Veröffentlicht in Columbia

Cartagena – Kolumbien

Es ist der 26. Juni und wir landen in Cartagena, Kolumbien. Zur Wahl standen Bogotá oder Cartagena + Tayrona National Park. Da ich mir unsicher war, wie uns Bogotá als Großstadt gefallen würde, entschied ich mich für Cartagena. Nachdem ich mit einer anderen alleinreisenden mit Kind unterhalten habe, entschied ich mich gegen den Tayrona National Park und dessen Umgebung. Die Anreise dorthin wäre auch etwa 5h gewesen und die Unterkünfte wieder sehr rustikal. Also Planänderung, wir bleiben in Cartagena.

Die erste Unterkunft – Teil des Abenteuers

Ich habe 4 Unterkünfte gebucht, alle in einer anderen Gegend, um alle Teile etwas kennen zu lernen. Die erste Unterkunft war 3 Minuten vom Flughafan entfernt. Der Innenhof war so süß gestaltet, die Gastgeberin super nett, hilfsbereit und herzlich. Das Zimmer war sehr einfach gestaltet, die Dusche kalt, das Bad nicht sehr einladend und die Tür ließ alle potentiellen Krabbeltiere willkommen heißen. Oh man. Na gut. wieder 4 Tage Abenteuer. Der erste Gang führt zum Supermarkt, um Insektenspray und Getränke zu kaufen. Die Gegend war von Polizei extrem bewacht. Das mag einschüchternd wirken, aber zumindest war es so sicher. Laut unserer Vermieterin, war dies einer der sichersten Gegenden, da eben sehr gut bewacht. Generell gab es hier kaum bis gar keine Touristen. Das hat den Vorteil, dass es hier keine Verkäufer gibt, die dich bedrängen. Allerdings gibt es auch keine sehenswerten Orte in der Nähe.

der Einheimischenstrand

Wir laufen ca. 5 Minuten zum Strand und sind überrascht. Denn er ist echt total okay! Klar, es ist nicht ganz sauber. Doch ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich das auch gar nicht erst erwartet habe. Ben fand es suuuuper. Wir waren hier zwar die Attraktion schlechthin. Unsicher haben wir uns jedoch nicht gefühlt. Kleiner Spoiler vorweg: nachdem wir nun (5 Tage später) auch andere Strände gesehen haben, müssen wir feststellen, dass der Einheimischenstrand der beste war. Es gibt keine nervigen und aufdringlichen Verkäufer. Glaubt mir, das ist das Schlimmste hier in dieser Stadt…diese aufdringlichen und teilweise aggressiven Verkäufer. 

Tag 2 – Sturmflut

Nachdem wir eine SIM-Karte im Caribe Plaza organisiert haben, fahren wir nach Bocagrande. Dort ist die Hauptstation für die „Hop-On-Hop-Off“- Busse. Für uns doch eine gute Möglichkeit, einen Überblick über die Stadt zu bekommen. Ich habe mich natürlich online zwecks der Tickets informiert. Da kam Nummer 1 der kolumbianischen Masche: zur Zeit verkaufen wir keine 1-Tages-Tickets, sondern nur die 2-Tages-Tickets. Na klar… Dann nehmen wir wohl das 2-Tages-Ticket. Wie sich eine halbe Stunde heraus stellen sollte, war das nicht so unglücklich. Denn es begann zu regnen. Kein normaler Regen. Es war eine reine Sturmflut. Es regnete in den Bus, vom oberen Deck ins untere Deck. Ein Wasserfall strömte die Treppe hinunter. Es regnete aus der Klimaanlage (ich hoffe jedenfalls, dass es Regen war). Ich habe bisher noch nie solch geflutete Straßen gesehen. Wasser stand teilweise bis zu den Knien und das nach nur 1h Regen. Es machte keinen Sinn. Wir fuhren also nur die Hälfte der Tour und stiegen an einer Haltestelle aus, um nach Hause zu fahren. Morgen ist auch noch ein Tag.

Tag 3 – ein tierisch schöner Tag mit Ausblick

Mensch, zum Glück haben wir das 2-Tages-Ticket des Busses… also geht’s heute ,direkt nach dem Frühstück, mit dem Taxi zum Castelo de Felipe. Kaum dort angekommen, werden wir auch schon von Verkäufern belagert und von einem sogar verfolgt. Doch an der Kasse zum Eingang gibt es eine Absperrung und, wie immer, auch Polizisten. Da haben wir dann unsere Ruhe – juhuu. Die Burg ist ziemlich cool und hat sogar, unterirdische Gänge, die Ben besonders gut gefallen. Es ist soooooo heiß….und schwül. Ben und ich laufen förmlich aus. Der Regenschirm erweist sich als bester Begleiter.

Im Anschluss, hüpfen wir in den (dieses Mal) trockenen roten Sightseeing Bus und fahren zwei Stationen zu den Stadtmauern. Unser Ziel ist der Centennial Park, denn hier soll es nicht nur Faultiere, sondern auch Leguane ud Affen geben. Nein, die Tiere sind hier nicht heimisch (in der Stadt), jedoch wurden sie hier ausgesetzt. Es kur Vielleicht haben wir ja Glück! Anstatt den direkten Weg zu nehmen, schlendern wir durch die historische „walled city„, um mal ein Feeling für Cartagenas Geschichte zu bekommen. Es sieht sehr hübsch aus, überall gibt es Security und Polizei, sodass keiner zu aufdringlich wird. Sehr angenehm. Die Fassaden und Gebäude sind sehr authentisch, innen aber verstecken sich edle Lokale, Läden und eben alles, was sich sonst so verkaufen lässt.

Wir betreten soeben den Park, als wir auch direkt ein Faultier vor uns sehen. Wie cool ist das denn? Da die Bäume hier so „niedrig“ sind (im Vergleich zu Costa Rica), kann man die süßen Tiere richtig nah betrachten. Insgesamt haben wir in diesem recht kleinen Park sicher 6 oder 7 Leguane gesehen. 2 erwachsene Faultiere und ein Baby waren uns ebenfalls gegönnt. Was wir allerdings nicht gesehen haben, waren Affen. Entweder wurden sie schon gefangen und als Haustiere missbraucht, haben den Park verlassen, oder aber sie haben sich so richtig gut versteckt.

Nach den tierischen Freuden, machen wir uns auf den Weg zurück in die walled city und laufen in Richtung des Plaza Trinidad. Ja, die Altstadt ist wirklich ein netter Ort. Wir entdecken auch das Museo Naval de Cartagena (Museum der Seefahrtsgeschichte und Marine) und beschließen, dass wir das machen, wenn wieder ein Schlechtwettertag ist. Jetzt aber geht’s zum Bus und in Richtung Bocagrande, dorthin wo wir gestern die Busfahrt begonnen hatten. Nicht etwa, weil wir die Strecke zuende fahren wollten. Nein, nein…Ben hat sich gemerkt, dass dort ein McDonald’s ist. Und was gibt’s bei McDonald’s (außer Pommes)? Eis… Hachja.. Also, auf geht’s.

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