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Azoren – Tag 5

Ich hatte mir einmal vorgenommen, Optimismus an den Tag zu legen. Daher werde ich jetzt nicht darüber klagen, dass es heute von 11 Uhr bis 22 Uhr komplett durch geschüttet hat. Vielmehr hatten wir (wieder einmal) ziemlich großes Glück, dass der Himmel sich „erst“ 11 Uhr dazu entschieden hat, sich fortlaufend über uns zu ergießen.

Sete Cidades

Heute war also unser Outdoor-Trip zu den Vulkankratern Programm. 9 Uhr wurden wir von einem super netten Guide abgeholt und wir waren bei der gesamten Tour auch nur 4 Personen + Guide. Das machte den Tag ziemlich flexibel und sehr persönlich. Zu Beginn sind wir nochmals zu einer (diesmal anderen) Ananas Plantage gefahren. Santo Antonio. Hier gab es zu Beginn einen eigenen Kurzfilm, was für Ben ganz nett war. Außerdem hat die Mitarbeiterin, welche sicher schon Ende 60 war, fantastisch englisch geredet und so konnte man sie mit Fragen löchern. Auf Nachfragen, ob das mit dem Englisch hier generell früher schon gelehrt wurde, erzählte sie mir, dass sie (wie viele andere auch) Verwandte in den Staaten haben. Früher, also um 1960 herum, sind massenhaft Einheimische in die USA über gesiedelt.

Nach der Plantage haben wir zwei griechische Frauen eingesammelt, wovon eine etwas Deutsch konnte. Das fand Ben super. Gemeinsam führen wir also in Richtung Sete Citades („70 Vulkane“), welche im Westen der Insel liegen. Schon entlang der Route gab es schöne Aussichten zu genießen und vor allem KÄLTE. Boah…gestern noch am Strand bei 23 Grad und heute ist bei 11°C Frieren Programm.

Als wir am Startpunkt der kleinen Wanderung zu den großen Kratern angelangt waren, zeigte das Thermometer 10°C. Oben angekommen nur noch 6°C. Dazu kam der frostige böige Wind. Ben war anfangs nicht allzu motiviert nun den ganzen Weg nach oben zu laufen, aber nach einigen Minuten hatte er sich gefangen und wir waren ihm eindeutig zu „lahm“. Den Ausblick fand er dann doch zieeeemlich cool und hat sich gefreut, als hätte man ihm ein Vanille-Eis-Abo geschenkt.

Das Dorf, in welchem wir dann eine Kleinigkeit im Imbiss/Café gegessen haben, war ziemlich klein und irgendwie sehr karg. Die Preise waren 50% von denen in und um Ponta Delgada. Das Essen war sehr einfach und doch sehr lecker. Und dann kam der Regen. So richtig…

Der Rückweg war nett anzusehen, wenn auch wenig zu genießen, da auszusteigen keine Option mehr war. Was Luis (der Guide) aber echt toll gemacht hat, war, dass er scheinbar alle Fragen zu beantworten wusste und uns total gute Einblicke in das tägliche Leben, sowie in die Geschichte der Azoren gewähren konnte.

Das haben wir heute über die Azoren gelernt…

  • Die Milchproduktion war der erste Wirtschaftszweig der Azoren und Sao Miguel war die erste Insel
  • 35% der gesamten Milch Portugals (also auch Festland) stammt von den Azoren
  • auf den Azoren gibt es unfassbar viele Käsespezialitäten
  • der Großteil des Anbaus ist und war schon immer nahezu pestizidfrei und wahrscheinlich mehr bio als „Bio in Deutschland“
  • Die schwarz-weißen Kühe sind die ertragreichsten und hiesig anpassungsfähigsten Milchkuh-Arten, weswegen 9 von 10 Kühen auf den Azoren eben diese sind
  • bis 2007 gab es nazu keine Touristen und erst 2012+ ging es richtig los
  • In nahezu allen Gebieten ist das Wasser aus der Leitung guter Trinkwasserqualität
  • Es gibt keinerlei giftige Tiere, der einzige „Räuber“ auf der Insel ist der Falke
  • Ca. 50% des Fleischkonsums produzieren die „Insulaner“ selbst, Massenhaltung existiert hier noch nicht
  • Sao Miguel hat (als einzige Azoreninsel) eine eigene Universität, an welcher man mehrere Fachrichtungen studieren kann (Wirtschaft, Architektur, Ingenieurwesen und (Meeres)Biologie… )
  • In Ponta Delgada (Hauptstadt der gesamten Azoren) leben super viele Studenten und temporäre residents sowie saisonale Rentner
  • Sao Miguel ist die einzige Insel, auf welcher es die Ananas Plantagen gibt
  • Ananas werden nur innerhalb der Azoren ausgeliefert, da es kaum Überschuss für den Export gibt
  • der Ananas Anbau ist recht aufwendig und teuer, Handwerk und nicht industriell, weshalb auch preislich kein Exportgeschäft lohnt
  • die Ananas sind schadstoff- und pestizidfrei
  • Das Wetter in diesem Mai ist sehr untypisch und eher winterlich
  • im Sommer werden es meist 26-30°C
  • die Flughäfen der Azoren sind ziemlich gefährlich, da die extremen Seitenwinde tückisch sind, mal ganz zu schweigen vom Regen an 150 von 365 Tagen

Hintendran noch ein Road trip auf eigene Faust

Etwa 13.30 Uhr sind wir wieder Zuhause abgesetzt worden und fragten uns: Und was nun? Besseres Wetter war heute nicht mehr zu erwarten. Buddeln am Strand daher keine Option. Ich wollte doch aber noch sooo gerne mehr von der Insel sehen. Ben hatte einen Vorschlag: „Mama, komm wir fahren jetzt einmal bis ganz ans andere Ende da rechts!“ Da hab ich mich doch stark gewundert. Nach etwa 3h Busgefahre. Aber natürlich war das noch nicht alles: „Mama, du kannst doch fahren! Ich nehm‘ mein Tablet mit. Ich hab doch heute sowieso noch kein Tablet gehabt.“Clever ist er ja. Allerdings fand ich diese Idee attraktiv. Ich kann durch die Gegend Gondeln und er langweilt sich nicht.

Es stellte sich heraus, dass er sich auch so nicht gelangweilt hätte. Denn es boten sich wirklich sagenhafte Ausblicke an. Angefangen von nebelverhängten Seen und Bergen bis hin zu „Dampflöchern“, aus welchen die Erdwärme kochend heiß ausströmte. Als wir oben an den Klippen und, später unten am Strand, standen war es um Ben geschehen… Um mich aber auch. Australien hatte schon krasse Wellenlänge zu bieten, aber das was wir hier gesehen haben, kann man auf Fotos gar nicht festhalten.

Allgemein muss man sagen: die Insel ist unfassbar grün, gewaltig, überall von Moos bedeckt (über 400 Arten gibt es hier) und wunderschön, dass 6 Tage schon fast knapp bemessen sind, wenn man mit Menschen und Natur in Kontakt kommen will. Das Wetter ist nicht zu unterschätzen und das gilt vor allem, wenn man Outdoor Touren plant (Mountainbiken, Quad Touren, Wandern, Whale Watching,….). Der Regen ist eben kein „Plätschern“ , sondern teilweise sehr heftig und gepaart mit Winden. Ein, zwei Tage Puffer sind also ganz praktisch.

Ich bin gespannt wie morgen sein wird.

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Azoren Tag 4 – 29. Mai

Leute…ich bin so dämlich. Heute habe ich wieder einen richtigen „Sarah Fail“ hingelegt. Aber dazu komme ich gleich…

Ihr erinnert euch, gestern war der Regentag. Der Tag, an welchem wir Zuhause rumgehangen haben. Weil es hat ja geregnet. So richtig doll. Und ohne Auto war das dann doch doof. Zum Glück haben wir ja ab dem 28.ein Auto gebucht. Nur noch einen Tag lokal abhängen.

Also haben wir heute nochmal 2 Stunden auf dem Spielplatz verbracht, bei der Ananas Plantage nochmals gesündigt und sind dann noch zwei Stunden durch die Stadt gegurkt, haben die Seacolors noch einmal besucht. Da haben wir auch in Erfahrung gebracht, dass wir am 27. so richtiges Glück hatten, denn heute wurde noch kein Wal gesichtet und gestern konnte gar nicht erst rausgefahren werden. Also haben wir bis 15.30 Sightseeing betrieben, um dann pünktlich 16 Uhr unser Auto abzuholen.

So. Wem von Euch ist der Fehler bereits aufgefallen? Na? Kommt schon… Überlegt mal.

Genau! Heute ist der 29. Mai. Also war gestern die Auto Abholung…..haha…..Was für ein Mist! So klar, dass ich so etwas verpeile. Der Spaß hat mich 80 Euro extra gekostet. Was habe ich daraus gelernt? Ich trage mir ab sofort alle Pick-up und Drop-off Zeiten in den Kalender ein. Nun bleibt die Hoffnung, dass ich auch tatsächlich in den Kalender schaue. Wenn nicht, habe ich einen lieben Mann, der mich ja glücklicherweise immer an meine Dinge erinnert :-).

Endlich mal an den Strand…BUDDELN.

Ben fragt seit 5 Tagen wann er denn nun endlich buddeln gehen kann. Nun war es zwar schon kurz vor 17 Uhr, aber versprochen ist versprochen. Das Ergebnis: ein unfassbar glückliches Kind, dass „das ist der Wahnsinn!“ schreit und voll in seinem Element ist. Na dann, jeden Tag 2 Stunden Buddeln, würde ich mal meinen.

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Azoren Tag 3 – 28.Mai

Es regnet. Ich meine so richtig….oooohne Ende…..wo das Meer ist, lässt sich nur erraten. Zeit für einen Filme-Vormittag, bis der Regen sich verzieht…also wohl doch eher ein Filme-Tag.

Ben hat einen neuen Freund namens „Balli“

Ihr denkt doch wohl nicht, er hätte einen waschechten Portugiesen aufgerissen. Nein, nein. Er hat beschlossen, dass er gerne einen Ball kaufen möchte und dieser überall und das zu jeder Zeit dabei sein soll. Gesagt getan. Balli bekommt einen eigenen Stuhl, einen eigenen Schlafplatz und wird jeden Abend ebenso geduscht.

Der erste gemeinsame Ausflug führte uns zur Ananas Plantage, welche gleich ums Eck ist. Nach der kleinen Führung gab es dann Ananas, Ananas und nochmals Ananas …in jeder erdenklichen Form: Marmelade, Kompott, Sandwich, Ananas pur, Ananassaft, Ananas-Teigtaschen, Ananaslikör, Ananaseis, ….. Ich gebe zu. Es war ziemlich lecker. Die „Führung“ hingegen war eine self-guided Tour mittels QR Codes. Semi-Cool. Da es aber auf Sao Miguel mindestens 20 Plantagen gibt, weiß ich nicht, ob das woanders besser ist. Wer das mit den QR Codes macht, kann jedenfalls viele Infos mitnehmen. Zum Beispiel, dass die Ananas 2 Jahre (!!!) braucht, um zu reifen.

Der zweite gemeinsame Ausflug war der Botanische Garten in Ponta Delgada. Ben war ziemlich begeistert von den riesigen Wurzeln der Bäume und der Wiese, auf welcher man hervorragend Ball spielen konnte… ;-)

Danach ging es mit Balli zum Abendessen in einen irischen Pub. Ben hatte Glück, die nette Kellnerin konnte etwas Deutsch. Das fand er super. Sie war auch so gesehen ein Goldstück, denn der Koch war gerade in Pause und nun mussten wir eigentlich eine halbe Stunde warten. Doch was hat sie getan? Sie hat ihm einfach selbst das Essen gemacht. Herrlich ,und so war sie bei Ben ganz ganz oben auf der Liste der heutigen Lieblingsmenschen.

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Urlaub?

Als wir hier und da von unseren Reiseplänen erzählt haben, kamen unterschiedlichste Rückmeldungen dazu. Von „Wie ihr macht das alleine!?“ bis hin zu „Wow, was für ein schöner langer Urlaub!“

Ich habe mir schon vor der Reise gedacht, dass es nicht immer „leicht“ , entspannt oder toll sein wird. Ist ja auch unrealistisch. Bei einem Urlaub von 1-2 Wochen ist jeden Tag „Urlaubsfeeling“. Meist auch in vollem Familienumfang. Jeden Tag was aufregendes erleben, Eis ohne Ende, machen was man gerade eben so mag.

Ben war die ersten 4 Tage so aufgeregt, dass alleine einschlafen keine Option war, richtig essen nicht existent und eine Flut von „Können wir das auch machen? Jetzt Mama?“ den Tag bestimmten. Ich muss sagen, ich bin erstaunt, wie er die ersten Tage gepackt hat. Mit dem ganzen aufregendem Drumherum war aber auch schnell klar: Nun geht’s an den Aufbau von Alltagsroutinen.

Er hat die Wohnung hier, die so richtig wohnlich und gemütlich ist, ganz schnell als „Zuhause“ angenommen und ich bin froh, dass es kein Hotel ist. Geschirrspüler ausräumen, Essen einkaufen, kochen, Wäsche waschen und mal den Nachmittag auf dem Sofa mit einem Film zu verbringen ist echt ein Segen.

Ben hat sich seine eigene Routine aufgebaut: Morgens den Tisch decken, im Wohnzimmer spielen und sich danach um seinen neuen Fraund „Balli“ kümmern. Außerdem wird jeden Tag der Morgenkreis gemacht, wobei ihm jeder Gegenstand als Person auf dem Stuhl neben sich recht ist. Ab und zu telefoniert er auch imaginär mit seinen Freunden. Dann muss es jeden Tag einmal den Spaziergang zum Spielplatz geben und am Abend das gemeinsame Zähneputzen mit Lesen im Anschluß. Das läuft richtig gut. Er hat auch schon verstanden, dass an „Reisetagen“ die Routinen mal nicht stattfinden. Meckern und Diskussionen gibt’s wie Zuhause auch, das Leben ist ja kein 24h-Konfettiregen. Die Momente, an denen er sich mordsmäßig erfreut sind so schön, dass der Rest schon wieder Geschichte ist.

Ich habe mich schon oft gefragt, wie das so bei Langzeitreisenden ist. Drei Monate sind ja noch überschaubar, aber Jahre… Ich bin gespannt, wie ich das in ein paar Wochen empfinden werde, aber Stand heute würde ich sagen: Ich kann mir nicht vorstellen, dass das für Ben ein Segen wäre, an keinem Ort länger als ein paar Wochen zu bleiben.

Wie anstrengend ist es allein mit Kind zu reisen?

Vermutlich beantwortet jeder diese Frage etwas anders. Aus meiner (noch am Anfang stehenden) Perspektive: Die größte Herausforderung ist es wohl, beständige Alltagsroutinen beizubehalten, welche an jedem Ort funktionieren. Außerdem habe ich das Gefühl, dass meine Antennen für Ben’s seelischem Wohlbefinden auf Höchstleistung laufen. Wie Zuhause „streiten“ geht kaum, denn er hat eben nicht „sein“ Zimmer als Rückzugsoase und weiß, dass er hier von mir abhängig ist. Dinge auf die ich keine Lust habe (zum Beispiel 2h am Spielplatz das gleiche Ballspiele spielen) kann ich nicht ausweichen, denn mit wem soll er sonst spielen? Seine Freunde sind ja nicht greifbar. Freunde, Mama und einen Teil Papa abzubilden ist also eine echte Herausforderung. Zeit für mich gibt es ab und zu am Abend, aber das war ja keine Überraschung und ist in Ordnung ;-).

Es ist kein Spaziergang und nicht jede Stunde Sonnenschein, aber ein tolles gemeinsames Erlebnis mit vielen Entdeckungen, Kompromissen, leuchtenden Kinderaugen und Verbundenheit.

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Ponta Delgada (Azoren) 27.Mai

Man, hatten wir gestern noch Glück! Ihr erinnert euch, unser Gepäck war jeweils 2 kg drüber und ich habe schon damit gerechnet, dass ich Strafe zahlen darf. Ben habe ich auch schon darauf vorbereitet. Nunja, als die nette Boarding-Angestellte dann mit einer Kofferwaage daher kam, dachte ich mir: „Selbst Schuld Sarah.“ Um alle Optionen auszuschöpfen, habe ich (Rabenmutter) Ben’s Rucksack vollgestopft und darauf vertraut, dass ja wohl niemand bei dem kleinen Spross einen schweren Rucksack vermuten würde. Wir warteten ewig. Irgendwas stimmte nicht und als das Boarding begann, war es schon so spät, dass keine Zeit blieb, Koffer zu checken. Ich werde nie vergessen wie er „gespielt unangestrengt“ das Ding durchs Gate getragen hat. Mein Junge. ;-) Danach standen wir nochmals 30 Minuten auf der Brücke und als wir dann alle wieder zurück zum Gate gebeten wurden, dachte ich mir: Karma. Aber heeeey, tatsächlich hatten wir dann schon 1 h Verspätung und als das Boarding erneut los ging hat keiner irgend etwas sehen wollen. Das war vielleicht ein Stress. Blöde Gewichtsabweichungen.

Der Flug und die wunderschöne Landung ließen allerdings alles schnell vergessen.

Waltour mit Seacolors

Heute steht unsere Whale Watching Tour statt. Ausgesucht habe ich absichtlich nicht die großen Standardunternehmen wie Futurismo, sondern einen kleinen Anbieter, die ausschließlich von Marinebiologen, Biologie Studenten und Naturwissenschaftlern allgemein, betrieben werden. Was ist bei der Buchung schon gut fand: Die Tour kann 3-5h andauern, damit wir tatsächlich auch Tiere sehen. Allerdings wird den Walen nicht auf die Pelle gerückt, nur um das beste Foto zu schießen.

Sie haben sich auch vollständig daran gehalten (im Gegensatz zu Nachbarbooten) und das fanden wir alle ziemlich cool. Klar, Ben hätte natürlich noch lieber näher dran gestanden, aber (in diesem Fall) Pottwal-Kälber zu bedrängen war keine Option!

Ben war jedenfalls mächtig aufgeregt und da der Captain meinte, dass man vielleicht mit Delfinen schwimmen kann, war er gedanklich schon im Wasser. Er hat sich sofort einen Wetsuit angezogen (für alle Fälle vorbereitet sein). Das Boot war SEHR schnell, es war eine feucht fröhliche Angelegenheit und ich war wirklich absolut begeistert, wie abenteuerlich Ben es fand. Angst 0%, Spaß 100% und er hat gesucht…gesucht…gesucht!

Wir wurden ca. 45 Minuten später mit 3 Pottwalen und einem Kalb belohnt. Ben war soo begeistert und aufgeregt. Richtig cool!

Im Anschluss sind wir dann noch auf Delfinsuche gegangen und auch nach kurzer Zeit fündig geworden. Tümmler, Tümmler und noch mehr Tümmler. Sie sind gesprungen ohne Ende (ich war natürlich immer dann nicht in Position..haha). Oh Ben fand es sooooooo schön. Er hat immerzu gefragt, ob er nun mit den Delfinen schwimmen darf. Leider waren die Tümmler aber ziemlich verstreut und eher weniger an uns interessiert, sondern haben immer wieder ihre Richtung gewechselt, um uns „los zu werden“. Um die Tiere also nicht zu bedrängen, haben wir einfach nur da gestanden und beobachtet. Auch wenn Ben’s Traum dieses Mal nicht ganz in Erfüllung gegangen ist, so meinte er heute zig mal: „Mama, das war der schönste Tag überhaupt“; „Mama das war so toll! Wann gehen wir wieder auf Bootstour?“; „Mama ich bin immer noch so aufgeregt!“

Zum Glück nur 3 Stunden später, waren wir zurück. 5 Stunden wären grenzwertig gewesen, denke ich.

gew

Und weil der Tag so schön begonnen hat, sollte er genauso schön weitergehen. Das Mittagessen war fantastisch und gestärkt sind wir den Hafen abgelaufen. Auf den Azoren sind natürliche Pools ja ganz normal und verbreitet, also dachten wir uns: Let’s go. In Australien waren die schließlich auch immer sehr angenehm. Jaaaa….in Australien war aber auch kein Atlantik mit 18°C an der Tagesordnung. Keine 10 Pferde bekommen mich da rein….Ben war mutig, aber dann doch nicht so mutig. Eins kann ich euch aber verraten: die Portugiesen sind knallhart. Einer nach dem anderen hat sich dem Arschbombenwettbewerb angeschlossen oder war gefühlt stundenlang schwimmen. Vielleicht werden wir ja auch noch „hart“ :-)

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Porto Tag 2 – 26.Mai

Yeay….ich habe das Gefühl, wir grooven uns langsam ein. Gestern Abend hatten wir noch beschlossen, dass wir heute „Zuhause“ frühstücken wollen. So ganz heimisch und gemütlich. Gesagt, getan. Im Anschluss fand das große Tetris statt: Die Köfferchen und Taschen müssen umgepackt werden und da war auch schon die nächste Überraschung. Uuups…Tap Air hat bei Handgepäck nur 8kg, keine 10kg. Ich habe mir für jeden Flug jeden Pups aufgeschrieben und hier wohl geschlampt. Naja dann ist wohl pokern angsagt. Nützt ja nichts.

Bis zum Nachmittag haben wir allerdings noch ein wenig Zeit. Also machen wir es uns einfach. Wir lagern unser Gepäck am Bahnhof Trindade ein und von da aus Gondeln wir noch einmal durch die City. Ben hat noch zwei Wünsche: Einmal über die Riesenbrücke und einmal Zahnradbahn fahren (funicular). Oh den dritten Wunsch habe ich glatt vergessen zu erwähnen: Das Eis natürlich. Aber keins für 7 Euro. Haha…

Das Einlagern ist super easy und an ziemlich vielen Bahnhöfen verfügbar. Per Pincode wird es einfach im Spind aufbewahrt. Also flitzen wir zur Metro und begeben uns auf die „andere Seite“ Portos und überqueren den Duoro über seine „Mini-Golden Gate“-Bridge.

Der erste Eindruck ist: viiieeeel ruhiger und entspannter, als auf der Downtown- Seite. Einmal zur Festung hoch (natürlich mit Eis in der Hand…es ist ja immerhin 24 Grad), ein bissl Ausschau halten, staunen und Fotos knipsen, ein paar Gräber begutachten und dann geht’s auch schon wieder zu Fuß über die Brücke zurück ins Getümmel. Schade: die Zahnradbahn ist außer Betrieb, aber lässt sich ja nun nicht ändern.

Als Entschädigung möchte Ben ja sooo gerne noch einmal zu dem Laden, wo es das „allerleckerste“ Schinken-Käse-Baguette gibt. Ach und dieses Mal möchte er aber gleich zwei Stück haben, weil sie sind ja so lecker. Welch ein Zufall, dass genau dieser Laden die Pastel de Nata Fabrik ist und ich dann wohl ein Pastel essen „muss“. Ein super Abschluß vor dem Ritt zum Flughafen.

15:20 findet unser Weiterflug nach Ponta Delgada statt. Hoffentlich gibt es dort Ampeln…. Ben empfindet sich als Verantwortlichen für das „Knopf drücken“ und ihm würde doch glatt was verloren gehen, wenn es keine Ampeln auf der Insel gibt. :-)

Mein Fazit zu Porto

  • Vieles ist fußläufig erreichbar
  • die öffentlichen Verkehrsmittel ist unfassbar gut ausgebaut und easy zu handlen
  • die Metro vom Airport ist nicht nur sehr günstig (ca. 2€ p.Person ab 6J), sondern nicht zu übersehen und fährt direkt ins Zentrum
  • Unsere Unterkunft war abseits der Touristen, was es definitiv authentischer machte
  • es gibt nicht viele Spielplätze, was schade ist
  • Die Gepäck-Aufbewahrung ist über die Stadt verstreut und sicher, das ist definitiv ziemlich cool!
  • Besonderes Flair habe ich nicht empfunden, das ging mir in Lagos (Algarve) total anders, aber 2 Tage sind auch vielleicht nicht genug, um dem eine Chance zu geben

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Porto Tag 1 – 25.Mai

Die Nacht war laut, unruhig (naja für mich, Ben lag im Koma) und ich muss gestehen, so mitten in der city und schlecht isolierte Fenster sind nicht mein Favorite.

Der Morgen war ziemlich chillig, Ben hat ziemlich lange gelegen, dann Hörbücher gehört, etwas gespielt und im Anschluss sind wir in ein echt süßes Café zum Frühstücken gelaufen. Generell ist das meiste von unserer Unterkunft fußläufig oder perfekt via Metro oder Bus angeschlossen.

Das 100 Culpa, offenbarte sich als veggie/ vegan Mix und zu Ben’s Leid gab es eben keine „normale“ heiße Milch, sondern nur Hafermilch. Cool fand ich, dass wir umgeben von Orangen – und Zitronenbäumen saßen. Und die Zitronen waren unreal…einfach riesig.

Lord Ben ja war so gar nicht vom Granola begeistert. Aber umso mehr für mich… Haha.

Auf dem Programm für heute steht (Ben’s Aufzählung):

  • Das Museum mit den Tieren
  • Eis essen
  • Strand

Ja gut … bis auf den Strand klingt das voll machbar. Also sind wir mit dem Bus vom 100 Culpa zur City gefahren und den „Hügel“ zum Hafen hinter gerutscht…äh gelaufen.

Ganz wichtig: Das Baustellenklo in der Luft MUSS unbedingt fotografiert werden… (Ben war sehr stolz auf seine Entdeckung).

Das Museum of Discoveries war in der Tat ziemlich cool. Touristen gab es vielleicht eine handvoll, zuhauf gab es allerdings Schulklassen. Ich verstehe auch warum: Die Mitarbeiter bieten richtige „Shows“ und vermitteln die Seefahrtengeschichte so toll. Außerdem gab es super viele interaktive Terminals (auch in Deutsch), sodass man ziemlich gut erkunden und erfahren kann. Das Museum an sich ist echt nicht groß…ich glaube es waren nur 3 oder 4 Räume.

Sau cool war die Wasserfahrt am Ende. Die ging etwa 20 Minuten (auch in Deutsch verfügbar) und führt einen durch die große Entdeckerroute von Heinrich, einem der größten Seefahrer Portugals. Es hat mich an das Gondwanaland und an den Europa-Park (Batavia) erinnert. In Indien gab es sogar die orientalischen Duftnoten zu riechen.

Bis auf den massiven „Kinder-Lautstärke-Overload“ war es ziemlich cool und definitiv ein Familientipp. Und das natürlich nicht fehlen darf….der Gang durch den Souvenirshop. Was werde ich bloß tun, wenn es die „Denk dran, du willst in anderen Ländern auch noch was mitnehmen und das Gepäck ist begrenzt“ – Ausrede nicht mehr gibt???

Ein Blick auf die Uhr: whaaaat…erst 13 Uhr? Vollkommen planlos und müde begeben wir uns also wieder zurück in Richtung Altstadt und genießen für 7,50€ (!!!) 3 Kugeln Eis. Ohja …die waren so richtig lecker … Was man nicht alles für ein leidvolles Kind tut :-) . Gut kommt dann noch, wenn der Sohnemann raushaut: „Die Vanille ist lecker, aber das Vanilleeis von Martin ist einfach noch viel besser!“

Ich sag’s euch…der Tag wollte nie enden. Was noch ein Highlight war: der Sänger vor dem Harry Potter Book Store (Lello Books). Ich glaube Ben Irgendwie wussten wir beide nicht viel mit uns anzufangen. So richtig angekommen in unserer Reise sind wir noch nicht. Aber das wird schon noch :-)

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84 Tage mit Handgepäck

Mir war von vorne herein klar: Ich habe sowas von kein Bock auf das Schleppen von riesigen Koffern oder Rucksäcken. Während meiner Recherchen war dann auch noch klar (ich weiß es klingt paranoid), dass Aufgabegepäck eben manchmal auch zum Ziel der Schmuggler werden kann. Okay, darauf habe ich erst recht kein Bock. Doch ich bin ganz ehrlich: es geht mir einfach um Gepäckverlust, Gepäckverspätung und das Geschleppe.

Wie funktioniert das?

Da wir mit mindestens 6 verschiedenen Airlines fliegen werden, geht also die große Recherche los. Und tatsächlich hat nahezu jede Airline andere Vorschriften bezüglich des Handgepäck-Gewichts und der „Personal Items“. In Summe heißt es also für uns:
2x 10kg auf Minitrolley-Größe und je ein persönlicher Gegenstand mit 2kg. Klingt erst einmal gar nicht so schlecht. Naja, bis zum Probepacken….ein Koffer mit all der Kleidung von Ben und mir, einschließlich 1 Paar Wechselschuhen. Ein Koffer für Ben´s Wohlfühldinge. Das war´s.

Ich wurde relativ häufig gefragt wie viele Koffer wir mitnehmen und als ich sagte: „Öh…nur Handgepäck“ wurde ich angeschaut, als hätten mich alle Geister verlassen. Was soll ich sagen? Ich bin eben einfach bequem und tragefaul. Außerdem: es gibt doch überall Kleidung zu kaufen. Hauptsache die Apotheke und Kuscheltiere sind an Board.

das Wunder ist vollbracht.

Okay, wir haben es echt geschafft:

Gewichtsgrenze ✓
Spiel, Spaß, Spannung ✓
Alle Dokumente an Board ✓

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Gefühle: 1 Tag vor Abflug

Einen Tag vor so einer Reise meldet sich dann doch mal der Körper. Nicht nur bei mir. Ben und ich sind beide aufgeregt, Ben klagt über Bauchweh und ich bin ständig hippelig.
Die letzten Tage ist einfach unfassbar viel geschehen. Ein großes Sportfest mit vielen Eindrücken, der letzte Kindergartentag mit Verabschiedung und das Packen für die große Reise. Beim Packen seines Spielkoffers fand ich die Aussage „Ich weiß einfach nicht was ich einpacken soll“ doch schon sehr interessant und alarmierend zugleich. Einerseits erspart uns das ein Haufen Diskussionen und Tränen darüber, was hier bleiben muss. Andererseits frage ich mich, ob ich nun die richtigen Dinge eingepackt habe und er nichts vermisst.

Der letzte gemeinsame Abend Zuhause war einziges Hin und Her. Es mussten alle Spielsachen bespielt werden, denn er würde sie ja bald vermissen. Das fing mit Tischsoccer an, ging weiter mit Airhockey, Lego, Ausmalen bis hin zu diversen Ballspielen und zu guter Letzt der letzte Sprung in Nachbar´s Pool.

Wir sind gespannt.

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Fliegen mit Baby


5. Februar. Abflug nach Australien – unser erster gemeinsamer Familienurlaub mit Baby

Fliegen mit Baby
Wir haben 2x 10h- Langstreckenfluege und einen Inlandslug vor uns. Also was muss alles vorher organisiert werden?

Reisepass. Tatsaechlich ist der Reisepass fuer das Baby Pflicht (auch wenn es nur Tage alt ist) einen Reisepass, wenn man auf Reisen geht. Frueher wurde das Kind in den Elternpass eingetragen, doch das gilt seit 2012 nicht mehr. Es ist abhaengig von der Behoerde, aber im Grunde dauert die Ausstellung nur wenige Minuten bis 2 Tage. Er kostet nur 14 Euro und ist 6 Jahre gueltig. Allerdings muessen das Foto und die Angaben, wie z.B. Augenfarbe (welche sich ja beim Baby noch aendern kann) aktualisiert werden, sobald sich massgeblich daran etwas aendert.

Schlafplatz/ Sitzplatz fuer’s Baby. DAS war in der Tat unsere groesste Sorge. Was machen wir mit Ben auf einem 10h Flug? Es gibt allgemein 2 Optionen: Man bucht einen eigenen Sitzpatz fuer Ben oder man nimmt ihn auf den Schoss. Bei Kindern unter 2 Jahren kann man hier noch frei entscheiden. Darueber hinaus besteht die Moeglichkeit fuer ein Baby mit maximal 9-10kg Gewicht und 74cm Koerperlaenge eine Korbwiege/ Babybassinet/ Babybett zu beantragen. Diesen Service bieten fast alle Airlines auf Mittel- und Langstreckenfluegen. Am besten ihr checkt das vor dem Buchen. Das hat mehrere Gruende: 1. Nicht alle bieten das an, 2. es gibt nur 1-4 Plaetze fuer Korbwiegen pro Flug! und 3. solltet ihr in Erfahrung bringen, wie ihr sichergehen koennt einen solchen Platz zu ergattern. Unsere Airline (Air China) hat Antraege 7-1 Tag vor Abflug angenommen und innerhalb von 24h bestaetigt. Hier gilt, wer zuerst kommt, siegt. Dennoch kann es passieren, dass nicht alles glatt laeuft, im Falle einer Flugaenderung etc. Mein Tipp: Checkt so frueh wie moeglich ein und fragt erneut nach, ob die Korbwiege vermerkt ist und ob jemand neben euch sitzt. In unserem Falle haben Sie uns den Platz daneben auf beiden Fluegen freigelassen. Einige Airlines sind auch sehr nett und lassen einen Platz neben euch frei, d.h. ihr haettet sogar einen eigenen Sitz fuer’s Baby und zwar for free! In diesem Falle habt ihr die Moeglichkeit euer Baby auch mal hinzusetzen (vorausgesetzt es sitzt schon) und es zu bespassen oder einfach mehr Platz im Allgemeinen. Wer einen eigenen Sitz fuer das Baby hat, kann zugelassene Autositze wie einige Maxi Cosi’s oder Front-faced Sitze mit in den Flieger nehmen, was wohl die angenehmste und sicherste Variante ist. Die jeweiligen Airlines geben Informationen, welche Sitze zugelassen sind. Doch das sind nicht eure einzigen Optionen. Mittlerweile gibt es eine ziemlich coole Alternative: die JetKids Bedbox von Stokke. Dieser „Koffer“ ist offizielle Handgepäckgröße und wenn man ihn entsprechend entfaltet verlängert er die Sitzfläche und verwandelt den Platz eures Kindes zu einem Bett. Faule Kids können darauf am Flughafen „gezogen“ werden, andernfalls den Koffer easy und stolz selber ziehen. Weiterhin hat die JetKids Box auch einen Stauraum im Deckel. Das Gute: Die Kids können sowohl im Sitzen als auch im Liegen angeschnallt werden. Ihr müsst den Gebrauch auch gar nicht nur auf das Flugzeug beschränken, sogar im Zug verwenden es einige Eltern für ihre Kids. Wichtig zu wissen: checkt ob die Airline die JetBox ablehnt. Vor zwei Jahren sah das noch anders aus, mittlerweile findet sie aber Einzug. Hier gibt es eine Liste der Airlines, welche mit der Nutzung okay sind.  Ganz günstig ist die Box sicher nicht (etwa 160 EUR in der Anschaffung), jedoch vor allem für regelmäßige Flugreisen >4h sicherlich eine Anschaffung wert. Nun muss man bedenken, dass die Box ihre Grenzen hat (Alter & Körperlänge), wenn es um den Faktor Schlaf geht. Früh gekauft, hat man sicherlich bis zum 3./4. Lebensjahr guten Nutzen. Bis zum 7. Lebensjahr dient sie eher dem couch-ähnlichen Sitzcomfort. Wer sich eine solche Box nicht selber anschaffen möchte, kann sie heutzutage sogar mieten. Hier gibt es genug Angebote auf Ebay Kleinanzeigen anderen Bloggern wie bei Kilenda und Thailand mit Baby. Preislich liegt man zwischen 30 & 40 Euro für eine Anmietung bis zu 3 Wochen. Alternativ gibt es auch aufblasbare Sitzvergrößerer, welche sowohl für Kids als auch Erwachsene einen echten Zugewinn an Reisekomfort bieten können. Sicherlich bietet diese Alternative nicht die gleiche Stabilität und vor allem keinen seitlichen „Rausfallschutz“ wie es die JetKids Box tut, aber dennoch sprechen Preis und Packmaß (ohne Luft & zusammengerollt einfach an die Handtasche zu hängen) dafür es auszuprobieren. Wir haben dieses probiert und auf 4 Flügen getestet (11h Flug nach Dallas, 4h Flug, 9h Flug und 3h Flug).

Wir haben eine Korbwiege bekommen…yay…und was nun?
Bei Start & Landung muss das Baby auf eurem Schoss sitzen via extra Babygurt, welchen die Crew euch ohne Anfrage zuteilt. Seid ihr in der Luft, fragt ihr am besten die Stewardess nach der Korbwiege und sobald Flughoehe erreicht ist, wird diese an der Wand vor euch angebracht. Ben hat tatsaechlich gerade so reingepasst (7,5kg, 68cm). Jede Airline hat unterschiedliche Korbwiegen, es gibt also sicherlich kleine und etwas groessere.

Baby’s Schlaf & Lautstaerke im Flieger
Es kann wirklich sehr an den Kraeften zehren mit Baby zu reisen. Zum Einen ist man selbst muede, zum Anderen wacht das Baby immer wieder dann auf, wenn man selbst einschlaeft. Beim ersten Flug war der Babyplatz direkt neben den Toiletten. Ben ist fast bei jeder 2. Spuelung aufgewacht…bei 200 Passagieren on board war das also sehr oft der Fall! Tipps eurem Baby zum Schlaf zu verhelfen:
– Baby Banz Kopfhoerer (wenn euer Baby auf dem Ruecken schlaeft und den Kopf relativ gerade haelt ist das eine tolle Geschichte, denn euer Kind wird kaum etwas vom Krach mitbekommen und seelig schlafen). Wenn euer Zwerg eher unruhig schläft, wird dieser Plan nicht aufgehen, denn die Kopfhörer sind recht „dick“ und das wird im Halbschlaf wenig akzeptiert.
Muetze (die beste Alternative, wenn das Baby unruhig oder nicht in Rueckenlage schlaeft; sie schuetzt nicht nur etwas vor Laerm sondern auch vor Zugluft im Flieger)
Kinderkopfhörer, diese sind nämlich nicht nur für Hörbücher/ Musik unglaublich praktisch, sondern auch noch flach und dämpfen Umgebungsgeräusche.Wir haben Snugglys gekauft und sind zufrieden. Unser Sohn trägt sie sehr gerne.
Flugzeugdecken, mitgebrachtes Laken, etc. sind absolut empfehlenswert! Ihr koennt eurem Baby quasi ein „Zelt“ bauen, um den Schlafplatz schoen dunkel und vor allem ruhig zu halten. Die Decken sollten weich sein, denn umso mehr wird die Lautstaerke ferngehalten. Davon abgesehen wird das Baby nicht von jeder Person angestarrt, nicht beleuchtet und vom Schlafen abgelenkt. Ein kleinen Schlitz lasst ihr offen zwecks Luftzirkulation und zum reinschauen, ob Baby schlaeft.
Zur Kleidung kann ich nur folgendes sagen: Viele hypen die Schlafsaecke fuer den Flug. Wir haben zwar einen mit gehabt ihn aber nicht genutzt, denn die Baby’s koennen sich viel besser bewegen und den Fuss uber die Bettkante haengen lassen, wenn sie eine leichte Hose tragen. Im Flieger ist es nicht mehr so kalt wie frueher und davon abgesehen gibt es Decken und die „Zelt-Option“, welche genug Waerme bereitet. Ben hatte eine duenne Strumpfhose, Soeckchen, Langarmbody und Langarmshirt getragen. Ausserdem hatten wir eine Jogginghose an Board.

 



Wickeln ueber den Wolken
Mittlerweile gibt es in nahezu jedem Flieger auf den WC’s herunterklappbare Wickel“tische“. Wir haben auf einem 10h Flug etwa alle 2h gewickelt, denn es kann schon sehr gut vorkommen, dass auch Babys etwas aufgeregt sind und oefter die Windel mit einem Stinkerchen versehen. Mal abgesehen davon, empfehle ich allgemein alle 2h zu wickeln (ausser Baby schlaeft), denn euer Baby sitzt/ liegt sehr lange auf dem Popo und bekommt wenig Luft im Windelbereich, was sowieso zu Roetungen fuehren wird. Je geringer der Naessestau, desto besser.

Essen & Trinken unterwegs
Unabhaengig vom Stillen, werden einige Babys schon Mahlzeiten/ Brei zu sich nehmen. Ben ist 6 Monate alt und isst schon ziemlich viel. Ich hatte zum Einen mehrere Glaeser im Gepaeck, zum Anderen aber auch Instant Flocken und Babywasser. Einige Airlines lassen die Wickeltasche inklusive der Babynahrung ohne Probleme durchgehen, auch wenn die eigentliche Anzahl der Handgepaeckstuecke bereits erreicht ist. Das ist aber nicht immer so! Der Flug nach Peking bspw. war kein Problem hinsichtlich des Babywassers. Von Peking nach Sydney allerdings wollten sie uns das Wasser wegnehmen und haben erst nach mehreren Diskussionen nachgegeben. Im schlimmsten Falle kann man immer nach abgekochtem Wasser on board  oder in Restruants fragen, oder die Fruchtglaeser zum Mischen nutzen. Seid hier also gut vorbereitet. Allein 4 Glaeschen wiegen schon min. 1kg, 2x Babywasser wiegt etwa 700-800g, 30 Windeln wiegen locker 500g-900g (je nach Groesse und Marke), Handmilchpumpe etwa 300g, Feuchttuecherpackung 500-800g….wir sind bereits bei 4kg ohne Taschengewicht, Wechselkleidung, Babycreme, Spielzeug etc. Unterschaetzt das Gewicht also nicht!

 

Unsere Reisezeit: 34h (2x 10h Flug, 1x 1,5h Flug, StopOver insges. 13h).
Anzahl Windeln: 25 inkl. Backup
Anzahl Glaeschen: 3x Frucht/ Milchbrei, 2x Herzhaft
Babywasser: 2x 330ml
Instant Flocken (Koelln): 1x
Wechselkleidung: 2 Bodies, 1 Langarmshirt
Calendula Wundschutzcreme 1x in Reisegroesse
Loeffel: 4stk & 2x Schuesseln, Trinkbecher

Die Instantflocken waren definitiv die wertvollste Entscheidung, denn sie lassen sich mit jeglicher Fluessigkeit mischen (ob warm oder kalt) und so konnten wir im Flieger, am Flughafen mal schnell einen Fruchtbrei kreieren.

Was muss in den Koffer fuer’s Baby?
Eigentlich muesste die Frage anders formuliert werden: Was muss in die Wickeltasche, denn ihr muesst davon ausgehen, dass euer Gepaeck ggf. nicht ankommt und ihr somit weder erste Nahrung noch Kleidung etc. fuer’s Baby dabei habt. Alles was ihr fuer die ersten 3 Tage brauchen koenntet, sollte also ins Handgepaeck. Wir haben insgesamt 60 Windeln dabei gehabt, 3x Wechselkleidung, Pflegeartikel, und 3 Packungen Reisflocken/ Milchgetreidebrei/ Instantflocken….Ausserdem sollte auf jeden Fall der Impfausweis und das Untersuchungsheft des Babys dabei sein!
Die Frage des Koffers / der Tasche beantworte ich hier.


Start & Landung

Die groesste Angst unter Eltern gilt noch immer dem Start und der Landung, denn Babys haben generell mehr Schwierigkeiten den Druckausgleich vorzunehmen, denn sie wissen noch nicht wie sie das anstellen koennen. Ich moechte euch hier die Angst nehmen, denn es gibt in der Tat genuegend Babys, die gar nicht realisieren, dass sie Druck auf dem Ohr haben bzw. ihn nicht unbedingt als schmerzhaft empfinden. Es ist auch immer eine Frage des „Wie gehe ich selbst damit um?“, denn wenn man mit dem Kind wie immer etwas spielt und rumalbert, dann konzentriert sich das Baby gar nicht erst darauf. Ben hat, wenn er wach ist, dann immer einen Nuckel im Mund und wir ziehen ab und an daran, damit er aktiv weiter nuckelt und beschaeftigen ihn. Das klappt super. Er ist auch schon in meiner Manduca (Trage) eingeschlafen und hat gar nichts mitbekommen. Das ist natuerlich der Idealfall. Wenn euer Baby keinen Nuckel mag, bietet ihm einen sauberen Finger an, etwas zu trinken etc. Persoenlich finde ich die Landung definitiv schlimmer als den Start, denn der Druck kommt hier viel schneller auf, wie ich finde.

 

Zusammenfassung zu den „Schlafmöglichkeiten“ & Sitzkomfort

  • Baby-Bassinet/ Korbwiege
  • JetKids BedBox von Stokke
  • aufblasbarer Sitzvergrößerer
  • zugelassener Kindersitz

 

  • Baby-Bassinet/ Korbwiege
    • PRO:
      • man bekommt automatisch die erste Reihe im Abteil zugewiesen und hat viel Freiheit
      • das Baby hat seinen eigenen Platz
      • es kostet nichts
    • KONTRA:
      • oft erst kurz vor der Reise (sowohl Hin- als auch Rückflug) die Gewissheit, ob ein Bassinet verfügbar ist
      • bei Turbolenzen muss das Baby rausgenommen werden
      • bequem bis maximal 74 cm Körperlänge (max bis 7,5 Monate je nach Körperbau)
      • beschränkt auf 9-10 kg Körpergewicht
  • JetKids BedBox von Stokke
    • PRO:
      • unabhängige Lösung
      • Schlafcomfort bis zum 3./ 4. Lebensjahr
      • Kind lässt sich mit Gurt sichern
      • bequem Dank integrierter Matratze
      • auch im Zug o.ä. einsetzbar
    • KONTRA:
      • teure Anschaffung
      • ein Handgepäck ist hiermit „belegt“
      • nicht alle Airlines lassen Nutzung offiziell zu (eher im Falle der Turbulenzen interessant)
        erfordert eigene Sitzplatzbuchung (ab 2 Jahren sowieso erforderlich)
  • aufblasbarer Sitzvergrößerer
    • PRO:
      • sehr erschwinglich
      • flexibel einsetzbar
      • geringes Packmaß & Gewicht
      • für „Klein und Groß“ guter Sitzkomfort
    • KONTRA:
      • keine Seitenstützen (zum Schlafen) für Kleinkind; hier muss improvisiert werden
      • Stabilität ist vom Luftvolumen des Aufpustens abhängig
      • muss aufgepustet werden
      • nur mit eigenem Sitzplatz richtig sinnvoll
  • zugelassener Kindersitz
    • PRO:
      • bei Turbolenzen ist das Kind adäquat gesichert
    • KONTRA:
      • zwischen 170 und 250 € Anschaffungskosten, falls nicht schon ein Aircraft zugelassener Kindersitz im Haushalt existiert
      • einige Kindersitze haben keine Liegeposition (bei 10h Flügen eher unbequem)
      • muss zwischen Flugzeugwechsel mitgeschleppt werden und auch sonst (Gewicht ist nicht zu unterschätzen)
      • Sitz darf in vielen Ländern offiziell nicht im Auto/ Wohnwagen genutzt werden ( z.B. USA, Australien)
      • erfordert eigene Sitzplatzbuchung (ab 2 Jahren sowieso erforderlich)
      • wenn das Kind keine Lust hat darin zu sitzen, habt ihr an Bord ein Problem…wohin mit dem Sitz? (wir haben das leider schon durch ;-) )

 

Fazit

Für Kinder von 0-1 Jahr gibt es nur die Bassinet oder „auf dem Schoß“ / „in der Trage“- Optionen. Für Kinder zwischen 7 Monaten und 4 Jahren muss abgewägt werden ob JetKids, eigener Kindersitz oder reicht ein aufblasbarer Sitzerweiterer? Wenn ihr noch wertvolle Tipps habt, teilt sie doch gerne mit uns. Das ist immer eine riesige Hilfe :-)

Veröffentlicht in 1001 Places, Ask a traveller, Australia, Travel Tipps

Packliste bei Reisen mit Baby/ Kleinkind

Ich uebertreibe vermutich nicht, wenn ich sage, dass fast jeder von uns vor dem Reisen stundenlang ueberlegt was nun am Besten in den Koffer/ Rucksack gehoert und wie man nun auch noch die Gewichtsbegrenzungen einhalten soll. Nun, wenn ihr mit Kind(ern) reist wird die Sache nicht gerade einfacher. Ich versuche mit diesem Beitrag euch die Sache etwas zu vereinfachen und gebe spezielle Tipps fuer den Urlaub in Australien. Kleidung, Zubehoer und auch Babynahrung spielen hier eine wichtige Rolle.

Was gehoert in Baby’s Koffer?
– Reisepass
– Impfausweis & Untersuchungsheft
– UV Schutzkleidung wenn’s in den Sommerurlaub geht
Speziell in sonnenintensiven Laendern wie Australien finde ich das besoners wichtig. Wir haben einen aermellosen Wetsuit (fuer kuehlere Gewaesser) gekauft und einen duennen UV Schutzanzug (langarm, 3/4 Hose) mit Reissverschluss hinten (sehr praktisch zum Windeln wechseln). In Deutschland bekommt ihr so etwas z.B. von Cressi, Splash etc. fuer je 15-20 Euro. In Australien gibt es diese Anzuege in nahezu jedem Chemist Warehouse (Drogerie) fuer etwa 15$ (~11 Euro). Man kann sich also auch gut hier in Down Under eindecken.
– Sonnenhut mit Nackenschutz und Cap (am besten helle Farben), z.B. von Sternentaler
– Kleidung passed zur Jahreszeit ;-)
– 5-8 Spucktuecher
– Windeln fuer 5 Tage oder mehr (je nach Reiseziel sind diese leicht/ weniger leicht zu kaufen)
– Sonnenschutz 50LSF ohne Duftstoffe (z.B. Hipp)
– Handmilchpumpe (v.a. hilfreich bei Zeitumstellungen, wenn alles aus dem Rhythmus geraet)
– Flaeschchen/Dosen/Babygeschirr
– Baby’s 3-4 Lieblingsspielzeuge
– Nagelschere/Clip
– Schwimmhoeschen
– evtl. Schwimmreifen z.B. Fred’s Swimacademy Swim Trainer
– Reiseapotheke (Paracetamol, Nasentropfen, evtl. Bauchwehzaepfchen, Fieberthermometer..hier bitte den Kinderarzt fragen u.a. auch wegen Impfungen)
– Einmalwaschlappen
– Calendula Wundschutz, denn durch neue Umgebung/ Hitze/ viel Windeltragen/ andere Nahrung kann es haeufiger zum wunden Po kommen
– im 1. Lebensjahr, falls Zahnen noch bevorsteht: mehr Windeln, da oft Durchfall auftritt, Beissring/ Zahnbuerstchen, Osanit (homeopathisch)/ Dentinox (Zahngel) o.aehnliches, Sabbertuecher
– ggf. Laetzchen
– Sonnensegel/ Mullwindeln und Kinderwagenclips als Sonnenschutz
– Strandmuscheln gibt es hier ab 10$, also spart euch das Gewicht, falls ihr denkt eine zu brauchen
– Babywaschlotion
– ggf. Babyschlafsack & eine gewohnte Decke
– 2x Ersatznuckel, insofern euer Baby einen Nuckel verwendet
Sicher koennte man die Liste noch fortfuehren, doch das sind die auf Anhieb wichtigsten Dinge – zumindest aus unserer Sicht

Wie viel Babykleidung benoetige ich?
Das laesst sich nicht konkret sagen, aber wenn ihr in die USA/ Australien reist, denkt immer daran, dass ihr dort alles bekommt was ihr brauchen koenntet, falls ihr „etwas vergessen haben solltet“. Wir haben bewusst sehr wenig mitgenommen, denn wir haben nun einmal Hochsommer in Australien und Winter in Deutschland, d.h. unser Sohnemann hat Zuhause nur Winterkleidung in seiner Groesse. Wir haben zwar ein paar T-Shirts und Bodies mitgenommen, allerdings hat er ein T-Shirt nur ein einziges Mal getragen und sogar das war zu warm. Wir haben uns hier mit Unterhemden und aermellosen Bodies sowie kurzen Hosen eingedeckt und sogar das ist oft zu heiss. Also bedenkt das immer, bevor ihr dem Kaufrausch verfallt und eurem Kind haufenweise Kleidung fuer den Urlaub kauft, die danach wohl eh nicht mehr passen wird – und ggf. am Urlaubsziel nicht getragen wird. Daher: Muetze, UV Anzug und nur das Noetigste einpacken. 

Babynahrung
Wir haben fuer den Flug Fruchtglaeschen/ Fruchttueten, 2 herzhafte Menue-Glaeschen, 2x Babywasser und Instantflocken von Koelln dabei gehabt, denn diese lassen sich mit Fruchtmus, Wasser (warm&kalt) schnell und ueberall anruehren.
Im Babykoffer hatten wir ausserdem 4 Packungen Getreidebrei fuer die ersten 2 Wochen dabei, damit wir erst einmal ausgestattet sind und Ben sich nicht allzusehr an „Neues“ gewoehnen musste. Hier hatten wir z.B. von Milupa den Abendbrei, den er immer abends isst, Reisflocken fuer zwischendurch mit Fruechten und Dinkel-Hafer-Flocken von Koelln. Menue-Glaeser hatten wir nur 3 Stueck dabei, denn ich koche sonst immer selbst. Wenn ihr die Moeglichkeit habt zu kochen, wuerde ich das auch empfehlen. Andernfalls gibt es in Europa, USA, Australien, Neuseeland ein recht breites Angebot was Fertigessen angeht. 

Speziell Australien:
Wer auf der Suche nach Nachschub fuer Babynahrung ist, wird vor allem im Chemist Warehouse (Drogerie & Apotheke) fuendig. Die haben eine breite Auswahl an allem: Getreidebrei jeglicher Konstellation von Bio bis nicht-Bio, diverse Glaeser und Fruchtmus, herzhaft und suesses, Babykekse, Babyausstattung jeglicher Art.
Auch Woolworth und Coles haben eine breite Auswahl (etwa wie Rewe, Edeka). Alle bisher genannten Laeden sind in fast jedem etwas groesseren Dorf aufzufinden und in Staedten an jeder Strassenecke. 
Auch Aldi hat Babynahrung und Windeln sowie Feuchttuecher im Angebot, Getreidebreie und Babyausstattung wird man hier aber nicht finden. 
Ansonsten gibt es noch unzaehlige andere Anlaufstellen wie IGA, Kmart, Target, Baby Stores wie Toys’r Us etc. in denen man divere Babyartikel findet.

kleine Spartipps:
Windelbeutel sind hier sehr teuer, also bringt sie am besten aus Deutschland mit (es sei denn ihr wollt fuer 3 Euro 30 Tueten kaufen ;-) )
das Gleiche gilt fuer Wickelunterlagen wie wir sie von Rossmann & DM kennen
Windeln gibt es bei Aldi wie in Deutschland auch. Wir testen sie gerade und bisher ist mir nur aufgefallen, dass sie etwas steifer als Pampers/ Babylove sind, aber riechen tut bisher nichts und sie kosten 11$ fuer 44 Stueck. Die Groessen sind aehnlich wie bei uns. Das Pardon zu Pampers sind Huggies (19$ fuer 50Stk). 
Babykleidung ist hier teilweise guenstiger als bei uns, also kann man sich hier auch getrost neu eindecken (Trade Secret, Best&Less, Kmart…)

 


Wenn ihr noch weitere Ergaenzungen und Tipps habt, die anderen Lesern weiterhelfen koennen, postet diese doch bitte unten als Kommentar.
Bis zum naechsten Post und viel Spass! ;-)

Veröffentlicht in Australia, Budget & Finances, Working-Holiday-Visa

Apps, Books & other helpful tools

Books & guides

  • Around Australia Atlas & Guide; 3rd Edition
  • 1015 things to see and do in Australia
  • Camps Australia Wide 8
  • Lonely Planet
  • Australia (Baedeker)

Websites

finding jobs

www.gumtree.com.au

www.indeed.com

www.jobaroo.com

www.seek.com.au

www.jobsearch.gov.au

www.careerone.com.au

www.workstay.com.au

www.australiasgoldenoutback.com

www.workingholidayjobs.com.au

www.glassdoor.com.au

www.fairwork.gov.au (check on awards and wages)

www.fruitpickingjobs.com.au


other job related websites

http://www.australianhospitalityskills.edu.au/qualifications

www.workaway.info


Superannuation

When working in Australia, you will get paid superannuation, which is retirement benefit. If you are not staying in Australia, you can’t spend or receive your money over here. This is the reason, why you are allowed to get your super back after leaving Australia. Usually your employer will offer to use the companies super- fund . If you are working with different employers though, you will have to collect all your money from different accounts later on. For each transfer or withdrawal you have to pay a flat fee of roundabout 35$.

Imagine you have worked for 6 employers and have 6 different funds. When transferring or withdrawing the money from each account  you will lose 210$ just for transactions. Therefore, it is recommended to open one account you can use with each employer, so you will only have to pay 35$ once withdrawing all of your money when leaving Australia.

Which fund is the best?

That depends on what you are looking for. Usually it pays off to invest your super into shares and other funds on long-term. Being a traveller means, that it is most likely to leave Australia within 2 or 3 years. For short-term shares can be either very valuable or you can lose lots of money. There’s always a chance of winning or losing. Anyway I think money conservation is the most useful thing to do. Risk free funds are not very common and not that easy to find, but BT Super for life offers that option. It’s called „Super Cash“ and you’ll receive on average 1,9% interest rate . That is not much, but will be enough to keep your money at value. Furthermore, you don’t have to pay any broker fees, which are eating up your super. Super Cash has one of the lowest fees altogther – that’s why I have chosen it and recommend it to all travellers and conservatives as well.

The three biggest providers

How much superannuation do I get paid?

9,5% on top of your wage

How do I get back my Superannuation and when?
You can get the cash off your fund after leaving australia.


car related fines

QLD (speeding) fines:

NSW (speeding) fines:

VIC (speeding) fines:

WA (speeding) fines:

NT (speeding) fines:


If you want to camp in a national park, you usually have to get a permit. Mostly you are required to obtain a permit beforehand. Either you do it by phone call, run by an office (ranger or tourist information in some cases). On those websites you can perform that process easily online:


Living & Accomodation

www.aussiehousesitters.com.au

www.aupairworld.net

www.airbnb.com

www.homestay.com

www.workaway.info

www.homestay-network.org

www.homestayfinder.com


Veröffentlicht in Ask a traveller, Australia, Budget & Finances

Wie viel Geld verdient man in Australien?

Es gibt kaum eine Frage, die oefter gestellt wird. Verstaendlich, denn immerhin geht es ums Ueberleben, richtig?

Ein Australier verdient im Durchschnitt 78.000 AUD (etwa 53.000 Euro), was 6.500$ pro Monat entspricht.

Das gilt jedoch im Regelfall nicht fuer Backpacker. In einem normalen Fruit Picking bzw. Farm Job bekommt man meist zwischen 21 und 23 $/ Stunde, wenn man eine hourly rate (Stundenlohn) erhaelt und das Unternehmen einem Award (vgl. Rahmenvertrag), wie zw. dem Horticulture Award angehoert. Ein realistischer Arbeitslohn liegt also etwa bei 165-190$ Brutto am Tag.

Rechnet man das auf 12 Monate hoch und geht von einer 5 Tage Woche aus, kommt man auf 43.000$ Brutto.

Akkordlohn ist sehr verbreitet

Schwieriger wird die Kalkulation, wenn man von einer piece rate ausgeht, denn das bedeutet, dass man nach Menge bezahlt wird. Das kann pro Baum (planting) bedeuten, oder aber auch pro bin (pro Eimer) in diversen Picking jobs. Man kann sehr gutes Geld verdienen, das haengt jedoch stark von Technik, Fitness und Motivation ab. Ausserdem funktioniert dieses System nur fuer beide Seiten, wenn die piece rate gerecht und erreichbar ist.

TIPP. Erkundigt euch, was der Durchschnittsverdienst pro Einheit ist, indem ihr verschiedene Jobangebote lest und andere Arbeiter fragt. Hilfreich ist es, nicht nur Backpacker, sondern auch locals zu fragen!

Lasst euch nicht ueber den Tisch ziehen, ansonsten geht ihr mit 70-100$ am Tag nach Hause und seid vollkommen durch…


Wo verdient man sehr gutes Geld?

In welchem Job ihr am meisten Geld verdienen koennt, findet ihr heraus, indem ihr Stellenangebote auf seek.com o.ae. durchforstet. Sehr oft ist ein Gehalt angegeben, welches euch also ein gutter Anhaltspunkt ist. Im Bereich der Minen-Arbeit (Mining) kann man sehr gutes Geld verdienen (30$+/h), als Geruestbauer, Truckfahrer usw. doch es ist extrem schwierig geworden hier einen Job zu landen.

Auch glassdoors ermoeglicht euch einen Einblick in Verdienstmoeglichkeiten. Hier koennt ihr Durchschnittsgehaelter und Stundenlohn fuer diverse Jobs ergruenden.

TIPP. Je mehr Qualifikationen ihr habt, desto mehr koennt ihr verdienen. Es gibt diverse Trainings (Fortbildungsmassnahmen), um zusaetzliche Qualifikationen zu erhalten und bessere Jobchancen zu geniessen.

Ganz billig sind Fortbildungen natuerlich nicht, dann waeren wir ja alle ueberqualifiziert. Dennoch lohnt es sich fuer gewisse Bereiche zu investieren. Wer z.B. im Hospitality Bereich, auf dem Bau, mit Chemikalien, in einer Bar etc. arbeiten moechte, braucht dementsprechende Zertifikate wie z.B. die White Card, Green CardBlue Card, RSA Certificate etc…

mit sehr gutem Englisch, gefuelltem Resume und ein bisschen Glueck…

…findet ihr einen Job in „einem richtigen Unternehmen“ im Office oder aehnlich. Wer qualifiziert ist verdient ganz einfach 27$ (knapp 52.000$/Jahr)  die Stunde fuer „Papiere sortieren“, Telefonate entgegennehmen oder andere Buerotaetigkeiten. Und wer weiss was sich daraus noch ergibt. Diese Moeglichkeiten hat im Grunde jede Person, die entweder studiert hat, studiert, eine Ausbildung plus Berufserfahrung hat. Das wichtigste jedoch ist euer Resume, welcher eure „Eigenwerbung“ ist und es ist sehr wichtig, dass ihr Eigeninitiative habt. Knuepft Kontakte und ihr werdet in kuerzester Zeit erfolgreich sein.


In welchem Job habt ihr einen Volltreffer gelandet? Wir sind gespannt auf eure Berichte!

Veröffentlicht in Australia

Longreach – urbanes Outback

Wir sind durch einige „Staedtchen“ gefahren, doch Longreach hat uns richtig gut gefallen! Weshalb wir uns in Longreach verliebt haben und ihr diesen Ort nicht auslassen solltet, erfahrt ihr in diesem Artikel.

die groesste Stadt in Queensland’s Outback

Wenn man das Wort „Stadt“ liest, denkt man unweigerlich an eine Metropole. Dass das in Australien eine Stadt auch mal nur aus einer Stasse bestehen kann, ist bekannt. Longreach selbst ist gar nicht gross. Man kann den Ort eigentlich auch ganz entspannt ablaufen. Obwohl Longreach so klein ist, gibt es eigentlich alles! Von Target, ueber Dinner Shows, IGA, Camping Store , vielen anderen Shops und einigen Bistros und dem wunderschoenen Outback, welches vor der „Haustuer“ liegt kann man waehlen. Longreach ist beruehmt fuer seine bedeutenden Cattle-Stations, doch leider besteht seit fast 3 Jahren eine ununterbrochene Duerre, welche die Farmer dazu gezwungen hat, ihre Rinder zu verkaufen. Es gibt einfach nicht genuegend Nahrung. Ein Wasserproblem hat Longreach gar nicht, denn das Artesin Basin bietet reichlich, doch leider ist dieses Wasser nicht reichhaltig genug, um Gras wachsen zu lassen. Die Cattle-Stations sind deshalb fast alle „trocken gelegt“ und es sind viele Einwohner weggezogen. Andere haben sich umschulen lassen, andere sind arbeitslos. Normalerweise regnet es etwa 400mm im Jahr, doch die letzten Jahre gab es nur 100mm im Jahr. Das ist fatal, denn das Sterben der Kaengurus wird hierbei auch angetrieben. Trotz dieser traurigen Entwicklung, ist Longreach ein sehr suesser Ort, den wir einfach unheimlich gern mochten!

Unsere Favoriten:

  • Stockman’s Hall of Fame (Stockman’s Show fuer etwa 25$)
  • Local Bakery gegenueber des IGA!
    mit Abstand das beste Sandwich, denn alle Zutaten sind super frisch; auch das Eis sieht verfuehrerisch aus
  • Quantas Gruneder Museum
    hier erfahrt ihr, wie die Geschichte der heute erfolgreichen Airline begann und koennt sogar auf den Fluegeln des neuen Airbus spazieren
  • Starlight Lookout (60 km entfernt)
    wer nicht zum Starlight Lookout faehrt und dort eine Nacht verbringt, hat was verpasst! Doch bitte seid vorsichtig, die Strassenverhaeltnisse sind sehr schlecht und ihr solltet eine gute Stunde einplanen, wenn ihr eure Reifen nicht riskieren wollt. Offiziell ist Campen nicht erlaubt, aber es gibt niemanden, der so weit hinaus faehrt und dies kontrollieren wuerde. Die Strasse zum Starlight ist nicht eingezeichnet, aber google maps zeigt euch lustigerweise trotzdem den Weg.
  • Anzac Park am Kreisverkehr (habe ich bei WikiCamps mit Fotos eingetragen)
    Hier laesst sich wunderbar fruehstuecken, BBQs halten und vor allem am Abend Kaengurus in grosser Zahl bewundern. Aufgrund der traurigen anhaltenden Duerre im Outback, kommen die Kaengurus mittlerweile in die Stadt, um die einzigen Grashalme weit und breit zu ergattern.

Unser Erlebnis des Stockman’s Show & dem Starlight Lookout habe ich in diesem Artikel ausfuehrlich beschrieben.

TIPP. Die Touristen Information in Longreach ist klasse und versorgt euch mit einem detaillierten Plan, wo ihr was sehen koennt und was es kostet. Ich wuerde die Info daher nicht auslassen.

Duschen & Uebernachtungen

Ein wichtiges Thema, fuer diejenigen, jene keine 20$+ pro Nacht ausgeben moechten, ist die Frage: Wo kann ich kostenlos schlafen und naechsten Morgen duschen gehen?

Offiziell ist auch hier „wild campen“ verboten. Allerdings fahren nachts keine Ranger die durch’s Outback, um euch zu wecken. Wir sind einfach 10-15 Minuten in Richtung Muttabarra gefahren und haben uns am Strassenrand auf einem Gravel Pit (wovon es massig im Outback gibt) hingestellt und dort genaechtigt. Es gibt keine Fazilitaeten, also bitte verlegt groessere Geschaefte auf „vor Schlafplatz-Suche“. Es ist traumhaft in solcher Ruhe zu schlafen und morgens den Sonnenaufgang im Outback ganz alleine geniessen zu duerfen. Da es nachts zwischen 0 und 6 Grad ist, empfiehlt sich ein Schlafsack, oder eine zusaetzliche Decke (wir haben bei Target eingekauft).
Duschen koennt ihr bei der Caltex am Ortseingang (nicht zu verfehlen). Ihr spendet 2$ pro Person, an die „Flying Doctors“ im Outback (an der Kasse). Die Duschen sind sehr sauber und wunderbar heiss.

Muell duerft ihr nicht liegen lassen, die Kaengurus werden sonst zum Strassenrand gelockt und ueberfahren, denn sie sind verzweifelf auf der Suche nach Nahrung!!! Wir haben mehr als 3.000 tote Kaengurus am Strassenrand gesehen und es war einfach nur traurig. 

Veröffentlicht in Ask a traveller, Australia, Equipment

Was braucht ihr wirklich? – eine weitere Packliste

Gibt es mehr Diskussionen als darueber, was man braucht und was nicht? Ich glaube nicht.

Es gibt keine Faustregel, alles ist Geschmackssache

Ich habe festgestellt, dass man nicht pauschal sagen kann, was ueberfluessig ist und was nicht. Aus eigener Erfahrung kann ich jedoch feststellen, dass 90% aller Traveller zuviel mitschleppen und es schon sehr bald als Ballast empfinden. Ich bin eine Frau und hatte arge Probleme auszusortieren. Wieso?

Wir haben Angst etwas wichtiges zu vermissen…

Das ist wohl einer der Gruende weshalb wir so viel mitschleppen. Muesste ich meinen Rucksack noch einmal packen, mit der bisherigen Erfahrung, wuerde ich ein paar Schuhe weglassen und sicherlich auch 3-5 Oberteile sowie Jeanshosen. Erstens zieht man auf Reisen sowieso nur ein paar FlipFlops, Turnschuhe oder/und Trekkingschuhe an. Fertig. Die Frauen, die sich Pumps eingepackt haben, sollten an dieser Stelle ganz heimlich und unauffaellig schnellstens die Stoeckelschuehchen aus dem Rucksack entfernen… ;-)

Wieso ist es besser nur wenig Kleidung einzupacken?

Ganz einfach: Ihr spart nicht nur Gewicht, sondern habt auch noch Platz Neues zu kaufen! Ha, der Aspekt kann auch nur von einer Frau kommen, oder? Nunja, ich war echt veraergert, dass ich in Thailand und Vietnam sogut wie nichts kaufen konnte, da mein Rucksack aus allen Naehten geplatzt ist – und Shoppen macht dort echt Spass!

Nun aber zum wichtigen Teil…

Was gehoert in den Rucksack?

Nach eigenen Ueberlegungen und Lesen vieler Berichte in den Reisegruppen, habe ich hier eine „kurze“ Zusammenfassung, von dem was ihr gebrauchen koenntet. Wichtig ist, dass diese Liste fuer Reisende ausgelegt ist. Wenn ihr vorhabt, einen Job z.B. in Australien zu suchen, bei welchem ihr im Verkauf, Buero o.ae. arbeitet, solltet ihr auch passende Kleidung hierfuer mitnehmen. In der Regel reicht eine Bluse/ Hemd+ Blazer/ Sakko+ Anzughose und natuerlich die passenden Schuhe. Habt ihr den Job bekommen, koennt ihr immernoch shoppen gehen.
Was sich lohnt Zuhause zu kaufen und was ihr lieber unterwegs kaufen solltet, erfahrt ihr hier.

Frau:

  • 1x FlipFlops
  • 1x leichte Sportschuhe
  • Trekkingschuhe (immer anziehen, die nehmen am meisten Platz weg und das Gewicht koennt ihr euch so sparen), falls ihr Walks machen wollt (insbes. in Neuseeland und Australien), in Australien auf dem Feld zu arbeiten beabsichtigt o.ae.
  • 10x Slips
  • 4-5 Paar Socken
  • 3 BHs (hell, dunkel, traegerlos)
  • 1 Bikini
  • 1 leichtes Kleid
  • 2 Shorts
  • 1 Funktionshose
  • evtl. Moskitonetz + Repellent (fuer Asia- Regionen)
  • 4-8 Shirts (u.a. Funktionsshirt, Traegertops, normale Shirts)
  • 1 duenne Funktionsjacke
  • 1 Fleecejacke/ Pullover
  • Kosmetika & Co.:
    • eine Handvoll Ohrstaebchen
    • kleine Zahnpasta
    • 5 Haargummis
    • Haarclips o.ae.
    • eine kleine Reisebuerste
    • kleine Packung Tampons
    • Kontaktlinsen? (sind in Australien nur gegen Rezept erhaeltlich, Vorrat macht also Sinn)
    • Reisepackung Kontaktlinsenfluessigkeit (ist in Australien und Asien guenstiger)
    • Duschgel, Haarwaesche nur in Probenflaeschen je einmal fuer Handgepaeck und checked Baggage
    • Gesichtscreme (ist in Australien sehr, sehr teuer)
    • Wattepads nur eine Handvoll
    • Deo in Probeflasche

TIPP. In Asien bekommt man in so ziemlich jeder Bleibe eine Zahnbuerste, Zahnpasta, Duschgel, Ohrstaebchen etc., also spart euch den Ballast! Einen Foen koennt ihr euch sparen, wenn ihr in warmen Regionen seid (zumal es fast ueberall einen gibt. Ich besitze seit 4 Monaten keinen Foen mehr …und so furchtbar sehe ich nicht aus ;-)

  • ein Reisehandtuch aus Mikrofaser (z.B. von Cocoon mein Favorite!)
  • ein Reisekissen self-inflating (z.B. von Meru mein Favorite)
  • ein Tauchei bzw Drybox (z.B. von Seemann mein Favorite), Kreditkarte, Schluessel passen rein, so dass die Wertsachen immer (auch im Wasser) am Mann sind
  • mittelgrosser Karabiner (z.B. zum Schuhe am Rucksack befestigen, Kamera am Guertel befestigen und vielseitig nuetzlich)
  • Waescheleine oder Spanngurt , vielseitig einsetzbar und nimmt kaum Platz weg
  • Reparaturtape (z.B. so etwas )
  • Packbeutel ..es gibt tausende..
  • Kompressionsbeutel (z.B. von Pearl)
  • Seidenschlafsack (falls ihr nach Vietnam reist: bekommt ihr dort fuer 5 Euro!!!)
  • 1x Plastikbesteck
  • Verbandszeug
  • Desinfektion (fuer Haut)
  • LED Taschenlampe (diese und diese sind Top)
  • wichtige Dokumente (Pass, Passfotos, USB Stick mit wichtigen Daten, Adressen, ggf. Visum Kopie, etc.)
  • Kamera & genuegend (3x 64GB fuer 4 Monate) Speicherkarten! (diese sind in Australien sehr sehr teuer und in Asien oft nur bis 32 GB erhaeltlich)
    • meine Empfehlung SanDisk oder Samsung! (min. Class 10)
  • ggf. SD Kartenlesegeraet bzw. Adapter

Mann:

  • 1x FlipFlops
  • 1x leichte Sportschuhe
  • Trekkingschuhe, falls ihr Walks machen wollt, in Australien auf dem Feld zu arbeiten beabsichtigt o.ae.
  • 10x Boxershorts
  • 4-5 paar Socken
  • 1 Badeshorts
  • 2 Shorts
  • 1 Funktionshose
  • evtl. Geldguertel
  • evtl. Moskitonetz + Repellent (fuer Asia- Regionen)
  • 4-8 Shirts (Funktionsshirt, normale Shirts, …)
  • 1 duenne Funktionsjacke
  • 1 Fleecejacke/ Pullover
  • Kosmetika & Co.:
    • eine Handvoll Ohrstaebchen
    • kleine Zahnpasta
    • Kontaktlinsen? (sind in Australien nur gegen Rezept erhaeltlich, Vorrat macht also Sinn)
    • Kontaktlinsenfluessigkeit ist in Australien und Asien guenstiger
    • Duschgel, Haarwaesche nur in Probenflaeschen je einmal fuer Handgepaeck und checked Baggage
    • Gesichtscreme (ist in Australien sehr sehr teuer)
    • Wattepads nur eine Handvoll
    • Deo in Probeflasche
  • ein Reisehandtuch aus Mikrofaser (z.B. von Cocoon mein Favorite!)
  • ein Reisekissen self-inflating (z.B. von Meru mein Favorite)
  • ein Tauchei bzw Drybox (z.B. von Seemann mein Favorite), Kreditkarte, Schluessel passen rein, so dass die Wertsachen immer (auch im Wasser) am Mann sind
  • mittelgrosser Karabiner (z.B. zum Schuhe am Rucksack befestigen, Kamera am Guertel befestigen und vielseitig nuetzlich)
  • Waescheleine oder Spanngurt , vielseitig einsetzbar und nimmt kaum Platz weg
  • Reparaturtape (z.B. so etwas )
  • Packbeutel ..es gibt tausende..
  • Kompressionsbeutel (z.B. von Pearl)
  • Seidenschlafsack (falls ihr nach Vietnam reist: bekommt ihr dort fuer 5 Euro!!!)
  • 1x Plastikbesteck
  • Verbandszeug
  • Desinfektion (fuer Haut)
  • LED Taschenlampe (diese und diese sind Top)
  • wichtige Dokumente (Pass, Passfotos, USB Stick mit wichtigen Daten, Adressen, ggf. Visum Kopie, etc.)
  • Kamera & genuegend (3x 64GB fuer 4 Monate) Speicherkarten! (diese sind in Australien sehr sehr teuer und in Asien oft nur bis 32 GB erhaeltlich)
    • meine Empfehlung SanDisk oder Samsung! (min. Class10)
  • ggf. SD Kartenlesegeraet bzw. Adapter

Was ihr Zuhause oder lieber unterwegs kaufen solltet, erfahrt ihr hier.

Veröffentlicht in Ask a traveller, Australia

Online-Shopping ohne Adresse?

Ihr habt es fast schon erahnt: Meine Passion ist die Fotografie!…und da ich eine sehr hochaufloesende Kamera besitze und dann auch noch die Angewohnheit besitze SEHR viele Fotos zu schiessen, habe ich folgendes Problem: Ich brauche permanent neue Speicherkarten. 

Ich gehe also zu Dick Smith und schaue mich nach Sepeicherkarten um. Oh mein Gott, ist das teuer. Anschliessend gehe ich zu JB Hifi, zu Kmart, Target, BigW und wie sie alle heissen und muss zwei Sachen feststellen:

  • Speicherkarten sind unverschaemt teuer
  • hohe Kapazitaeten (64GB, 128 GB) sind so gut wie nie auffindbar
  • Samsung und SanDisk Karten eine Raritaet

Diese Beobachtung habe ich bei vielen Sachen gemacht…bei KFZ Adpaptern (2$ gegenueber 15$+), PowerBanks (ab 5$ gegenueber 30$+), USB Steckdosenadapter (2$ gegenueber 10$+), Sd Karten (64GB 38$ gegenuber 90$+),

Fuer mich steht fest: ich muss online einkaufen.

Online Shopping und das Lieferadressen-Problem

Marco und ich haben grosses Glueck, dass wir Bekannte in Sydney und auch westlich von Brisbane haben (wo wir gelebt haben) und keine Schwierigkeiten mit der Lieferung hatten. Doch nun reisen wir weiter und ich habe mich zwar mit SD-Karten eingedeckt, aber frueher oder spaeter sind diese voll. Und dann?


Australia Post 24/7 parcel lockers
Zum Einen bietet die Australia Post einen Service an, bei welchem eure Sendungen bis zu 48 Stunden einem Schliessfach aufbewahrt werden. Hier zu muesst ihr euch einfach nur fuer diesen Dienst registrieren (kostenlos) und loslegen. Ihr bekommt bei Ankunft einer Sendung dann z.B. eine SMS mit Pin des Schliessfaches und koennt eure Sendung in den meisten Faellen sogar rund um die Uhr abholen!

Hier findet ihr den Link zum Dienst.

Parcel collect
Die Alternative dazu bietet die Australia Post, indem ihr eure Sendung ganz einfach in die Filiale liefern lasst. Aehnlich wie in Deutschland das „Paketshop- System“, funktioniert das hier genauso. Ihr gebt eure Wunschfiliale an und koennt eure Sendung waehrend den Oeffnungszeiten abholen. Der Vorteil ist, dass eure Sendung bis zu 10 Tagen fuer euch aufbewahrt wird. Auch hier muesst ihr euch kostenlos registrieren, um den Service nutzen zu koennen.

Hier findet ihr den Link zum Dienst.


Ihr seid also vollkommen flexibel, eure Sendungen gehen nicht verloren und ihr braucht nicht einmal eine feste Adresse. Viel Spass beim Shopping ;-)

Veröffentlicht in Ask a traveller, Australia, Equipment

Das „Akku leer-Dilemma“

Hasst ihr das auch so, dass ihr immerzu nach Steckdosen suchen muesst, nur weil eure Kamera oder der Akku des Notebooks leer ist? Wir haben waehrend unserer Reise festgestellt, dass es wirklich anstrengend sein kann, Strom zu finden (kostenlos), wenn man nicht auf Campingplaetze oder Hostels etc. angewiesen sein moechte. Handy oder Tablet zu laden ist easy, wenn man ein Auto hat, denn man braucht ja nur einen KFZ Adapter, aber was ist mit dem Rest?

Mittlerweile haben wir dieses Problem nicht mehr! Ich verrate euch, wie ihr unabhaengig sein koennt.

eine Solar-Powerbank

Dies ist die absolut guenstigste Loesung fuer alle Geraete, welche ueber ein USB geladen werden koennen. Vor allem fuer diejenigen, welche kein Auto haben, ist das die beste und kleinste, sowie billigste Loesung.
Wir haben eine 80.000 mAh Solar-Powerbank, welche gleichzeitig 2 Geraete laedt, gleichzeitig sogar durch Sonneneinstrahlung Energie ‚frisst‘ und sie ist wirklich handlich (etwa 12x8cm und weniger als 300g)! Wir koennen sie per KFZ, Steckdose oder Sonne aufladen. Und das beste: Sie hat uns nur 28$ gekostet.

ein Multi-Purpose Jump-Starter

Meiner Meinung nach die Loesung fuer alle Probleme, welche nur auftreten koennen. Jump Starter fassen 60.000-90.000 mAh und je nach Staerke der Ampere (600er,900er,1200er…) sind sie fuer kleine Autos bis hin zu kleinen LKWs einsetzbar. Wozu brauche ich das Teil denn nun? Der Jump Starter ist quasi eure Steckdose und Starthilfe zugleich! Jump Starter haben:

  • KFZ Ausgaenge zum Laden
  • Starthilfekabel installiert, um bis zu 25x Starthilfe zu geben
  • oft einen Luftkompressor, welcher fuer das Aufpumpen von Reifen, Matratzen o.ae. genutzt werden kann
  • oft ein normales Steckdosen-Outlet – also eingebauten Inverter! -, wo ihr also Foen, Notebook, Ladegeraete etc anschliessen koennt

Unser Jump Starter hat 600-900 Ampere und alle Auststattungen, die man haben kann (oben gelistet). Zusaetzlich hat er auch noch eine digitale Anzeige, wieviel Saft wir noch drauf haben, wieviel das/ die angeschlossene/n Geraete verbraucht/en.
Wir haben ihn bei Repco fuer phaenomenale 120$ ergattert, UVP liegt bei 200-240$, da er auch einen Inverter & Steckdosenoutlet besitzt.

Welchen Jump Starter soll ich kaufen?

Normalerweise reicht ein 600-900 Amps Jump Starter aus, um einen grossen V6 Motor, oder 4 Cylinder zu starten. Dies ist z.B. beim Mitsubishi Pajero der Fall. SuperCheap und auch Repco haben immer mal wieder Angebote (so wie es auch bei uns war).  Im Moment bietet SuperCheapAuto einen guten Jumpstarter (900 Amp) fuer 115$ an. Genau dieses Geraet gibt es manchmal im Angebot fuer 80-90$.
Bei Autobarn findet ihr auch ein grosses Angebot. Der Black&Decker & der Stanley mit jeweils 500Amp sind zum Beispiel gute Preisleistung!
Ansonsten gibt es ja auch noch Ebay, wo man Jump Starter bestellen kann.


Online Shopping ohne feste Adresse in Australien? Hier erfaehrst du wie es geht!

Veröffentlicht in Australia, Gedanken-Karussell

Weshalb sind wir hier?

Waehrend unserer bisherigen Reise haben wir so viele Charaktere kennengelernt. Einige von ihnen waren nur auf „laengeren Urlaub“ aus, Andere auf Selbstfindungstrips, Einige studieren hier, suchen Praktika und Andere sehnen sich danach hier ein neues Leben zu beginnen.

Weshalb sind wir hier? Was mache ich hier?

Ich frage mich manchmal, ob sich „die Anderen“ auch diese Frage stellen? Wenn ja, ist das ein eher gutes oder eher schlechtes Zeichen des Selbstzweifels? Wenn nein, ist das falsch oder besser so?

Als wir die ersten gedanklichen Durchlaeufe zu unserem Vorhaben erlebten, planten wir zuerst nur ein halbes Jahr in Australien Geld zu verdienen und ein wenig das Englisch aufzupeppen. Ein paar Wochen spaeter haben wir entschieden, dass wir alles verkaufen und versuchen werden „auszuwandern“. Ob es Australien wird, oder dieses Land nur eine Zwischenstation sein wuerde, das wussten wir nicht. Fakt ist, wir hatten nichts zu verlieren und wollten einen neuen Lebensweg ausprobieren. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Gluecksmomente, Freiheit und keine Huerden

Tatsaechlich verlief bisher alles nach „Plan“ (insofern wir ueberhaupt einen hatten) und das Glueck ist stets an unserer Seite. Wir haben wunderbare Menschen kennengelernt, eine Art Familie gewonnen, einen gut bezahlten Job gehabt, sind sehr sehr viel umhergereist…es schnuppert alles nach Freiheit. Irgendwie ist es so viel einfacher als in Deutschland. Ende Juni bekomme ich sogar ein Jobangebot fuer Boehringer in Sydney, im Head Office. Den gesamten Juli sind wir in den Norden und durch’s Outback gereist…es war wunderschoen.

verloren in Sydney

Wir haben unser bisher verdientes Geld fast vollstaendig aufgebraucht (3.000km Fahrt, Attraktionen, Essen, neuer Reifen,…) und kommen ziemlich entspannt am 28. Juli in Sydney an. Wir haben keine Lust auf eine Grossstadt, wir wissen noch nicht wie viele Stunden ich ueberhaupt bei Beohringer arbeiten kann, wir wissen nicht ob Marco einen Job bekommt, wir haben noch keine feste Unterkunft und wir haben wenig Geld, denn das deutsche Konto wollen wir nicht anruehren. Mir gehen all diese Tatsachen durch den Kopf – und Marco auch – und es ist das erste Mal, dass wir unter enormen Druck stehen. Bisher haben wir auf Online-Bewerbungen, welche Marco schon vor Tagen sendete, keine Antworten oder nur Absagen bekommen. Das ist sehr ernuechternd. Ich fuehle mich fuer ihn verantwortlich, immerhin war ich der Ausloeser fuer unsere „Auswanderung“. Der in mir steigende Druck, die nervige Angelegenheit in einer Grossstast im Auto zu schlafen, um Geld zu sparen, die Ungewissheit und einfach alles kommen zusammen. Jegliche Anlaeufe zwecks Housesitting, Couchsurfing und co. gehen ins Leere. Ich habe extrem schlechte Laune, Selbstzweifel, zu wenig Raum und bin ueberfordert. Allein auf eine SMS zu antworten ueberfordert mich. Eine Minute habe ich gute Laune und schaue mit Marco nach Jobs, die naechste Minute bin ich nicht ansprechbar und kann die Worte „Geld“, „Job“ nicht mehr hoeren. Ich fuehle mich fehl am Platz.
Das war der erste Moment, in dem ich mich gefragt habe: Wieso sind wir hier? Ist das alles ein Fehler?

Mir war klar: Zusammenreissen und systematisch alle Probleme loesen und einfach loslegen…doch ich konnte nicht. Was ich brauchte ist ein fester Ort…mit Tisch, mit eigenem Bad, mit Schraenken…mir war egal was es kostet. Ich habe es satt auf „kostenlose Ubernachtungen“ wie Couchsurfing oder Housesitting zu warten bzw. darauf angewiesen zu sein. Die Tatsache, dass man Angst hat keinen Job zu bekommen und umsonst hier ist, oder Marco nichts findet und resignieren koennte, war bedraengend. Doch irgendwo musste neue Kraft ud Motivation her. Also haben Marco und ich am 30. Juli beschlossen uns in eine Art Hotel/ Hostel einzubuchen. Eine Woche in netter Behausung wartete auf uns.

was Freiraum und eine Basis wert ist

Es ist erstaunlich was der Geist mit uns veranstaltet. Keine 15 Minuten nachdem wir eingecheckt haben, ging es mir soo gut. Meine Energie war zurueck und das nur, weil es eine Basis gibt. Dieses Gefuehl, einen Schreibtisch zu haben, sich ausbreiten zu koennen … es faellt mir einfach schwer „vernuenftig“ arbeiten zu koennen, wenn ich keinen ordentlichen Platz hierfuer habe. Den habe ich nun. Wie einen einfache Dinge innerhalb von Minuten den gesamten „Glueckszustand“ veraendern koennen.

Hochphasen, Tiefphasen, Ernuechterung, Hoffnung…

Wir fuhren motiviert zu einer deutschen Baeckerei, welche uns empfohlen wurde und hoffen, dass Marco einen Job bekommt. Als wir dort ankamen, ziehen allerdings wieder Wolken auf, denn es wurde vor zwei Tagen jemand Neues eingestellt. Wir waren zu spaet. Marcos Euphorie loest sich in Luft auf. Wir gehen zu einer anderen empfohlenen Filiale, doch die Filialleiterin ist nicht mehr da. Super, wir sind durch die ganze City gefahren, haben knapp 6 Euro fuer’s Parken ausgegeben und es hat nichts gebracht. Wir beschliessen naechsten Morgen wiederzukommen.
Am 31. Juli stehen wir 10.30 Uhr auf der Matte und die Leiterin Mel ist da. Sie teilt uns mit, sie haette erst Montag jemand Neues eingestellt. Ernsthaft? Sie ruft in einer anderen Filiale an doch diese ist ausgeschoepft. Marco und ich sind enttaeuscht. Mel ueberlegt etwas laenger und ueberlegt Marco woanders unterzubringen, oder eine andere Position in ihrer Filiale zu schaffen. Sie wuerde sich am Montag melden. Bis dahin heisst es warten…

Ich frage mich: Was ist, wenn Marco keinen Job bekommt und ich eventuell nur wenige Tage? Reicht das Geld? Will ich denn Vollzeit bei Boehringer arbeiten? Was wollen wir ueberhaupt? Nach einer ganzen Weile sage ich zu Marco, dass wir uns daran erinnern muessen, weshalb wir hier sind. Wir sind hergekommen, um Neues auszuprobieren; um herauszufinden, wie man ohne Planung und mit wenig Geld leben kann. Wir wollen uns jeden Tag neu ueberraschen lassen. Dass es auch mal weniger sichere und weniger angenehme Tage geben wuerde, war zu erwarte. Kein Grund an allem zu zweifeln.

Bisher hatte sich bei uns alles unerwartet ergeben – und es war immer besser als erwartet. Wir muessen nur daran glauben, dass es diesmal auch so sein wird. Um fuer alles gewappnet und flexibel einsetzbar zu sein, entscheiden wir uns dafuer, eine akkreditierte Baristaausbildung zu machen und zwar gleich uebermorgen! Weiterhin halten wir uns den Plan einer White Card (fuer Arbeiten auf Baustellen) und einer Blue Card (Verkehrs Controller) fuer Marco offen, um auch dort Wissen zu erlangen. Niemals haetten wir das in Deutschland getan.

2. Juli – und wieder hat sich das Glueck gefuegt

Wir haben heute von 10 – 16.30 Uhr ein sehr intensives Barista Training absolviert und so viel Motivation und Energie wie lange nicht mehr. Was auch immer mit dem Baeckerjob oder mit Boehringer passieren wuerde, wir haben einen Backup-Plan und das fuehlt sich gut an. Beladen mit massig neuem Wissen fahren wir „nach Hause“ und fantasieren ueber Kaffee-Jobs. Und dann kam wieder der Schicksals-Zug angefahren: Das Handy klingelt eine Stunde spaeter und guess what? Marco hat morgen ein Probearbeiten in der Baeckerei! Drueckt ihm die Daumen.

Haben wir uns vorgestellt in Sydney zu landen? Moeglicherweise in einer deutschen Baeckerei in Australien zu arbeiten? Eine Barista Ausbildung zu machen? Weiss Gott nicht! Doch genau das ist ja das Spannende…es kommt immer anders als erwartet. Doch was letztendlich zaehlt ist doch nur eins: Es funktioniert, es bezahlt, es ist eine neue Erfahrung, es oeffnet neue Tueren und am Ende waren fast alle Selbstzweifel umsonst.

Hoert nicht auf Zweifel

Egal wie viele von Euch diesen Schritt gewagt haben, Deutschland zu verlassen, und das Gefuehl haben zu scheitern: Ruft euch ins Gedaechnis wieso ihr hier her gekommen seid. Wir vergessen es manchmal und fallen in „deutsche Muster“ zurueck, welche nicht hier her passen. Einige in Deutschland werden sich fragen: „Wie jetzt? Und deshalb sind die nach Australien gegangen? Um Kaffee zu machen?“ Was auch immer wer denkt, no worries! Alles was gluecklich macht und neue Tueren oeffnen, ist perfekt. Es gibt so vieles, was man machen kann, wenn man es will und sich vor allem bewusst macht, wie viel es tatsaechlich gibt! Wer sagt denn eigentlich, dass ihr Manager sein muesst, um gut leben oder gluecklich zu sein? Ich finde man beschaeftigt sich viel zu oft damit, Anderen zu imponieren. Das ist Verschwendung, da es kurzlebig ist.

Auch wenn wir zurueck gehen sollten: Wir haben neue Skills, Boehringer koennte sogar ein Sprungbrett in Deutschland sein. Wer weiss?

Und was habt ihr hier Neues ausprobiert? Hoechstwahrscheinlich ist Einiges davon ein grosses Asset, falls/ wenn ihr zurueck nach Europa geht! 

Veröffentlicht in Australia

durch Queenslands Outback – Tag 4

16. July – neuer Reifen, neues Glueck…

Nachdem wir am Morgen ausgiebig gefruehstueckt und geduscht haben, machen wir uns auf den Weg zu Julie. Der Reifen ist zum Glueck angekommen und innerhalb von Minuten haben wir nicht nur einen neuen Reifen montiert, sondern sind auch knapp 200$ losgeworden…Hachja.

Julie hat uns waehrenddessen viele Tips gegeben hinsichtlich der Sehenswuerdigkeiten in der Region. Die Stockman’s Show kann sie empfehlen und wir sollen unbedingt zum Starlight Lookout fahren. Am besten zum Sonnenuntergang und dann sollen wir doch einfach gemuetlich dort uebernachten. Das klingt doch nach einem guten Plan. Da uns das Kuehlwasser-Problem keine Ruhe laesst, fragen wir zu wem wir fahren koennten, um es checken zu lassen. Ein Mitsubishi Haendler ist direkt um die Ecke. Dort fahren wir anschliessend hin und zusammenfassend laesst sich sagen: Wir haben zu viel Kuehlwasser im rechten Behaelter und keiner weiss weshalb. Erst einmal sollen wir es beobachten. Na dann…

Am fruehen Abend fahren wir in Richtung Starlight Lookout, bepackt mit einer Flasche Wein und Abendessen. Von Longreach faehrt man etwa 60 km, davon 45 km Gravel Road – schon wieder! Hoffentlich bleiben dieses Mal alle Reifen heil. Marco faehrt unheimlich angespannt und wir hoffen, dass alles gut geht. Aufgrund der Tatsache, dass wir mit gerade einmal max. 60 km/h umhertuckeln, brauchen wir 1 Stunde 15 Minuten zum Lookout. Wir fragen uns zwischendurch sogar, ob sich der weite Weg ins Nichts lohnt.

Dort angekommen, stellen wir sehr sehr schnell fest: Und ob es sich lohnt! Wow, wir sind absolut im Nirgends…die Strasse existiert bei Google und in Atlanten nicht einmal und es ist wunderschoen! Der Huegel ist die einzige Erhebung weit und breit und der Ausblick dementsprechend erstklassig. Hier oben sieht man erst einmal, welch Ausmass die Duerre hat und wie riesig das Outback ist. Egal wohin wir schauen: Wir sehen nichts. Kein Lebenszeichen, keine Siedlungen…rein gar nichts. Wunderbar.

Wir haben einen unglaublichen Abend. Auf dem einzigen „Berg“ (oder wohl eher Huegel) haben wir bei Sonnenuntergang gesessen. Mit einer heissen Suppe, einer Flasche Wein und mit einem Blick zum Himmel mehrten sich von Minute zu Minute die Sterne.

 17. July – Dinner unter Sternen

Wir wachen gegen 7 Uhr auf und genau vor unserer Nase klettern Bergziegen auf den Berg und Kaengurus huepfen durch die Gegend. Wie genial! Ich habe das grosse Verlangen noch etwas liegen zu bleiben und zu beobachten, wohingegen Marco seine Laufschuhe anzieht und davon rennt. Wer kann schon von sich behaupten mitten im Outbback joggen zu gehen, hm? Mir sind 5 Grad zu kalt zum Laufen, aber Marco hat durchhgehalten. Anschliessend kochen wir Fruehstueck und fahren zurueck nach Longreach. Wir haben also wieder etwa 60 km vor uns, davon sind 45 km Schotter- und Sandpiste. Da wir ja vom Vorabend wissen, dass wir definitiv 1 Stunde brauchen werden, denn noch einen Reifenschaden wollen wir nicht riskieren, fahren wir kurz vor um 9 Uhr los. Immer wieder stehen einzelne Kaengurus am Wegrand, huepfen ueber die Strasse oder es stehen ganze Familien in der Duerre und beobachten uns, das Fremdobjekt  im Outback.

Gegen 10 Uhr kommen wir an der Caltex Tankstelle an, duschen und fahren anschliessend zur Stockman’s Hall of Fame herueber. 11 Uhr beginnt die Stockman’s Show und gleich zu Beginn haben Marco und ich einen grossen Lacher.Die Show ist seine 20$ wert. Man lernt im Schnelldurchlauf, welche Rolle Pferde in der Rinderzucht spielen und welche Typen es gibt. Ausserdem lernt man vom Ablauf dieser Arbeit und weshalb Hunde so wichtig auf der Farm sind. Die Stockman’s Show ist ein Mix aus Lachen, Staunen und Lernen. Ich finde es echt faszinierend, wie gut der Stockman und seine Pferde einander verstehen. Fast alles geht ueber Zeichensprache oder Koerperbewegungen.


Etwa 12 Uhr ist die Show beendet und wir beschliessen uns noch einmal in der Local Bakery ein Sandwich zu bestellen, denn es war wirklich gut. Kurz nachdem wir losfahren bemerkt Marco: „Du irgendwie ist die Temperaturanzeige nicht mehr in der Mitte.“ „Wo ist sie denn?“ „Naja zwischen Mitte und Rot.“ „Echt jetzt? Ohje.. dann lass uns vielleicht doch noch mal bei Mitsubishi anhalten und dem Mechaniker zeigen, dass es sich jetzt doch geaendert hat.“ „Ja ist glaube ich besser.“ 1 Minute spaeter: „Okaaay… jetzt ist der Zeiger im roten Bereich! Ich gebe einfach kein Gas mehr.“ „Wie du gibst kein Gas mehr? Wir muessen zu Mitsubishi! Hilft ja nichts. Es sind doch nur noch paar Hundert Meter.“ Wir fiebern und hoffen, dass wir einfach nur ankommen. Wir kommen an. Als wir mit dem Mechaniker sprechen, sagt er uns, dass sich das gar nicht gut anhoert. Es koennten mehrere Sachen sein. Zwischen 1.500 und 3.000$ koennten auf uns zukommen. Marco und mir rutscht das Herz in die Hose. Wir schauen uns an und koennen es nicht fassen, dass wir jetzt solch ein Pech haben sollen. Meine Prozessoren im Kopf laufen auch Hochtouren und ich kalkuliere alles durch. „Ich kann es nicht sagen, bevor das Auto untersucht wird.“ „Okay, koennen Sie es sich anschauen?“ frage ich verzweifelt. „Wir sind bis mindestens Dienstag oder Mittwoch ausgebucht.“ „Wo koennen wir sonst hingehen? Sie kenne sich doch am Besten aus. So koennen wir nicht weiterfahren, richtig?“ „Nein, so koennt ihr auf keinen Fall weiterfahren, der Motor ueberhitzt.“ „Unser Plan war, heute bis Emerald weiter zu fahren. Wir muessen Anfang August in Sydney sein. Wir haben noch fast 2.000 Kilometer vor uns“, sage ich. Er verschwindet in der Garage und waehrenddessen sage ich zu Marco: „Dann bleiben wir bis Mittwoch und Hervey Bay faellt aus, ist egal.“
Was machen wir denn dann? Die 2.000$ waren dann wohl doch kein so gutes Schnaeppchen insgesamt…Wieso muss so etwas jetzt passieren? Mitten im Outback. Zu Not muss ich ersteinmal nach Sydney fliegen. Was ist dann aber mit all unseren Sachen? Investieren wir dann die schlimmstenfalls 3.000$, oder kaufen wir ein neues Auto? Wer sagt, dass beim naechsten Auto nicht etwas aehnliches geschieht? Niemand. Auf unserem Konto haben wir noch genuegend Geld, aber 3.000$ wuerden ein riesiges Loch in unser Erspartes graben. Thailand fuer Ende des Jahres ist geplant und wir koennen jetzt nicht einfach 3.000$ verlieren. Mir ging so unglaublich viel durch den Kopf.
Was machen wir jetzt? Verdammt…
In dem Moment kommt der Mechaniker wieder und sagt, dass er schnell mal unter die Motorhaube gucken will. Er oeffnet das Ventil vom Kuehlwasserbehaelter und Dampf kommt heraus. In einem Behaelter ist zu viel Wasser, der andere grosse Tank ist bis auf den letzten Tropfen entleert. „Gar nicht gut“, sage ich. „Nein, das ist nicht gut“, sagt der Mechaniker und laeuft zurueck in die Garage. „Verdammt wo geht das ganze Wasser hin…“, fluche ich. „Wenn das so viel Geld kostet, koennen wir uns gleich ein neues Auto kaufen“, sagt Marco resigniert. „Nun warte doch erst einmal ab. Davon abgesehen, kann es jeden Tag passieren, dass das Auto aufgibt. Es ist 21 Jahre alt. Wir haben fuer 2.000$ und 2.500 bereits gefahrene Kilometer verdammt viel Glueck gehabt.“ Mit einer Kanne gefuellt mit Wasser kommt der Mechaniker zurueck und fuellt den Wassertank auf. Er laesst den Motor laufen, testet ein paar Sachen und sagt „Wir muessen herausfinden wohin das Wasser verschwindet.“ Er nimmt ein Ventil mit in seine Garage und testet offenbar den Druckausgleich oder so. Wir warten 15 Minuten und dann kommt er wieder. „Das Ventil scheint nicht mehr intakt zu sein. Wir muessen es ersetzen und schauen, ob es daran liegt.“ „Alles klar“, sage ich und wir hoffen, dass es nur das Ventil. Was auch immer das kostet. Nachdem er das Ventil aufgesetzt hat, macht er mit mir eine Testfahrt und sagt: „Ihr habt solch ein Glueck. Unglaublich, dass es nur dieses Ventil ist. Ihr koennt weiterfahren und alles sollte in Ordnung sein!“ Ich kann nicht fassen, dass das Glueck auf unserer Seite steht – wieder einmal. Es haette fast das 200-fache kosten koennen. Das Ventil kostet 15$. Wir geben ihm Trinkgeld und bedanken uns zum vierten Mal.

Wir hatten solch ein Glueck! Genau 2 km nachdem wir Longreach betreten haben, ist der Motor ueberhitzt. Es haette auch frueher passieren koennen…irgendwo auf der Strasse zum Starlight Lookout. Aber das ist es nicht und dafuer sind wir massig dankbar!

Veröffentlicht in Australia

durch Queenslands Outback – Tag 3

15.July – eine Fahrt durch’s „Death Valley“

Nur zwei Autos sind sind bis morgens 6.30 Uhr an uns vorbei gefahren. Wahnsinn. Hinzu kommt, dass Hauptsaison ist. Wir moechten uns gar nicht vorstellen, was gewesen waere, wenn mehr als 1 Reifen gelatzt waere. Haette man uns gefunden? Nun, wir haben genuegend Trinken und Essen fuer 5 Tage, aber im Hochsommer bei 40 Grad ist das sicherlich kein Zustand, den man sich wuenscht. Wir stehen noch vor 7 Uhr auf – ich kann es kaum erwarten, denn es ist sooo kalt. Als erstes gehen wir duschen und danach bringen wir in Erfahrung, ob die Werkstatt in Hughenden unsere Reifen hat. Natuerlich nicht. Waere ja auch zu einfach gewesen. Gegen 9.30 Uhr machen wir uns auf den Weg nach Longreach. Es warten dieses Mal 400 km geteerte Strasse auf uns. Die Landschaft hat sich geaendert: Es gibt nur vereinzelt Baeume, wenn uberhaupt. Wir sehen eine Menge Cassowaries, die wir im Regenwald nie zu Gesicht bekommen haben.

Sehr traurig ist der Strassenrand. Er ist umsaeumt mit toten Kaengurus. Alle 50-100 Meter liegt ein weiterer Kadaver. Manchmal sogar 4 innerhalb von 50 Metern. Von Baby-Wallabies bis hin zu wuchtigen Kaengurus, alles tot.

Auf 400 km sind das fast 4.000 Tiere. Mit Ausnahme von ein paar Kilometern, wo keine Tiere liegen, sind es realistisch 3.500. Es ist wirklich traurig. Dieser Anblick erinnert mich an ein Death Valley (Todestal). Ich habe in den ersten Wochen oft Traenen in den Augen gehabt, als ich tote Kaengurus sah, mittlerweile bin ich einfach nur noch traurig. Bei dieser Anzahl hier koennte ich fortlaufend heulen. Als wir gerade nach unserer Mittagspause das Fenster geoeffnet haben, lag Kadavvergeruch in der Luft. Ist es so schwer bei 100km/h zu bremsen?

Diese Frage wird mir in Longreach noch am selben Tag beantwortet: Ja. Denn sie sind einfach zu schnell. Nunja, darueber laesst sich sicher streiten. Viel trauriger ist die Tatsache, dass es seit 10 Jahren nicht mehr so viele tote Kaengurus gab. Die Duerre haelt nun fast seit 3 Jahren an. Anstatt 300mm im Jahr fallen in Longreach -wenn ueberhaupt- 100mm im Jahr. Dies hat dazu gefuehrt, dass mehr als 3/4 der Farmer ihre Rinder verkaufen und das Geschaeft aufgeben mussten. Weiterhin sind viele junge Familien weggezogen – als aussichtslos sehen sie die Situation an. Das bisschen Regen, was faellt, fuehrt dazu dass das Gras am Strassenrand waechst. Aus diesem Grund befinden sich fast alle Kaengurus am Strassenrand und suchen verzweifelt nach ein oder zwei gruenen Grashalmen. Viele sind so schwach, dass sie am Strassenrand umfallen, oder einfach ziellos ueber die Strassen huepfen und Autos gar nicht wahrzunehmen scheinen. Sehr, sehr traurig. Die Kaengurus kommen mittlerweile sogar am Abend und sogar vereinzelt am Tag in die Stadt, um Gras zu finden, und riskieren von weiteren Autos ueberfahren zu werden. Als mir die Dame die Situation erklaert, frage ich, ob denn das Wasser vom „Artestian Basin“ unterhalb der Erde, welches enorm gross ist, nicht ausreichen wuerde, um zu Bewaessern? Das grosse Problem liegt darin, dass zu viele Sulfate und andere Metalle im Wasser enthalten sind, welche das Wachstum der Pflanzen schlicht nicht foerdern. Es kann zwar nach Behandlung getrunken werden, doch wachsen tut einfach nichts. 

Etwa 15 Uhr erreichen wir Longreach. Unser erster Stopp ist in der Touristeninformation, wo wir massig Material bekommen und ein sehr gut strukturiertes „Programm“- bzw. „Sightseeing“ Heft erhalten. Ausserdem fragen wir, wo wir Decken kaufen koennen und wo es einen Reifenhaendler gibt. Wir machen ein Schnaeppchen bei Target und haben endlich wieder warme Naechte! Doch eins ist noch zu klaeren: Bekommen wir hier einen passenden neuen Reifen fuer unser Auto?

ein teurer Spass

Eine nette Frau namens Julie beraet uns und leider muss auch sie gestehen: Sie haben keinen Reifen vorraetig. Mensch und das obwohl massig Pajeros unterwegs sind. Wir waegen alle Moeglichkeiten ab und letztendlich ruft sie ihren Lieferanten in Rockhampton an, um uns noch einen Reifen zu bestellen. Wenn wir grosses Glueck haben, ist der Reifen schon morgen frueh da. Wenn wir Pech haben, erst Freitag morgens. Das waere auch noch ertraeglich. 190$ wird uns der Spass kosten…na herzlichen Dank liebe Gravel Road. Julie ist echt wahnsinnig nett und reisst sich beinahe schone in Bein aus, um uns eine gute Loesung zu finden. Ausserdem hat auch sie deutsche Wurzeln und ihr Sohn lebt in Kingaroy! Na welch ein Zufall! Wir verabschieden uns uns kommen morgen frueh wieder.

zu Besuch und zum Greifen nah

Tatsaechlich ist am Abend das eingetreten, was uns bereits am Nachmittag erzaehlt wurde: Die Kaengurus sammeln sich in mehreren Gruppen, um das wenige gruene Gras in der Stadt zu verzehren. Ein wildes Kaenguru wuerde niemanden auch nur in seine Naehe kommen lassen. Diese Kaengurus jedenfalls waren so verhungert, dass sie sich auch nicht verscheuchen lassen, wenn man direkt neben ihnen steht. Sie haben einfach keine andere Wahl.