Am darauffolgenden Tag war nicht allzu viel los. Ein kleiner Walmart Ausflug (Ben hat wieder zugeschlagen) , Packen, vom Strand verabschieden und Abendessen bei Denny’s. Sein neuer Dinosaurier hatte selbstverständlich auch Hunger und über Begleiter. Nur Blödsinn hatten wir im Kopf. Bubba sagte, Denny’s wäre gut. Mein Fazit: Geht so. Ben war nicht allzu happy drüber und ich fand es auch nicht doll. Ich freue mich schon wieder auf unser Essen Zuhause…yeeeha.





Nachdem es Ben ja wieder super zu gehen scheint, trifft es nun mich. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass mich meine Bronchitis wieder einholt. Oder weshalb bekomme ich so schlecht Luft. Ich decke mich bei Walmart mit schleimlösenden Mitteln ein und los geht’s. Ich glaube, ich habe seit Kolumbien wäre und schreibe 150€ nur für Medizin ausgegeben. Das schaffen wir sonst im Jahr nicht einmal. Wahnsinn.
17. Juli
Die Nacht war sehr bescheiden. Das mit der Luft ist nicht gut. Gar nicht gut. Auf dem Weg zum Flughafen wird es schlimmer und als wir einsteigen, hoffe ich, dass es irgendwie vergeht und versuche mich bei Laune zu halten.









Doch als wir in JFK umgestiegen sind, wurde es noch einmal schlimmer. Ich muss das nun etwas ernster nehmen, wie es scheint. Langsam bekomme ich Panik, doch das hilft auch nicht. Ich will bis Portugal durchhalten, genauer gesagt bis Porto. Denn wir landen in Lissabon und müssen noch mit dem Zug nach Porto hoch fahren. Das wird doch wohl zu schaffen sein.
Den Flug, auf welchem wir beide nur 2 Stunden geschlafen haben, verging irgendwie und wir landeten in Lissabon. Ich könnte heulen, so furchtbar fühlte sich mein Ringen um Luft an. Schließlich tat ich es auch und eine Frau kam, um uns zu fragen ob sie mir helfen kann. Ben tat mir so leid, der versuchte mich außerordentlich süß zu trösten und Mut zu zureden. Ich muss noch bis Porto kommen. Es stand außer Frage. Morgen geht der Flug nach Deutschland und ich will hier nicht stranden. Ich packte die Koffer um, den Rucksack leer, denn ich konnte nichts auf meinem Rücken tragen. Keine Treppen. Keine längeren Wege als 300m. Fuck. Wir ergatterten also ein Zugticket nach Porto und schliefen fast die ganze Fahrt, weil wir so fertig waren. Dort angekommen, ging es mir kurzzeitig besser. Wir fuhren mit dem Taxi ins Hotel, warfen unsere Sachen ins Zimmer, packten einen Krankenhaus-Rucksack und fuhren mit dem Taxi zum Krankenhaus. Diesmal war also ich dran. Super. Ich könnte jetzt einen ewig langen Absatz darüber schreiben, nein schimpfen, wie man dort 7 Stunden wartet (auf ein Röntgen, Covidtest und einmal Lunge abhören, Auskultieren). Oder darüber, wie man eine Infusion mit einem Medikament bekommt, mich allein dort sitzen lässt und ich wegklappe. Ja es war klasse… Hätte Ben keine Schwester mit „Zeichensprache“ geholt, wäre es glatt noch „witziger“ geworden.



Ende vom Lied: Asthma. Ob das wirklich stimmt? Zwei Sprays, ein Antihistaminikum. So richtig gut helfen tut es nicht. Zumindest aber sitzt nun kein Gorilla mehr auf meiner Brust, sondern eher ein dicker Waschbär. Also bin ich einfach nur froh, dass ich mich Zuhause ordentlich durch checken lassen kann. Genauso wie Ben.