Veröffentlicht in Ask a traveller, Australia, Budget & Finances

Wie viel Geld verdient man in Australien?

Es gibt kaum eine Frage, die oefter gestellt wird. Verstaendlich, denn immerhin geht es ums Ueberleben, richtig?

Ein Australier verdient im Durchschnitt 78.000 AUD (etwa 53.000 Euro), was 6.500$ pro Monat entspricht.

Das gilt jedoch im Regelfall nicht fuer Backpacker. In einem normalen Fruit Picking bzw. Farm Job bekommt man meist zwischen 21 und 23 $/ Stunde, wenn man eine hourly rate (Stundenlohn) erhaelt und das Unternehmen einem Award (vgl. Rahmenvertrag), wie zw. dem Horticulture Award angehoert. Ein realistischer Arbeitslohn liegt also etwa bei 165-190$ Brutto am Tag.

Rechnet man das auf 12 Monate hoch und geht von einer 5 Tage Woche aus, kommt man auf 43.000$ Brutto.

Akkordlohn ist sehr verbreitet

Schwieriger wird die Kalkulation, wenn man von einer piece rate ausgeht, denn das bedeutet, dass man nach Menge bezahlt wird. Das kann pro Baum (planting) bedeuten, oder aber auch pro bin (pro Eimer) in diversen Picking jobs. Man kann sehr gutes Geld verdienen, das haengt jedoch stark von Technik, Fitness und Motivation ab. Ausserdem funktioniert dieses System nur fuer beide Seiten, wenn die piece rate gerecht und erreichbar ist.

TIPP. Erkundigt euch, was der Durchschnittsverdienst pro Einheit ist, indem ihr verschiedene Jobangebote lest und andere Arbeiter fragt. Hilfreich ist es, nicht nur Backpacker, sondern auch locals zu fragen!

Lasst euch nicht ueber den Tisch ziehen, ansonsten geht ihr mit 70-100$ am Tag nach Hause und seid vollkommen durch…


Wo verdient man sehr gutes Geld?

In welchem Job ihr am meisten Geld verdienen koennt, findet ihr heraus, indem ihr Stellenangebote auf seek.com o.ae. durchforstet. Sehr oft ist ein Gehalt angegeben, welches euch also ein gutter Anhaltspunkt ist. Im Bereich der Minen-Arbeit (Mining) kann man sehr gutes Geld verdienen (30$+/h), als Geruestbauer, Truckfahrer usw. doch es ist extrem schwierig geworden hier einen Job zu landen.

Auch glassdoors ermoeglicht euch einen Einblick in Verdienstmoeglichkeiten. Hier koennt ihr Durchschnittsgehaelter und Stundenlohn fuer diverse Jobs ergruenden.

TIPP. Je mehr Qualifikationen ihr habt, desto mehr koennt ihr verdienen. Es gibt diverse Trainings (Fortbildungsmassnahmen), um zusaetzliche Qualifikationen zu erhalten und bessere Jobchancen zu geniessen.

Ganz billig sind Fortbildungen natuerlich nicht, dann waeren wir ja alle ueberqualifiziert. Dennoch lohnt es sich fuer gewisse Bereiche zu investieren. Wer z.B. im Hospitality Bereich, auf dem Bau, mit Chemikalien, in einer Bar etc. arbeiten moechte, braucht dementsprechende Zertifikate wie z.B. die White Card, Green CardBlue Card, RSA Certificate etc…

mit sehr gutem Englisch, gefuelltem Resume und ein bisschen Glueck…

…findet ihr einen Job in „einem richtigen Unternehmen“ im Office oder aehnlich. Wer qualifiziert ist verdient ganz einfach 27$ (knapp 52.000$/Jahr)  die Stunde fuer „Papiere sortieren“, Telefonate entgegennehmen oder andere Buerotaetigkeiten. Und wer weiss was sich daraus noch ergibt. Diese Moeglichkeiten hat im Grunde jede Person, die entweder studiert hat, studiert, eine Ausbildung plus Berufserfahrung hat. Das wichtigste jedoch ist euer Resume, welcher eure „Eigenwerbung“ ist und es ist sehr wichtig, dass ihr Eigeninitiative habt. Knuepft Kontakte und ihr werdet in kuerzester Zeit erfolgreich sein.


In welchem Job habt ihr einen Volltreffer gelandet? Wir sind gespannt auf eure Berichte!

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4 Wochen durch den Norden – 3

9. July – gruen, gruener, Daintree Forest!

Heute beginnt unser Regenwald – Abenteuer! Der Daintree Rainforest, welcher der wohl bedeutendste Regenwald Australien ist, soll die naechsten Tage unser Domizil sein. Cape Tribulation und den Bloomfield Track wollen wir erleben, doch dazu muessen wir die Faehre ueber den Daintree Fluss nehmen. Fuer den heutigen Tag haben wir uns Daintree Village vorgenommen und fuer morgen dann die Ueberfahrt in den wirklichen Dschungel.
Als wir nach gefuehlten 2 Stunden in Daintree ankommen, stellen wir fest: Hier ist nicht viel, ausser ein Cafe und etwa 3 Anbieter fuer Flussfahrten, um Krokodile zu sichten. Wir bleiben jedoch erst einmal nicht im Ort, sondern folgen der Stuart Creek Road, welche atemberaubende Ausblicke beschert. Oh man… die Natur ist einfach schoen.


Nach etwa 25 Minuten beginnt Privatgelaende, also fahren wir zurueck in den Ort. Man kann hier auch gute Walks machen, diese wollten wir jedoch eher um Cape Tribulation herum geniessen. Wir setzen uns an den Stuart River und essen Mittag – in einer Umgebung von der viele traeumen.


Etwa 17 Uhr stellt sich uns die entscheidende Frage: Wo schlafen wir heute? Es gibt Wonga Beach eine Tankstelle, welche Duschen hat. Wieso fragen wir hier nicht einfach, ob wir hier stehen bleiben koennen? Gesagt, getan! Offiziell ist „Wild Campen“ verboten, sagt die Dame, aber ihr ist es egal. Wir koennen uns dort hinten „verstecken“. Herrlich. Als Dankeschoen, steuern wir zum Umsatz dabei und bestellen uns jeder einen Burger. Einen Burger?! Wir haetten uns kurze Zeit spaeter am Liebsten dafuer geohrfeigt…aber er war wirklich gut (fuer einen Tankstellen- Burger).

10. July – mit der Faehre in eine andere Welt

Juhu! Es ist soweit. Heute betreten wir offiziell das Herz des Regenwaldes! Wir haben geplant, den Bloomfield Track nach Cooktown zu fahren, anstatt den Inlandweg zu beschreiten. Der Bloomfield Track ist jedoch eine reine 4WD (Allrad)- Strecke). Das heisst fuer uns: Den richtigen Reifendruck zu finden. Sandstrecken, Stein- und Schotterpisten erwarten uns angeblich. Nach etwa einer Stunde „Belesen“ finden wir heraus, dass wir etwa 20% reduzieren sollten, also auf rund 35 PSI.

Etwa 9 Uhr stehen wir an, um auf die Daintree Ferry gelassen zu werden. 14$ kostet die Ueberfahrt, 24$, wenn man auch zurueckfahren moechte. Nur 5 Minuten dauert die Ueberfahrt mit der Kabelfaehre.


Ich frage mich bis heute: Weshalb gibt es keine einfache Bruecke? Nunja, es wird seine Gruende haben. Wir verlassen die Faehre und stehen inmitten der riesigen Baeume.

Wie idyllisch. Man fuehlt sich wie abgeschnitten vom Rest der Welt. Das innerhalb von nur wenigen Minuten. Es gibt nur 4 oeffentliche Toiletten von hier bis Cape Tribulation. Wir haben uns in Daintree Village in der „Touristen Information“ eine Karte mitgenommen, auf welcher alles Existierende eingezeichnet ist (es ist nicht sehr viel ;-)) Nur eine Tankstelle (seeehr teuer) und nur wenig Moeglichkeiten zu Campen.


Wild Campen trauen wir uns hier auf gar keinen Fall – denn das wird teuer! Da man sich fuer Noah Beach vorher anmelden muss, fahren wir zur Jungle Lodge. 10$ pro Person kostet die Uebernachtung imm eigenen Auto/ Zelt. Wir haben, seitdem wir das Auto haben, noch nie etwas fuer Uebernachtungen gezahlt, aber okay. Wir stellen unser Auto ab und schauen uns unsere Anlage an. Die Camping-Kueche ist der Hammer! Von Mixer, Gaskocher, Kuehlschrank, Sandwichtoaster bis hin zur Mikrowelle gibt es einfach alles. Es gibt auch Waschmaschinen, einen sehr huebschen Pool und die Duschen/ WCs waren verhaeltnismaessig sauber. Fuer 10$ kann man sich nun wirklich nicht beschweren. Wir sind begeistert.


Den Rest des Tages sehen wir ins in der Umgebung um. Wir gehen am Strand spazieren und durchqueren den wunderschoenen Regenwald. Es ist absolut beeindruckend, wie der Wald direkt an den Strand heran tritt. Alles ist naturbelassen, nahezu unberuehrt. Dass es solche Orte noch gibt.


Wir lernen etwa weitere 4 Deutsche kennen, darunter 3 Berliner und ein Leipziger. Die Atmosphaere ist ziemlich Hostel aehnlich, aber diesmal im positiven Sinne. Wir tauschen uns aus, wer wo gewesen ist und wer was tut, wer arbeitet, wer nur reist, etc. Der Leipziger ist heute auf dem Mount Sorrow gewesen, dem hoechsten begehbaren Berg in der Umgebung. Er hat uns erzaehlt wie anstrengend der Aufstieg war und dass er mehrmals zwischendurch aufgeben wollte, es aber letztendlich doch durchhielt. Leider hat es sich nicht so richtig gelohnt, denn er sah nichts. Es war zu neblig! Wie schade… Mount Sorrow steht fuer uns morgen auf dem Plan. Wir sind gespannt, denn die Reisefuehrer sagen, man solle 6-7 Stunden einplanen. Die Rezeptionistin meinte 5 Stunden ist auch machbar, wenn man schnell ist. Der Leipziger hat rund 4 Stunden benoetigt. Das schaffen wir auch! Oder?

11. July – hartes Workout und fragwuerdige „Strassen“

Gerade als die Uhr 8 schlaegt, sind wir mit dem Fruehstuecken fertig. Voller Motivation und Tatendrang gehen wir zu Rezeption, um uns fuer den Walk einzuschreiben. Das verlangen sie mittlerweile von jedem, der den Walk machen will, da wohl einige nie wieder gekommen sind. Erst vor zwei Wochen haben sie einen Suchtrupp losgeschickt. Wie ermutigend…Sie fragt uns noch, ob wir zum Berg laufen oder fahren und wir schauen verwundert. Eigentlich dachten wir, der Eingang sei gleich hier? „3 km from here!“ Ah okay, naja egal wir laufen! Das klingt nach 7 km Bergwanderung plus 6 km Hin- und Rueckweg.
Die 3 km schaffen wir in etwa 25 Minuten und dann geht es auch schon los. Anstrengend ist eine Untertreibung! Der erste Kilometer nach oben war schon anstrengend, aber im Vergleich zum 3. Kilometer ein Witz!

Immer wenn wir denken: „So, dass muss der schwierige Teil gewesen sein“, kommt es noch schlimmer. Letztendlich haben wir uns an Seilen den Berg hinauf gezogen. „Wege“ kann man den Track naemlich nicht nennen.

Der Pfad war eine Kletterpartie zwischen, unter, auf und in Baumwurzeln. Es war wirklich anstrengend und zwischendurch hatten auch wir -wie der Leipziger- den Wunsch einfach aufzugeben. Die letzten 500 Meter veraendert sich die Vegetation schlagartig. Alles ist klitschnass, die Blaetter tropfen, der Boden ist unheimlich rutschig, alles ist fruchtig gruen und die Luft riecht suesslich feucht. Wir halten durch und als wir oben ankommen, werden wir dafuer belohnt. Der Ausblick ist super und man bekommt eine kleine Idee davon, wie gross der Regenwald sein wuerde. Wir ueberblicken einen grossen Teil des tropischen Herzstueckes…kaum zu glauben..wir sind hier…im beruehmten Daintree Forest.

Der Abstieg ist im Vergleich zum Aufstieg sehr schnell und in dem Moment, wo wir unten am Startpunkt ankommen, stellen wir fest, dass wir gerade einmal 3:25 Stunden gebraucht haben. Einschliesslich der 10 Minutem Pause am Gipfel und meinen Fotoaktionen. Wir sind beeindruckt und freuen uns wie kleine Kinder. Das war wohl das spassigste und tollste Workout ueberhaupt.

Gegen 12 Uhr sind wir also zurueck im Camp und duschen, essen Mittag und packen zusammen. Wir haben uns Sauerkraut und „Bratwurst“ verdient!

Kurz nach 14 Uhr machen wir uns auf den Weg in Richtung Cooktown. Wir fahren nicht den Inlandweg, sondern die 4WD (Allrad) – Strecke, den Bloomfield Track entlang der Kueste. Etwa 100 km liegen vor uns, davon sind rund 60 km Fluesse, extrem steile, extrem steinige oder loechrige „Strassen“ zu ueberwinden.

An manchen Stellen fragen wir uns, ob die Entscheidung daemlich war. Das kann doch fuer kein Auto gesund sein…Mit maximal 30km/h tuckeln wir den Track entlang und fragen uns, ob wir heute noch ankommen wuerden. Zwischendurch entdecken wir einen unglaublich schoenen Strand. Ich bin so beeindruckt. So naturbelassen und islosiert und friedlich…am Liebsten wuerde ich hier mein Zelt aufschlagen. Doch wahrscheinlich ist es nicht erlaubt. Und davon abgesehen, muessen wir noch heute in Cooktown ankommen, da Marcos Mama Geburtstag hat und wir endlich wieder Telefonnetz brauchen, um anrufen zu koennen. :-)

Kurz bevor wir Wujal Wujal erreichen, beginnt Teerstrasse. Der Ort ist winzig und irgendwie nicht zeitgemaess. Man hat das Gefuehl, man ist in einer anderen Welt, einer anderen Epoche nahezu! Die Gemeine besteht ausschliesslich aus Aborigines (Ureinwohner) und wir scheinen die Attraktion zu sein. Die Natur ist wunderschoen, aber die Haeuser etc. sind nicht zu vergleichen mit dem restlichen Teil der Ostkueste. Wir durchqueren den Ort und noch ein paar andere kleine Doerfer, die vom anderen Ende der Welt zu sein scheinen.

Kurz vor 18 Uhr kommen wir in Cooktown an. Ich dachte Port Douglas waere klein, doch Cooktown ist noch viel kleiner.

So, was machen wir jetzt? Wir fahren durch Cooktowns Strassen und machen uns einen Eindruck, von dem wo wir schlafen koennten und ob es eine Laundry gibt. Tatsaechlich. Direkt am Hafen ist ein kleiner Waschsalon und gegenueber sogar eine Dusche. Besser geht’s nicht. Wir schmeissen unsere Kleidung in die Maschine und stellen kurz nach Start des Waschgangs fest: Shiiit! Der Salon schliesst in 20 Minuten. Die Waschmaschine ist erst in 25 Minuten fertig. Viel schlimmer ist jedoch, dass wir noch den Trockner fuer etwa 30 Minuten nutzen muessen. Wir koennen schlecht mit nasser Waesche umherfahren. Grossartig. Punkt 18.30 steht ein kleiner staemmiger Mann in der Tuer und moechte abschliessen. Unserem verzweifelten und entchuldigendem Blick nach zu urteilen, bietet er uns an, dass wir einfach das Licht ausmachen sollen und „No worries!“…Puh…vielen lieben Dank. Knapp eine halbe Stunde spaeter verlassen wir den Salon mit frisch gewaschener und warmer Kleidung.


Nunja, da wir ein „kleines“ Hinweisschild finden, welches besagt, dass Campen in Cooktown und im Umkreis von zig Kilometern verboten ist, fahren wir etwas ausserhalb und schlafen (wie etwa 20 andere Camper auch) unweit des Flughafens im Gruenen.

12. July 

Die Sonne scheint, es ist warm, es gibt einen Sportpark und Duschen. Verdammt, es gibt einfach keine plausible Ausrede dafuer keinen Sport zu machen. So ein Pech aber auch…Nach dem Fruehstueck heisst es also ran an den Speck.

Ein paar Stunden bleiben wir noch in Cooktown, sehen uns um und schmieden Plaene. Heute machen wir uns auf den Weg in Richtung Outback. Zuvor muessen wir noch tanken, Essen einkaufen und unsere Route planen.

Etwa 13 Uhr fahren wir dann in Richtung Ravenshoe, der hoechstgelegenen Stadt (900 m) der Atherton Tablelands. 350 Kilometer, sprich 4 Stunden, haben wir zu bewerkstelligen. Mittlerweile ein Katzensprung fuer uns. Davon abgesehen, der Weg allein ist beeindruckend. Endlich noch einmal „sehen“ wir einen Teil der Tablelands.

Dort angekommen haben wir das Glueck fuer pro Person 5$ im Tall Timbers Motel & Caravan Park zu uebernachten – direkt an einem Bach mit allem was man braucht: heisse Duschen, Gruenflaeche, Laundry, Strom etc. Es  ist hier ziemlich frisch. Im Vergleich zum warmen Cooktown (25 Grad) haben wir nur noch 14 Grad.

Die Outback-Tour beginnt hier!

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mit dem neuen Auto auf Tour

29. April. Nachdem wir den gestrigen Tag fuer Planschmiede und restliche Entspannung genutzt haben, sitzen wir nun schon um 7.30 im Flieger auf den Weg nach Brisbane. Mit Quantas geht es innerhalb von 50 Min 1.500 km in Richtung Sunshine Coast.

und schon wieder haben wir noch mehr Glueck

…denn als wir online noch einmal die drei Autos angeguckt haben, entdecken wir, dass eins davon von 3.500 auf 2.500$ reduziert wurde! Wir rufen sofort an und treffen und schon 12 Uhr in der City mit dem deutschen jungen Paar. Wir bestehen darauf, mit dem Wagen zu Douglas (Mackey Mechanics) zu fahren, und einen Pre Purchase Check zu machen, um herauszufinden in welchem Zustand der Wagen ist. Douglas macht uns den Check fuer 150$, was verhaeltnismaessig guenstig ist. Nachdem wir den Wagen bei ihm abgeliefert haben, gehen wir vier Mittag essen und sind einander sympathisch. Wir freuen uns, dass wir bald ein neues Auto haben und sie freuen sich, dass sie es los sind und nach Deutschland zurueckreisen koennen.

https://youtu.be/2C60zCI637g

..doch leider fiel der Check nicht allzu gut aus

Knapp 1.500$ haetten wir investieren muessen, um den Wagen sicher zu machen. Ernsthaft? Wir alle sind geschockt, dass es ohne die Reparaturen kein RWC gibt und ueberlegen was wir machen sollen. Das Paar wuerde sich auf 1.200$ eventuell sogar einlassen, damit koennen wir auch leben. Ich gehe nochmal zurueck in die Werkstatt und frage Douglas was ich machen soll. Gerade in diesem Moment kommt einer seiner Mechaniker und fragt was das Problem ist und worum es geht. Wir klaeren ihn auf und er fragt, ob wir ein Auto kaufen wollen. Ja wollen wir. Er ueberlegt und guckt Douglas an. „I still have the Pajero..I don’t know. Maybe they like it?“
„You want to sell it?“
„Yea I think..“
„What you want for it?“
„I don’t know….2.000$ would be ok I guess..“

Ein Mitsubishi Pajero fuer 2.000$? 

Er faehrt nach Hause und holt den Pajero. Ich schaue kurz hinein und sage ihm, dass wir erst einmal mit dem anderen Paar reden muessen. Wir machen mit ihnen ab, dass wir abends telefonieren, damit wir alle noch einmal darueber nachdenken koennen. Marco und ich gehen zurueck zum Pajero und sind skeptisch. Ob die uns ueber’s Ohr hauen wollen? Wir schreiben alle Maengel auf und sagen ihm, dass wir den Wagen nehmen, wenn das alles repariert wird. Es muesste allerdings noch etwas ausgtauscht werden, was etwa 400$ kostet. Ein Auto mit RWC fuer 2.400$ (1.700$) und Douglas bietet uns an, den RWC nicht zu berechnen. Klingt nach einem Deal. Wir ueberlegen, ob wir das Richtige tun und kommen zu dem Schluss, dass wir eigentlich nicht viel falsch machen koennen, denn wenn am Auto im Nachhinein doch etwas nicht stimmt, ist er verantwortlich, da er ein RWC ausgestellt hat.

Der Deal ist besiegelt und Anir (der Mechaniker) bietet uns an, bei ihm zu uebernachten, da wir noch keine Bleibe haben. Das finden wir sehr nett und freuen uns. Als wir in der Bude ankamen, freuten wir uns dann nicht mehr so sehr, denn es war sauuu dreckig und es hat ueberall gemieft. Na gut…es ist for free und er wollte nett sein. Man muss eins sagen: Er hatte einen Ausblick auf gesamt Brisbane…unendlich genial! Den Rest des Abends ist er mit uns die Papiere durchgegangen und wir haben noch ziemlich lange im Wohnzimmer gesessen und ueber Gott und die Welt geplaudert…


MEHR ZUM AUTOKAUF


30. April. Fuer uns hiess es heute warten bis unser Auto startklar ist. Wir fahren deshalb schon frueh in die City, um erstens unsere Sachen zu waschen. Es stinkt alles nach Muff..haha…nicht schoen. Desweiteren gucken wir uns Brisbane das Queensland Museum an, welches nicht nur for free ist, sondern auch ziemlich interessant zugleich. So ziemlich alle australischen Tiere sind hier ausgestellt..manche sind schoen, andere weniger ansehnlich… ;-)


17 Uhr: Wir sind stolze Besitzer eines Pajeros. Nun kann das Leben losgehen! Aber bevor wir in dieser Karre schlafen, muss eins getan werden: Es muss grundgereinigt werden!!! Gott, war das Ding verdreckt… Es ist mittlerweile 17.30 und wir mussten noch einiges besorgen… wir mussten zu SuperCheap Auto, um Sitzbezuege und Reinigungsmittel zu holen, wir brauchen Kmart, um guenstig Bettwaesche und das Noetigste zu besorgen und noch wichtiger war eine Matratze. Tentworld hat eine Matratze, von OZ welche traumhaft ist. Es ist eine Mischung aus Luftmatraze und Kaltschaum und wohl das teuerste mit 129$, aber das Geld ist sie definitiv wert. Aufgrund des „wunderbaren“ Regens und des wahrscheinlich bevorstehenden Zyklons, brauchen wir eine ueberdachte Garage zum saubermachen. Wie die Wollnys, packen wir unser Hab und Gut in Einkaufskoerbe und belegen 3 Parkplaetze. 1 Uhr nachts waren wir endlich fertig und hundemuede… Da wir ja nun schon wussten, dass es clever ist am Mowbray oder Kangaroo Point zu schlafen, taten wir dies auch.

Gute Nacht liebe Welt – die erste Nacht in unserem eigenen Auto.

01.Mai. Da wir unser Bett vernuenftig einbauen moechten, fahren wir zu Bunnings und decken uns mit Holzbeinen, Metallschrauben, Wandhaken und einer grossen Holzplatte ein. Zu bloed, dass die Tool Rentals keine Akkuschrauber verleihen, aber jeden anderen Kram…so mussten wir also erst einmal provisorisch die Matratze auf den Kisten lagern…naja gibt Schlimmeres! Doch was waere unser Auto ohne huebsche Vorhaenge? Wir kaufen also ein bisschen Stoff und Garn sowie ein Nadelset und los geht der Spass.
Das Wetter ist wirklich sehr sehr schlecht und irgendwie scheint das hier gefaehrlich zu werden…wir beschliessen also, nicht weit zu fahren, sondern einen Platz zum Verbleiben zu suchen.

02. Mai. Das Unwetter haben wir ueberstanden und es ist strahlender Sonnenschein. So moegen wir das! Wir holen unsere Solardusche heraus, fuellen sie mit Wasser und legen sie in die Sonne. Die naechsten Stunden sind wir damit beschaeftigt die Vorhaenge anzubauen, ein Moskitonetz anzubringen und Marco mueht sich mit den Fenstern ab, welche mit ekelhafter milchiger Folie beklebt sind. Die muessen definitiv runter…

Da super Wetter ist, entscheiden wir uns in Richtung Gastfamilie zu fahren. Vermutlich ist unser erster Stop Toowoomba. Vorher decken wir uns bei Cole’s mit Lebensmitteln ein und sammeln Material in Brisbane’s Touristeninformation.

Ankunft im kalten Toowoomba

Da es schon dunkel ist, haben wir nicht allzu viel von Toowoomba gesehen, aber hatten ein sehr windiges und kaltes BBQ am beruehmten Picnic Point. Mittten im Windkanal schoen bei 15 Grad auf einem Huegel braten wir uns selbst gemachte Hamburger-Buletten. Ein sehr spassiges Vergnuegen, wenn einem fast die Finger abfrieren und man erst einmal einen Windschutz bauen muss, damit die Flamme ueberhaupt an bleibt. Wir sind soo muede und stellen uns einfach in die Nebenstrasse vom botanischn Garten, da dort Toiletten sind. Ehrlich gesagt, haette man sich hier in jede zweite Nebenstrasse stellen koennen. Ich bezweifle, dass es irgend jemanden interessiert haette…

03. MaiIn einer Nebenstrasse in Toowoomba, direkt am Botanischen Garten, wachen wir 8 Uhr morgens auf. Waaaas…so spaet? Ja eigentlich ist unsere Zeit 7 Uhr. Naja, was soll’s. Niemand hat uns geweckt, wahrscheinlich haette es auch niemanden interessiert, dass wir dort geschlafen haben. Es ist grau, nass und kalt….ekelhaft! Ist das hier ueberall so? Wir hoffen nicht, denn darauf haben wir echt keine Lust ;-) Wir sind doch in Australien, weil hier besseres Klima als Zuhause ist! hihi… Nun die interessantere Frage:

Wo gehen wir duschen?

Eine gute Frage, denn im Botanischen Garten gab es keine Dusche. Wir koennen ja unsere Solardusche aufhaengen..sie sollte Zimmertemperatur haben. Aber auch das koennen wir vergessen, denn erstens ist es zu kalt, um draussen zu duschen und zweitens gibt es keine Anhaengemoeglichkeit in den WC’s – schade. Zwei Strassen weiter – so zeigt es unsere App– gibt es Duschen. Wir fahren hin und muessen feststellen, dass sie verschlossen sind. Ups… Alles klar, wir fahren weiter zur Touristeninformation und schauen mal, wie unser Tag weitergeht. Es wird sich mit der Zeit schon noch eine Dusche auffinden.

In der Touristeninformation arbeitet ein aelterer sehr netter Mann, welcher mir uns zwei Moeglichkeiten aufzeigt: Ausserhalb von Toowomba in Richtung Kingaroy gibt es entweder den Weg durch die Bunya Mountains oder den geraden Weg durch Crows Nest. Da oestlich wohl nicht viel zu sehen ist, haben wir uns fuer den westlichen Weg entschieden – und es deeeeefinitiv nicht bereut! Noch einmal fahren wir zum Picnic Point, um im Hellen Fotos zu machen und machen uns dann auf den Weg in Richtung Bunyas. 

Jondaryan Woolshed – 45Min westlich von Toowoomba

Unser erster Stop, auf Empfehlung des netten Herren der Touristeninformation, ist die Jondaryan Woolshedein historisches Ueberbleibsel der Schafswollen-Industrie. Hier kann man live sehen, wie die Schafe geschoren werden, ein paar andere Tiere beaeugen und das Leben zw. 1800 und 1950 nachempfinden. Ja, man kann dort schon locker 2-3 Stunden verweilen. Der Eintritt kostet 13$ p.P., aber wir hatten wieder einmal unglaubliches Glueck und kamen kostenlos hinein, da wohl durch ein vorheriges Biker-Fest viel gespendet wurde. Und das Beste: es gab Duschen! Na, ihr koennt wohl erahnen, was wir nach unserer Tour durch die Woolshed gemacht haben?! Genau, eine heisse Dusche haben wir genossen.

…hinein in die Bunya Mountains

Es lag noch etwa eine Stunde Fahrtweg vor uns, da wir fast mittig in den Bunya Mountains im Burtons Well Campground naechtigen wollen. Der Ausblick war phaenomenal!!! Doch das war’s noch lange nicht…kaum fahren wir an dem Schild vorbei „Caution. Next 7km Wallabies crossing road“, stehen schon zwei Wallabies (Mini-Kaengurus) am Strassenrand. Wie eine Verrueckte springe ich (wieder einmal) aus dem Auto und freue mich wie ein kleines Kind, dass ich Wallabies fotografieren kann.

https://youtu.be/5ytI55Z9CGc

Die naechsten 12 km springen immer wieder Wallabies umher und ich freue mich wie verrueckt. Einfach nur super!

Burtons Well Campground

Der Campingplatz erfordert -wie der Rest in den Bunyas auch- ein Permit, welches man telefonisch oder online erwerben kann. Selbstverstaendlich wussten wir das nicht und haben wie die Schweine ins Uhrwerk geguckt, denn das Telefon zeigte „NO SERVICE“. Herrlich…ja ich rufe dann mal an, um ein Permit zu erwerben…ach halt ohne Empfang geht das ja gar nicht ;-)

Wie das Schicksal es so will, hatten wir einen Meter weiter ploetzlich Empfang und konnten zum Glueck anrufen. Alles klar, nun koennen wir beruhigt schlafen. Es ist erst 18 Uhr und wir wuerden uns gern ein Feuer machen, denn eine Feuerstelle und Holz wurde bereitgestellt. Bloed nur, dass es die letzten Tage so derbe geregnet hat, dass das Holz „dezent“ feucht ist und wir das Feuer somit vergessen koennen. Tja, dann bleibt uns wohl nichts anderes uebrig als uns in unser wunderschoenes Auto zu legen und dort zu essen – und spaeter die Flasche Rotwein zu leeren. :-)

20 Uhr schlafen wir schon ein…

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Wallaman Falls und Mangoeis

23. April. Wir fahren schon um 7 Uhr ohne Fruehstueck in Richtung Cairns, da wir auf dem Weg bei Frosty Mango und bei den Wallaman Waterfalls anhalten wollen.

Frosty Mango – zwischen Townsville und Ingham

Frosty Mango bietet extrem leckere Eiscreme und frische Fruechte fuer wenig Geld an und man faehrt unweigerlich auf dem Weg nach Cairns daran vorbei! Eigentlich dachten wir, dass wir haufenweise Mangos fuer einen schmalen Taler ergattern koennen, aaaber leider waren nur noch wenig Fruechte uebrig und wir haben uns fuer eine Ananas entschieden. Aber das war’s natuerlich noch nicht…wie koennten Marco und ich an solch leckerem Eis vorbeigehen, ohne es zu kosten?? „Kosten“ hiess in diesem Falle fuer jeden 2 Kugeln hihi… Jeani hat sich fuer ein Dessert mit Mango entschieden – welches zugegeben auch sehr verfuehrerisch aussah! Mir war jedoch nur eins von beiden gegoennt ;-)

Wallaman Falls – 40 km westlich von Ingham

Die Wallaman Falls erreicht man nach etwa 1,5h kurviger Autofahrt von Ingham. Alleine der Weg nach oben ist absolut lohnenswert. Auf halber Strecke ueberkommt uns der Hunger und wir mussten einfach eine Fruehstueckspause einlegen. Gesagt, getan…wir hatten ja nun schon Uebung mit „schnell ein Gourmetfruehstueck kochen“ und haben uns Ruehrei, Cereals und Kaffee gezaubert..ein Fruehstueck mit phaenomenalem Ausblick. Australien ist soo schoen. Gegen 11 Uhr kommen wir am Lookout an und sehen diesen wunderschoenen Wasserfall…man oh man.

Auf den Schildern stand leider nicht wie weit oder wie lange der Weg nach unten und wieder zurueck ist. Egal, los geht’s! Tatsaechlich war es, als wuerde man durch den Urwald spazieren. Man konnte immer mal wieder einen Teil des Wasserfalls sehen und das Wasserrauschen wurde immer lauter. Nach 40 Min fragen wir uns: Wie weit ist das noch? Der sah doch gar nicht wo weit weg aus! Der ganze Weg darf immerhin auch wieder nach oben gelaufen werden :-)

Wir kommen unten an und geniessen das Bild…der hoechste einstufige Wasserfall Australiens. Der Rueckweg ging recht schnell, da wir mehr oder weniger gerannt sind. Normalerweise kann man gute 40-50 Min einplanen. Na welch ein Glueck, dass es einen Wasserhahn gibt…da bietet es sich doch glatt an den Schlauch anzuschliessen und zu duschen. Und genau das taten wir dann auch!


Zeitmanagement.

von Townsville -> Frosty Mango/ Ingham  ca. 45-60 Min

von Ingham -> Wallaman Falls ca. 90 Min

Walk zum Wasserfall & zurueck ca. 2-3 h – bloss nicht vergessen: Trinken.


Nun war es irgendwie schon 14 Uhr und es wurde Zeit, dass wir weiter in Richtung Cairns fahren.

300 km bis Cairns

Vor uns liegen fast weitere 300 km, denn Mission Beach lassen wir ausfallen. Schade eigentlich, aber die Zeit laesst es nicht zu. Wir entscheiden uns in Cardwell Abendbrot zu essen, denn hier gibt es direkt am Strand ein BBQ, welcher im uebrigens sehr sehr sauber ist.  Generell ist die Rest Area sehr einladend. Danach geht die langweilige Fahrt weiter…und schliesslich kommen wir gegen 20.30 Uhr in Cairns an.

eine weitere unvergessliche Nacht

Da haben wir uns ungemein gefreut einen Platz gefunden zu haben (in der Thomas St direkt am Martyn Streets Sport Park) mit Toilette und einer Telstra WLAN Telefonzelle nebenan. Schon schlafbereit, gegen 23 Uhr, kam dann ein Betrunkener an und hat uns bedraengt. Erst hat er nur am Van geklopft und nach Wasser gefragt. 10 Min spaeter kam er wieder und hat versucht die Autotuer zu oeffnen….alter Schwede…das war nichts fuer uns…ich hatte ehrlich gesagt Angst, denn du weisst ja nie ob die Person auch auf Drogen ist, oder was auch immer…wer weiss zu was die imstande sind. Nach weiteren 5 Minuten haben wir uns dafuer entschieden weg zu fahren. Ich krabbel in die Fahrerkabine und starte den Motor. Da kam er schon wieder ans Auto. Dieses Mal habe ich mein Fenster ein Stueck heruntergefahren und ihm die Flasche Wasser rausgehalten und sage ihm: If the only thing you want is water, go for it. We will leave right now. Seine Antwort war: Do you know where we could get another drink? Oh mein Gott…hoffentlich findet er keine Bar, sondern schlaeft einfach irgendwo in der Ecke ein und kommt zu sich…  Wir fahren jedefalls zwei Strassen (Charles St) weiter und haben einen ruhigen Schlaf. Haha, irgendwie war das wieder einmal eine aufregende Nacht.

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Townsville

21. April. Wir kommen gegen 21 Uhr in Townsville an und fragen uns wieder einmal was wohl der beste Platz fuer ein Schlaefchen ist… Nachdem wir einen Blick in unsere App geworfen haben, entscheiden wir uns fuer einen Park, bei welchem es Toiletten gibt. Dort angekommen, stellen wir uns vor ein unbewohntes Haus und freuen uns auf einen erholsamen Schlaf…..DENKSTE!

..und dann machte es Rums!

Ein fett getuntes Auto (es hoerte sich zumindest so an) kam in unsere Richtung gerast und ploetzlich machte es BAAAAAAM…..ach du Scheisse was war das denn? Ist der gegen unseren Van gefahren? Haben die was dagegen geschmissen? Oh Gott wo sind wir gelandet? Vor allem fragten wir uns eins: Haben die auf uns gewartet? Uns beobachtet? Wir sind doch gerade erst angekommen…?!

Wir gucken uns gegenseitig an und ich beschliesse, dass wir gucken gehen was das war. Marco und ich huepfen aus dem Van und gehen drum herum…nichts….oh warte! Was ist denn das pinke da drueben? Eine Wasserbombe? Echt jetzt? Irgendwie armseelig, oder?

Ich lache mich halb schlapp und just in diesem Moment hoere ich wieder das Auto…kommen die schon wieder? Das ist uns nicht geheuer. Das Auto kam aber nicht zu uns. Zum Glueck. Wir hoeren trotzdem immer wieder das Brummen des Autos – sehen tun wir jedoch nichts.

offensichtlich war das aber noch nicht genug…

Es herrscht Totenstille und ploetzlich hoeren wir jemanden pfeiffen. Schritte und ein Pfeiffen. Mir stellen sich die Haare auf, sowas hasse ich ja wie die Pest! Wir schauen aus dem Fenster und es ist nicht zu glauben, aber wir sehen niemanden. Das Pfeiffen hoert sich aber so an, als waere es direkt neben unserem Auto. Ok das reicht uns! Das ist uns echt zu gruselig…wo verdammt sind wir hier gelandet? Ich krabbel in die Fahrerkabine und fahre los….egal wohin ich fahre einfach!

Wir fahren ein paar Blocks und haben dann schliesslich eine Strasse beim Queens Park gefunden, in der es ordentlich zu sein schien. Gott sei Dank.


22. April. Sonnenschein weckt uns und wir haben den weniger schoenen Abend bereits hinter uns gelassen. Da wir hier gleich eine Toilette haben, putzen wir uns die Zaehne und fahren zum Rockpool am Strand. Hier gibt es BBQ und alles was man braucht…und einen wunderschoenen Ausblick dazu! Gibt es einen schoeneren Ort zum fruehstuecken?

Da sich die Jezzine Barracks unmittelbar neben dem Rockpool befinden, begeben wir uns auf Entdeckungstour…ein bisschen Bildung kann ja nicht wehtun ;-)

Beruehmt ist zudem Castle Hill – wie koennen wir also in Townsville gewesen sein, ohne zum Castle Hill zu fahren? Die Fahrt nach oben war wieder einmal kurvenreich und steil und der Ausblick grandios.

Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie in Australien Stadt und Natur miteinander vereint sind. Gerade liegst du noch am Strand oder läufst durch die Stadtstrassen..und kurz spaeter stehst du auf einem hohen Berg, welcher die gesamte Kueste uberschaut. Wunderschoen…
In der City, stets mit dem Blick auf die Berge…das ist Australien.

Den Rest des Tages verbringen wir in einem Nationalpark und spaeter am „The Strand“, bevor es zurueck zu unserem Schlafplatz am Queens Park geht.

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Airlie Beach und Whitehaven Beach

19. April. Als wir abends in Airlie Beach ankommen, denken wir uns: Das ist genau das Richtige fuer Party-People! Airlie Beach ist der mit Abstand belebteste und Bar-beladendste und somit auch touristischste Ort ueberhaupt… Einerseits war es mal wieder ganz cool, so eine Promenade mit Shops, Bars und Restaurants um sich zu haben. Man konnte fusslaeufig alles erkunden, was es zu erkunden gibt. Andererseits war es einfach zu touristisch und zu Backpacker-ueberladen. Uberhaupt nicht unseres. Eigentlich waere ein Abendspaziergang ganz angenehm gewesen, aber es hat geschuettet und darauf hatte ich fuer meinen Teil wenig Lust. Da es schon 21 Uhr war, ist die Ubernachtungssuche etwas schwieriger als sonst, denn es gab nur 2 Moeglichkeiten: Man nistet sich in einem der Caravanparks/ Hostels ein, oder man faehrt wieder aus dem Ort, um irgendwo eineuhige Strasse zu finden. Wir entscheiden uns fuer heute Nacht fuer Nr. 1. X-Base war leider ausgebucht, also gehen wir zu Nomads, „gleich nebenan“. Nach 21 Uhr gibt es keine Rezeption mehr, also rufen wir die Telefonnr. an, welche auf dem Zettel an der Tuer haengt und warten bis die Security uns eincheckt. 35$ mit Strom fuer einen Stellplatz in einer ziemlich unsauberen und lauten Partyanlage. Egal…es gibt Internet (was 4$ fuer 24h kostet) und eine warme Dusche. Gute Nacht Leute.

20. April. Wir erwachen aus unserem Halbkoma und ueberlegen was wir heute schoenes mit unserem Tag anstellen. Vorerst heisst es etwas essbares zu finden. Wir denken uns, in solch einem Backpacker-Ort wird es doch wohl etwas guenstiges zum Fruehstueck geben – und werden eines besseren belehrt. Es gibt nichts unter 9$ (Toast und ein Ei), vernuenftiges Fruehstueck liegt bei 13$ p.P.. Wir entscheiden uns zu Woolworth zu laufen und ein Gourmetfruehstueck zu zaubern – fuer ingesamt weniger als 13$ ;-) ..Also ganz ehrlich…fuer 13$ koennen 3 Personen gutes Muesli, Joghurt, Ei, Toast, Avocado und Schinken essen inkl. Saft und Kaffee.

Nach dem Fruehstueck beginnt es wieder zu regnen – dieses Mal war es ein heftigerTropenschauer…ich will nicht wissen wie viel auf einmal vom Himmel plaetscherte, aber es war sehr sehr viel. Tja, und was machen wir heute? Wir stehen unter einer Ueberdachung und warten bis der Regen nachlaesst und ich quatsche mal wieder einen Einheimischen zu…vll ist er ja zu ein bisschen Small Talk aufgelegt? Tatsaechlich! Wir kommen ins Gespraech und er gibt uns einige Tipps, wohin wir fahren koennen und ermutigt uns, dass das Wetter schnell vorbeiziehen wuerde. Na welch ein Glueck…

Unser Ziel ist 45 Minuten nordwestlich von Airlie Beach der Dingo Beach und danach -falls genug Zeit sein sollte- der Conway Nationalpark. 

Dingo Beach…ein Traum fernab des Massentourismus

Was soll ich sagen? Dingo Beach war einfach traumhaft! Kaum eine Menschenseele, Natur pur, glasklares Wasser, wunderschoener Sand, ..unglaublich schoen! Kein Wunder, dass wir bis 16 Uhr geblieben sind. ;-)

Da wir heute Abend nicht wieder 35$ ausgeeben wollten, haben wir uns dafuer entschieden, nach Prosperine zu fahren und nach einer ruhigen zu suchen. Gesagt, getan. Wir verlebten eine ruhige Nacht :-)

Whitsunday Islands

21. April. Heute steht unser Tagestrip der Whitsunday Islands an, mit einem Zwischenstopp am Whitehaven Beach, einer der weissesten Straende der Welt. Erst um 10 Uhr werden wir abgeholt und haben daher genuegend Zeit gemuetlich zu fruehstuecken. Die Lagune in Airlie Beach ist wohl eines der schoensten Flecke im Ort, und daher verbringen wir hier unser Fruehstueck und Morgensport. Eine Aussendusche, BBQ, etc. gibt es auch.

Puenktlich um 10 werden wir am X-Base abgeholt und fahren zum Hafen. Dort warten wir weitere 20 Minuten bis es weiter geht. Letztendlich sind wir um 11 Uhr auf dem Boot und eine rasante Fahrt mit Big Fury beginnt! Preislich gibt es grosse Unterschiede bei all den Anbietern. Big Fury war einer der guenstigsten Anbieter und der wohl lustigste Guide ueberhaupt war an unserer Seite. Der Trip kostet p.P. 126$.
Nach ein paar Sicherheitsanweisungen, welche eher lustig als ernst klangen, geht der 4-motorige Spass los…FESTHAAAALTEEEN.

Etwas mehr als 1 Stunde dauert die Fahrt mit dem Speedboat zum Whitehaven Beach. Wie wunder, wunder, wunderschoen er ist! Wir bleiben fast zwei Stunden hier und haben unser Mittag inmitten der Lizards.

Gegen 16 Uhr kommen wir zurück. Nun besteht uns noch die Weiterreise nach Townsville bevor…was 280km und etwa 3:45h bedeutet….puh….

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Rainbow Beach

15.April.
Hervey Bay und Rainbow Beach sind die zwei Orte, von denen Fraser Island Touren starten. Wir haben uns fuer Rainbow Beach entschieden. Jeani wird morgen eine Tagestour auf Fraser Island mitmachen, wir bleiben auf dem Festland, da wir keine 189$ fuer eine Tagestour ausgeben wollen. Unser Plan ist es, mit unserem 4WD Auto spaeter Fraser Island auf eigene Faust zu entdecken. Die Faehre kostet pro Auto etwa 150$ und wenn man einen eigenen 4WD hat, kann man ordentlich sparen und vor allem flexibel bleiben solange man moechte.
Rainbow Beach ist ein recht kleiner Ort mit endlosem Strand und perfekten Surfer-Wellen. Wir geniessen den restlichen Nachmittag und stellen fest, dass wir dringends eine Lademoeglickeit benoetigen. Ja und nun? Jeani geht auf Entdeckungstour und findet nahe des Hauptparkplatzes einen Campingplatz, in dessen Kueche man wunderbar laden kann. Wir beschliessen einfach unser Essen und Geraete mitzunehmen und hineinzu spazieren…jetzt mal ganz ehrlich: Wer will denn bitte wissen, ob wir zum Campingplatz gehoeren oder nicht? ;-) Einfach so tun, als gehoere man dazu ist die Devise. Und genau so hat es auch geklappt. 1 Stunde spaeter kehren wir satt und mit geladenen Geraeten zum Van zurueck und gehen auf die Suche nach einer Strasse zum Schlafen. Im Manooka Drive, direkt neben der Kirche haben wir dann genaechtigt.

16. April.
6:30 klingelt der Wecker. Zackig fahren wir hinunter zum Strand, wo sich Duschen befinden und machen uns frisch. Jeani schaufelt schnell Muesli in sich hinein und dann geht es auch schon los fuer sie. Wir haben uns dafuer entschieden zu fruehstuecken und dann ans oberste Ende von Rainbow Beach an den Inskip Point zu fahren. Im Nachhinein war das definitiv die richtige Idee! Das Wetter war heute zwar extrem wechselhaft, aber da es warm ist, stoert Regen ab und an auch nicht weiter.

An Campingplaetzen vorbeigefahren (man braucht ueberall ein Permit, welches online oder beim Ranger zu erwerben ist) und beeindruckt von der Abgeschiedenheit fahren wir etwa 25 Min. Dann heisst es 2WD Fahrzeug stehen lassen und laufen…500m.

Das Wasser sah wirklich klasse aus….mehr kann man dazu nicht sagen. Soo gerne waeren wir baden gegangen, aber es gibt an dieser Stelle einige Haie, da es ein Stromgewaesser zwischen Fraser Island und Rainbow Beach ist. Kaum vorstellbar, dass in solch einem Paradies einfach kein Baden moeglich ist…manno.

Wir sind den gesamten oberen Teil abgelaufen und haben eine wahre Krebsentdeckung gemacht. Noch nie haben wir sooo viele Krebse gesehen….Es lohnt sich einfach mal 5 Minuten innezuhalten, still zu sein und sich nicht zu bewegen, denn genau dann kommen tausende von Krebse aus dem Boden und wandern um euch herum. Sehr, sehr schoen!

https://youtu.be/tvab87oha8Y

3 Stunden Fahrt nach Bundaberg

Nach einem schönen BBQ mit Blick auf’s Meer, geht es nun weiter in Richtung Bundaberg.

Aufgrund von Zeitmangel lassen wir Hervey Bay ausfallen uns fahren direkt nach Bundaberg. 200km dunkle und langweilige Kilometer mit 100km/h….schnarch. Ganz dreist haben wir uns in die Quay Street an der Bootsrampe hingestellt und dort uebernachtet. Das Gute ist, man wird nicht gesehen und ausserdem sind hier unmitttelbar Toiletten und BBQ in der Naehe. Besser geht’s nicht.

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durch Noosas Everglades

13.April. Entlang der Sunshine Coast, fahren wir heute nach Noosa. Der Ort wurde uns mehrmals empfohlen, also wollen wir uns selbst ueberzeugen. Da es so riiichtig schoen warm ist und wir an einem verlockenden Strand in Mooloolaba  anhalten, koennen Marco und ich nicht anders als ins Wasser zu huepfen… ;-)

Umso weiter wir in den Norden fahren, desto „gefaehrlicher“ wird das Baden aufgrund von des box jellyfish (Wuerfelqualle) und der vermehrten Krokodile…also geniessen wir es solange wir koennen ;-)

Mount Coolum

Nach der Abkuehlung fahren wir auch schon weiter Richtung Norden und machen Halt am Mount Coolum. Wir parken und fragen uns, wie lange wir wohl nach oben brauchen? Es ist immerhin fast 16 Uhr und in weniger als 2 Stunden wird es dunkel. Weniger cool waere es, bei Dunkelheit im Wald herumzustreunern. Also frage ich doch einfach mal ein Frau, die gerade herunterkommt: „How long will it take to get up there? – „Oh that just depends on your fitness. It takes me up and down about 45 Minutes.“ „Sounds great! Thanks.“  Das geht ja…

Wir laufen keine 100m und sehen, wie super viele Menschen in Sportkleidung hochrennen, obwohl sie gerade heruntergekommen sind. Ok….der Berg scheint ein „Sportberg“ zu sein. Ich wuerde sagen wir machen es genauso und gucken mal wie schnell wir sind! Und dann sind wir auch schon losgerannt.

Voellig durchgeschwitzt kommen wir oben an und geniessen den atemberaubenden Ausblick. Was fuer ein genialer Ort. Aussicht top, der Track ist richtig cool und abwechslungsreich und man ist in der Natur fast in der City. Einfach nur schoen!

Wir haben insgesamt 50 Min gebraucht. Die schnellsten haben schaetzungsweise 30 Min gebraucht. Wahnsinn. Voellig ausgetrocknet, habe ich grooosses Verlangen Wasser zu trinken. Bloed nur, wenn an tierisch noetig auf Toilette muss – und keine Toilette da ist!!! Aber da kenn ich ja nichts… :-)

Noosa

Gegen 18 Uhr kommen wir in Noosa an und mieten uns mal wieder einen Platz in einem Caravan Park, da wir glauben Strom zu brauchen und uns riesig auf eine warme nette Dusche und WLAN freuen. Direkt am Wasser und direkt neben der Kueche befindet sich unser Stellplatz. Ob das ein Vor- oder Nachteil ist, weiss ich auch nicht so richtig. Bratengeruch beim Schlafen ist jetzt nicht unbedingt das, was sich jeder ertraeumt – aber hey! Es war der letzte Stellplatz, also be happy!

Am naechsten Morgen haben wir einen herrlichen Blick auf Noosas Everglades gehabt und unser TRX Band am Baum, direkt am Wasser, befestigt und unseren Morgensport eingelegt. Einfach einmalig.

Nach unserem leckeren Fruehstueck (es gab selbstgemachten Milchreis und Eierkuchen) haben wir uns ein 3er Kayak (34 Dollar 2h bei Pelican) gemietet und die Sonne genossen. Hier in Noosa trifft Meer auf Suesswasser und das sieht wirklich schoen aus! Ein Kayaktrip ist ein absolutes Muss!

Auf den Nachmitttag wollten wir eigentlich zum Dolphin Point, aber wir haben echt keinen Parkplatz gefunden…einfach unglaublich. Jeani ist dann durch die Stadt geschlendert und wir haben den besten Burger der Welt gegessen bei BETTY’S BURGERs…hmmmm sooo lecker. Die hausgemachte Sosse war fantastisch! Der Preis (ca. 10$) war verhaeltnismaessig fuer eine Touristenregion. Achtung…es ist sehr naheliegend, dass ihr Parkplatzprobleme haben werdet, den Noosa Heads ist sehr oft unglaublich ueberfuellt. Ich empfehle daher auf der anderen Seite zu parken (Parkedge Road), insbesondere wenn ihr im National Park einer der lohnenswerten Walking Tracks laufen moechtet.

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Port Macquarie & Koala Hospital

06. April 2015

Nachdem wir das Glueck hatten, dass unser Gas an der naechsten Tankstelle aufgefuellt wurde (9$ fuer 2kg..guenstig ist anders), machten wir uns auf den Weg in den Ort selbst. Port Macquarie ist nur 15 Min Fahrt entfernt.

Port Macquarie – der Hafen

In der Naehe des Hafens darf man bis zu 2 h kostenlos parken, gleich hinter Target. Unser erstes Ziel war der Hafen selbst, denn dort hab es einen Weg entlang der Kueste, welcher die Straende miteinander verbindet. Auf dem Walk gibt es eine -mittlerweile sehr bekannte- Ansammlung von Felsenbemalungen. Gedenken und Liebesgestaendnisse und Lebensweisheiten sind u.a. als kleine Kunstwerke zu beaeugen. Dieses Spiel zieht sich 1,5 km hin, bis man am Town Beach ankommt. Ich setze mich auf einen Felsen zu einem Gleichgesinnten Asiaten und verstecke mich hinter meiner Kamera, denn der Anblick der Surfer und Wellen ist echt schoen.

Gegen 13 Uhr fahren wir die Kuestenstrasse weiter und haben mitunter einfach grandiose Ausblicke…ich kann gar nicht oft genug erwaehnen wie schoen Australiens Kuesten sind! Satt sehen werde ich mich wohl nie.

Puenktlich, kurz vor 15 Uhr, sind wir am Koala Hospital wo taeglich kostenlose Fuehrungen angeboten werden. Der Besuch ist kostenlos und das Krankenhaus fuer Koala lebt nur von Spenden bzw. Patenschaften. Seit den 70ern gibt es das Krankenhaus fuer Koala. Es ist zudem das erste und aelteste. Die Angestellten sind extrem freundlich und engagiert und ich wuensche mir auch einen Monat dort arbeiten zu duerfen. Wer weiss, wer weiss.

Weiterfahrt zur Gold Coast

Etwa 17 Uhr machen wir uns auf weiter Richtung Norden. Es liegen noch 2.250 km bis nach Cairns vor uns. Doch erst einmal ist unser naechster Stop in Ballina (370km), kurz vor der Gold Coast.

Genaechtigt haben wir im Boyd Bay Holiday Park fuer insgesamt 53$ inkl. Strom und Pool, direkt an einem See. Qualitativ sehr zu empfehlen – wenn auch nicht ganz guenstig!

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der Moment am Port Stephens

5. April.  Wir ziehen unsere Vorhaenge zur Seite und denken: Wow! Ist schon herrlich, so am Morgen als erstes das Meer und Sonnenschein zu sehen…und wenn man dann auch noch seine Autotuer oeffnet und die Voegel dazu hoert…..einfach nur toll!

Ganz entspannt freuen wir uns auf unsere Dusche..haetten wir nur gewusst dass diese arschkalt ist! Wir haben noch nie so unentspannt geduscht. Aber hey…besser als gar keine Dusche, oder?

eine Menge Wanderwege, doch leider nur wenig Zeit

Am Shoal Bay gibt es etwa 3 bzw. 4 Wanderwege zu super Aussichtspunkten. Leider hatten wir nur ein kleines Zeitproblem und entschieden uns daher fuer den kuerzesten. Schon nach wenigen Minuten gelangten wir zu einer wunderschoenen Bucht, die ich definitiv nicht so schnell vergessen werde.

Doch es kam noch viel besser!

Port Stephens wurde seinem Ruf tatsaechlich gerecht! Wir standen gegen 11 Uhr am Strand und wir koennen es nicht glauben, aber nur 50m von uns entfernt schwammen im Wasser zwischen den Kayaks und Booten Delfine!!! Wuhuuuuuuuuuuuuuuuuuu…das war einfach nur GENIAL! Es waren insgesamt 3 Delfine, die umhersprangen und sich vergnuegten…ich haette vor Freude wieder einmal heulen koennen. Das hat definitiv den Tag zu einem sehr Besonderen gemacht.

Abfahrt in Richtung Port Macquarie

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Es bestand wieder ein fast dreistuendiger Aufenthalt im Auto gevor, denn unser naechstes Ziel war Port Macquarie. Irgendwie verging der Tag so unglaublich schnell, denn wir haben auf unserer 190km Strecke immer mal wieder hier und da angehalten. So kamen wir dann nach 18 Uhr in Wauchope an. Fuer nur 20$ inkl. Strom durften wir in Wauchope auf dem Showground naechtigen. Wir Gluecklichen. Wir sind auch echt wahnsinnig muede und schlafen nach dem Abendbrot unter Sternenhimmel schnellstens ein.

..doch eine Frage liess uns nicht los: Wo bekommen wir neues Gas her, was wir zum Kochen benoetigen?

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Von Sydney nach Port Stephens

4. April
Unsere erste Etappe hat uns von Sydney in Richtung Port Stephens gefuehrt. Etwa 200 km sind wir fahren und haben unglaubliche 4 Stunden dafuer gebraucht. Zum Einschlafen…

Unser erster Zwischenstopp war Newcastle, wo wir zum Leuchtturm spaziert sind. Spazieren ist jedoch das falsche Wort…wir haben uns durchgekaempft, denn es hat dermassen gestuermt und geregnet, dass wir teilweise nichts mehr gesehen haben. Die Wellen waren extrem, Sand flog durch die Luft, der Steg wurde zwischendurch von Wellen ueberrannt und wir bekamen eine kalte Dusche nach der anderen ab. Am schwierigsten war es, nicht vom Wind weggefegt zu werden. Es war einfach phaenomenal, denn solch ein Naturschauspiel haben wir bisher noch nicht erleben duerfen.

Vollkommen durchtraenkt und beeindruckt sind wir eine Stunde spaeter zurueck am Auto und fahren weiter Richtung Norden. Noch eine Stunde lag vor uns…langweilige 70km, denn 80-110 km/h zogen die Fahrt echt in die Laenge.

Uebernachtung in Port Stephens am Shoal Bay

Wir haben gluecklicherweise einen Parkplatz gefunden, auf welchem mehrere Camper und Wohnwagen standen und kostenlos uebernachten konnten. Das war unsere erste Nacht und wir wussten noch nicht so richtig was ueberhaupt erlaubt ist. 50$ fuer .Öeine Uebernachtung wollten wir allerdings nicht zahlen, denn immerhin kostet unser Camper ja schon ueber 2.000 Euro fuer 23 Tage.

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Australien – die Reise beginnt

01. April 2015.
Gegen Mittag landen wir in Sydney, nachdem wir 7 Stunden Flug fuer 115 Euro mit Scoot Airlines hinter uns haben. Mein Fazit zu Scoot:

  • der Flug war turbulenzenfrei und wir konnten die 7 Stunden ziemlich gut „wegschlafen“
  • eine Frechheit fand ich, dass die fuer eine Decke 11$ (8,50Euro) haben wollten…
  • das Essen (welches wir guenstiger vorbestellt haben) war ……naja wir sind satt geworden
  • Beinfreiheit etc. war besser als bei RyanAir oder Easyjet, von daher kann man sich null beschweren

Fuer den Preis war das sowieso Jammern auf hoechstem Niveau.



Es ist dieser Moment, in welchem du realisierst: Wir sind am anderen Ende der Welt. In Australien. Jetzt wird der Traum endlich Realitaet…


Sydney Kingsmith Airport

Wir hatten echtes Glueck, was unsere Ankunft anging. Unsere Rucksaecke wurden nicht auseinander genommen, es wollte niemand einen Einkommensnachweis oder Weiterflugticket sehen und auch unsere Schuhe wurden nicht auf Erdreste untersucht. Ob das daran lag, dass wir aus Singapur kamen, weiss ich nicht. Denkbar ist es jedoch, da Singapur auch streng und sehr sauber ist und daher eine Einreise von Singapur eventuell besser wirkt, als ueber Bangkok oder Kuala Lumpur. Was man allerdings immer auf der Arrival Card ausfuellen sollte, ist eine Adresse, wo man unterkommt. Da sind die Australier echt genau…nix anzugeben wird nicht toleriert…also zu Not wohl etwas ausdenken.

Erfreut darueber wie problemlos und easygoing das alles funktiert hat, waren wir so riiiichtig happy, als wir von einer KOSTENLOSEN Dusche erfahren haben. Oh man …juhuuuuu eine Dusche…kostenlos! Wuhuuuu…nach mehr als 20 h ist das schon mal eine feine Sache.

Mit dem Bus in die Innenstadt

Nach etwa 2 Stunden, haben wir geduscht, eine SimKarte besorgt, einen Kaffee gekauft und sind auf dem Weg zur Bushaltestelle. Es gibt ein paar Linien, die in die Innenstadt fahren. Wir mussten nach Randwick und haben etwa 45 Min gebraucht und 3,50$ gezahlt (2,80Euro). Der Zug waere doppelt so teuer gewesen. Hier kann man erfahren, mit welchem Transportmittel man vom/ zum Flughafen gelangt. Unsere Buslinie 400 faehrt in die Stadt und befindet sich am Ausgang rechts.

Als wir durch die „Suburbs“ (Siedlungen) fahren, fuehle ich mich fast heimisch. So vieles erinnert mich an die Staaten. Gleichzeitig kommt etwas Traurigkeit auf, denn ich bin zwar nun am anderen Ende der Welt und entfache Gluecksefuehle, wie in de Staaten, aber mir wird auch gleichzeitig bewusst, dass ich meiner ehemaligen Gastfamilie kein Stueck naeher gekommen bin. Trotz alldem…wir sind aufgeregt und es wird hoffentich eine grandiose Zeit!

zu Gast bei David

Wir haben das Glueck, dass wir die ersten 3 Naechte bei David schlafen koennen (ein ehemaliger Kommolitone unserer Uni, der in Sydney seinen Master macht). Witzigerweise hat er auch genau am heutigen Tag Geburtstag und wir bringen ihm eine Flasche Ouzo mit. Abends haben wir ihn in „The Bank“ (Biergarten in Newtown) getroffen und ziemliche viele seiner Freunde bzw. Kommolitonen kennengelernt. Irgendwie war der Abend echt cool, die Leute waren sehr offen und man hat super viele Tipps und Einblicke fuer den Anfang bekommen. Auch haben wir ein deutsches Paar kennengelernt, von welchem Lene (die Frau) schon seit Oktober hier ist und viele Tipps verraet. Die Australier sind echt tiefenentspannt, aber Schliesszeiten werden auf die Minute eingehalten. 1 Uhr schliesst der Biergarten, 5 Minuten vorher geht die Musik aus, das Licht an und es wird gebeten auszutrinken. Geil…unter diesen Umstaenden wuerde ich doch glatt auch in einer Bar arbeiten. Vielleicht sollte ich mal drueber nachdenken?

02. April 2015.
Es ist Samstag, David hat frei und wir beschliessen gemeinsam Fruehstuecken zu gehen. An die Preise muss man sich echt erst einmal gewoehnen, denn ein Fruehstueck mit Toast, Ei & Avocado kostet 14$ (9,80Euro). Jeden Tag kann man sich das nur leisten, wenn man arbeitet, das ist klar.

„In Australien essen gehen kannst du absolut abhaken. Es ist soo teuer…“

Diese Aussage habe ich dutzende Male gehoert. Um mal etwas zu differenzieren, haben wir uns natuerlich einen Ueberblick geschaffen und waren auf das Schlimmste gefasst. So viel kann ich schon einmal verraten: Es ist  nicht so schlimm wie man denkt…

Die Tortur den Campervan abzuholen

Heute mussten wir bis spaetestens 14 Uhr bei Camperman sein, um unseren Van abzuholen. Und eins sag ich Euch: Die Filiale war am Arsch der Welt… Wir haben doch glatt 1:30h benoetigt, um anzukommen und haben zwischendurch daran gezweifelt ueberhaupt anzukommen. Wir standen naemlich 4km vor dem Ziel mitten in einer (zwar sehr idyllischen aber sehr abgelegenen) Siedlung im Nirgendwo und der Bus kam einfach nicht. Es war bruetend heiss, es gab kein Schatten…das Wasser war leer und wir hatten nur noch 20 Min bis wir da sein mussten. Es gab also 3 Optionen:

  1. Wir hoffen, dass ein Taxi vorbei kommt (was innerhalb von 15 Min nicht geschah, geschweige denn ein anderes Auto)
  2. Wir laufen die restlichen 4 km..innerhalb von 20 Min ziemlich unwahrscheinlich zu schaffen, oder einfach nur eklig bei der Hitze :-D
  3. Wir warten…und warten und hoffen, dass doch noch ein Bus kommt

Und da war er!!!! Zwar total zu spaet, aber er war da: Der Bus juhuuu….13:59 Uhr stuermen wir in die Filiale von Camperman.

Es hatte dann etwa 30 Min gedauert und wir sassen im (ziemlich grossen und unuebersichtlichen) Van auf dem Rueckweg zu David. So, nun den ganzen Weg durch die City zurueck…das wird ein Spass. (Wir haben es selbstverstaenlich mit Bravur gemeistert)


03. April 2015.
Ein Tag Sightseeing muss einfach sein. Wir beschliessen also, aufgrund der extrem hohen Parkkosten, wieder einmal mit dem Bus zu fahren. Irgendwie war das am Ende jedoch auch nicht guenstiger, denn man zahlt pro Buslinie immer zwischen 2,40 & 3,50 $. Naja…es lebe die OpalCard, die wir nicht hatten  (mit der wir jedoch haetten massig sparen koennen) ;-)

Von der Oper bis zum Fischmarkt

Unser Augangspunkt war Circular Quay, eine der wichtigsten Bushaltestellen. Wir sind u.a. zur Harbour Bridge gelaufen, zur Oper, zum Darling Harbour und zum Fischmarkt. Uebrigens gibt es in Sydney die Buslinie 555, welche kostenlos durch die City faehrt! Hier findet ihr die Route.

FAZIT: Ich glaube man muss in Sydney gewesen sein, da es Drehpunkt fuer jedermann ist. Nach 3 Tagen kann man noch nicht ganz sagen, ob es gefaellt, oder nicht, da wir generell eher auf kleinere Staedte abfahren. Wir kommen aber definitiv wieder und moechten Sydney besser kennenlernen, denn die 3 Tage haben bei Weitem nicht gereicht.