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durch Queenslands Outback – Tag 2

14.July leere Schluchten & erste Panne in Dunkelheit

Ich erwache gegen kurz nach 6 Uhr und waehrend Marco noch versucht zu doesen, beobachte ich den Sonnenaufgang und von Minute zu Minute scheinen immer mehr Voegel aus ihrem Schlaf zu erwachen. Ich kann es kaum erwarten aufzustehen.
Es ist immer noch arschkalt, es ist also Zeit fuer einen Tee und Kaffee. Nach etwa 30 Minuten fahren wir weiter in Richtung Hughenden. Bei ungefaehr 3/4 der Strecke biegen wir in den Procupine National Park ab. Hier soll es einen grosses Bergsee bzw. Bach geben, also folgen wir dem steinigen, steilen Pfad fuer etwa 1 km zu Fuss. Ich erahne welch grosse „Schlucht“ vor uns liegt und Tatsache: Es ist riesig! Die Felsformationen sind wunderschoen und immer wieder entdecken wir riesige Loecher. Doch es ist alles so trocken. Der Fluss/Bach ist nur rund 10-20 cm gefuellt, die Loecher sind vollkommen trocken. Man kann nur hoffen, dass in der Regenzeit alles aufgefuellt wird. Ein Teil des Baches ist jedoch noch recht gut gefuellt und hier tuemmeln sich sogar ein paar kleine Fische und ein paar Beachboys, die sich in der Sonne aalen.


Der Weg zurueck war etwas anstrengender, denn nun durften wir den Kilometer „hochklettern“. Nur 5 km von der „Procupine Gorge“ entfernt, befindet sich ein weiterer Ausblick und dieser entfaltet die Gesamtheit des eigentlichen Naturwerkes.

Die geteerten Strassen nach Hughenden waren immer wieder unterbrochen durch „Gravel Roads“, also Sand- bzw. Kiesstrassen. Was anfangs spassig war, entpuppt sich durch die Spurrillen jedoch immer mehr zu einer nervigen Angelegenheit. Hughenden selbst war wahnsinnig klein. Ich frage mich einfach was die Menschen hier so tun. Ich sehe im Umfeld keine Rinder, welche auf Farmen hindeuten. Es gibt zwei Mini-Supermaerkte, einen Fleischer, 4 Tankstellen, paar Caravanparks, einen „Bahnhof“, eine winzige Touristeninformation und nicht viel mehr Aufregendes. Der Flinders River (Fluss) ist trocken – staubig trocken. Das soll in der Feuchtphase wieder aufgefuellt werden? Schwer zu glauben. Fuer 2$ (oder man tankt einfach) kann man in der BP Tankstelle eine heisse Dusche nehmen, was wir auch tun, und anschliessend machen wir einen Halt in der Touristeninformation. Wow, es gibt wirklich nicht viel was man hier unternehmen kann. Die „Stadt“ hat man innerhalb von 10 Minuten vollstaendig abgefahren. In der Naehe gibt es den Mount Walker mit tollem Ausblick. Den werden wir auf der Weiterfahrt in Angriff nehmen! Doch bis dahin gibt es erst einmal ein wunderbares Mittag in der Sonne und ein anschliessenden Spaziergang am trockenen Flinders River, wo Marco und ich wieder einmal einen richtig coolen Sportpark finden!


Etwa 16 Uhr fahren wir in Richtung Muttabarra weiter. Die Strasse soll zum Grossteil „Gravel Road“ sein, na dann! Bis zum Mount Walker ist alles geteert und die Dame in der Touristeninformation hat nicht gelogen: Der Ausblick ist wirklich schoen. Man kann erahnen wie endlos das Outback ist. Weit und breit sieht man nichts ausser Land und Hughenden.

Das einzige Problem, welches wir haben ist: irgenwie „laeuft unser Auto aus“? Wieso ist gerade literweise Kuehlfluessigkeit ausgelaufen? Hm, wahrscheinlich hat das irgendwas mit Druck zu tun…wird schon nichts Schlimmes sein…oder?


Die Sonne wird in etwa 1 Stunde untergehen und langsam faerbt sich der Himmel. Das letzte Auto ist uns vor etwa 10 Minuten entgegen gekommen und nun ist es mittlerweile 17 Uhr. Die 200 km nach Muttaburra werden wir nicht abfahren, sondern halten nach einer passenden Stelle zum Uebernachten Ausschau. Weit und breit nur Sandstrasse mit Spurrillen, und wenn es keine Spurrillen gibt, dann eben groessere Steine.

Erst 40 km haben wir zuruek gelegt. Und dann tritt das ein, was uns natuerlich nieeemals passieren wuerde: Es macht Peeeng! Wir sehen uns verwundert an und keine 20 Sekunden spaeter schlittert Marco ueber die Spuren. „Was ist los? Das fuehlt sich an als waere ein Reifen platt! Halt an! Schnell!“ Verdammt! Wir haben echt einen Platten…bis auf die Felge ist der gesamte Reifen geschrumpft. „Waere ja auch komisch gewesen, wenn das nicht passiert“ fluche ich. Ich schaue auf die Uhr und dann heruber zur Sonne. „Okay also wir werden es nicht schaffen den Reifen zu wechseln bevor es dunkel wird, denn die Sonne geht in ungefaehr 20 Minuten unter und dann wird es stockduster“ stelle ich verbittert fest. Wieso kann so etwas nicht bei Tag passieren? Waer wohl zu langweilig! Na prima…Wenigstens habe ich schon Raeder gewechselt und weiss noch wie es geht. Haette also schlimmer sein koennen. Innerhalb von einer Minute wirbeln Marco und ich im Kreis herum und suchen den Wagenheber plus Schraubenschluesel zusammen. Wir versuchen das Reserverad zu demontieren, doch der Schluessel klemmt im Diebstahlschloss und es ruehrt sich nichts. „Verdammt! Was ist das fuer eine Scheisse!“ Nach fast 20 Minuten loest sich endlich dieses nervige Schloss und wir koennen den Reifen loesen. Das naechste ist, dass der Wagenheber totaler Muell darstellt! Man kommt so schlecht an den Unterboden und wir sehen nach 2 Minuten schon aus wie Schornsteinfeger. Dass wir uns auf einer Sandstrasse befinden, macht die ganze Angelegenheit noch viel schlimmer, denn der Heber bohrt sich in den Boden, bis er ueberhaupt den Wagen anhebt. Wir beschliessen das Rad abzumontieren und so hoffentlich besseren Zugriff auf den Wagenheber zu haben. Hoffentlich rutscht das Teil jetzt nicht weg, sonst haben wir ein sehr sehr grosses Problem. Es dauert unglaubliche 30 Minuten, bis wir den Wagen auf der noetigen Hoehe haben. Dann geht alles ganz fix, denn nun muessen nur noch die Schrauben stets diagonal fest gezogen werden. Zum Glueck hatten wir uns den Jump Starter mit Kompressor vor 3 Wochen gekauft, denn so koennen wir den Reifendruck vom Reserverad anpassen. Es ist stockfinster und weit nach 18.30 Uhr, als wir endlich alles zusammen packen.

Mittlerweile lache ich mich schlapp und muss eingestehen, dass es ja irgendwie zu erwarten war. Wir haben in den vergangenen Wochen sooo viele Reifenpannen gesehen – irgendwann musste es uns ja erwischen. Es sei an dieser Stelle erwaehnt, dass seit 16.30 Uhr kein einziges Fahrzeug mehr auf unserer Strasse unterwegs war. Waehrend ich gerade diesen Bericht schreibe, ist es 21.30 Uhr und es ist immer noch keine Menschenseele hier entlang gefahren! Wir stehen hier nun am Strassenrand, halb auf dem Feld und duerfen am Morgen zurueck nach Hugehnden fahren, um ein Reserverad zu kaufen. So eine Sandstrasse ist schon ein teurer Spass…ein Reifen kostet naemlich zwischen 150 und 200$. Wir werden danach wohl eher die geteerten Strassen fahren ;-)

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durch Queenslands Outback – Tag 1

13. July – 18. July ..auf geht’s ins Outback

Wir haben fuer diese Woche einen Outback-Trip geplant, welcher uns durch das noerdliche Inland Queensland fuehren wird. Vom Outback fahren wir anschliessend nach Hervey Bay, um eine Waltour zu machen und danach geht’s zurueck zu unserer Gastfamillie nach Kingaroy. Wir wollen noch ein paar Tage mit Ihnen verbringen, bevor es fuer uns nach Sydney geht, um einen neuen Job anzutreten. Insgesamt liegen knapp 3.600km vor uns! Das wird eine lange Fahrt und wir hoffen, dass unser Auto uns weiterhin so verlaesslich den Weg bereitet.

Unsere Route
Ravenshoe – Mt. Surprise – Hughenden  – Longreach  – Emerald – Hervey Bay – Kingaroy – Sydney

Was braucht man fuer einen Trip durch’s Outback?
Wenn man vorhat ins Outback zu fahren, raten einem so ziemlich alle Reisefuehrer und oft auch Einheimische dies nicht allein zu tun. „Bildet Gruppen, fuer den Fall, dass ihr mit dem Auto liegen bleibt.“ Der zweite Tipp ist genuegend Wasser mitzunehmen, denn es gibt nicht ueberall Trinkwasser. Schliesslich befindet ihr euch im Outback, einer Region, welche durch Duerre, Wildvieh und 300km Nichts gekennzeichnet ist. Nunja, als Nichts wuerde ich es nicht bezeichnen, denn man sieht schon ab und an mal ein Auto, Baeume, Kuehe und Kaengurus. Wo ich gerade die groesseren Entfernungen erwaehne: Benzin. Es gibt in einigen Regionen alle 200km eine „Tankstelle“, bestehend aus einer oder zwei Zapfsaeulen, manchmal auch groessere Roadhouses. In manchen Regionen koennen schon einmal 400km und mehr dazwischen liegen. Daher ist wohl der wichtigste Punkt die Planung.
Wir haben uns eine Route gebastelt, bei welcher wir extra Tankreserven eigentlich nicht benoetigen sollten, daher bleiben unsere Kanister leer auf dem Dach liegen. Was genuegend Wasser angeht, beschraenken wir uns auf einen 10L Kanister und unsere 4-6 Wasserflaschen. Nachdem ich WikiCamps und Camp7 studiert habe, stelle ich fest, dass es immer mal irgendwo alle 100km ein WC, oder zumindest eine Haltebucht gibt. Auf unserer Strecke gibt es auch ein paar Roadhouses, wo man ueber Nacht stehen und eine Dusche geniessen kann. Wir durchfahren jeden Tag mindestens einnen Ort, in welchem wir Wasser und Benzin kaufen koennen, daher mache ich mir wenig Sorgen um Reserven. Kostenlos ist eine Dusche im Outback natuerlich nicht, aber dennoch hat fast jedes Roadhouse eine Dusche gegen kleines Geld. Wir werden sicherlich einige Naechte in Haltebuchten naechtigen und haben uns daher auch eine Solardusche dabei, welche wir mit 20L befuellen koennen, wenn es absehbar ist ins „Nichts“ zu fahren. Entgegen der „Gruppenbildung“ fahren wir dennoch alleine, da wir keine Zeit haben Reisende zu suchen und wenig Flexibilitaet besitzen, unsere Route abzuaendern.

13. July am „Mini-Niagara-Wasserfall“ vorbei ins Trockene

Wir beginnen in Ravenshoe und unser erster Stopp sind die Millstream Falls, welche von den Australiern auch sehr gerne als „Mini- Niagara“ bezeichnet werden.

Unser zweiter Stopp ist Mt. Surprise. Auf dem Weg dorthin sind die Strassen geteert, es herrscht maessig viel Verkehr. Bleibt man auf einer dieser Hauptstrassen liegen, wird man sicherlich spaetestens innerhalb einiger Stunden gefunden. Die Landschaft besteht aus groesstenteils ungezaeunten Wiesen mit massig Baeumen und Kuehen. Als gruen wuerde ich die Landschaft nun wirklich nicht bezeichnen, sondern eher als blassgruen bis goldig, da alles ziemlich trocken erscheint.

Ich begreife endlich, wieso immer wieder von anhaltender Duerre im Outback gesprochen wird. Ein Zustand , welcher auch innerhalb der eigentlichen Regensaison von Oktober bis Februar, allmaehlich zur Normalitaet wird und somit eine grosse Gefahr darstellt. Nicht zuletzt wegen Buschfeuer, sondern vielmehr, da es kaum saftiges Gras gibt, die Nahrungsgrundlage fuer Kuehe – einer der wichtigsten Einnahmequellen Australiens. Wir sind mit dem Gedanken nach Mt. Surprise gefahren, „Undara“ anzusehen. Es ist ein riesiger Vulkan Krater, der auf Bildern fantastisch aussieht. Dort angekommen stellen wir fest, dass man eine Tour buchen muss, welche 55$ pro Person kostet. Unglaublich. Das haben wir also ausfallen lassen. Was man auch vor Ort tun kann, ist Edelstein-Suche zu betreiben. Man kann sich fuer 30$ ein Kit ausleihen, um zu buddeln. Die Idee fand ich gut, bis ich gesehen habe, dass es 3 Buddelkaesten sind. 30$ ist angemessen, jedoch nicht fuer einen Sandkasten meiner Meinung nach. Fuer Kinder ist das jedoch sicherlich ein grosser Spass. Wir wandern also durch den Shop und stellen fest, dass man all die Edelsteine (Amethyst, Saphir, Rosenquarz etc.) sehr guenstig kaufen kann. Nunja, wir fahren zur Picnic Area unweit des Kraters und kochen unser Mitttag im Nichts. Diese Ruhe ist fantastisch.


Knapp 500 km liegen vor uns, um nach Hughenden zu gelangen. Ein Grossteil der Strassen ist wieder geteert (laaangweilig!) und wir fragen uns: Wann kommt die rote Piste? Wo bleibt der Spass? Wir warten ab!

Etwa 18 Uhr mittlerweile 40 km zurueckgelegter Sandstrasse, haben wir eine riesige Flaeche am Strassenrand gefunden und beschliessen hier zu schlafen. Keine Menschenseele. Und der Himmel! Ich versuche etwa 20 Minuten lang das perfekte Sternfoto zu schiessen, aber mangels grosses Stativ und aufgrund der eisigen Kaelte (es werden hier im Outback schon mal 1 Grad bei Nacht), gebe ich es dann auf.

durch’s Outback: Tag 2

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4 Wochen durch den Norden – 3

9. July – gruen, gruener, Daintree Forest!

Heute beginnt unser Regenwald – Abenteuer! Der Daintree Rainforest, welcher der wohl bedeutendste Regenwald Australien ist, soll die naechsten Tage unser Domizil sein. Cape Tribulation und den Bloomfield Track wollen wir erleben, doch dazu muessen wir die Faehre ueber den Daintree Fluss nehmen. Fuer den heutigen Tag haben wir uns Daintree Village vorgenommen und fuer morgen dann die Ueberfahrt in den wirklichen Dschungel.
Als wir nach gefuehlten 2 Stunden in Daintree ankommen, stellen wir fest: Hier ist nicht viel, ausser ein Cafe und etwa 3 Anbieter fuer Flussfahrten, um Krokodile zu sichten. Wir bleiben jedoch erst einmal nicht im Ort, sondern folgen der Stuart Creek Road, welche atemberaubende Ausblicke beschert. Oh man… die Natur ist einfach schoen.


Nach etwa 25 Minuten beginnt Privatgelaende, also fahren wir zurueck in den Ort. Man kann hier auch gute Walks machen, diese wollten wir jedoch eher um Cape Tribulation herum geniessen. Wir setzen uns an den Stuart River und essen Mittag – in einer Umgebung von der viele traeumen.


Etwa 17 Uhr stellt sich uns die entscheidende Frage: Wo schlafen wir heute? Es gibt Wonga Beach eine Tankstelle, welche Duschen hat. Wieso fragen wir hier nicht einfach, ob wir hier stehen bleiben koennen? Gesagt, getan! Offiziell ist „Wild Campen“ verboten, sagt die Dame, aber ihr ist es egal. Wir koennen uns dort hinten „verstecken“. Herrlich. Als Dankeschoen, steuern wir zum Umsatz dabei und bestellen uns jeder einen Burger. Einen Burger?! Wir haetten uns kurze Zeit spaeter am Liebsten dafuer geohrfeigt…aber er war wirklich gut (fuer einen Tankstellen- Burger).

10. July – mit der Faehre in eine andere Welt

Juhu! Es ist soweit. Heute betreten wir offiziell das Herz des Regenwaldes! Wir haben geplant, den Bloomfield Track nach Cooktown zu fahren, anstatt den Inlandweg zu beschreiten. Der Bloomfield Track ist jedoch eine reine 4WD (Allrad)- Strecke). Das heisst fuer uns: Den richtigen Reifendruck zu finden. Sandstrecken, Stein- und Schotterpisten erwarten uns angeblich. Nach etwa einer Stunde „Belesen“ finden wir heraus, dass wir etwa 20% reduzieren sollten, also auf rund 35 PSI.

Etwa 9 Uhr stehen wir an, um auf die Daintree Ferry gelassen zu werden. 14$ kostet die Ueberfahrt, 24$, wenn man auch zurueckfahren moechte. Nur 5 Minuten dauert die Ueberfahrt mit der Kabelfaehre.


Ich frage mich bis heute: Weshalb gibt es keine einfache Bruecke? Nunja, es wird seine Gruende haben. Wir verlassen die Faehre und stehen inmitten der riesigen Baeume.

Wie idyllisch. Man fuehlt sich wie abgeschnitten vom Rest der Welt. Das innerhalb von nur wenigen Minuten. Es gibt nur 4 oeffentliche Toiletten von hier bis Cape Tribulation. Wir haben uns in Daintree Village in der „Touristen Information“ eine Karte mitgenommen, auf welcher alles Existierende eingezeichnet ist (es ist nicht sehr viel ;-)) Nur eine Tankstelle (seeehr teuer) und nur wenig Moeglichkeiten zu Campen.


Wild Campen trauen wir uns hier auf gar keinen Fall – denn das wird teuer! Da man sich fuer Noah Beach vorher anmelden muss, fahren wir zur Jungle Lodge. 10$ pro Person kostet die Uebernachtung imm eigenen Auto/ Zelt. Wir haben, seitdem wir das Auto haben, noch nie etwas fuer Uebernachtungen gezahlt, aber okay. Wir stellen unser Auto ab und schauen uns unsere Anlage an. Die Camping-Kueche ist der Hammer! Von Mixer, Gaskocher, Kuehlschrank, Sandwichtoaster bis hin zur Mikrowelle gibt es einfach alles. Es gibt auch Waschmaschinen, einen sehr huebschen Pool und die Duschen/ WCs waren verhaeltnismaessig sauber. Fuer 10$ kann man sich nun wirklich nicht beschweren. Wir sind begeistert.


Den Rest des Tages sehen wir ins in der Umgebung um. Wir gehen am Strand spazieren und durchqueren den wunderschoenen Regenwald. Es ist absolut beeindruckend, wie der Wald direkt an den Strand heran tritt. Alles ist naturbelassen, nahezu unberuehrt. Dass es solche Orte noch gibt.


Wir lernen etwa weitere 4 Deutsche kennen, darunter 3 Berliner und ein Leipziger. Die Atmosphaere ist ziemlich Hostel aehnlich, aber diesmal im positiven Sinne. Wir tauschen uns aus, wer wo gewesen ist und wer was tut, wer arbeitet, wer nur reist, etc. Der Leipziger ist heute auf dem Mount Sorrow gewesen, dem hoechsten begehbaren Berg in der Umgebung. Er hat uns erzaehlt wie anstrengend der Aufstieg war und dass er mehrmals zwischendurch aufgeben wollte, es aber letztendlich doch durchhielt. Leider hat es sich nicht so richtig gelohnt, denn er sah nichts. Es war zu neblig! Wie schade… Mount Sorrow steht fuer uns morgen auf dem Plan. Wir sind gespannt, denn die Reisefuehrer sagen, man solle 6-7 Stunden einplanen. Die Rezeptionistin meinte 5 Stunden ist auch machbar, wenn man schnell ist. Der Leipziger hat rund 4 Stunden benoetigt. Das schaffen wir auch! Oder?

11. July – hartes Workout und fragwuerdige „Strassen“

Gerade als die Uhr 8 schlaegt, sind wir mit dem Fruehstuecken fertig. Voller Motivation und Tatendrang gehen wir zu Rezeption, um uns fuer den Walk einzuschreiben. Das verlangen sie mittlerweile von jedem, der den Walk machen will, da wohl einige nie wieder gekommen sind. Erst vor zwei Wochen haben sie einen Suchtrupp losgeschickt. Wie ermutigend…Sie fragt uns noch, ob wir zum Berg laufen oder fahren und wir schauen verwundert. Eigentlich dachten wir, der Eingang sei gleich hier? „3 km from here!“ Ah okay, naja egal wir laufen! Das klingt nach 7 km Bergwanderung plus 6 km Hin- und Rueckweg.
Die 3 km schaffen wir in etwa 25 Minuten und dann geht es auch schon los. Anstrengend ist eine Untertreibung! Der erste Kilometer nach oben war schon anstrengend, aber im Vergleich zum 3. Kilometer ein Witz!

Immer wenn wir denken: „So, dass muss der schwierige Teil gewesen sein“, kommt es noch schlimmer. Letztendlich haben wir uns an Seilen den Berg hinauf gezogen. „Wege“ kann man den Track naemlich nicht nennen.

Der Pfad war eine Kletterpartie zwischen, unter, auf und in Baumwurzeln. Es war wirklich anstrengend und zwischendurch hatten auch wir -wie der Leipziger- den Wunsch einfach aufzugeben. Die letzten 500 Meter veraendert sich die Vegetation schlagartig. Alles ist klitschnass, die Blaetter tropfen, der Boden ist unheimlich rutschig, alles ist fruchtig gruen und die Luft riecht suesslich feucht. Wir halten durch und als wir oben ankommen, werden wir dafuer belohnt. Der Ausblick ist super und man bekommt eine kleine Idee davon, wie gross der Regenwald sein wuerde. Wir ueberblicken einen grossen Teil des tropischen Herzstueckes…kaum zu glauben..wir sind hier…im beruehmten Daintree Forest.

Der Abstieg ist im Vergleich zum Aufstieg sehr schnell und in dem Moment, wo wir unten am Startpunkt ankommen, stellen wir fest, dass wir gerade einmal 3:25 Stunden gebraucht haben. Einschliesslich der 10 Minutem Pause am Gipfel und meinen Fotoaktionen. Wir sind beeindruckt und freuen uns wie kleine Kinder. Das war wohl das spassigste und tollste Workout ueberhaupt.

Gegen 12 Uhr sind wir also zurueck im Camp und duschen, essen Mittag und packen zusammen. Wir haben uns Sauerkraut und „Bratwurst“ verdient!

Kurz nach 14 Uhr machen wir uns auf den Weg in Richtung Cooktown. Wir fahren nicht den Inlandweg, sondern die 4WD (Allrad) – Strecke, den Bloomfield Track entlang der Kueste. Etwa 100 km liegen vor uns, davon sind rund 60 km Fluesse, extrem steile, extrem steinige oder loechrige „Strassen“ zu ueberwinden.

An manchen Stellen fragen wir uns, ob die Entscheidung daemlich war. Das kann doch fuer kein Auto gesund sein…Mit maximal 30km/h tuckeln wir den Track entlang und fragen uns, ob wir heute noch ankommen wuerden. Zwischendurch entdecken wir einen unglaublich schoenen Strand. Ich bin so beeindruckt. So naturbelassen und islosiert und friedlich…am Liebsten wuerde ich hier mein Zelt aufschlagen. Doch wahrscheinlich ist es nicht erlaubt. Und davon abgesehen, muessen wir noch heute in Cooktown ankommen, da Marcos Mama Geburtstag hat und wir endlich wieder Telefonnetz brauchen, um anrufen zu koennen. :-)

Kurz bevor wir Wujal Wujal erreichen, beginnt Teerstrasse. Der Ort ist winzig und irgendwie nicht zeitgemaess. Man hat das Gefuehl, man ist in einer anderen Welt, einer anderen Epoche nahezu! Die Gemeine besteht ausschliesslich aus Aborigines (Ureinwohner) und wir scheinen die Attraktion zu sein. Die Natur ist wunderschoen, aber die Haeuser etc. sind nicht zu vergleichen mit dem restlichen Teil der Ostkueste. Wir durchqueren den Ort und noch ein paar andere kleine Doerfer, die vom anderen Ende der Welt zu sein scheinen.

Kurz vor 18 Uhr kommen wir in Cooktown an. Ich dachte Port Douglas waere klein, doch Cooktown ist noch viel kleiner.

So, was machen wir jetzt? Wir fahren durch Cooktowns Strassen und machen uns einen Eindruck, von dem wo wir schlafen koennten und ob es eine Laundry gibt. Tatsaechlich. Direkt am Hafen ist ein kleiner Waschsalon und gegenueber sogar eine Dusche. Besser geht’s nicht. Wir schmeissen unsere Kleidung in die Maschine und stellen kurz nach Start des Waschgangs fest: Shiiit! Der Salon schliesst in 20 Minuten. Die Waschmaschine ist erst in 25 Minuten fertig. Viel schlimmer ist jedoch, dass wir noch den Trockner fuer etwa 30 Minuten nutzen muessen. Wir koennen schlecht mit nasser Waesche umherfahren. Grossartig. Punkt 18.30 steht ein kleiner staemmiger Mann in der Tuer und moechte abschliessen. Unserem verzweifelten und entchuldigendem Blick nach zu urteilen, bietet er uns an, dass wir einfach das Licht ausmachen sollen und „No worries!“…Puh…vielen lieben Dank. Knapp eine halbe Stunde spaeter verlassen wir den Salon mit frisch gewaschener und warmer Kleidung.


Nunja, da wir ein „kleines“ Hinweisschild finden, welches besagt, dass Campen in Cooktown und im Umkreis von zig Kilometern verboten ist, fahren wir etwas ausserhalb und schlafen (wie etwa 20 andere Camper auch) unweit des Flughafens im Gruenen.

12. July 

Die Sonne scheint, es ist warm, es gibt einen Sportpark und Duschen. Verdammt, es gibt einfach keine plausible Ausrede dafuer keinen Sport zu machen. So ein Pech aber auch…Nach dem Fruehstueck heisst es also ran an den Speck.

Ein paar Stunden bleiben wir noch in Cooktown, sehen uns um und schmieden Plaene. Heute machen wir uns auf den Weg in Richtung Outback. Zuvor muessen wir noch tanken, Essen einkaufen und unsere Route planen.

Etwa 13 Uhr fahren wir dann in Richtung Ravenshoe, der hoechstgelegenen Stadt (900 m) der Atherton Tablelands. 350 Kilometer, sprich 4 Stunden, haben wir zu bewerkstelligen. Mittlerweile ein Katzensprung fuer uns. Davon abgesehen, der Weg allein ist beeindruckend. Endlich noch einmal „sehen“ wir einen Teil der Tablelands.

Dort angekommen haben wir das Glueck fuer pro Person 5$ im Tall Timbers Motel & Caravan Park zu uebernachten – direkt an einem Bach mit allem was man braucht: heisse Duschen, Gruenflaeche, Laundry, Strom etc. Es  ist hier ziemlich frisch. Im Vergleich zum warmen Cooktown (25 Grad) haben wir nur noch 14 Grad.

Die Outback-Tour beginnt hier!

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4 Wochen durch den Norden – 2

5.July – eine Suende wert

Zum Glueck hat Marco in Richtung Atherton Tablelands eine Tankstelle mit kostenloser Dusche gefunden, der Tag ist also gerettet. Ich liebe das Reisen im Auto und Camping, aber ohne Dusche geht gar nichts. Ob warm oder kalt oder einfach nur Eimer fuer Eimer ueber mich schuetten…mir egal – hauptsache sauber. Frisch geduscht fahren wir also in die Berge und machen unseren ersten Stop in Millaa Millaa. Dies ist einer der hoechsten Orte in den Tablelands und es gibt eine unglaubliche Molkerei, welche jegliche Produkte organisch herstellt. Wir koennnen einfach nicht anders und bestellen uns zwei Suenden.

Hoechst zufrieden und mit schlechtem Gewissen wegen der Kalorienbomben, fahren wir weiter durch Atheron bis nach Mareeba. Ich habe mir mehr erhofft was die Aussicht angeht. Doch es ist so neblig, dass man kaum etwas sieht.

Noch vor Mareeba halten wir am Malanda Falls Visitors Centre an. Wow, wir haben noch nie so ein cooles Tourist Center gesehen. Soo viele Ausstellungen, interaktive Vulkan-Nachbildungen, etc. Es gibt hier auch zwei Walks, wovon wir einen machen und einen Haufen Schildkroeten sichten.

Es hat fast den ganzen Tag geregnet, doch in Mareeba scheint die Sonne. Irgendwie mag ich den Ort. Die Stadt ist klein, hat die wichtigsten Shops und ist umgeben von herrlicher Natur. Aehnlich wie Kingaroy. Da wir hungrig sind, kochen wir unser Abendbrot im Mary Andrews Garden und sitzen bis kurz vor Sonnenuntergang.

Wir nehmen uns vor, den naechsten Tag wiederzukommen. Den Rest des Abends setzen wir uns in den McDdonald’s und nutzen die Gelegenheit, um mal wieder mit den Liebsten Zuhause zu telefonieren und ein paar Informationen zu sammeln.

6.July – es gruesst das Kaenguru beim Jogggen

Der Mary Andrews Gardens ist wirklich toll.. mit Sportpark, BBQ, Spielplatz und perfektem Ausgangspunkt fuer einen guten Lauf. Von 10 Uhr bis fast um 13 Uhr machen wir Sport. Erst verausgaben wir uns an den Geraeten, welche mit eigener Koerperkraft arbeiten und ungeahnt super anstrengend sind. Danach gehen wir 6 km joggen. Ein paar Kaengurus begegnen wir, rennen an Passionsfruechten vorbei und werden von den Anwohnern motiviert – und ich habe bei 4 km einfach keeeinen Bock mehr! Ich will das Handtuch werfen – doch ich darf nicht. Also halte ich durch…und wieder einmal sind wir tierisch stolz auf uns.

eine Erlebnisdusche

Eigentlich war es unser Plan im WC mit der Solardusche zu duschen, doch unser Plan wurde durchkreuzt. Nachdem wir vom Joggen wiederkommen, ist de gesamte Parkplatz gefuellt und wir muessen uns etwas Anderes suchen. Gesagt, getan. Wir finden ein offenes Toilettenhaus im Nichts und koennen ungestoert „duschen“. Doch wir greifen zum Eimer und das war mit Abstand die lustigste Erfahrung, die wir in den vergangenen Wochen gemacht haben. Nackig stehen wir da und seifen uns ein und schuetten uns gegenseitig mehrere Eimer Wasser ueber den Koerper. Wenn ich daran denke, muss ich schon wieder lachen. Ich gebe zu, wir wuerden einfach alles dafuer tun mindestens einmal am Tag „duschen“ zu koennen!

Touristenhochburg

Motiviert und energiegeladen fahren wir nach Kuranda. Dieser Ort wird in den hoechsten Toenen gelobt. Als wir durch die Gaenge des beruehmten „Heritage Market“ spazieren, kommt uns ein Gedanke: Erinnert uns irgendwie an Nimbim (nur ohne Teenager, welche nach Cannabiskeksen suchen wuerden). Teuer und touristisch. Nicht schlecht, aber auch nicht allzu besonders. Nungut, wir beschliessen zur Touristeninformation zu gehen und herauszufinden, was man hier Schoenes machen kann. Schnell stellt sich heraus: Nicht viel ohne viele Moneten. Die historische Zugfahrt (wohl der schoenste Part) kostet ueber 60$, das Schmetterlingshaus knapp 20$ und alle anderen Attraktionen 20$+. Wir haetten noch einen kleinen Walk machen koennen, aber spektakulaer ist er auch nicht. Wir entscheiden uns abzureisen und in Richtung Cairns zu fahren. Nur eine gute halbe Stunde dauert die Fahrt.
Da wir Cairns schon ziemlich gut kennen, fahren wir zum altbekannten Botanischen Garten, wo Strom, WC und BBQs auf uns warten – achja und natuerlich 1 Million laestige fiese Sandfliegen. Doch dieses Mal sind wir vorbereitet und haben eine Menge Insektenrepellent dabei. Wir stellen fest, dass unser Platz am Freshwater Lake mittlerweile ziemlich gut besucht ist. Ein blonder Junge sitzt in einer Ecke mit seinem Laptop und Kopfhoerern, zwei Aborigines sitzen auf der anderen Seite des Pavillions. Eine Frau sitzt auf einer der Baenke und telefoniert. Wir suchen uns eine Steckdose und beginnen danach unser Abendbrot vorzubereiten. Immer wieder hoere ich, wie sich der eine Aborigine auf die Arme und Beine haut, um die Sandfliegen zu toeten. „Do you want some Repellent?“ „Yes that would be great!“ „Okay wait a second.“ Er sprueht sich ein und irgendwie entwickelt sich ein Gespraech, welches schon bald eine riesige Gruppenkonversation wird. Die Frau war Franzosin und mit ihrem Freund auf Reisen, die Aborigines sind aus verschiedenen Staemmen und der blonde Junge wurde von uns durchgefuettert, denn er hatte keine Unterkunft und schlaeft seit Tagen in einer Haengematratze in den Baeumen. Ziemlich traurig. Der Abend war super interessant. Wir haben einiges uber das Leben der Ureinwohner gelernt und die Atmosphaere war einfach mal wieder angenehm. Am Ende haben uns die Aborigines beide mindestens zweimal umarmt und wurden sentimental. Herrlich.

7. July – die Franzosen sind ja doch „ganz nett“

Es ist witzig. Als wir morgens zu unserer Picnic Stelle zurueckfahren, um zu fruehstuecken, trudeln die Franzosen auch wieder ein. Wir hatten wieder ein sehr langes Gespraech und ich bin echt beeindruckt, wohin sie ueberall gereist sind. Mit nur 6.500 Euro haben sie 1,5h Jahre Asien, Indonesien, Malaysia, Philippinen etc. bereist. Echt cool. Besonders die Philippinen haben mich interessiert, da sie auch auf unserem Plan stehen, genauso wie Bali.

Mein zuvor eher negatives Bild der Franzosen hat sich zum Glueck durch die beiden angenehmen Persoenlichkeiten gerichtet. Ich habe auch endlich mal eine Erklaerung dafuer bekommen, weshalb Franzosen zo unhoeflich wirken, wenn man versucht Englisch mit ihnen zu kommunizieren: Sophie meinte, dass das Englisch, welches sie lernen so schlecht ist bzw. schlecht beigebracht wird, dass die Franzosen lieber gar nicht reden, als sich zu blamieren. Es ist also keine „Ich weigere mich Englisch zu sprechen, lernt gefaelligst Franzoesisch!“ – Einstellung, sondern eine nachvollziehbare Angst sich zu blamieren. Ihr Englisch war uebrigens sehr gut, die Aussprache zwar gewoehnungsbeduerftig , aber das Vokabular sehr gut!

Auf nach Port Douglas

Nach dem Fruehstueck gehen wir duschen und dann wird es Zeit, dass wir uns auf den Weg nach Port Douglas machen. Gerade einmal 67 km ist Port Douglas entfernt, das entspricht einer knappen Stunde Fahrt auf dem Captain Cook Highway entlang der Kueste. Die Strasse erinnert mich ein wenig an die Ocean Road, da sie sich den Berg entlang windet und der Ausblick wunderschoen ist. Mit jedem zurueck gelegten Meter wird das Klima tropischer, die Baeume noch gruener. In Port Douglas angekommen bemerken wir, dass der Ort winzig ist. Der Strand ist wohl als einer der wenigen zum Schwimmen geeignet und offensichtlich auch gut zum Joggen. Es tuemmeln sich Wasserratten und Sportbegeisterte. Die „Esplanade“ ist sehr gepflegt und so wird sie zu unserem Essensplatz die naechsten 2 Tage.

Wir fahren den Ort ab, suchen spaeter nach einem Schlafplatz und entdecken eine wunderschoene Wohnhaussiedlung mit riesigem Park in der Oriole Street, elektronischem Toilettenhaeuschen , BBQ und Steckdose. Perfekt.

8. July – Sport ist Mord

Nachdem wir uns gekraeftigt hatten steht nun eins an: Sport! Marco und ich gehen joggen. Entlang der Promenande, in Richtung des Lookouts, den Berg hinauf …und das hat uns wohl das Genick gebrochen. Wir schaffen es noch zum Strand und joggen am Wasser entlang, doch nach insgesamt etwa 4 km mache ich schlapp. Meine Huefte laesst gruessen…wann bekomme ich endlich einen neuen jungen Koerper? Haha. Als Strafe fuer unsere (wohl eher meine) schlechte Kondition, haengen wir gleich noch ein TRX Training hinten dran. Fuer alle, die (wie wir) einen Laundromat in Port Douglas suchen: Es gibt keinen! Daher haben wir im Global Backpackers nett gefragt und uns in deren Waschraum eingenistet.
Frisch geduscht sind wir dann bereit den Ort zu erkunden und spazieren los. Diesmal erklimmen wir den Weg zum Lookout komplett, durchqueren danach den gesamten Ort, entlang der Macrossan Street (Einkaufspromenade) bis zum Hafen. Es gibt unglaublich schoene versteckte Haeuser und wir traeumen vor uns hin…eines Tages. Wir haben uns auch gleich eine Bar fuer heute Abend heraus gesucht, denn heute ist das 3. entscheidende Rugby Spiel zwischen Queensland und New South Wales. Lustigerweise stellt sich am Abend, als ich mit Rebecca telefoniere, heraus, dass sie und Brett vor 5 Jahren genau im gleichen Lokal sassen und genau das gleiche Spiel gesehen haben! Wir koennen es kaum glauben und freuen uns noch mehr. Wie wir es uns gewuenscht haben, hat QLD ordentlich eingeheizt und gewonnen! Welch ein Tag!

Unser morgiges Ziel ist Daintree. Danach ist das letzte Ziel der Kueste Cooktown. Weiter noerdlich werden wir nicht fahren – wenn auch gern wir es taeten… Doch wir haben vor, durchs Outback einen Teil der Strecke zurueck zu fahren und das benoetigt auch seine Zeit. Gute Nacht liebe Welt.

Hier geht es weiter zum 3.Teil!

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4 Wochen durch den Norden und Queenslands Outback

30. Juni – von Brisbane nach Rockhampton

Frisch gelandet aus Melbourne, geht es auch schon los in Richtung Norden. „Hauptsache ins Warme“ lautet unser Motto! Wir fahren direkt bis Rockhampton…also ueber 600 km und fast 7,5 Stunden Fahrt. Wir kennen uns in Rockhampton schon ganz gut aus und es ist wunderbar warm. Am Anzac Park gibt es hervorragende Toiletten, Waschbecken, BBQs und Steckdosen sowie saubere Tische – direkt am Wasser.

1.July – eine Nacht am Strand

Im Schnelldurchlauf machen wir uns losfahrbereit und begeben uns wieder ins Auto, diesmal geht es Richtung Mackay. Hier sind wir noch nicht gewesen und wir wuerden den Ort doch gern einmal gesehen haben. Zudem ist dies die Region, in welcher die Saisonarbeit wieder beginnt. Zuckerrohr (das groesste Business innerhalb von 400 km), Mandarinen, Bananen, Tomaten usw. werden hier zu grossen Teilen angebaut. Ganz bis nach Mackay fahren wir noch nicht, sondern naechtigen in Carmila Beach am Strand. Es gibt keine Facilitaeten, also sollte man 500 m von dort am Picnic Point das WC benutzen. Dafuer steht man direkt mit dem Blick auf’s Meer im Sand. Echt cool. Dadurch, dass der Spot kostenlos ist, ist er natuerlich auch gut besucht. Fuer einen „Platz in der ersten Reihe“ haetten wir wohl vor 18 Uhr da sein sollen.

2.July – von Mackay nach Bloomsbury

Nach einer guten Stunde kommen wir in Mackay an. Da wir bis heute noch nicht wissen, ob sich nun die Moeglichkeit ergibt, in Sydney den Job bei Boehringer im Head Quarter zu bekommen, wollen wir uns hier in der Region ein wenig umschauen zwecks Farmarbeit. Es gibt wirklich zahlreiche Farmen und Felder, soweit das Auge reicht. Wahnsinn. Mackay selbst ist gar nicht so gross, aber es gibt alles was man gebrauchen koennte: Coles, Woolworths, Kmart, Target, BCF, … . Es ist bruetend heiss in der Stadt, also beschliessen wir an den Strand (Shoal Point) zu fahren. Na super, hier ist es so windig, dass sich einem die Haare vor Kaelte aufstellen. Waeren wir doch zur Innenstadt-Lagune gefahren. Baden ist leider im gesamten Norden sowieso groesstenteils abgeraten, da Salzwasserkrokodile die Meere besiedeln. Ich habe zwar ehrlich gesagt noch nie eins gesehen (weder in Fluessen, noch im Meer), aber das ist wahrscheinlich auch gut so. Obwohl es doch mal ein etwas anderes Fotomotiv abgegeben haette!

Am Nachmittag waechset mein Verlangen nach „am Strand sitzen und nichts tun“. Mir faellt nur ein Ort ein, an dem das moeglich  ist: Dingo Beach. Marco mochte diesen Ort auch und es steht fest: Da fahren wir morgen hin! Damit wir auch den ganzen Tag geniessen koennen, muessen wir frueh da sein. Um 6 losfahren kommt fuer uns nicht in Frage, also durchforste ich WikiCamps und finde bei Bloomsbury eine BP Tankstelle, wo man nicht nur kostenlos uebernachten darf, sondern auch heisse kostenlose Duschen hat. Das klingt perfekt! Etwa 18 Uhr kommen wir an der Tankstelle an und suchen uns einen Stellplatz. Das war gar nicht soo einfach, denn die BP ist sicherlich kein Geheimtipp mehr. Es daemmerte und wir kochen unser Abendbrot und sehen uns um. „Habe ich da gerade ein Pferd gesehen?“ frage ich irritiert. „Ach Quatsch, war bestimmt irgendwas Anderes.“ Ich mache mir keine weiteren Gedanken.

3. July – Und dann stand ein Pony vor ihm

Naechsten Morgen kam dann der Lacher. Marco musste nachts wirklich dringend pullern und ihm blieben zwei Optionen: Der Baum zwischen uns und einem anderen Campervan oder der Waldrand 100 m von uns entfernt. Er entscheidet sich fuer den Wald. Er wollte sich gerade erleichtern, als ploetzlich ein Pony direkt vor seiner Nase stand. Erschrocken rennt er zurueck…es wurde doch der Baum. Ich konnte nicht anders als lachen und als wir uns umsehen, stellen wir fest, dass ein ganzer Circus auf unserem Parkplatz steht! Zwei lange Trucks mit verschiedensten Tieren und daneben das Pony und ein Lama usw.

Ankunft im Paradies

Mein absoluter Lieblingsort an der Ostkueste. Bis jetzt waren wir schon an einigen Orten, aber in Dingo Beach habe ich mich verliebt. Dieser Strand ist Idylle. Extrem ruhig, nur locals, Dusche, BBQ und ein traumhafter Anblick. Kein Surfrevier, da das Wasser aalglatt ist, keine Krokodile, ab und zu ein Rochen. Wunderbar. Wir bauen hier unser „Lager“ auf, indem ich mich am Strand breit mache und Marco haengt sein TRX Band am Baum auf und trainiert. Endlich mal ein paar Stunden nichts tun muessen und nur geniessen.


Gegen 13 Uhr beschliessen wir joggen zu gehen, obwohl es sicherlich 27 Grad sind und keine Wolke am Himmel Schatten spenden wuerde. Die knapp 6 km schaffe ich gerade so und bin maechtig stolz, denn irgendwie bin ich total aus dem Joggen ausgetreten. Auf dem Weg haben wir auch eine Schlange gefunden, leider tot. Am witzigsten war, dass uns die vorbeifahrenden Autos angefeuert haben. Haha. Welch Motivation. Wir geniessen den Tag bis fast 16.30 Uhr und wir haetten soo gerne dort uebernachtet. Doch leider war es nicht gestattet.

Wir fahren also weiter in Richtung Norden und schlafen in einem Camp am Strand in Toomulla Beach, etwa 170km von Dingo Beach.

4. July – Planschen in den Bergseen des Paluma National Parks

Heute steht etwas ganz Anderes auf dem Plan! Zum ersten Mal begeben wir uns auf den Weg zu einer der vielzaehligen Natur-Pools Australiens. Im Paluma National Park erwarten uns gleich zwei wunderschoene Berg“seen“: die Crystal Creek und die Paradise Creek. Kurz vor Ingham biegen wir also links ab in den Paluma National Park. Fast 19 km geht es bergauf und dann sind wir auch schon da. Das Wasser ist so klar und tatsaechlich sind es gleich mehrere Pools. Ich kann verstehen, dass hier viele baden gehen.


Nachdem wir fast eine Stunde dort verbracht haben und es Mittagszeit ist, fahren wir in Richtung Paradise Creek. Kurz vor dem Picnic Platz sehen wir auf der linken Seite eine sehr kleine Farmerhuette. Wir gehen in die Huette und staunen wie guenstig das Gemuese und das Obst ist! Eine Minute spaeter kommt ein etwa 60-jaehriger Mann auf einem Fourwheeler angefahren.

Er scheint der Besitzer zu sein. Wir haben eine etwa 15 Minuetige Konversation, die ziemlich schnell persoenlich wird und er offenbart uns seine Familiengeschichte. Er scheint uns so gar nicht fremd und mit so jemandem zusammen zu arbeiten waere sicherlich auch eine schoene Erfahrung. Er laesst uns ein paar Fruechte probieren, verraet uns ein paar Rezepte. Dann sage ihm was ich gerne kaufen moechte und er sagt:
„Na dann greif zu! Viel Spass, packt das Geld einfach in die Dose dort hinten!“ Voellig verdutzt stehen wir da. Solch Vertrauen bekommt man in Deutschland eher weniger zugesprochen, doch hier ist es Gang und Gebe. Wir beladen uns mit Passionsfruechten, Bananen, Gurken (kosten normalerweise ueber 3 Euro!), Squash, Zucchini, Grapefruit, Chilischoten, Auberginen usw. 9$ fuer sooo viel. Wir stecken 10$ in seine Dose und fahren mit voller Vorfreude auf unser Mittag zum Picnic Platz.

Nun kommt die Frage aller Fragen: Wo duschen wir? Es gab eine Tankstelle auf dem Weg, oder aber wir gehen tatsaechlich mal in einem Bergsee „duschen“! Nachdem wir den Paradise Pool sehen war klar: Hier muessen wir baden gehen! Das Wasser ist glasklar und sogar Schildkroeten schwimmen darin! Das war definitiv die richtige Entscheidung, denn es war einfach nur herrlich erfrischend und eine Erfahrung fuer sich selbst.

15.30 Uhr machen wir uns auf den Weg nach Innisfail. Hier wollen wir noch etwas Wasser besorgen und uebernachten. Ausserdem gibt es eine Dusche an der Promenade. Das waere perfekt fuer den morgendlichen Sport. Wir halten kurz in Tully an, die Stadt mit dem hoechsten jaehrlichen Regenfall und „besteigen“ den Goldenen Gummistiefel. Dieser symbolisiert den bis dato hoechsten jaehrlichen Regenfall von zuvor fast 8 Metern! Neben dem Stiefel gibt es im Uebrigen ein WC und saubere kalte Innendusche. Als wir 17 Uhr in Innifail ankommen stellen wir fest, dass erstens fast alles geschlossen hat und zweitens der Ort an sich wirklich nicht schoen ist. Die Dusche ist zwar eine Innendusche aber widerlich und es spricht wirklich nichts dafuer hier zu bleiben. Enttaeuscht fahren wir zum 5 km entfernten Fred Drew Parkplatz, wo man kostenlos schlafen kann, WC und BBQ vorhanden ist. Fuer eine Nacht OK, mehr aber nicht.

eine gute Nachricht!

Abeits unserer „Ferien“ hat sich dann noch etwas Tolles ergeben: Amanda hat sich zurueckgemeldet und wir haben am 4. August ein Gespraech in der Boehringer Office in Sydney. Ich werde wohl eine Teilzeitstelle bekommen und etwa 25$ die Stunde verdienen. Marco und ich freuen uns wie wild und hoffen, dass ich mehrere Tage die Woche arbeiten kann und wir auch fuer ihn etwas finden. Das waere zu perfekt!

Hier geht es weiter zum 2.Teil!

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Great Ocean Road – ein Abstecher

26 Juni. Heute fliege ich am Abend von Brisbane nach Melbourne. Es wird das letzte Mal sein, dass ich Jeani sehe, bevor sie zurueck nach Deutschland fliegt. Zwei Monate ohne sie sind bereits vergangen und es war nicht so schlimm. Tja, aber dieses Mal wuerde der Abschied anders sein, denn sie ist nicht mehr „in der Naehe“, sondern wuerde schon bald am anderen Ende der Welt sein. Wie es mir dann wohl gehen wird? Ueber diese Frage habe ich schon oefter nachgedacht und von Tag zu Tag tat ich es oefter. Im Verdraengen bin ich aber ziemlich gut, also fliege ich unbekuemmert nach Melbourne!

ein Sleepover im Melbourne Flughafen

23:20 lande ich in Melbourne und umarme Jeani zum ersten Mal nach genau 2 Monaten. Ein letztes Abenteuer wartete auf uns: Wir beschliessen mitten in der Nacht am Flughafen (der Versuch zu schlafen war vergeblich, denn es gab viel zu viel zu bereden!), dass wir so gar keine Lust haben in Melbourne zu bleiben. Innerhalb der vergangenen Monate haben Marco, Jeani und ich das Gefuehl entwickelt, dass wir das Leben auf dem Land viel mehr geniessen und eine grosse Stadt wuerde uns jetzt einfach erschlagen. Was waren unsere Optionen?

Wieso fahren wir nicht einfach zur Great Ocean Road?

1 Uhr Nachts kommt mir die Idee: Lass uns doch einfach einen Mietwagen nehmen und wegfahren! Jeani findet die Idee auch gut und letztendlich wuerden wir preislich wohl vergleichbar fahren, als wuerden wir in Melbourne bleiben. Ein vernuenftiges Hostel (worauf wir gar keine Lust haben) kostet mindestens 21$ p.P. pro Nacht, Couchsurfing hatte nicht geklappt. Wir recherchieren schnell online und bringen in Erfahrung, dass ein Thrifty Auto fuer 3 Tage etwa 230$, ein Mighty Camper etwa 220$ und ein Jucy Sleeper nur 90$ kostet! 10 Uhr oeffnet Jucy in St. Kilda und wir wollten puenktlich dort sein, also versuchen wir  2 Uhr dann doch noch zu schlafen.

27. Juni. 5:40 Uhr erwachen wir von der Eiseskaelte und dem Laerm auf dem Flughafen. Wir gehen heiss duschen und machen uns auf den Weg nach St. Kilda.

Flughafentransfer & Melbourne erkunden

Fuer alle, die von Melbourne in die City muessen, wird sich die Frage stellen: Wie komme ich am besten und/oder am guenstigsten dorthin? Hier 3 Moeglichkeiten:

  1. Ihr fahrt mit dem Skybus (18$) oder den GreenBus (14$, reservieren) direkt zum Hauptbahnhof oder meist zur Flinders Street. Weiterhin muesst ihr aber – wenn ihr ausserhalb der kostenlosen Tram-Zone fahren wollt – noch eine Myki-Fahrtkarte kaufen. Das bedeutet weitere 6$ Kartenpreis plus Guthaben fuer die Fahrten.
  2. Wenn ihr nach St. Kilda fahren muesst, dann koennt ihr den St Kilda Shuttle Bus nehmen, welcher 25$ kostet. (puh, ist das teuer…)
  3. Macht es wie wir!
    Wir haben uns eine Myki Karte gekauft und sind mit den oeffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt gefahren. Ihr nehmt den Bus 901 und fahrt zur Broadmeadows Train-Station, wo ihr mit dem Zug zur Flinders Street fahrt. Selbstverstaendlich koennt ihr auch frueher aussteigen. Ihr seid nun mittem im Zentrum. Dauer: 1:18h.

Myki
Am Flughafen koennt ihr ein „Tourist Package“ kaufen, welches 14$ kostet. 6$ kostet die Karte selbst (die Karte ist dann 3 Jahre gueltig) und bereits 8$ Guthaben befindet sich auf der Karte. Dieses Guthaben entspricht etwa einer Tageskarte. Eine 2h – Fahrkarte kostet 3,49$. Ohne eine Myki -Karte koennt ihr keine Verkehrsmittel nutzen, welche sich ausserhalb der „Free Tram Zone“ befinden. Alles Infos zu Myki findet ihr hier.
Free Tram Zone Melbourne

Hier koennt ihr ganz einfach eure Routen mit den oeffentlichen Verkehrsmitteln planen.


10:15 Uhr kommen wir bei Jucy an und haben etwa 1 Stunde spaeter ein Mini-Camper  vom 27.-29. Juni. Wir geben ihn Nachts wieder ab und koennen somit 3 volle Tage geniessen. Es kostet uns 142$ (ohne Selbstbeteiligung waeren es 220$). Der „el Cheapo“ fuer nur 90$ war schon ausgebucht. Aber hey, immerhin haben wir einen DVD Player ueber dem Bett (zu schade, wir hatten zufaellig keine DVD dabei) und mehr Platz.

Voller Freude decken wir uns mit Lebensmitteln ein und fahren los in Richtung Great Ocean Road. Zugegeben, wir waren erschlagen von Melbourne, denn in groesseren Staedten waren wir laenger nicht mehr. Wir fanden die Menschen auch ehrlich gesagt alles andere als zuvorkommend. Wir sind Anderes von den Australiern gewohnt, aber ja ich habe mich wie in Berlin gefuehlt. Und dieses Gefuehl mag ich nicht. Nach etwa 40 Min. Fahrt haben wir Melbourne hinter uns gelassen und freuen uns. Sonne war leider Mangelware, aber wenn wir eins gelernt haben, dann ist es die Tatsache, dass das Wetter nicht ausschlaggebend ist.

Unser heutiges Ziel ist „Lorne“ und auf dem Weg dorthin haben wir in Torquay unseren ersten Kuestenstopp gemacht. Torquay ist wirklich klein, aber beruehmt fuer das verbreitete Surf-Vergnuegen. Marken wie Ripcurl und Quicksilver sind hier Zuhause. Straende wie „Bells Beach“ sind in aller Munde und man recht schnell ersehen weshalb: Die Kueste ist schier endlos, das Wasser ist rau, die Wellen von klein bis wuchtig. Die Aussicht ist einfach wunderschoen und definitiv nicht vergleichbar mit der Ostkueste. Surfen ist hier solch Vergnuegen, dass die Locals alle nach der Arbeit gegen 16 Uhr Wellenreiten kommen bis die Sonne untergeht. Verrueckt finde ich die Surfer, denn es sind nur 12 Grad und sie tummeln sich im rauen Wasser um auf die perfekte Welle zu warten. Wie durchtrainiert sie alle sind…da koennte man glatt neidisch werden. Ich nehme mir vor auch bald mit dem Surfen zu beginnen (hoffentlich setze ich es um, haha).

Nur 5 Minuten nachdem wir wieder im Auto sitzen, trauen wir unseren Augen nicht. Wir sind von Feldern umzingelt und es sind ueberall Kaengurus zu sehen. Riesige Kaengurus…waeren sie doch nur nicht so scheu. Ein Foto von Weitem war uns gerade so gegoennt. Herrlich.

Etwa 17 Uhr kommen wir in Lorne an und klappern alle oeffentlichen Toiletten ab. Erfolgreich! Wir finden eine heisse und kostenlose Dusche…ein Traum.

Wir sind hundemuede und ueberlegen wo wir schlafen wollen. Caravan Parks, Hotels, B&B , Camping Sites – alles da. Kostenlose Camps gab es aber nur fuer Zelte und Geld ausgeben wollten wir nicht. Also fahren wir den Huegel etwas nach oben und stellen uns in eine der vielen Strassen. Ich kann mir gut vorstellen, was hier in den Sommermonaten fuer ein Betrieb ist. Der Ort ist so klein und doch so beladen mit Unterkuenften. Zum Glueck koennen wir die gesamte Leere des Ortes geniessen, da es ja „Winter“ ist.


338 – Hammonds Road Camground
339 – Big Hill Campground
340 – Sharps Track caming area
341 – Jamieson Track ca,ping area
342 – Wye River campsite
westlich von Lorne
343 – Barham Paradise Reserve
344 – Johanna Beach Campground
345 – Aire River East camping area
346 – Aire River West camping area
347 – Parker Hill camping area
Quelle: Guide to Free Campsites 2014-2015


28. Juni. Nachdem Jeani uns heissen Haferbrei mit Fruechten gekocht hat, freuen wir uns ungemein auf eine heisse Dusche und sind startklar fuer unseren Tag. Es steht Einiges auf dem Plan: Wir wollen zum Cape Otway und den Leuchtturm besteigen und die 12 Apostel sehen. Unser Ziel fuer den Abend ist „Colac“, wo es einen kostenlosen Campingplatz ( Meredith Park Camping Area) gibt. Auf dem Weg koennen wir  fast 2 Stunden atemberaubende Ausblicke geniessen. Die Kueste ist so wunderschoen, endlos und beruhigend. Wir wissen nun wieso die Great Ocean Road einfach nur great ist.

Kurz vor Apollo Bay in „Skenes Creek“ gibt es ein WC und eine Aussendusche, fuer diejenigen unter euch, die noch eine Dusche suchen und schon an Lorne vorbei gefahren sind.
image

…und dann waren da all diese Koalas!

Endlich!!! So lange sind wir schon in Australien und ausgerechnet auf Jeanis letzten 3 Tagen sichten wir wilde Koalas! Wir biegen in Richtung Cape Otway ab und -wie immer- durchbohre ich die Waelder nach moeglichen Koalas und Kaengurus und „Da! Da! Jeani halt an! Da sind Koalas!“ Wir fahren links ran und finden innerhalb von wenigen Minuten 4 Koalas auf vier verschiedenen Baeumen. Ein paar weitere Reisende haben sie ebenfalls entdeckt. Recht selten ist es, dass man aktive Koalas sichtet, umso mehr freuen wir uns, dass einer der Koalas euphorisch durch die Baumkronen klettert.


Ganz begeistert fahren wir weiter zum Cape Otway, dem zweit suedlichsten Punkt Australiens. Die Kueste ist aufgrund seines Wellengangs so gefaehrlich, dass zwischen 1830 und 1930 fast 200 Schiffe versenkt wurden. Wir kommen am Leuchtturm an und sind leicht geschockt, dass wir fuer Eintritt 17$ zahlen muessen. Wir ueberlegen zweimal, aber entscheiden uns dafuer und bereuen es nicht. Es ist nicht nur der Ausblick, den man vom Turm aus geniessen kann, sondern auch kleine Ausstellungen und ein kleines nachgebautes Aborigines Haus. Dort kann man Einiges ueber die Kultur der Ureinwohner erfahren und wenn man Glueck hat, geraet man in eine wunderbare Konversation mit Dale. Wer wirklich etwas mehr ueber Australien, dessen Geschichte und Kultur erfahren moechte, sollte ihn ansprechen. Wir haben letztendlich ueber eine Stunde mit ihm geredet und er war grossartig. Ich rede nicht von einem Touristengespraech, sondern vielmehr haben wir ueber das Leben, wie es ist, gesprochen und uns auf Anhieb gemocht. Es war ein sehr ehrliches Gespraech ueber die Schoenheit und die Haesslichkeit Australiens und wohl der erste wahre Einblick in die Vergangenheit und Gegenwart des Landes. Zudem haben wir einen wunderbaren Einblick in Australiens Geschichte genossen. Allein Dale ist die 17$ pro Person wert! ;-)

Nachdenklich begeben wir uns zurueck zum Auto und fahren weiter zu den 12 Aposteln. Es waren nicht mehr ganz zwei Stunden dorthin und ich brauche gar nicht erst grosse Geschichten hierzu schreiben, denn die Bilder sprechen genuegend Worte. Gegen einen Helikopterflug haben wir uns entschieden, denn 15 Min fuer 230$ finde ich ehrlich gesagt horrend! Stattdessen laufen wir die Aussichtspunkte ab und geniessen die Kulisse.

Nun ist es schon nach 16 Uhr und wir beschliessen in Richtung Colac zu fahren. Es ist ziemlich kalt und wir kochen nach Ankunft in der Meredith Park Camping Area noch schnell Pasta, bevor es ins warme Auto geht.

29. Juni. Es ist noch nicht einmal 7.30 Uhr und ich bin hellwach. Langweile mich. Dann beschliesse ich Jeani zu wecken, bereue es jedoch schnell, denn ihre Nacht war nicht so erholsam wie meine. Sie hat kaum geschlafen, doch tapfer steht sie mit mir auf. Wieder einmal kochen wir uns leckeren Haferbrei mit Mango, Birne und Banane und beschliessen, dass wir langsam in Richtung Melbourne fahren (etwa 2,5h). Wenigstens aus „Anstand“ sollten wir uns Melbourne ein wenig anschauen, wenn wir schon einmal hier sind, oder?

Parken in Melbourne – ein Desaster

Unser Plan war: Wir stellen das Auto irgendwo in der City ab und erkunden zu Fuss. Oops! Da ist uns ein Denkfehler unterlaufen, denn wir sind nicht mehr in unseren feinen Kleinstaedten, wo alles kostenlos ist. Nein, wir sind in Melbourne, wo man ab 4$ pro Stunde parken darf… Wir sind allerdings nicht bloed und finden ziemlich schnell kostenlose Parkplaetze mit wunderbarer Verkehrsanbindung.


Von hier sind wir innerhalb von 15 Min in der Flinders Street – optimal!

eine Rundfahrt durch Melbourne und sehr leckere Pancakes

Nunja, ich muss zugeben, dass wir nicht soo enthusiastisch sind wie man es sein koennte. Wir wollen eigentlich mit dem Free Tourist Bus Melbourne erkunden, doch erfahren wir in der Tourist Information, dass dieser Bus seit ein paar Wochen nicht mehr kostenlos ist. Er kostet nun 10$ fuer ein 2-Tagesticket. Klar, das ist um einiges guenstiger das der typische Touristenbus fuer 30$+, aber fuer 3 Stunden benoetigen wir dies nicht. Doch dann faellt uns auf, dass Melbourne’s Innenstadt zum Grossteil kostenlos zu befahren ist (Free Tram-Zone) und es sogar eine Circle Tram gibt, welche kostenlos an den wichtigsten Orten -auch ausserhalb der Free-Zone- entlang faehrt. In dem Moment, in welchem wir die Strassenbahn betreten, bereuen wir es aber auch schon wieder, da es knackevoll ist. Das Aergerliche ist, dass mehr Einheimische als Touristen in der Bahn sitzen (da sie Ticket-Geld sparen wollen) und man kaum Platz zum Stehen findet. Man bemerke: es ist Winter, wie sieht das dann in der Hauptsaison aus? Ich moechte nicht darueber nachdenken. Positiv ist, dass es ueber Lautsprecher Erlaeuterungen zu den Sehenswuerdigkeiten gibt. Negativ ist, dass man es nicht verstehen kann, denn die Bahn ist einfach zu voll und dementsprechend zu laut. Schade. Nach einer guten Stunde kommen wir wieder an der Flinders Street an und schlendern durch die Strassen. Nachdem wir uns im The Pancake Parlour je zwei sehr verlockende Pancakes gegoennt haben, machen wir uns auf den Weg zu Fitness First. Zum Einen hat Jeani grosses Interesse daran, die Studios in Australien auszuprobieren. Zum Anderen muessen wir schleunigst die Kalorien verbrennen! Umso schrecklicher ist der Moment, als wir uns auf die Waage stellen und das Unfassbare lesen: ich habe 3 kg zugenommen und Jeani 5kg!? Die Waage muss kaputt sein…ganz eindeutig (es hatte sich herausgestellt die Waage war ganz und gar nicht kaputt!) Allein aus diesem Grund, habe ich mich entschieden eine Beitragsreihe zum Thema Ernaehung und Gewichtsbooster als Reisende zu schreiben (folgt demnaechst).

eine Sekundenangelegenheit

Der Kurs war gut und etwas anstrengend (Muskelkater folgte zwei Tage spaeter haha) und dann ist es auch schon 21 Uhr. Wir hatten noch fast 1,5h bis wir unsere letzte Bahn nehmen mussten, welche uns in Richtung Flughafen fuehrt. Wir wuerden 21.30 am Auto ankommen, haben Zeit etwas zu kochen, das Geschirr vom Mittag abzuwaschen, zu Tanken und das Auto abzugeben.
Doch dann begann das Unheil. Wir haben beide telefoniert und sind 2km zu weit gefahren. Verdammt. Wir durften den Weg nicht nur zurueck laufen, nein wir mussten rennen, denn in 7 Min kommt unsere Strassenbahn. Natuerlich haben wir die Bahn um Sekunden verpasst und konnten dieser noch zuwinken. Nochmals verdammt. Als waere das nicht schon nervig genug gewesen, stellen wir fest, dass erst in 20 Min. eine weitere Bahn faehrt. Warten wir, sind wir erst 22:09 am Auto…20 Min fuer Tanken, Abwaschen und Auto abgeben. Niemals! Ich beschliesse, dass wir die 2,6km laufen, nein rennen muessen. Das mit dem Rennen hat nicht ganz geklappt (ich glaube Jeani hasste mich in dem Moment als ich immer wieder schrie „Renn!“ „Schneller!“), aber dennoch waren wir 22:02 am Auto. Nun musste alles SEHR schnell gehen. Wir fahren zur BP und Tanken, rasen zur Abgabestation und schmeissen alle Sachen irgendwie in Tueten, stopfen den Rest in Jeanis Rucksack und ich wasche im Dunkeln mit etwa 200ml das Geschirr ab (keine Ahnung ob es wirklich sauber war). 22:15..in 4 Minuten kommt unsere Bahn. „Niemals schaffen wir diese scheiss Bahn! Schneller! Scheissseee!“ Ich schnalle so viele Tueten wie moeglich mit dem Karabiner an meinen Rucksack und sage Jeani, dass sie einfach zur Bahn rennen soll. Ich sprinte zum Hostel neben Juicy und unterbreche unglaublich unhoeflich eine Konversation und schmeisse ihr foermlich den Schluessel entgegen. „I gotta catch my train I am so sorry,bye!“
Und da war sie: Die Bahn! Und wir stehen auf der falschen Strassenseite….na herzlichen Dank. Ich rufe zu Jean herueber, dass wir auf die andere Seite muessen und sie rennen soll und das tat sie – mit insgesamt 24kg Gepaeck (mal so am Rande…sie wiegt nur 47kg). Zu unserem Glueck hat die Fahrerin uns gesehen und wartet auf uns. Vollkommen erledigt sitzen wir in der Bahn. Das war eine Sekunden-Angelegenheit. Hatten wir ein Glueck.

Es ist also noch nicht ganz 0 Uhr und wir sind am Flughafen. Mein Flug geht 8 Uhr und ich sollte schlafen, doch ich hatte einen grossen Fehler gemacht: ich habe 17 Uhr einen Kaffee getrunken. Also bin ich bis 4 Uhr wach und langweile mich, waehrend Jeani schlaeft. Ein was Gutes hatte es ja, denn ich habe endlich mal Zeit Postkarten zu schreiben. Die waren schon laengst ueberfaellig. Und dann kam mir noch eine Idee. Ich bestelle Jeani das Buch „The Happiness Project“ nach Berlin, ich liebe dieses Buch und hoffe sie tut es auch.

4 Uhr geht dann mein Licht im Kopf aus und ich schaffe es eine ganze Stunde zu schlafen. Zum Fruehstueck bestellte ich mir fuer insgesamt 4$ 4 Pancakes und war danach voellig satt. Noch 2 Stunden und dann wuerden sich unsere Wege trennen. Jeani war nervoes, da fuer sie die Reise zu Ende war. Ich war nervoes, weil mir bewusst wurde, dass wir dann ganz alleine hier sind. Tausend Gedanken rasen mir durch den Kopf, die ich wie immer erfolgreich beiseite schiebe. Fuer den Moment.

Good Bye…

7 Uhr war es dann soweit. Ich machte mich auf zu meinem Gate und die Verabschiedung stand an. Eine kurze Umarmung und ein „Guten Flug, pass auf dich auf. Wir hoeren uns spaeter.“ So stellt man sich keine Verabschiedung auf unbestimmte Zeit vor, oder? Sicher nicht, aber es war leichter.

8:00 sass ich im Flieger und als wir abheben erschleagt es mich: Das war’s. Dann ueberkam mich die Traurigkeit.

Veröffentlicht in Australia

Cape Otway, thoughts & moments

Cape Otway

Cape Otway is one of many famous stops along the Great Ocean Road. Why? I guess because there’s so much to do and so much to see. You are close to accesses to great walks in the Great Otway National Park such as the track to the Phantom Falls. Also the famous Great Ocean Walk, which has an extension of far more than 100 km leads you through Cape Otway. Birdwatching, Horse Trail riding, Mountainbiking, Kayaking only to name a few of Otways recreational activities. It’s somewhat endless to write down every single activity but HERE you can check out what you favor.

On our way to Cape Otway

However, we had only limited time and headed straight to the Lighthouse at the tip of Cape Otway. On our way we were so lucky to see a handful of wild koalas. As we learned, those animals are usually quite lazy. Thus most of the day, they’re asleep. The more excited we had been, when we spotted one koala which energetically climbed from branch to branch. I thought he was showing off a little bit, or maybe he was simply looking for some delicious leaves to eat. Anyways, we took some nice picures and enjoyed those moments fully. After a while we moved on towards the lighthouse.
As we arrived, I have to admit, we were shocked that they asked for 17$ admission.

Is the Otway lighthouse worth 17$?

Obviously we couldn’t answer that question before finding it out for ourselves. We decided to pay, got handed over a map and studied it carefully. Alright, it’s not only a lighthouse. It is history, a few exhibitions and a small „center“ where you can learn about Aboriginal heritage. Well, that sounds interesting. We walked the roundtrip clockwise and passed a „movie theatre“ where a movie is played. It gives you all kind of information about findings of dinosaurs artefacts. In fact, there were some leftovers right next to that little house, which you can examine yourself. Furthermore they have an exhibition in the former transmitting house. Hard to believe so many people worked and lived in this place not too long ago. Not too long before that, Aborigines had lived in this area. Where had they gone? Hm.
The lighthouse is beautiful. It exactly looks like the one you could buy as a postcard motive. Traditional could be the right description. We climbed up its narrow an steep staircase and entered a tiny room. A man is sitting here and apparently taking care of visitors. I asked him whether he had sighted some whales these days. Last sighting had been made on June 25th, only 3 days ago. However, no sightings since then. I have to admit, I was a little sad.
As some other visitors left the viewing platform, we entered it and were almost blown away – literally. It was so windy, I struggled to walk straight. As expected, the view was stunning. The sea was rough, the coastline beautiful and the ocean seemed endless. It was a pleasure to take some nice pictures, even though it turned out to be quite difficult with that extend of wind.

Jeani and I walked towards the Aboriginal spot and noticed a hut-like stone built house. Smoke was coming out of it. We entered the hut and looked around. Here, the map said, we could gather some information about Aboriginal culture. There was a man sitting, but he seemed a little reluctant. I studied the map of Australia with all those different marked territories, but honestly I didn’t understand the scheme. I decided to ask him and from this moment Jeani and I got drawn into another world.
Dale was his name and a simple question transformed into a very long, intense and interesting conversation. When he explained what Australia looked like a long time ago, before the settlement, he told the story as if he’d be one of this Aboriginal tribe. He visualised their rites and traditions, told us about earlier 800 languages and songs as a common language inbetween different tribes. For a moment I wondered: „Is he telling his own story? Can’t be, he doesn’t look like an Aboriginal, neither does he look like living in a hut.“ His tellings were full of life. He’s definately in the right spot. Hopefully they will hold on to him for a long time.  At this point we knew: 17$ admission is justified. Adding up the exhibitions, the charming cafe and this awesome moments right there in the hut, we did it correctly by going in here. Our conversation transformed into a very honest, insighting and interesting talk. We enjoyed every minute of it. We can’t believe more than one hour had passed by so quickly, but yeah..it did. I am sure we could have kept talking until sunsunset, but unfortunately we didn’t have the time – which was a shame.

I usually don’t write blogspots on just someone, but he made us think. He gave us a real insight. We widened some viewing angles on particular matters. But mostly I loved that recognition that somehow all of us are foreigners. Or maybe we’e not? Colour doesn’t mean anything after all – well at least it shouldn’t! The whole world is a melting pot – and that’s not a bad thing at all. So many questions had been asked and so many conclusions had been made.

What is life about?

I think it is about meeting people. It’s about meeting different people, too. What would we be learning hanging out only with ourselves? Not much, that I am sure of. So far I can tell, that I have learned most from „foreign“ people, from different cultures. Talking to „foreigners“ widenes my perception of many aspects in life. And yeah, this one meant a lot to us! Thank you Dale.

Whoever is going to Visit Cape Otway, I hope you are spending your 17$ and have a great time -just as we did!

Dale, in case you read this: We should have taken a picture with you! I wish I could give this article a face. Take care :-) we’ll hopefully meet again!

Veröffentlicht in 1001 Places, Australia, Gedanken-Karussell

Begegnungen, die (m)ein Leben aendern

–English version below.–


 

ein Rueckblick auf 2006

14. September 2006. Der Wecker klingelt: 6:40 Uhr und es war mein 17. Geburtstag. Doch es war nicht einfach nur ein normaler Geburtstag. Dieser Geburtstag wuerde anders sein als meine bisherigen. Wieso? Weil ich in Mississippi aufwache – weit weg von Deutschland, wo meine Familie war. Was ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste, war, dass ich dabei war eine neue Familie zu bekommen.
Ich stehe auf uns gehe in die Kueche, um mir meine Lieblingskornflakes in eine Schuessel zu fuellen und rufe nebenbei Zuhause in Deutschland an. Die Sonne schien, waren schon 20 Grad und ich freue mich darauf, genuesslich in der Sonne zu fruehstuecken. Auf dem Weg zur Kueche trete ich in etwas weiches, warmes…Hundekot! Echt jetzt? Na der Tag faengt ja gut an. Ich saeubere meinen Fuss, trage mein Fruehstueck auf die Veranda und setze mich in die Sonne, am Telefon ist meine Familie aus Deutschland und wuenscht mir alles Gute zum Geburtstag. Mitten im Gespraech stehe ich auf, um etwas Milch aus der Kueche zu holen und als ich zurueckkomme traue ich meinen Augen nicht: Einer unserer Hunde „Bullett“ bedient sich an meinen Kornfllakes. Ich aergere mich und beginne zu weinen. Meine Gastmama Deanna beruhigt mich und sagt nur: ‚You’re going to be fine, Sarah.‘ Das habe ich anders gesehen. So habe ich mir meinen Geburtstag definitiv nicht vorgestellt.
Als ich aus der Schule nach Hause gekommen bin, hat mein Geburtstag dann doch noch eine positive Wendung genommen. Meine Gastmama hat mir eine wunderschoene Geburtstagstorte besorgt und Freune und Familie kamen vorbei, nur um mir einen schoenen Abend zu bescheren. Letztendlich war der Geburtstag zwar anders als in Deutschland, aber wirklich schoen. Meine Gastfamilie hat sich solch Muehe gegeben, dass ich gluecklich bin.

die besten Monate meines Lebens

Tatsaechlich habe ich anfangs nicht geglaubt, dass ich in Amerika gluecklich sein wuerde. Die ersten 4 Wochen waren durch Weinen, Nichtessen und wenig Euphorie gepraegt. Ich wollte zurueck nach Hause.

one double whopper please!

Doch dann kam der Durchbruch. Ich habe realisiert, dass ich das groesste Glueck hatte, welches man haben konnte. So viele Austauschschueler mussten Familien wechseln, weil sie ungluecklich waren, oder sind in einer furchtbaren Gegend gelandet. Das war bei mir ganz anders! Meine Gastfamilie ist  traumhaft. Meine Eltern Bubba und Deanna behandeln mich wie ihr eigenes Kind und integrieren mich vollstaendig. Und meine Grosseltern Jannette und Buddy schenken  mir so vieles: lustige Momente, Liebe und ihr eigenes Schlafzimmer geben sie fuer mich auf, als meine Eltern einen Hausschaden erleiden. Durch meine Gastmama entdecke ich die Fotografie – welche spaeter meine groesste Passion sein wuerde. Bubba ist mir wie ein Vater ans Herz gewachsen und Case ist ploetzlich mein juengerer Bruder, mit dem ich immer mal wieder stenkere.
Wir sind nach fast 6 Wochen auf dem Weg zum EF Austauschschueler – Treffen und halten bei Burger King an. Bubba hatte mittlerweile aufgegeben, mir Essen schmackhaft zu reden und bestellt nur eine kleine Pommes fuer mich. Und dann sage ich: ‚I want a double whopper!’… Bubba dreht sich geschockt um und fragt mich, ob ich sicher bin. Oh ja, ich bin mir sicher! Case und Bubba lachen und das wurde zu einer der Top- stories in den naechsten Monaten.

Es war der Tag, an welchem ich gemerkt habe, dass ich nicht mehr Glueck haette haben koennen. Etwa zwei Monat spaeter habe ich aufgehoert die verbleibenden Kalendertge durchzustreichen. Ich war Zuhause und liebe meine Gastfamilie und die Freunde, die ich gewonnen habe.

Als ich wieder nach Hause flog, war ich tot traurig. Ich habe durchgehend geweint und wollte zurueck nach Saltillo. Es war mir einfach unbegreiflich wie ich jemals wieder in Deutschland, ohne meine amerikanische Familie, gluecklich werden sollte.

8 Jahre spaeter

Mir war seit 2007 klar, dass ich nicht fuer immer in Deutschland bleiben will. Meine Gastfamilie habe ich 2010 das letzte Mal besucht und mittlerweile bin ich verheiratet. Unglaublich. Als ich Marco kennenlernte, habe ich ihm gleich gesagt, dass ich noch einmal ins Ausland moechte und er war damit in Ordnung. Dass dies allerdings innerhalb von zwei Jahren geschehen wuerde, ahnte er noch nicht. Tja, und nun sitzen wir hier in einer Bibliothek in Australien, er lernt Englisch und ich schreibe diesen Artikel.

Wir Deutschen sind meiner Meinung nach viel zu selbstbezogen und sehen alles ziel zu eng. Ich finde auch, dass wir nicht gastfreundlich genug sind und zu wenig teilen. Das ist mir insbesonders nach Amerika aufgefallen. Ich habe in einer religioesen Familie gelebt und sehr viel fuer’s Leben gelernt. Teilen macht gluecklich und wenn wir mehr anbieten, bekommen wir meistens doppelt so viel zurueck. Wenn man das nicht von alleine im Leben in Deutschland lernt, z.B. durch Selbstreflexion (das tun leider die Wenigsten), dann lernt man das definitiv waehrend einer Auslandserfahrung. Marco ist auch „sehr deutsch“ und manchmal denke ich mir: ‚Wieso denkst du so? Weshalb gehst du so oft davon aus, dass andere Menschen absichtlich Schlechtes tun? Nicht jeder Mensch ist so. Nicht jeder Mensch denkt in erster Linie an sein eigenes Wohl.‘ Wie ein grosser Teil der Menschheit (oft verstaendlich), ist auch Marco eine Person, die nett ist, wenn der Gegenueber auch nett ist. Bietet jemand anders etwas an, freut er sich und ist gleichfalls nett. Wenn eine Person jedoch dreist, unhoeflich oder gemein ist, dann gibt er das Gleiche zurueck. Ganz ehrlich: Fast jeder erwischt sich manchmal so zu handeln, oder? Trotzdem ist es nicht richtig.

das Verlangen ein besserer Mensch zu sein

Ich war verbluefft und teilweise so ueberfordert, wie herzlich und hilfsbereit die Menschen in Amerika waren. Das Leben konnte so einfach sein…wenn doch jeder den  Anspruch an sich selbst stellen wuerde ‚ein besserer Mensch zu sein‘. Doch meistens braucht man Vorreiter, also lebendige Beispiele, um diesen Ansporn zu entwickeln. Meine Gastfamilie hat mich zu einem besseren Menschen gemacht und meine Freundin Jeani hat mich auch immer wieder zur Selbstreflexion angespornt. Allerdings finde ich es sehr schwer ‚besser zu werden‘, wenn man in Deutschland lebt. Ich moechte nicht sagen, jeder ist selbstfokussiert (wir kennen Menschen, die einfach nur klasse sind und zuerst an Andere und dann an sich denken), aber die Mehrheit ist es (insbesondere in Staedten). Mir ist aufgefallen, dass man oft ausgenutzt wird, wenn man anbietet und Dankbarkeit auch eher eine Seltenheit ist. Unter diesen Umstaenden ist es schwerer herzlich, freundlich und offen zu sein, als in Kulturen, wo dies Normalitaet ist.

Ich wuensche mir das Gleiche Glueck fuer meinen Mann

Mir war klar, dass ich mir fuer Marco eine aehnliche Erfahrung wuensche, wie ich sie in Amerika hatte. Doch wohin? USA und Australien kamen fuer mich in Frage. Da es einfacher war, in Australien Arbeit zu finden, entschieden wir uns fuer Australien.
Es ist der 4. Mai 2015 und, eher spontan, lernten wir unsere Gastfamilie in Kingaroy kennen. Wir waren so aufgeregt. Einerseits wusste ich was mich erwartet, doch es war dieses Mal vollkommen anders. Ich bin erwachsen, verheiratet und kein Kind mehr. Fuer Marco war die Situation vollstaendig neu und er konnte sich noch gar nicht vorstellen, dass eine Familie vollkommen fremde Menschen bei sich Zuahuse aufnehmen wuerde. Verstaendlich, denn wir Deutschen tun dies viel zu selten, oder gar nicht, da wir paranoid sind oder nicht teilen wollen.

Die naechsten 8 Wochen wurden zu den schoensten Wochen, die wir je hatten. Es gab unglaublich viele Momente, in denen wir realisiert haben, wie einfach und schoen das Leben sein kann, wenn man offen und herzlich ist. Wir haetten niemals gedacht, dass wir so ins Herz geschlossen werden wuerden. Auch haetten wir nie gedacht, dass wir unsere Gastfamilie so lieb haben werden. Ein weiteres Mal habe ich realisiert, dass es hier viel einfacher ist Menschen zu vertrauen und dass ein Familienleben hier ganz andere Priortaet besitzt, als in Deutschland. Es hat hat mich einerseits traurig und andererseis auch gluecklich gemacht. Marco hat zum ersten Mal erlebt, wovon ich zuvor immer wieder geredet hatte. Auch er hat realisiert, dass wir Deutschen (groesstenteils) zu umstaendlich und verschlossen sind.

Gastfamilie frueher und heute

Es ist schon seltsam, wie sich Perspektiven veraendern. Vor 8 Jahren war ich ein Austauschschueler in Amerika und heute habe ich mit meinem Mann eine aehnliche Erfahrung in Australien machen duerfen. Mir wurde bewusst was ich damals falsch gemacht habe gerne anders gemacht haette. Zugleich wurde mir aber auch bewusst, dass ich ’noch ein Kind‘ war. Meine Dankbarkeit fuer das Glueck und die Chancen, die ich und wir bekommen haben, waechst von Tag und zu Tag und es kristallisiert sich nach und nach was wichtig im Leben ist.


 

English version:

looking back at 2006

14th of September, 2006. The alarm rings: 6:40 o’clock and it was my 17th birthday. However, it was not just a normal birthday. This birthday would be different than my present ones. Why? Because I wake up in Mississippi – far away from Germany where my family was. What I did not know at the time yet, was that I was about to get a new family soon – the Knights.
I get up and go to the kitchen to pour my favorite cereals in a bowl and parallel call my family in Germany. The sun shines, it’s already 20 degrees and I am glad to have breakfast while enjoying the morning sun. On the way to the kitchen I step into something soft, warm… Dog poop! Really? The day starts ‚well’… I clean my foot, carry my breakfast to the veranda and sit down in the sun, on the phone my family from Germany wishes me happy birthday. In the middle of the conversation I get up to get some milk from the kitchen and when I come back I do not trust to my eyes: One of our dogs „Bullett“ helps himself with my cereals. I am angry and start to cry. My guest mummy Deanna calms me and says: ‚You’re going to be fine, Sarah.‘ This I have seen differently. Thus I have not fancied my birthday so far..haha.
When I have come home from school, however, my birthday has taken a positive turn. My guest mummy has got a wonderful birthday cake for me, friends and family stopped by, only to give to me a nice evening. After all, the birthday was different than in Germany, but really nice! My guest family tried so hard to make me happy.

the best months of my life

In the beginning, I haven’t thought that I was going to be happy in America. The first 4 weeks were outlined by crying, not eating and oonly little euphoria. I wanted to go back home.

one double whopper, please!

However, then there came the breakthrough. I have realised that I had the biggest luck which one could only have. So many exchange students had to change families because they were unhappy, or have landed in a dreadful area. This was completely different with me! My guest family is dreamlike. My parents Bubba and Deanna treat me like her own child and integrate me completely. And my grandparents Jannette and Buddy give to much me: amusing moments, love and granny gives up her own bedroom, when my parents suffer a huge house damage. Because of my guest mummy I discover photography – which would be my biggest passion later on. Bubba has become dear to me like a father and Case is suddenly my younger brother, with whom I used to discuss all the time haha.
After nearly 6 weeks on the way to the exchange students- meeting, we stop at Burger King. Meanwhile, Bubba had given up talking me into tasty food and orders only one small chips for me. And then I say: ‚I want a double whopper!’… Bubba turns round stunned and asks me whether I am sure. Oh yes, I am sure! Case and Bubba laugh and this became one of the top stories during the next months. I love to remember this day. It was the day on which I have noticed that I could’nt have had any more luck. About two months later I have stopped to cross out the remaining days in the calendar. I was at home and love my guest family and the friends whom I have won meanwhile.

When I flew back home to Germany, I was unbelievably sad. I have cried continuously and wanted to go back to Saltillo. It was simply incomprehensible to me how I should ever become happy again – in Germany without my American family…

8 years later

Since 2007 I knew that I do not want to remain for good in Germany. I have visited my guest family in 2010 the last time and meanwhile I am married. Incredible how fast time passes by. When I got to know Marco, I have immediately told him that I wanted to go abroad for another time and he was alright with my wish. The fact that this would happen, however, within two years, he did not expect. Well, here we are…sitting in a library in Australia, he learns English and I am writing this article.

In my opinion, we Germans are too self-centered and we are too fussy with a lot of things. I also think that we are not hospitable enough don’t share enough. This thought has struck me particulary whilst being in America. I have lived in a religious family and have learnt a lot about life. If we offer more, we mostly get back twice as much. If one does’nt learn this thinking by oneself during life in Germany, e.g, by selfreflection (unfortunately least people do that), then one learns definitively during a foreign experience. Marco is also „very German“ and sometimes I wonder: ‚Why do you think like you do? Why do you so often assume from the fact that other people do intentionally bad things? Not every person is like that. Not every person thinks, primarily, of his own welfare.‘ Like a large part of the humanity (often understandably), Marco is a person, who is nice if the opponent is nice, as well. If somebody else offers something, he is happy to offer sth. himself. However, if a person is outrageous, impolite or mean, he turns out to act the same. To be frank: Almost everybody can catch oneself to act in such way, right? Nevertheless, it is not righ – but maybe part of selfprotection..who knows.

the desire to be a better person

I was amazed and overwhelmed at the same time by the warmth and offering attitude of people in America. Llife could be so easy .. if everyone strived to be ‚a better person‘. However, mostly one needs forerunner..someone inspiring, a living example to develop this wish for oneself. My guest family has made me a better person and my friend Jeani has spurred on me over and over again to participate in selfreflection. Indeed, I find it very hard ‚to become better‘ living in Germany. Once I try to, some one pisses me off and I am so mad I forget how I should behave. Deanna always said: Kill them with kindness. I try to remind me of her saying every time. I don’t mean to consider every German as selffocused -since I do know a handful most lovely people ever, but it is the majority (in particular in towns). To me it simply appears, harldy anyone knows how to show gratitude. Under these circumstances it is a lot harder to be kind, friendly and open, than in cultures where this is normalty.

I wish my husband could experience the same

To me it was clear that I wish a similar experience for Marco as I had in America. However, where should we go? USA and Australia were to be considered. Because it was easier to find work in Australia, we decided to go to Australia.
It is the 4th of May, 2015 and, rather spontaneously, we got to know our guest family in Kingaroy. We were so excited. On the one hand I knew what to expect, however, it was completely different this time. I am grown-up, married and no child no more. For Marco the situation was completely new and he could not imagine at all that a family would pick completely foreign people to share their home with us. Understandably, because most Germans are not doing this at all or rarely, because we are paranoid or do not want to share. Very sad to miss out on such a lifetime experience.

The next 8 weeks became the nicest weeks which we ever had. There were incredibly many moments at which we have realised how simple and nice life can be if one is open-hearted and kind. We would never have thought that we would be enclosed in their hearts so soon. Also we would never have thought that we would love our guest family as much as we do now. Additionally, I have realised that it is much easier here to trust a person and that family life has higher prioity than in Germany. On on hand it has made me sad to realize those things, but on the other hand also happy, since we could enjoy those vulnernable moments. Marco has experienced for the first time from what I had talked before over and over again. Also he has realised that we Germans are (mainly) too complicated and not warm-hearted enough.

Guest family now and then

It is strange how perspectives do change over years. 8 years ago I was an exchange student in America and today I was given a similar experience in Australia along with my husband. I realized what I have done wrong I back then and I wish could change some things. However, at the same time I became conscious of the fact that I was ‚a child‘. My gratitude for the luck and the chances which I had been given grows from day to day and it crystallises what’s most important in life.


 

Deanna, Bubba, Jannette & Buddy

I am so grateful for what you have given to me whilst being in Saltillo. I can’t believe time went by so quickly. You’ve created a huge part of what I am today and I really don’t know how life would look like without you guys – but actually I could’nt and don’t want to imagine it anyways! Thank you for coping with my difficult days. Thank you for waking my nowadays biggest passion – photography. Thank you for the best sausage pie in the world. Thank you for my favorite meal granny’s riblets! Thank you for supporting me in every possible way. Thank you for giving me so much love. Thank you for opening my heart to belief. Thank you for being my family. Thank you for everything you have done and for everything you are. I love you.

Rebecca, Brett & kids

I had one wish, when I decided to go to Australia: Please let Marco experience the same warmth and kindness, I had experienced when I stayed in the States. And he did.
I hoped to meet people, who we would build an honest relationship with. And we did.
I never believed to find a family which would make us feel as a part of their family and where we could return to at anytime. But we did.

Those 8 weeks have been over the top. We didn’t expect to meet such great people. Neither did we expect to learn as much as we did. You reminded me of what’s important and you reminded me of how lucky we are. We enjoyed every minute with you, are grateful for every little thing you did. You grew into our hearts as family or friends? I can’t even tell ;-) We love the kids, every single one is special. I told you, I am not much of a speaker, but I really need to tell you: THANK YOU! You guuuys changed a lot in our minds – positively. Thank you so much.

 


Do you believe that we don’t meet people by accident, that they are meant to cross each others path for a reason?  

„Yes, I do.“


Welche Begegnungen haben Euer Leben geaendert? Schreibt mir eure Geschichte.

 

Veröffentlicht in Bangkok

Taxis in Bangkok

Taxis in Bangkok

Yea right, there’s a cheaper way such as public transportation, BUT taxi are the most convenient and comfortable way of getting around in Bangkok on an inexpensive level and it’s more flexible, too. Lots of people write creepy stories about Taxi driving in Thailand, such as getting ripped off and all that. Well, we didn’t experienced such a thing, since the laws tightened a lot. Besides that, when getting into a taxi just ask for the taximeter to make sure everything’s as it should be.

How is the pricing?

Once you enter the taxi about 35 Baht will be charged. Each km you are driving you will have to pay 7-8 Baht. We paid 72 Baht for 5,2 km. That’s next to nothing.


Taxi fahren in Bangkok

Es gibt zwar noch guenstigere Alternativen als Fortbewegung, aber Taxi fahren ist echt guenstig und vor allem so praktisch, wenn es wirklich heiss ist. Es kursieren viele Posts und Berichte darueber, dass man abgezockt wird und die Taxifahrer einen verarschen wollen. Nun gut, wir haben keines dieser Szenarien erlebt und wenn man beim Einsteigen nach dem Taximeter fragt, ist man immer auf der sicheren Seite.

Wie wird das Taxifahren berechnet?

Wenn man in Bangkok ins Taxi einsteigt, werden 35 Baht angerechnet (1Euro) und pro km kostet die Fahrt 7-8 Baht. Unsere Fahrt vom Pantip Plaza ins Chillax Resort (600 m von dr Kaosan Road) kostete 72 Baht (5,2km). Anhaltspunkte:

  • von der Kaosan zum DMK Airport sind es ca. 400-450 Baht,  je nachdem, ob man express ways nutzt oder nicht
  • haltet euch stets and die gelben und pinken Taxis mit TAXIMETER Signal! Aber kein Stress, die sind echt ueberall zu finden
Veröffentlicht in Australia

Wie teuer ist Sprit in Australien?

Spritpreise in Australien

Eine gute Nachricht aus dem sonst teureren Australien! Benzin und Diesel sind in Australien guenstiger als in Deutschland.

Durchschnittlich:

1.22 – 1.42 $ unleaded (Super)  –> 0,86 – 1,00 Euro
1.35 – 1.48 $ Diesel –> 0,95 – 1,05 Euro

Discounts beim Tanken

Geht ihr bei Woolworth einkaufen und gebt mehr als 15 oder 20$ aus, bekommt ihr bei den meisten CALTEX Tankstellen 4-6 Cent Rabatt (pro Liter)

Geht ihr bei Coles einkaufen und gebt mehr als 15 oder 20$ aus, bekommt ihr bei den meisten SHELL Tankstellen 4 Cent Rabatt (pro Liter)

Es gibt noch mehr Shops, die das anbieten. Am Besten ist, ihr fragt einfach nach.


Petrol in Australia

To be fair, it doesn’t happen very often, but yeah Australia is cheaper than Germany regarding petrol and diesel!

Let’s talk numbers!

on average youll be looking at the following prices for 1 litre:

1.22 – 1.42 $ unleaded (Super)  –> 0,86 – 1,00 Euro
1.35 – 1.48 $ Diesel –> 0,95 – 1,05 Euro

Those prices are not applicable to outback „gas stations“ of course ;-)

Anyway, there’s even a cheaper way to purchase petrol by shopping at cole’s, woolworth and so on, since they give you discounts of 4-8 cents per litre!

Veröffentlicht in Australia, Budget & Finances

Is Australia really that expensive?

Pricing in Australia

I can’t hear it anymore…There are two questions which you will be asked day in day out being in Australia -or having lived there:

1. Aren’t you afraid to die because of all those dangerous animals over there?!
2. How can you afford Australia? Isn’t it so much more expensive than it is at home?

…different ways of looking at it

Saying that, we have to distinguish between living expenses and fun expenses. Unless you are having work in Australia, it is expensive. That’s true. Being on vacation, booking day trips, dive the Great Barrier, having nice Hotels to stay at or even renting a Caravan for a month is incredibly expensive…but isn’t that exactly the same as in the rest of the world? Have you ever checked on a caravan rental in Germany, Great Britain or the US? There is no considerable difference really…

Having a nice dine in, getting a burger, buying milk for your breakfast, getting a hair-dryer, daily supplies such as water, fillig up your car with petrol for your next roadtrip…is that really much more expensive than in Germany or your home country?

Let’s talk about numbers!

Typical day trips to one of Australians Kangaroo Parks, sightseeing tours, kayak day tours are quite expensive. The average price for a Sanctuary, kangaroo place or Zoo is about 35-40$ p.P. Sightseeing buses charge about 25-35$ p.P., Kayak tours are from 45-90$ depending whether you’d like to have a meal included. Renting a boat off license is pretty easy and not that expensive after all. With petrol inclusive you’ll be looking at 170-220$ per full day. I don’t know what you think, but I think that sounds reasonable. Have you ever thought about bridge climbing? If you have 250-280$ loose in your wallet: Let’s go. I have to admit, it is ridiculously expensive. Another Must See is Fraser Island, which will cost you 1 Day 140$/ 2 days 260$/3 days 399$… I think it’s really expensive. 

Having breakfast or „Brunch“ in Australia is ccomparable to having a breakfast in Germany. You’ll pay for a coffee on average 3,00 Euro, which equals 4,30$ in Australia. Breakfast itself costs you around 13-15$, which equals 8,50-10 Euros in Germany. Same pricing level you’ll find with soft drinks.


What is really expensive in Australia?

  • Ice Cream! I have eaten one scoop of ice cream only since April – and believe me ..it was so hot, I wish I’ve had some more… but 4- 5$ (2,80-3,50 Euro) one scoop is pretty expensive I reckon?!
  • Quark…yeah you’ll probably start laughing right now, but have you ever tried to make a good german cheesecake or „Zupfkuchen“ without creepy rich creamcheese? Well, I tell you what: You’re better off producing your own Quark, or you will have to pay 8$ (5,50 Euro) for 300g of Quark.
  • Parking in one of the (bigger) cities will cost you roughly 3-6$ per hour (2,10- 4,20 Euro)

Your best chance to park your car

  • in Sydney’s city close to the Harbour in Hickson Rd. it costs 2,70$ per hour up to 10 hours)
  • in Brisbanes city very close to the Kangaroo Point (Lambert Street, Thorn Street, etc.) unlimited free parking!
    Heading towards China Town? Close to BMW Constance Street/ Bridge Street you’ll find spots with only 1$ per hour.
  • in shopping centres parking is mostly free up to 3 hours
  • in suburbs or small towns you can park for free at most times

Grocery Shopping stores in Australia

  • Woolworth
  • Cole’s
  • Aldi (cheap German chain)
  • KMart (similar to Wal Mart)
  • Target
  • Big W (similar to Wal Mart or Sam’s)
  • IGA

Pricing of groceries

  • Water average 50 Cent per litre, on offer:  38 Cent p.L.
  • Cereals/ oat is availabe at woolworth for 2,99/ 0,99$
  • milk 1 litre longlife ca. 95 Cents
  • Eggs (12 pack) 3,80 – 4,99$
  • Cheese and sliced sausages, ham is quite expensive, e.g. 100g of sliced ham 3$ and cheese scarcely less than 4$
  • spreads and dips such as cream cheese are inexpensive and usually there’s an offer of 2 for 1! 2,50 – 3,50$ is the average price for one spread
  • Yoghurt: 500g from 4,00$
  • beef and poultry is inexpensive and usually there’s 2for1 offers as well
  • fresh fruits and vegetables are very inexpensive at local markets or fruit shops!
    • e.g. the Cairns market sells mangoes for 50Cents on weekends and avocadoes for 1$!

As you can see, it’s all a matter of how we look at it, right? Considering you have a job in Australia, it isn’t more expensive than Europe. Besides that, you’ll earn easily 19-24$ (14-17 Euros) per hour (net). 



Not enough? Check out the market research on global prices of Deutsche Bank.


 

Preise in Australien

Ich weiss nicht wie oft ich diesen Satz gehoert habe, aber ich irgendwann habe ich aufgehoert zu zaehlen. Australien ist soo teuer erzaehlt dir fast jeder. Also fuer pure Urlauber stimmt das, denn man bekommt kein Hotel unter 70 Euro die Nacht und da summiert sich das bei mehreren Wochen natuerlich. Typische Touristenattraktionen, wie die Kangaroo Parks, Sightseeing Touren, Faehren, Kayaktouren, Inselausfluege etc. sind echt teuer…im Schnitt kann man p.P. mit 30-50 Euro rechnen. Ein Boot ohne Lizenz kann man problemlos mieten, da liegt man all incl. etwa bei 150-190 Euro pro Tag. Kayaktouren kosten etwa 40-60$ p.P., Bridge-Climbing a. 100-150$, Fraser Island (1Tag/2Tage/3 Tage) oder Whitsundays ca. 140$/260$/399$…usw.

  1. Wenn man in Deutschland a la Carte fruehstueckt, zahlt man fuer Kaffee rund 3 Euro und fuer das Essen zwischen 7&10 Euro.
  2. Fuer einen Burger ausserhalb von McDonalds & Burger King zahlt man in Deutschland zwischen 8 & 11 Euro.
  3. Fuer ein Getraenk im Restaurant zahlt man i.d.R. 2,20-3,50 (Wasser, Coke, Saft..)

Insofern ist Australien definitiv nicht teurer, sondern aehnlich vom Preis her. Wenn man bedenkt, dass man jedoch bis zu 40% mehr verdient, kann man schon ganz gut leben. Wenn man in Restaurants geht, die etwas weniger Bistro-Feeling haben, liegen die Hauptgerichte bei 16-22$ (11,50-16Euro). Nach oben gibt es wie immer keine Grenze, wie in Deutschland auch ;-)

Es gibt in Australien sehr viele kostenlose oder sehr guenstige Dinge, man muss nur die Augen offen halten! Ich schreibe regelmaessig auf unserer Tour, welche Sachen kostenlos bzw. guenstig und dennoch genauso lohnenswert sind!

Echt teuer ist…

  • Eiscreme! Fuer eine Portion bzw. Riesenkugel zahlt man zwischen 4 & 5 $ (2,80-3,50 Euro)
  • Parken (in Innenstaedten zahlt man pro Stunde zwischen 3 & 6$ (2,10 – 4,20 Euro)
  • Quark! Fuer 300g Quark soll man hier 5,50 Euro blechen..unglaublich…deshalb mache ich meinen Quark selber!

Hier kann man kostenlos oder guenstig parken…

  • In Sydney kann man in der Hickson Rd. (nahe The Rocks) fuer 2,70$ p. Stunde parken (bis zu 10 Stunden)
  • in Brisbane kann man unweit des Kangaroo Point kostenlos und unbegrenzt parken (Lambert Street, Thorn Street usw.)
    In Chinatown kann man meist nur 10-30 Min parken, oder zahlt sich dumm und daemlich. Wenn ihr allerdings ein Stueck weiter fahrt zum BMW und Ferrari Autohaus (nahe Constance Street/ Bridge Street), zahlt ihr nur 1$ pro Stunde!
  • in Shopping Centern kann man oft bis zu 3 h kostenlos parken
  • in kleineren Orten ist Parken zumeist kostenlos

Einkaufen gehen

Es gibt zig Laeden, in denen man seinen Einkaufswagen voll hauen kann. Je nachdem was man sucht und wie viel man ausgeben will, eignet sich der eine oder andere Shop besser. Es gibt u.a. fast ueberall:

  • Woolworth (vergleichbar mit einem etwas groesseren Rewe oder Edeka)
  • Cole’s (vgl. mit Edeka)
  • Aldi
  • KMart (wie Wal Mart und genauso guenstig! Wer Kleidung, Kleinelektronik und Haushaltswaren oder Sportartikel sucht, wird hier guenstig fuendig…Lebensmittel gehoert zu Raritaet)
  • Target (aehnlich wie KMart, nur ein klein wenig teurer und weniger umfangreich)
  • Big W (aehnelt Kmart)
  • IGA (wie Woolworth und Co ein Lebensmittelgeschaeft, in welchem es oftmals sogar Quark zu kaufen gibt)

Es gibt eigentlich immer coole Angebote, wo man 2 fuer 1 erhaelt odr 50% reduziert wurde. Insbesondere Sa nachmittags wird Fleisch und Obst haeufig stark reduziert. Das trifft auf Lebensmittel genauso wie auf Kleidung zu. Also immer die Augen offen halten.

Lebensmittelpreise

  • Wasser durchschnittl. 60 Cent pro Liter, im Angebot 40 Cent p.L.
  • Kornflakes / Haferflocken gibt es bei Woolworth von der Eigenmarke sehr guenstig zw. 99Cent & 2,49$
  • Milch 1L H-Milch ca. 95Cent
  • Eier (12er Pack) zw. 3,80 & 4,99$
  • Kaese und Wurstaufschnitt ist generell recht teuer, so kosten 100g Kochschinken rund 3$ und Kaese bekommt man selten unter 4$
  • Fischkaesevariationen gibt es bei Woolworth oft 2fuer1 oder zw. 2,50 & 3,50$
  • Naturjoghurt ist recht teuer…500g kosten ab 4,59$
  • Fleisch gibt es oft im Angebot. Allgemein ist Rind und Pute recht guenstig, insbesondere die Wuerstchen zum Braten
Veröffentlicht in Australia

exploring Brisbane

Getting around Brisbane

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Ganz aehnlich wie in Sydney, gibt es Metro, Bus und Faehren, die man zur Fortbewegung innerhalb Brisbane nutzen kann. Das System der Bezahlung ist wie in Sydney, also sparen tut der, der eine GoCard besitzt (in Sydney war es die OpalCard). Besitzt man eine goCard, kann man nach 9 Fahrten innerhalb einer Woche den Rest der Woche kostenlos fahren. Das lohnt enorm. Besitzt man diese Karte nicht -und das trifft auf die meisten Touristen zu, die nur wenige Tage in Brisbane sind – gilt der Single Paper Ticket-Preis. Hier kann man Routen planen und berechnen was die Fahrt kosten wird. Die Ticketkosten kann man hier sehr gut nachvollziehen, denn in dieser Tabelle seht ihr die unterschiedlichen Kosten der Zonen. Es lohnt sich sehr die Karte vorher anzuschauen, denn oft zahlt man nur fuer eine weitere kurze Station 80 Cent mehr obwohl es zu Fuss nur 400m gewesen waeren.

Bei jedem Umstieg in einen anderen Bus zahlt man erneut. So entstehen schnell mal Fahrtkosten i.H.v. 7$ fuer einen Weg von 3-5km. 

Das gleiche gilt fuer die Faehren in Brisbane. Hier gibt es zwei Zonen, wobei die Zone 1 fast den gesamten Innenstadtbereich abdeckt. Hier sehr ihr, welche Faehren es gibt. Die Abfahrzeiten fuer die jeweilige Station laesst sich hier entnehmen. Der geringste Tarif ist ca. 3,29$ und der hoechste liegt bei 5,60$. Der Cityhopper bietet sich an, wenn man mit dem Boot durch die Innenstadt fahren moechte und ein paar Infos erhalten will. Diese Faehre verkehrt zwischen Southbank und Kangaroo Point (Map).

Kostenlos durch Brisbane cruisen…

geht mit dem City Hopper (Faehre) und mit dem Free Loop Bus (dieser verkehrt z.B am botanischen Garten, Eagle Street…) zumindest in den wichtigsten Zonen.

5 Stunden Spaziergang in Brisbane

Innerhalb von 5 Stunden sind wir einen grossen Teil von Brisbanes Innenstadt abgelaufen und haben so einiges gesehen. Wir sind Apollo Rd. in die CityCat Faehre eingestiegen und Southbank 1&2 (Parklands) ausgestiegen. Die Fahrt kostete 5,60$ und dauerte etwa 45 Min. Es hat sich definitiv gelohnt, zumal man so einiges mehr von Brisbane sehen konnte, als mit dem CityHopper. Southbank mussten wir erst einmal diese wunderschoene Poollandschaft bestaunen und sind dann anschliessend zur Touristeninformation gegangen, um weitere Info’s zu sammeln. Wir mussten feststellen: Wir haetten echt ohne Reisefuehrer nach Australien kommen koennen. Es gibt naemlich unglaublich viel qualitatives Material in jeder Touristeninformationen kostenlos. Anschliessend lohnt es sich in einem der kleinen Cafes am Wasser einen Kaffee zu trinken, oder einen leckeren Crepe zu essen. Wer Strandfeeling sucht und eine Abkuehlung braucht, kann sich im Wasser der Parklands austoben. Hier kann man ziemlich lange verweilen und entspannen mit Blick auf Brisbanes Skyline. Laeuft man weiter zur Goodwill Bridge, gelangt man zum Maritime Museum. Direkt am Museum ist die Goodwill Bruecke, die fuer Fussgaenger vorbehalten ist und direkt in den botanischen Garten fuehrt. Zum Botanischen Garten ist nicht viel zu sagen ausser: wunderschoen, idyllisch und ein Must-See! Plant ruhig eine Stunde oder mehr ein. Der Ausgang an der Alice Street/ George Street bietet noch einen kleinen Wasserfall als Highlight. Kaum aus dem Garten heraus gekommen, findet man die Busstation des Free Loop Busses, welcher alle 15 Min durch die Innenstadt faehrt. Steigt man Eagle Street aus, findet man sogleich einen irischen Pub, andernfalls bietet sich Wharf Street als Ausstieg an, wenn man zum Kangaroo Point moechte.  Auf dem Weg dahin lohnt ein Abstecher zum Cathedral Square, wo eine sehr schoene alte Kirche samt gruenem Kirchplatz vorzufinden ist. Fast schon nebenan ist ein Woolworth (Turbot Street) mit fantastischer Sushi Theke – ideal fuer einen Snack zwischendurch, oder nur um ein erfrischendes Getraenk zu kaufen. Von dort sind es noch etwa 600 m zur Bruecke (Bradfield Highway), welche zum Kangaroo Point fuehrt. Die Aussicht ist uebrigens fantastisch! Drueben angekommen sind es noch wenige Meter zu den Kangaroo Cliffs und dem Cliff Cafe. Falls man den Weg nicht zuruecklaufen moechte, bietet sich wieder die Faehre fuer die Rueckfahrt an (City Hopper kostenlos).


Wo sind die Kangaroos?

Wir haben und gesagt, dass wir keine 50 $ oder mehr ausgeben wollen, um Kangaroos oder Koalas zu sehen. Wem es genau so geht wie uns, aber die Erfahrung trotzdem nicht missen moechte, sollte ins Lone Pine Sanctuary fahren. Nicht nur sehr viele Koalas, Schnabeltiere, Papageiarten und Krokodile sind zu sehen, sondern das Kuscheln mit Kangaroos ist nahezu Realitaet. Es gibt ein riesiges Freigehege, in welchem man fuer 2$ die Kangaroos fuettern kann. Je nachdem wie geduldig man ist, oder wie zutraulich die Tiere sind, desto naeher kommt man seinem Traum ein Kangaroo zu streicheln und neben ihm zu sitzen. Einfach toll. Der Park kostet regulaer 35$, fuer YHA Backpacker 28$, Studenten 25$. Die Fahrt von Brisbane geht flink, es sind etwa 20-40 Min, je nachdem wo man sich aufhaelt.

Wer Kaengurus in der Wildnis sehen moechte, muss entweder zwischen 5 & 7 Uhr morgens unterwegs sein, oder zwischen 16 & 17 Uhr. Eigentlich sieht man Kaengurus fast ueberall wo weitlaeufige Grasflaechen oder „Vorwald“ zu finden sind. Sind keine Haeuser in der Umgebung, hat man oft Glueck. Befindet man sich auf dem Land, sind die Chancen auch im eigenen Garten recht hoch :-)

  • zw. Airlie Beach & Dingo Beach sieht man regelmaessig welche
  • Bunya Mountains gibt es viiieeele Wallabies
  • generell im obereren Teil der Ostkueste hat man viel Glueck, da es recht laendlich ist
  • im Hinterland der Sunshine Coast
Veröffentlicht in Australia, Budget & Finances

Autokauf & Kostenfallen in Australien

Auto kaufen in Australien

Ein Auto zu kaufen, ist eine oftmals sehr lohnenswerte Alternative zum Mietwagen. Ohne Auto/ Van ist man sehr eingeschraenkt und muss sich auf die Busse wie Premier, Greyhound etc. verlassen. Das kann sehr teuer werden. Bsp. Cairns – Brisbane sind etwa 220$ p.P.. Fuer den Preis kann man auch fliegen… Premier ist allgemein guenstiger als Greyhound.


die Wahl des richtigen Autos

Wer sich fuer den Autokauf entscheidet, muss sich ueberlegen, ob es ein Van, ein normales Auto oder ein 4WD sein soll.

Ein Van hat den Vorteil des Freiraums und mehrere Personen koennen darin schlafen. Nachteil ist, dass es so gut wie kein 4WD Van gibt und man somit viele Strecken wie z.B. Fraser Island nicht auf eigene Faust befahren kann. Kostenpunkt: 2300-4000$.

Ein normales Auto hat den Vorteil, dass man in fast jede Parkluecke passt, kein Parkhausproblem hat (zwecks der Hoehe), weniger auffaellig ist, wenn man illegal in der Seitenstrasse schlaeft und der Spritverbrauch ist oft geringer. Der Ford Falcon Station Wagon ist einer der gaengigsten Modelle fuer Backpacker, da er sehr lang ist und eine gute Schlafflaeche bietet. Nachteilig ist, dass man sehr wenig Stauraum hat und ohne 4WD auch hier eingeschraenkt ist. Kostenpunkt: 2000-3000$.

Ein 4WD SUV/ Auto hat den Vorteil, dass man extrem flexibel ist. Man kann sogut wie ueberall fahren, das Auto ist oft sehr robust gebaut und geraeumig. Meistens sind 4WD zugleich SUV’s und man hat die Moegleichkeit ein Bett hineinzubauen und darunter Stauflaeche zu generieren. Einfach wunderbar. Es gibt „echtes“ und „unechtes“ 4WD. Echtes 4WD heisst, dass man manuell den Frontantrieb zuschalten kann und unechtes 4WD ist ein automatisch geregeltes System. Die Australier schwoeren auf das manuelle Zuschalten. Das hat auch den Vorteil, dass man weniger Sprit verbraucht, denn 4WD frisst unheimlich viel… Nachteil eines 4WD ist der oftmals hoehere Spritverbrauch. Zum einen wegen dem 4WD selbst und zum anderen liegt das daran, dass SUVs nicht selten einen V6 Motor mit 6 Zylindern haben und das frisst ordentlich. Die beliebtesten Modelle sind Holden Jackaroo, Ford Explorer, Nissan XTrail und der Mitsubishi Pajero. Kostenpunkt: 2000-4000$.

Fuer was entscheide ich mich?

Was habt ihr vor? Seid ihr 3 Personen oder mehr? Dann entscheidet euch fuer einen Van, oder einen 4WD mit Rooftent (Dachzelt). Damit seid ihr in Seitenstrassen nur leider nicht unauffaellig, habt aber sonst alle Annehmlichkeiten.

Wollt ihr viel Stauraum? Dann ist der Van die 1. Wahl. Die zweite Wahl waere ein 4WD SUV.

Wollt ihr oekonomisch fahren? Dann entscheidet euch fuer ein ganz normalen Wagen.

Wollt ihr flexibel sein und ueberall hinfahren koennen? Dann gibt es nur eine Moeglichkeit: Kauft euch einen 4WD.

Wollt ihr unauffaellig sein, um kostenlos in den Strassen zu schlafen, dann ist ein normales Auto oder ein 4WD SUV empfehlenswert.

..Ihr seht, es kommt darauf an was ihr wollt.

..aus welchen Gruenden wir uns fuer einen 4WD entschieden haben

Fuer uns kam von vorneherein nur ein 4WD in Frage. Klar, der Spritverbrauch ist vergleichsweise hoch und man zahlt fuer 500km nicht nur ~80$, sondern 100$. ABER ein 4WD rentiert sich. Das beste Beispiel ist Fraser Island. Wer von euch will nach Fraser Island? Genau, alle! Ein Tagestrip kostet p.P. ~180$. Wer uebernachten will zahlt mal eben 320+$. Fuer 2 Tage…das ist krank. Wer einen 4WD hat, zahlt pro Auto ~150$ fuer die Faehre und kann so lange bleiben und so flexibel die Insel erkunden wie er will. Noch Fragen? ;-) Das gleiche gilt fuer andere Inseln auch.


die groessten Fehler beim Autokauf

  1. keinen Pre-Purchase Check zu machen
    In QLD muessen alle Autos fuer den Verkauf ein RWC nachweisen. Das ist vergleichbar mit dem deutschen TUEV und versichert die Fahrzeugsicherheit. Fuer die Registrierung oder auch Umschreibung der Registrierung ist die Vorlage dessen unabdingbar. Hat der Wagen, fuer den ihr euch interessiert kein RWC (weil keiner gemacht wurde, oder weil der Wagen evtl. in Western Australia registriert ist), dann besteht darauf einen Pre-Purchase Check machen zu lassen. So wisst ihr welche Reparaturen auf euch zukommen, wenn ihr den Wagen kauft. Im Regelfall kostet dieser zw. 180 – 220$. Mackey Mechanics & Electrician in Brisbane machen ihn fuer 150$. Verhandelt wer den Check zahlt, rechnet ihn auf den Kaufpreis an oder teilt euch die Kosten.
    Wir haben 2 Autos checken lassen und beide wiesen Reparaturkosten i.H.v 1300+$ auf. Stellt euch vor ihr kauft ein Auto fuer 4000$ und dann muesst ihr noch solch hohe Summe reinstecken… Ein Pre-Purchase Check ermoeglicht euch, dass ihr den Preis begruendet verhandeln/ druecken koennt und ihr wisst was ihr tatsaechlich ausgebt.
  2. nicht zu recherchieren
    Diesen Fehler macht ihr schon einmal nicht, da ihr meinen Blog lest. Sehr schoen :-) Viele Backpacker lassen sich regelrecht abzocken, da sie entweder blauaeugig losziehen und das erste Auto kaufen, oder zu sehr unguenstigen Zeiten „einkaufen“ – sprich: zur falschen Zeit am falschen Ort.
    Fast alle Backpacker kommen Aug/Sep/Okt in Sydney/ Melbourne an und das wissen die Verkaeufer. In einer relativ kurzen Zeitspanne suchen also ueber 1000 Backpacker ein Auto…ohhh ihr seid gefundenes Fressen, wenn ihr uninformiert seid. Nahezu alle Backpacker, die ich getroffen habe und die in Sydney bzw. Melbourne gekauft haben, zahlten fuer ihr Auto 4500-5500$. Weiterhin sind das genau die Autos, die beim Prepurchase Check sehr schlecht ausfielen. Die armen haben ihr Auto nun wieder verkaufen wollen und nur noch 1200-2000$ dafuer bekommen. Sehr aergerlich.
    Fast jeder zweite Backpacker faehrt die Ostkueste hoch und verkauft sein Auto anschliessend in Cairns im April/Mai und das wissen die Kaeufer, die sich informiert haben. Es gibt ein wirklich hohes Angebot zu dieser Zeit und viele Backpacker haben ihren Rueckflug im Nacken, der immer naeher rueckt und sie muessen ihr Auto so schnell wie moeglich loswerden. Da sich viele ueber den Tisch ziehen lassen und eine Schrottkiste gekauft haben, bekommen sie nur noch ein Drittel vom Preis zurueck (es sei denn ein Dummer kauft blind ohne Check). Ihr seid jetzt in der besten Position: Ihr habt Zeit – die Abreisenden nicht; ihr wisst, dass ihr das Auto durchchecken lassen muesst (ausser RWC existiert) und dessen Ergebnis ausschlaggebend fuer den Preis ist. Ihr bekommt einen guten 4WD (BJ ’94-98) fuer 2500-3500$! Das ist ein realistischer Preis.
  3. die Suche auf Backpacker zu beschaenken
    Ich weiss, es klingt verlockend ein Auto zu kaufen, welches vollstaendig ausgestattet ist. ABER es ist generell empfehlenswert ein Auto vom Local zu kaufen, da die Einheimischen mit ihrem Wagen meistens besser umgehen und ihn vor allem durchchecken lassen. Backpacker kaufen das Auto, fahren egal was kommt, jede Strecke und lassen nichts durchchecken, weil „mir doch egal…verkaufe ich eh weiter nach 4 Monaten“…
    Das Zubehoer was ihr dazu bekommt ist natuerlich viel Geld wert, sollte aber wirklich nicht das Kriterium sein. Wir haben unsere Campingausruestung fuer 150$ abgekauft + eine sehr hochwertige Matratze neu gekauft und uns das Gestell selbst eingebaut (insges. alles 370$)
  4. das erste Auto nehmen
    Das ist der wohl groesste Fehler. Schaut euch mindestens 3 Wagen an und sagt ruhig jedem Besitzer, dass ihr noch andere Wagen anschaut. Checkt regelmaessig die Preise online und bekommt ein Gefuehl dafuer, was preislich adaequat ist. Das koennt ihr auch schon stressfrei von Zuhause aus machen, indem ihr euch bei gumtree umschaut. Guckt in der Perth, Sydney, Cairns und Brisbane Region, um zu vergleichen.

FAUSTREGELN

  • kauft ihr ein gaengiges Modell, konnt ihr es sehr gut wieder verkaufen
  • nie das erste Auto nehmen
  • nie ohne RWC oder Pre-Purchase Check kaufen
  • fragt immer nach Quittungen oder Service Heft, um zu sehen was in den letzten Monaten/ Jahren repariert wurde
    -wurde der Time Belt die letzten 40000km gewechselt ist das z.B.gut
    -gleiches gilt fuer shocks (Stossdaempfer)
    -ball joints etc.

Zu not abfotografieren und googlen…


REGO…Registration

Kauft ihr einen registrierten Wagen ist das toll, da ihr bis zum Expiry Date erst einmal nichts ausser der Stamp Fee bei der Ummeldung zahlen muesst. Bei einer Ummeldung der Rego in QLD und Victoria, muesst ihr ein aktuelles RWC vorzeigen. Bei jeder weiteren Verlaengerung auf euren Namen benoetigt ihr dies nicht mehr. Bei einer Ummeldung in Western Australia wird nichts weiter benoetigt.

Die Stamp Fee vergessen viele! 3-3,5% des Kaufpreises muessen noch zusaetzlich geblecht werden, und zwar beim Amt, wo ihr die Rego an-/ummeldet! Bei

1000$ sind das 30-35$,
2000$ 60-70$,
3000$ 90-105$,
4000$ 120-140$….

TRICK: Wenn ihr die Papiere fuer den Verkauf und Ummeldung ausfuellt, koennt ihr ja eventuell einen guenstigeren Kaufpreis aufschreiben (in Form einer formlosen Rechnung z.B.) und somit hohe Summen umgehen

Anmeldung des Autos/ Transfer der REGO

Folgende Papiere braucht ihr fuer den Prozess:

  1. Reisepass in Original
  2. Bankkarte in Original (z.B Australische)
  3. 2. Bankkarte in Original (z.B Deutsche)
  4. fuer den Fall, dass sich euer Name durch Heirat geaendert hat, muesst ihr eine internationale Heiratsurkunde vorzeigen
  5. Nachweis ueber eine australische Adresse, in welcher ihr residiert (es gibt hierzu z.B. eine Declaration of Residency Form, die ihr von einer Person mit australischer Adresse unterschreiben lassen koennt)

Wichtig! Wenn ihr euer Auto in QLD (Queensland) registriert/ ummeldet, muesst ihr eine QLD Adresse vorweisen


Was mache ich ohne australische Adresse? Ich schaetze mal, dann muesst ihr den Graubereich betreten…entweder meldet ihr das Auto nicht um, damit ihr keine Anmeldung, Stamp Fee etc durchlaufen muesst oder ihr habt vielleicht Bekannte, die angeben koennen, dass ihr bei ihnen wohnt? Das funktioniert aber eigentlich nur, wenn das Auto ueber euren Zeitraum zugelassen ist, oder man es online bzw. anonym verlaengern kann ;-)

Konsequenzen: Wenn ihr erwischt werdet, kann das sehr unschoen werden… hinzu kommt, dass der vorherige „Eigentuemer“ die Post der Strafen o.ae. bekommt und koennte euch anzeigen lassen kann. 


Versicherung

Ich habe echt Backpacker getroffen, die keine Versicherung hatten… da bin ich fast aus allen Wolken gefallen. Also mit der An-/ Ummeldung eines Autos schliesst man gleichzeitig eine Haftpflichtversicherung (CTP) ab, welche Personenschaeden von Dritten abdeckt. Anders als in Deutschland, deckt diese keine Schaeden am Fahrzeug o. sonstigen Gegenstaenden von Dritten. Daher muss man in Australien zusaetzlich eine weitere CTP abschliessen (etwa 50-100$ pro Jahr), welche die materiellen Schaeden deckt.

Unser Auto (Misubishi Pajero 1994) kostet 330$ im Jahr REGO inkl. Haftpflicht fuer Personenschaeden – Sachschaeden sind nicht gedeckt..d.h. wenn du einen Unfall hast und dein Gegenueber eine neue E-Klasse faehrt, sind zwar seine koerperlichen Leiden gedeckt, den Mercedes darfst du selber zahlen ;-)


nuetzliche Internetadressen

http://www.tmr.qld.gov.au/registration/registering-vehicles.aspx fuer die Registrierung eines Autos in QLD (Queensland)

www.rms.nsw.gov.au fuer die Registrierung eines Autos in NSW (New South Wales)

www.transport.nt.gov.au  die Registrierung eines Autos in NT (Northern Territory)

www.transport.vic.gov.au die Registrierung eines Autos in VIC (Victoria)

www.transport.tas.gov.au die Registrierung eines Autos in TAS (Tasmania)


Veröffentlicht in Bangkok

live with 8$ a day!

Es gibt viele Thailand Blogs und es gibt auch schon einges an Zahlen. Aber wie soll’s auch anders sein…alles aendert sich ;-)

In Thailand kannman tatsaechlich sehr guenstig leben. Durch Tim haben wir erfahren, dass das Leben auf dem Land nochmals 10-30% guenstiger ist, als in den typischen Touristengegenden wie z.B. Bangkok, Chiang Mai, Phuket, Koh Samui und wie sie alle heissen…

„…mit 15 Euro pro Tag (ueber)leben „

Wir wollen es wirklich wissen und haben uns ALLES, was wir ausgeben aufgeschrieben. Unser Resumee ist: Essen, Trinken, Transport …7 Euro pro Person pro Tag. Ein Schnaeppchen. Und je nachdem welche Ansprueche man an Unterkuenfte hat, kann man zwischen 10 Euro spartanisch oder schon fuer 70 Euro im Luxus naechtigen.  

Fuer unseren Fall sieht das alles so aus:
  • 2-3x 1,5 L Flaschen am Tag = 20 bzw. 30 Baht
  • Mittag je 100-130 Baht (Restaurant)  , Garkueche je nur 40 Baht
  • Abendessen je 80-100 Baht (Restaurant)
  • 1 grosses Bier dazu 90 Baht
  • 1 Taxifahrt von ca. 5 km 72 Baht = umgerechnet ca. 10 Euro
  • unser Hotel (Chillax Restort) 80 Euro

Survive with 8$ a day!

There are heaps of Blogs on Thailand – I know. So why am I writing another Post, if it’s pointless? Well, it’s not, because…

1. prices change all the time  and 2. I couldn’t find any detailed information about „What does Living in Thailand cost a day?“

In this post I will not start on telling what kind of accomodation exist, nor will I give reference. There’s a range from 12$ up to 200$ a night, depending which level of luxury you are looking for!

  • 2-3x 1,5 L bottles  per day = 20-30 Baht
  • Lunch 100-130 Baht (restaurant), street food only 40 Baht
  • dinner 80-100 Baht (restaurant)
  • 1 large beer 90 Baht
  • 1 taxi drive of 5 km = 72 Baht
That’s what I would call cheap way of living. That’s exactly the reason why so many backpackers live for a loong time in asian countries.
Veröffentlicht in Australia

Woche 1 bei unserer neuen Familie

05. – 10. Mai.

der erste Morgen im Paradies

Ich habe bis nachts um 3 am Blog gesessen und konnte einfach nicht schlafen. Das kann zum einen daran gelegen haben, dass ich nach einer Tasse Kaffee wie ein Frettchen auf Drogen bin, oder ich war einfach nur aufgeregt. Hm…fakt ist jedoch: Ich habe ganze 3 Stunden geschlafen, denn kurz vor um 6 Uhr wachen wir schon wieder auf. Ich schaue auf mein Handy und stelle fest, dass ich noch eine Stunde schlafen koennte. Doch dann sehen Marco und ich aus dem Fenster und wir koennen nicht anders als aufzustehen… Wir leben im Paradies! Mir bleibt einfach nichts anderes uebrig, als meine Kamera zu schnappen und auf Motivjagd zu gehen – erfolgreich wuerde ich meinen ;-)

Familienausflug als perfekter Auftakt

Brett muss heute arbeiten, aber der Rest von uns macht einen Ausflug, denn Amelia und Declan haben ein School-Event im Cross-Country. Es ist ein regionaler Wettbewerb zwischen den Schulen, bei welchem auf Zeit gelaufen wird. Der Vormittag war super schoen. Oli ist einfach nur goldig und ein echter Clown :-) Rebecca ist super..es ist seltsam, doch irgendwie fuehlen wir uns schon jetzt als Teil der Familie und ueberhaupt nicht fremd.

Es ist schon 14 Uhr als wir zurueck nach Hause fahren und wir fragen uns, was wir noch machen. Wir leben bei unserer Gastfamilie umsonst und dafuer helfen wir im Haushalt, mit den Kindern oder was auch immer moeglich ist. Ich bin zwar huuundemuede, aber Marco und ich dachten uns, dass wir heute schon noch etwas machen sollten und fragen daher Rebecca was ansteht. Sie sei kein guter Aufgabenverteiler sagt sie. Hehe, das finde ich lustig…denn ich kann so etwas besonders gut :-)

Wir packen ein bisschen im Haushalt an und dann war der Tag auch schon wieder vorueber. Ein erster, sehr schoener Tag.

Fenster putzen, Veranda zerstoeren und andere Maenneraufgaben

Marco hat nach langem Fensterreinigungsprozess eine tolle Aufgabe bekommen: Er durfte die Veranda einreissen und das hat ihm so richtig Spass gemacht. Dazu  kommt, dass er mit dem Buggy fahren durfte – und da das fuer ihn noch neu war, war es umso spassiger! Er hat sich so richtig ausgelebt und hatte seinen Spass. Es waere natuerlich nicht Marco gewesen, wenn er sich nicht dabei verletzt haette… hahaha.

Waehrend Marco sich also austobte, habe ich geputzt und mit Rebecca in der Kueche die Schraenke ausgemistet. Ich habe noch nie so viel Tupperware gesehen. Ich musste unweigerlich an meine Mama denken, denn sie liebt Tupperware genauso ;-) Die beiden wuerden sich in der Kueche blendend verstehen.

Den Rest der Woche hiess es ausmisten und sortieren, denn fuer Samstag war ein Garagen-Sale geplant. Es war einiges zu tun, aber es hat wirklich Spass gemacht und tot gemacht haben wir uns definitiv nicht. Da wir durch unser Mitwirken unsere Dankbarkeit ausdruecken wollten, haben wir, wo immer es moeglich war, geholfen und ihr war das anfangs etwas komisch, was ich verstehen kann. Sie meinte, dass es seltsam ist zu sehen, wie wir in ihrem Haushalt sauber machen und aufraeumen und sie am liebsten immer sagen wuerde: Das braucht ihr doch nicht zu machen…
Suess, aber mir macht es Spass und da man ihr ansehen kann, dass sie sich darueber freut, machen wir es umso lieber!

Die erste Woche war einfach schoen. Die Familienabende sind das Beste. Wir essen gemeinsam, spielen Spiele, kochen zusammen, lachen viel und lernen voneinander. Wir sind gluecklich.

Samstag fand der Garagen-Sale statt – wir haben nicht so richtig geglaubt, dass er erfolgreich wird und wurden eines Besseren belehrt: Schon 6 Uhr fruehs kamen nacheinander Personen und es wurde echt viel verkauft. Welch erfolgreicher Tag!

..und so haben wir unser Auto auch noch ausgebaut 

Zwei Nachmittage haben wir damit verbracht unter Auto zu bearbeiten, denn wir wollen ein vernuenftiges Bett-Gestell einbauen und Moskitonetze anbringen. Wir Gluecklichen haben von Brett das Werkzeug bekommen und konnten richtig loslegen. Eigentlich ging das alles recht simpel, wenn man sich erst einmal einen Plan gemacht hat. Wie man sein Auto ganz easy umbauen kann, zeigen wir euch in einem anderen Beitrag. Wozu? Damit ihr nicht auf typische Backpacker-Auto angewiesen seid, die oft nur noch Schrott sind ;-)

Veröffentlicht in Australia

von den Bunyas zur Familie Fleischfresser

4. Mai. Wir erwachen aus unserem tiefen Schlaf sind wieder einmal von Australiens Natur fasziniert. Sonnenschein, strahlend blauer Himmel und umgeben von Nichts ausser Vogelgezwitscher. Und dann ist da dieser Vogel, welcher sich wie ein Wassertropfen anhoert! Wir kochen unser Fruehstueck und geniessen das Wetter. Eine richtige Dusche gibt es nicht, dafuer gibt es allerdings etwas aehnliches wie unsere Solardusche. Witzig ist, dass man sein Wasser auch vorher ueber einer Feuerstelle heizen kann. Hahaha…wenn das Holz nur nicht so nass waere, dann koennte man ja glatt ein Feuer machen… Stattdessen haben wir eine eisige Dusche. Und Marco der Arme, bei ihm war das Wasser leer…das heisst er stand in Shampoo eingehuellt ohen Wasser da – im Wind. Uuups…zum Glueck ist er ja ein Mann – der so etwas abkann ;-)

Kaum hatten wir die Dusche hinter uns, war die Sonne verschwunden und es war wolkig… typisch Berge halt. Nichts desto trotz machen wir uns los und gehen ein wenig wandern. Der Mt Kiangarow Track, welcher zum hoechsten Punkt der Bunya Mountains fuehrt, beginnt direkt gegenueber unseres Campingplatzes und dauert nur etwas mehr als eine Stunde. Sehr viel mehr Zeit hatten wir auch leider nicht, da wir heute zu unserer Gastfamilie fahren.


Ankunft in Kingaroy

Etwa 14 Uhr kommen wir in Kingaroy an und finden diese kleine Stadt gleich sympathisch. Da wir ja nicht in Cairns geblieben sind, haben wir unsere Bankkarten hierher schicken lassen und holen sie schnell bei der Australia Post ab. Wunderbar klappt das. Und wenn wir schon einmal bei der Post sind, bietet es sich ja auch an, nach Paketpreisen zu fragen, oder?

39$ fuer max 1kg
79$ fuer max 2kg
halber Preis fuer Sea mail – 3 Monate…

Whaaat?! Alles klar..dann wird wohl nichts nach Deutschland gesendet ;-)

Wir spazieren durch die Strassen und entdecken Fitnessstudios, bei welchen man ohne Vertrag trainieren kann, finden heraus, dass hier Erdnuesse produziert werden (ob wir hier einen Job bekommen wuerden?), finden heraus, dass ein Haarschnitt fuer mich rund 30$ (21 Euro) kostet usw… Aus langer Weile begeben wir uns dann noch zum Car Wash…..man hat unser Auto danach geglaeeeeenzt…;-)

..und dann kam der Moment: Wir begegnen Familie Fleischfresser. 4 Kinder und eine vollkommen entspannte Mama begruessen uns in Kingaroy auf dem Parkplatz vor dem IGA. Die Kinder sind noch aufgeregter als wir und alle sprechen auf einmal. Herrlich…Marco wird gleich zugetextet und es ist als waeren wir schon laenger hier. Echt cool.

Nach dem Einkauf folgen wir Rebecca und den Kindern mit unserem Auto aus der Stadt hinaus und fahren etwa 15 Min, bis wir in einen Weg einbiegen, der direkt zu einem schoenen Haus mitten auf einem Huegel fuehrt. Ohhhh wie schoeeeeen…wir freuen uns. Ganz genau so haben wir es uns ertraeumt.

Rebecca sagt, sie koennen uns „nuur“ das Poolhaus anbieten. „Nur“? Es ist wunderschoen! Wir sind uebergluecklich und sind wieder einmal sehr dankbar fuer unser Glueck.

die Familie

Rebecca und Brett sind die Eltern
Amelia ist die aelteste Tochter und fast 14, Declan ist 12, Charlotte ist 7 und Oliver ist 3 Jahre alt. Entzueckend. Dann gibt es noch einen Hund (ihr Name ist Pherny) und einen Kater namens Socksy.

Wir haben eine Stunde nach Ankunft unser erstes gemeinsames Abendbrot, zwanglos, amuesant und familiaer. Danach sind Marco und ich schlafen gegangen. Was fuer ein Tag!

Veröffentlicht in Australia

mit dem neuen Auto auf Tour

29. April. Nachdem wir den gestrigen Tag fuer Planschmiede und restliche Entspannung genutzt haben, sitzen wir nun schon um 7.30 im Flieger auf den Weg nach Brisbane. Mit Quantas geht es innerhalb von 50 Min 1.500 km in Richtung Sunshine Coast.

und schon wieder haben wir noch mehr Glueck

…denn als wir online noch einmal die drei Autos angeguckt haben, entdecken wir, dass eins davon von 3.500 auf 2.500$ reduziert wurde! Wir rufen sofort an und treffen und schon 12 Uhr in der City mit dem deutschen jungen Paar. Wir bestehen darauf, mit dem Wagen zu Douglas (Mackey Mechanics) zu fahren, und einen Pre Purchase Check zu machen, um herauszufinden in welchem Zustand der Wagen ist. Douglas macht uns den Check fuer 150$, was verhaeltnismaessig guenstig ist. Nachdem wir den Wagen bei ihm abgeliefert haben, gehen wir vier Mittag essen und sind einander sympathisch. Wir freuen uns, dass wir bald ein neues Auto haben und sie freuen sich, dass sie es los sind und nach Deutschland zurueckreisen koennen.

..doch leider fiel der Check nicht allzu gut aus

Knapp 1.500$ haetten wir investieren muessen, um den Wagen sicher zu machen. Ernsthaft? Wir alle sind geschockt, dass es ohne die Reparaturen kein RWC gibt und ueberlegen was wir machen sollen. Das Paar wuerde sich auf 1.200$ eventuell sogar einlassen, damit koennen wir auch leben. Ich gehe nochmal zurueck in die Werkstatt und frage Douglas was ich machen soll. Gerade in diesem Moment kommt einer seiner Mechaniker und fragt was das Problem ist und worum es geht. Wir klaeren ihn auf und er fragt, ob wir ein Auto kaufen wollen. Ja wollen wir. Er ueberlegt und guckt Douglas an. „I still have the Pajero..I don’t know. Maybe they like it?“
„You want to sell it?“
„Yea I think..“
„What you want for it?“
„I don’t know….2.000$ would be ok I guess..“

Ein Mitsubishi Pajero fuer 2.000$? 

Er faehrt nach Hause und holt den Pajero. Ich schaue kurz hinein und sage ihm, dass wir erst einmal mit dem anderen Paar reden muessen. Wir machen mit ihnen ab, dass wir abends telefonieren, damit wir alle noch einmal darueber nachdenken koennen. Marco und ich gehen zurueck zum Pajero und sind skeptisch. Ob die uns ueber’s Ohr hauen wollen? Wir schreiben alle Maengel auf und sagen ihm, dass wir den Wagen nehmen, wenn das alles repariert wird. Es muesste allerdings noch etwas ausgtauscht werden, was etwa 400$ kostet. Ein Auto mit RWC fuer 2.400$ (1.700$) und Douglas bietet uns an, den RWC nicht zu berechnen. Klingt nach einem Deal. Wir ueberlegen, ob wir das Richtige tun und kommen zu dem Schluss, dass wir eigentlich nicht viel falsch machen koennen, denn wenn am Auto im Nachhinein doch etwas nicht stimmt, ist er verantwortlich, da er ein RWC ausgestellt hat.

Der Deal ist besiegelt und Anir (der Mechaniker) bietet uns an, bei ihm zu uebernachten, da wir noch keine Bleibe haben. Das finden wir sehr nett und freuen uns. Als wir in der Bude ankamen, freuten wir uns dann nicht mehr so sehr, denn es war sauuu dreckig und es hat ueberall gemieft. Na gut…es ist for free und er wollte nett sein. Man muss eins sagen: Er hatte einen Ausblick auf gesamt Brisbane…unendlich genial! Den Rest des Abends ist er mit uns die Papiere durchgegangen und wir haben noch ziemlich lange im Wohnzimmer gesessen und ueber Gott und die Welt geplaudert…


MEHR ZUM AUTOKAUF


30. April. Fuer uns hiess es heute warten bis unser Auto startklar ist. Wir fahren deshalb schon frueh in die City, um erstens unsere Sachen zu waschen. Es stinkt alles nach Muff..haha…nicht schoen. Desweiteren gucken wir uns Brisbane das Queensland Museum an, welches nicht nur for free ist, sondern auch ziemlich interessant zugleich. So ziemlich alle australischen Tiere sind hier ausgestellt..manche sind schoen, andere weniger ansehnlich… ;-)


17 Uhr: Wir sind stolze Besitzer eines Pajeros. Nun kann das Leben losgehen! Aber bevor wir in dieser Karre schlafen, muss eins getan werden: Es muss grundgereinigt werden!!! Gott, war das Ding verdreckt… Es ist mittlerweile 17.30 und wir mussten noch einiges besorgen… wir mussten zu SuperCheap Auto, um Sitzbezuege und Reinigungsmittel zu holen, wir brauchen Kmart, um guenstig Bettwaesche und das Noetigste zu besorgen und noch wichtiger war eine Matratze. Tentworld hat eine Matratze, von OZ welche traumhaft ist. Es ist eine Mischung aus Luftmatraze und Kaltschaum und wohl das teuerste mit 129$, aber das Geld ist sie definitiv wert. Aufgrund des „wunderbaren“ Regens und des wahrscheinlich bevorstehenden Zyklons, brauchen wir eine ueberdachte Garage zum saubermachen. Wie die Wollnys, packen wir unser Hab und Gut in Einkaufskoerbe und belegen 3 Parkplaetze. 1 Uhr nachts waren wir endlich fertig und hundemuede… Da wir ja nun schon wussten, dass es clever ist am Mowbray oder Kangaroo Point zu schlafen, taten wir dies auch.

Gute Nacht liebe Welt – die erste Nacht in unserem eigenen Auto.

01.Mai. Da wir unser Bett vernuenftig einbauen moechten, fahren wir zu Bunnings und decken uns mit Holzbeinen, Metallschrauben, Wandhaken und einer grossen Holzplatte ein. Zu bloed, dass die Tool Rentals keine Akkuschrauber verleihen, aber jeden anderen Kram…so mussten wir also erst einmal provisorisch die Matratze auf den Kisten lagern…naja gibt Schlimmeres! Doch was waere unser Auto ohne huebsche Vorhaenge? Wir kaufen also ein bisschen Stoff und Garn sowie ein Nadelset und los geht der Spass.
Das Wetter ist wirklich sehr sehr schlecht und irgendwie scheint das hier gefaehrlich zu werden…wir beschliessen also, nicht weit zu fahren, sondern einen Platz zum Verbleiben zu suchen.

02. Mai. Das Unwetter haben wir ueberstanden und es ist strahlender Sonnenschein. So moegen wir das! Wir holen unsere Solardusche heraus, fuellen sie mit Wasser und legen sie in die Sonne. Die naechsten Stunden sind wir damit beschaeftigt die Vorhaenge anzubauen, ein Moskitonetz anzubringen und Marco mueht sich mit den Fenstern ab, welche mit ekelhafter milchiger Folie beklebt sind. Die muessen definitiv runter…

Da super Wetter ist, entscheiden wir uns in Richtung Gastfamilie zu fahren. Vermutlich ist unser erster Stop Toowoomba. Vorher decken wir uns bei Cole’s mit Lebensmitteln ein und sammeln Material in Brisbane’s Touristeninformation.

Ankunft im kalten Toowoomba

Da es schon dunkel ist, haben wir nicht allzu viel von Toowoomba gesehen, aber hatten ein sehr windiges und kaltes BBQ am beruehmten Picnic Point. Mittten im Windkanal schoen bei 15 Grad auf einem Huegel braten wir uns selbst gemachte Hamburger-Buletten. Ein sehr spassiges Vergnuegen, wenn einem fast die Finger abfrieren und man erst einmal einen Windschutz bauen muss, damit die Flamme ueberhaupt an bleibt. Wir sind soo muede und stellen uns einfach in die Nebenstrasse vom botanischn Garten, da dort Toiletten sind. Ehrlich gesagt, haette man sich hier in jede zweite Nebenstrasse stellen koennen. Ich bezweifle, dass es irgend jemanden interessiert haette…

03. MaiIn einer Nebenstrasse in Toowoomba, direkt am Botanischen Garten, wachen wir 8 Uhr morgens auf. Waaaas…so spaet? Ja eigentlich ist unsere Zeit 7 Uhr. Naja, was soll’s. Niemand hat uns geweckt, wahrscheinlich haette es auch niemanden interessiert, dass wir dort geschlafen haben. Es ist grau, nass und kalt….ekelhaft! Ist das hier ueberall so? Wir hoffen nicht, denn darauf haben wir echt keine Lust ;-) Wir sind doch in Australien, weil hier besseres Klima als Zuhause ist! hihi… Nun die interessantere Frage:

Wo gehen wir duschen?

Eine gute Frage, denn im Botanischen Garten gab es keine Dusche. Wir koennen ja unsere Solardusche aufhaengen..sie sollte Zimmertemperatur haben. Aber auch das koennen wir vergessen, denn erstens ist es zu kalt, um draussen zu duschen und zweitens gibt es keine Anhaengemoeglichkeit in den WC’s – schade. Zwei Strassen weiter – so zeigt es unsere App– gibt es Duschen. Wir fahren hin und muessen feststellen, dass sie verschlossen sind. Ups… Alles klar, wir fahren weiter zur Touristeninformation und schauen mal, wie unser Tag weitergeht. Es wird sich mit der Zeit schon noch eine Dusche auffinden.

In der Touristeninformation arbeitet ein aelterer sehr netter Mann, welcher mir uns zwei Moeglichkeiten aufzeigt: Ausserhalb von Toowomba in Richtung Kingaroy gibt es entweder den Weg durch die Bunya Mountains oder den geraden Weg durch Crows Nest. Da oestlich wohl nicht viel zu sehen ist, haben wir uns fuer den westlichen Weg entschieden – und es deeeeefinitiv nicht bereut! Noch einmal fahren wir zum Picnic Point, um im Hellen Fotos zu machen und machen uns dann auf den Weg in Richtung Bunyas. 

Jondaryan Woolshed – 45Min westlich von Toowoomba

Unser erster Stop, auf Empfehlung des netten Herren der Touristeninformation, ist die Jondaryan Woolshedein historisches Ueberbleibsel der Schafswollen-Industrie. Hier kann man live sehen, wie die Schafe geschoren werden, ein paar andere Tiere beaeugen und das Leben zw. 1800 und 1950 nachempfinden. Ja, man kann dort schon locker 2-3 Stunden verweilen. Der Eintritt kostet 13$ p.P., aber wir hatten wieder einmal unglaubliches Glueck und kamen kostenlos hinein, da wohl durch ein vorheriges Biker-Fest viel gespendet wurde. Und das Beste: es gab Duschen! Na, ihr koennt wohl erahnen, was wir nach unserer Tour durch die Woolshed gemacht haben?! Genau, eine heisse Dusche haben wir genossen.

…hinein in die Bunya Mountains

Es lag noch etwa eine Stunde Fahrtweg vor uns, da wir fast mittig in den Bunya Mountains im Burtons Well Campground naechtigen wollen. Der Ausblick war phaenomenal!!! Doch das war’s noch lange nicht…kaum fahren wir an dem Schild vorbei „Caution. Next 7km Wallabies crossing road“, stehen schon zwei Wallabies (Mini-Kaengurus) am Strassenrand. Wie eine Verrueckte springe ich (wieder einmal) aus dem Auto und freue mich wie ein kleines Kind, dass ich Wallabies fotografieren kann.

Die naechsten 12 km springen immer wieder Wallabies umher und ich freue mich wie verrueckt. Einfach nur super!

Burtons Well Campground

Der Campingplatz erfordert -wie der Rest in den Bunyas auch- ein Permit, welches man telefonisch oder online erwerben kann. Selbstverstaendlich wussten wir das nicht und haben wie die Schweine ins Uhrwerk geguckt, denn das Telefon zeigte „NO SERVICE“. Herrlich…ja ich rufe dann mal an, um ein Permit zu erwerben…ach halt ohne Empfang geht das ja gar nicht ;-)

Wie das Schicksal es so will, hatten wir einen Meter weiter ploetzlich Empfang und konnten zum Glueck anrufen. Alles klar, nun koennen wir beruhigt schlafen. Es ist erst 18 Uhr und wir wuerden uns gern ein Feuer machen, denn eine Feuerstelle und Holz wurde bereitgestellt. Bloed nur, dass es die letzten Tage so derbe geregnet hat, dass das Holz „dezent“ feucht ist und wir das Feuer somit vergessen koennen. Tja, dann bleibt uns wohl nichts anderes uebrig als uns in unser wunderschoenes Auto zu legen und dort zu essen – und spaeter die Flasche Rotwein zu leeren. :-)

20 Uhr schlafen wir schon ein…

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Autokaufen in Cairns?

26. April. Wir haben 10.30 Uhr die erste Autobesichtigung, 12 Uhr die zweite Besichtigung.

Das erste Auto (Holden Jackaroo) war ein Reinfall kann man so sagen. Auf den ersten Blick sah es nur dreckig aus, so typisch „2 Maenner und ein Auto“ eben ;-) Doch dann kamen nach und nach immer mehr unschoene Sachen ans Licht. Zum einen ging die Klimaanlage nicht und das haette 500-800$ Reparatur gekostet. Zum anderen haette man noch Reparaturen i.H.v. 1200$ vornehmen muessen, um ueberhaupt ein Roadworthy Certificate (RWC) zu bekommen. Und ohne RWC kann man ein in QLD zugelassenes Auto nicht registrieren bzw. eine bestehende Registrierung umschreiben. Mehr zum Autokauf. Das war also schon mal unguenstig. Urspruenglich wollte er auch 4.500$ fuer seinen Wagen – das ist auch ohne die hinzukommenden Kosten vieeeel zu teuer! Man bekommt ein intaktes 4WD fuer 3.000 -3.500$. Wir haetten ihn aufgrund der Maengel locker auf 3.000$ herunterhandeln koennen. Doch was nuetzt das?

Die zweite Besichtigung war auch nicht erfolgreich, denn das Paar hatte zwar ein Auto in gutem Zustand, aber noch kein aktuelles RWC, keine Quittungen, welche in irgendeiner Form erahnen lassen was fuer Kosten eventuell auf uns zukommen koennen.

Wenn der Verkaeufer Quittungen hat, welche vorangegangene Reparaturen zeigen, ist das gut, denn man weiss dann in etwa was demnaechst auf einen zukommen kann und was definitiv nicht kommt.

Fuer ihren Wagen wollten sie 4.200$ haben und auch nicht handeln. Das ist auch viel zu viel.

4.000$ und mehr sollte man nur fuer einen Wagen ausgeben, der ein RWC hat oder zumindest Quittungen ueber 2 bis 3 Jahre mitbringt. Man bekommt von Locals durchaus bessere Wagen (da sie besser mit den Autos umgehen) und das fuer einen guenstigeren Preis.

Fuer uns war klar: Flaute… Wir waren etwas enttaeuscht, aber das hilft ja auch nicht weiter. So haben wir uns zunaechst auf den Weg in die Bank begeben, um unser Konto zu eroeffnen. Das ging immerhin sehr schnell und problemlos. Innerhalb von 45 Min waren wir stolze Besitzer eines Commonwealth Bankkontos. Was brauchten wir?

  • Reisepass
  • Adresse in Australien
  • 250$ zum Einzahlen und Aktivieren des Kontos

Da wir zunaechst davon ausgehen, dass wir noch eine gute Woche in Cairns herumhaengen werden und wohl nach einem Job suchen, bestellen wir die Karten hierher.

Als wir kurz darauf in der Bibliothek sitzen und unseren Lebenslauf aufpeppen, klingelt mein Telefon. Hm, die Nummer kenne ich nicht…typisch deutsch wie ich bin, gehe ich vorerst nicht ran. Mit huebschen Lebenslauf und einem Termin fuer eine Besichtigung eines WG Zimmers, machen wir uns auf den Weg zur Besichtigung. Man, man 250 $ pro Woche fuer ein Zimmer…naja haben wir eine andere Wahl? Irgendwie nervt mich das alles…nun haben wir ein Konto und eine TFN, aber das mit dem Auto nervt und wie es aussieht, muessen wir vorerst in Cairns bleiben….super. Marco erinnert mich nochmals daran, dass uns eine andere Nummer angerufen hat und ich rufe spontan zurueck.

Innerhalb von Minuten kann sich soo viel aendern

Am Telefon meldet sich Rebecca. Rebecca? Die Gastfamilie! Ich kann es nicht fassen und bin ausser mir vor Freude! Wie genial ist das denn? Sie ist mir sofort sympathisch und nach etwa 5 Minuten sagt sie uns, dass sie sich freuen wuerde, wenn wir zu ihnen kommen. Schon ab Montag! Wow das ist in 7 Tagen! Ich sage ihr, dass Marco und ich uns einen Plan machen und wir sie morgen frueh zurueck rufen.

neue Plaene werden geschmiedet

Wir beschliessen nach einem Busticket nach Brisbane zu suchen und stellen fest, dass das Busticket genauso teuer ist wie ein Flug. Marco findet online 3 Autos, welche fuer uns in Frage kommen und wir rufen bei allen dreien an. Schwupps, wir haben fuer den 28. 3 Besichtigungstermine. Wir buchen noch schnell unseren Flug nach Brisbane fuer 7.30 Uhr und das alles klappt wie am Schnuerchen.

Ich habe super gute Laune und bin dermassen erleichtert, dass sich das Schicksal wieder auf unsere Seite geschlagen hat. Und da das wohl nicht nicht ausreichte, haben wir auf dem Heimweg auch noch 5$ gefunden….wuhuuuuuu… ;-)

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Moegt ihr Cairns?

24. April. Heute hat jeder ein bisschen fuer sich Cairns erkundet und gegen 15 Uhr haben wir uns wieder getroffen. Marco hat sich im Shopping Center vergnuegt und danach einen Barber besucht und sein Prachthaar schnippeln lassen. Jeani ist durch die Strassen spaziert und hat viele Entdeckungen gemacht was Souveniers angeht. Ich bin ebenfalls durch die Strassen spaziert und habe mich hier und da erkundigt, was Cairns so bietet. Am besten hat mir die Lagune an der Esplanade gefallen. Ansonsten finde ich Cairns nicht atemberaubend, da hier nur Touristen, Backpacker und Alkoholiker unterwegs zu sein schien. Vor 10 Uhr morgens ist Cairns sehr schoen, doch danach fuellen sich die Strassen mit Partyleuten. Schon mittags sitzen viele (auch locals) im Pub und trinken trinken trinken.
Wir sind Abends Sushi essen gegangen, waren im Waschsalon und haben uns noch den Nachtmarkt angesehen, welcher taeglich stattfindet. Irgendwie hat mich das sehr stark an die Kaosan Strasse in Bangkok erinnert – in Miniaturausfuehrung.

25.April. Jeani hat ihren Abflug und auf dem Weg dorthin fahren wir noch einmal durch die City. Da entdecken wir den local market mit tonnenweise billigen leckeren Fruechten und schlagen zu. Das wird ein gutes Fruehdstueck fuer uns alle.

13 Uhr geht Jeanis Flug. Wir waren jetzt allein. Ein seltsames Gefuehl nach mehr als 4 Wochen gemeinsamer Reise. Da wir an dem Tag auch den Van abgegeben haben, waren ploetzlich zwei Konstanten weg. Die taegliche Routine gab es nicht mehr und ich musste mich zunaechst sortieren, denn irgendwie war es nun komisch. Wir fahren nicht weiter, um Neues zu entdecken. Wir suchen auch erst einmal nicht mehr nach einer Dusche. BBQ gab es auch nicht mehr. Und was  machen wir jetzt? Die Frage geht mir nicht aus dem Kopf. Die Zeit war nicht immer leicht, da wir auch viel gestritten oder diskutiert haben. Zu dritt zu reisen ist definitv nicht leicht. Obwohl wir fast taeglich eine Diskussion hatten, erinnere ich mich nur noch an zwei oder so. Der Rest war so schoen, dass man schnell alles „Schlechte“ vergisst.

Wir checken erst einmal in unser Hotel „Palm Royal“ ein. Hier bleiben wir fuer die naechsten 3 Naechte. Wir hatten vor ein wenig abzuspannen und zu ueberlegen was wir als naechstes tun wuerden.

Das mit dem Abspannen hat ungefaehr 1 Stunde gedauert und dann wurde uns klar: Abspannen? Seid ihr bloed? Nichts mit Abspannen…wir brauchen einen Plan! Was machen wir denn ab dem 27.?

  • wir haben keine Bleibe ab dem 27.
  • wir haben keinen Job
  • wir haben kein Auto, womit wir flexibler waeren

Wir haben uns also hingesetzt und einen Plan gemacht, wie wir am Besten vorgehen.

  1. wir suchen uns ein Auto, denn dann haben wir eine Schlafmoeglichkeit, koennen flexibel nach Jobs suchen und auch in andere Regionen fahren
  2. wir eroeffnen unser Commonwealth Konto und beantragen online eine Steuernummer (TFN), damit wir sofort arbeitsfaehig sind
  3. wir drucken unsere CV’s (Lebenslaeufe) aus, um nach Jobs zu fragen
  4. wir gehen auf die Suche nach einer Gastfamilie, denn nicht nur die Unterkunft ist kostenlos, sondern wir koennen uns ins australische Leben integrieren

Nach etwa 4 Stunden hat Marco diverse Autos gefunden, die wir uns morgen ansehen werden. Wir haben unsere TFN online beantragt und herausgefunden wo eine Commonwealth Filiale in Cairns ist. Ich habe parallel dazu Gastfamilien herausgesucht und wir haben uns auf vorerst eine geeinigt der wir schreiben. Eigentlich will die Familie  nur Frauen, aber wir probieren es trotzdem!
Etwa 20 Uhr haben wir keine Lust mehr und ich bin einfach nur noch muede. Das ist das erste Mal, dass ich mich frage, ob wir alles richtig machen.

Dann wiederum denke ich mir: Ach naja… wird schon. Was soll sein? Zu not bleiben wir hier und arbeiten hier erst einmal – obwohl wir keine Lust haben in Cairns zu bleiben.

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Wallaman Falls und Mangoeis

23. April. Wir fahren schon um 7 Uhr ohne Fruehstueck in Richtung Cairns, da wir auf dem Weg bei Frosty Mango und bei den Wallaman Waterfalls anhalten wollen.

Frosty Mango – zwischen Townsville und Ingham

Frosty Mango bietet extrem leckere Eiscreme und frische Fruechte fuer wenig Geld an und man faehrt unweigerlich auf dem Weg nach Cairns daran vorbei! Eigentlich dachten wir, dass wir haufenweise Mangos fuer einen schmalen Taler ergattern koennen, aaaber leider waren nur noch wenig Fruechte uebrig und wir haben uns fuer eine Ananas entschieden. Aber das war’s natuerlich noch nicht…wie koennten Marco und ich an solch leckerem Eis vorbeigehen, ohne es zu kosten?? „Kosten“ hiess in diesem Falle fuer jeden 2 Kugeln hihi… Jeani hat sich fuer ein Dessert mit Mango entschieden – welches zugegeben auch sehr verfuehrerisch aussah! Mir war jedoch nur eins von beiden gegoennt ;-)

Wallaman Falls – 40 km westlich von Ingham

Die Wallaman Falls erreicht man nach etwa 1,5h kurviger Autofahrt von Ingham. Alleine der Weg nach oben ist absolut lohnenswert. Auf halber Strecke ueberkommt uns der Hunger und wir mussten einfach eine Fruehstueckspause einlegen. Gesagt, getan…wir hatten ja nun schon Uebung mit „schnell ein Gourmetfruehstueck kochen“ und haben uns Ruehrei, Cereals und Kaffee gezaubert..ein Fruehstueck mit phaenomenalem Ausblick. Australien ist soo schoen. Gegen 11 Uhr kommen wir am Lookout an und sehen diesen wunderschoenen Wasserfall…man oh man.

Auf den Schildern stand leider nicht wie weit oder wie lange der Weg nach unten und wieder zurueck ist. Egal, los geht’s! Tatsaechlich war es, als wuerde man durch den Urwald spazieren. Man konnte immer mal wieder einen Teil des Wasserfalls sehen und das Wasserrauschen wurde immer lauter. Nach 40 Min fragen wir uns: Wie weit ist das noch? Der sah doch gar nicht wo weit weg aus! Der ganze Weg darf immerhin auch wieder nach oben gelaufen werden :-)

Wir kommen unten an und geniessen das Bild…der hoechste einstufige Wasserfall Australiens. Der Rueckweg ging recht schnell, da wir mehr oder weniger gerannt sind. Normalerweise kann man gute 40-50 Min einplanen. Na welch ein Glueck, dass es einen Wasserhahn gibt…da bietet es sich doch glatt an den Schlauch anzuschliessen und zu duschen. Und genau das taten wir dann auch!


Zeitmanagement.

von Townsville -> Frosty Mango/ Ingham  ca. 45-60 Min

von Ingham -> Wallaman Falls ca. 90 Min

Walk zum Wasserfall & zurueck ca. 2-3 h – bloss nicht vergessen: Trinken.


Nun war es irgendwie schon 14 Uhr und es wurde Zeit, dass wir weiter in Richtung Cairns fahren.

300 km bis Cairns

Vor uns liegen fast weitere 300 km, denn Mission Beach lassen wir ausfallen. Schade eigentlich, aber die Zeit laesst es nicht zu. Wir entscheiden uns in Cardwell Abendbrot zu essen, denn hier gibt es direkt am Strand ein BBQ, welcher im uebrigens sehr sehr sauber ist.  Generell ist die Rest Area sehr einladend. Danach geht die langweilige Fahrt weiter…und schliesslich kommen wir gegen 20.30 Uhr in Cairns an.

eine weitere unvergessliche Nacht

Da haben wir uns ungemein gefreut einen Platz gefunden zu haben (in der Thomas St direkt am Martyn Streets Sport Park) mit Toilette und einer Telstra WLAN Telefonzelle nebenan. Schon schlafbereit, gegen 23 Uhr, kam dann ein Betrunkener an und hat uns bedraengt. Erst hat er nur am Van geklopft und nach Wasser gefragt. 10 Min spaeter kam er wieder und hat versucht die Autotuer zu oeffnen….alter Schwede…das war nichts fuer uns…ich hatte ehrlich gesagt Angst, denn du weisst ja nie ob die Person auch auf Drogen ist, oder was auch immer…wer weiss zu was die imstande sind. Nach weiteren 5 Minuten haben wir uns dafuer entschieden weg zu fahren. Ich krabbel in die Fahrerkabine und starte den Motor. Da kam er schon wieder ans Auto. Dieses Mal habe ich mein Fenster ein Stueck heruntergefahren und ihm die Flasche Wasser rausgehalten und sage ihm: If the only thing you want is water, go for it. We will leave right now. Seine Antwort war: Do you know where we could get another drink? Oh mein Gott…hoffentlich findet er keine Bar, sondern schlaeft einfach irgendwo in der Ecke ein und kommt zu sich…  Wir fahren jedefalls zwei Strassen (Charles St) weiter und haben einen ruhigen Schlaf. Haha, irgendwie war das wieder einmal eine aufregende Nacht.