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Fliegen mit Baby


5. Februar. Abflug nach Australien – unser erster gemeinsamer Familienurlaub mit Baby

Fliegen mit Baby
Wir haben 2x 10h- Langstreckenfluege und einen Inlandslug vor uns. Also was muss alles vorher organisiert werden?

Reisepass. Tatsaechlich ist der Reisepass fuer das Baby Pflicht (auch wenn es nur Tage alt ist) einen Reisepass, wenn man auf Reisen geht. Frueher wurde das Kind in den Elternpass eingetragen, doch das gilt seit 2012 nicht mehr. Es ist abhaengig von der Behoerde, aber im Grunde dauert die Ausstellung nur wenige Minuten bis 2 Tage. Er kostet nur 14 Euro und ist 6 Jahre gueltig. Allerdings muessen das Foto und die Angaben, wie z.B. Augenfarbe (welche sich ja beim Baby noch aendern kann) aktualisiert werden, sobald sich massgeblich daran etwas aendert.

Schlafplatz/ Sitzplatz fuer’s Baby. DAS war in der Tat unsere groesste Sorge. Was machen wir mit Ben auf einem 10h Flug? Es gibt allgemein 2 Optionen: Man bucht einen eigenen Sitzpatz fuer Ben oder man nimmt ihn auf den Schoss. Bei Kindern unter 2 Jahren kann man hier noch frei entscheiden. Darueber hinaus besteht die Moeglichkeit fuer ein Baby mit maximal 9-10kg Gewicht und 74cm Koerperlaenge eine Korbwiege/ Babybassinet/ Babybett zu beantragen. Diesen Service bieten fast alle Airlines auf Mittel- und Langstreckenfluegen. Am besten ihr checkt das vor dem Buchen. Das hat mehrere Gruende: 1. Nicht alle bieten das an, 2. es gibt nur 1-4 Plaetze fuer Korbwiegen pro Flug! und 3. solltet ihr in Erfahrung bringen, wie ihr sichergehen koennt einen solchen Platz zu ergattern. Unsere Airline (Air China) hat Antraege 7-1 Tag vor Abflug angenommen und innerhalb von 24h bestaetigt. Hier gilt, wer zuerst kommt, siegt. Dennoch kann es passieren, dass nicht alles glatt laeuft, im Falle einer Flugaenderung etc. Mein Tipp: Checkt so frueh wie moeglich ein und fragt erneut nach, ob die Korbwiege vermerkt ist und ob jemand neben euch sitzt. In unserem Falle haben Sie uns den Platz daneben auf beiden Fluegen freigelassen. Einige Airlines sind auch sehr nett und lassen einen Platz neben euch frei, d.h. ihr haettet sogar einen eigenen Sitz fuer’s Baby und zwar for free! In diesem Falle habt ihr die Moeglichkeit euer Baby auch mal hinzusetzen (vorausgesetzt es sitzt schon) und es zu bespassen oder einfach mehr Platz im Allgemeinen. Wer einen eigenen Sitz fuer das Baby hat, kann zugelassene Autositze wie einige Maxi Cosi’s oder Front-faced Sitze mit in den Flieger nehmen, was wohl die angenehmste und sicherste Variante ist. Die jeweiligen Airlines geben Informationen, welche Sitze zugelassen sind. Doch das sind nicht eure einzigen Optionen. Mittlerweile gibt es eine ziemlich coole Alternative: die JetKids Bedbox von Stokke. Dieser „Koffer“ ist offizielle Handgepäckgröße und wenn man ihn entsprechend entfaltet verlängert er die Sitzfläche und verwandelt den Platz eures Kindes zu einem Bett. Faule Kids können darauf am Flughafen „gezogen“ werden, andernfalls den Koffer easy und stolz selber ziehen. Weiterhin hat die JetKids Box auch einen Stauraum im Deckel. Das Gute: Die Kids können sowohl im Sitzen als auch im Liegen angeschnallt werden. Ihr müsst den Gebrauch auch gar nicht nur auf das Flugzeug beschränken, sogar im Zug verwenden es einige Eltern für ihre Kids. Wichtig zu wissen: checkt ob die Airline die JetBox ablehnt. Vor zwei Jahren sah das noch anders aus, mittlerweile findet sie aber Einzug. Hier gibt es eine Liste der Airlines, welche mit der Nutzung okay sind.  Ganz günstig ist die Box sicher nicht (etwa 160 EUR in der Anschaffung), jedoch vor allem für regelmäßige Flugreisen >4h sicherlich eine Anschaffung wert. Nun muss man bedenken, dass die Box ihre Grenzen hat (Alter & Körperlänge), wenn es um den Faktor Schlaf geht. Früh gekauft, hat man sicherlich bis zum 3./4. Lebensjahr guten Nutzen. Bis zum 7. Lebensjahr dient sie eher dem couch-ähnlichen Sitzcomfort. Wer sich eine solche Box nicht selber anschaffen möchte, kann sie heutzutage sogar mieten. Hier gibt es genug Angebote auf Ebay Kleinanzeigen anderen Bloggern wie bei Kilenda und Thailand mit Baby. Preislich liegt man zwischen 30 & 40 Euro für eine Anmietung bis zu 3 Wochen. Alternativ gibt es auch aufblasbare Sitzvergrößerer, welche sowohl für Kids als auch Erwachsene einen echten Zugewinn an Reisekomfort bieten können. Sicherlich bietet diese Alternative nicht die gleiche Stabilität und vor allem keinen seitlichen „Rausfallschutz“ wie es die JetKids Box tut, aber dennoch sprechen Preis und Packmaß (ohne Luft & zusammengerollt einfach an die Handtasche zu hängen) dafür es auszuprobieren. Wir haben dieses probiert und auf 4 Flügen getestet (11h Flug nach Dallas, 4h Flug, 9h Flug und 3h Flug).

Wir haben eine Korbwiege bekommen…yay…und was nun?
Bei Start & Landung muss das Baby auf eurem Schoss sitzen via extra Babygurt, welchen die Crew euch ohne Anfrage zuteilt. Seid ihr in der Luft, fragt ihr am besten die Stewardess nach der Korbwiege und sobald Flughoehe erreicht ist, wird diese an der Wand vor euch angebracht. Ben hat tatsaechlich gerade so reingepasst (7,5kg, 68cm). Jede Airline hat unterschiedliche Korbwiegen, es gibt also sicherlich kleine und etwas groessere.

Baby’s Schlaf & Lautstaerke im Flieger
Es kann wirklich sehr an den Kraeften zehren mit Baby zu reisen. Zum Einen ist man selbst muede, zum Anderen wacht das Baby immer wieder dann auf, wenn man selbst einschlaeft. Beim ersten Flug war der Babyplatz direkt neben den Toiletten. Ben ist fast bei jeder 2. Spuelung aufgewacht…bei 200 Passagieren on board war das also sehr oft der Fall! Tipps eurem Baby zum Schlaf zu verhelfen:
– Baby Banz Kopfhoerer (wenn euer Baby auf dem Ruecken schlaeft und den Kopf relativ gerade haelt ist das eine tolle Geschichte, denn euer Kind wird kaum etwas vom Krach mitbekommen und seelig schlafen). Wenn euer Zwerg eher unruhig schläft, wird dieser Plan nicht aufgehen, denn die Kopfhörer sind recht „dick“ und das wird im Halbschlaf wenig akzeptiert.
Muetze (die beste Alternative, wenn das Baby unruhig oder nicht in Rueckenlage schlaeft; sie schuetzt nicht nur etwas vor Laerm sondern auch vor Zugluft im Flieger)
Kinderkopfhörer, diese sind nämlich nicht nur für Hörbücher/ Musik unglaublich praktisch, sondern auch noch flach und dämpfen Umgebungsgeräusche.Wir haben Snugglys gekauft und sind zufrieden. Unser Sohn trägt sie sehr gerne.
Flugzeugdecken, mitgebrachtes Laken, etc. sind absolut empfehlenswert! Ihr koennt eurem Baby quasi ein „Zelt“ bauen, um den Schlafplatz schoen dunkel und vor allem ruhig zu halten. Die Decken sollten weich sein, denn umso mehr wird die Lautstaerke ferngehalten. Davon abgesehen wird das Baby nicht von jeder Person angestarrt, nicht beleuchtet und vom Schlafen abgelenkt. Ein kleinen Schlitz lasst ihr offen zwecks Luftzirkulation und zum reinschauen, ob Baby schlaeft.
Zur Kleidung kann ich nur folgendes sagen: Viele hypen die Schlafsaecke fuer den Flug. Wir haben zwar einen mit gehabt ihn aber nicht genutzt, denn die Baby’s koennen sich viel besser bewegen und den Fuss uber die Bettkante haengen lassen, wenn sie eine leichte Hose tragen. Im Flieger ist es nicht mehr so kalt wie frueher und davon abgesehen gibt es Decken und die „Zelt-Option“, welche genug Waerme bereitet. Ben hatte eine duenne Strumpfhose, Soeckchen, Langarmbody und Langarmshirt getragen. Ausserdem hatten wir eine Jogginghose an Board.

 



Wickeln ueber den Wolken
Mittlerweile gibt es in nahezu jedem Flieger auf den WC’s herunterklappbare Wickel“tische“. Wir haben auf einem 10h Flug etwa alle 2h gewickelt, denn es kann schon sehr gut vorkommen, dass auch Babys etwas aufgeregt sind und oefter die Windel mit einem Stinkerchen versehen. Mal abgesehen davon, empfehle ich allgemein alle 2h zu wickeln (ausser Baby schlaeft), denn euer Baby sitzt/ liegt sehr lange auf dem Popo und bekommt wenig Luft im Windelbereich, was sowieso zu Roetungen fuehren wird. Je geringer der Naessestau, desto besser.

Essen & Trinken unterwegs
Unabhaengig vom Stillen, werden einige Babys schon Mahlzeiten/ Brei zu sich nehmen. Ben ist 6 Monate alt und isst schon ziemlich viel. Ich hatte zum Einen mehrere Glaeser im Gepaeck, zum Anderen aber auch Instant Flocken und Babywasser. Einige Airlines lassen die Wickeltasche inklusive der Babynahrung ohne Probleme durchgehen, auch wenn die eigentliche Anzahl der Handgepaeckstuecke bereits erreicht ist. Das ist aber nicht immer so! Der Flug nach Peking bspw. war kein Problem hinsichtlich des Babywassers. Von Peking nach Sydney allerdings wollten sie uns das Wasser wegnehmen und haben erst nach mehreren Diskussionen nachgegeben. Im schlimmsten Falle kann man immer nach abgekochtem Wasser on board  oder in Restruants fragen, oder die Fruchtglaeser zum Mischen nutzen. Seid hier also gut vorbereitet. Allein 4 Glaeschen wiegen schon min. 1kg, 2x Babywasser wiegt etwa 700-800g, 30 Windeln wiegen locker 500g-900g (je nach Groesse und Marke), Handmilchpumpe etwa 300g, Feuchttuecherpackung 500-800g….wir sind bereits bei 4kg ohne Taschengewicht, Wechselkleidung, Babycreme, Spielzeug etc. Unterschaetzt das Gewicht also nicht!

 

Unsere Reisezeit: 34h (2x 10h Flug, 1x 1,5h Flug, StopOver insges. 13h).
Anzahl Windeln: 25 inkl. Backup
Anzahl Glaeschen: 3x Frucht/ Milchbrei, 2x Herzhaft
Babywasser: 2x 330ml
Instant Flocken (Koelln): 1x
Wechselkleidung: 2 Bodies, 1 Langarmshirt
Calendula Wundschutzcreme 1x in Reisegroesse
Loeffel: 4stk & 2x Schuesseln, Trinkbecher

Die Instantflocken waren definitiv die wertvollste Entscheidung, denn sie lassen sich mit jeglicher Fluessigkeit mischen (ob warm oder kalt) und so konnten wir im Flieger, am Flughafen mal schnell einen Fruchtbrei kreieren.

Was muss in den Koffer fuer’s Baby?
Eigentlich muesste die Frage anders formuliert werden: Was muss in die Wickeltasche, denn ihr muesst davon ausgehen, dass euer Gepaeck ggf. nicht ankommt und ihr somit weder erste Nahrung noch Kleidung etc. fuer’s Baby dabei habt. Alles was ihr fuer die ersten 3 Tage brauchen koenntet, sollte also ins Handgepaeck. Wir haben insgesamt 60 Windeln dabei gehabt, 3x Wechselkleidung, Pflegeartikel, und 3 Packungen Reisflocken/ Milchgetreidebrei/ Instantflocken….Ausserdem sollte auf jeden Fall der Impfausweis und das Untersuchungsheft des Babys dabei sein!
Die Frage des Koffers / der Tasche beantworte ich hier.


Start & Landung

Die groesste Angst unter Eltern gilt noch immer dem Start und der Landung, denn Babys haben generell mehr Schwierigkeiten den Druckausgleich vorzunehmen, denn sie wissen noch nicht wie sie das anstellen koennen. Ich moechte euch hier die Angst nehmen, denn es gibt in der Tat genuegend Babys, die gar nicht realisieren, dass sie Druck auf dem Ohr haben bzw. ihn nicht unbedingt als schmerzhaft empfinden. Es ist auch immer eine Frage des „Wie gehe ich selbst damit um?“, denn wenn man mit dem Kind wie immer etwas spielt und rumalbert, dann konzentriert sich das Baby gar nicht erst darauf. Ben hat, wenn er wach ist, dann immer einen Nuckel im Mund und wir ziehen ab und an daran, damit er aktiv weiter nuckelt und beschaeftigen ihn. Das klappt super. Er ist auch schon in meiner Manduca (Trage) eingeschlafen und hat gar nichts mitbekommen. Das ist natuerlich der Idealfall. Wenn euer Baby keinen Nuckel mag, bietet ihm einen sauberen Finger an, etwas zu trinken etc. Persoenlich finde ich die Landung definitiv schlimmer als den Start, denn der Druck kommt hier viel schneller auf, wie ich finde.

 

Zusammenfassung zu den „Schlafmöglichkeiten“ & Sitzkomfort

  • Baby-Bassinet/ Korbwiege
  • JetKids BedBox von Stokke
  • aufblasbarer Sitzvergrößerer
  • zugelassener Kindersitz

 

  • Baby-Bassinet/ Korbwiege
    • PRO:
      • man bekommt automatisch die erste Reihe im Abteil zugewiesen und hat viel Freiheit
      • das Baby hat seinen eigenen Platz
      • es kostet nichts
    • KONTRA:
      • oft erst kurz vor der Reise (sowohl Hin- als auch Rückflug) die Gewissheit, ob ein Bassinet verfügbar ist
      • bei Turbolenzen muss das Baby rausgenommen werden
      • bequem bis maximal 74 cm Körperlänge (max bis 7,5 Monate je nach Körperbau)
      • beschränkt auf 9-10 kg Körpergewicht
  • JetKids BedBox von Stokke
    • PRO:
      • unabhängige Lösung
      • Schlafcomfort bis zum 3./ 4. Lebensjahr
      • Kind lässt sich mit Gurt sichern
      • bequem Dank integrierter Matratze
      • auch im Zug o.ä. einsetzbar
    • KONTRA:
      • teure Anschaffung
      • ein Handgepäck ist hiermit „belegt“
      • nicht alle Airlines lassen Nutzung offiziell zu (eher im Falle der Turbulenzen interessant)
        erfordert eigene Sitzplatzbuchung (ab 2 Jahren sowieso erforderlich)
  • aufblasbarer Sitzvergrößerer
    • PRO:
      • sehr erschwinglich
      • flexibel einsetzbar
      • geringes Packmaß & Gewicht
      • für „Klein und Groß“ guter Sitzkomfort
    • KONTRA:
      • keine Seitenstützen (zum Schlafen) für Kleinkind; hier muss improvisiert werden
      • Stabilität ist vom Luftvolumen des Aufpustens abhängig
      • muss aufgepustet werden
      • nur mit eigenem Sitzplatz richtig sinnvoll
  • zugelassener Kindersitz
    • PRO:
      • bei Turbolenzen ist das Kind adäquat gesichert
    • KONTRA:
      • zwischen 170 und 250 € Anschaffungskosten, falls nicht schon ein Aircraft zugelassener Kindersitz im Haushalt existiert
      • einige Kindersitze haben keine Liegeposition (bei 10h Flügen eher unbequem)
      • muss zwischen Flugzeugwechsel mitgeschleppt werden und auch sonst (Gewicht ist nicht zu unterschätzen)
      • Sitz darf in vielen Ländern offiziell nicht im Auto/ Wohnwagen genutzt werden ( z.B. USA, Australien)
      • erfordert eigene Sitzplatzbuchung (ab 2 Jahren sowieso erforderlich)
      • wenn das Kind keine Lust hat darin zu sitzen, habt ihr an Bord ein Problem…wohin mit dem Sitz? (wir haben das leider schon durch ;-) )

 

Fazit

Für Kinder von 0-1 Jahr gibt es nur die Bassinet oder „auf dem Schoß“ / „in der Trage“- Optionen. Für Kinder zwischen 7 Monaten und 4 Jahren muss abgewägt werden ob JetKids, eigener Kindersitz oder reicht ein aufblasbarer Sitzerweiterer? Wenn ihr noch wertvolle Tipps habt, teilt sie doch gerne mit uns. Das ist immer eine riesige Hilfe :-)

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Packliste bei Reisen mit Baby/ Kleinkind

Ich uebertreibe vermutich nicht, wenn ich sage, dass fast jeder von uns vor dem Reisen stundenlang ueberlegt was nun am Besten in den Koffer/ Rucksack gehoert und wie man nun auch noch die Gewichtsbegrenzungen einhalten soll. Nun, wenn ihr mit Kind(ern) reist wird die Sache nicht gerade einfacher. Ich versuche mit diesem Beitrag euch die Sache etwas zu vereinfachen und gebe spezielle Tipps fuer den Urlaub in Australien. Kleidung, Zubehoer und auch Babynahrung spielen hier eine wichtige Rolle.

Was gehoert in Baby’s Koffer?
– Reisepass
– Impfausweis & Untersuchungsheft
– UV Schutzkleidung wenn’s in den Sommerurlaub geht
Speziell in sonnenintensiven Laendern wie Australien finde ich das besoners wichtig. Wir haben einen aermellosen Wetsuit (fuer kuehlere Gewaesser) gekauft und einen duennen UV Schutzanzug (langarm, 3/4 Hose) mit Reissverschluss hinten (sehr praktisch zum Windeln wechseln). In Deutschland bekommt ihr so etwas z.B. von Cressi, Splash etc. fuer je 15-20 Euro. In Australien gibt es diese Anzuege in nahezu jedem Chemist Warehouse (Drogerie) fuer etwa 15$ (~11 Euro). Man kann sich also auch gut hier in Down Under eindecken.
– Sonnenhut mit Nackenschutz und Cap (am besten helle Farben), z.B. von Sternentaler
– Kleidung passed zur Jahreszeit ;-)
– 5-8 Spucktuecher
– Windeln fuer 5 Tage oder mehr (je nach Reiseziel sind diese leicht/ weniger leicht zu kaufen)
– Sonnenschutz 50LSF ohne Duftstoffe (z.B. Hipp)
– Handmilchpumpe (v.a. hilfreich bei Zeitumstellungen, wenn alles aus dem Rhythmus geraet)
– Flaeschchen/Dosen/Babygeschirr
– Baby’s 3-4 Lieblingsspielzeuge
– Nagelschere/Clip
– Schwimmhoeschen
– evtl. Schwimmreifen z.B. Fred’s Swimacademy Swim Trainer
– Reiseapotheke (Paracetamol, Nasentropfen, evtl. Bauchwehzaepfchen, Fieberthermometer..hier bitte den Kinderarzt fragen u.a. auch wegen Impfungen)
– Einmalwaschlappen
– Calendula Wundschutz, denn durch neue Umgebung/ Hitze/ viel Windeltragen/ andere Nahrung kann es haeufiger zum wunden Po kommen
– im 1. Lebensjahr, falls Zahnen noch bevorsteht: mehr Windeln, da oft Durchfall auftritt, Beissring/ Zahnbuerstchen, Osanit (homeopathisch)/ Dentinox (Zahngel) o.aehnliches, Sabbertuecher
– ggf. Laetzchen
– Sonnensegel/ Mullwindeln und Kinderwagenclips als Sonnenschutz
– Strandmuscheln gibt es hier ab 10$, also spart euch das Gewicht, falls ihr denkt eine zu brauchen
– Babywaschlotion
– ggf. Babyschlafsack & eine gewohnte Decke
– 2x Ersatznuckel, insofern euer Baby einen Nuckel verwendet
Sicher koennte man die Liste noch fortfuehren, doch das sind die auf Anhieb wichtigsten Dinge – zumindest aus unserer Sicht

Wie viel Babykleidung benoetige ich?
Das laesst sich nicht konkret sagen, aber wenn ihr in die USA/ Australien reist, denkt immer daran, dass ihr dort alles bekommt was ihr brauchen koenntet, falls ihr „etwas vergessen haben solltet“. Wir haben bewusst sehr wenig mitgenommen, denn wir haben nun einmal Hochsommer in Australien und Winter in Deutschland, d.h. unser Sohnemann hat Zuhause nur Winterkleidung in seiner Groesse. Wir haben zwar ein paar T-Shirts und Bodies mitgenommen, allerdings hat er ein T-Shirt nur ein einziges Mal getragen und sogar das war zu warm. Wir haben uns hier mit Unterhemden und aermellosen Bodies sowie kurzen Hosen eingedeckt und sogar das ist oft zu heiss. Also bedenkt das immer, bevor ihr dem Kaufrausch verfallt und eurem Kind haufenweise Kleidung fuer den Urlaub kauft, die danach wohl eh nicht mehr passen wird – und ggf. am Urlaubsziel nicht getragen wird. Daher: Muetze, UV Anzug und nur das Noetigste einpacken. 

Babynahrung
Wir haben fuer den Flug Fruchtglaeschen/ Fruchttueten, 2 herzhafte Menue-Glaeschen, 2x Babywasser und Instantflocken von Koelln dabei gehabt, denn diese lassen sich mit Fruchtmus, Wasser (warm&kalt) schnell und ueberall anruehren.
Im Babykoffer hatten wir ausserdem 4 Packungen Getreidebrei fuer die ersten 2 Wochen dabei, damit wir erst einmal ausgestattet sind und Ben sich nicht allzusehr an „Neues“ gewoehnen musste. Hier hatten wir z.B. von Milupa den Abendbrei, den er immer abends isst, Reisflocken fuer zwischendurch mit Fruechten und Dinkel-Hafer-Flocken von Koelln. Menue-Glaeser hatten wir nur 3 Stueck dabei, denn ich koche sonst immer selbst. Wenn ihr die Moeglichkeit habt zu kochen, wuerde ich das auch empfehlen. Andernfalls gibt es in Europa, USA, Australien, Neuseeland ein recht breites Angebot was Fertigessen angeht. 

Speziell Australien:
Wer auf der Suche nach Nachschub fuer Babynahrung ist, wird vor allem im Chemist Warehouse (Drogerie & Apotheke) fuendig. Die haben eine breite Auswahl an allem: Getreidebrei jeglicher Konstellation von Bio bis nicht-Bio, diverse Glaeser und Fruchtmus, herzhaft und suesses, Babykekse, Babyausstattung jeglicher Art.
Auch Woolworth und Coles haben eine breite Auswahl (etwa wie Rewe, Edeka). Alle bisher genannten Laeden sind in fast jedem etwas groesseren Dorf aufzufinden und in Staedten an jeder Strassenecke. 
Auch Aldi hat Babynahrung und Windeln sowie Feuchttuecher im Angebot, Getreidebreie und Babyausstattung wird man hier aber nicht finden. 
Ansonsten gibt es noch unzaehlige andere Anlaufstellen wie IGA, Kmart, Target, Baby Stores wie Toys’r Us etc. in denen man divere Babyartikel findet.

kleine Spartipps:
Windelbeutel sind hier sehr teuer, also bringt sie am besten aus Deutschland mit (es sei denn ihr wollt fuer 3 Euro 30 Tueten kaufen ;-) )
das Gleiche gilt fuer Wickelunterlagen wie wir sie von Rossmann & DM kennen
Windeln gibt es bei Aldi wie in Deutschland auch. Wir testen sie gerade und bisher ist mir nur aufgefallen, dass sie etwas steifer als Pampers/ Babylove sind, aber riechen tut bisher nichts und sie kosten 11$ fuer 44 Stueck. Die Groessen sind aehnlich wie bei uns. Das Pardon zu Pampers sind Huggies (19$ fuer 50Stk). 
Babykleidung ist hier teilweise guenstiger als bei uns, also kann man sich hier auch getrost neu eindecken (Trade Secret, Best&Less, Kmart…)

 


Wenn ihr noch weitere Ergaenzungen und Tipps habt, die anderen Lesern weiterhelfen koennen, postet diese doch bitte unten als Kommentar.
Bis zum naechsten Post und viel Spass! ;-)

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Apps, Books & other helpful tools

Books & guides

  • Around Australia Atlas & Guide; 3rd Edition
  • 1015 things to see and do in Australia
  • Camps Australia Wide 8
  • Lonely Planet
  • Australia (Baedeker)

Websites

finding jobs

www.gumtree.com.au

www.indeed.com

www.jobaroo.com

www.seek.com.au

www.jobsearch.gov.au

www.careerone.com.au

www.workstay.com.au

www.australiasgoldenoutback.com

www.workingholidayjobs.com.au

www.glassdoor.com.au

www.fairwork.gov.au (check on awards and wages)

www.fruitpickingjobs.com.au


other job related websites

http://www.australianhospitalityskills.edu.au/qualifications

www.workaway.info


Superannuation

When working in Australia, you will get paid superannuation, which is retirement benefit. If you are not staying in Australia, you can’t spend or receive your money over here. This is the reason, why you are allowed to get your super back after leaving Australia. Usually your employer will offer to use the companies super- fund . If you are working with different employers though, you will have to collect all your money from different accounts later on. For each transfer or withdrawal you have to pay a flat fee of roundabout 35$.

Imagine you have worked for 6 employers and have 6 different funds. When transferring or withdrawing the money from each account  you will lose 210$ just for transactions. Therefore, it is recommended to open one account you can use with each employer, so you will only have to pay 35$ once withdrawing all of your money when leaving Australia.

Which fund is the best?

That depends on what you are looking for. Usually it pays off to invest your super into shares and other funds on long-term. Being a traveller means, that it is most likely to leave Australia within 2 or 3 years. For short-term shares can be either very valuable or you can lose lots of money. There’s always a chance of winning or losing. Anyway I think money conservation is the most useful thing to do. Risk free funds are not very common and not that easy to find, but BT Super for life offers that option. It’s called „Super Cash“ and you’ll receive on average 1,9% interest rate . That is not much, but will be enough to keep your money at value. Furthermore, you don’t have to pay any broker fees, which are eating up your super. Super Cash has one of the lowest fees altogther – that’s why I have chosen it and recommend it to all travellers and conservatives as well.

The three biggest providers

How much superannuation do I get paid?

9,5% on top of your wage

How do I get back my Superannuation and when?
You can get the cash off your fund after leaving australia.


car related fines

QLD (speeding) fines:

NSW (speeding) fines:

VIC (speeding) fines:

WA (speeding) fines:

NT (speeding) fines:


If you want to camp in a national park, you usually have to get a permit. Mostly you are required to obtain a permit beforehand. Either you do it by phone call, run by an office (ranger or tourist information in some cases). On those websites you can perform that process easily online:


Living & Accomodation

www.aussiehousesitters.com.au

www.aupairworld.net

www.airbnb.com

www.homestay.com

www.workaway.info

www.homestay-network.org

www.homestayfinder.com


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Wie viel Geld verdient man in Australien?

Es gibt kaum eine Frage, die oefter gestellt wird. Verstaendlich, denn immerhin geht es ums Ueberleben, richtig?

Ein Australier verdient im Durchschnitt 78.000 AUD (etwa 53.000 Euro), was 6.500$ pro Monat entspricht.

Das gilt jedoch im Regelfall nicht fuer Backpacker. In einem normalen Fruit Picking bzw. Farm Job bekommt man meist zwischen 21 und 23 $/ Stunde, wenn man eine hourly rate (Stundenlohn) erhaelt und das Unternehmen einem Award (vgl. Rahmenvertrag), wie zw. dem Horticulture Award angehoert. Ein realistischer Arbeitslohn liegt also etwa bei 165-190$ Brutto am Tag.

Rechnet man das auf 12 Monate hoch und geht von einer 5 Tage Woche aus, kommt man auf 43.000$ Brutto.

Akkordlohn ist sehr verbreitet

Schwieriger wird die Kalkulation, wenn man von einer piece rate ausgeht, denn das bedeutet, dass man nach Menge bezahlt wird. Das kann pro Baum (planting) bedeuten, oder aber auch pro bin (pro Eimer) in diversen Picking jobs. Man kann sehr gutes Geld verdienen, das haengt jedoch stark von Technik, Fitness und Motivation ab. Ausserdem funktioniert dieses System nur fuer beide Seiten, wenn die piece rate gerecht und erreichbar ist.

TIPP. Erkundigt euch, was der Durchschnittsverdienst pro Einheit ist, indem ihr verschiedene Jobangebote lest und andere Arbeiter fragt. Hilfreich ist es, nicht nur Backpacker, sondern auch locals zu fragen!

Lasst euch nicht ueber den Tisch ziehen, ansonsten geht ihr mit 70-100$ am Tag nach Hause und seid vollkommen durch…


Wo verdient man sehr gutes Geld?

In welchem Job ihr am meisten Geld verdienen koennt, findet ihr heraus, indem ihr Stellenangebote auf seek.com o.ae. durchforstet. Sehr oft ist ein Gehalt angegeben, welches euch also ein gutter Anhaltspunkt ist. Im Bereich der Minen-Arbeit (Mining) kann man sehr gutes Geld verdienen (30$+/h), als Geruestbauer, Truckfahrer usw. doch es ist extrem schwierig geworden hier einen Job zu landen.

Auch glassdoors ermoeglicht euch einen Einblick in Verdienstmoeglichkeiten. Hier koennt ihr Durchschnittsgehaelter und Stundenlohn fuer diverse Jobs ergruenden.

TIPP. Je mehr Qualifikationen ihr habt, desto mehr koennt ihr verdienen. Es gibt diverse Trainings (Fortbildungsmassnahmen), um zusaetzliche Qualifikationen zu erhalten und bessere Jobchancen zu geniessen.

Ganz billig sind Fortbildungen natuerlich nicht, dann waeren wir ja alle ueberqualifiziert. Dennoch lohnt es sich fuer gewisse Bereiche zu investieren. Wer z.B. im Hospitality Bereich, auf dem Bau, mit Chemikalien, in einer Bar etc. arbeiten moechte, braucht dementsprechende Zertifikate wie z.B. die White Card, Green CardBlue Card, RSA Certificate etc…

mit sehr gutem Englisch, gefuelltem Resume und ein bisschen Glueck…

…findet ihr einen Job in „einem richtigen Unternehmen“ im Office oder aehnlich. Wer qualifiziert ist verdient ganz einfach 27$ (knapp 52.000$/Jahr)  die Stunde fuer „Papiere sortieren“, Telefonate entgegennehmen oder andere Buerotaetigkeiten. Und wer weiss was sich daraus noch ergibt. Diese Moeglichkeiten hat im Grunde jede Person, die entweder studiert hat, studiert, eine Ausbildung plus Berufserfahrung hat. Das wichtigste jedoch ist euer Resume, welcher eure „Eigenwerbung“ ist und es ist sehr wichtig, dass ihr Eigeninitiative habt. Knuepft Kontakte und ihr werdet in kuerzester Zeit erfolgreich sein.


In welchem Job habt ihr einen Volltreffer gelandet? Wir sind gespannt auf eure Berichte!

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Longreach – urbanes Outback

Wir sind durch einige „Staedtchen“ gefahren, doch Longreach hat uns richtig gut gefallen! Weshalb wir uns in Longreach verliebt haben und ihr diesen Ort nicht auslassen solltet, erfahrt ihr in diesem Artikel.

die groesste Stadt in Queensland’s Outback

Wenn man das Wort „Stadt“ liest, denkt man unweigerlich an eine Metropole. Dass das in Australien eine Stadt auch mal nur aus einer Stasse bestehen kann, ist bekannt. Longreach selbst ist gar nicht gross. Man kann den Ort eigentlich auch ganz entspannt ablaufen. Obwohl Longreach so klein ist, gibt es eigentlich alles! Von Target, ueber Dinner Shows, IGA, Camping Store , vielen anderen Shops und einigen Bistros und dem wunderschoenen Outback, welches vor der „Haustuer“ liegt kann man waehlen. Longreach ist beruehmt fuer seine bedeutenden Cattle-Stations, doch leider besteht seit fast 3 Jahren eine ununterbrochene Duerre, welche die Farmer dazu gezwungen hat, ihre Rinder zu verkaufen. Es gibt einfach nicht genuegend Nahrung. Ein Wasserproblem hat Longreach gar nicht, denn das Artesin Basin bietet reichlich, doch leider ist dieses Wasser nicht reichhaltig genug, um Gras wachsen zu lassen. Die Cattle-Stations sind deshalb fast alle „trocken gelegt“ und es sind viele Einwohner weggezogen. Andere haben sich umschulen lassen, andere sind arbeitslos. Normalerweise regnet es etwa 400mm im Jahr, doch die letzten Jahre gab es nur 100mm im Jahr. Das ist fatal, denn das Sterben der Kaengurus wird hierbei auch angetrieben. Trotz dieser traurigen Entwicklung, ist Longreach ein sehr suesser Ort, den wir einfach unheimlich gern mochten!

Unsere Favoriten:

  • Stockman’s Hall of Fame (Stockman’s Show fuer etwa 25$)
  • Local Bakery gegenueber des IGA!
    mit Abstand das beste Sandwich, denn alle Zutaten sind super frisch; auch das Eis sieht verfuehrerisch aus
  • Quantas Gruneder Museum
    hier erfahrt ihr, wie die Geschichte der heute erfolgreichen Airline begann und koennt sogar auf den Fluegeln des neuen Airbus spazieren
  • Starlight Lookout (60 km entfernt)
    wer nicht zum Starlight Lookout faehrt und dort eine Nacht verbringt, hat was verpasst! Doch bitte seid vorsichtig, die Strassenverhaeltnisse sind sehr schlecht und ihr solltet eine gute Stunde einplanen, wenn ihr eure Reifen nicht riskieren wollt. Offiziell ist Campen nicht erlaubt, aber es gibt niemanden, der so weit hinaus faehrt und dies kontrollieren wuerde. Die Strasse zum Starlight ist nicht eingezeichnet, aber google maps zeigt euch lustigerweise trotzdem den Weg.
  • Anzac Park am Kreisverkehr (habe ich bei WikiCamps mit Fotos eingetragen)
    Hier laesst sich wunderbar fruehstuecken, BBQs halten und vor allem am Abend Kaengurus in grosser Zahl bewundern. Aufgrund der traurigen anhaltenden Duerre im Outback, kommen die Kaengurus mittlerweile in die Stadt, um die einzigen Grashalme weit und breit zu ergattern.

Unser Erlebnis des Stockman’s Show & dem Starlight Lookout habe ich in diesem Artikel ausfuehrlich beschrieben.

TIPP. Die Touristen Information in Longreach ist klasse und versorgt euch mit einem detaillierten Plan, wo ihr was sehen koennt und was es kostet. Ich wuerde die Info daher nicht auslassen.

Duschen & Uebernachtungen

Ein wichtiges Thema, fuer diejenigen, jene keine 20$+ pro Nacht ausgeben moechten, ist die Frage: Wo kann ich kostenlos schlafen und naechsten Morgen duschen gehen?

Offiziell ist auch hier „wild campen“ verboten. Allerdings fahren nachts keine Ranger die durch’s Outback, um euch zu wecken. Wir sind einfach 10-15 Minuten in Richtung Muttabarra gefahren und haben uns am Strassenrand auf einem Gravel Pit (wovon es massig im Outback gibt) hingestellt und dort genaechtigt. Es gibt keine Fazilitaeten, also bitte verlegt groessere Geschaefte auf „vor Schlafplatz-Suche“. Es ist traumhaft in solcher Ruhe zu schlafen und morgens den Sonnenaufgang im Outback ganz alleine geniessen zu duerfen. Da es nachts zwischen 0 und 6 Grad ist, empfiehlt sich ein Schlafsack, oder eine zusaetzliche Decke (wir haben bei Target eingekauft).
Duschen koennt ihr bei der Caltex am Ortseingang (nicht zu verfehlen). Ihr spendet 2$ pro Person, an die „Flying Doctors“ im Outback (an der Kasse). Die Duschen sind sehr sauber und wunderbar heiss.

Muell duerft ihr nicht liegen lassen, die Kaengurus werden sonst zum Strassenrand gelockt und ueberfahren, denn sie sind verzweifelf auf der Suche nach Nahrung!!! Wir haben mehr als 3.000 tote Kaengurus am Strassenrand gesehen und es war einfach nur traurig. 

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Was braucht ihr wirklich? – eine weitere Packliste

Gibt es mehr Diskussionen als darueber, was man braucht und was nicht? Ich glaube nicht.

Es gibt keine Faustregel, alles ist Geschmackssache

Ich habe festgestellt, dass man nicht pauschal sagen kann, was ueberfluessig ist und was nicht. Aus eigener Erfahrung kann ich jedoch feststellen, dass 90% aller Traveller zuviel mitschleppen und es schon sehr bald als Ballast empfinden. Ich bin eine Frau und hatte arge Probleme auszusortieren. Wieso?

Wir haben Angst etwas wichtiges zu vermissen…

Das ist wohl einer der Gruende weshalb wir so viel mitschleppen. Muesste ich meinen Rucksack noch einmal packen, mit der bisherigen Erfahrung, wuerde ich ein paar Schuhe weglassen und sicherlich auch 3-5 Oberteile sowie Jeanshosen. Erstens zieht man auf Reisen sowieso nur ein paar FlipFlops, Turnschuhe oder/und Trekkingschuhe an. Fertig. Die Frauen, die sich Pumps eingepackt haben, sollten an dieser Stelle ganz heimlich und unauffaellig schnellstens die Stoeckelschuehchen aus dem Rucksack entfernen… ;-)

Wieso ist es besser nur wenig Kleidung einzupacken?

Ganz einfach: Ihr spart nicht nur Gewicht, sondern habt auch noch Platz Neues zu kaufen! Ha, der Aspekt kann auch nur von einer Frau kommen, oder? Nunja, ich war echt veraergert, dass ich in Thailand und Vietnam sogut wie nichts kaufen konnte, da mein Rucksack aus allen Naehten geplatzt ist – und Shoppen macht dort echt Spass!

Nun aber zum wichtigen Teil…

Was gehoert in den Rucksack?

Nach eigenen Ueberlegungen und Lesen vieler Berichte in den Reisegruppen, habe ich hier eine „kurze“ Zusammenfassung, von dem was ihr gebrauchen koenntet. Wichtig ist, dass diese Liste fuer Reisende ausgelegt ist. Wenn ihr vorhabt, einen Job z.B. in Australien zu suchen, bei welchem ihr im Verkauf, Buero o.ae. arbeitet, solltet ihr auch passende Kleidung hierfuer mitnehmen. In der Regel reicht eine Bluse/ Hemd+ Blazer/ Sakko+ Anzughose und natuerlich die passenden Schuhe. Habt ihr den Job bekommen, koennt ihr immernoch shoppen gehen.
Was sich lohnt Zuhause zu kaufen und was ihr lieber unterwegs kaufen solltet, erfahrt ihr hier.

Frau:

  • 1x FlipFlops
  • 1x leichte Sportschuhe
  • Trekkingschuhe (immer anziehen, die nehmen am meisten Platz weg und das Gewicht koennt ihr euch so sparen), falls ihr Walks machen wollt (insbes. in Neuseeland und Australien), in Australien auf dem Feld zu arbeiten beabsichtigt o.ae.
  • 10x Slips
  • 4-5 Paar Socken
  • 3 BHs (hell, dunkel, traegerlos)
  • 1 Bikini
  • 1 leichtes Kleid
  • 2 Shorts
  • 1 Funktionshose
  • evtl. Moskitonetz + Repellent (fuer Asia- Regionen)
  • 4-8 Shirts (u.a. Funktionsshirt, Traegertops, normale Shirts)
  • 1 duenne Funktionsjacke
  • 1 Fleecejacke/ Pullover
  • Kosmetika & Co.:
    • eine Handvoll Ohrstaebchen
    • kleine Zahnpasta
    • 5 Haargummis
    • Haarclips o.ae.
    • eine kleine Reisebuerste
    • kleine Packung Tampons
    • Kontaktlinsen? (sind in Australien nur gegen Rezept erhaeltlich, Vorrat macht also Sinn)
    • Reisepackung Kontaktlinsenfluessigkeit (ist in Australien und Asien guenstiger)
    • Duschgel, Haarwaesche nur in Probenflaeschen je einmal fuer Handgepaeck und checked Baggage
    • Gesichtscreme (ist in Australien sehr, sehr teuer)
    • Wattepads nur eine Handvoll
    • Deo in Probeflasche

TIPP. In Asien bekommt man in so ziemlich jeder Bleibe eine Zahnbuerste, Zahnpasta, Duschgel, Ohrstaebchen etc., also spart euch den Ballast! Einen Foen koennt ihr euch sparen, wenn ihr in warmen Regionen seid (zumal es fast ueberall einen gibt. Ich besitze seit 4 Monaten keinen Foen mehr …und so furchtbar sehe ich nicht aus ;-)

  • ein Reisehandtuch aus Mikrofaser (z.B. von Cocoon mein Favorite!)
  • ein Reisekissen self-inflating (z.B. von Meru mein Favorite)
  • ein Tauchei bzw Drybox (z.B. von Seemann mein Favorite), Kreditkarte, Schluessel passen rein, so dass die Wertsachen immer (auch im Wasser) am Mann sind
  • mittelgrosser Karabiner (z.B. zum Schuhe am Rucksack befestigen, Kamera am Guertel befestigen und vielseitig nuetzlich)
  • Waescheleine oder Spanngurt , vielseitig einsetzbar und nimmt kaum Platz weg
  • Reparaturtape (z.B. so etwas )
  • Packbeutel ..es gibt tausende..
  • Kompressionsbeutel (z.B. von Pearl)
  • Seidenschlafsack (falls ihr nach Vietnam reist: bekommt ihr dort fuer 5 Euro!!!)
  • 1x Plastikbesteck
  • Verbandszeug
  • Desinfektion (fuer Haut)
  • LED Taschenlampe (diese und diese sind Top)
  • wichtige Dokumente (Pass, Passfotos, USB Stick mit wichtigen Daten, Adressen, ggf. Visum Kopie, etc.)
  • Kamera & genuegend (3x 64GB fuer 4 Monate) Speicherkarten! (diese sind in Australien sehr sehr teuer und in Asien oft nur bis 32 GB erhaeltlich)
    • meine Empfehlung SanDisk oder Samsung! (min. Class 10)
  • ggf. SD Kartenlesegeraet bzw. Adapter

Mann:

  • 1x FlipFlops
  • 1x leichte Sportschuhe
  • Trekkingschuhe, falls ihr Walks machen wollt, in Australien auf dem Feld zu arbeiten beabsichtigt o.ae.
  • 10x Boxershorts
  • 4-5 paar Socken
  • 1 Badeshorts
  • 2 Shorts
  • 1 Funktionshose
  • evtl. Geldguertel
  • evtl. Moskitonetz + Repellent (fuer Asia- Regionen)
  • 4-8 Shirts (Funktionsshirt, normale Shirts, …)
  • 1 duenne Funktionsjacke
  • 1 Fleecejacke/ Pullover
  • Kosmetika & Co.:
    • eine Handvoll Ohrstaebchen
    • kleine Zahnpasta
    • Kontaktlinsen? (sind in Australien nur gegen Rezept erhaeltlich, Vorrat macht also Sinn)
    • Kontaktlinsenfluessigkeit ist in Australien und Asien guenstiger
    • Duschgel, Haarwaesche nur in Probenflaeschen je einmal fuer Handgepaeck und checked Baggage
    • Gesichtscreme (ist in Australien sehr sehr teuer)
    • Wattepads nur eine Handvoll
    • Deo in Probeflasche
  • ein Reisehandtuch aus Mikrofaser (z.B. von Cocoon mein Favorite!)
  • ein Reisekissen self-inflating (z.B. von Meru mein Favorite)
  • ein Tauchei bzw Drybox (z.B. von Seemann mein Favorite), Kreditkarte, Schluessel passen rein, so dass die Wertsachen immer (auch im Wasser) am Mann sind
  • mittelgrosser Karabiner (z.B. zum Schuhe am Rucksack befestigen, Kamera am Guertel befestigen und vielseitig nuetzlich)
  • Waescheleine oder Spanngurt , vielseitig einsetzbar und nimmt kaum Platz weg
  • Reparaturtape (z.B. so etwas )
  • Packbeutel ..es gibt tausende..
  • Kompressionsbeutel (z.B. von Pearl)
  • Seidenschlafsack (falls ihr nach Vietnam reist: bekommt ihr dort fuer 5 Euro!!!)
  • 1x Plastikbesteck
  • Verbandszeug
  • Desinfektion (fuer Haut)
  • LED Taschenlampe (diese und diese sind Top)
  • wichtige Dokumente (Pass, Passfotos, USB Stick mit wichtigen Daten, Adressen, ggf. Visum Kopie, etc.)
  • Kamera & genuegend (3x 64GB fuer 4 Monate) Speicherkarten! (diese sind in Australien sehr sehr teuer und in Asien oft nur bis 32 GB erhaeltlich)
    • meine Empfehlung SanDisk oder Samsung! (min. Class10)
  • ggf. SD Kartenlesegeraet bzw. Adapter

Was ihr Zuhause oder lieber unterwegs kaufen solltet, erfahrt ihr hier.

Veröffentlicht in Ask a traveller, Australia

Online-Shopping ohne Adresse?

Ihr habt es fast schon erahnt: Meine Passion ist die Fotografie!…und da ich eine sehr hochaufloesende Kamera besitze und dann auch noch die Angewohnheit besitze SEHR viele Fotos zu schiessen, habe ich folgendes Problem: Ich brauche permanent neue Speicherkarten. 

Ich gehe also zu Dick Smith und schaue mich nach Sepeicherkarten um. Oh mein Gott, ist das teuer. Anschliessend gehe ich zu JB Hifi, zu Kmart, Target, BigW und wie sie alle heissen und muss zwei Sachen feststellen:

  • Speicherkarten sind unverschaemt teuer
  • hohe Kapazitaeten (64GB, 128 GB) sind so gut wie nie auffindbar
  • Samsung und SanDisk Karten eine Raritaet

Diese Beobachtung habe ich bei vielen Sachen gemacht…bei KFZ Adpaptern (2$ gegenueber 15$+), PowerBanks (ab 5$ gegenueber 30$+), USB Steckdosenadapter (2$ gegenueber 10$+), Sd Karten (64GB 38$ gegenuber 90$+),

Fuer mich steht fest: ich muss online einkaufen.

Online Shopping und das Lieferadressen-Problem

Marco und ich haben grosses Glueck, dass wir Bekannte in Sydney und auch westlich von Brisbane haben (wo wir gelebt haben) und keine Schwierigkeiten mit der Lieferung hatten. Doch nun reisen wir weiter und ich habe mich zwar mit SD-Karten eingedeckt, aber frueher oder spaeter sind diese voll. Und dann?


Australia Post 24/7 parcel lockers
Zum Einen bietet die Australia Post einen Service an, bei welchem eure Sendungen bis zu 48 Stunden einem Schliessfach aufbewahrt werden. Hier zu muesst ihr euch einfach nur fuer diesen Dienst registrieren (kostenlos) und loslegen. Ihr bekommt bei Ankunft einer Sendung dann z.B. eine SMS mit Pin des Schliessfaches und koennt eure Sendung in den meisten Faellen sogar rund um die Uhr abholen!

Hier findet ihr den Link zum Dienst.

Parcel collect
Die Alternative dazu bietet die Australia Post, indem ihr eure Sendung ganz einfach in die Filiale liefern lasst. Aehnlich wie in Deutschland das „Paketshop- System“, funktioniert das hier genauso. Ihr gebt eure Wunschfiliale an und koennt eure Sendung waehrend den Oeffnungszeiten abholen. Der Vorteil ist, dass eure Sendung bis zu 10 Tagen fuer euch aufbewahrt wird. Auch hier muesst ihr euch kostenlos registrieren, um den Service nutzen zu koennen.

Hier findet ihr den Link zum Dienst.


Ihr seid also vollkommen flexibel, eure Sendungen gehen nicht verloren und ihr braucht nicht einmal eine feste Adresse. Viel Spass beim Shopping ;-)

Veröffentlicht in Ask a traveller, Australia, Equipment

Das „Akku leer-Dilemma“

Hasst ihr das auch so, dass ihr immerzu nach Steckdosen suchen muesst, nur weil eure Kamera oder der Akku des Notebooks leer ist? Wir haben waehrend unserer Reise festgestellt, dass es wirklich anstrengend sein kann, Strom zu finden (kostenlos), wenn man nicht auf Campingplaetze oder Hostels etc. angewiesen sein moechte. Handy oder Tablet zu laden ist easy, wenn man ein Auto hat, denn man braucht ja nur einen KFZ Adapter, aber was ist mit dem Rest?

Mittlerweile haben wir dieses Problem nicht mehr! Ich verrate euch, wie ihr unabhaengig sein koennt.

eine Solar-Powerbank

Dies ist die absolut guenstigste Loesung fuer alle Geraete, welche ueber ein USB geladen werden koennen. Vor allem fuer diejenigen, welche kein Auto haben, ist das die beste und kleinste, sowie billigste Loesung.
Wir haben eine 80.000 mAh Solar-Powerbank, welche gleichzeitig 2 Geraete laedt, gleichzeitig sogar durch Sonneneinstrahlung Energie ‚frisst‘ und sie ist wirklich handlich (etwa 12x8cm und weniger als 300g)! Wir koennen sie per KFZ, Steckdose oder Sonne aufladen. Und das beste: Sie hat uns nur 28$ gekostet.

ein Multi-Purpose Jump-Starter

Meiner Meinung nach die Loesung fuer alle Probleme, welche nur auftreten koennen. Jump Starter fassen 60.000-90.000 mAh und je nach Staerke der Ampere (600er,900er,1200er…) sind sie fuer kleine Autos bis hin zu kleinen LKWs einsetzbar. Wozu brauche ich das Teil denn nun? Der Jump Starter ist quasi eure Steckdose und Starthilfe zugleich! Jump Starter haben:

  • KFZ Ausgaenge zum Laden
  • Starthilfekabel installiert, um bis zu 25x Starthilfe zu geben
  • oft einen Luftkompressor, welcher fuer das Aufpumpen von Reifen, Matratzen o.ae. genutzt werden kann
  • oft ein normales Steckdosen-Outlet – also eingebauten Inverter! -, wo ihr also Foen, Notebook, Ladegeraete etc anschliessen koennt

Unser Jump Starter hat 600-900 Ampere und alle Auststattungen, die man haben kann (oben gelistet). Zusaetzlich hat er auch noch eine digitale Anzeige, wieviel Saft wir noch drauf haben, wieviel das/ die angeschlossene/n Geraete verbraucht/en.
Wir haben ihn bei Repco fuer phaenomenale 120$ ergattert, UVP liegt bei 200-240$, da er auch einen Inverter & Steckdosenoutlet besitzt.

Welchen Jump Starter soll ich kaufen?

Normalerweise reicht ein 600-900 Amps Jump Starter aus, um einen grossen V6 Motor, oder 4 Cylinder zu starten. Dies ist z.B. beim Mitsubishi Pajero der Fall. SuperCheap und auch Repco haben immer mal wieder Angebote (so wie es auch bei uns war).  Im Moment bietet SuperCheapAuto einen guten Jumpstarter (900 Amp) fuer 115$ an. Genau dieses Geraet gibt es manchmal im Angebot fuer 80-90$.
Bei Autobarn findet ihr auch ein grosses Angebot. Der Black&Decker & der Stanley mit jeweils 500Amp sind zum Beispiel gute Preisleistung!
Ansonsten gibt es ja auch noch Ebay, wo man Jump Starter bestellen kann.


Online Shopping ohne feste Adresse in Australien? Hier erfaehrst du wie es geht!

Veröffentlicht in Australia, Gedanken-Karussell

Weshalb sind wir hier?

Waehrend unserer bisherigen Reise haben wir so viele Charaktere kennengelernt. Einige von ihnen waren nur auf „laengeren Urlaub“ aus, Andere auf Selbstfindungstrips, Einige studieren hier, suchen Praktika und Andere sehnen sich danach hier ein neues Leben zu beginnen.

Weshalb sind wir hier? Was mache ich hier?

Ich frage mich manchmal, ob sich „die Anderen“ auch diese Frage stellen? Wenn ja, ist das ein eher gutes oder eher schlechtes Zeichen des Selbstzweifels? Wenn nein, ist das falsch oder besser so?

Als wir die ersten gedanklichen Durchlaeufe zu unserem Vorhaben erlebten, planten wir zuerst nur ein halbes Jahr in Australien Geld zu verdienen und ein wenig das Englisch aufzupeppen. Ein paar Wochen spaeter haben wir entschieden, dass wir alles verkaufen und versuchen werden „auszuwandern“. Ob es Australien wird, oder dieses Land nur eine Zwischenstation sein wuerde, das wussten wir nicht. Fakt ist, wir hatten nichts zu verlieren und wollten einen neuen Lebensweg ausprobieren. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Gluecksmomente, Freiheit und keine Huerden

Tatsaechlich verlief bisher alles nach „Plan“ (insofern wir ueberhaupt einen hatten) und das Glueck ist stets an unserer Seite. Wir haben wunderbare Menschen kennengelernt, eine Art Familie gewonnen, einen gut bezahlten Job gehabt, sind sehr sehr viel umhergereist…es schnuppert alles nach Freiheit. Irgendwie ist es so viel einfacher als in Deutschland. Ende Juni bekomme ich sogar ein Jobangebot fuer Boehringer in Sydney, im Head Office. Den gesamten Juli sind wir in den Norden und durch’s Outback gereist…es war wunderschoen.

verloren in Sydney

Wir haben unser bisher verdientes Geld fast vollstaendig aufgebraucht (3.000km Fahrt, Attraktionen, Essen, neuer Reifen,…) und kommen ziemlich entspannt am 28. Juli in Sydney an. Wir haben keine Lust auf eine Grossstadt, wir wissen noch nicht wie viele Stunden ich ueberhaupt bei Beohringer arbeiten kann, wir wissen nicht ob Marco einen Job bekommt, wir haben noch keine feste Unterkunft und wir haben wenig Geld, denn das deutsche Konto wollen wir nicht anruehren. Mir gehen all diese Tatsachen durch den Kopf – und Marco auch – und es ist das erste Mal, dass wir unter enormen Druck stehen. Bisher haben wir auf Online-Bewerbungen, welche Marco schon vor Tagen sendete, keine Antworten oder nur Absagen bekommen. Das ist sehr ernuechternd. Ich fuehle mich fuer ihn verantwortlich, immerhin war ich der Ausloeser fuer unsere „Auswanderung“. Der in mir steigende Druck, die nervige Angelegenheit in einer Grossstast im Auto zu schlafen, um Geld zu sparen, die Ungewissheit und einfach alles kommen zusammen. Jegliche Anlaeufe zwecks Housesitting, Couchsurfing und co. gehen ins Leere. Ich habe extrem schlechte Laune, Selbstzweifel, zu wenig Raum und bin ueberfordert. Allein auf eine SMS zu antworten ueberfordert mich. Eine Minute habe ich gute Laune und schaue mit Marco nach Jobs, die naechste Minute bin ich nicht ansprechbar und kann die Worte „Geld“, „Job“ nicht mehr hoeren. Ich fuehle mich fehl am Platz.
Das war der erste Moment, in dem ich mich gefragt habe: Wieso sind wir hier? Ist das alles ein Fehler?

Mir war klar: Zusammenreissen und systematisch alle Probleme loesen und einfach loslegen…doch ich konnte nicht. Was ich brauchte ist ein fester Ort…mit Tisch, mit eigenem Bad, mit Schraenken…mir war egal was es kostet. Ich habe es satt auf „kostenlose Ubernachtungen“ wie Couchsurfing oder Housesitting zu warten bzw. darauf angewiesen zu sein. Die Tatsache, dass man Angst hat keinen Job zu bekommen und umsonst hier ist, oder Marco nichts findet und resignieren koennte, war bedraengend. Doch irgendwo musste neue Kraft ud Motivation her. Also haben Marco und ich am 30. Juli beschlossen uns in eine Art Hotel/ Hostel einzubuchen. Eine Woche in netter Behausung wartete auf uns.

was Freiraum und eine Basis wert ist

Es ist erstaunlich was der Geist mit uns veranstaltet. Keine 15 Minuten nachdem wir eingecheckt haben, ging es mir soo gut. Meine Energie war zurueck und das nur, weil es eine Basis gibt. Dieses Gefuehl, einen Schreibtisch zu haben, sich ausbreiten zu koennen … es faellt mir einfach schwer „vernuenftig“ arbeiten zu koennen, wenn ich keinen ordentlichen Platz hierfuer habe. Den habe ich nun. Wie einen einfache Dinge innerhalb von Minuten den gesamten „Glueckszustand“ veraendern koennen.

Hochphasen, Tiefphasen, Ernuechterung, Hoffnung…

Wir fuhren motiviert zu einer deutschen Baeckerei, welche uns empfohlen wurde und hoffen, dass Marco einen Job bekommt. Als wir dort ankamen, ziehen allerdings wieder Wolken auf, denn es wurde vor zwei Tagen jemand Neues eingestellt. Wir waren zu spaet. Marcos Euphorie loest sich in Luft auf. Wir gehen zu einer anderen empfohlenen Filiale, doch die Filialleiterin ist nicht mehr da. Super, wir sind durch die ganze City gefahren, haben knapp 6 Euro fuer’s Parken ausgegeben und es hat nichts gebracht. Wir beschliessen naechsten Morgen wiederzukommen.
Am 31. Juli stehen wir 10.30 Uhr auf der Matte und die Leiterin Mel ist da. Sie teilt uns mit, sie haette erst Montag jemand Neues eingestellt. Ernsthaft? Sie ruft in einer anderen Filiale an doch diese ist ausgeschoepft. Marco und ich sind enttaeuscht. Mel ueberlegt etwas laenger und ueberlegt Marco woanders unterzubringen, oder eine andere Position in ihrer Filiale zu schaffen. Sie wuerde sich am Montag melden. Bis dahin heisst es warten…

Ich frage mich: Was ist, wenn Marco keinen Job bekommt und ich eventuell nur wenige Tage? Reicht das Geld? Will ich denn Vollzeit bei Boehringer arbeiten? Was wollen wir ueberhaupt? Nach einer ganzen Weile sage ich zu Marco, dass wir uns daran erinnern muessen, weshalb wir hier sind. Wir sind hergekommen, um Neues auszuprobieren; um herauszufinden, wie man ohne Planung und mit wenig Geld leben kann. Wir wollen uns jeden Tag neu ueberraschen lassen. Dass es auch mal weniger sichere und weniger angenehme Tage geben wuerde, war zu erwarte. Kein Grund an allem zu zweifeln.

Bisher hatte sich bei uns alles unerwartet ergeben – und es war immer besser als erwartet. Wir muessen nur daran glauben, dass es diesmal auch so sein wird. Um fuer alles gewappnet und flexibel einsetzbar zu sein, entscheiden wir uns dafuer, eine akkreditierte Baristaausbildung zu machen und zwar gleich uebermorgen! Weiterhin halten wir uns den Plan einer White Card (fuer Arbeiten auf Baustellen) und einer Blue Card (Verkehrs Controller) fuer Marco offen, um auch dort Wissen zu erlangen. Niemals haetten wir das in Deutschland getan.

2. Juli – und wieder hat sich das Glueck gefuegt

Wir haben heute von 10 – 16.30 Uhr ein sehr intensives Barista Training absolviert und so viel Motivation und Energie wie lange nicht mehr. Was auch immer mit dem Baeckerjob oder mit Boehringer passieren wuerde, wir haben einen Backup-Plan und das fuehlt sich gut an. Beladen mit massig neuem Wissen fahren wir „nach Hause“ und fantasieren ueber Kaffee-Jobs. Und dann kam wieder der Schicksals-Zug angefahren: Das Handy klingelt eine Stunde spaeter und guess what? Marco hat morgen ein Probearbeiten in der Baeckerei! Drueckt ihm die Daumen.

Haben wir uns vorgestellt in Sydney zu landen? Moeglicherweise in einer deutschen Baeckerei in Australien zu arbeiten? Eine Barista Ausbildung zu machen? Weiss Gott nicht! Doch genau das ist ja das Spannende…es kommt immer anders als erwartet. Doch was letztendlich zaehlt ist doch nur eins: Es funktioniert, es bezahlt, es ist eine neue Erfahrung, es oeffnet neue Tueren und am Ende waren fast alle Selbstzweifel umsonst.

Hoert nicht auf Zweifel

Egal wie viele von Euch diesen Schritt gewagt haben, Deutschland zu verlassen, und das Gefuehl haben zu scheitern: Ruft euch ins Gedaechnis wieso ihr hier her gekommen seid. Wir vergessen es manchmal und fallen in „deutsche Muster“ zurueck, welche nicht hier her passen. Einige in Deutschland werden sich fragen: „Wie jetzt? Und deshalb sind die nach Australien gegangen? Um Kaffee zu machen?“ Was auch immer wer denkt, no worries! Alles was gluecklich macht und neue Tueren oeffnen, ist perfekt. Es gibt so vieles, was man machen kann, wenn man es will und sich vor allem bewusst macht, wie viel es tatsaechlich gibt! Wer sagt denn eigentlich, dass ihr Manager sein muesst, um gut leben oder gluecklich zu sein? Ich finde man beschaeftigt sich viel zu oft damit, Anderen zu imponieren. Das ist Verschwendung, da es kurzlebig ist.

Auch wenn wir zurueck gehen sollten: Wir haben neue Skills, Boehringer koennte sogar ein Sprungbrett in Deutschland sein. Wer weiss?

Und was habt ihr hier Neues ausprobiert? Hoechstwahrscheinlich ist Einiges davon ein grosses Asset, falls/ wenn ihr zurueck nach Europa geht! 

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durch Queenslands Outback – Tag 4

16. July – neuer Reifen, neues Glueck…

Nachdem wir am Morgen ausgiebig gefruehstueckt und geduscht haben, machen wir uns auf den Weg zu Julie. Der Reifen ist zum Glueck angekommen und innerhalb von Minuten haben wir nicht nur einen neuen Reifen montiert, sondern sind auch knapp 200$ losgeworden…Hachja.

Julie hat uns waehrenddessen viele Tips gegeben hinsichtlich der Sehenswuerdigkeiten in der Region. Die Stockman’s Show kann sie empfehlen und wir sollen unbedingt zum Starlight Lookout fahren. Am besten zum Sonnenuntergang und dann sollen wir doch einfach gemuetlich dort uebernachten. Das klingt doch nach einem guten Plan. Da uns das Kuehlwasser-Problem keine Ruhe laesst, fragen wir zu wem wir fahren koennten, um es checken zu lassen. Ein Mitsubishi Haendler ist direkt um die Ecke. Dort fahren wir anschliessend hin und zusammenfassend laesst sich sagen: Wir haben zu viel Kuehlwasser im rechten Behaelter und keiner weiss weshalb. Erst einmal sollen wir es beobachten. Na dann…

Am fruehen Abend fahren wir in Richtung Starlight Lookout, bepackt mit einer Flasche Wein und Abendessen. Von Longreach faehrt man etwa 60 km, davon 45 km Gravel Road – schon wieder! Hoffentlich bleiben dieses Mal alle Reifen heil. Marco faehrt unheimlich angespannt und wir hoffen, dass alles gut geht. Aufgrund der Tatsache, dass wir mit gerade einmal max. 60 km/h umhertuckeln, brauchen wir 1 Stunde 15 Minuten zum Lookout. Wir fragen uns zwischendurch sogar, ob sich der weite Weg ins Nichts lohnt.

Dort angekommen, stellen wir sehr sehr schnell fest: Und ob es sich lohnt! Wow, wir sind absolut im Nirgends…die Strasse existiert bei Google und in Atlanten nicht einmal und es ist wunderschoen! Der Huegel ist die einzige Erhebung weit und breit und der Ausblick dementsprechend erstklassig. Hier oben sieht man erst einmal, welch Ausmass die Duerre hat und wie riesig das Outback ist. Egal wohin wir schauen: Wir sehen nichts. Kein Lebenszeichen, keine Siedlungen…rein gar nichts. Wunderbar.

Wir haben einen unglaublichen Abend. Auf dem einzigen „Berg“ (oder wohl eher Huegel) haben wir bei Sonnenuntergang gesessen. Mit einer heissen Suppe, einer Flasche Wein und mit einem Blick zum Himmel mehrten sich von Minute zu Minute die Sterne.

 17. July – Dinner unter Sternen

Wir wachen gegen 7 Uhr auf und genau vor unserer Nase klettern Bergziegen auf den Berg und Kaengurus huepfen durch die Gegend. Wie genial! Ich habe das grosse Verlangen noch etwas liegen zu bleiben und zu beobachten, wohingegen Marco seine Laufschuhe anzieht und davon rennt. Wer kann schon von sich behaupten mitten im Outbback joggen zu gehen, hm? Mir sind 5 Grad zu kalt zum Laufen, aber Marco hat durchhgehalten. Anschliessend kochen wir Fruehstueck und fahren zurueck nach Longreach. Wir haben also wieder etwa 60 km vor uns, davon sind 45 km Schotter- und Sandpiste. Da wir ja vom Vorabend wissen, dass wir definitiv 1 Stunde brauchen werden, denn noch einen Reifenschaden wollen wir nicht riskieren, fahren wir kurz vor um 9 Uhr los. Immer wieder stehen einzelne Kaengurus am Wegrand, huepfen ueber die Strasse oder es stehen ganze Familien in der Duerre und beobachten uns, das Fremdobjekt  im Outback.

Gegen 10 Uhr kommen wir an der Caltex Tankstelle an, duschen und fahren anschliessend zur Stockman’s Hall of Fame herueber. 11 Uhr beginnt die Stockman’s Show und gleich zu Beginn haben Marco und ich einen grossen Lacher.Die Show ist seine 20$ wert. Man lernt im Schnelldurchlauf, welche Rolle Pferde in der Rinderzucht spielen und welche Typen es gibt. Ausserdem lernt man vom Ablauf dieser Arbeit und weshalb Hunde so wichtig auf der Farm sind. Die Stockman’s Show ist ein Mix aus Lachen, Staunen und Lernen. Ich finde es echt faszinierend, wie gut der Stockman und seine Pferde einander verstehen. Fast alles geht ueber Zeichensprache oder Koerperbewegungen.


Etwa 12 Uhr ist die Show beendet und wir beschliessen uns noch einmal in der Local Bakery ein Sandwich zu bestellen, denn es war wirklich gut. Kurz nachdem wir losfahren bemerkt Marco: „Du irgendwie ist die Temperaturanzeige nicht mehr in der Mitte.“ „Wo ist sie denn?“ „Naja zwischen Mitte und Rot.“ „Echt jetzt? Ohje.. dann lass uns vielleicht doch noch mal bei Mitsubishi anhalten und dem Mechaniker zeigen, dass es sich jetzt doch geaendert hat.“ „Ja ist glaube ich besser.“ 1 Minute spaeter: „Okaaay… jetzt ist der Zeiger im roten Bereich! Ich gebe einfach kein Gas mehr.“ „Wie du gibst kein Gas mehr? Wir muessen zu Mitsubishi! Hilft ja nichts. Es sind doch nur noch paar Hundert Meter.“ Wir fiebern und hoffen, dass wir einfach nur ankommen. Wir kommen an. Als wir mit dem Mechaniker sprechen, sagt er uns, dass sich das gar nicht gut anhoert. Es koennten mehrere Sachen sein. Zwischen 1.500 und 3.000$ koennten auf uns zukommen. Marco und mir rutscht das Herz in die Hose. Wir schauen uns an und koennen es nicht fassen, dass wir jetzt solch ein Pech haben sollen. Meine Prozessoren im Kopf laufen auch Hochtouren und ich kalkuliere alles durch. „Ich kann es nicht sagen, bevor das Auto untersucht wird.“ „Okay, koennen Sie es sich anschauen?“ frage ich verzweifelt. „Wir sind bis mindestens Dienstag oder Mittwoch ausgebucht.“ „Wo koennen wir sonst hingehen? Sie kenne sich doch am Besten aus. So koennen wir nicht weiterfahren, richtig?“ „Nein, so koennt ihr auf keinen Fall weiterfahren, der Motor ueberhitzt.“ „Unser Plan war, heute bis Emerald weiter zu fahren. Wir muessen Anfang August in Sydney sein. Wir haben noch fast 2.000 Kilometer vor uns“, sage ich. Er verschwindet in der Garage und waehrenddessen sage ich zu Marco: „Dann bleiben wir bis Mittwoch und Hervey Bay faellt aus, ist egal.“
Was machen wir denn dann? Die 2.000$ waren dann wohl doch kein so gutes Schnaeppchen insgesamt…Wieso muss so etwas jetzt passieren? Mitten im Outback. Zu Not muss ich ersteinmal nach Sydney fliegen. Was ist dann aber mit all unseren Sachen? Investieren wir dann die schlimmstenfalls 3.000$, oder kaufen wir ein neues Auto? Wer sagt, dass beim naechsten Auto nicht etwas aehnliches geschieht? Niemand. Auf unserem Konto haben wir noch genuegend Geld, aber 3.000$ wuerden ein riesiges Loch in unser Erspartes graben. Thailand fuer Ende des Jahres ist geplant und wir koennen jetzt nicht einfach 3.000$ verlieren. Mir ging so unglaublich viel durch den Kopf.
Was machen wir jetzt? Verdammt…
In dem Moment kommt der Mechaniker wieder und sagt, dass er schnell mal unter die Motorhaube gucken will. Er oeffnet das Ventil vom Kuehlwasserbehaelter und Dampf kommt heraus. In einem Behaelter ist zu viel Wasser, der andere grosse Tank ist bis auf den letzten Tropfen entleert. „Gar nicht gut“, sage ich. „Nein, das ist nicht gut“, sagt der Mechaniker und laeuft zurueck in die Garage. „Verdammt wo geht das ganze Wasser hin…“, fluche ich. „Wenn das so viel Geld kostet, koennen wir uns gleich ein neues Auto kaufen“, sagt Marco resigniert. „Nun warte doch erst einmal ab. Davon abgesehen, kann es jeden Tag passieren, dass das Auto aufgibt. Es ist 21 Jahre alt. Wir haben fuer 2.000$ und 2.500 bereits gefahrene Kilometer verdammt viel Glueck gehabt.“ Mit einer Kanne gefuellt mit Wasser kommt der Mechaniker zurueck und fuellt den Wassertank auf. Er laesst den Motor laufen, testet ein paar Sachen und sagt „Wir muessen herausfinden wohin das Wasser verschwindet.“ Er nimmt ein Ventil mit in seine Garage und testet offenbar den Druckausgleich oder so. Wir warten 15 Minuten und dann kommt er wieder. „Das Ventil scheint nicht mehr intakt zu sein. Wir muessen es ersetzen und schauen, ob es daran liegt.“ „Alles klar“, sage ich und wir hoffen, dass es nur das Ventil. Was auch immer das kostet. Nachdem er das Ventil aufgesetzt hat, macht er mit mir eine Testfahrt und sagt: „Ihr habt solch ein Glueck. Unglaublich, dass es nur dieses Ventil ist. Ihr koennt weiterfahren und alles sollte in Ordnung sein!“ Ich kann nicht fassen, dass das Glueck auf unserer Seite steht – wieder einmal. Es haette fast das 200-fache kosten koennen. Das Ventil kostet 15$. Wir geben ihm Trinkgeld und bedanken uns zum vierten Mal.

Wir hatten solch ein Glueck! Genau 2 km nachdem wir Longreach betreten haben, ist der Motor ueberhitzt. Es haette auch frueher passieren koennen…irgendwo auf der Strasse zum Starlight Lookout. Aber das ist es nicht und dafuer sind wir massig dankbar!

Veröffentlicht in Australia

durch Queenslands Outback – Tag 3

15.July – eine Fahrt durch’s „Death Valley“

Nur zwei Autos sind sind bis morgens 6.30 Uhr an uns vorbei gefahren. Wahnsinn. Hinzu kommt, dass Hauptsaison ist. Wir moechten uns gar nicht vorstellen, was gewesen waere, wenn mehr als 1 Reifen gelatzt waere. Haette man uns gefunden? Nun, wir haben genuegend Trinken und Essen fuer 5 Tage, aber im Hochsommer bei 40 Grad ist das sicherlich kein Zustand, den man sich wuenscht. Wir stehen noch vor 7 Uhr auf – ich kann es kaum erwarten, denn es ist sooo kalt. Als erstes gehen wir duschen und danach bringen wir in Erfahrung, ob die Werkstatt in Hughenden unsere Reifen hat. Natuerlich nicht. Waere ja auch zu einfach gewesen. Gegen 9.30 Uhr machen wir uns auf den Weg nach Longreach. Es warten dieses Mal 400 km geteerte Strasse auf uns. Die Landschaft hat sich geaendert: Es gibt nur vereinzelt Baeume, wenn uberhaupt. Wir sehen eine Menge Cassowaries, die wir im Regenwald nie zu Gesicht bekommen haben.

Sehr traurig ist der Strassenrand. Er ist umsaeumt mit toten Kaengurus. Alle 50-100 Meter liegt ein weiterer Kadaver. Manchmal sogar 4 innerhalb von 50 Metern. Von Baby-Wallabies bis hin zu wuchtigen Kaengurus, alles tot.

Auf 400 km sind das fast 4.000 Tiere. Mit Ausnahme von ein paar Kilometern, wo keine Tiere liegen, sind es realistisch 3.500. Es ist wirklich traurig. Dieser Anblick erinnert mich an ein Death Valley (Todestal). Ich habe in den ersten Wochen oft Traenen in den Augen gehabt, als ich tote Kaengurus sah, mittlerweile bin ich einfach nur noch traurig. Bei dieser Anzahl hier koennte ich fortlaufend heulen. Als wir gerade nach unserer Mittagspause das Fenster geoeffnet haben, lag Kadavvergeruch in der Luft. Ist es so schwer bei 100km/h zu bremsen?

Diese Frage wird mir in Longreach noch am selben Tag beantwortet: Ja. Denn sie sind einfach zu schnell. Nunja, darueber laesst sich sicher streiten. Viel trauriger ist die Tatsache, dass es seit 10 Jahren nicht mehr so viele tote Kaengurus gab. Die Duerre haelt nun fast seit 3 Jahren an. Anstatt 300mm im Jahr fallen in Longreach -wenn ueberhaupt- 100mm im Jahr. Dies hat dazu gefuehrt, dass mehr als 3/4 der Farmer ihre Rinder verkaufen und das Geschaeft aufgeben mussten. Weiterhin sind viele junge Familien weggezogen – als aussichtslos sehen sie die Situation an. Das bisschen Regen, was faellt, fuehrt dazu dass das Gras am Strassenrand waechst. Aus diesem Grund befinden sich fast alle Kaengurus am Strassenrand und suchen verzweifelt nach ein oder zwei gruenen Grashalmen. Viele sind so schwach, dass sie am Strassenrand umfallen, oder einfach ziellos ueber die Strassen huepfen und Autos gar nicht wahrzunehmen scheinen. Sehr, sehr traurig. Die Kaengurus kommen mittlerweile sogar am Abend und sogar vereinzelt am Tag in die Stadt, um Gras zu finden, und riskieren von weiteren Autos ueberfahren zu werden. Als mir die Dame die Situation erklaert, frage ich, ob denn das Wasser vom „Artestian Basin“ unterhalb der Erde, welches enorm gross ist, nicht ausreichen wuerde, um zu Bewaessern? Das grosse Problem liegt darin, dass zu viele Sulfate und andere Metalle im Wasser enthalten sind, welche das Wachstum der Pflanzen schlicht nicht foerdern. Es kann zwar nach Behandlung getrunken werden, doch wachsen tut einfach nichts. 

Etwa 15 Uhr erreichen wir Longreach. Unser erster Stopp ist in der Touristeninformation, wo wir massig Material bekommen und ein sehr gut strukturiertes „Programm“- bzw. „Sightseeing“ Heft erhalten. Ausserdem fragen wir, wo wir Decken kaufen koennen und wo es einen Reifenhaendler gibt. Wir machen ein Schnaeppchen bei Target und haben endlich wieder warme Naechte! Doch eins ist noch zu klaeren: Bekommen wir hier einen passenden neuen Reifen fuer unser Auto?

ein teurer Spass

Eine nette Frau namens Julie beraet uns und leider muss auch sie gestehen: Sie haben keinen Reifen vorraetig. Mensch und das obwohl massig Pajeros unterwegs sind. Wir waegen alle Moeglichkeiten ab und letztendlich ruft sie ihren Lieferanten in Rockhampton an, um uns noch einen Reifen zu bestellen. Wenn wir grosses Glueck haben, ist der Reifen schon morgen frueh da. Wenn wir Pech haben, erst Freitag morgens. Das waere auch noch ertraeglich. 190$ wird uns der Spass kosten…na herzlichen Dank liebe Gravel Road. Julie ist echt wahnsinnig nett und reisst sich beinahe schone in Bein aus, um uns eine gute Loesung zu finden. Ausserdem hat auch sie deutsche Wurzeln und ihr Sohn lebt in Kingaroy! Na welch ein Zufall! Wir verabschieden uns uns kommen morgen frueh wieder.

zu Besuch und zum Greifen nah

Tatsaechlich ist am Abend das eingetreten, was uns bereits am Nachmittag erzaehlt wurde: Die Kaengurus sammeln sich in mehreren Gruppen, um das wenige gruene Gras in der Stadt zu verzehren. Ein wildes Kaenguru wuerde niemanden auch nur in seine Naehe kommen lassen. Diese Kaengurus jedenfalls waren so verhungert, dass sie sich auch nicht verscheuchen lassen, wenn man direkt neben ihnen steht. Sie haben einfach keine andere Wahl.

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durch Queenslands Outback – Tag 2

14.July leere Schluchten & erste Panne in Dunkelheit

Ich erwache gegen kurz nach 6 Uhr und waehrend Marco noch versucht zu doesen, beobachte ich den Sonnenaufgang und von Minute zu Minute scheinen immer mehr Voegel aus ihrem Schlaf zu erwachen. Ich kann es kaum erwarten aufzustehen.
Es ist immer noch arschkalt, es ist also Zeit fuer einen Tee und Kaffee. Nach etwa 30 Minuten fahren wir weiter in Richtung Hughenden. Bei ungefaehr 3/4 der Strecke biegen wir in den Procupine National Park ab. Hier soll es einen grosses Bergsee bzw. Bach geben, also folgen wir dem steinigen, steilen Pfad fuer etwa 1 km zu Fuss. Ich erahne welch grosse „Schlucht“ vor uns liegt und Tatsache: Es ist riesig! Die Felsformationen sind wunderschoen und immer wieder entdecken wir riesige Loecher. Doch es ist alles so trocken. Der Fluss/Bach ist nur rund 10-20 cm gefuellt, die Loecher sind vollkommen trocken. Man kann nur hoffen, dass in der Regenzeit alles aufgefuellt wird. Ein Teil des Baches ist jedoch noch recht gut gefuellt und hier tuemmeln sich sogar ein paar kleine Fische und ein paar Beachboys, die sich in der Sonne aalen.


Der Weg zurueck war etwas anstrengender, denn nun durften wir den Kilometer „hochklettern“. Nur 5 km von der „Procupine Gorge“ entfernt, befindet sich ein weiterer Ausblick und dieser entfaltet die Gesamtheit des eigentlichen Naturwerkes.

Die geteerten Strassen nach Hughenden waren immer wieder unterbrochen durch „Gravel Roads“, also Sand- bzw. Kiesstrassen. Was anfangs spassig war, entpuppt sich durch die Spurrillen jedoch immer mehr zu einer nervigen Angelegenheit. Hughenden selbst war wahnsinnig klein. Ich frage mich einfach was die Menschen hier so tun. Ich sehe im Umfeld keine Rinder, welche auf Farmen hindeuten. Es gibt zwei Mini-Supermaerkte, einen Fleischer, 4 Tankstellen, paar Caravanparks, einen „Bahnhof“, eine winzige Touristeninformation und nicht viel mehr Aufregendes. Der Flinders River (Fluss) ist trocken – staubig trocken. Das soll in der Feuchtphase wieder aufgefuellt werden? Schwer zu glauben. Fuer 2$ (oder man tankt einfach) kann man in der BP Tankstelle eine heisse Dusche nehmen, was wir auch tun, und anschliessend machen wir einen Halt in der Touristeninformation. Wow, es gibt wirklich nicht viel was man hier unternehmen kann. Die „Stadt“ hat man innerhalb von 10 Minuten vollstaendig abgefahren. In der Naehe gibt es den Mount Walker mit tollem Ausblick. Den werden wir auf der Weiterfahrt in Angriff nehmen! Doch bis dahin gibt es erst einmal ein wunderbares Mittag in der Sonne und ein anschliessenden Spaziergang am trockenen Flinders River, wo Marco und ich wieder einmal einen richtig coolen Sportpark finden!


Etwa 16 Uhr fahren wir in Richtung Muttabarra weiter. Die Strasse soll zum Grossteil „Gravel Road“ sein, na dann! Bis zum Mount Walker ist alles geteert und die Dame in der Touristeninformation hat nicht gelogen: Der Ausblick ist wirklich schoen. Man kann erahnen wie endlos das Outback ist. Weit und breit sieht man nichts ausser Land und Hughenden.

Das einzige Problem, welches wir haben ist: irgenwie „laeuft unser Auto aus“? Wieso ist gerade literweise Kuehlfluessigkeit ausgelaufen? Hm, wahrscheinlich hat das irgendwas mit Druck zu tun…wird schon nichts Schlimmes sein…oder?


Die Sonne wird in etwa 1 Stunde untergehen und langsam faerbt sich der Himmel. Das letzte Auto ist uns vor etwa 10 Minuten entgegen gekommen und nun ist es mittlerweile 17 Uhr. Die 200 km nach Muttaburra werden wir nicht abfahren, sondern halten nach einer passenden Stelle zum Uebernachten Ausschau. Weit und breit nur Sandstrasse mit Spurrillen, und wenn es keine Spurrillen gibt, dann eben groessere Steine.

Erst 40 km haben wir zuruek gelegt. Und dann tritt das ein, was uns natuerlich nieeemals passieren wuerde: Es macht Peeeng! Wir sehen uns verwundert an und keine 20 Sekunden spaeter schlittert Marco ueber die Spuren. „Was ist los? Das fuehlt sich an als waere ein Reifen platt! Halt an! Schnell!“ Verdammt! Wir haben echt einen Platten…bis auf die Felge ist der gesamte Reifen geschrumpft. „Waere ja auch komisch gewesen, wenn das nicht passiert“ fluche ich. Ich schaue auf die Uhr und dann heruber zur Sonne. „Okay also wir werden es nicht schaffen den Reifen zu wechseln bevor es dunkel wird, denn die Sonne geht in ungefaehr 20 Minuten unter und dann wird es stockduster“ stelle ich verbittert fest. Wieso kann so etwas nicht bei Tag passieren? Waer wohl zu langweilig! Na prima…Wenigstens habe ich schon Raeder gewechselt und weiss noch wie es geht. Haette also schlimmer sein koennen. Innerhalb von einer Minute wirbeln Marco und ich im Kreis herum und suchen den Wagenheber plus Schraubenschluesel zusammen. Wir versuchen das Reserverad zu demontieren, doch der Schluessel klemmt im Diebstahlschloss und es ruehrt sich nichts. „Verdammt! Was ist das fuer eine Scheisse!“ Nach fast 20 Minuten loest sich endlich dieses nervige Schloss und wir koennen den Reifen loesen. Das naechste ist, dass der Wagenheber totaler Muell darstellt! Man kommt so schlecht an den Unterboden und wir sehen nach 2 Minuten schon aus wie Schornsteinfeger. Dass wir uns auf einer Sandstrasse befinden, macht die ganze Angelegenheit noch viel schlimmer, denn der Heber bohrt sich in den Boden, bis er ueberhaupt den Wagen anhebt. Wir beschliessen das Rad abzumontieren und so hoffentlich besseren Zugriff auf den Wagenheber zu haben. Hoffentlich rutscht das Teil jetzt nicht weg, sonst haben wir ein sehr sehr grosses Problem. Es dauert unglaubliche 30 Minuten, bis wir den Wagen auf der noetigen Hoehe haben. Dann geht alles ganz fix, denn nun muessen nur noch die Schrauben stets diagonal fest gezogen werden. Zum Glueck hatten wir uns den Jump Starter mit Kompressor vor 3 Wochen gekauft, denn so koennen wir den Reifendruck vom Reserverad anpassen. Es ist stockfinster und weit nach 18.30 Uhr, als wir endlich alles zusammen packen.

Mittlerweile lache ich mich schlapp und muss eingestehen, dass es ja irgendwie zu erwarten war. Wir haben in den vergangenen Wochen sooo viele Reifenpannen gesehen – irgendwann musste es uns ja erwischen. Es sei an dieser Stelle erwaehnt, dass seit 16.30 Uhr kein einziges Fahrzeug mehr auf unserer Strasse unterwegs war. Waehrend ich gerade diesen Bericht schreibe, ist es 21.30 Uhr und es ist immer noch keine Menschenseele hier entlang gefahren! Wir stehen hier nun am Strassenrand, halb auf dem Feld und duerfen am Morgen zurueck nach Hugehnden fahren, um ein Reserverad zu kaufen. So eine Sandstrasse ist schon ein teurer Spass…ein Reifen kostet naemlich zwischen 150 und 200$. Wir werden danach wohl eher die geteerten Strassen fahren ;-)

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durch Queenslands Outback – Tag 1

13. July – 18. July ..auf geht’s ins Outback

Wir haben fuer diese Woche einen Outback-Trip geplant, welcher uns durch das noerdliche Inland Queensland fuehren wird. Vom Outback fahren wir anschliessend nach Hervey Bay, um eine Waltour zu machen und danach geht’s zurueck zu unserer Gastfamillie nach Kingaroy. Wir wollen noch ein paar Tage mit Ihnen verbringen, bevor es fuer uns nach Sydney geht, um einen neuen Job anzutreten. Insgesamt liegen knapp 3.600km vor uns! Das wird eine lange Fahrt und wir hoffen, dass unser Auto uns weiterhin so verlaesslich den Weg bereitet.

Unsere Route
Ravenshoe – Mt. Surprise – Hughenden  – Longreach  – Emerald – Hervey Bay – Kingaroy – Sydney

Was braucht man fuer einen Trip durch’s Outback?
Wenn man vorhat ins Outback zu fahren, raten einem so ziemlich alle Reisefuehrer und oft auch Einheimische dies nicht allein zu tun. „Bildet Gruppen, fuer den Fall, dass ihr mit dem Auto liegen bleibt.“ Der zweite Tipp ist genuegend Wasser mitzunehmen, denn es gibt nicht ueberall Trinkwasser. Schliesslich befindet ihr euch im Outback, einer Region, welche durch Duerre, Wildvieh und 300km Nichts gekennzeichnet ist. Nunja, als Nichts wuerde ich es nicht bezeichnen, denn man sieht schon ab und an mal ein Auto, Baeume, Kuehe und Kaengurus. Wo ich gerade die groesseren Entfernungen erwaehne: Benzin. Es gibt in einigen Regionen alle 200km eine „Tankstelle“, bestehend aus einer oder zwei Zapfsaeulen, manchmal auch groessere Roadhouses. In manchen Regionen koennen schon einmal 400km und mehr dazwischen liegen. Daher ist wohl der wichtigste Punkt die Planung.
Wir haben uns eine Route gebastelt, bei welcher wir extra Tankreserven eigentlich nicht benoetigen sollten, daher bleiben unsere Kanister leer auf dem Dach liegen. Was genuegend Wasser angeht, beschraenken wir uns auf einen 10L Kanister und unsere 4-6 Wasserflaschen. Nachdem ich WikiCamps und Camp7 studiert habe, stelle ich fest, dass es immer mal irgendwo alle 100km ein WC, oder zumindest eine Haltebucht gibt. Auf unserer Strecke gibt es auch ein paar Roadhouses, wo man ueber Nacht stehen und eine Dusche geniessen kann. Wir durchfahren jeden Tag mindestens einnen Ort, in welchem wir Wasser und Benzin kaufen koennen, daher mache ich mir wenig Sorgen um Reserven. Kostenlos ist eine Dusche im Outback natuerlich nicht, aber dennoch hat fast jedes Roadhouse eine Dusche gegen kleines Geld. Wir werden sicherlich einige Naechte in Haltebuchten naechtigen und haben uns daher auch eine Solardusche dabei, welche wir mit 20L befuellen koennen, wenn es absehbar ist ins „Nichts“ zu fahren. Entgegen der „Gruppenbildung“ fahren wir dennoch alleine, da wir keine Zeit haben Reisende zu suchen und wenig Flexibilitaet besitzen, unsere Route abzuaendern.

13. July am „Mini-Niagara-Wasserfall“ vorbei ins Trockene

Wir beginnen in Ravenshoe und unser erster Stopp sind die Millstream Falls, welche von den Australiern auch sehr gerne als „Mini- Niagara“ bezeichnet werden.

Unser zweiter Stopp ist Mt. Surprise. Auf dem Weg dorthin sind die Strassen geteert, es herrscht maessig viel Verkehr. Bleibt man auf einer dieser Hauptstrassen liegen, wird man sicherlich spaetestens innerhalb einiger Stunden gefunden. Die Landschaft besteht aus groesstenteils ungezaeunten Wiesen mit massig Baeumen und Kuehen. Als gruen wuerde ich die Landschaft nun wirklich nicht bezeichnen, sondern eher als blassgruen bis goldig, da alles ziemlich trocken erscheint.

Ich begreife endlich, wieso immer wieder von anhaltender Duerre im Outback gesprochen wird. Ein Zustand , welcher auch innerhalb der eigentlichen Regensaison von Oktober bis Februar, allmaehlich zur Normalitaet wird und somit eine grosse Gefahr darstellt. Nicht zuletzt wegen Buschfeuer, sondern vielmehr, da es kaum saftiges Gras gibt, die Nahrungsgrundlage fuer Kuehe – einer der wichtigsten Einnahmequellen Australiens. Wir sind mit dem Gedanken nach Mt. Surprise gefahren, „Undara“ anzusehen. Es ist ein riesiger Vulkan Krater, der auf Bildern fantastisch aussieht. Dort angekommen stellen wir fest, dass man eine Tour buchen muss, welche 55$ pro Person kostet. Unglaublich. Das haben wir also ausfallen lassen. Was man auch vor Ort tun kann, ist Edelstein-Suche zu betreiben. Man kann sich fuer 30$ ein Kit ausleihen, um zu buddeln. Die Idee fand ich gut, bis ich gesehen habe, dass es 3 Buddelkaesten sind. 30$ ist angemessen, jedoch nicht fuer einen Sandkasten meiner Meinung nach. Fuer Kinder ist das jedoch sicherlich ein grosser Spass. Wir wandern also durch den Shop und stellen fest, dass man all die Edelsteine (Amethyst, Saphir, Rosenquarz etc.) sehr guenstig kaufen kann. Nunja, wir fahren zur Picnic Area unweit des Kraters und kochen unser Mitttag im Nichts. Diese Ruhe ist fantastisch.


Knapp 500 km liegen vor uns, um nach Hughenden zu gelangen. Ein Grossteil der Strassen ist wieder geteert (laaangweilig!) und wir fragen uns: Wann kommt die rote Piste? Wo bleibt der Spass? Wir warten ab!

Etwa 18 Uhr mittlerweile 40 km zurueckgelegter Sandstrasse, haben wir eine riesige Flaeche am Strassenrand gefunden und beschliessen hier zu schlafen. Keine Menschenseele. Und der Himmel! Ich versuche etwa 20 Minuten lang das perfekte Sternfoto zu schiessen, aber mangels grosses Stativ und aufgrund der eisigen Kaelte (es werden hier im Outback schon mal 1 Grad bei Nacht), gebe ich es dann auf.

durch’s Outback: Tag 2

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4 Wochen durch den Norden – 3

9. July – gruen, gruener, Daintree Forest!

Heute beginnt unser Regenwald – Abenteuer! Der Daintree Rainforest, welcher der wohl bedeutendste Regenwald Australien ist, soll die naechsten Tage unser Domizil sein. Cape Tribulation und den Bloomfield Track wollen wir erleben, doch dazu muessen wir die Faehre ueber den Daintree Fluss nehmen. Fuer den heutigen Tag haben wir uns Daintree Village vorgenommen und fuer morgen dann die Ueberfahrt in den wirklichen Dschungel.
Als wir nach gefuehlten 2 Stunden in Daintree ankommen, stellen wir fest: Hier ist nicht viel, ausser ein Cafe und etwa 3 Anbieter fuer Flussfahrten, um Krokodile zu sichten. Wir bleiben jedoch erst einmal nicht im Ort, sondern folgen der Stuart Creek Road, welche atemberaubende Ausblicke beschert. Oh man… die Natur ist einfach schoen.


Nach etwa 25 Minuten beginnt Privatgelaende, also fahren wir zurueck in den Ort. Man kann hier auch gute Walks machen, diese wollten wir jedoch eher um Cape Tribulation herum geniessen. Wir setzen uns an den Stuart River und essen Mittag – in einer Umgebung von der viele traeumen.


Etwa 17 Uhr stellt sich uns die entscheidende Frage: Wo schlafen wir heute? Es gibt Wonga Beach eine Tankstelle, welche Duschen hat. Wieso fragen wir hier nicht einfach, ob wir hier stehen bleiben koennen? Gesagt, getan! Offiziell ist „Wild Campen“ verboten, sagt die Dame, aber ihr ist es egal. Wir koennen uns dort hinten „verstecken“. Herrlich. Als Dankeschoen, steuern wir zum Umsatz dabei und bestellen uns jeder einen Burger. Einen Burger?! Wir haetten uns kurze Zeit spaeter am Liebsten dafuer geohrfeigt…aber er war wirklich gut (fuer einen Tankstellen- Burger).

10. July – mit der Faehre in eine andere Welt

Juhu! Es ist soweit. Heute betreten wir offiziell das Herz des Regenwaldes! Wir haben geplant, den Bloomfield Track nach Cooktown zu fahren, anstatt den Inlandweg zu beschreiten. Der Bloomfield Track ist jedoch eine reine 4WD (Allrad)- Strecke). Das heisst fuer uns: Den richtigen Reifendruck zu finden. Sandstrecken, Stein- und Schotterpisten erwarten uns angeblich. Nach etwa einer Stunde „Belesen“ finden wir heraus, dass wir etwa 20% reduzieren sollten, also auf rund 35 PSI.

Etwa 9 Uhr stehen wir an, um auf die Daintree Ferry gelassen zu werden. 14$ kostet die Ueberfahrt, 24$, wenn man auch zurueckfahren moechte. Nur 5 Minuten dauert die Ueberfahrt mit der Kabelfaehre.


Ich frage mich bis heute: Weshalb gibt es keine einfache Bruecke? Nunja, es wird seine Gruende haben. Wir verlassen die Faehre und stehen inmitten der riesigen Baeume.

Wie idyllisch. Man fuehlt sich wie abgeschnitten vom Rest der Welt. Das innerhalb von nur wenigen Minuten. Es gibt nur 4 oeffentliche Toiletten von hier bis Cape Tribulation. Wir haben uns in Daintree Village in der „Touristen Information“ eine Karte mitgenommen, auf welcher alles Existierende eingezeichnet ist (es ist nicht sehr viel ;-)) Nur eine Tankstelle (seeehr teuer) und nur wenig Moeglichkeiten zu Campen.


Wild Campen trauen wir uns hier auf gar keinen Fall – denn das wird teuer! Da man sich fuer Noah Beach vorher anmelden muss, fahren wir zur Jungle Lodge. 10$ pro Person kostet die Uebernachtung imm eigenen Auto/ Zelt. Wir haben, seitdem wir das Auto haben, noch nie etwas fuer Uebernachtungen gezahlt, aber okay. Wir stellen unser Auto ab und schauen uns unsere Anlage an. Die Camping-Kueche ist der Hammer! Von Mixer, Gaskocher, Kuehlschrank, Sandwichtoaster bis hin zur Mikrowelle gibt es einfach alles. Es gibt auch Waschmaschinen, einen sehr huebschen Pool und die Duschen/ WCs waren verhaeltnismaessig sauber. Fuer 10$ kann man sich nun wirklich nicht beschweren. Wir sind begeistert.


Den Rest des Tages sehen wir ins in der Umgebung um. Wir gehen am Strand spazieren und durchqueren den wunderschoenen Regenwald. Es ist absolut beeindruckend, wie der Wald direkt an den Strand heran tritt. Alles ist naturbelassen, nahezu unberuehrt. Dass es solche Orte noch gibt.


Wir lernen etwa weitere 4 Deutsche kennen, darunter 3 Berliner und ein Leipziger. Die Atmosphaere ist ziemlich Hostel aehnlich, aber diesmal im positiven Sinne. Wir tauschen uns aus, wer wo gewesen ist und wer was tut, wer arbeitet, wer nur reist, etc. Der Leipziger ist heute auf dem Mount Sorrow gewesen, dem hoechsten begehbaren Berg in der Umgebung. Er hat uns erzaehlt wie anstrengend der Aufstieg war und dass er mehrmals zwischendurch aufgeben wollte, es aber letztendlich doch durchhielt. Leider hat es sich nicht so richtig gelohnt, denn er sah nichts. Es war zu neblig! Wie schade… Mount Sorrow steht fuer uns morgen auf dem Plan. Wir sind gespannt, denn die Reisefuehrer sagen, man solle 6-7 Stunden einplanen. Die Rezeptionistin meinte 5 Stunden ist auch machbar, wenn man schnell ist. Der Leipziger hat rund 4 Stunden benoetigt. Das schaffen wir auch! Oder?

11. July – hartes Workout und fragwuerdige „Strassen“

Gerade als die Uhr 8 schlaegt, sind wir mit dem Fruehstuecken fertig. Voller Motivation und Tatendrang gehen wir zu Rezeption, um uns fuer den Walk einzuschreiben. Das verlangen sie mittlerweile von jedem, der den Walk machen will, da wohl einige nie wieder gekommen sind. Erst vor zwei Wochen haben sie einen Suchtrupp losgeschickt. Wie ermutigend…Sie fragt uns noch, ob wir zum Berg laufen oder fahren und wir schauen verwundert. Eigentlich dachten wir, der Eingang sei gleich hier? „3 km from here!“ Ah okay, naja egal wir laufen! Das klingt nach 7 km Bergwanderung plus 6 km Hin- und Rueckweg.
Die 3 km schaffen wir in etwa 25 Minuten und dann geht es auch schon los. Anstrengend ist eine Untertreibung! Der erste Kilometer nach oben war schon anstrengend, aber im Vergleich zum 3. Kilometer ein Witz!

Immer wenn wir denken: „So, dass muss der schwierige Teil gewesen sein“, kommt es noch schlimmer. Letztendlich haben wir uns an Seilen den Berg hinauf gezogen. „Wege“ kann man den Track naemlich nicht nennen.

Der Pfad war eine Kletterpartie zwischen, unter, auf und in Baumwurzeln. Es war wirklich anstrengend und zwischendurch hatten auch wir -wie der Leipziger- den Wunsch einfach aufzugeben. Die letzten 500 Meter veraendert sich die Vegetation schlagartig. Alles ist klitschnass, die Blaetter tropfen, der Boden ist unheimlich rutschig, alles ist fruchtig gruen und die Luft riecht suesslich feucht. Wir halten durch und als wir oben ankommen, werden wir dafuer belohnt. Der Ausblick ist super und man bekommt eine kleine Idee davon, wie gross der Regenwald sein wuerde. Wir ueberblicken einen grossen Teil des tropischen Herzstueckes…kaum zu glauben..wir sind hier…im beruehmten Daintree Forest.

Der Abstieg ist im Vergleich zum Aufstieg sehr schnell und in dem Moment, wo wir unten am Startpunkt ankommen, stellen wir fest, dass wir gerade einmal 3:25 Stunden gebraucht haben. Einschliesslich der 10 Minutem Pause am Gipfel und meinen Fotoaktionen. Wir sind beeindruckt und freuen uns wie kleine Kinder. Das war wohl das spassigste und tollste Workout ueberhaupt.

Gegen 12 Uhr sind wir also zurueck im Camp und duschen, essen Mittag und packen zusammen. Wir haben uns Sauerkraut und „Bratwurst“ verdient!

Kurz nach 14 Uhr machen wir uns auf den Weg in Richtung Cooktown. Wir fahren nicht den Inlandweg, sondern die 4WD (Allrad) – Strecke, den Bloomfield Track entlang der Kueste. Etwa 100 km liegen vor uns, davon sind rund 60 km Fluesse, extrem steile, extrem steinige oder loechrige „Strassen“ zu ueberwinden.

An manchen Stellen fragen wir uns, ob die Entscheidung daemlich war. Das kann doch fuer kein Auto gesund sein…Mit maximal 30km/h tuckeln wir den Track entlang und fragen uns, ob wir heute noch ankommen wuerden. Zwischendurch entdecken wir einen unglaublich schoenen Strand. Ich bin so beeindruckt. So naturbelassen und islosiert und friedlich…am Liebsten wuerde ich hier mein Zelt aufschlagen. Doch wahrscheinlich ist es nicht erlaubt. Und davon abgesehen, muessen wir noch heute in Cooktown ankommen, da Marcos Mama Geburtstag hat und wir endlich wieder Telefonnetz brauchen, um anrufen zu koennen. :-)

Kurz bevor wir Wujal Wujal erreichen, beginnt Teerstrasse. Der Ort ist winzig und irgendwie nicht zeitgemaess. Man hat das Gefuehl, man ist in einer anderen Welt, einer anderen Epoche nahezu! Die Gemeine besteht ausschliesslich aus Aborigines (Ureinwohner) und wir scheinen die Attraktion zu sein. Die Natur ist wunderschoen, aber die Haeuser etc. sind nicht zu vergleichen mit dem restlichen Teil der Ostkueste. Wir durchqueren den Ort und noch ein paar andere kleine Doerfer, die vom anderen Ende der Welt zu sein scheinen.

Kurz vor 18 Uhr kommen wir in Cooktown an. Ich dachte Port Douglas waere klein, doch Cooktown ist noch viel kleiner.

So, was machen wir jetzt? Wir fahren durch Cooktowns Strassen und machen uns einen Eindruck, von dem wo wir schlafen koennten und ob es eine Laundry gibt. Tatsaechlich. Direkt am Hafen ist ein kleiner Waschsalon und gegenueber sogar eine Dusche. Besser geht’s nicht. Wir schmeissen unsere Kleidung in die Maschine und stellen kurz nach Start des Waschgangs fest: Shiiit! Der Salon schliesst in 20 Minuten. Die Waschmaschine ist erst in 25 Minuten fertig. Viel schlimmer ist jedoch, dass wir noch den Trockner fuer etwa 30 Minuten nutzen muessen. Wir koennen schlecht mit nasser Waesche umherfahren. Grossartig. Punkt 18.30 steht ein kleiner staemmiger Mann in der Tuer und moechte abschliessen. Unserem verzweifelten und entchuldigendem Blick nach zu urteilen, bietet er uns an, dass wir einfach das Licht ausmachen sollen und „No worries!“…Puh…vielen lieben Dank. Knapp eine halbe Stunde spaeter verlassen wir den Salon mit frisch gewaschener und warmer Kleidung.


Nunja, da wir ein „kleines“ Hinweisschild finden, welches besagt, dass Campen in Cooktown und im Umkreis von zig Kilometern verboten ist, fahren wir etwas ausserhalb und schlafen (wie etwa 20 andere Camper auch) unweit des Flughafens im Gruenen.

12. July 

Die Sonne scheint, es ist warm, es gibt einen Sportpark und Duschen. Verdammt, es gibt einfach keine plausible Ausrede dafuer keinen Sport zu machen. So ein Pech aber auch…Nach dem Fruehstueck heisst es also ran an den Speck.

Ein paar Stunden bleiben wir noch in Cooktown, sehen uns um und schmieden Plaene. Heute machen wir uns auf den Weg in Richtung Outback. Zuvor muessen wir noch tanken, Essen einkaufen und unsere Route planen.

Etwa 13 Uhr fahren wir dann in Richtung Ravenshoe, der hoechstgelegenen Stadt (900 m) der Atherton Tablelands. 350 Kilometer, sprich 4 Stunden, haben wir zu bewerkstelligen. Mittlerweile ein Katzensprung fuer uns. Davon abgesehen, der Weg allein ist beeindruckend. Endlich noch einmal „sehen“ wir einen Teil der Tablelands.

Dort angekommen haben wir das Glueck fuer pro Person 5$ im Tall Timbers Motel & Caravan Park zu uebernachten – direkt an einem Bach mit allem was man braucht: heisse Duschen, Gruenflaeche, Laundry, Strom etc. Es  ist hier ziemlich frisch. Im Vergleich zum warmen Cooktown (25 Grad) haben wir nur noch 14 Grad.

Die Outback-Tour beginnt hier!

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4 Wochen durch den Norden – 2

5.July – eine Suende wert

Zum Glueck hat Marco in Richtung Atherton Tablelands eine Tankstelle mit kostenloser Dusche gefunden, der Tag ist also gerettet. Ich liebe das Reisen im Auto und Camping, aber ohne Dusche geht gar nichts. Ob warm oder kalt oder einfach nur Eimer fuer Eimer ueber mich schuetten…mir egal – hauptsache sauber. Frisch geduscht fahren wir also in die Berge und machen unseren ersten Stop in Millaa Millaa. Dies ist einer der hoechsten Orte in den Tablelands und es gibt eine unglaubliche Molkerei, welche jegliche Produkte organisch herstellt. Wir koennnen einfach nicht anders und bestellen uns zwei Suenden.

Hoechst zufrieden und mit schlechtem Gewissen wegen der Kalorienbomben, fahren wir weiter durch Atheron bis nach Mareeba. Ich habe mir mehr erhofft was die Aussicht angeht. Doch es ist so neblig, dass man kaum etwas sieht.

Noch vor Mareeba halten wir am Malanda Falls Visitors Centre an. Wow, wir haben noch nie so ein cooles Tourist Center gesehen. Soo viele Ausstellungen, interaktive Vulkan-Nachbildungen, etc. Es gibt hier auch zwei Walks, wovon wir einen machen und einen Haufen Schildkroeten sichten.

Es hat fast den ganzen Tag geregnet, doch in Mareeba scheint die Sonne. Irgendwie mag ich den Ort. Die Stadt ist klein, hat die wichtigsten Shops und ist umgeben von herrlicher Natur. Aehnlich wie Kingaroy. Da wir hungrig sind, kochen wir unser Abendbrot im Mary Andrews Garden und sitzen bis kurz vor Sonnenuntergang.

Wir nehmen uns vor, den naechsten Tag wiederzukommen. Den Rest des Abends setzen wir uns in den McDdonald’s und nutzen die Gelegenheit, um mal wieder mit den Liebsten Zuhause zu telefonieren und ein paar Informationen zu sammeln.

6.July – es gruesst das Kaenguru beim Jogggen

Der Mary Andrews Gardens ist wirklich toll.. mit Sportpark, BBQ, Spielplatz und perfektem Ausgangspunkt fuer einen guten Lauf. Von 10 Uhr bis fast um 13 Uhr machen wir Sport. Erst verausgaben wir uns an den Geraeten, welche mit eigener Koerperkraft arbeiten und ungeahnt super anstrengend sind. Danach gehen wir 6 km joggen. Ein paar Kaengurus begegnen wir, rennen an Passionsfruechten vorbei und werden von den Anwohnern motiviert – und ich habe bei 4 km einfach keeeinen Bock mehr! Ich will das Handtuch werfen – doch ich darf nicht. Also halte ich durch…und wieder einmal sind wir tierisch stolz auf uns.

eine Erlebnisdusche

Eigentlich war es unser Plan im WC mit der Solardusche zu duschen, doch unser Plan wurde durchkreuzt. Nachdem wir vom Joggen wiederkommen, ist de gesamte Parkplatz gefuellt und wir muessen uns etwas Anderes suchen. Gesagt, getan. Wir finden ein offenes Toilettenhaus im Nichts und koennen ungestoert „duschen“. Doch wir greifen zum Eimer und das war mit Abstand die lustigste Erfahrung, die wir in den vergangenen Wochen gemacht haben. Nackig stehen wir da und seifen uns ein und schuetten uns gegenseitig mehrere Eimer Wasser ueber den Koerper. Wenn ich daran denke, muss ich schon wieder lachen. Ich gebe zu, wir wuerden einfach alles dafuer tun mindestens einmal am Tag „duschen“ zu koennen!

Touristenhochburg

Motiviert und energiegeladen fahren wir nach Kuranda. Dieser Ort wird in den hoechsten Toenen gelobt. Als wir durch die Gaenge des beruehmten „Heritage Market“ spazieren, kommt uns ein Gedanke: Erinnert uns irgendwie an Nimbim (nur ohne Teenager, welche nach Cannabiskeksen suchen wuerden). Teuer und touristisch. Nicht schlecht, aber auch nicht allzu besonders. Nungut, wir beschliessen zur Touristeninformation zu gehen und herauszufinden, was man hier Schoenes machen kann. Schnell stellt sich heraus: Nicht viel ohne viele Moneten. Die historische Zugfahrt (wohl der schoenste Part) kostet ueber 60$, das Schmetterlingshaus knapp 20$ und alle anderen Attraktionen 20$+. Wir haetten noch einen kleinen Walk machen koennen, aber spektakulaer ist er auch nicht. Wir entscheiden uns abzureisen und in Richtung Cairns zu fahren. Nur eine gute halbe Stunde dauert die Fahrt.
Da wir Cairns schon ziemlich gut kennen, fahren wir zum altbekannten Botanischen Garten, wo Strom, WC und BBQs auf uns warten – achja und natuerlich 1 Million laestige fiese Sandfliegen. Doch dieses Mal sind wir vorbereitet und haben eine Menge Insektenrepellent dabei. Wir stellen fest, dass unser Platz am Freshwater Lake mittlerweile ziemlich gut besucht ist. Ein blonder Junge sitzt in einer Ecke mit seinem Laptop und Kopfhoerern, zwei Aborigines sitzen auf der anderen Seite des Pavillions. Eine Frau sitzt auf einer der Baenke und telefoniert. Wir suchen uns eine Steckdose und beginnen danach unser Abendbrot vorzubereiten. Immer wieder hoere ich, wie sich der eine Aborigine auf die Arme und Beine haut, um die Sandfliegen zu toeten. „Do you want some Repellent?“ „Yes that would be great!“ „Okay wait a second.“ Er sprueht sich ein und irgendwie entwickelt sich ein Gespraech, welches schon bald eine riesige Gruppenkonversation wird. Die Frau war Franzosin und mit ihrem Freund auf Reisen, die Aborigines sind aus verschiedenen Staemmen und der blonde Junge wurde von uns durchgefuettert, denn er hatte keine Unterkunft und schlaeft seit Tagen in einer Haengematratze in den Baeumen. Ziemlich traurig. Der Abend war super interessant. Wir haben einiges uber das Leben der Ureinwohner gelernt und die Atmosphaere war einfach mal wieder angenehm. Am Ende haben uns die Aborigines beide mindestens zweimal umarmt und wurden sentimental. Herrlich.

7. July – die Franzosen sind ja doch „ganz nett“

Es ist witzig. Als wir morgens zu unserer Picnic Stelle zurueckfahren, um zu fruehstuecken, trudeln die Franzosen auch wieder ein. Wir hatten wieder ein sehr langes Gespraech und ich bin echt beeindruckt, wohin sie ueberall gereist sind. Mit nur 6.500 Euro haben sie 1,5h Jahre Asien, Indonesien, Malaysia, Philippinen etc. bereist. Echt cool. Besonders die Philippinen haben mich interessiert, da sie auch auf unserem Plan stehen, genauso wie Bali.

Mein zuvor eher negatives Bild der Franzosen hat sich zum Glueck durch die beiden angenehmen Persoenlichkeiten gerichtet. Ich habe auch endlich mal eine Erklaerung dafuer bekommen, weshalb Franzosen zo unhoeflich wirken, wenn man versucht Englisch mit ihnen zu kommunizieren: Sophie meinte, dass das Englisch, welches sie lernen so schlecht ist bzw. schlecht beigebracht wird, dass die Franzosen lieber gar nicht reden, als sich zu blamieren. Es ist also keine „Ich weigere mich Englisch zu sprechen, lernt gefaelligst Franzoesisch!“ – Einstellung, sondern eine nachvollziehbare Angst sich zu blamieren. Ihr Englisch war uebrigens sehr gut, die Aussprache zwar gewoehnungsbeduerftig , aber das Vokabular sehr gut!

Auf nach Port Douglas

Nach dem Fruehstueck gehen wir duschen und dann wird es Zeit, dass wir uns auf den Weg nach Port Douglas machen. Gerade einmal 67 km ist Port Douglas entfernt, das entspricht einer knappen Stunde Fahrt auf dem Captain Cook Highway entlang der Kueste. Die Strasse erinnert mich ein wenig an die Ocean Road, da sie sich den Berg entlang windet und der Ausblick wunderschoen ist. Mit jedem zurueck gelegten Meter wird das Klima tropischer, die Baeume noch gruener. In Port Douglas angekommen bemerken wir, dass der Ort winzig ist. Der Strand ist wohl als einer der wenigen zum Schwimmen geeignet und offensichtlich auch gut zum Joggen. Es tuemmeln sich Wasserratten und Sportbegeisterte. Die „Esplanade“ ist sehr gepflegt und so wird sie zu unserem Essensplatz die naechsten 2 Tage.

Wir fahren den Ort ab, suchen spaeter nach einem Schlafplatz und entdecken eine wunderschoene Wohnhaussiedlung mit riesigem Park in der Oriole Street, elektronischem Toilettenhaeuschen , BBQ und Steckdose. Perfekt.

8. July – Sport ist Mord

Nachdem wir uns gekraeftigt hatten steht nun eins an: Sport! Marco und ich gehen joggen. Entlang der Promenande, in Richtung des Lookouts, den Berg hinauf …und das hat uns wohl das Genick gebrochen. Wir schaffen es noch zum Strand und joggen am Wasser entlang, doch nach insgesamt etwa 4 km mache ich schlapp. Meine Huefte laesst gruessen…wann bekomme ich endlich einen neuen jungen Koerper? Haha. Als Strafe fuer unsere (wohl eher meine) schlechte Kondition, haengen wir gleich noch ein TRX Training hinten dran. Fuer alle, die (wie wir) einen Laundromat in Port Douglas suchen: Es gibt keinen! Daher haben wir im Global Backpackers nett gefragt und uns in deren Waschraum eingenistet.
Frisch geduscht sind wir dann bereit den Ort zu erkunden und spazieren los. Diesmal erklimmen wir den Weg zum Lookout komplett, durchqueren danach den gesamten Ort, entlang der Macrossan Street (Einkaufspromenade) bis zum Hafen. Es gibt unglaublich schoene versteckte Haeuser und wir traeumen vor uns hin…eines Tages. Wir haben uns auch gleich eine Bar fuer heute Abend heraus gesucht, denn heute ist das 3. entscheidende Rugby Spiel zwischen Queensland und New South Wales. Lustigerweise stellt sich am Abend, als ich mit Rebecca telefoniere, heraus, dass sie und Brett vor 5 Jahren genau im gleichen Lokal sassen und genau das gleiche Spiel gesehen haben! Wir koennen es kaum glauben und freuen uns noch mehr. Wie wir es uns gewuenscht haben, hat QLD ordentlich eingeheizt und gewonnen! Welch ein Tag!

Unser morgiges Ziel ist Daintree. Danach ist das letzte Ziel der Kueste Cooktown. Weiter noerdlich werden wir nicht fahren – wenn auch gern wir es taeten… Doch wir haben vor, durchs Outback einen Teil der Strecke zurueck zu fahren und das benoetigt auch seine Zeit. Gute Nacht liebe Welt.

Hier geht es weiter zum 3.Teil!

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4 Wochen durch den Norden und Queenslands Outback

30. Juni – von Brisbane nach Rockhampton

Frisch gelandet aus Melbourne, geht es auch schon los in Richtung Norden. „Hauptsache ins Warme“ lautet unser Motto! Wir fahren direkt bis Rockhampton…also ueber 600 km und fast 7,5 Stunden Fahrt. Wir kennen uns in Rockhampton schon ganz gut aus und es ist wunderbar warm. Am Anzac Park gibt es hervorragende Toiletten, Waschbecken, BBQs und Steckdosen sowie saubere Tische – direkt am Wasser.

1.July – eine Nacht am Strand

Im Schnelldurchlauf machen wir uns losfahrbereit und begeben uns wieder ins Auto, diesmal geht es Richtung Mackay. Hier sind wir noch nicht gewesen und wir wuerden den Ort doch gern einmal gesehen haben. Zudem ist dies die Region, in welcher die Saisonarbeit wieder beginnt. Zuckerrohr (das groesste Business innerhalb von 400 km), Mandarinen, Bananen, Tomaten usw. werden hier zu grossen Teilen angebaut. Ganz bis nach Mackay fahren wir noch nicht, sondern naechtigen in Carmila Beach am Strand. Es gibt keine Facilitaeten, also sollte man 500 m von dort am Picnic Point das WC benutzen. Dafuer steht man direkt mit dem Blick auf’s Meer im Sand. Echt cool. Dadurch, dass der Spot kostenlos ist, ist er natuerlich auch gut besucht. Fuer einen „Platz in der ersten Reihe“ haetten wir wohl vor 18 Uhr da sein sollen.

2.July – von Mackay nach Bloomsbury

Nach einer guten Stunde kommen wir in Mackay an. Da wir bis heute noch nicht wissen, ob sich nun die Moeglichkeit ergibt, in Sydney den Job bei Boehringer im Head Quarter zu bekommen, wollen wir uns hier in der Region ein wenig umschauen zwecks Farmarbeit. Es gibt wirklich zahlreiche Farmen und Felder, soweit das Auge reicht. Wahnsinn. Mackay selbst ist gar nicht so gross, aber es gibt alles was man gebrauchen koennte: Coles, Woolworths, Kmart, Target, BCF, … . Es ist bruetend heiss in der Stadt, also beschliessen wir an den Strand (Shoal Point) zu fahren. Na super, hier ist es so windig, dass sich einem die Haare vor Kaelte aufstellen. Waeren wir doch zur Innenstadt-Lagune gefahren. Baden ist leider im gesamten Norden sowieso groesstenteils abgeraten, da Salzwasserkrokodile die Meere besiedeln. Ich habe zwar ehrlich gesagt noch nie eins gesehen (weder in Fluessen, noch im Meer), aber das ist wahrscheinlich auch gut so. Obwohl es doch mal ein etwas anderes Fotomotiv abgegeben haette!

Am Nachmittag waechset mein Verlangen nach „am Strand sitzen und nichts tun“. Mir faellt nur ein Ort ein, an dem das moeglich  ist: Dingo Beach. Marco mochte diesen Ort auch und es steht fest: Da fahren wir morgen hin! Damit wir auch den ganzen Tag geniessen koennen, muessen wir frueh da sein. Um 6 losfahren kommt fuer uns nicht in Frage, also durchforste ich WikiCamps und finde bei Bloomsbury eine BP Tankstelle, wo man nicht nur kostenlos uebernachten darf, sondern auch heisse kostenlose Duschen hat. Das klingt perfekt! Etwa 18 Uhr kommen wir an der Tankstelle an und suchen uns einen Stellplatz. Das war gar nicht soo einfach, denn die BP ist sicherlich kein Geheimtipp mehr. Es daemmerte und wir kochen unser Abendbrot und sehen uns um. „Habe ich da gerade ein Pferd gesehen?“ frage ich irritiert. „Ach Quatsch, war bestimmt irgendwas Anderes.“ Ich mache mir keine weiteren Gedanken.

3. July – Und dann stand ein Pony vor ihm

Naechsten Morgen kam dann der Lacher. Marco musste nachts wirklich dringend pullern und ihm blieben zwei Optionen: Der Baum zwischen uns und einem anderen Campervan oder der Waldrand 100 m von uns entfernt. Er entscheidet sich fuer den Wald. Er wollte sich gerade erleichtern, als ploetzlich ein Pony direkt vor seiner Nase stand. Erschrocken rennt er zurueck…es wurde doch der Baum. Ich konnte nicht anders als lachen und als wir uns umsehen, stellen wir fest, dass ein ganzer Circus auf unserem Parkplatz steht! Zwei lange Trucks mit verschiedensten Tieren und daneben das Pony und ein Lama usw.

Ankunft im Paradies

Mein absoluter Lieblingsort an der Ostkueste. Bis jetzt waren wir schon an einigen Orten, aber in Dingo Beach habe ich mich verliebt. Dieser Strand ist Idylle. Extrem ruhig, nur locals, Dusche, BBQ und ein traumhafter Anblick. Kein Surfrevier, da das Wasser aalglatt ist, keine Krokodile, ab und zu ein Rochen. Wunderbar. Wir bauen hier unser „Lager“ auf, indem ich mich am Strand breit mache und Marco haengt sein TRX Band am Baum auf und trainiert. Endlich mal ein paar Stunden nichts tun muessen und nur geniessen.


Gegen 13 Uhr beschliessen wir joggen zu gehen, obwohl es sicherlich 27 Grad sind und keine Wolke am Himmel Schatten spenden wuerde. Die knapp 6 km schaffe ich gerade so und bin maechtig stolz, denn irgendwie bin ich total aus dem Joggen ausgetreten. Auf dem Weg haben wir auch eine Schlange gefunden, leider tot. Am witzigsten war, dass uns die vorbeifahrenden Autos angefeuert haben. Haha. Welch Motivation. Wir geniessen den Tag bis fast 16.30 Uhr und wir haetten soo gerne dort uebernachtet. Doch leider war es nicht gestattet.

Wir fahren also weiter in Richtung Norden und schlafen in einem Camp am Strand in Toomulla Beach, etwa 170km von Dingo Beach.

4. July – Planschen in den Bergseen des Paluma National Parks

Heute steht etwas ganz Anderes auf dem Plan! Zum ersten Mal begeben wir uns auf den Weg zu einer der vielzaehligen Natur-Pools Australiens. Im Paluma National Park erwarten uns gleich zwei wunderschoene Berg“seen“: die Crystal Creek und die Paradise Creek. Kurz vor Ingham biegen wir also links ab in den Paluma National Park. Fast 19 km geht es bergauf und dann sind wir auch schon da. Das Wasser ist so klar und tatsaechlich sind es gleich mehrere Pools. Ich kann verstehen, dass hier viele baden gehen.


Nachdem wir fast eine Stunde dort verbracht haben und es Mittagszeit ist, fahren wir in Richtung Paradise Creek. Kurz vor dem Picnic Platz sehen wir auf der linken Seite eine sehr kleine Farmerhuette. Wir gehen in die Huette und staunen wie guenstig das Gemuese und das Obst ist! Eine Minute spaeter kommt ein etwa 60-jaehriger Mann auf einem Fourwheeler angefahren.

Er scheint der Besitzer zu sein. Wir haben eine etwa 15 Minuetige Konversation, die ziemlich schnell persoenlich wird und er offenbart uns seine Familiengeschichte. Er scheint uns so gar nicht fremd und mit so jemandem zusammen zu arbeiten waere sicherlich auch eine schoene Erfahrung. Er laesst uns ein paar Fruechte probieren, verraet uns ein paar Rezepte. Dann sage ihm was ich gerne kaufen moechte und er sagt:
„Na dann greif zu! Viel Spass, packt das Geld einfach in die Dose dort hinten!“ Voellig verdutzt stehen wir da. Solch Vertrauen bekommt man in Deutschland eher weniger zugesprochen, doch hier ist es Gang und Gebe. Wir beladen uns mit Passionsfruechten, Bananen, Gurken (kosten normalerweise ueber 3 Euro!), Squash, Zucchini, Grapefruit, Chilischoten, Auberginen usw. 9$ fuer sooo viel. Wir stecken 10$ in seine Dose und fahren mit voller Vorfreude auf unser Mittag zum Picnic Platz.

Nun kommt die Frage aller Fragen: Wo duschen wir? Es gab eine Tankstelle auf dem Weg, oder aber wir gehen tatsaechlich mal in einem Bergsee „duschen“! Nachdem wir den Paradise Pool sehen war klar: Hier muessen wir baden gehen! Das Wasser ist glasklar und sogar Schildkroeten schwimmen darin! Das war definitiv die richtige Entscheidung, denn es war einfach nur herrlich erfrischend und eine Erfahrung fuer sich selbst.

15.30 Uhr machen wir uns auf den Weg nach Innisfail. Hier wollen wir noch etwas Wasser besorgen und uebernachten. Ausserdem gibt es eine Dusche an der Promenade. Das waere perfekt fuer den morgendlichen Sport. Wir halten kurz in Tully an, die Stadt mit dem hoechsten jaehrlichen Regenfall und „besteigen“ den Goldenen Gummistiefel. Dieser symbolisiert den bis dato hoechsten jaehrlichen Regenfall von zuvor fast 8 Metern! Neben dem Stiefel gibt es im Uebrigen ein WC und saubere kalte Innendusche. Als wir 17 Uhr in Innifail ankommen stellen wir fest, dass erstens fast alles geschlossen hat und zweitens der Ort an sich wirklich nicht schoen ist. Die Dusche ist zwar eine Innendusche aber widerlich und es spricht wirklich nichts dafuer hier zu bleiben. Enttaeuscht fahren wir zum 5 km entfernten Fred Drew Parkplatz, wo man kostenlos schlafen kann, WC und BBQ vorhanden ist. Fuer eine Nacht OK, mehr aber nicht.

eine gute Nachricht!

Abeits unserer „Ferien“ hat sich dann noch etwas Tolles ergeben: Amanda hat sich zurueckgemeldet und wir haben am 4. August ein Gespraech in der Boehringer Office in Sydney. Ich werde wohl eine Teilzeitstelle bekommen und etwa 25$ die Stunde verdienen. Marco und ich freuen uns wie wild und hoffen, dass ich mehrere Tage die Woche arbeiten kann und wir auch fuer ihn etwas finden. Das waere zu perfekt!

Hier geht es weiter zum 2.Teil!

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Great Ocean Road – ein Abstecher

26 Juni. Heute fliege ich am Abend von Brisbane nach Melbourne. Es wird das letzte Mal sein, dass ich Jeani sehe, bevor sie zurueck nach Deutschland fliegt. Zwei Monate ohne sie sind bereits vergangen und es war nicht so schlimm. Tja, aber dieses Mal wuerde der Abschied anders sein, denn sie ist nicht mehr „in der Naehe“, sondern wuerde schon bald am anderen Ende der Welt sein. Wie es mir dann wohl gehen wird? Ueber diese Frage habe ich schon oefter nachgedacht und von Tag zu Tag tat ich es oefter. Im Verdraengen bin ich aber ziemlich gut, also fliege ich unbekuemmert nach Melbourne!

ein Sleepover im Melbourne Flughafen

23:20 lande ich in Melbourne und umarme Jeani zum ersten Mal nach genau 2 Monaten. Ein letztes Abenteuer wartete auf uns: Wir beschliessen mitten in der Nacht am Flughafen (der Versuch zu schlafen war vergeblich, denn es gab viel zu viel zu bereden!), dass wir so gar keine Lust haben in Melbourne zu bleiben. Innerhalb der vergangenen Monate haben Marco, Jeani und ich das Gefuehl entwickelt, dass wir das Leben auf dem Land viel mehr geniessen und eine grosse Stadt wuerde uns jetzt einfach erschlagen. Was waren unsere Optionen?

Wieso fahren wir nicht einfach zur Great Ocean Road?

1 Uhr Nachts kommt mir die Idee: Lass uns doch einfach einen Mietwagen nehmen und wegfahren! Jeani findet die Idee auch gut und letztendlich wuerden wir preislich wohl vergleichbar fahren, als wuerden wir in Melbourne bleiben. Ein vernuenftiges Hostel (worauf wir gar keine Lust haben) kostet mindestens 21$ p.P. pro Nacht, Couchsurfing hatte nicht geklappt. Wir recherchieren schnell online und bringen in Erfahrung, dass ein Thrifty Auto fuer 3 Tage etwa 230$, ein Mighty Camper etwa 220$ und ein Jucy Sleeper nur 90$ kostet! 10 Uhr oeffnet Jucy in St. Kilda und wir wollten puenktlich dort sein, also versuchen wir  2 Uhr dann doch noch zu schlafen.

27. Juni. 5:40 Uhr erwachen wir von der Eiseskaelte und dem Laerm auf dem Flughafen. Wir gehen heiss duschen und machen uns auf den Weg nach St. Kilda.

Flughafentransfer & Melbourne erkunden

Fuer alle, die von Melbourne in die City muessen, wird sich die Frage stellen: Wie komme ich am besten und/oder am guenstigsten dorthin? Hier 3 Moeglichkeiten:

  1. Ihr fahrt mit dem Skybus (18$) oder den GreenBus (14$, reservieren) direkt zum Hauptbahnhof oder meist zur Flinders Street. Weiterhin muesst ihr aber – wenn ihr ausserhalb der kostenlosen Tram-Zone fahren wollt – noch eine Myki-Fahrtkarte kaufen. Das bedeutet weitere 6$ Kartenpreis plus Guthaben fuer die Fahrten.
  2. Wenn ihr nach St. Kilda fahren muesst, dann koennt ihr den St Kilda Shuttle Bus nehmen, welcher 25$ kostet. (puh, ist das teuer…)
  3. Macht es wie wir!
    Wir haben uns eine Myki Karte gekauft und sind mit den oeffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt gefahren. Ihr nehmt den Bus 901 und fahrt zur Broadmeadows Train-Station, wo ihr mit dem Zug zur Flinders Street fahrt. Selbstverstaendlich koennt ihr auch frueher aussteigen. Ihr seid nun mittem im Zentrum. Dauer: 1:18h.

Myki
Am Flughafen koennt ihr ein „Tourist Package“ kaufen, welches 14$ kostet. 6$ kostet die Karte selbst (die Karte ist dann 3 Jahre gueltig) und bereits 8$ Guthaben befindet sich auf der Karte. Dieses Guthaben entspricht etwa einer Tageskarte. Eine 2h – Fahrkarte kostet 3,49$. Ohne eine Myki -Karte koennt ihr keine Verkehrsmittel nutzen, welche sich ausserhalb der „Free Tram Zone“ befinden. Alles Infos zu Myki findet ihr hier.
Free Tram Zone Melbourne

Hier koennt ihr ganz einfach eure Routen mit den oeffentlichen Verkehrsmitteln planen.


10:15 Uhr kommen wir bei Jucy an und haben etwa 1 Stunde spaeter ein Mini-Camper  vom 27.-29. Juni. Wir geben ihn Nachts wieder ab und koennen somit 3 volle Tage geniessen. Es kostet uns 142$ (ohne Selbstbeteiligung waeren es 220$). Der „el Cheapo“ fuer nur 90$ war schon ausgebucht. Aber hey, immerhin haben wir einen DVD Player ueber dem Bett (zu schade, wir hatten zufaellig keine DVD dabei) und mehr Platz.

Voller Freude decken wir uns mit Lebensmitteln ein und fahren los in Richtung Great Ocean Road. Zugegeben, wir waren erschlagen von Melbourne, denn in groesseren Staedten waren wir laenger nicht mehr. Wir fanden die Menschen auch ehrlich gesagt alles andere als zuvorkommend. Wir sind Anderes von den Australiern gewohnt, aber ja ich habe mich wie in Berlin gefuehlt. Und dieses Gefuehl mag ich nicht. Nach etwa 40 Min. Fahrt haben wir Melbourne hinter uns gelassen und freuen uns. Sonne war leider Mangelware, aber wenn wir eins gelernt haben, dann ist es die Tatsache, dass das Wetter nicht ausschlaggebend ist.

Unser heutiges Ziel ist „Lorne“ und auf dem Weg dorthin haben wir in Torquay unseren ersten Kuestenstopp gemacht. Torquay ist wirklich klein, aber beruehmt fuer das verbreitete Surf-Vergnuegen. Marken wie Ripcurl und Quicksilver sind hier Zuhause. Straende wie „Bells Beach“ sind in aller Munde und man recht schnell ersehen weshalb: Die Kueste ist schier endlos, das Wasser ist rau, die Wellen von klein bis wuchtig. Die Aussicht ist einfach wunderschoen und definitiv nicht vergleichbar mit der Ostkueste. Surfen ist hier solch Vergnuegen, dass die Locals alle nach der Arbeit gegen 16 Uhr Wellenreiten kommen bis die Sonne untergeht. Verrueckt finde ich die Surfer, denn es sind nur 12 Grad und sie tummeln sich im rauen Wasser um auf die perfekte Welle zu warten. Wie durchtrainiert sie alle sind…da koennte man glatt neidisch werden. Ich nehme mir vor auch bald mit dem Surfen zu beginnen (hoffentlich setze ich es um, haha).

Nur 5 Minuten nachdem wir wieder im Auto sitzen, trauen wir unseren Augen nicht. Wir sind von Feldern umzingelt und es sind ueberall Kaengurus zu sehen. Riesige Kaengurus…waeren sie doch nur nicht so scheu. Ein Foto von Weitem war uns gerade so gegoennt. Herrlich.

Etwa 17 Uhr kommen wir in Lorne an und klappern alle oeffentlichen Toiletten ab. Erfolgreich! Wir finden eine heisse und kostenlose Dusche…ein Traum.

Wir sind hundemuede und ueberlegen wo wir schlafen wollen. Caravan Parks, Hotels, B&B , Camping Sites – alles da. Kostenlose Camps gab es aber nur fuer Zelte und Geld ausgeben wollten wir nicht. Also fahren wir den Huegel etwas nach oben und stellen uns in eine der vielen Strassen. Ich kann mir gut vorstellen, was hier in den Sommermonaten fuer ein Betrieb ist. Der Ort ist so klein und doch so beladen mit Unterkuenften. Zum Glueck koennen wir die gesamte Leere des Ortes geniessen, da es ja „Winter“ ist.


338 – Hammonds Road Camground
339 – Big Hill Campground
340 – Sharps Track caming area
341 – Jamieson Track ca,ping area
342 – Wye River campsite
westlich von Lorne
343 – Barham Paradise Reserve
344 – Johanna Beach Campground
345 – Aire River East camping area
346 – Aire River West camping area
347 – Parker Hill camping area
Quelle: Guide to Free Campsites 2014-2015


28. Juni. Nachdem Jeani uns heissen Haferbrei mit Fruechten gekocht hat, freuen wir uns ungemein auf eine heisse Dusche und sind startklar fuer unseren Tag. Es steht Einiges auf dem Plan: Wir wollen zum Cape Otway und den Leuchtturm besteigen und die 12 Apostel sehen. Unser Ziel fuer den Abend ist „Colac“, wo es einen kostenlosen Campingplatz ( Meredith Park Camping Area) gibt. Auf dem Weg koennen wir  fast 2 Stunden atemberaubende Ausblicke geniessen. Die Kueste ist so wunderschoen, endlos und beruhigend. Wir wissen nun wieso die Great Ocean Road einfach nur great ist.

Kurz vor Apollo Bay in „Skenes Creek“ gibt es ein WC und eine Aussendusche, fuer diejenigen unter euch, die noch eine Dusche suchen und schon an Lorne vorbei gefahren sind.
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…und dann waren da all diese Koalas!

Endlich!!! So lange sind wir schon in Australien und ausgerechnet auf Jeanis letzten 3 Tagen sichten wir wilde Koalas! Wir biegen in Richtung Cape Otway ab und -wie immer- durchbohre ich die Waelder nach moeglichen Koalas und Kaengurus und „Da! Da! Jeani halt an! Da sind Koalas!“ Wir fahren links ran und finden innerhalb von wenigen Minuten 4 Koalas auf vier verschiedenen Baeumen. Ein paar weitere Reisende haben sie ebenfalls entdeckt. Recht selten ist es, dass man aktive Koalas sichtet, umso mehr freuen wir uns, dass einer der Koalas euphorisch durch die Baumkronen klettert.


Ganz begeistert fahren wir weiter zum Cape Otway, dem zweit suedlichsten Punkt Australiens. Die Kueste ist aufgrund seines Wellengangs so gefaehrlich, dass zwischen 1830 und 1930 fast 200 Schiffe versenkt wurden. Wir kommen am Leuchtturm an und sind leicht geschockt, dass wir fuer Eintritt 17$ zahlen muessen. Wir ueberlegen zweimal, aber entscheiden uns dafuer und bereuen es nicht. Es ist nicht nur der Ausblick, den man vom Turm aus geniessen kann, sondern auch kleine Ausstellungen und ein kleines nachgebautes Aborigines Haus. Dort kann man Einiges ueber die Kultur der Ureinwohner erfahren und wenn man Glueck hat, geraet man in eine wunderbare Konversation mit Dale. Wer wirklich etwas mehr ueber Australien, dessen Geschichte und Kultur erfahren moechte, sollte ihn ansprechen. Wir haben letztendlich ueber eine Stunde mit ihm geredet und er war grossartig. Ich rede nicht von einem Touristengespraech, sondern vielmehr haben wir ueber das Leben, wie es ist, gesprochen und uns auf Anhieb gemocht. Es war ein sehr ehrliches Gespraech ueber die Schoenheit und die Haesslichkeit Australiens und wohl der erste wahre Einblick in die Vergangenheit und Gegenwart des Landes. Zudem haben wir einen wunderbaren Einblick in Australiens Geschichte genossen. Allein Dale ist die 17$ pro Person wert! ;-)

Nachdenklich begeben wir uns zurueck zum Auto und fahren weiter zu den 12 Aposteln. Es waren nicht mehr ganz zwei Stunden dorthin und ich brauche gar nicht erst grosse Geschichten hierzu schreiben, denn die Bilder sprechen genuegend Worte. Gegen einen Helikopterflug haben wir uns entschieden, denn 15 Min fuer 230$ finde ich ehrlich gesagt horrend! Stattdessen laufen wir die Aussichtspunkte ab und geniessen die Kulisse.

Nun ist es schon nach 16 Uhr und wir beschliessen in Richtung Colac zu fahren. Es ist ziemlich kalt und wir kochen nach Ankunft in der Meredith Park Camping Area noch schnell Pasta, bevor es ins warme Auto geht.

29. Juni. Es ist noch nicht einmal 7.30 Uhr und ich bin hellwach. Langweile mich. Dann beschliesse ich Jeani zu wecken, bereue es jedoch schnell, denn ihre Nacht war nicht so erholsam wie meine. Sie hat kaum geschlafen, doch tapfer steht sie mit mir auf. Wieder einmal kochen wir uns leckeren Haferbrei mit Mango, Birne und Banane und beschliessen, dass wir langsam in Richtung Melbourne fahren (etwa 2,5h). Wenigstens aus „Anstand“ sollten wir uns Melbourne ein wenig anschauen, wenn wir schon einmal hier sind, oder?

Parken in Melbourne – ein Desaster

Unser Plan war: Wir stellen das Auto irgendwo in der City ab und erkunden zu Fuss. Oops! Da ist uns ein Denkfehler unterlaufen, denn wir sind nicht mehr in unseren feinen Kleinstaedten, wo alles kostenlos ist. Nein, wir sind in Melbourne, wo man ab 4$ pro Stunde parken darf… Wir sind allerdings nicht bloed und finden ziemlich schnell kostenlose Parkplaetze mit wunderbarer Verkehrsanbindung.


Von hier sind wir innerhalb von 15 Min in der Flinders Street – optimal!

eine Rundfahrt durch Melbourne und sehr leckere Pancakes

Nunja, ich muss zugeben, dass wir nicht soo enthusiastisch sind wie man es sein koennte. Wir wollen eigentlich mit dem Free Tourist Bus Melbourne erkunden, doch erfahren wir in der Tourist Information, dass dieser Bus seit ein paar Wochen nicht mehr kostenlos ist. Er kostet nun 10$ fuer ein 2-Tagesticket. Klar, das ist um einiges guenstiger das der typische Touristenbus fuer 30$+, aber fuer 3 Stunden benoetigen wir dies nicht. Doch dann faellt uns auf, dass Melbourne’s Innenstadt zum Grossteil kostenlos zu befahren ist (Free Tram-Zone) und es sogar eine Circle Tram gibt, welche kostenlos an den wichtigsten Orten -auch ausserhalb der Free-Zone- entlang faehrt. In dem Moment, in welchem wir die Strassenbahn betreten, bereuen wir es aber auch schon wieder, da es knackevoll ist. Das Aergerliche ist, dass mehr Einheimische als Touristen in der Bahn sitzen (da sie Ticket-Geld sparen wollen) und man kaum Platz zum Stehen findet. Man bemerke: es ist Winter, wie sieht das dann in der Hauptsaison aus? Ich moechte nicht darueber nachdenken. Positiv ist, dass es ueber Lautsprecher Erlaeuterungen zu den Sehenswuerdigkeiten gibt. Negativ ist, dass man es nicht verstehen kann, denn die Bahn ist einfach zu voll und dementsprechend zu laut. Schade. Nach einer guten Stunde kommen wir wieder an der Flinders Street an und schlendern durch die Strassen. Nachdem wir uns im The Pancake Parlour je zwei sehr verlockende Pancakes gegoennt haben, machen wir uns auf den Weg zu Fitness First. Zum Einen hat Jeani grosses Interesse daran, die Studios in Australien auszuprobieren. Zum Anderen muessen wir schleunigst die Kalorien verbrennen! Umso schrecklicher ist der Moment, als wir uns auf die Waage stellen und das Unfassbare lesen: ich habe 3 kg zugenommen und Jeani 5kg!? Die Waage muss kaputt sein…ganz eindeutig (es hatte sich herausgestellt die Waage war ganz und gar nicht kaputt!) Allein aus diesem Grund, habe ich mich entschieden eine Beitragsreihe zum Thema Ernaehung und Gewichtsbooster als Reisende zu schreiben (folgt demnaechst).

eine Sekundenangelegenheit

Der Kurs war gut und etwas anstrengend (Muskelkater folgte zwei Tage spaeter haha) und dann ist es auch schon 21 Uhr. Wir hatten noch fast 1,5h bis wir unsere letzte Bahn nehmen mussten, welche uns in Richtung Flughafen fuehrt. Wir wuerden 21.30 am Auto ankommen, haben Zeit etwas zu kochen, das Geschirr vom Mittag abzuwaschen, zu Tanken und das Auto abzugeben.
Doch dann begann das Unheil. Wir haben beide telefoniert und sind 2km zu weit gefahren. Verdammt. Wir durften den Weg nicht nur zurueck laufen, nein wir mussten rennen, denn in 7 Min kommt unsere Strassenbahn. Natuerlich haben wir die Bahn um Sekunden verpasst und konnten dieser noch zuwinken. Nochmals verdammt. Als waere das nicht schon nervig genug gewesen, stellen wir fest, dass erst in 20 Min. eine weitere Bahn faehrt. Warten wir, sind wir erst 22:09 am Auto…20 Min fuer Tanken, Abwaschen und Auto abgeben. Niemals! Ich beschliesse, dass wir die 2,6km laufen, nein rennen muessen. Das mit dem Rennen hat nicht ganz geklappt (ich glaube Jeani hasste mich in dem Moment als ich immer wieder schrie „Renn!“ „Schneller!“), aber dennoch waren wir 22:02 am Auto. Nun musste alles SEHR schnell gehen. Wir fahren zur BP und Tanken, rasen zur Abgabestation und schmeissen alle Sachen irgendwie in Tueten, stopfen den Rest in Jeanis Rucksack und ich wasche im Dunkeln mit etwa 200ml das Geschirr ab (keine Ahnung ob es wirklich sauber war). 22:15..in 4 Minuten kommt unsere Bahn. „Niemals schaffen wir diese scheiss Bahn! Schneller! Scheissseee!“ Ich schnalle so viele Tueten wie moeglich mit dem Karabiner an meinen Rucksack und sage Jeani, dass sie einfach zur Bahn rennen soll. Ich sprinte zum Hostel neben Juicy und unterbreche unglaublich unhoeflich eine Konversation und schmeisse ihr foermlich den Schluessel entgegen. „I gotta catch my train I am so sorry,bye!“
Und da war sie: Die Bahn! Und wir stehen auf der falschen Strassenseite….na herzlichen Dank. Ich rufe zu Jean herueber, dass wir auf die andere Seite muessen und sie rennen soll und das tat sie – mit insgesamt 24kg Gepaeck (mal so am Rande…sie wiegt nur 47kg). Zu unserem Glueck hat die Fahrerin uns gesehen und wartet auf uns. Vollkommen erledigt sitzen wir in der Bahn. Das war eine Sekunden-Angelegenheit. Hatten wir ein Glueck.

Es ist also noch nicht ganz 0 Uhr und wir sind am Flughafen. Mein Flug geht 8 Uhr und ich sollte schlafen, doch ich hatte einen grossen Fehler gemacht: ich habe 17 Uhr einen Kaffee getrunken. Also bin ich bis 4 Uhr wach und langweile mich, waehrend Jeani schlaeft. Ein was Gutes hatte es ja, denn ich habe endlich mal Zeit Postkarten zu schreiben. Die waren schon laengst ueberfaellig. Und dann kam mir noch eine Idee. Ich bestelle Jeani das Buch „The Happiness Project“ nach Berlin, ich liebe dieses Buch und hoffe sie tut es auch.

4 Uhr geht dann mein Licht im Kopf aus und ich schaffe es eine ganze Stunde zu schlafen. Zum Fruehstueck bestellte ich mir fuer insgesamt 4$ 4 Pancakes und war danach voellig satt. Noch 2 Stunden und dann wuerden sich unsere Wege trennen. Jeani war nervoes, da fuer sie die Reise zu Ende war. Ich war nervoes, weil mir bewusst wurde, dass wir dann ganz alleine hier sind. Tausend Gedanken rasen mir durch den Kopf, die ich wie immer erfolgreich beiseite schiebe. Fuer den Moment.

Good Bye…

7 Uhr war es dann soweit. Ich machte mich auf zu meinem Gate und die Verabschiedung stand an. Eine kurze Umarmung und ein „Guten Flug, pass auf dich auf. Wir hoeren uns spaeter.“ So stellt man sich keine Verabschiedung auf unbestimmte Zeit vor, oder? Sicher nicht, aber es war leichter.

8:00 sass ich im Flieger und als wir abheben erschleagt es mich: Das war’s. Dann ueberkam mich die Traurigkeit.

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Cape Otway, thoughts & moments

Cape Otway

Cape Otway is one of many famous stops along the Great Ocean Road. Why? I guess because there’s so much to do and so much to see. You are close to accesses to great walks in the Great Otway National Park such as the track to the Phantom Falls. Also the famous Great Ocean Walk, which has an extension of far more than 100 km leads you through Cape Otway. Birdwatching, Horse Trail riding, Mountainbiking, Kayaking only to name a few of Otways recreational activities. It’s somewhat endless to write down every single activity but HERE you can check out what you favor.

On our way to Cape Otway

However, we had only limited time and headed straight to the Lighthouse at the tip of Cape Otway. On our way we were so lucky to see a handful of wild koalas. As we learned, those animals are usually quite lazy. Thus most of the day, they’re asleep. The more excited we had been, when we spotted one koala which energetically climbed from branch to branch. I thought he was showing off a little bit, or maybe he was simply looking for some delicious leaves to eat. Anyways, we took some nice picures and enjoyed those moments fully. After a while we moved on towards the lighthouse.
As we arrived, I have to admit, we were shocked that they asked for 17$ admission.

Is the Otway lighthouse worth 17$?

Obviously we couldn’t answer that question before finding it out for ourselves. We decided to pay, got handed over a map and studied it carefully. Alright, it’s not only a lighthouse. It is history, a few exhibitions and a small „center“ where you can learn about Aboriginal heritage. Well, that sounds interesting. We walked the roundtrip clockwise and passed a „movie theatre“ where a movie is played. It gives you all kind of information about findings of dinosaurs artefacts. In fact, there were some leftovers right next to that little house, which you can examine yourself. Furthermore they have an exhibition in the former transmitting house. Hard to believe so many people worked and lived in this place not too long ago. Not too long before that, Aborigines had lived in this area. Where had they gone? Hm.
The lighthouse is beautiful. It exactly looks like the one you could buy as a postcard motive. Traditional could be the right description. We climbed up its narrow an steep staircase and entered a tiny room. A man is sitting here and apparently taking care of visitors. I asked him whether he had sighted some whales these days. Last sighting had been made on June 25th, only 3 days ago. However, no sightings since then. I have to admit, I was a little sad.
As some other visitors left the viewing platform, we entered it and were almost blown away – literally. It was so windy, I struggled to walk straight. As expected, the view was stunning. The sea was rough, the coastline beautiful and the ocean seemed endless. It was a pleasure to take some nice pictures, even though it turned out to be quite difficult with that extend of wind.

Jeani and I walked towards the Aboriginal spot and noticed a hut-like stone built house. Smoke was coming out of it. We entered the hut and looked around. Here, the map said, we could gather some information about Aboriginal culture. There was a man sitting, but he seemed a little reluctant. I studied the map of Australia with all those different marked territories, but honestly I didn’t understand the scheme. I decided to ask him and from this moment Jeani and I got drawn into another world.
Dale was his name and a simple question transformed into a very long, intense and interesting conversation. When he explained what Australia looked like a long time ago, before the settlement, he told the story as if he’d be one of this Aboriginal tribe. He visualised their rites and traditions, told us about earlier 800 languages and songs as a common language inbetween different tribes. For a moment I wondered: „Is he telling his own story? Can’t be, he doesn’t look like an Aboriginal, neither does he look like living in a hut.“ His tellings were full of life. He’s definately in the right spot. Hopefully they will hold on to him for a long time.  At this point we knew: 17$ admission is justified. Adding up the exhibitions, the charming cafe and this awesome moments right there in the hut, we did it correctly by going in here. Our conversation transformed into a very honest, insighting and interesting talk. We enjoyed every minute of it. We can’t believe more than one hour had passed by so quickly, but yeah..it did. I am sure we could have kept talking until sunsunset, but unfortunately we didn’t have the time – which was a shame.

I usually don’t write blogspots on just someone, but he made us think. He gave us a real insight. We widened some viewing angles on particular matters. But mostly I loved that recognition that somehow all of us are foreigners. Or maybe we’e not? Colour doesn’t mean anything after all – well at least it shouldn’t! The whole world is a melting pot – and that’s not a bad thing at all. So many questions had been asked and so many conclusions had been made.

What is life about?

I think it is about meeting people. It’s about meeting different people, too. What would we be learning hanging out only with ourselves? Not much, that I am sure of. So far I can tell, that I have learned most from „foreign“ people, from different cultures. Talking to „foreigners“ widenes my perception of many aspects in life. And yeah, this one meant a lot to us! Thank you Dale.

Whoever is going to Visit Cape Otway, I hope you are spending your 17$ and have a great time -just as we did!

Dale, in case you read this: We should have taken a picture with you! I wish I could give this article a face. Take care :-) we’ll hopefully meet again!

Veröffentlicht in 1001 Places, Australia, Gedanken-Karussell

Begegnungen, die (m)ein Leben aendern

–English version below.–


 

ein Rueckblick auf 2006

14. September 2006. Der Wecker klingelt: 6:40 Uhr und es war mein 17. Geburtstag. Doch es war nicht einfach nur ein normaler Geburtstag. Dieser Geburtstag wuerde anders sein als meine bisherigen. Wieso? Weil ich in Mississippi aufwache – weit weg von Deutschland, wo meine Familie war. Was ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste, war, dass ich dabei war eine neue Familie zu bekommen.
Ich stehe auf uns gehe in die Kueche, um mir meine Lieblingskornflakes in eine Schuessel zu fuellen und rufe nebenbei Zuhause in Deutschland an. Die Sonne schien, waren schon 20 Grad und ich freue mich darauf, genuesslich in der Sonne zu fruehstuecken. Auf dem Weg zur Kueche trete ich in etwas weiches, warmes…Hundekot! Echt jetzt? Na der Tag faengt ja gut an. Ich saeubere meinen Fuss, trage mein Fruehstueck auf die Veranda und setze mich in die Sonne, am Telefon ist meine Familie aus Deutschland und wuenscht mir alles Gute zum Geburtstag. Mitten im Gespraech stehe ich auf, um etwas Milch aus der Kueche zu holen und als ich zurueckkomme traue ich meinen Augen nicht: Einer unserer Hunde „Bullett“ bedient sich an meinen Kornfllakes. Ich aergere mich und beginne zu weinen. Meine Gastmama Deanna beruhigt mich und sagt nur: ‚You’re going to be fine, Sarah.‘ Das habe ich anders gesehen. So habe ich mir meinen Geburtstag definitiv nicht vorgestellt.
Als ich aus der Schule nach Hause gekommen bin, hat mein Geburtstag dann doch noch eine positive Wendung genommen. Meine Gastmama hat mir eine wunderschoene Geburtstagstorte besorgt und Freune und Familie kamen vorbei, nur um mir einen schoenen Abend zu bescheren. Letztendlich war der Geburtstag zwar anders als in Deutschland, aber wirklich schoen. Meine Gastfamilie hat sich solch Muehe gegeben, dass ich gluecklich bin.

die besten Monate meines Lebens

Tatsaechlich habe ich anfangs nicht geglaubt, dass ich in Amerika gluecklich sein wuerde. Die ersten 4 Wochen waren durch Weinen, Nichtessen und wenig Euphorie gepraegt. Ich wollte zurueck nach Hause.

one double whopper please!

Doch dann kam der Durchbruch. Ich habe realisiert, dass ich das groesste Glueck hatte, welches man haben konnte. So viele Austauschschueler mussten Familien wechseln, weil sie ungluecklich waren, oder sind in einer furchtbaren Gegend gelandet. Das war bei mir ganz anders! Meine Gastfamilie ist  traumhaft. Meine Eltern Bubba und Deanna behandeln mich wie ihr eigenes Kind und integrieren mich vollstaendig. Und meine Grosseltern Jannette und Buddy schenken  mir so vieles: lustige Momente, Liebe und ihr eigenes Schlafzimmer geben sie fuer mich auf, als meine Eltern einen Hausschaden erleiden. Durch meine Gastmama entdecke ich die Fotografie – welche spaeter meine groesste Passion sein wuerde. Bubba ist mir wie ein Vater ans Herz gewachsen und Case ist ploetzlich mein juengerer Bruder, mit dem ich immer mal wieder stenkere.
Wir sind nach fast 6 Wochen auf dem Weg zum EF Austauschschueler – Treffen und halten bei Burger King an. Bubba hatte mittlerweile aufgegeben, mir Essen schmackhaft zu reden und bestellt nur eine kleine Pommes fuer mich. Und dann sage ich: ‚I want a double whopper!’… Bubba dreht sich geschockt um und fragt mich, ob ich sicher bin. Oh ja, ich bin mir sicher! Case und Bubba lachen und das wurde zu einer der Top- stories in den naechsten Monaten.

Es war der Tag, an welchem ich gemerkt habe, dass ich nicht mehr Glueck haette haben koennen. Etwa zwei Monat spaeter habe ich aufgehoert die verbleibenden Kalendertge durchzustreichen. Ich war Zuhause und liebe meine Gastfamilie und die Freunde, die ich gewonnen habe.

Als ich wieder nach Hause flog, war ich tot traurig. Ich habe durchgehend geweint und wollte zurueck nach Saltillo. Es war mir einfach unbegreiflich wie ich jemals wieder in Deutschland, ohne meine amerikanische Familie, gluecklich werden sollte.

8 Jahre spaeter

Mir war seit 2007 klar, dass ich nicht fuer immer in Deutschland bleiben will. Meine Gastfamilie habe ich 2010 das letzte Mal besucht und mittlerweile bin ich verheiratet. Unglaublich. Als ich Marco kennenlernte, habe ich ihm gleich gesagt, dass ich noch einmal ins Ausland moechte und er war damit in Ordnung. Dass dies allerdings innerhalb von zwei Jahren geschehen wuerde, ahnte er noch nicht. Tja, und nun sitzen wir hier in einer Bibliothek in Australien, er lernt Englisch und ich schreibe diesen Artikel.

Wir Deutschen sind meiner Meinung nach viel zu selbstbezogen und sehen alles ziel zu eng. Ich finde auch, dass wir nicht gastfreundlich genug sind und zu wenig teilen. Das ist mir insbesonders nach Amerika aufgefallen. Ich habe in einer religioesen Familie gelebt und sehr viel fuer’s Leben gelernt. Teilen macht gluecklich und wenn wir mehr anbieten, bekommen wir meistens doppelt so viel zurueck. Wenn man das nicht von alleine im Leben in Deutschland lernt, z.B. durch Selbstreflexion (das tun leider die Wenigsten), dann lernt man das definitiv waehrend einer Auslandserfahrung. Marco ist auch „sehr deutsch“ und manchmal denke ich mir: ‚Wieso denkst du so? Weshalb gehst du so oft davon aus, dass andere Menschen absichtlich Schlechtes tun? Nicht jeder Mensch ist so. Nicht jeder Mensch denkt in erster Linie an sein eigenes Wohl.‘ Wie ein grosser Teil der Menschheit (oft verstaendlich), ist auch Marco eine Person, die nett ist, wenn der Gegenueber auch nett ist. Bietet jemand anders etwas an, freut er sich und ist gleichfalls nett. Wenn eine Person jedoch dreist, unhoeflich oder gemein ist, dann gibt er das Gleiche zurueck. Ganz ehrlich: Fast jeder erwischt sich manchmal so zu handeln, oder? Trotzdem ist es nicht richtig.

das Verlangen ein besserer Mensch zu sein

Ich war verbluefft und teilweise so ueberfordert, wie herzlich und hilfsbereit die Menschen in Amerika waren. Das Leben konnte so einfach sein…wenn doch jeder den  Anspruch an sich selbst stellen wuerde ‚ein besserer Mensch zu sein‘. Doch meistens braucht man Vorreiter, also lebendige Beispiele, um diesen Ansporn zu entwickeln. Meine Gastfamilie hat mich zu einem besseren Menschen gemacht und meine Freundin Jeani hat mich auch immer wieder zur Selbstreflexion angespornt. Allerdings finde ich es sehr schwer ‚besser zu werden‘, wenn man in Deutschland lebt. Ich moechte nicht sagen, jeder ist selbstfokussiert (wir kennen Menschen, die einfach nur klasse sind und zuerst an Andere und dann an sich denken), aber die Mehrheit ist es (insbesondere in Staedten). Mir ist aufgefallen, dass man oft ausgenutzt wird, wenn man anbietet und Dankbarkeit auch eher eine Seltenheit ist. Unter diesen Umstaenden ist es schwerer herzlich, freundlich und offen zu sein, als in Kulturen, wo dies Normalitaet ist.

Ich wuensche mir das Gleiche Glueck fuer meinen Mann

Mir war klar, dass ich mir fuer Marco eine aehnliche Erfahrung wuensche, wie ich sie in Amerika hatte. Doch wohin? USA und Australien kamen fuer mich in Frage. Da es einfacher war, in Australien Arbeit zu finden, entschieden wir uns fuer Australien.
Es ist der 4. Mai 2015 und, eher spontan, lernten wir unsere Gastfamilie in Kingaroy kennen. Wir waren so aufgeregt. Einerseits wusste ich was mich erwartet, doch es war dieses Mal vollkommen anders. Ich bin erwachsen, verheiratet und kein Kind mehr. Fuer Marco war die Situation vollstaendig neu und er konnte sich noch gar nicht vorstellen, dass eine Familie vollkommen fremde Menschen bei sich Zuahuse aufnehmen wuerde. Verstaendlich, denn wir Deutschen tun dies viel zu selten, oder gar nicht, da wir paranoid sind oder nicht teilen wollen.

Die naechsten 8 Wochen wurden zu den schoensten Wochen, die wir je hatten. Es gab unglaublich viele Momente, in denen wir realisiert haben, wie einfach und schoen das Leben sein kann, wenn man offen und herzlich ist. Wir haetten niemals gedacht, dass wir so ins Herz geschlossen werden wuerden. Auch haetten wir nie gedacht, dass wir unsere Gastfamilie so lieb haben werden. Ein weiteres Mal habe ich realisiert, dass es hier viel einfacher ist Menschen zu vertrauen und dass ein Familienleben hier ganz andere Priortaet besitzt, als in Deutschland. Es hat hat mich einerseits traurig und andererseis auch gluecklich gemacht. Marco hat zum ersten Mal erlebt, wovon ich zuvor immer wieder geredet hatte. Auch er hat realisiert, dass wir Deutschen (groesstenteils) zu umstaendlich und verschlossen sind.

Gastfamilie frueher und heute

Es ist schon seltsam, wie sich Perspektiven veraendern. Vor 8 Jahren war ich ein Austauschschueler in Amerika und heute habe ich mit meinem Mann eine aehnliche Erfahrung in Australien machen duerfen. Mir wurde bewusst was ich damals falsch gemacht habe gerne anders gemacht haette. Zugleich wurde mir aber auch bewusst, dass ich ’noch ein Kind‘ war. Meine Dankbarkeit fuer das Glueck und die Chancen, die ich und wir bekommen haben, waechst von Tag und zu Tag und es kristallisiert sich nach und nach was wichtig im Leben ist.


 

English version:

looking back at 2006

14th of September, 2006. The alarm rings: 6:40 o’clock and it was my 17th birthday. However, it was not just a normal birthday. This birthday would be different than my present ones. Why? Because I wake up in Mississippi – far away from Germany where my family was. What I did not know at the time yet, was that I was about to get a new family soon – the Knights.
I get up and go to the kitchen to pour my favorite cereals in a bowl and parallel call my family in Germany. The sun shines, it’s already 20 degrees and I am glad to have breakfast while enjoying the morning sun. On the way to the kitchen I step into something soft, warm… Dog poop! Really? The day starts ‚well’… I clean my foot, carry my breakfast to the veranda and sit down in the sun, on the phone my family from Germany wishes me happy birthday. In the middle of the conversation I get up to get some milk from the kitchen and when I come back I do not trust to my eyes: One of our dogs „Bullett“ helps himself with my cereals. I am angry and start to cry. My guest mummy Deanna calms me and says: ‚You’re going to be fine, Sarah.‘ This I have seen differently. Thus I have not fancied my birthday so far..haha.
When I have come home from school, however, my birthday has taken a positive turn. My guest mummy has got a wonderful birthday cake for me, friends and family stopped by, only to give to me a nice evening. After all, the birthday was different than in Germany, but really nice! My guest family tried so hard to make me happy.

the best months of my life

In the beginning, I haven’t thought that I was going to be happy in America. The first 4 weeks were outlined by crying, not eating and oonly little euphoria. I wanted to go back home.

one double whopper, please!

However, then there came the breakthrough. I have realised that I had the biggest luck which one could only have. So many exchange students had to change families because they were unhappy, or have landed in a dreadful area. This was completely different with me! My guest family is dreamlike. My parents Bubba and Deanna treat me like her own child and integrate me completely. And my grandparents Jannette and Buddy give to much me: amusing moments, love and granny gives up her own bedroom, when my parents suffer a huge house damage. Because of my guest mummy I discover photography – which would be my biggest passion later on. Bubba has become dear to me like a father and Case is suddenly my younger brother, with whom I used to discuss all the time haha.
After nearly 6 weeks on the way to the exchange students- meeting, we stop at Burger King. Meanwhile, Bubba had given up talking me into tasty food and orders only one small chips for me. And then I say: ‚I want a double whopper!’… Bubba turns round stunned and asks me whether I am sure. Oh yes, I am sure! Case and Bubba laugh and this became one of the top stories during the next months. I love to remember this day. It was the day on which I have noticed that I could’nt have had any more luck. About two months later I have stopped to cross out the remaining days in the calendar. I was at home and love my guest family and the friends whom I have won meanwhile.

When I flew back home to Germany, I was unbelievably sad. I have cried continuously and wanted to go back to Saltillo. It was simply incomprehensible to me how I should ever become happy again – in Germany without my American family…

8 years later

Since 2007 I knew that I do not want to remain for good in Germany. I have visited my guest family in 2010 the last time and meanwhile I am married. Incredible how fast time passes by. When I got to know Marco, I have immediately told him that I wanted to go abroad for another time and he was alright with my wish. The fact that this would happen, however, within two years, he did not expect. Well, here we are…sitting in a library in Australia, he learns English and I am writing this article.

In my opinion, we Germans are too self-centered and we are too fussy with a lot of things. I also think that we are not hospitable enough don’t share enough. This thought has struck me particulary whilst being in America. I have lived in a religious family and have learnt a lot about life. If we offer more, we mostly get back twice as much. If one does’nt learn this thinking by oneself during life in Germany, e.g, by selfreflection (unfortunately least people do that), then one learns definitively during a foreign experience. Marco is also „very German“ and sometimes I wonder: ‚Why do you think like you do? Why do you so often assume from the fact that other people do intentionally bad things? Not every person is like that. Not every person thinks, primarily, of his own welfare.‘ Like a large part of the humanity (often understandably), Marco is a person, who is nice if the opponent is nice, as well. If somebody else offers something, he is happy to offer sth. himself. However, if a person is outrageous, impolite or mean, he turns out to act the same. To be frank: Almost everybody can catch oneself to act in such way, right? Nevertheless, it is not righ – but maybe part of selfprotection..who knows.

the desire to be a better person

I was amazed and overwhelmed at the same time by the warmth and offering attitude of people in America. Llife could be so easy .. if everyone strived to be ‚a better person‘. However, mostly one needs forerunner..someone inspiring, a living example to develop this wish for oneself. My guest family has made me a better person and my friend Jeani has spurred on me over and over again to participate in selfreflection. Indeed, I find it very hard ‚to become better‘ living in Germany. Once I try to, some one pisses me off and I am so mad I forget how I should behave. Deanna always said: Kill them with kindness. I try to remind me of her saying every time. I don’t mean to consider every German as selffocused -since I do know a handful most lovely people ever, but it is the majority (in particular in towns). To me it simply appears, harldy anyone knows how to show gratitude. Under these circumstances it is a lot harder to be kind, friendly and open, than in cultures where this is normalty.

I wish my husband could experience the same

To me it was clear that I wish a similar experience for Marco as I had in America. However, where should we go? USA and Australia were to be considered. Because it was easier to find work in Australia, we decided to go to Australia.
It is the 4th of May, 2015 and, rather spontaneously, we got to know our guest family in Kingaroy. We were so excited. On the one hand I knew what to expect, however, it was completely different this time. I am grown-up, married and no child no more. For Marco the situation was completely new and he could not imagine at all that a family would pick completely foreign people to share their home with us. Understandably, because most Germans are not doing this at all or rarely, because we are paranoid or do not want to share. Very sad to miss out on such a lifetime experience.

The next 8 weeks became the nicest weeks which we ever had. There were incredibly many moments at which we have realised how simple and nice life can be if one is open-hearted and kind. We would never have thought that we would be enclosed in their hearts so soon. Also we would never have thought that we would love our guest family as much as we do now. Additionally, I have realised that it is much easier here to trust a person and that family life has higher prioity than in Germany. On on hand it has made me sad to realize those things, but on the other hand also happy, since we could enjoy those vulnernable moments. Marco has experienced for the first time from what I had talked before over and over again. Also he has realised that we Germans are (mainly) too complicated and not warm-hearted enough.

Guest family now and then

It is strange how perspectives do change over years. 8 years ago I was an exchange student in America and today I was given a similar experience in Australia along with my husband. I realized what I have done wrong I back then and I wish could change some things. However, at the same time I became conscious of the fact that I was ‚a child‘. My gratitude for the luck and the chances which I had been given grows from day to day and it crystallises what’s most important in life.


 

Deanna, Bubba, Jannette & Buddy

I am so grateful for what you have given to me whilst being in Saltillo. I can’t believe time went by so quickly. You’ve created a huge part of what I am today and I really don’t know how life would look like without you guys – but actually I could’nt and don’t want to imagine it anyways! Thank you for coping with my difficult days. Thank you for waking my nowadays biggest passion – photography. Thank you for the best sausage pie in the world. Thank you for my favorite meal granny’s riblets! Thank you for supporting me in every possible way. Thank you for giving me so much love. Thank you for opening my heart to belief. Thank you for being my family. Thank you for everything you have done and for everything you are. I love you.

Rebecca, Brett & kids

I had one wish, when I decided to go to Australia: Please let Marco experience the same warmth and kindness, I had experienced when I stayed in the States. And he did.
I hoped to meet people, who we would build an honest relationship with. And we did.
I never believed to find a family which would make us feel as a part of their family and where we could return to at anytime. But we did.

Those 8 weeks have been over the top. We didn’t expect to meet such great people. Neither did we expect to learn as much as we did. You reminded me of what’s important and you reminded me of how lucky we are. We enjoyed every minute with you, are grateful for every little thing you did. You grew into our hearts as family or friends? I can’t even tell ;-) We love the kids, every single one is special. I told you, I am not much of a speaker, but I really need to tell you: THANK YOU! You guuuys changed a lot in our minds – positively. Thank you so much.

 


Do you believe that we don’t meet people by accident, that they are meant to cross each others path for a reason?  

„Yes, I do.“


Welche Begegnungen haben Euer Leben geaendert? Schreibt mir eure Geschichte.

 

Veröffentlicht in Australia

Wie teuer ist Sprit in Australien?

Spritpreise in Australien

Eine gute Nachricht aus dem sonst teureren Australien! Benzin und Diesel sind in Australien guenstiger als in Deutschland.

Durchschnittlich:

1.22 – 1.42 $ unleaded (Super)  –> 0,86 – 1,00 Euro
1.35 – 1.48 $ Diesel –> 0,95 – 1,05 Euro

Discounts beim Tanken

Geht ihr bei Woolworth einkaufen und gebt mehr als 15 oder 20$ aus, bekommt ihr bei den meisten CALTEX Tankstellen 4-6 Cent Rabatt (pro Liter)

Geht ihr bei Coles einkaufen und gebt mehr als 15 oder 20$ aus, bekommt ihr bei den meisten SHELL Tankstellen 4 Cent Rabatt (pro Liter)

Es gibt noch mehr Shops, die das anbieten. Am Besten ist, ihr fragt einfach nach.


Petrol in Australia

To be fair, it doesn’t happen very often, but yeah Australia is cheaper than Germany regarding petrol and diesel!

Let’s talk numbers!

on average youll be looking at the following prices for 1 litre:

1.22 – 1.42 $ unleaded (Super)  –> 0,86 – 1,00 Euro
1.35 – 1.48 $ Diesel –> 0,95 – 1,05 Euro

Those prices are not applicable to outback „gas stations“ of course ;-)

Anyway, there’s even a cheaper way to purchase petrol by shopping at cole’s, woolworth and so on, since they give you discounts of 4-8 cents per litre!