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durch Queenslands Outback – Tag 1

13. July – 18. July ..auf geht’s ins Outback

Wir haben fuer diese Woche einen Outback-Trip geplant, welcher uns durch das noerdliche Inland Queensland fuehren wird. Vom Outback fahren wir anschliessend nach Hervey Bay, um eine Waltour zu machen und danach geht’s zurueck zu unserer Gastfamillie nach Kingaroy. Wir wollen noch ein paar Tage mit Ihnen verbringen, bevor es fuer uns nach Sydney geht, um einen neuen Job anzutreten. Insgesamt liegen knapp 3.600km vor uns! Das wird eine lange Fahrt und wir hoffen, dass unser Auto uns weiterhin so verlaesslich den Weg bereitet.

Unsere Route
Ravenshoe – Mt. Surprise – Hughenden  – Longreach  – Emerald – Hervey Bay – Kingaroy – Sydney

Was braucht man fuer einen Trip durch’s Outback?
Wenn man vorhat ins Outback zu fahren, raten einem so ziemlich alle Reisefuehrer und oft auch Einheimische dies nicht allein zu tun. „Bildet Gruppen, fuer den Fall, dass ihr mit dem Auto liegen bleibt.“ Der zweite Tipp ist genuegend Wasser mitzunehmen, denn es gibt nicht ueberall Trinkwasser. Schliesslich befindet ihr euch im Outback, einer Region, welche durch Duerre, Wildvieh und 300km Nichts gekennzeichnet ist. Nunja, als Nichts wuerde ich es nicht bezeichnen, denn man sieht schon ab und an mal ein Auto, Baeume, Kuehe und Kaengurus. Wo ich gerade die groesseren Entfernungen erwaehne: Benzin. Es gibt in einigen Regionen alle 200km eine „Tankstelle“, bestehend aus einer oder zwei Zapfsaeulen, manchmal auch groessere Roadhouses. In manchen Regionen koennen schon einmal 400km und mehr dazwischen liegen. Daher ist wohl der wichtigste Punkt die Planung.
Wir haben uns eine Route gebastelt, bei welcher wir extra Tankreserven eigentlich nicht benoetigen sollten, daher bleiben unsere Kanister leer auf dem Dach liegen. Was genuegend Wasser angeht, beschraenken wir uns auf einen 10L Kanister und unsere 4-6 Wasserflaschen. Nachdem ich WikiCamps und Camp7 studiert habe, stelle ich fest, dass es immer mal irgendwo alle 100km ein WC, oder zumindest eine Haltebucht gibt. Auf unserer Strecke gibt es auch ein paar Roadhouses, wo man ueber Nacht stehen und eine Dusche geniessen kann. Wir durchfahren jeden Tag mindestens einnen Ort, in welchem wir Wasser und Benzin kaufen koennen, daher mache ich mir wenig Sorgen um Reserven. Kostenlos ist eine Dusche im Outback natuerlich nicht, aber dennoch hat fast jedes Roadhouse eine Dusche gegen kleines Geld. Wir werden sicherlich einige Naechte in Haltebuchten naechtigen und haben uns daher auch eine Solardusche dabei, welche wir mit 20L befuellen koennen, wenn es absehbar ist ins „Nichts“ zu fahren. Entgegen der „Gruppenbildung“ fahren wir dennoch alleine, da wir keine Zeit haben Reisende zu suchen und wenig Flexibilitaet besitzen, unsere Route abzuaendern.

13. July am „Mini-Niagara-Wasserfall“ vorbei ins Trockene

Wir beginnen in Ravenshoe und unser erster Stopp sind die Millstream Falls, welche von den Australiern auch sehr gerne als „Mini- Niagara“ bezeichnet werden.

Unser zweiter Stopp ist Mt. Surprise. Auf dem Weg dorthin sind die Strassen geteert, es herrscht maessig viel Verkehr. Bleibt man auf einer dieser Hauptstrassen liegen, wird man sicherlich spaetestens innerhalb einiger Stunden gefunden. Die Landschaft besteht aus groesstenteils ungezaeunten Wiesen mit massig Baeumen und Kuehen. Als gruen wuerde ich die Landschaft nun wirklich nicht bezeichnen, sondern eher als blassgruen bis goldig, da alles ziemlich trocken erscheint.

Ich begreife endlich, wieso immer wieder von anhaltender Duerre im Outback gesprochen wird. Ein Zustand , welcher auch innerhalb der eigentlichen Regensaison von Oktober bis Februar, allmaehlich zur Normalitaet wird und somit eine grosse Gefahr darstellt. Nicht zuletzt wegen Buschfeuer, sondern vielmehr, da es kaum saftiges Gras gibt, die Nahrungsgrundlage fuer Kuehe – einer der wichtigsten Einnahmequellen Australiens. Wir sind mit dem Gedanken nach Mt. Surprise gefahren, „Undara“ anzusehen. Es ist ein riesiger Vulkan Krater, der auf Bildern fantastisch aussieht. Dort angekommen stellen wir fest, dass man eine Tour buchen muss, welche 55$ pro Person kostet. Unglaublich. Das haben wir also ausfallen lassen. Was man auch vor Ort tun kann, ist Edelstein-Suche zu betreiben. Man kann sich fuer 30$ ein Kit ausleihen, um zu buddeln. Die Idee fand ich gut, bis ich gesehen habe, dass es 3 Buddelkaesten sind. 30$ ist angemessen, jedoch nicht fuer einen Sandkasten meiner Meinung nach. Fuer Kinder ist das jedoch sicherlich ein grosser Spass. Wir wandern also durch den Shop und stellen fest, dass man all die Edelsteine (Amethyst, Saphir, Rosenquarz etc.) sehr guenstig kaufen kann. Nunja, wir fahren zur Picnic Area unweit des Kraters und kochen unser Mitttag im Nichts. Diese Ruhe ist fantastisch.


Knapp 500 km liegen vor uns, um nach Hughenden zu gelangen. Ein Grossteil der Strassen ist wieder geteert (laaangweilig!) und wir fragen uns: Wann kommt die rote Piste? Wo bleibt der Spass? Wir warten ab!

Etwa 18 Uhr mittlerweile 40 km zurueckgelegter Sandstrasse, haben wir eine riesige Flaeche am Strassenrand gefunden und beschliessen hier zu schlafen. Keine Menschenseele. Und der Himmel! Ich versuche etwa 20 Minuten lang das perfekte Sternfoto zu schiessen, aber mangels grosses Stativ und aufgrund der eisigen Kaelte (es werden hier im Outback schon mal 1 Grad bei Nacht), gebe ich es dann auf.

durch’s Outback: Tag 2

Avatar von Unbekannt

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