Leute, die Rückfahrt mit dem Boot war so verrückt. Die Hin- und Rückfahrt haben nur eines gemeinsam: wir haben Krokodile gesehen. Das war’s dann aber auch mit den Gemeinsamkeiten. Das Ufer sah ja nicht einmal mehr gleich aus. Nur 3 Tage sind vergangen und der Regen hat es geschafft, dass:
- Sandbänke verschwunden sind
- Bäume nur noch anhand der Baumkronen als solche zu erkennen sind (die Stämme sind nahezu komplett vom Wasser verschlungen)
- Hütten unter Wasser stehen
- umliegende Acker geflutet sind
- Unmengen an Treibholz (und ich rede hier von Stämmen mit einem Durchmesser von 40-80cm) im Fluss schwimmen
- ganze Bäume (!) in der Flut mitgerissen werden
- die Strömungen so krass sind, dass es schwer ist voran zu kommen












Jaja ist klar, Regenzeit und so. Aber innerhalb von 3 Tagen von „Ruhe“ zu tosenden Strömen….das ist schon beeindruckend. Einige Boote sind wie durchgeknallt gefahren, andere Boote maßlos überfüllt umher geschippert und dann kam ein Kracher: Mitten im Fluss schwamm ein riesiger, wirklich riesiger Baum. Er war schätzungsweise 20-25 m lang, samt Wurzel, und schwamm fast horizontal im Fluss. Es war ein großes Glück, dass die Boote ihm ausweichen bzw. rechtzeitig bremsen konnten. Die Strömung war so schnell und heftig, dass das echt böse hätte ausgehen können. Welch Naturgewalt.
Auch am Hafen war alles unvergleichbar zu vor 3 Tagen. Es war unfassbar voll mit Booten und Menschen. Was für Menschenmassen dort warteten. Als wir ankamen, war es nahezu leer und idyllisch. Jedenfalls hat man so mal beide „Zustände“ erlebt.
Es war 10.30 Uhr und wir haben 170 km (ca. 3h reine Fahrzeit vor uns). Das heutige Ziel: La Fortuna, ganz nahe des Vulkans „Arenal“. Auf dem Weg dorthin haben wir nahezu keine Stopps gemacht, außer für unser Mittagessen. Dieses war aber auch erstaunlich gut, obwohl direkt am Highway gelegen und wir da schon von vorne herein nicht allzu viel erwarten. Ich habe ein neues Getränk für mich entdeckt: Cas. Diese kleine tropische Frucht ist wirklich lecker. Die Leute hier trinken primär entweder tap water (also Leitungswasser, welches in Costa Rica fast überall hervorragende Trinkqualität aufweist) oder aber bibidas frescas (Saftschorlen mit einheimischen Früchten). Cas ist eines davon und ich mag es sehr.





