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Longreach – urbanes Outback

Wir sind durch einige „Staedtchen“ gefahren, doch Longreach hat uns richtig gut gefallen! Weshalb wir uns in Longreach verliebt haben und ihr diesen Ort nicht auslassen solltet, erfahrt ihr in diesem Artikel.

die groesste Stadt in Queensland’s Outback

Wenn man das Wort „Stadt“ liest, denkt man unweigerlich an eine Metropole. Dass das in Australien eine Stadt auch mal nur aus einer Stasse bestehen kann, ist bekannt. Longreach selbst ist gar nicht gross. Man kann den Ort eigentlich auch ganz entspannt ablaufen. Obwohl Longreach so klein ist, gibt es eigentlich alles! Von Target, ueber Dinner Shows, IGA, Camping Store , vielen anderen Shops und einigen Bistros und dem wunderschoenen Outback, welches vor der „Haustuer“ liegt kann man waehlen. Longreach ist beruehmt fuer seine bedeutenden Cattle-Stations, doch leider besteht seit fast 3 Jahren eine ununterbrochene Duerre, welche die Farmer dazu gezwungen hat, ihre Rinder zu verkaufen. Es gibt einfach nicht genuegend Nahrung. Ein Wasserproblem hat Longreach gar nicht, denn das Artesin Basin bietet reichlich, doch leider ist dieses Wasser nicht reichhaltig genug, um Gras wachsen zu lassen. Die Cattle-Stations sind deshalb fast alle „trocken gelegt“ und es sind viele Einwohner weggezogen. Andere haben sich umschulen lassen, andere sind arbeitslos. Normalerweise regnet es etwa 400mm im Jahr, doch die letzten Jahre gab es nur 100mm im Jahr. Das ist fatal, denn das Sterben der Kaengurus wird hierbei auch angetrieben. Trotz dieser traurigen Entwicklung, ist Longreach ein sehr suesser Ort, den wir einfach unheimlich gern mochten!

Unsere Favoriten:

  • Stockman’s Hall of Fame (Stockman’s Show fuer etwa 25$)
  • Local Bakery gegenueber des IGA!
    mit Abstand das beste Sandwich, denn alle Zutaten sind super frisch; auch das Eis sieht verfuehrerisch aus
  • Quantas Gruneder Museum
    hier erfahrt ihr, wie die Geschichte der heute erfolgreichen Airline begann und koennt sogar auf den Fluegeln des neuen Airbus spazieren
  • Starlight Lookout (60 km entfernt)
    wer nicht zum Starlight Lookout faehrt und dort eine Nacht verbringt, hat was verpasst! Doch bitte seid vorsichtig, die Strassenverhaeltnisse sind sehr schlecht und ihr solltet eine gute Stunde einplanen, wenn ihr eure Reifen nicht riskieren wollt. Offiziell ist Campen nicht erlaubt, aber es gibt niemanden, der so weit hinaus faehrt und dies kontrollieren wuerde. Die Strasse zum Starlight ist nicht eingezeichnet, aber google maps zeigt euch lustigerweise trotzdem den Weg.
  • Anzac Park am Kreisverkehr (habe ich bei WikiCamps mit Fotos eingetragen)
    Hier laesst sich wunderbar fruehstuecken, BBQs halten und vor allem am Abend Kaengurus in grosser Zahl bewundern. Aufgrund der traurigen anhaltenden Duerre im Outback, kommen die Kaengurus mittlerweile in die Stadt, um die einzigen Grashalme weit und breit zu ergattern.

Unser Erlebnis des Stockman’s Show & dem Starlight Lookout habe ich in diesem Artikel ausfuehrlich beschrieben.

TIPP. Die Touristen Information in Longreach ist klasse und versorgt euch mit einem detaillierten Plan, wo ihr was sehen koennt und was es kostet. Ich wuerde die Info daher nicht auslassen.

Duschen & Uebernachtungen

Ein wichtiges Thema, fuer diejenigen, jene keine 20$+ pro Nacht ausgeben moechten, ist die Frage: Wo kann ich kostenlos schlafen und naechsten Morgen duschen gehen?

Offiziell ist auch hier „wild campen“ verboten. Allerdings fahren nachts keine Ranger die durch’s Outback, um euch zu wecken. Wir sind einfach 10-15 Minuten in Richtung Muttabarra gefahren und haben uns am Strassenrand auf einem Gravel Pit (wovon es massig im Outback gibt) hingestellt und dort genaechtigt. Es gibt keine Fazilitaeten, also bitte verlegt groessere Geschaefte auf „vor Schlafplatz-Suche“. Es ist traumhaft in solcher Ruhe zu schlafen und morgens den Sonnenaufgang im Outback ganz alleine geniessen zu duerfen. Da es nachts zwischen 0 und 6 Grad ist, empfiehlt sich ein Schlafsack, oder eine zusaetzliche Decke (wir haben bei Target eingekauft).
Duschen koennt ihr bei der Caltex am Ortseingang (nicht zu verfehlen). Ihr spendet 2$ pro Person, an die „Flying Doctors“ im Outback (an der Kasse). Die Duschen sind sehr sauber und wunderbar heiss.

Muell duerft ihr nicht liegen lassen, die Kaengurus werden sonst zum Strassenrand gelockt und ueberfahren, denn sie sind verzweifelf auf der Suche nach Nahrung!!! Wir haben mehr als 3.000 tote Kaengurus am Strassenrand gesehen und es war einfach nur traurig. 

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