30. Maerz 2015
Mittags landen wir in Singapur – zum Glueck wieder mit all unserem Gepaeck. Der Security Check war recht easy und das Personal war so freundlich, wie wir es an keinem anderen Flughafen erlebt haben. Es ging alles ganz flink und schon standen wir in der Ausgangshalle. …Wow…der Flughafen ist echt schoen. Ich greife nach einem Prospekt und muss staunen, denn Singapurs Flughafen bietet kostenlose Sightseeing Touren, Kinderspielparadiese, einen Pool auf dem Dach, ein „Kino“-Raum, in welchem man kostenlos vor dem Abflug Filme gucken kann, kostenlose Kofferwaagen und einen kleinen Garten mit einem Bach. Das einzige, was ziemlich teuer ist sind die Duschen….11$ fuer eine Dusche. Unglaublich.
Mit der Metro in Singapurs Innenstadt
Mit Sack und Pack machen wir uns auf die Suche nach der Metro, welche uns hoffentlich schnell und guenstig zum Hotel befoerdert. Der MRT Train faehrt direkt vom Flugafen nach Tanah Merah, wo man lueckenlos auf dem Gleis gegenueber umsteigt und weiter in die Stadt faehrt. Ticketpreise berechnen sich nach den gefahrenen Zonen bzw. Kilometern. Unsere Route hat etwa 20 Min gedauert und 2,10$ p.P. gekostet.
Bei den Buslinien lohnt es sich eine Station vorher auszusteigen, da oft nur 300 m fast 1$ mehr kosten koennen. Und bei dem herrlichen Wetter lohnt das sogar noch mehr :-) Wie in Australien, gibt es PrepaidKarten „ezLink„, mit denen es guenstiger zu reisen geht. Hat man diese nicht, zahlt man den „Strassenpreis“ beim Busfahrer der etwa 20% teurer ist.
Hier kann man sich die Trip-Kosten vorher ausrechnen.
Unser Hotel kostete uns fuer 3 Personen und 1 Nacht 89 Euro, was fuer Singapur sehr guenstig ist. Das Hotel 81 Premier befand sich mitten im Rotlichtviertel (Geylang Street), wie wir Abends feststellen durften…sehr zwielichtig und quirlig. Ich weiss bis heute nicht, ob ich das cool oder bescheiden fand. Das Hotel an sich war sauber und ist absolut zu empfehlen, wenn man nicht fuer den gleichen Preis im Hostel absteigen will.
15 Uhr. Auf geht’s in die City! Nur 20 Minuten haben wir in die City gebraucht und stauunen, wie schoen Singapur ist. Alles ist extrem sauber, niemand kaut Kaugummi (offensichtlich ist das hier auch verboten), die Menschen sind sehr sehr nett und hilfsbereit und das Essen ist recht guenstig. An der Aljuned Station (100m zu Fuss) gibt es einen wirklich guenstigen Food Court mit sehr leckerem Essen.
Wer nicht nach Sentosa Island faehrt, war offensichtlich nicht in Singapur…also machen wir uns af den Weg dort hin. Von der Harbourfront gelangt man zur Insel. Entweder man laeuft (etwa 2km) kostenlos, man faehrt mit der Gondel (29$) oder man nimmt den Sentosa Express (4$). Wir haben uns fuer letzteres entschieden, da wir nicht so viel Zeit hatten und wir diese lieber auf der Insel verbringen wollten. Die Entscheidung war gut, denn die 4$ gelten p.P. fuer Hin-und Rueckfahrt und der Ausblick war auch lohnenswert.
Zu Sentosa selbst brauche ich nicht viel zu sagen…es ist teuer, touristisch, sehr huebsch angelegt und man sollte es mal gesehen haben. Ob man tatsaechlich fuer den den doppelten Preis Essen und Trinken muss oder den Funpass braucht, um mit Attraktionen zu fahren, muss jeder selbst wissen. Wir haben den Pass nicht gebraucht ;-)
Kostenloses Singapur
Da es schon nachmittags war, haben wir nicht mehr all zu viel gesehen. Doch das was wir gesehen haben, war traumhaft. Die Skyline von Singapur ist der Wahnsinn. Aus irgendeinem Grund ist diese Stadt gross, aber ruhig. Gross, aber sauber. Gross, aber gesittet. Die Station Bayfront ist perfekter Ausgangspunkt fuer Marina Sands Hotel, Gardens by the Bay und dem Wasserlichtspiel am Hafen.
- Abends gegen 20 Uhr und 21:30 beginnt ein Lichtwasserspiel am Hafen mit Blick auf die Skyline – umsonst. Hier versammeln sich hunderte von Menschen, um diese 15 Minuten zu geniessen.
- Abends 19.30 Uhr beginnt eine Lichtshow im Gardens by the Bay, welche etwa 20 Minuten geht.
Beide Vorstellungen schafft man nicht an einem Abend (es sei denn man nimmt die Spaetvorstellung) , da man etwa 15 – 20 Minuten vom Garden bis zum Hafen laeuft. Ich persoenlich wuerde die Show am Hafen empfehlen, wenn man nur einen Abend hat. Die Baeume leuchten auch ohne Show wunderschoen, sodass man nach der Wasserlichtshow einfach dort hin spazieren kann.
Nach unserem schoenen Spaziergang sind wir zurueck zum Hotel gefahren und wollen -oder eher muessen- Waesche waschen. Toll, der Salon ist voll…nun duerfen wir einen anderen Salon suchen. Mit Tueten voller Dreckwaesche laufen wir durch das Rotlichtviertel -jetzt war klar, dass es eins ist- und suchen einen Waschsalon. 700m spaeter werden wir fuendig und legen los (um uns herum seltsame Leute..). Bei mir dauerte es keine 15 Minuten und ich bin auf dem Waschtisch eingepennt…ins Koma gefallen und erst eine dreiviertel Stunde spaeter wieder aufgewacht. Oh Gott, war ich muede…ich hatte echt keine Lust den Weg wieder zurueck zu laufen. Aber was blieb mir uebrig – so mitten in einer seltsamen Gegend?
Geflasht und beeindruckt vom ersten Tag fallen wir in tiefen Schlaf.
01. April 2015
Nachdem wir im Funan Plaza nach einem Telefon fuer mich Ausschau gehalten haben, war es unser Plan Chinatown zu sehen, Singapur von oben zu bestaunen und am Abend the Lichtshow im Gardens by the Bay zu erleben.
Telefon kaufen im Funan Plaza
Mein erster Gedanke: Das Funan Plaza sieht aus wie das Pantip Plaza in Bangkok. Gross, hunderte Laeden, ueberall gibt es Aehnliches zu kaufen – doch alles ist etwa 3x teurer. Gilt das auch fuer Handys? Leider, leider kosten Samsung Telefone hier auch etwa 20% mehr. Das aergert mich jetzt echt total. In Bangkok und Hanoi habe ich das Core Prime und das Grand (ich wollte unbedingt Dual Sim) nur 110-140 Euro und hier gibt es nichts unter 180 Euro. Klasse…ich habe schlechte Laune.
…und dann kurz bevor wir das Funan Plaza verlassen, geht Marco in einen kleinen Singtel Shop und wir werden fuendig. Es gibt echt wenig Dual Sim Geraete in Singapur (ganz anders in Bangkok und Hanoi) und wir haben nun eins fuer 140 Euro gefunden. RedMi 2 wurde mein neues Telefon. Skeptisch und schlecht gelaunt denke ich mir: What the hell…ich habe nichts zu verlieren, das Ding sieht gut aus, ist guenstig, hat Dual Sim, hat einen QuadCore, der Akku passt, die Aufloesung ist gut…Samsung es tut mir leid, ich muss das Ufer wechseln.
Resumee nach 14 Tagen: Das Telefon ist richtig gut. Fuer 140 Euro habe ich etwa die Ausstattung eines S3/ S4 bekommen. Ich bin sehr zufrieden. (Haette ich selbst nicht gedacht)
Singapur von oben erleben fuer 5$
Da das Telefonthema nun endlich erledigt ist, machen wir uns auf den Weg zum Pinnacle @ Duxton, welcher in der 50. Etage eine Skybridge besitzt und man fuer 5$ den Ausblick geniessen kann.
Das Pinnacle ist nahe China Town und der Ausblick ist grandios! Wenn man auf das Dach des Marina Sands Hotel steigen moechte, zahlt man schlappe 25 $…also investieren wir lieber 5$ und verbringen ein halbes Stuendchen oder laenger auf dem Dach des Pinnacle.
Dann war es auch schon 18 Uhr…von hier brauchen wir etwa 35 Min. zum Gardens by the Bay, wo spaeter die Lichtshow beginnt. Also stiefeln wir los und geniessen unsere letzten Stunden in Singapur.
Gardens by the Bay
Gardens by the Bay lohnt sich am meisten kurz vor Sonnenuntergang, da man ganz langsam die ganze Pracht entdecken kann! Und was mich einfach nicht loslaesst ist der Anblick des Bay Sands Hotel….meine Guete…einfach nur der Hammer.
22 Uhr machen wir uns auf den Weg ins Hotel, um unsere Rucksaecke abzuholen und fahren zum Flughafen. Eigentlich dachten wir ja, dass wir entspannt eine Dusche nehmen und schoen in die Kino Lounge gehen, aber dann…ging alles so schnell, dass wir gar keine Zeit mehr dafuer hatten und es schon kurz vor 1 Uhr war.
FAZIT: Singapur ist einfach nur schoen. Obwohl die Stadt einst zu Malaysia gehoerte und mitten in Asien liegt (>70% Chinesen), ist der Ort nicht ansatzweise mit Asien gleichzusetzen. Singapur ist eines der wichtigsten Wirtschafts- und v.a. Finanzzentren weltweit und das merkt man. Das Clientel ist alles, aber nicht Backpacker-lastig. Die Stadt ist so gross und die Skyline der Wahninn und trotzdem ist die Stadt so ruhig und entspannt. Ein Ort, an dem ich leben wuerde.
Ein Kommentar zu „2 Tage in Singapur“