlafen kann, wo kein „No Camping/ No staying overnight“ Schild war. Jemand anders erzaehlte uns, dass ausserhalb ausgewiesener Flaechen generell mit mehreren tausend Dollar bestraft werden kann. Also haben wir unseren Wecker auf 6 Uhr morgens gestellt und sind schnell verschwunden!


7.April.

Diesmal gehen wir auf Nummer sicher

Da Ungewissheit ziemlich uncool ist und wir keinen Stress wollten, haben wir uns direkt auf den Weg nach Byron Bay gemacht. Die Fahrt ging schnell, da es nur noch 30 km bis in den Ort waren. Wir haben einen Platz im Belongil Fields Caranvan Park fuer 17$ p.P. inkl. Strom ergattert.

Der Platz war ok, für den Preis. Die Waschmaschinen jedoch fast alle kaputt.

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Planschmiede & Zwischenfazit

27. April. Jeani ist seit zwei Tagen in Neuseeland und wir sind nun alleine in Cairns. Allem voran: Wir moegen Cairns selbst nicht allzu sehr. Wir sehnen uns nach einem schoenen kleinen Vorort. Ja und nun?

Wie geht’s weiter? 

Job? Auto? Geld? Wohin? Wie lange? Wie? Oh Gott, soo viele Fragen jagen uns durch den Kopf… Wir sind absolut planlos …dieses Gefuehl ist neu fuer mich, denn ich habe immer einen Plan. Finde ich das jetzt gut, oder finde ich es aetzend? Marco ist noch recht entspannt und stellt sich alles ganz easy vor. Auch gut. Also wir sortieren unsere Gedanken und, das was wir bisher gelernt haben:

  1. Wir wollen nicht hier bleiben
  2. Wir wollen nicht in die Kaelte
  3. Wir haben uns gesagt, wenn wir bei 15.000 sind, sollten wir langsam anfangen zu arbeiten. Da sind wir nun angelangt
  4. Wenn wir nicht hier arbeiten wollen, sondern etwas ab vom Schuss, brauchen wir ein Auto
  5. Wo bekommen wir ein Auto her? Und was kostet es?
  6. Wir brauchen erst einmal eine Steuernummer (TFN) und ein Bankkonto.
  7. Und die wichtigste Frage: Wo kommen wir unter? Das Hotel ist nur bis zum 28. gebucht…und dann? Keeeine Ahnung…

So,…das ist echt verdammt viel…Ich bin genervt und wir machen uns einen Plan in welcher Reihenfolge wir alles innerhalb von 2 Tagen regeln.

26.April:

  1. Wir suchen online nach einer Gastfamilie und nach einem Auto – parallel – und schreiben bzw. rufen die Personen an
  2. Nebenbei beantragen wir schnell online unsere Steuernummer
  3. Zwischendrin klappern wir auch noch ein paar Jobangebote auf Gumtree ab…nix ist so richtig super

27. April

  1. Ich rufe mehr als 5 Personen an, welche bei Gumtree Raeume/ Unterkuenfte anbieten…erfolglos. Entweder sollen wir mehr als 3 Monate bleiben (oh nee, bitte nicht) oder sie sind vergeben. Preislich liegt alles bei 200 +/- 40$ pro Woche.
  2. 10:30 haben wir unsere erste Autobesichtigunng …nun gut, ich glaube wir muessen weitersuchen, denn in den Wagen muessten wir noch einmal 1.200$ oder mehr investieren, damit alles in Ordnung ist
  3. 12:00 haben wir unsere zweite Autobesichtigung …der gefaellt uns richtig gut, sehr gepflegt auf den ersten Blick. Doch leider null Service-History und keine Servicenachweise…hm..4.200$ finden wir dafuer dann doch noch zu viel
  4. 12:30 sitzen wir in der Commonwealth Bank und eroeffnen unser australisches Bankkonto! Unsere Beraterin hiess Sarah…welch ein Fit ;-)
  5. 13 Uhr gehen wir in die Bibliothek und pimpen unsere Lebenslaeufe fuer eventuelle spontane Job-Bewerbungen
  6. 15 Uhr bekommen wir einen Anruf von Rebecca! Ihre Familie haben wir gestern angeschrieben und schon meldet sie sich. Wie fantastisch! Noch viel besser: Sie wollen uns haben, schon ab naechster Woche. Juhu.
  7. 15:30 haben wir eine Besichtigunng in einer WG, die auf den ersten Blick OK scheint, aber erst Anfang Mai frei ist. Wieder ein Schuss in den Ofen…
    Das macht die Entscheidung einfacher!

Fliegen wir gleich nach Brisbane, oder kaufen wir das Auto sofort, damit wir puenktlich bei unserer Gastfamilie sind? 

Wir ueberlegen uns einen Plan B. Da wir hier eh keine Bleibe haben und zu geizig fuer ein Hotel sind, beschliessen wir online nach einem Auto in Brisbane zu suchen. Falls es dort etwas Gutes, oder Besseres gibt, fliegen wir eben gleich dort hin und kaufen es dort! Das wuerde uns zumindest stressige 1.500km Fahrt ersparen…

Alles fuegt sich zusammen…wir kommen unserem Traum ein grosses Stueck naeher. Danke liebes Schicksal.

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Port Macquarie & Koala Hospital

06. April 2015

Nachdem wir das Glueck hatten, dass unser Gas an der naechsten Tankstelle aufgefuellt wurde (9$ fuer 2kg..guenstig ist anders), machten wir uns auf den Weg in den Ort selbst. Port Macquarie ist nur 15 Min Fahrt entfernt.

Port Macquarie – der Hafen

In der Naehe des Hafens darf man bis zu 2 h kostenlos parken, gleich hinter Target. Unser erstes Ziel war der Hafen selbst, denn dort hab es einen Weg entlang der Kueste, welcher die Straende miteinander verbindet. Auf dem Walk gibt es eine -mittlerweile sehr bekannte- Ansammlung von Felsenbemalungen. Gedenken und Liebesgestaendnisse und Lebensweisheiten sind u.a. als kleine Kunstwerke zu beaeugen. Dieses Spiel zieht sich 1,5 km hin, bis man am Town Beach ankommt. Ich setze mich auf einen Felsen zu einem Gleichgesinnten Asiaten und verstecke mich hinter meiner Kamera, denn der Anblick der Surfer und Wellen ist echt schoen.

Gegen 13 Uhr fahren wir die Kuestenstrasse weiter und haben mitunter einfach grandiose Ausblicke…ich kann gar nicht oft genug erwaehnen wie schoen Australiens Kuesten sind! Satt sehen werde ich mich wohl nie.

Puenktlich, kurz vor 15 Uhr, sind wir am Koala Hospital wo taeglich kostenlose Fuehrungen angeboten werden. Der Besuch ist kostenlos und das Krankenhaus fuer Koala lebt nur von Spenden bzw. Patenschaften. Seit den 70ern gibt es das Krankenhaus fuer Koala. Es ist zudem das erste und aelteste. Die Angestellten sind extrem freundlich und engagiert und ich wuensche mir auch einen Monat dort arbeiten zu duerfen. Wer weiss, wer weiss.

Weiterfahrt zur Gold Coast

Etwa 17 Uhr machen wir uns auf weiter Richtung Norden. Es liegen noch 2.250 km bis nach Cairns vor uns. Doch erst einmal ist unser naechster Stop in Ballina (370km), kurz vor der Gold Coast.

Genaechtigt haben wir im Boyd Bay Holiday Park fuer insgesamt 53$ inkl. Strom und Pool, direkt an einem See. Qualitativ sehr zu empfehlen – wenn auch nicht ganz guenstig!

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der Moment am Port Stephens

5. April.  Wir ziehen unsere Vorhaenge zur Seite und denken: Wow! Ist schon herrlich, so am Morgen als erstes das Meer und Sonnenschein zu sehen…und wenn man dann auch noch seine Autotuer oeffnet und die Voegel dazu hoert…..einfach nur toll!

Ganz entspannt freuen wir uns auf unsere Dusche..haetten wir nur gewusst dass diese arschkalt ist! Wir haben noch nie so unentspannt geduscht. Aber hey…besser als gar keine Dusche, oder?

eine Menge Wanderwege, doch leider nur wenig Zeit

Am Shoal Bay gibt es etwa 3 bzw. 4 Wanderwege zu super Aussichtspunkten. Leider hatten wir nur ein kleines Zeitproblem und entschieden uns daher fuer den kuerzesten. Schon nach wenigen Minuten gelangten wir zu einer wunderschoenen Bucht, die ich definitiv nicht so schnell vergessen werde.

Doch es kam noch viel besser!

Port Stephens wurde seinem Ruf tatsaechlich gerecht! Wir standen gegen 11 Uhr am Strand und wir koennen es nicht glauben, aber nur 50m von uns entfernt schwammen im Wasser zwischen den Kayaks und Booten Delfine!!! Wuhuuuuuuuuuuuuuuuuuu…das war einfach nur GENIAL! Es waren insgesamt 3 Delfine, die umhersprangen und sich vergnuegten…ich haette vor Freude wieder einmal heulen koennen. Das hat definitiv den Tag zu einem sehr Besonderen gemacht.

Abfahrt in Richtung Port Macquarie

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Es bestand wieder ein fast dreistuendiger Aufenthalt im Auto gevor, denn unser naechstes Ziel war Port Macquarie. Irgendwie verging der Tag so unglaublich schnell, denn wir haben auf unserer 190km Strecke immer mal wieder hier und da angehalten. So kamen wir dann nach 18 Uhr in Wauchope an. Fuer nur 20$ inkl. Strom durften wir in Wauchope auf dem Showground naechtigen. Wir Gluecklichen. Wir sind auch echt wahnsinnig muede und schlafen nach dem Abendbrot unter Sternenhimmel schnellstens ein.

..doch eine Frage liess uns nicht los: Wo bekommen wir neues Gas her, was wir zum Kochen benoetigen?