7.April. Nach einer warmen Dusche beschliessen wir mal wieder Waesche zu waschen. Kaum auf der Leine aufgehangen, beginnt es zu regnen. Haha…super. Was soll’s…wir gehen in die Stadt und schmeissen dann eben spaeter einen Trockner an.
Nach 2,5km Spaziergang, kommen wir in den Ort und -wen wundert’s- ein Laden reiht sich an dem Anderen. Also wer gern Geld ausgibt, kann das in jedem Ort tun. Guenstig finde ich es nirgends, ausser in Grossstaedten oder in KMart, Target etc. Wir schlendern also durch die Strassen und werfen ab und zu einen Blick hinein, goennen uns ein ziemlich leckeres Eis – fuer schlappe 6$ (an die Preise muss man sich echt gewoehnen!!!) und laufen zum Strand. Wer von Byron Bay gehoert hat, uberrascht es nicht mehr, aber es gibt echt super viele Hippies. Rasterlocken, bunte Stoffarmbaender, quirlige „Kleider“, …kurz und knapp: Bob Marley Style.
ein phaenomenaler Sonnenuntergang als perfekter Abschluss
Byron’s Strand ist sehr lang und wir entscheiden und deshalb am Strand zurueck zu laufen. Ehrlich gesagt, haette die Entscheidung nicht besser sein koennen, denn wir haben einen unglaublichen Sonnenuntergang erlebt! Ich sage einfach nichts weiter dazu, schaut euch die Fotos an :-)
21 Uhr kochen wir unser Abendbrot -schmeissen natuerlich den Trockner an- und verfallen wieder in einen tiefen Schlaf. Morgen geht es weiter in Richtung Gold Coast mit einem Abstecher in Nimbim.
6. April. Verzueckt von den suessen Koalas machen wir uns nun auf den Weg Richtung Byron Bay. Es ist mittlerweile schon 17 Uhr und es liegen 370 km vor uns. Das entspricht etwa 4,5h Fahrt.
Marco und ich haben uns zwar abgewechselt, aber die Langeweile macht echt muede. Wir haben es nicht ganz nach Byron Bay geschafft und uns dafuer entschieden in einem Vorort namens „Ballina“ zu naechtigen. Da die Campingplaetze selbstverstaenlich um 22 Uhr schon geschlossen waren, haben wir in irgend einer Strasse vor einem „Medical Care“ Center geschlafen. Haha.
Route
Angst vor hohe Strafe
Wir haben immer wieder unterschiedliche Geschichten gehoert. Einer erzaehlte uns, dass man schlafen kann, wo kein „No Camping/ No staying overnight“ Schild war. Jemand anders erzaehlte uns, dass ausserhalb ausgewiesener Flaechen generell mit mehreren tausend Dollar bestraft werden kann. Also haben wir unseren Wecker auf 6 Uhr morgens gestellt und sind schnell verschwunden!
7.April.
Diesmal gehen wir auf Nummer sicher
Da Ungewissheit ziemlich uncool ist und wir keinen Stress wollten, haben wir uns direkt auf den Weg nach Byron Bay gemacht. Die Fahrt ging schnell, da es nur noch 30 km bis in den Ort waren. Wir haben einen Platz im Belongil Fields Caranvan Park fuer 17$ p.P. inkl. Strom ergattert.
Der Platz war ok, für den Preis. Die Waschmaschinen jedoch fast alle kaputt.
27. April. Jeani ist seit zwei Tagen in Neuseeland und wir sind nun alleine in Cairns. Allem voran: Wir moegen Cairns selbst nicht allzu sehr. Wir sehnen uns nach einem schoenen kleinen Vorort. Ja und nun?
Wie geht’s weiter?
Job? Auto? Geld? Wohin? Wie lange? Wie? Oh Gott, soo viele Fragen jagen uns durch den Kopf… Wir sind absolut planlos …dieses Gefuehl ist neu fuer mich, denn ich habe immer einen Plan. Finde ich das jetzt gut, oder finde ich es aetzend? Marco ist noch recht entspannt und stellt sich alles ganz easy vor. Auch gut. Also wir sortieren unsere Gedanken und, das was wir bisher gelernt haben:
Wir wollen nicht hier bleiben
Wir wollen nicht in die Kaelte
Wir haben uns gesagt, wenn wir bei 15.000 sind, sollten wir langsam anfangen zu arbeiten. Da sind wir nun angelangt
Wenn wir nicht hier arbeiten wollen, sondern etwas ab vom Schuss, brauchen wir ein Auto
Wo bekommen wir ein Auto her? Und was kostet es?
Wir brauchen erst einmal eine Steuernummer (TFN) und ein Bankkonto.
Und die wichtigste Frage: Wo kommen wir unter? Das Hotel ist nur bis zum 28. gebucht…und dann? Keeeine Ahnung…
So,…das ist echt verdammt viel…Ich bin genervt und wir machen uns einen Plan in welcher Reihenfolge wir alles innerhalb von 2 Tagen regeln.
26.April:
Wir suchen online nach einer Gastfamilie und nach einem Auto – parallel – und schreiben bzw. rufen die Personen an
Nebenbei beantragen wir schnell online unsere Steuernummer
Zwischendrin klappern wir auch noch ein paar Jobangebote auf Gumtree ab…nix ist so richtig super
27. April
Ich rufe mehr als 5 Personen an, welche bei Gumtree Raeume/ Unterkuenfte anbieten…erfolglos. Entweder sollen wir mehr als 3 Monate bleiben (oh nee, bitte nicht) oder sie sind vergeben. Preislich liegt alles bei 200 +/- 40$ pro Woche.
10:30 haben wir unsere erste Autobesichtigunng …nun gut, ich glaube wir muessen weitersuchen, denn in den Wagen muessten wir noch einmal 1.200$ oder mehr investieren, damit alles in Ordnung ist
12:00 haben wir unsere zweite Autobesichtigung …der gefaellt uns richtig gut, sehr gepflegt auf den ersten Blick. Doch leider null Service-History und keine Servicenachweise…hm..4.200$ finden wir dafuer dann doch noch zu viel
12:30 sitzen wir in der Commonwealth Bank und eroeffnen unser australisches Bankkonto! Unsere Beraterin hiess Sarah…welch ein Fit ;-)
13 Uhr gehen wir in die Bibliothek und pimpen unsere Lebenslaeufe fuer eventuelle spontane Job-Bewerbungen
15 Uhr bekommen wir einen Anruf von Rebecca! Ihre Familie haben wir gestern angeschrieben und schon meldet sie sich. Wie fantastisch! Noch viel besser: Sie wollen uns haben, schon ab naechster Woche. Juhu.
15:30 haben wir eine Besichtigunng in einer WG, die auf den ersten Blick OK scheint, aber erst Anfang Mai frei ist. Wieder ein Schuss in den Ofen…
Das macht die Entscheidung einfacher!
Fliegen wir gleich nach Brisbane, oder kaufen wir das Auto sofort, damit wir puenktlich bei unserer Gastfamilie sind?
Wir ueberlegen uns einen Plan B. Da wir hier eh keine Bleibe haben und zu geizig fuer ein Hotel sind, beschliessen wir online nach einem Auto in Brisbane zu suchen. Falls es dort etwas Gutes, oder Besseres gibt, fliegen wir eben gleich dort hin und kaufen es dort! Das wuerde uns zumindest stressige 1.500km Fahrt ersparen…
Alles fuegt sich zusammen…wir kommen unserem Traum ein grosses Stueck naeher. Danke liebes Schicksal.
Nachdem wir das Glueck hatten, dass unser Gas an der naechsten Tankstelle aufgefuellt wurde (9$ fuer 2kg..guenstig ist anders), machten wir uns auf den Weg in den Ort selbst. Port Macquarie ist nur 15 Min Fahrt entfernt.
Port Macquarie – der Hafen
In der Naehe des Hafens darf man bis zu 2 h kostenlos parken, gleich hinter Target. Unser erstes Ziel war der Hafen selbst, denn dort hab es einen Weg entlang der Kueste, welcher die Straende miteinander verbindet. Auf dem Walk gibt es eine -mittlerweile sehr bekannte- Ansammlung von Felsenbemalungen. Gedenken und Liebesgestaendnisse und Lebensweisheiten sind u.a. als kleine Kunstwerke zu beaeugen. Dieses Spiel zieht sich 1,5 km hin, bis man am Town Beach ankommt. Ich setze mich auf einen Felsen zu einem Gleichgesinnten Asiaten und verstecke mich hinter meiner Kamera, denn der Anblick der Surfer und Wellen ist echt schoen.
Port Macquarie
Port Macquarie
Port Macquarie
Port Macquarie
Port Macquarie
Port Macquarie
Port Macquarie
Port Macquarie
Port Macquarie
Port Macquarie
Port Macquarie
Port Macquarie
Gegen 13 Uhr fahren wir die Kuestenstrasse weiter und haben mitunter einfach grandiose Ausblicke…ich kann gar nicht oft genug erwaehnen wie schoen Australiens Kuesten sind! Satt sehen werde ich mich wohl nie.
Port Macquarie
Port Macquarie
Port Macquarie
Port Macquarie
Port Macquarie
Puenktlich, kurz vor 15 Uhr, sind wir am Koala Hospital wo taeglich kostenlose Fuehrungen angeboten werden. Der Besuch ist kostenlos und das Krankenhaus fuer Koala lebt nur von Spenden bzw. Patenschaften. Seit den 70ern gibt es das Krankenhaus fuer Koala. Es ist zudem das erste und aelteste. Die Angestellten sind extrem freundlich und engagiert und ich wuensche mir auch einen Monat dort arbeiten zu duerfen. Wer weiss, wer weiss.
Koala Hospital Port Macquarie
Koala Hospital Port Macquarie
Koala Hospital Port Macquarie
Koala Hospital Port Macquarie
Koala Hospital Port Macquarie
Koala Hospital Port Macquarie
Koala Hospital Port Macquarie
Koala Hospital Port Macquarie
Koala Hospital Port Macquarie
Koala Hospital Port Macquarie
Weiterfahrt zur Gold Coast
Etwa 17 Uhr machen wir uns auf weiter Richtung Norden. Es liegen noch 2.250 km bis nach Cairns vor uns. Doch erst einmal ist unser naechster Stop in Ballina (370km), kurz vor der Gold Coast.
Genaechtigt haben wir im Boyd Bay Holiday Park fuer insgesamt 53$ inkl. Strom und Pool, direkt an einem See. Qualitativ sehr zu empfehlen – wenn auch nicht ganz guenstig!
5. April. Wir ziehen unsere Vorhaenge zur Seite und denken: Wow! Ist schon herrlich, so am Morgen als erstes das Meer und Sonnenschein zu sehen…und wenn man dann auch noch seine Autotuer oeffnet und die Voegel dazu hoert…..einfach nur toll!
Ganz entspannt freuen wir uns auf unsere Dusche..haetten wir nur gewusst dass diese arschkalt ist! Wir haben noch nie so unentspannt geduscht. Aber hey…besser als gar keine Dusche, oder?
eine Menge Wanderwege, doch leider nur wenig Zeit
Am Shoal Bay gibt es etwa 3 bzw. 4 Wanderwege zu super Aussichtspunkten. Leider hatten wir nur ein kleines Zeitproblem und entschieden uns daher fuer den kuerzesten. Schon nach wenigen Minuten gelangten wir zu einer wunderschoenen Bucht, die ich definitiv nicht so schnell vergessen werde.
Shoal Bay
Shoal Bay
Shoal Bay
Shoal Bay @Port Stephens
Shoal Bay @Port Stephens
Shoal Bay @Port Stephens
Shoal Bay @Port Stephens
Shoal Bay @Port Stephens
Shoal Bay @Port Stephens
Shoal Bay @Port Stephens
Shoal Bay @Port Stephens
Shoal Bay @Port Stephens
Shoal Bay @Port Stephens
Shoal Bay @Port Stephens
Shoal Bay @Port Stephens
Shoal Bay @Port Stephens
Shoal Bay @Port Stephens
Shoal Bay @Port Stephens
Shoal Bay @Port Stephens
Shoal Bay @Port Stephens
Shoal Bay @Port Stephens
Doch es kam noch viel besser!
Port Stephens wurde seinem Ruf tatsaechlich gerecht! Wir standen gegen 11 Uhr am Strand und wir koennen es nicht glauben, aber nur 50m von uns entfernt schwammen im Wasser zwischen den Kayaks und Booten Delfine!!! Wuhuuuuuuuuuuuuuuuuuu…das war einfach nur GENIAL! Es waren insgesamt 3 Delfine, die umhersprangen und sich vergnuegten…ich haette vor Freude wieder einmal heulen koennen. Das hat definitiv den Tag zu einem sehr Besonderen gemacht.
Port Stephens
Abfahrt in Richtung Port Macquarie
Es bestand wieder ein fast dreistuendiger Aufenthalt im Auto gevor, denn unser naechstes Ziel war Port Macquarie. Irgendwie verging der Tag so unglaublich schnell, denn wir haben auf unserer 190km Strecke immer mal wieder hier und da angehalten. So kamen wir dann nach 18 Uhr in Wauchope an. Fuer nur 20$ inkl. Strom durften wir in Wauchope auf dem Showground naechtigen. Wir Gluecklichen. Wir sind auch echt wahnsinnig muede und schlafen nach dem Abendbrot unter Sternenhimmel schnellstens ein.
..doch eine Frage liess uns nicht los: Wo bekommen wir neues Gas her, was wir zum Kochen benoetigen?
4. April
Unsere erste Etappe hat uns von Sydney in Richtung Port Stephens gefuehrt. Etwa 200 km sind wir fahren und haben unglaubliche 4 Stunden dafuer gebraucht. Zum Einschlafen…
Unser erster Zwischenstopp war Newcastle, wo wir zum Leuchtturm spaziert sind. Spazieren ist jedoch das falsche Wort…wir haben uns durchgekaempft, denn es hat dermassen gestuermt und geregnet, dass wir teilweise nichts mehr gesehen haben. Die Wellen waren extrem, Sand flog durch die Luft, der Steg wurde zwischendurch von Wellen ueberrannt und wir bekamen eine kalte Dusche nach der anderen ab. Am schwierigsten war es, nicht vom Wind weggefegt zu werden. Es war einfach phaenomenal, denn solch ein Naturschauspiel haben wir bisher noch nicht erleben duerfen.
Newcastle
Newcastle
Newcastle
Newcastle
Newcastle
Newcastle
Newcastle
Newcastle
Newcastle
Newcastle
Newcastle
Newcastle
Newcastle
Vollkommen durchtraenkt und beeindruckt sind wir eine Stunde spaeter zurueck am Auto und fahren weiter Richtung Norden. Noch eine Stunde lag vor uns…langweilige 70km, denn 80-110 km/h zogen die Fahrt echt in die Laenge.
Uebernachtung in Port Stephens am Shoal Bay
Wir haben gluecklicherweise einen Parkplatz gefunden, auf welchem mehrere Camper und Wohnwagen standen und kostenlos uebernachten konnten. Das war unsere erste Nacht und wir wussten noch nicht so richtig was ueberhaupt erlaubt ist. 50$ fuer .Öeine Uebernachtung wollten wir allerdings nicht zahlen, denn immerhin kostet unser Camper ja schon ueber 2.000 Euro fuer 23 Tage.
01. April 2015.
Gegen Mittag landen wir in Sydney, nachdem wir 7 Stunden Flug fuer 115 Euro mit Scoot Airlines hinter uns haben. Mein Fazit zu Scoot:
der Flug war turbulenzenfrei und wir konnten die 7 Stunden ziemlich gut „wegschlafen“
eine Frechheit fand ich, dass die fuer eine Decke 11$ (8,50Euro) haben wollten…
das Essen (welches wir guenstiger vorbestellt haben) war ……naja wir sind satt geworden
Beinfreiheit etc. war besser als bei RyanAir oder Easyjet, von daher kann man sich null beschweren
Fuer den Preis war das sowieso Jammern auf hoechstem Niveau.
Es ist dieser Moment, in welchem du realisierst: Wir sind am anderen Ende der Welt. In Australien. Jetzt wird der Traum endlich Realitaet…
Sydney Kingsmith Airport
Wir hatten echtes Glueck, was unsere Ankunft anging. Unsere Rucksaecke wurden nicht auseinander genommen, es wollte niemand einen Einkommensnachweis oder Weiterflugticket sehen und auch unsere Schuhe wurden nicht auf Erdreste untersucht. Ob das daran lag, dass wir aus Singapur kamen, weiss ich nicht. Denkbar ist es jedoch, da Singapur auch streng und sehr sauber ist und daher eine Einreise von Singapur eventuell besser wirkt, als ueber Bangkok oder Kuala Lumpur. Was man allerdings immer auf der Arrival Card ausfuellen sollte, ist eine Adresse, wo man unterkommt. Da sind die Australier echt genau…nix anzugeben wird nicht toleriert…also zu Not wohl etwas ausdenken.
Erfreut darueber wie problemlos und easygoing das alles funktiert hat, waren wir so riiiichtig happy, als wir von einer KOSTENLOSEN Dusche erfahren haben. Oh man …juhuuuuu eine Dusche…kostenlos! Wuhuuuu…nach mehr als 20 h ist das schon mal eine feine Sache.
Mit dem Bus in die Innenstadt
Nach etwa 2 Stunden, haben wir geduscht, eine SimKarte besorgt, einen Kaffee gekauft und sind auf dem Weg zur Bushaltestelle. Es gibt ein paar Linien, die in die Innenstadt fahren. Wir mussten nach Randwick und haben etwa 45 Min gebraucht und 3,50$ gezahlt (2,80Euro). Der Zug waere doppelt so teuer gewesen. Hier kann man erfahren, mit welchem Transportmittel man vom/ zum Flughafen gelangt. Unsere Buslinie 400 faehrt in die Stadt und befindet sich am Ausgang rechts.
Als wir durch die „Suburbs“ (Siedlungen) fahren, fuehle ich mich fast heimisch. So vieles erinnert mich an die Staaten. Gleichzeitig kommt etwas Traurigkeit auf, denn ich bin zwar nun am anderen Ende der Welt und entfache Gluecksefuehle, wie in de Staaten, aber mir wird auch gleichzeitig bewusst, dass ich meiner ehemaligen Gastfamilie kein Stueck naeher gekommen bin. Trotz alldem…wir sind aufgeregt und es wird hoffentich eine grandiose Zeit!
zu Gast bei David
Wir haben das Glueck, dass wir die ersten 3 Naechte bei David schlafen koennen (ein ehemaliger Kommolitone unserer Uni, der in Sydney seinen Master macht). Witzigerweise hat er auch genau am heutigen Tag Geburtstag und wir bringen ihm eine Flasche Ouzo mit. Abends haben wir ihn in „The Bank“ (Biergarten in Newtown) getroffen und ziemliche viele seiner Freunde bzw. Kommolitonen kennengelernt. Irgendwie war der Abend echt cool, die Leute waren sehr offen und man hat super viele Tipps und Einblicke fuer den Anfang bekommen. Auch haben wir ein deutsches Paar kennengelernt, von welchem Lene (die Frau) schon seit Oktober hier ist und viele Tipps verraet. Die Australier sind echt tiefenentspannt, aber Schliesszeiten werden auf die Minute eingehalten. 1 Uhr schliesst der Biergarten, 5 Minuten vorher geht die Musik aus, das Licht an und es wird gebeten auszutrinken. Geil…unter diesen Umstaenden wuerde ich doch glatt auch in einer Bar arbeiten. Vielleicht sollte ich mal drueber nachdenken?
02. April 2015.
Es ist Samstag, David hat frei und wir beschliessen gemeinsam Fruehstuecken zu gehen. An die Preise muss man sich echt erst einmal gewoehnen, denn ein Fruehstueck mit Toast, Ei & Avocado kostet 14$ (9,80Euro). Jeden Tag kann man sich das nur leisten, wenn man arbeitet, das ist klar.
„In Australien essen gehen kannst du absolut abhaken. Es ist soo teuer…“
Diese Aussage habe ich dutzende Male gehoert. Um mal etwas zu differenzieren, haben wir uns natuerlich einen Ueberblick geschaffen und waren auf das Schlimmste gefasst. So viel kann ich schon einmal verraten: Es ist nicht so schlimm wie man denkt…
Die Tortur den Campervan abzuholen
Heute mussten wir bis spaetestens 14 Uhr bei Camperman sein, um unseren Van abzuholen. Und eins sag ich Euch: Die Filiale war am Arsch der Welt… Wir haben doch glatt 1:30h benoetigt, um anzukommen und haben zwischendurch daran gezweifelt ueberhaupt anzukommen. Wir standen naemlich 4km vor dem Ziel mitten in einer (zwar sehr idyllischen aber sehr abgelegenen) Siedlung im Nirgendwo und der Bus kam einfach nicht. Es war bruetend heiss, es gab kein Schatten…das Wasser war leer und wir hatten nur noch 20 Min bis wir da sein mussten. Es gab also 3 Optionen:
Wir hoffen, dass ein Taxi vorbei kommt (was innerhalb von 15 Min nicht geschah, geschweige denn ein anderes Auto)
Wir laufen die restlichen 4 km..innerhalb von 20 Min ziemlich unwahrscheinlich zu schaffen, oder einfach nur eklig bei der Hitze :-D
Wir warten…und warten und hoffen, dass doch noch ein Bus kommt
Und da war er!!!! Zwar total zu spaet, aber er war da: Der Bus juhuuu….13:59 Uhr stuermen wir in die Filiale von Camperman.
Es hatte dann etwa 30 Min gedauert und wir sassen im (ziemlich grossen und unuebersichtlichen) Van auf dem Rueckweg zu David. So, nun den ganzen Weg durch die City zurueck…das wird ein Spass. (Wir haben es selbstverstaenlich mit Bravur gemeistert)
03. April 2015.
Ein Tag Sightseeing muss einfach sein. Wir beschliessen also, aufgrund der extrem hohen Parkkosten, wieder einmal mit dem Bus zu fahren. Irgendwie war das am Ende jedoch auch nicht guenstiger, denn man zahlt pro Buslinie immer zwischen 2,40 & 3,50 $. Naja…es lebe die OpalCard, die wir nicht hatten (mit der wir jedoch haetten massig sparen koennen) ;-)
Von der Oper bis zum Fischmarkt
Unser Augangspunkt war Circular Quay, eine der wichtigsten Bushaltestellen. Wir sind u.a. zur Harbour Bridge gelaufen, zur Oper, zum Darling Harbour und zum Fischmarkt. Uebrigens gibt es in Sydney die Buslinie 555, welche kostenlos durch die City faehrt! Hier findet ihr die Route.
Sydney
Sydney
Sydney
Sydney
Sydney
Sydney
Sydney
Sydney
Sydney
Sydney
Sydney
Sydney
Sydney
Sydney
Sydney
Sydney
Sydney Opera
FAZIT: Ich glaube man muss in Sydney gewesen sein, da es Drehpunkt fuer jedermann ist. Nach 3 Tagen kann man noch nicht ganz sagen, ob es gefaellt, oder nicht, da wir generell eher auf kleinere Staedte abfahren. Wir kommen aber definitiv wieder und moechten Sydney besser kennenlernen, denn die 3 Tage haben bei Weitem nicht gereicht.
Als wir auf Phu Quoc am Tag der Abreise gefragt wurden, wohin es geht, sagten wir Hanoi! Die Reaktion war nicht: „Toll!“ sondern „Oh gott, da ist es ja so kalt!“ Wir gucken uns gegenseitig an – Marco schon fast nervoes (wie kann ich ihm eine kalte Stadt anbieten?!)
Nunja, in Hanoi sind es eben keine 34 Grad, sondern nur 25 Grad. Kalt wuerde ich es ja nun wirklich nicht nennen. Aber gut. Als wir in Hanoi landen, war es auch echt angenehm…einmal schwitzt man sich nicht tot beim Gehen. Herrlich.
Wie kommen wir denn jetzt zu unserem Hotel???
So richtig Gedanken gemacht haben wir uns darueber noch nicht. Ich habe etwas von einheimischen Bussen gelesen und davon, dass es Minivans geben soll. Taxis ja sowieso…aber das ist ja immer eine preisliche Frage. Wir verlassen also das Flughafengebaude und finden MiniVans fuer 50.000 VND (2,10 Euro) und Taxis mit Festpreisen zu 350.000 VND (14 Euro). Kurz darauf sehen wir auch schon Bus 7 und steigen ein. Sehr gut…fuer 34 Cent in die Stadt fahren ist doch mal ein Schnaeppchen…und eine Erlebnisfahrt war es auch wieder einmal!
Busstation, Endstation Nr 7
45 Min spaeter kommen wir also an der Kim Busstation an und nehmen uns fuer die letzten 3,5 km ein Taxi, welches uns 2,50 Euro gekostet hat. Der Transfer hat uns also etwa 1 Stunde und nur p.P. 1,60 Euro gekostet…anstatt 7 Euro p.P. (Taxi). Die Dauer waere die selbe.
An unserem Hotel, dem Mai Charming Boutique, angekommen checken wir ein und ziehen auch gleich wieder los, um etwas Essbares zu finden. Und da war auch schon das naechste Schnaeppchen hihi. Fuer 6 Euro waren wir inkl. Bier, Limettensaft, Vorspeise, 2 Hauptspeisen essen. Super lecker war es auch noch.
Mit Jeani sind wir einen Tag spaeter auch noch einmal hingegangen, die genauso begeistert war. Wir sind schon echte Sparfuechse. :-)
..es erinnert doch etwas an Bangkok
…wenn man durch die Strassen von Hanoi geht, und insbesondere westlich vm Kiem See, koennte man fast glauben man sei in Bangkok. Das Barviertel erinnert an die Kao San Road in Kleinformat. Allerdings muessen wir eins zugeben: Hanoi ist schon allein wegen dem wunderbaren See schoener und viel viel sauberer als Bangkok. Was Shopping angeht und das Angebot der Bars und Restaurants, kann Hanoi locker mithalten!
Dong Xuan Center
Dong Xuan Center
Wer Gewusel, Smog und Hektik nicht mag, ist hier etwas falsch. Hanoi besitzt -wie in großen Teilen Asiens- kaum Regeln und speziell keine Verkehrsregeln, an welche sich gehalten werden. Das kann echt heiter werden sag ich euch…
Taxipreise sind günstig wie in Bangkok, das Essen preislich ähnlich, in Thailand jedoch würziger. Hanoi hat sehr unterschiedliche Viertel. Reiche, arme, viel Mittelschicht. Günstig zu kaufen sind Brillen, Kontaktlinsen und speziell Flüssigkeit (1/3 vom Preis), Seide (Seidenschlafsäcke zw. 1 & 5$!!), Krawatten, Lederschuhe, Rucksäcke, Funktionskleidung, … .
Fragt immer vor dem Einsteigen ins Taxi, ob mit Taximeter gefahren wird (was Gesetz ist und zumeist eingehalten wird, denn Taxifahrer haben viel zu viel Angst vor Beschwerden…Sie können schnell für Betrug oder Abzocke im Gefängnis landen).
Tipp
Für einen kurzen Aufenthalt lohnt sich das Areal um das Mausoleum anzuschauen, Downtown am Abend zu erleben und wer auf der Suche nach Schnäppchen ist, sollte wie immer vergleichen. Es gibt nahezu überall Läden. Hang Dao, Dong Xuan etc. ist überladen mit Shops…hier bekommt man echt alles. Für Shirts sollte man nicht mehr als 6 Euro ausgeben, es wird immerzu versucht mehr abzuknüpfen. Fast alles an Marken ist Fake. Für Eigenkauf ok, per Post versenden sollte man dies nicht. Der Zoll ist darüber wenig erfreut.
Mittags landen wir in Singapur – zum Glueck wieder mit all unserem Gepaeck. Der Security Check war recht easy und das Personal war so freundlich, wie wir es an keinem anderen Flughafen erlebt haben. Es ging alles ganz flink und schon standen wir in der Ausgangshalle. …Wow…der Flughafen ist echt schoen. Ich greife nach einem Prospekt und muss staunen, denn Singapurs Flughafen bietet kostenlose Sightseeing Touren, Kinderspielparadiese, einen Pool auf dem Dach, ein „Kino“-Raum, in welchem man kostenlos vor dem Abflug Filme gucken kann, kostenlose Kofferwaagen und einen kleinen Garten mit einem Bach. Das einzige, was ziemlich teuer ist sind die Duschen….11$ fuer eine Dusche. Unglaublich.
Mit der Metro in Singapurs Innenstadt
Mit Sack und Pack machen wir uns auf die Suche nach der Metro, welche uns hoffentlich schnell und guenstig zum Hotel befoerdert. Der MRT Train faehrt direkt vom Flugafen nach Tanah Merah, wo man lueckenlos auf dem Gleis gegenueber umsteigt und weiter in die Stadt faehrt. Ticketpreise berechnen sich nach den gefahrenen Zonen bzw. Kilometern. Unsere Route hat etwa 20 Min gedauert und 2,10$ p.P. gekostet.
Bei den Buslinien lohnt es sich eine Station vorher auszusteigen, da oft nur 300 m fast 1$ mehr kosten koennen. Und bei dem herrlichen Wetter lohnt das sogar noch mehr :-) Wie in Australien, gibt es PrepaidKarten „ezLink„, mit denen es guenstiger zu reisen geht. Hat man diese nicht, zahlt man den „Strassenpreis“ beim Busfahrer der etwa 20% teurer ist.
Hier kann man sich die Trip-Kosten vorher ausrechnen.
Unser Hotel kostete uns fuer 3 Personen und 1 Nacht 89 Euro, was fuer Singapur sehr guenstig ist. Das Hotel 81 Premierbefand sich mitten im Rotlichtviertel (Geylang Street), wie wir Abends feststellen durften…sehr zwielichtig und quirlig. Ich weiss bis heute nicht, ob ich das cool oder bescheiden fand. Das Hotel an sich war sauber und ist absolut zu empfehlen, wenn man nicht fuer den gleichen Preis im Hostel absteigen will.
15 Uhr. Auf geht’s in die City! Nur 20 Minuten haben wir in die City gebraucht und stauunen, wie schoen Singapur ist. Alles ist extrem sauber, niemand kaut Kaugummi (offensichtlich ist das hier auch verboten), die Menschen sind sehr sehr nett und hilfsbereit und das Essen ist recht guenstig. An der Aljuned Station (100m zu Fuss) gibt es einen wirklich guenstigen Food Court mit sehr leckerem Essen.
Wer nicht nach Sentosa Islandfaehrt, war offensichtlich nicht in Singapur…also machen wir uns af den Weg dort hin. Von der Harbourfront gelangt man zur Insel. Entweder man laeuft (etwa 2km) kostenlos, man faehrt mit der Gondel (29$) oder man nimmt den Sentosa Express (4$). Wir haben uns fuer letzteres entschieden, da wir nicht so viel Zeit hatten und wir diese lieber auf der Insel verbringen wollten. Die Entscheidung war gut, denn die 4$ gelten p.P. fuer Hin-und Rueckfahrt und der Ausblick war auch lohnenswert.
Zu Sentosa selbst brauche ich nicht viel zu sagen…es ist teuer, touristisch, sehr huebsch angelegt und man sollte es mal gesehen haben. Ob man tatsaechlich fuer den den doppelten Preis Essen und Trinken muss oder den Funpass braucht, um mit Attraktionen zu fahren, muss jeder selbst wissen. Wir haben den Pass nicht gebraucht ;-)
Kostenloses Singapur
Da es schon nachmittags war, haben wir nicht mehr all zu viel gesehen. Doch das was wir gesehen haben, war traumhaft. Die Skyline von Singapur ist der Wahnsinn. Aus irgendeinem Grund ist diese Stadt gross, aber ruhig. Gross, aber sauber. Gross, aber gesittet. Die Station Bayfront ist perfekter Ausgangspunkt fuer Marina Sands Hotel, Gardens by the Bay und dem Wasserlichtspiel am Hafen.
Abends gegen 20 Uhr und 21:30 beginnt ein Lichtwasserspiel am Hafen mit Blick auf die Skyline – umsonst. Hier versammeln sich hunderte von Menschen, um diese 15 Minuten zu geniessen.
Abends 19.30 Uhr beginnt eine Lichtshow im Gardens by the Bay, welche etwa 20 Minuten geht.
Beide Vorstellungen schafft man nicht an einem Abend (es sei denn man nimmt die Spaetvorstellung) , da man etwa 15 – 20 Minuten vom Garden bis zum Hafen laeuft. Ich persoenlich wuerde die Show am Hafen empfehlen, wenn man nur einen Abend hat. Die Baeume leuchten auch ohne Show wunderschoen, sodass man nach der Wasserlichtshow einfach dort hin spazieren kann.
Nach unserem schoenen Spaziergang sind wir zurueck zum Hotel gefahren und wollen -oder eher muessen- Waesche waschen. Toll, der Salon ist voll…nun duerfen wir einen anderen Salon suchen. Mit Tueten voller Dreckwaesche laufen wir durch das Rotlichtviertel -jetzt war klar, dass es eins ist- und suchen einen Waschsalon. 700m spaeter werden wir fuendig und legen los (um uns herum seltsame Leute..). Bei mir dauerte es keine 15 Minuten und ich bin auf dem Waschtisch eingepennt…ins Koma gefallen und erst eine dreiviertel Stunde spaeter wieder aufgewacht. Oh Gott, war ich muede…ich hatte echt keine Lust den Weg wieder zurueck zu laufen. Aber was blieb mir uebrig – so mitten in einer seltsamen Gegend?
Geflasht und beeindruckt vom ersten Tag fallen wir in tiefen Schlaf.
01. April 2015
Nachdem wir im Funan Plaza nach einem Telefon fuer mich Ausschau gehalten haben, war es unser Plan Chinatown zu sehen, Singapur von oben zu bestaunen und am Abend the Lichtshow im Gardens by the Bay zu erleben.
Telefon kaufen im Funan Plaza
Mein erster Gedanke: Das Funan Plaza sieht aus wie das Pantip Plaza in Bangkok. Gross, hunderte Laeden, ueberall gibt es Aehnliches zu kaufen – doch alles ist etwa 3x teurer. Gilt das auch fuer Handys? Leider, leider kosten Samsung Telefone hier auch etwa 20% mehr. Das aergert mich jetzt echt total. In Bangkok und Hanoi habe ich das Core Prime und das Grand (ich wollte unbedingt Dual Sim) nur 110-140 Euro und hier gibt es nichts unter 180 Euro. Klasse…ich habe schlechte Laune.
…und dann kurz bevor wir das Funan Plaza verlassen, geht Marco in einen kleinen SingtelShop und wir werden fuendig. Es gibt echt wenig Dual Sim Geraete in Singapur (ganz anders in Bangkok und Hanoi) und wir haben nun eins fuer 140 Euro gefunden. RedMi 2wurde mein neues Telefon. Skeptisch und schlecht gelaunt denke ich mir: What the hell…ich habe nichts zu verlieren, das Ding sieht gut aus, ist guenstig, hat Dual Sim, hat einen QuadCore, der Akku passt, die Aufloesung ist gut…Samsung es tut mir leid, ich muss das Ufer wechseln.
Resumee nach 14 Tagen: Das Telefon ist richtig gut. Fuer 140 Euro habe ich etwa die Ausstattung eines S3/ S4 bekommen. Ich bin sehr zufrieden. (Haette ich selbst nicht gedacht)
Singapur von oben erleben fuer 5$
Da das Telefonthema nun endlich erledigt ist, machen wir uns auf den Weg zum Pinnacle @ Duxton, welcher in der 50. Etage eine Skybridge besitzt und man fuer 5$ den Ausblick geniessen kann.
Das Pinnacle ist nahe China Town und der Ausblick ist grandios! Wenn man auf das Dach des Marina Sands Hotel steigen moechte, zahlt man schlappe 25 $…also investieren wir lieber 5$ und verbringen ein halbes Stuendchen oder laenger auf dem Dach des Pinnacle.
Dann war es auch schon 18 Uhr…von hier brauchen wir etwa 35 Min. zum Gardens by the Bay, wo spaeter die Lichtshow beginnt. Also stiefeln wir los und geniessen unsere letzten Stunden in Singapur.
Gardens by the Bay
Gardens by the Bay lohnt sich am meisten kurz vor Sonnenuntergang, da man ganz langsam die ganze Pracht entdecken kann! Und was mich einfach nicht loslaesst ist der Anblick des Bay Sands Hotel….meine Guete…einfach nur der Hammer.
22 Uhr machen wir uns auf den Weg ins Hotel, um unsere Rucksaecke abzuholen und fahren zum Flughafen. Eigentlich dachten wir ja, dass wir entspannt eine Dusche nehmen und schoen in die Kino Lounge gehen, aber dann…ging alles so schnell, dass wir gar keine Zeit mehr dafuer hatten und es schon kurz vor 1 Uhr war.
FAZIT: Singapur ist einfach nur schoen. Obwohl die Stadt einst zu Malaysia gehoerte und mitten in Asien liegt (>70% Chinesen), ist der Ort nicht ansatzweise mit Asien gleichzusetzen. Singapur ist eines der wichtigsten Wirtschafts- und v.a. Finanzzentren weltweit und das merkt man. Das Clientel ist alles, aber nicht Backpacker-lastig. Die Stadt ist so gross und die Skyline der Wahninn und trotzdem ist die Stadt so ruhig und entspannt. Ein Ort, an dem ich leben wuerde.
Wie schon erwaehnt, haben wir uns dazu entschlossen ein Roller zu mieten, da wir so mehr vom Umland sehen koennen. Am 24. Maerz standen also 9 Uhr morgens zwei Roller vor der Tuer inkl. klatschnasser Helme, die bestialisch nach nassem Hund gerochen haben. Wir steigen auf die Roller, fahren 400 m und machen 4 Feststellungen:
Wie schnell fahre ich eigentlich?? Keine Ahnung, die Anzeige war auf 0 km/h… haha sehr lustig und ich bin mir SEHR sicher, dass ich „etwas“ schneller fuhr… Egal, Polizei gibt es sowieso nirgends
mein Tankdeckel ist nicht dicht, aber auch das scheint hier normal zu sein
es ist einfach (entschuldigt meinen Ausdruck) beschissen im Regen zu fahren, bei 15 Grad und ohne Regenhose
Wir sehen nichts…und wenn ich sage nichts, dann meine ich auch nichts. Ich habe das Gefuehl meine Kontaktlinsen werden vom Regem ausgeschwemmt…
taeglicher Regen in Sa Pa
taeglicher Regen in Sa Pa
Alles klar…wir fahren zurueck. Wir brauchen
1. irgend etwas regendichtes…wie waere es mit einer Regenhose? (Jeani hatte zum Glueck eine..und wir wollten eigentlich nie wieder an einen Ort unter 20 Grad..nun gut)
2. eine Sonnenbrille muss her, das ist zwar recht dunkel, aber immerhin kann man seine Augen beim Fahren auf offen halten ;-)
Wir durften natuerlich (wie soll’s auch anders sein) nach kurzer Zeit feststellen, dass in Sa Pa (in einem Ort, in welchem es etwa zu 70% regnet) keine Regenhosen verkauft wurden. Es gibt wirklich jeden Quatsch zu kaufen, aber keine vernuenftigen Regenhosen. Also entscheiden wir uns fuer ein laaanges Regencape fuer 0,70 Euro, welches wir ueber die Beine ziehen. Ein normales gutes Regencape hatten wir ja im Gepaeck.
Tolle Konstruktion…fuer eine halbe Stunde…danach hat (zumindes bei Marco) alles nur noch gerutscht. Das war echt nicht das Wahre….Herrlich..es gab wirklich amuesante Momente, das muessen wir zugeben! Dem Regen haben wir getrotzt und das Ding voll durchgezogen. Den Love Waterfall haben wir uns angeschaut (wunderschoen) und sind hierfuer durch die Berge gewandert. Das hat sich definitiv gelohnt.
„Outdoor shop“
Sa Pa
Sa Pa
Love Waterfall
Love Waterfall
Abends, vollkommen ausgekuehlt, beschliessen wir nach einer Alternative zu suchen und klappern die Laeden ab. Da war er! Ein Regenanzug aus Folie. Mit Hose und Jacke…ja super den nehmen wir. Oder auch nicht…die wollten uns doch tatsaechlich jeweils 10 Dollar (ca. 8Euro) abverlangen. Uns war klar, dass das auch guenstiger geht und laufen zum Supermarkt oben an der Ecke bei der Kirche. 10 Minuten spaeter sind wir mit zwei „sexy“ Regencapes in Blau und Lila bestueckt und haben insgesamt 4,50 Euro bezahlt. Es kann nur besser werden!
Am 25. Maerz sitzen wir schon wieder 9 Uhr auf dem Roller und duesen los. Wir sind von Sa Pa (ca. 1.200m ueber Null) auf etwa 1.800m gefahren und waren umgeben von Reisfeldern, Nebel, riesigen Bambusstraeuchern, Kuehen, Enten, Wildschweinen und und und… Das genialste war, dass hier etwa 90% der Touristen Touren buchen und niemals einen Roller mieten wuerden. (wahrscheinlich aus den oben genannten Gründen haha) Das heisst, wir waren eine echte Attraktion fuer die Bergbewohner. Es war einfach herrlich. Genau so etwas lieben wir. Kein Tourismus, echte Leute und die Schoenheit des Landes sehen.
Sa Pa
Sa Pa
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Sa Pa
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Sa Pa
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Sa Pa
Sa Pa
Sa Pa
Sa Pa
Sa Pa
Sa Pa
Sa Pa
Sa Pa
Sa Pa
Sa Pa
Als wir 14 Uhr in Richtung Cau May fuhren, hat es so stark geregnet, dass von uns allen die Regenkleidung zum Teil, oder ganz, versagt haben. Jeani hatte Pfuetzen in den Schuhen, meine fuehlten sich auch echt nass an und bei Marco hielt es sich noch in Grenzen. Sogar meine Jacke war durch, da es offensichtlich am Hals reinlief….schoen eklig. Ich wiederhole: bei 15 Grad. Sehr uncool. Aber mal abgesehen davon, haben wir offensichtlich eine Ticket-Huette zum Bezahlen uebersehen und man wehte nur noch die rote Fahne. Ups….verfolgt hat uns jedenfalls niemand. Hätte ich bei dem Regen auch nicht getan. Ich habe mich echt gefragt, ob die tatsaechlich fuer so eine durchloecherte „Strasse“ Geld haben wollen? Das fand ich schon fast frech. Nunja…2 km spaeter wusste ich wieso: Es war offensichhtlich eine Panoramastrasse, denn der Ausblick nach rechts war der absolute Wahhnsinn! Goettlich…Postkartenmotiv vom allerfeinsten. Schade, dass der Regen so stark war, denn so war Fotografieren mit meiner Spiegelreflex definitiv gestorben… Danach folgten einige Aussichtsplattformen und man hat immer wieder Touristengruppen gesehen. 10 km Marsch bei dem Wetter? Gott sei Dank haben wir einen Roller!
Wir haben Sa Pa hinsichtlich der Landschaft sehr genossen – wenn auch Marco und mir zu kalt – und sind ueber Nacht zum 27. Maerz mit dem Zug zurueck nach Hanoi gefahren. Um nach Lao Cai zu kommen, haben wir uns fuer den Local Bus entschieden, welcher stuendlich fuer 28.000 VND (1,10 Euro) faehrt. Wir sind nicht ein mal bis zur Haltestelle gelangt, also uns schon Fahrer von Minibussen ansprechen und fuer sich gewinnen wollen. „Same Price as Bus!!“ Ja, ja ist klar… Ich bin ganz dreist und gehe zu deren Minibus und frage das Maedchen, welches darin sass, was sie zahlt. „30.000 VND“. 2.000 mehr als er uns anbot. 30.000 VND ist allerdings auch gut. Ich feilsche mit ihm und er sagt nur „psst…the other people in my bus pay 50.000VND“. Das ist ja echt dreist. Aber so ist das hier. Wir sagen ihm, fuer 28.000 VND fahren wir mit und er freut sich…Herrlich. Was merken wir uns? Immer schoen verhandeln und fragen fragen fragen…
Am Bahnhof angekommen stellen wir fest: Komischerweise war diesmal die Kabine mit Luxus versehen…Wasser, Zahnpasta, Cookies…alles inklusive. Sehr schoen. Wieso nicht schon auf der Hinfahrt?
Orient Express
Lao Cai Vietnam
4:30 Uhr , 27. Maerz.
Wir haben etwa 6 Stunden geschlafen, was echt gut ist, und fahren zum Mai Charming Hotel zurueck. Sie haben uns kostenloses Fruehstueck, eine Dusche und einen Schlafplatz unten im Wellnessbereich bis zum Fruehstueck angeboten. Sehr, sehr nett. Das haetten sie nicht machen muessen. Wir haben uns gefreut.
Nach dem Fruehstueck sind wir gegen 9.30 Uhr losgestiefelt und wollten zur Poststelle, um herauszufinden, was Pakete nach Deutschland kosten.
Danach sind wir gefuehlte 30 km gelaufen (tatsaechlich waren es „nur“ 10) und sind gegen 18 Uhr zurueck im Hotel gewesen. Gesehen haben wir u.a. das Mausoleum und das Museum von aussen. Das Areal ist dort wirklich huebsch angelegt. Weiterhin sind wir im den Westlake gefahren, haben ein paar Schnaeppchen in „Made in Vietnam“ Laeden geschossen und haben vermutlich mehr Smog eingeatmet als in unserem bisherigen Leben. ;-)
28. Maerz.
Heute geht es in die Ha Long Bucht und wir sind total gespannt. Dreieinhalb Stunden Busfahrt spaeter, trudeln wir gegen 12 im Hafen ein und warten keine 10 Minuten auf unser Boot. Wir haben uns gefragt, was die anderen so bezahlen, denn wir haben p.P. 95 Euro gezahlt und lasen auf mehreren Werbeschildern etwas von 40 Euro fuer genauso 2 Tage (1 Nacht). Echt komisch…wurden wir wieder verarscht? Von unserem tollen Hotel?
2/3 unseres Reisebuses ging auf ein anderes Boot und so waren wir nur noch 16 Personen, anstatt >50. Sind wir auf einem schlechteren Boot? So viele Fragen gingen uns durch den Kopf..
Und dann kamen wir auf unserem Boot an. Es sieht gut aus. Sauber. Suess. Alle bekommen ihr Zimmer. Und wir? Wir mussten bis zum Schluss warten und hatten vermutliich irgend eine scheiss Kabine.
Unsere SUITE ist DER Wahnsinn. Wir reden hier von Asien und diese Suite war echter Luxus. Alle anderen hatten halb so grosse Kajueten…und niemand ausser uns hatte einen BALKON.. Verdammt wir hatten einen Balkon mit Blick auf all die schoenen Felsen! Geht es irgendwie noch besser?
Imperial Cruises
Ha Long Bay
Ha Long Bay
Ha Long Bay
Eine Stunde nach der Zimmeruebergabe, gab es Mittag. Es war ueberraschend gut und wir hatten ein sehr nettes Paerchen (Rebecca und Paul) aus Manchester an unserem Tisch zu sitzen. Sie lebten 18 Monate in Australien. Wie aufregend! An Jeani’s Tisch sassen 3 Norweger, welche auch zu dritt auf Entdeckungsreise gehen. Echt super. Das fing schon einmal gut an.
15 Uhr haben wir einen kleinen Kajakausflug gemacht und waren anschliessend in einer der groessten Grotten Vietnams. Die Kajaktour war wunderschoen (nur leider zu kurz!), denn alles war so schoen ruhig und die Szenerie war nicht in Worte zu fassen. Ich glaube das gehoert zu den schoensten Dingen, die wir je gesehen haben.
Ha Long Bay
Ha Long Bay
Ha Long Bay
Ha Long Bay
Ha Long Bay
Ha Long Bay
Ha Long Bay
Ha Long Bay
Ha Long Bay
Ha Long Bay Vietnam n
Ha Long Bay
Ha Long Bay
Auch die Grotte war sehr beeindruckend, wenn auch sie gerade trocken ist. Sie war sehr sehr gross und es nahm einfach kein Ende.
Ha Long Bay
Ha Long Bay
Ha Long Bay
Ha Long Bay
17 Uhr fahren wir zurueck zu unserem Boot…Hab ich schon gefragt, ob es noch besser geht?
Ja geht es! Wir hatten den genialsten & schoensten Sonnenuntergang gesehen! Von unserem Balkon….traumhaft. Bilder sagen mehr als tausend Worte…also seht hin und geniesst :-)
Ha Long Bay
Ha Long Bay
Ha Long Bay
Ha Long Bay
Ha Long Bay
Ha Long Bay
Ha Long Bay
Ha Long Bay
Nach dem Abendbrot haben wir uns mit ein paar anderen Reisenden unterhalten und hatten einen wirklich schoenen Abend. Ich glaube das ist einer der coolsten Sachen am Reisen: Man trifft auf Gleichgesinnte und manchmal schliesst man sich sogar fuer die naechste Etappe zusammen…
Wer nicht zur Ha Long Bucht faehrt, hat einer der schoensten Naturspektakel Vietnams nicht gesehen…
29.März.
Nach dem Fruehstueck stand folgendes auf dem Programm: 1.) Wuerden wir eine Perlenfarm besuchen und 2.) moechte Dave (der Guide) uns zeigen wie in Vietnam traditionelle Fruehlingsrollen zubereitet werden.
Die Perlenfarm in Ha Long war recht ueberschaulich und man bekam einen guten Einblick in die Herstellung von Perlen. Der groesste Irrtum ist wohl zu glauben, dass Perlen einfach in Muscheln gefunden werden und man diese reinigt. Tatsaechlich dauert es bis zu 18 Monaten bis eine Perle als vollendet gilt und es muessen immer wieder Reinigungsprozesse durchgeführt werden. Auch nicht gewusst haben wir, dass die Perlen in Muscheln eingesetzt werden, damit sie darin überleben und ueberhaupt erst richtig auswachsen. Tja und von all den Perlen der Farm sind etwa 30% zu gebrauchengebrauchen (haben ueberlebt) und nut 10% fuer Schmuck geeignet.
Nach der Perlenfarm ging es also ans Eingemachte und wir haben unser Mittag quasi selbst zubereitet. ..Naja zum Teil jedenfalls ;-) Der kleine Kochkurs zur Fruehlingsrollenzubereitung war ziemlich amüsant.
12 Uhr war unser Spaß leider vorbei und wir sassen schon wieder im Bus auf dem Rueckweg nach Hanoi..unter anderem von dem irrsinnigen Verkehr folgt noch ein Video.
imperial cruises koennen wir absolut weiter empfehlen! Ihr koennt auch als Nicht-Gast im Mai Charming buchen. Unser Preis war p.P. 110$, 3 Sterne Kategorie & alles inkl. Wir haben ausserdem viele Informationen erhalten zum Thema Abzocke und Bootsqzalitaet. Seid also auf der Hut. Bei den omnipresenten Angeboten fuer 49-59$ 2 Tage/1Nacht kommt meist noch an Extrakosten hinzu
~40$ Transport (20$ je Hin- und Rueckweg )
~Mahlzeiten nicht inkl.
-andere Extrakosten
– vergammelte Boote
Der Preis ist am Ende wahrscheinlich gleich oder sogar teurer bei der Strassen-Travel-Agency… lohnt also nicht.
Wenn man schon mal in Vietnam ist, wäre es doch mal interessant zu wissen wie die vietnamesische Küche funktioniert…dachte ich mir so. Da ich auf Phu Quoc kein Angebot gefunden habe, war die Freude umso größer, als wir in Sa Pa ein Restaurant gefunden haben, welches Kochkurse anbietet. The Hill Station bietet für 26$ (23€) einen 3-stündigen Kurs an, den wir für den 26.03.15 gebucht haben.
26.03.15.
Wir kommen pünktlich 9 Uhr an und fahren auch schon gleich wieder los, da wir gemeinsam mit unserem Koch zum lokalen Markt fahren, um die Zutaten zu besorgen. Das waren wieder unvergessliche Eindrücke….
Nachdem wir das Büffelfleisch bekommen haben, fahren wir den 1 km zurück zum Restaurant, wo wir mit dem Kochen beginnen. Wir haben uns eventuell das eine oder andere Mal etwas unbeholfen angsstellt, aaaber was soll’s.
Nach fast 3 Stunden haben wir endlich alles fertig gemacht und so einiges dazu gelernt. Z.b.dass man Ingwer eher zerdrücken und auspressen sollte, anstatt diesen zu schneiden. Das gibt mehr Geschmack. So ähnlich verhält es sich mit Zitronengras. Und dann haben wir auch gelernt, dass die Vietnamesen Schweinefett in Ölform zum Braten und Frittieren nehmen, kein Pflanzenöl.
Das Shells ist nicht nur eine Augenweide, sondern auch im Spa-Bereich einfach unglaublich.
Hot-Stone-Massage (mein Favorit!)
Tiefengewebe-Massage (Marco’s Favorit!)
Aromatherapie-Massage
Fussreflexzonen-Massage
Anti-Aging-Gesichtsbehandlung
Beruhigungs-Gesichtsbehandlung
Pedikuere (30Min)
Manikuere (30 Min)
Express-Gesichsbehandlung (30 Min)
Jeden Tag kann man eine Behandlung aussuchen und sich 60 Min lang verwoehnen lassen…
Im gesamten Hotel ist alles perfekt abgestimmt, vom Zimmerservice bis hin zur Wellnessbehandlung einfach alles. Das Personal ist in Englisch recht gut geschult und der Service, sowie die Aufmerksamkeiten sind erste Klasse. Sauberkeit, ein noch entwicklungsbeduerftiges Thema in Asien, ist sehr europaeisch.
Jeden Morgen haben wir uns auf’s Fruehstueck gefreut
Das Fruehstuecksbuffet war einfach grandios. Kein Wunsch blieb offen. Von kontinentalen Toast-Fruehstueck bis hin zu Sushi und frisch gekochte Suppen, gab es einfach alles. Salate in 8 Variationen, Warmspeisen auf 5 Meter, Backwaren 2 Meter, eine Kochstation, an welcher man sich jegliche Eiergerichte oder Gemuesegerichte kochen lassen konntee…und am Besten fanden wir die frischen Saefte. Melonensaft, Melonensaft…hmmmm lecker!
Mit dem Bus fuhren wir etwa 1 Stunde auf ueber 1000m Hoehe nach Sa Pa, einem sehr grossen Reisanbaugebiet in Vietnam. Nebel, Nebel und noch mehr Nebel kann ich nur sagen. Fuer die Busfahrt haben wir 4,60 Euro gezahlt, da wir mit einem Minivan und 10 anderen Personen gefahren sind. Man haette auch den lokalen Bus nehmen koennen, fuer 28.000 VND (1,20 Euro). Haben wir zwar geahnt, aber waren zu faul nach dieser Nacht den Bus zu suchen. Irgendwie schoen bloed, sonst sind wir naemlich echte Sparfuechse. Egal…rein in den engen Bus und los geht’s 32 km lang durch die Berge.
Im Le Gecko Hotel angekommen, essen wir erst einmal Fruehstueck (welches nicht wirklich lecker, aber inklusive ist). Da wir ja schon 7 Uhr vor Ort sind, aber erst nach 12 Uhr das Zimmer beziehen koennen, beschliessen wir die Gegend etwas abzulaufen.
Sa Pa
Sa Pa
Sa Pa „Le Gecko“
Sa Pa
Sa Pa
Sa Pa
Sa Pa
Es sieht schon ziemlich cool aus, wie alles im Nebel liegt. Und manchmal hat sich innerhalb von 5 Minuten der gesamte Himmel in blau geoeffnet und wieder Nebelbaenke eingezogen…verrueckt.
Es gibt in Sa Pa zwei Touristenstrassen, in welcher sich ein Lokal nach dem anderen anreiht. Davon abgesehen ist alle 2m ein Outdoorshop mit immer den gleichen Jacken, Schuhen und Hosen…NorthFace ist hier die Hauptmarke. Tatsaechlich wird NorthFace hier und in Indonesien produziert. Die meisten Sachen sehen qualitativ hochwertig und echt aus. Die Nike Schuhe sind in manchen Geschaeften echt, in anderen sieht man sofort, dass es ein Fake ist. Ich habe mir (hoechstwahrscheilich) keine echten Schuhe gekauft, die sau bequem sind und nichts wiegen. Ich tausche sie gegen meine schweren Turnschuhe ein…Wieder 400g vernichtet. Sehr gut.
taeglicher Regen in Sa Pa
taeglicher Regen in Sa Pa
„Outdoor shop“
Sa Pa
Sa Pa
Unmittelbar in Sa Pa gibt es wenig zu sehen, was spektakulaer ist. Groesstenteils Handgemachtes, Sportkleidung in jeder Form, Schuhe zum Ausleihen, kleine Mini Markets mit Essen, Restaurants, ein mini-Nachtmarkt gegenueber der Kirche. Hier wird Abends Frischfisch und Frischfleisch gegrillt. Ganz nervig sind die Einheimischen Frauen, welche einen gefuehlte alle 5 Minuten ansprechen und etwas verkaufen wollen…Und wenn sie nichts verkaufen wollen, moechten Sie einen zu einer Tour ueberreden. Die Touristeninformation lohnt sich bedingt, denn tatsaechlich wollen sie dir auch hier nur zwei Touren anbieten, bei welchen man durch die Reisfelder gefuerht wird und bei Einheimischen zu Mittag isst. Eine Tour (suedlicher Teil Sa Pa’s) findet mit 8 Personen statt (3h) und kostet etwa 13 Euro. Dies ist die Tour, bei welcher man angeblich hunderte andere Wanderer trifft, da sie von jedem angeboten wird. Die zweite Tour ist privat, also alleine oder mit deinen Reisepartnern und fuehrt durch den noerdlichen Teil Sa Pa’s, wo man angeblich wirklich allein ist und kein Massentourismus stattfindet. Diese Tour kostet 22 Euro. Ich glaube, wenn man eine Tour macht, sollte man diese waehlen.
Wir haben uns natuerlich fuer keine dieser Touren entschieden, sondern machen alles auf eigene Faust
Mittags sind wir wieder einmal sehr guenstig essen gewesen (zu Dritt fuer 5 Euro) und haben beschlossen uns einen Roller zu organisieren. Nachdem wir einige Anbieter gefragt haben, uns aber kaum jemand versteht, fragen wir unser Hotel, welches uns Roller fuer je 4 Euro pro Tag anbietet. Alles klar! Nehmen wir.
Schon 21 Uhr lagen wir im Bett und haben unseren versaeumten Schlaf aufgeholt. Unsere ersten Eindruecke von Sa Pa waren sehr schoen – bis auf die Tatsache, das einem immerzu etwas angedreht wird.
TIPP zwecks Shopping
Sobald ihr „weiss“ seid, bekommt ihr die vierfachen Preise. Wenn man nach dem Preis fragt, wird lange ueberlegt und dann ein grosser unverhaeltnismaessiger Betrag genannt. Also in mindestens 5 Laeden gehen und vergleichen. Dann versuchen ueberall mal zu handeln. Zumeist werden Sportschuhe fuer 500-800 versucht anzupreisen. Tatsaechlich bekommt man alle „unechten“ fuer 300-400 VND. Regencapes bzw Regenanzuege bekommt man unweit der Kirche im Mini Markt fuer 60 VND (2,50 Euro), weiter unten in der Strasse wird versucht einen Preis von 107-215 VND (5-10 Euro) abzuzwacken.
Was lohnt sich?
Schuhe, Trekkingschuhe, Rucksaecke, Rucksaecke, Rucksaecke, Funktionskleidung (Hosen, Jacken, Shirts, Westen…) bekommt man echt guenstig. Tagesrucksaecke 30-40L ab 15 Euro, Funktionshosen schon ab 5 Euro, Vliesjacken ab 8 Euro, Skijacken etc. ab 16 Euro.
Es kommt immer darauf an, was man sucht. Ist man auf der Suche nach Pfeffer, guenstigen FlipFlops oder Sandalen, Kleidung, so kann man auf Phu Quoc fuendig werden. Pfeffer wird regional angebaut und ist sehr gut. Es gibt eine typische Pfeffer-Salzgewuerzmischung, die super lecker ist. Haltet die Augen danach auf. In den meisten Restaurants bekommt man diese Mischung zum Essen dazu.
Perlen, Perlen und noch mehr Perlen. Phu Quoc hat mindestens 4 Perlenfarmen, die mit hochwertigen und huebschen Perlenvariationen locken. Davon sind allein drei im Suedwesten an der Kueste. Eine weitere befindet sich an der Hauptstrasse (Tran Hung Dao) von Duong Dong zum Flughafen.
Naturkosmetik stellt eine junge Dame mit sehr gutem Englisch selbst her. Von Gesichtspflege, Peeling, Lotion bis hin zu Aromamasken ist in der kleinen Green Boutique alles zu finden. Hier findet ihr uebrigens auch Aloe Vera Gel (100%ig) und eine kleine Auswahl an Sonnencreme. Sie hat zwei Filialen, welche zu unterschiedlichen Zeiten geoeffnet haben. Beide Filialen befinden sich auf der Hauptstrasse (Tran Hung Dao) zwischen Flughafen und Duong Dong. Die eine etwa 2 km vor Stadtzentrum 15-21 Uhr geoeffnet, die andere etwa 3 km vor Stadtzentrum 9-15 Uhr geoeffnet.
Kleidung findet man auf der Hauptstrasse zwischen Flughafen und Duong Dong immer wieder in kleinen Laeden, in welchen so ziemlich alles verkauft wird (von Sonnencreme bis Helme). Wer lieber die gesamte Auswahl vor Ort haben moechte, muss sich zum Nachtmarkt
oder zum Local Market begeben. Hier findet sich alles rund ums Thema Kleidung. Wer etwas einheimischer einkaufen will, sollte sich zur Strasse Duong 30/40 oder Hung Vuong begeben. Hier reihen sich ebenfalls die Laeden mit Jeans, Schuhen, Bikinis, Tuecher, Brautmode, festliche Kleider, etc…
Eins sollte man sich dennoch bewusst sein: Es gibt kein Shoppingcenter auf Phu Quoc. Die Einheimischen gehen zumeist an den gleichen Orten einkaufen, doch Verhandlungsgeschick ist gefragt, damit man auch einen fairen Preis bekommt. Guenstig ist Kleidung allemal!
FlipFlops lassen sich fuer etwa 1-2,50 Euro, Kleider, Blusen und Maennershorts fuer etwa 4-8 Euro.
Mangelware auf Phu Quoc
besteht insbesondere im Bereich Sonnencreme, also bitte bitte denkt vorher dran. Die Sonne ist dermassen aggressiv und ohne Sonnencreme geht’s gar nicht. Wir hatten unsere tatsaechlich vergessen und ich habe schlappe 9 Euro fuer dm Sonnencreme ausgegeben, die sogar seit 3 Wochen offiziell abgelaufen war und in der Drogerie 4 Euro kostet. Zudem war die auch nicht mehr original verschlossen. Keine Ahnung, wo die das her haben…
Es gibt zumeist nur Banana Boat und Nivea zur Auswahl und das ab 10 Euro aufwaerts. Den ganzen Tag stehen ein Grossteil der Flaschen in der Sonne bei 35 Grad. Die Wirkung koennt ihr euch somit selbst erdenken. Denkt an eure Sonnencreme!
Kaese, Wurst und Milch sind Raritaeten ausserhalb der Resorts.
Wer kommt auf die Idee auf Phu Quoc eine Pinzette zu kaufen? Wir! Auch die haben wir leider vergessen…und ratet mal was…nirgends gibt es so etwas zu kaufen. Als Frau lohnt es sich also vorher daran zu denken, wenn man nicht wie ein Baer bewachsen herumlaufen moechte.
Wer so etwas wie einen „richtigen Supermarkt“ sucht: Es gibt unserer Erkundung nach genau drei Stueck: Sie nennen sich „Cho shopping center“ bzw . „Duong Dong Mini Market„. Ein Cho ist im Suedwesten bei An Thoi zu finden, ein Cho befindet sich an der Hauptstrasse zwischen Flughafen und Duong Dong (Tran Hung Dao) und der Mini Market (unser Favorit) in der Nguyen Trung Truc gegenueber der Le Hong Phong.
20:40 stiegen wir in unseren Zug nach Lao Cai ein, um uns auf den Weg nach Sa Pa zu machen. 9 Stunden Zugfahrt (nur 270km) standen uns bevor. Zum Glueck ein Nachtzug, so koennen wir gemuetlich in unseren Betten schlafen. Fuer Oriental Expresshaben wir uns entschieden und zahlen pro Fahrt von Hanoi nach Lao Cai 37 Euro und haben „softsleeper“ in einer 4er Kabine, die zum Glueck nur uns vorbelhaten war. Es gibt zig Anbieter, welche zu aehnlichen Preisen Kabinen usw. anbieten. Im Endeffekt ist es aber so, dass ein Zug aus 1-10 Wagons besteht und die Wagons den verschiedenen Anbietern gehoeren. Alle sitzen also im gleichen Zug zu unterschiedlichem Komfort. Mit SP1/SP2 sind wir gefahren, das ist die Zugart. Soviel dazu.
Wir betreten unsere Kabine und stellen fest, dass es gar nicht so schlecht ist. Trotzem waren Jani und Marco nicht so richtig wohl dabei…wir sind hier leider nicht in Deutschland im ICC. 21:10 faehrt der Zug los und es schaukelt und wackelt und rumpelt. Nein wir sind deeefinitiv nicht in Deutschland.
Hier schlafe ich nicht….ich glaube ich muss mich eher uebergeben. Das ist ja schlimmer als eine Schiffsfahrt! Verdammt..ich muss doch schlafen…ich habe den ganzen Flug nicht geschlafen. (Jeani) Ich schlafe sowieso nicht..ich lese sowieso ein Buch. (Marco) Macht mal…ich schlafe..Gute Nacht. (Sarah)
Etwa 0:30 Uhr erwache ich das erste Mal aus meinem Halbkoma und Marco und Jeani plaudern und haben offensichtlch noch nicht geschlafen. Was es ist erst 0.30? Och nee..ich penn weiter. Entschlossen hole ich meine Augenbinde aus dem Rucksack und schlafe ein….ab ins Lala-Land.
…und dann siegte doch die Muedigkeit!
Ich wache 3 Uhr morgens auf und stelle fest, dass Marco zusammengerollt, halbsitzend an den Rucksaecken angelehnt, schlaeft…Man koennte uns ja im Fahrenden Zug um unsere 20 kg Rucksacke mal eben schnell beklauen, ne?
Jeani schlaeft und summt irgend ein Lied, das ich nicht kenne, vor sich hin. Herrlich.
Nunja….wie ihr lesen koennt, ist es tatsaechlich erst 3 Uhr und wir kommen erst 6 Uhr an. Ich werde also auch noch mal einen Schlafversuch wagen!
6:00 Uhr. Endlich sind wir da…kaum angekommen wurden wir auch schon zu einem Minivan befördert. …4,60€ (32 km) klingt ok. Wir sind Elend müde und nicken immer mal wieder weg…es regnet..es ist neblig.
Mal schauen wie der Tag nach dem Frühstück weitergeht!
Dienstag hatten wir den spontanen Beschuss uns ein Kayak zu leihen und von Wasser aus weiter zu erkunden. Da er Strand an unserem Resort das einzige Makel war und wir irgendwie noch nach etwas anderem suchten, war das schon mal ein guter Anfang.
im Norden ist alles schoener…
Weit, weit weg wollten wir vom bloeden Hafen. Die ersten 5 Minuten habe ich geflucht, denn Marco und ich haben immer wieder kontraproduktiv gerudert. Meeeeine Guete….Weitere 5 Minuten spaeter gelangen wir an den ersten isolierten Strandabschnitt.
Irgendwie war das noch nicht das Richtige. Wir rudern also weiter in den Norden und siehe da: eine sehr lange, helle Bucht kommt zum Vorschein. Bis auf die 3 Ausflugsboote war das ganz angenehm. Das Wasser war endlich schoen sauber, neben dem Strand liefen die Kuehe umher…was fuer ein Bild. Und was darf nicht fehlen? Richtig, Einheimische die wieder einmal Muell verbrennen.
Nach insgesamt anderthalb Stunden und zunehmenden Wellengang haben wir die glorreiche Idee umzukehren. Wir sind sogar angekommen…nur dass das Boot im Vorderteil so ziemlich fast am Ueberlaufen war…ich habe geflucht.
…aber eigentlich waren wir richtig gut!
Denn kurz spaeter haben wir beoabachtet, wie ein anderes Paar sich ein Kayak genommen hat und ganze 20m weit gekommen sind, bis sie schon wieder aufgegeben haben.
Gibt man bei Google „Phu Quoc diving“; „Phu Quoc Tauchen“ ein, erscheinen prompt die wunderschoensten Unterwasserbilder und Traumstraende ueberhaupt. Seekuehe, Delfine ,Wasserschildkroeten… Phu Quoc das Mekka fuer Tauchbegeisterte!
Nicht ganz….
Ich wuerde nicht behaupten, Phu Quocs Unterwasserwelt ist nicht schoen oder nicht farbenprraechtig. ABER fuer grosse Entdeckungen ist Phu Quoc nicht der richtige Ort. Mein Tauchguide nannte es „Macro-diving“, was bedeutet, dass die kleinen Sachen von Bedeutung sind und grosse Fische nicht zu erwarten sind.
An dieser Stelle moechte ich noch einmal betonen:Die Unterwasserwelt seht wirklich huebsch aus, viele Korallen und Muscheln lassen sich schon bei knapp 5 m Tiefe wunderbar beaeugen. Allerdings sollte an sich dessen bewusst sein und sich nicht von Werbefotos irrefuehren lassen.
Tauchgebiete…
befinden sich suedlich von Phu Quoc und im Norden bei Ganh Dao. Wir sind in den Norden gefahren und haben rund um „Nail Island“ getaucht. Unweit von Nail Island befindet sich „Turtle Island“ (der Name ruehrt von der Form – Meeresschildkroeten sind nicht heimisch ;-) ).
Im Norden taucht man ueberraschenderweise nur bis zu 8 m (derzeitiger Stand). Das fand ich zuerst enttaeuschend, allerdings wird man so mit 60 Minuten Tauchgaengen belohnt!
Anbieter
Es gibt zwei Anbieter, welche gehypt werden: Rainbow Diving und Flipper Diving. Zu den Basen hinufahren, um sich zu erkunden, lohnt nicht, da zumeist keiner vor Ort ist. Am besten ruft man einfach an, oder laesst das Hotel anrufen. Englisch wird super gesprochen.
Wir haben uns fuer Flipper Diving entschieden und wurden am 19. um 8:30 am Strand mit dem Boot eingesammelt.
wenn ich eins hasse…
dann ist das Massenabfertigung und ueberfuellte Boote. Als ich das Boot vom Ufer aus sah, dachten wir uns:Na super…total voll. Letztendlich waren wir ca. 25 Personen plus Guides und Crew (insg. 8). Mein Guide war Finnlaender, total entspannt (er lebte in Australien und das merkte man!!:-) ) und gab uns eine Einweisung. Es wurde alle bis ins Detaill vorbereitet, Wissen ueber Tauchausruestung ist nicht mehr erforderlich (das hat sein Fuer und Wider). Ich konnte mir natuerlich zwei Fragen nicht kneifen:
1. Gibt es grosse Fische oder Delfine zu sehen?
…ein grosses Laecheln auf seinem Gesicht „Noo, this is all about Macro-Diving. We only have small fish here. No dolphins or sharks.“
2. Und Meeresschildkroeten bei turtle island?
…wieder dieses Grinsen „No, actually this island is named turtle island because of its shape“