Der Tag beginnt mit einem Regenbogen. Das ist doch schon einmal gut. Und tatsächlich war es dann auch ein ziemlich guter und schöner letzter Tag.

Thermalbäder und heiße Quellen in Furnas
Also machten wir uns auf den Weg nach Furnas. Die Fahrt dauerte etwa 40 Minuten, die Aussichten waren grandios, die Kurven nahmen kein Ende. Das kleine Dorf Furnas liegt von Bergen umgeben auf ca. 200 Metern. Aber so wirklich hoch sind die Berge hier ja eh nicht. Knapp 1000 m hat der höchste „Gipfel“.
Der Eingang zu den Thermalbäder war hübsch gemacht, Schließfächer gab es auch, Duschen sowieso. Die Duschen braucht man danach aber auch … ;-) Es gab 5 Becken, alle 39°C , außer der „Bach“, der hatte nur 28°C. Ja dann wollen wir mal schön genießen. Oder?
Okay, zuegegeben, das Wasser war sooo schön kuschelig warm. ABER….Schwefelgeruch ist halt einfach nicht so lecker. Wer nicht weiß wie das riecht: Stell dir vor, du sitzt neben einem riesigen Haufen faulig stinkender Eier. Ja ich denke das trifft es ganz gut. Ben und ich fanden es schon ziemlich lustig und wenn man den orangenen Belag der Steine abgerubbelt hat…puh…..das duftet dann aber gewaltig.








Mittagessen am Strand mit Katze im Schlepptau
Einen letzten Wunsch galt es noch zu erfüllen: ein Stopp am Strand, um noch einmal den Sand zwischen den Zehen zu spüren. Glücklicherweise gab es auch ein Strandbistro vor Ort, also bestellen wir für Ben das Übliche: Baguette mit Käse und Schinken. Es wird ihm einfach nicht langweilig. Unglaublich. Dazu eine warme Milch. Ich bin erstaunt, was die als heiße Milch empfanden, denn was an den Tisch kam war: ein heißer Kakao. Nein, eigentlich war ein Schokopudding im Glas…haha. Ben fand es so gar nicht lecker, ich dafür umso besser. Dennoch fragte ich mich: War das noch Schokomilch ,oder vielleicht doch ein heißer Pudding aus dem Glas? Viel spannender fand Ben die Tatsache, dass hier wieder eine Katze im Lokal „wohnt“. Im Sommer muss das hier ziemlich gut laufen und ist sicher ein schöner Familienstrand. Derzeit werden die Strände alle auf Vordermann gebracht. Traktoren, die den Strand umwälzen, säubern und auch neue Umkleiden werden gerade an einigen Stränden neu gebaut.




Portugiesische Galeeren
Was uns aufgefallen ist: es gibt ziemlich viele Galeeren an den Stränden und im offenen Meer. Tatsächlich sind Ben diese quallenartigen Tiere zuerst aufgefallen, schon während der Waltour. Sie sind lila-blau und schwimmen auf der Wasseroberfläche. Eigentlich kommen sie auch nur in kalten Gewässern vor, da sie warmes Wasser (wie im Mittelmeer) nicht vertragen. Sagt man. Allerdings wird sie auch des Öfteren rund um Mallorca gesichtet. Ich schweife ab. Jedenfalls haben wir mindestens 50 Stück den an den zwei Stränden gesehen. Vermutlich wurden sie einfach Opfer der Ebbe. Solange sie leben, führt der Kontakt zu schmerzenden Nesseln. Es soll wohl mit etwas mehr Schmerz als mit Brennnesselkontakt vergleichbar sein.



Wenn man sie jedoch am Strand findet, sind sie harmlos. Ben und ich fanden, dass sie sich wie eine Plastiktüte, ein Blisterbag oder vielleicht sogar wie eine aufgeblasene Mülltüte angefühlt haben. Quasi wie ein Plastiktier.
Nun hieß es: Auto tanken, zum Flughafen zurückbringen und packen.
Das „Abgeschiedsgeschenk“….
Gegen 19 Uhr war alles gepackt, das Abendritual begann und 20 Uhr war Schicht im Schacht. Dann habe ich mich gefragt: Geschirrspüler am Morgen um 4 Uhr anschalten, oder doch jetzt? Ach machen wir es doch einfach jett. Morgen früh um 4 wird ja wohl niemand von uns noch etwas essen wollen.
Leute, das war eine beschissene Nacht…Um 22 Uhr gehe ich in die Küche und stehe in einer Pfütze. Der Geschirrspüler läuft aus. Klasse. Nach dem Ausschalten und dem ersten aufwischen, war erst einmal Ruhe. Das ließ mir allerdings keine Ruhe, also stehe ich 0.30 wieder in der Küche. Wieder alles nass. Also aufwischen 2.0. Um 2.30 Uhr bin ich wieder wach und sehe, es hat wieder genässt. Aufwischen 3.0. So…nun hab ich keine Lust mehr ins Bett zu gehen und bleibe gleich wach. Ben ist 30 Minuten später auch schon wach. 3 Uhr morgens möchte er auch tatsächlich gerne frühstücken. Haha…ohje. Eins steht fest: das wird ein sehr sehr sehr anstrengender Tag für uns.
01. Juni Abflug von Ponta Delgada nach Lissabon
Wir kommen 4.50 Uhr am Flughafen an und siehe da: der Flughafen ist praktisch noch geschlossen. Hachja…die Portugiesen sind so relaxed. Punkt 5 Uhr geht dann der Security Check in Betrieb und überpünktlich starten wir in Richtung Lissabon. Von hier aus geht’s direkt weiter nach Sintra, wo wir vom strömenden Regen begrüßt werden. Klitschnass haben wir also erst einmal eine 30-minütige „Trocken-Fön-Mission“ zu bewältigen. Egal! Wir gehen trotzdem raus auf Erkundung und sind zugleich fündig geworden: das Naturkunde Museum mit eine Menge von Dinosaurier Stoff. Gut für Ben, beruhigend für mich.
















































































