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ein Stop Over an der Gold Coast

8. April. Nur einen Katzensprung von Byron Bay ist die Gold Coast entfernt. Etwa 60-70km Fahrt (je nachdem wo man hin will) und man befindet sich schon an der beruehmten Gold Coast. Auf Wunsch von Marco sind wir einen „kleinen“ Umweg gefahren, um Nimbim anzuschauen. Das Dorf ist extrem klein, aber sehr „beruehmt“ geworden…und zwar fuer seine Hanfkekse und Kifferszene… aehm ja. Also es war mal eine Erfahrung, aber hat fuer mich irgendwie so gar nicht in das Bild Australiens hineingepasst. ;-)

Nightcap Nationalpark

Auf dem Weg zur Gold Coast, sind wir durch den Nightcap Nationalpark gefahren, um noch etwas von der Natur mitzubekommen. Wir fahren also den Newton Drive aufwaerts in die Berge – soweit so gut…der Ausblick ist wieder einmal atemberaubend, der Fahrtweg war aber definitiv mit Risiken behaftet… Auf und ab und extrem enge blinde Kurven…lieber Gott, lass niemanden von vorne kommen. Wir kriechen mit 40 km/h die Strasse hinauf und fragen uns, wie man hier 100km/h fahren darf…geisteskrank!!! Als wir oben an der „Picnic“ Area ankommen, sind wir echt enttaeuscht, denn es gab weder Tische noch einen BBQ. Und nun? Damit es nicht ganz umsonst war und wir tierisch hungrig waren, haben wir etwa 400 m rueckwaerts auf einer Ausbuchtung Halt gemacht und einen phaenomenalen Ausblick genossen. Hier packen wir Campingtisch und Stuehle aus und kochen ein leckeres Currygericht. Mit dem Blick auf das Tal, haben wir ein wunderschoenes Mittagspaeuschen.

PS: Ob die Fahrt fuer den Van gut war ist fraglich, denn die Bremsen haben so dermassen gestunken…ich haette schwoeren koennen, dass das halbe Auto verbrannt ist. :-)

..Ankunft an der Gold Coast

Wir hatten noch keinen Plan, ob und geschweige denn wie lange wir hier bleiben wollen. Nachdem uns eine Einheimische Frau gesagt hat, dass „wildes Campen“ bis zu 2.000$ Strafe kosten kann, hatten wir ploetzlich wenig Ambition eine Nebenstrasse zum Schlafen zu suchen. Also haben wir erst einmal in einen sehr empfehlenswerten (jedoch nicht billigen) Holiday Park (Boyd Bay Holiday Park) eingecheckt, um Batterie und Wasser zu fuellen. Fuer insgesamt 53$ (3Pax, Strom) gab es immerhin auch einen Pool, sehr sehr saubere Facilitaeten und einen Platz direkt am See. Man haette das durchaus etwas laenger geniessen koennen.

Den restlichen Abend heisst es fuer uns: Ueberlegen wo es morgen hingeht, oder ob wir hier bleiben wollen.

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Byron Bay’s phaenomenaler Sonnenuntergang

7.April. Nach einer warmen Dusche beschliessen wir mal wieder Waesche zu waschen. Kaum auf der Leine aufgehangen, beginnt es zu regnen. Haha…super. Was soll’s…wir gehen in die Stadt und schmeissen dann eben spaeter einen Trockner an.

Nach 2,5km Spaziergang, kommen wir in den Ort und -wen wundert’s- ein Laden reiht sich an dem Anderen. Also wer gern Geld ausgibt, kann das in jedem Ort tun. Guenstig finde ich es nirgends, ausser in Grossstaedten oder in KMart, Target etc. Wir schlendern also durch die Strassen und werfen ab und zu einen Blick hinein, goennen uns ein ziemlich leckeres Eis – fuer schlappe 6$ (an die Preise muss man sich echt gewoehnen!!!) und laufen zum Strand. Wer von Byron Bay gehoert hat, uberrascht es nicht mehr, aber es gibt echt super viele Hippies. Rasterlocken, bunte Stoffarmbaender, quirlige „Kleider“, …kurz und knapp: Bob Marley Style.

ein phaenomenaler Sonnenuntergang als perfekter Abschluss

Byron’s Strand ist sehr lang und wir entscheiden und deshalb am Strand zurueck zu laufen. Ehrlich gesagt, haette die Entscheidung nicht besser sein koennen, denn wir haben einen unglaublichen Sonnenuntergang erlebt! Ich sage einfach nichts weiter dazu, schaut euch die Fotos an :-)

21 Uhr kochen wir unser Abendbrot -schmeissen natuerlich den Trockner an- und verfallen wieder in einen tiefen Schlaf. Morgen geht es weiter in Richtung Gold Coast mit einem Abstecher in Nimbim.

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370 km gen Norden

6. April. Verzueckt von den suessen Koalas machen wir uns nun auf den Weg Richtung Byron Bay. Es ist mittlerweile schon 17 Uhr und es liegen 370 km vor uns. Das entspricht etwa 4,5h Fahrt.

Marco und ich haben uns zwar abgewechselt, aber die Langeweile macht echt muede. Wir haben es nicht ganz nach Byron Bay geschafft und uns dafuer entschieden in einem Vorort namens „Ballina“ zu naechtigen. Da die Campingplaetze selbstverstaenlich um 22 Uhr schon geschlossen waren, haben wir in irgend einer Strasse vor einem „Medical Care“ Center geschlafen. Haha.

Angst vor hohe Strafe

Wir haben immer wieder unterschiedliche Geschichten gehoert. Einer erzaehlte uns, dass man schlafen kann, wo kein „No Camping/ No staying overnight“ Schild war. Jemand anders erzaehlte uns, dass ausserhalb ausgewiesener Flaechen generell mit mehreren tausend Dollar bestraft werden kann. Also haben wir unseren Wecker auf 6 Uhr morgens gestellt und sind schnell verschwunden!


7.April.

Diesmal gehen wir auf Nummer sicher

Da Ungewissheit ziemlich uncool ist und wir keinen Stress wollten, haben wir uns direkt auf den Weg nach Byron Bay gemacht. Die Fahrt ging schnell, da es nur noch 30 km bis in den Ort waren. Wir haben einen Platz im Belongil Fields Caranvan Park fuer 17$ p.P. inkl. Strom ergattert.

Der Platz war ok, für den Preis. Die Waschmaschinen jedoch fast alle kaputt.

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Planschmiede & Zwischenfazit

27. April. Jeani ist seit zwei Tagen in Neuseeland und wir sind nun alleine in Cairns. Allem voran: Wir moegen Cairns selbst nicht allzu sehr. Wir sehnen uns nach einem schoenen kleinen Vorort. Ja und nun?

Wie geht’s weiter? 

Job? Auto? Geld? Wohin? Wie lange? Wie? Oh Gott, soo viele Fragen jagen uns durch den Kopf… Wir sind absolut planlos …dieses Gefuehl ist neu fuer mich, denn ich habe immer einen Plan. Finde ich das jetzt gut, oder finde ich es aetzend? Marco ist noch recht entspannt und stellt sich alles ganz easy vor. Auch gut. Also wir sortieren unsere Gedanken und, das was wir bisher gelernt haben:

  1. Wir wollen nicht hier bleiben
  2. Wir wollen nicht in die Kaelte
  3. Wir haben uns gesagt, wenn wir bei 15.000 sind, sollten wir langsam anfangen zu arbeiten. Da sind wir nun angelangt
  4. Wenn wir nicht hier arbeiten wollen, sondern etwas ab vom Schuss, brauchen wir ein Auto
  5. Wo bekommen wir ein Auto her? Und was kostet es?
  6. Wir brauchen erst einmal eine Steuernummer (TFN) und ein Bankkonto.
  7. Und die wichtigste Frage: Wo kommen wir unter? Das Hotel ist nur bis zum 28. gebucht…und dann? Keeeine Ahnung…

So,…das ist echt verdammt viel…Ich bin genervt und wir machen uns einen Plan in welcher Reihenfolge wir alles innerhalb von 2 Tagen regeln.

26.April:

  1. Wir suchen online nach einer Gastfamilie und nach einem Auto – parallel – und schreiben bzw. rufen die Personen an
  2. Nebenbei beantragen wir schnell online unsere Steuernummer
  3. Zwischendrin klappern wir auch noch ein paar Jobangebote auf Gumtree ab…nix ist so richtig super

27. April

  1. Ich rufe mehr als 5 Personen an, welche bei Gumtree Raeume/ Unterkuenfte anbieten…erfolglos. Entweder sollen wir mehr als 3 Monate bleiben (oh nee, bitte nicht) oder sie sind vergeben. Preislich liegt alles bei 200 +/- 40$ pro Woche.
  2. 10:30 haben wir unsere erste Autobesichtigunng …nun gut, ich glaube wir muessen weitersuchen, denn in den Wagen muessten wir noch einmal 1.200$ oder mehr investieren, damit alles in Ordnung ist
  3. 12:00 haben wir unsere zweite Autobesichtigung …der gefaellt uns richtig gut, sehr gepflegt auf den ersten Blick. Doch leider null Service-History und keine Servicenachweise…hm..4.200$ finden wir dafuer dann doch noch zu viel
  4. 12:30 sitzen wir in der Commonwealth Bank und eroeffnen unser australisches Bankkonto! Unsere Beraterin hiess Sarah…welch ein Fit ;-)
  5. 13 Uhr gehen wir in die Bibliothek und pimpen unsere Lebenslaeufe fuer eventuelle spontane Job-Bewerbungen
  6. 15 Uhr bekommen wir einen Anruf von Rebecca! Ihre Familie haben wir gestern angeschrieben und schon meldet sie sich. Wie fantastisch! Noch viel besser: Sie wollen uns haben, schon ab naechster Woche. Juhu.
  7. 15:30 haben wir eine Besichtigunng in einer WG, die auf den ersten Blick OK scheint, aber erst Anfang Mai frei ist. Wieder ein Schuss in den Ofen…
    Das macht die Entscheidung einfacher!

Fliegen wir gleich nach Brisbane, oder kaufen wir das Auto sofort, damit wir puenktlich bei unserer Gastfamilie sind? 

Wir ueberlegen uns einen Plan B. Da wir hier eh keine Bleibe haben und zu geizig fuer ein Hotel sind, beschliessen wir online nach einem Auto in Brisbane zu suchen. Falls es dort etwas Gutes, oder Besseres gibt, fliegen wir eben gleich dort hin und kaufen es dort! Das wuerde uns zumindest stressige 1.500km Fahrt ersparen…

Alles fuegt sich zusammen…wir kommen unserem Traum ein grosses Stueck naeher. Danke liebes Schicksal.

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Port Macquarie & Koala Hospital

06. April 2015

Nachdem wir das Glueck hatten, dass unser Gas an der naechsten Tankstelle aufgefuellt wurde (9$ fuer 2kg..guenstig ist anders), machten wir uns auf den Weg in den Ort selbst. Port Macquarie ist nur 15 Min Fahrt entfernt.

Port Macquarie – der Hafen

In der Naehe des Hafens darf man bis zu 2 h kostenlos parken, gleich hinter Target. Unser erstes Ziel war der Hafen selbst, denn dort hab es einen Weg entlang der Kueste, welcher die Straende miteinander verbindet. Auf dem Walk gibt es eine -mittlerweile sehr bekannte- Ansammlung von Felsenbemalungen. Gedenken und Liebesgestaendnisse und Lebensweisheiten sind u.a. als kleine Kunstwerke zu beaeugen. Dieses Spiel zieht sich 1,5 km hin, bis man am Town Beach ankommt. Ich setze mich auf einen Felsen zu einem Gleichgesinnten Asiaten und verstecke mich hinter meiner Kamera, denn der Anblick der Surfer und Wellen ist echt schoen.

Gegen 13 Uhr fahren wir die Kuestenstrasse weiter und haben mitunter einfach grandiose Ausblicke…ich kann gar nicht oft genug erwaehnen wie schoen Australiens Kuesten sind! Satt sehen werde ich mich wohl nie.

Puenktlich, kurz vor 15 Uhr, sind wir am Koala Hospital wo taeglich kostenlose Fuehrungen angeboten werden. Der Besuch ist kostenlos und das Krankenhaus fuer Koala lebt nur von Spenden bzw. Patenschaften. Seit den 70ern gibt es das Krankenhaus fuer Koala. Es ist zudem das erste und aelteste. Die Angestellten sind extrem freundlich und engagiert und ich wuensche mir auch einen Monat dort arbeiten zu duerfen. Wer weiss, wer weiss.

Weiterfahrt zur Gold Coast

Etwa 17 Uhr machen wir uns auf weiter Richtung Norden. Es liegen noch 2.250 km bis nach Cairns vor uns. Doch erst einmal ist unser naechster Stop in Ballina (370km), kurz vor der Gold Coast.

Genaechtigt haben wir im Boyd Bay Holiday Park fuer insgesamt 53$ inkl. Strom und Pool, direkt an einem See. Qualitativ sehr zu empfehlen – wenn auch nicht ganz guenstig!

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der Moment am Port Stephens

5. April.  Wir ziehen unsere Vorhaenge zur Seite und denken: Wow! Ist schon herrlich, so am Morgen als erstes das Meer und Sonnenschein zu sehen…und wenn man dann auch noch seine Autotuer oeffnet und die Voegel dazu hoert…..einfach nur toll!

Ganz entspannt freuen wir uns auf unsere Dusche..haetten wir nur gewusst dass diese arschkalt ist! Wir haben noch nie so unentspannt geduscht. Aber hey…besser als gar keine Dusche, oder?

eine Menge Wanderwege, doch leider nur wenig Zeit

Am Shoal Bay gibt es etwa 3 bzw. 4 Wanderwege zu super Aussichtspunkten. Leider hatten wir nur ein kleines Zeitproblem und entschieden uns daher fuer den kuerzesten. Schon nach wenigen Minuten gelangten wir zu einer wunderschoenen Bucht, die ich definitiv nicht so schnell vergessen werde.

Doch es kam noch viel besser!

Port Stephens wurde seinem Ruf tatsaechlich gerecht! Wir standen gegen 11 Uhr am Strand und wir koennen es nicht glauben, aber nur 50m von uns entfernt schwammen im Wasser zwischen den Kayaks und Booten Delfine!!! Wuhuuuuuuuuuuuuuuuuuu…das war einfach nur GENIAL! Es waren insgesamt 3 Delfine, die umhersprangen und sich vergnuegten…ich haette vor Freude wieder einmal heulen koennen. Das hat definitiv den Tag zu einem sehr Besonderen gemacht.

Abfahrt in Richtung Port Macquarie

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Es bestand wieder ein fast dreistuendiger Aufenthalt im Auto gevor, denn unser naechstes Ziel war Port Macquarie. Irgendwie verging der Tag so unglaublich schnell, denn wir haben auf unserer 190km Strecke immer mal wieder hier und da angehalten. So kamen wir dann nach 18 Uhr in Wauchope an. Fuer nur 20$ inkl. Strom durften wir in Wauchope auf dem Showground naechtigen. Wir Gluecklichen. Wir sind auch echt wahnsinnig muede und schlafen nach dem Abendbrot unter Sternenhimmel schnellstens ein.

..doch eine Frage liess uns nicht los: Wo bekommen wir neues Gas her, was wir zum Kochen benoetigen?

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Von Sydney nach Port Stephens

4. April
Unsere erste Etappe hat uns von Sydney in Richtung Port Stephens gefuehrt. Etwa 200 km sind wir fahren und haben unglaubliche 4 Stunden dafuer gebraucht. Zum Einschlafen…

Unser erster Zwischenstopp war Newcastle, wo wir zum Leuchtturm spaziert sind. Spazieren ist jedoch das falsche Wort…wir haben uns durchgekaempft, denn es hat dermassen gestuermt und geregnet, dass wir teilweise nichts mehr gesehen haben. Die Wellen waren extrem, Sand flog durch die Luft, der Steg wurde zwischendurch von Wellen ueberrannt und wir bekamen eine kalte Dusche nach der anderen ab. Am schwierigsten war es, nicht vom Wind weggefegt zu werden. Es war einfach phaenomenal, denn solch ein Naturschauspiel haben wir bisher noch nicht erleben duerfen.

Vollkommen durchtraenkt und beeindruckt sind wir eine Stunde spaeter zurueck am Auto und fahren weiter Richtung Norden. Noch eine Stunde lag vor uns…langweilige 70km, denn 80-110 km/h zogen die Fahrt echt in die Laenge.

Uebernachtung in Port Stephens am Shoal Bay

Wir haben gluecklicherweise einen Parkplatz gefunden, auf welchem mehrere Camper und Wohnwagen standen und kostenlos uebernachten konnten. Das war unsere erste Nacht und wir wussten noch nicht so richtig was ueberhaupt erlaubt ist. 50$ fuer .Öeine Uebernachtung wollten wir allerdings nicht zahlen, denn immerhin kostet unser Camper ja schon ueber 2.000 Euro fuer 23 Tage.

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Australien – die Reise beginnt

01. April 2015.
Gegen Mittag landen wir in Sydney, nachdem wir 7 Stunden Flug fuer 115 Euro mit Scoot Airlines hinter uns haben. Mein Fazit zu Scoot:

  • der Flug war turbulenzenfrei und wir konnten die 7 Stunden ziemlich gut „wegschlafen“
  • eine Frechheit fand ich, dass die fuer eine Decke 11$ (8,50Euro) haben wollten…
  • das Essen (welches wir guenstiger vorbestellt haben) war ……naja wir sind satt geworden
  • Beinfreiheit etc. war besser als bei RyanAir oder Easyjet, von daher kann man sich null beschweren

Fuer den Preis war das sowieso Jammern auf hoechstem Niveau.



Es ist dieser Moment, in welchem du realisierst: Wir sind am anderen Ende der Welt. In Australien. Jetzt wird der Traum endlich Realitaet…


Sydney Kingsmith Airport

Wir hatten echtes Glueck, was unsere Ankunft anging. Unsere Rucksaecke wurden nicht auseinander genommen, es wollte niemand einen Einkommensnachweis oder Weiterflugticket sehen und auch unsere Schuhe wurden nicht auf Erdreste untersucht. Ob das daran lag, dass wir aus Singapur kamen, weiss ich nicht. Denkbar ist es jedoch, da Singapur auch streng und sehr sauber ist und daher eine Einreise von Singapur eventuell besser wirkt, als ueber Bangkok oder Kuala Lumpur. Was man allerdings immer auf der Arrival Card ausfuellen sollte, ist eine Adresse, wo man unterkommt. Da sind die Australier echt genau…nix anzugeben wird nicht toleriert…also zu Not wohl etwas ausdenken.

Erfreut darueber wie problemlos und easygoing das alles funktiert hat, waren wir so riiiichtig happy, als wir von einer KOSTENLOSEN Dusche erfahren haben. Oh man …juhuuuuu eine Dusche…kostenlos! Wuhuuuu…nach mehr als 20 h ist das schon mal eine feine Sache.

Mit dem Bus in die Innenstadt

Nach etwa 2 Stunden, haben wir geduscht, eine SimKarte besorgt, einen Kaffee gekauft und sind auf dem Weg zur Bushaltestelle. Es gibt ein paar Linien, die in die Innenstadt fahren. Wir mussten nach Randwick und haben etwa 45 Min gebraucht und 3,50$ gezahlt (2,80Euro). Der Zug waere doppelt so teuer gewesen. Hier kann man erfahren, mit welchem Transportmittel man vom/ zum Flughafen gelangt. Unsere Buslinie 400 faehrt in die Stadt und befindet sich am Ausgang rechts.

Als wir durch die „Suburbs“ (Siedlungen) fahren, fuehle ich mich fast heimisch. So vieles erinnert mich an die Staaten. Gleichzeitig kommt etwas Traurigkeit auf, denn ich bin zwar nun am anderen Ende der Welt und entfache Gluecksefuehle, wie in de Staaten, aber mir wird auch gleichzeitig bewusst, dass ich meiner ehemaligen Gastfamilie kein Stueck naeher gekommen bin. Trotz alldem…wir sind aufgeregt und es wird hoffentich eine grandiose Zeit!

zu Gast bei David

Wir haben das Glueck, dass wir die ersten 3 Naechte bei David schlafen koennen (ein ehemaliger Kommolitone unserer Uni, der in Sydney seinen Master macht). Witzigerweise hat er auch genau am heutigen Tag Geburtstag und wir bringen ihm eine Flasche Ouzo mit. Abends haben wir ihn in „The Bank“ (Biergarten in Newtown) getroffen und ziemliche viele seiner Freunde bzw. Kommolitonen kennengelernt. Irgendwie war der Abend echt cool, die Leute waren sehr offen und man hat super viele Tipps und Einblicke fuer den Anfang bekommen. Auch haben wir ein deutsches Paar kennengelernt, von welchem Lene (die Frau) schon seit Oktober hier ist und viele Tipps verraet. Die Australier sind echt tiefenentspannt, aber Schliesszeiten werden auf die Minute eingehalten. 1 Uhr schliesst der Biergarten, 5 Minuten vorher geht die Musik aus, das Licht an und es wird gebeten auszutrinken. Geil…unter diesen Umstaenden wuerde ich doch glatt auch in einer Bar arbeiten. Vielleicht sollte ich mal drueber nachdenken?

02. April 2015.
Es ist Samstag, David hat frei und wir beschliessen gemeinsam Fruehstuecken zu gehen. An die Preise muss man sich echt erst einmal gewoehnen, denn ein Fruehstueck mit Toast, Ei & Avocado kostet 14$ (9,80Euro). Jeden Tag kann man sich das nur leisten, wenn man arbeitet, das ist klar.

„In Australien essen gehen kannst du absolut abhaken. Es ist soo teuer…“

Diese Aussage habe ich dutzende Male gehoert. Um mal etwas zu differenzieren, haben wir uns natuerlich einen Ueberblick geschaffen und waren auf das Schlimmste gefasst. So viel kann ich schon einmal verraten: Es ist  nicht so schlimm wie man denkt…

Die Tortur den Campervan abzuholen

Heute mussten wir bis spaetestens 14 Uhr bei Camperman sein, um unseren Van abzuholen. Und eins sag ich Euch: Die Filiale war am Arsch der Welt… Wir haben doch glatt 1:30h benoetigt, um anzukommen und haben zwischendurch daran gezweifelt ueberhaupt anzukommen. Wir standen naemlich 4km vor dem Ziel mitten in einer (zwar sehr idyllischen aber sehr abgelegenen) Siedlung im Nirgendwo und der Bus kam einfach nicht. Es war bruetend heiss, es gab kein Schatten…das Wasser war leer und wir hatten nur noch 20 Min bis wir da sein mussten. Es gab also 3 Optionen:

  1. Wir hoffen, dass ein Taxi vorbei kommt (was innerhalb von 15 Min nicht geschah, geschweige denn ein anderes Auto)
  2. Wir laufen die restlichen 4 km..innerhalb von 20 Min ziemlich unwahrscheinlich zu schaffen, oder einfach nur eklig bei der Hitze :-D
  3. Wir warten…und warten und hoffen, dass doch noch ein Bus kommt

Und da war er!!!! Zwar total zu spaet, aber er war da: Der Bus juhuuu….13:59 Uhr stuermen wir in die Filiale von Camperman.

Es hatte dann etwa 30 Min gedauert und wir sassen im (ziemlich grossen und unuebersichtlichen) Van auf dem Rueckweg zu David. So, nun den ganzen Weg durch die City zurueck…das wird ein Spass. (Wir haben es selbstverstaenlich mit Bravur gemeistert)


03. April 2015.
Ein Tag Sightseeing muss einfach sein. Wir beschliessen also, aufgrund der extrem hohen Parkkosten, wieder einmal mit dem Bus zu fahren. Irgendwie war das am Ende jedoch auch nicht guenstiger, denn man zahlt pro Buslinie immer zwischen 2,40 & 3,50 $. Naja…es lebe die OpalCard, die wir nicht hatten  (mit der wir jedoch haetten massig sparen koennen) ;-)

Von der Oper bis zum Fischmarkt

Unser Augangspunkt war Circular Quay, eine der wichtigsten Bushaltestellen. Wir sind u.a. zur Harbour Bridge gelaufen, zur Oper, zum Darling Harbour und zum Fischmarkt. Uebrigens gibt es in Sydney die Buslinie 555, welche kostenlos durch die City faehrt! Hier findet ihr die Route.

FAZIT: Ich glaube man muss in Sydney gewesen sein, da es Drehpunkt fuer jedermann ist. Nach 3 Tagen kann man noch nicht ganz sagen, ob es gefaellt, oder nicht, da wir generell eher auf kleinere Staedte abfahren. Wir kommen aber definitiv wieder und moechten Sydney besser kennenlernen, denn die 3 Tage haben bei Weitem nicht gereicht.