Lissabon ist wirklich eine schöne Stadt. Ich hatte da so eine Ahnung, dass die Stadt schön ist. Doch irgendwie entdeckt man täglich neue Besonderheiten.
Das öffentliche Netz ist super ausgebaut. Der Ticketkauf, wenn man nicht gerade ein Touristenticket kaufen will, stellt sich als etwas verwirrend dar. Insbesondere wenn man für ein Kind, welches nur 50% kostet, jedes Mal zum Schalter laufen muss, weil der Automat keine Kindertickets verkauft.
Unseren ersten halben Tag haben wir bei Oriente verbracht. Im Grunde genommen, sind wir flaniert, haben gut gegessen, Ruderbooten zugeschaut, einen neuen Ball gekauft, Lebensmittel für die Tage besorgt und das war’s. Mein persönliches Highlight war das gute Essen. Endlich mal wieder so richtig lecker essen. In Ponta Delgada hatten wir einmal ein richtig gutes Restaurant, sonst war es eher spartanisch :-D.




















Am zweiten Tag haben wir uns vorgenommen Lissabons Zentrum abzulaufen. Jetzt waren wir ja schon so im „Flow“. 7,8 km haben wir wieder gerockt..hoch und runter. Ich glaube wir müssen aufpassen, dass Ben nicht mit Hulk-Waden nach Hause kommt. Haha… Eigentlich wollten wir zusätzlich die Tram 28 oder den Hop-On-Hop-Off Bus nehmen. Allerdings waren beide so unfassbar überfüllt….das wäre quasi die Corona-Garantie überhaupt gewesen. Nein danke. Die Wege sind in Lissabon doch recht kurz, dafür aber knackig. Denn es geht tatsächlich Treppe hoch, Treppe runter und so weiter. Ich glaube wir hatten am Ende des Tages 500 Höhenmeter.


















Highlight: Funicular fahren. Obwohl die Fahrt mit 5 Minuten sehr kurz ist, fand Ben es natürlich klasse. In Porto wollten wir mit einer noch spektakulärerin Funicular fahren, allerdings war diese wegen Instandsetzung geschlossen.
Weiteres Highlight: der Spielplatz beim Castelo Sao Jorge. Nicht nur, dass man von dort oben einen phänomenalen Ausblick hatte. Es wachsen dort oben Aprikosen-und Orangenbäume. Naja, und da so ziemlich jeder Zweite versucht hat, die Bäume zu schütteln und etwas von den Früchten zu ernten…wurden wir gut versorgt…haha. Außerdem hat Ben dann noch Bekanntschaft mit einer 8-jährigen Portugiesin geschlossen. Er hat sich anfangs tatsächlich etwas angestellt und wusste nicht wie er sie ansprechen sollte. Dabei hatte sie ihn sogar zuvor schon auf Deutsch gefragt, was der denn da macht. Aber gut, die Mama hat eben nachgeholfen. Letztendlich ist Ben auf den Orangenbäum geklettert, hatte ihre volle Aufmerksamkeit und dann haben sie sich sicher gute 20 Minuten darüber unterhalten, dass sie auf eine Deutsche Schule geht und welche Bäume sich hier besonders gut beklettern lassen. Sie war ein richtiger Sonnenschein.








Auf dem Weg zurück zu Bahn gab es dann noch eine Menge an Musikern und Folklore zu sehen. Das fand Ben natürlich richtig cool. All die geschmückten Gassen und Straßenmusiker sind schon die Vorboten des riesigen jährlichen Festes de Santo António.


Wir haben sicher keine komplette „Lissabon-Tour“ gemacht. Aber mein erster Eindruck ist: Hier möchte ich gerne noch einmal sein. 300 Meter von unserer Unterkunft entfernt, gibt es ein rieeesiges Wandergebiet. Mehr oder weniger mitten in der Stadt. Die Innenstadt ist wunderschön, die Umgebung von ländlich bis urban und es gibt einiges zu sehen. Auch waren viele coole Aktivitäten auf dem Wasser ungetan, doch ich glaube das würde sich noch einmal lohnen!
Am 5. Juni haben wir dann unseren Mietwagen abgeholt. Natürlich wollte die Dame am Schalter (Goldcar) mir noch eine zusätzliche Versicherung gegenen Vandalismus andrehen. Denn das sei beim Komplettpaket von Rentalcars nicht dabei. Und hey, ich müsste dann auch keine 1.200 Euro Kaution hinterlegen. Ich denke mir: Ach komm…wie oft kommt das denn vor…nö danke. Bei der Kautionshinterlegung war dann tatsächlich noch mein Geld von Sao Miguel geblockt. Von wegen 24-48hh…pff. Also gut, dann eben doch diese doofe Versicherung on top für nochmals 53 Euro. Und jetzt kommt’s: Nachdem wir einen mega schönen Tag hatten und auf dem Rückweg nach Hause waren, standen wir im Stau, auf einer Mautstraße. Plötzlich knallt es und irgendwas hat das Auto getroffen. Im ersten Moment denke ich mir, ob da nun ein Motorradfahrer gegen uns gefahren ist? Dann schaue ich nach draußen und sehe einen Stein. Einen Stein, der etwa anderthalb Tennisbälle Durchmesser hatte. Ich schaue aus dem Fenster und mein „Nachbar“ signalisiert mir, das s der Stein von der Brücke über uns käme. What? Welches Arschloch macht denn bitte so etwas? Und wie stehen die Chancen, dass gerade wir (!!!) mit unserer Citroen Mini Möhre ‚a la C1 diesen Stein abbekommen? Auf einer 4 spurigen Straße! Unfassbar. So, nun denke ich mir: so blöd kann echt niemand denken, aber danke für die Versicherung! Oh man… :-D.
Und hier noch ein paar Eindrücke von unseren Erlebnissen an diesem Tag:





















































































































































































































