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exploring Brisbane

Getting around Brisbane

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Ganz aehnlich wie in Sydney, gibt es Metro, Bus und Faehren, die man zur Fortbewegung innerhalb Brisbane nutzen kann. Das System der Bezahlung ist wie in Sydney, also sparen tut der, der eine GoCard besitzt (in Sydney war es die OpalCard). Besitzt man eine goCard, kann man nach 9 Fahrten innerhalb einer Woche den Rest der Woche kostenlos fahren. Das lohnt enorm. Besitzt man diese Karte nicht -und das trifft auf die meisten Touristen zu, die nur wenige Tage in Brisbane sind – gilt der Single Paper Ticket-Preis. Hier kann man Routen planen und berechnen was die Fahrt kosten wird. Die Ticketkosten kann man hier sehr gut nachvollziehen, denn in dieser Tabelle seht ihr die unterschiedlichen Kosten der Zonen. Es lohnt sich sehr die Karte vorher anzuschauen, denn oft zahlt man nur fuer eine weitere kurze Station 80 Cent mehr obwohl es zu Fuss nur 400m gewesen waeren.

Bei jedem Umstieg in einen anderen Bus zahlt man erneut. So entstehen schnell mal Fahrtkosten i.H.v. 7$ fuer einen Weg von 3-5km. 

Das gleiche gilt fuer die Faehren in Brisbane. Hier gibt es zwei Zonen, wobei die Zone 1 fast den gesamten Innenstadtbereich abdeckt. Hier sehr ihr, welche Faehren es gibt. Die Abfahrzeiten fuer die jeweilige Station laesst sich hier entnehmen. Der geringste Tarif ist ca. 3,29$ und der hoechste liegt bei 5,60$. Der Cityhopper bietet sich an, wenn man mit dem Boot durch die Innenstadt fahren moechte und ein paar Infos erhalten will. Diese Faehre verkehrt zwischen Southbank und Kangaroo Point (Map).

Kostenlos durch Brisbane cruisen…

geht mit dem City Hopper (Faehre) und mit dem Free Loop Bus (dieser verkehrt z.B am botanischen Garten, Eagle Street…) zumindest in den wichtigsten Zonen.

5 Stunden Spaziergang in Brisbane

Innerhalb von 5 Stunden sind wir einen grossen Teil von Brisbanes Innenstadt abgelaufen und haben so einiges gesehen. Wir sind Apollo Rd. in die CityCat Faehre eingestiegen und Southbank 1&2 (Parklands) ausgestiegen. Die Fahrt kostete 5,60$ und dauerte etwa 45 Min. Es hat sich definitiv gelohnt, zumal man so einiges mehr von Brisbane sehen konnte, als mit dem CityHopper. Southbank mussten wir erst einmal diese wunderschoene Poollandschaft bestaunen und sind dann anschliessend zur Touristeninformation gegangen, um weitere Info’s zu sammeln. Wir mussten feststellen: Wir haetten echt ohne Reisefuehrer nach Australien kommen koennen. Es gibt naemlich unglaublich viel qualitatives Material in jeder Touristeninformationen kostenlos. Anschliessend lohnt es sich in einem der kleinen Cafes am Wasser einen Kaffee zu trinken, oder einen leckeren Crepe zu essen. Wer Strandfeeling sucht und eine Abkuehlung braucht, kann sich im Wasser der Parklands austoben. Hier kann man ziemlich lange verweilen und entspannen mit Blick auf Brisbanes Skyline. Laeuft man weiter zur Goodwill Bridge, gelangt man zum Maritime Museum. Direkt am Museum ist die Goodwill Bruecke, die fuer Fussgaenger vorbehalten ist und direkt in den botanischen Garten fuehrt. Zum Botanischen Garten ist nicht viel zu sagen ausser: wunderschoen, idyllisch und ein Must-See! Plant ruhig eine Stunde oder mehr ein. Der Ausgang an der Alice Street/ George Street bietet noch einen kleinen Wasserfall als Highlight. Kaum aus dem Garten heraus gekommen, findet man die Busstation des Free Loop Busses, welcher alle 15 Min durch die Innenstadt faehrt. Steigt man Eagle Street aus, findet man sogleich einen irischen Pub, andernfalls bietet sich Wharf Street als Ausstieg an, wenn man zum Kangaroo Point moechte.  Auf dem Weg dahin lohnt ein Abstecher zum Cathedral Square, wo eine sehr schoene alte Kirche samt gruenem Kirchplatz vorzufinden ist. Fast schon nebenan ist ein Woolworth (Turbot Street) mit fantastischer Sushi Theke – ideal fuer einen Snack zwischendurch, oder nur um ein erfrischendes Getraenk zu kaufen. Von dort sind es noch etwa 600 m zur Bruecke (Bradfield Highway), welche zum Kangaroo Point fuehrt. Die Aussicht ist uebrigens fantastisch! Drueben angekommen sind es noch wenige Meter zu den Kangaroo Cliffs und dem Cliff Cafe. Falls man den Weg nicht zuruecklaufen moechte, bietet sich wieder die Faehre fuer die Rueckfahrt an (City Hopper kostenlos).


Wo sind die Kangaroos?

Wir haben und gesagt, dass wir keine 50 $ oder mehr ausgeben wollen, um Kangaroos oder Koalas zu sehen. Wem es genau so geht wie uns, aber die Erfahrung trotzdem nicht missen moechte, sollte ins Lone Pine Sanctuary fahren. Nicht nur sehr viele Koalas, Schnabeltiere, Papageiarten und Krokodile sind zu sehen, sondern das Kuscheln mit Kangaroos ist nahezu Realitaet. Es gibt ein riesiges Freigehege, in welchem man fuer 2$ die Kangaroos fuettern kann. Je nachdem wie geduldig man ist, oder wie zutraulich die Tiere sind, desto naeher kommt man seinem Traum ein Kangaroo zu streicheln und neben ihm zu sitzen. Einfach toll. Der Park kostet regulaer 35$, fuer YHA Backpacker 28$, Studenten 25$. Die Fahrt von Brisbane geht flink, es sind etwa 20-40 Min, je nachdem wo man sich aufhaelt.

Wer Kaengurus in der Wildnis sehen moechte, muss entweder zwischen 5 & 7 Uhr morgens unterwegs sein, oder zwischen 16 & 17 Uhr. Eigentlich sieht man Kaengurus fast ueberall wo weitlaeufige Grasflaechen oder „Vorwald“ zu finden sind. Sind keine Haeuser in der Umgebung, hat man oft Glueck. Befindet man sich auf dem Land, sind die Chancen auch im eigenen Garten recht hoch :-)

  • zw. Airlie Beach & Dingo Beach sieht man regelmaessig welche
  • Bunya Mountains gibt es viiieeele Wallabies
  • generell im obereren Teil der Ostkueste hat man viel Glueck, da es recht laendlich ist
  • im Hinterland der Sunshine Coast
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mit dem neuen Auto auf Tour

29. April. Nachdem wir den gestrigen Tag fuer Planschmiede und restliche Entspannung genutzt haben, sitzen wir nun schon um 7.30 im Flieger auf den Weg nach Brisbane. Mit Quantas geht es innerhalb von 50 Min 1.500 km in Richtung Sunshine Coast.

und schon wieder haben wir noch mehr Glueck

…denn als wir online noch einmal die drei Autos angeguckt haben, entdecken wir, dass eins davon von 3.500 auf 2.500$ reduziert wurde! Wir rufen sofort an und treffen und schon 12 Uhr in der City mit dem deutschen jungen Paar. Wir bestehen darauf, mit dem Wagen zu Douglas (Mackey Mechanics) zu fahren, und einen Pre Purchase Check zu machen, um herauszufinden in welchem Zustand der Wagen ist. Douglas macht uns den Check fuer 150$, was verhaeltnismaessig guenstig ist. Nachdem wir den Wagen bei ihm abgeliefert haben, gehen wir vier Mittag essen und sind einander sympathisch. Wir freuen uns, dass wir bald ein neues Auto haben und sie freuen sich, dass sie es los sind und nach Deutschland zurueckreisen koennen.

https://youtu.be/2C60zCI637g

..doch leider fiel der Check nicht allzu gut aus

Knapp 1.500$ haetten wir investieren muessen, um den Wagen sicher zu machen. Ernsthaft? Wir alle sind geschockt, dass es ohne die Reparaturen kein RWC gibt und ueberlegen was wir machen sollen. Das Paar wuerde sich auf 1.200$ eventuell sogar einlassen, damit koennen wir auch leben. Ich gehe nochmal zurueck in die Werkstatt und frage Douglas was ich machen soll. Gerade in diesem Moment kommt einer seiner Mechaniker und fragt was das Problem ist und worum es geht. Wir klaeren ihn auf und er fragt, ob wir ein Auto kaufen wollen. Ja wollen wir. Er ueberlegt und guckt Douglas an. „I still have the Pajero..I don’t know. Maybe they like it?“
„You want to sell it?“
„Yea I think..“
„What you want for it?“
„I don’t know….2.000$ would be ok I guess..“

Ein Mitsubishi Pajero fuer 2.000$? 

Er faehrt nach Hause und holt den Pajero. Ich schaue kurz hinein und sage ihm, dass wir erst einmal mit dem anderen Paar reden muessen. Wir machen mit ihnen ab, dass wir abends telefonieren, damit wir alle noch einmal darueber nachdenken koennen. Marco und ich gehen zurueck zum Pajero und sind skeptisch. Ob die uns ueber’s Ohr hauen wollen? Wir schreiben alle Maengel auf und sagen ihm, dass wir den Wagen nehmen, wenn das alles repariert wird. Es muesste allerdings noch etwas ausgtauscht werden, was etwa 400$ kostet. Ein Auto mit RWC fuer 2.400$ (1.700$) und Douglas bietet uns an, den RWC nicht zu berechnen. Klingt nach einem Deal. Wir ueberlegen, ob wir das Richtige tun und kommen zu dem Schluss, dass wir eigentlich nicht viel falsch machen koennen, denn wenn am Auto im Nachhinein doch etwas nicht stimmt, ist er verantwortlich, da er ein RWC ausgestellt hat.

Der Deal ist besiegelt und Anir (der Mechaniker) bietet uns an, bei ihm zu uebernachten, da wir noch keine Bleibe haben. Das finden wir sehr nett und freuen uns. Als wir in der Bude ankamen, freuten wir uns dann nicht mehr so sehr, denn es war sauuu dreckig und es hat ueberall gemieft. Na gut…es ist for free und er wollte nett sein. Man muss eins sagen: Er hatte einen Ausblick auf gesamt Brisbane…unendlich genial! Den Rest des Abends ist er mit uns die Papiere durchgegangen und wir haben noch ziemlich lange im Wohnzimmer gesessen und ueber Gott und die Welt geplaudert…


MEHR ZUM AUTOKAUF


30. April. Fuer uns hiess es heute warten bis unser Auto startklar ist. Wir fahren deshalb schon frueh in die City, um erstens unsere Sachen zu waschen. Es stinkt alles nach Muff..haha…nicht schoen. Desweiteren gucken wir uns Brisbane das Queensland Museum an, welches nicht nur for free ist, sondern auch ziemlich interessant zugleich. So ziemlich alle australischen Tiere sind hier ausgestellt..manche sind schoen, andere weniger ansehnlich… ;-)


17 Uhr: Wir sind stolze Besitzer eines Pajeros. Nun kann das Leben losgehen! Aber bevor wir in dieser Karre schlafen, muss eins getan werden: Es muss grundgereinigt werden!!! Gott, war das Ding verdreckt… Es ist mittlerweile 17.30 und wir mussten noch einiges besorgen… wir mussten zu SuperCheap Auto, um Sitzbezuege und Reinigungsmittel zu holen, wir brauchen Kmart, um guenstig Bettwaesche und das Noetigste zu besorgen und noch wichtiger war eine Matratze. Tentworld hat eine Matratze, von OZ welche traumhaft ist. Es ist eine Mischung aus Luftmatraze und Kaltschaum und wohl das teuerste mit 129$, aber das Geld ist sie definitiv wert. Aufgrund des „wunderbaren“ Regens und des wahrscheinlich bevorstehenden Zyklons, brauchen wir eine ueberdachte Garage zum saubermachen. Wie die Wollnys, packen wir unser Hab und Gut in Einkaufskoerbe und belegen 3 Parkplaetze. 1 Uhr nachts waren wir endlich fertig und hundemuede… Da wir ja nun schon wussten, dass es clever ist am Mowbray oder Kangaroo Point zu schlafen, taten wir dies auch.

Gute Nacht liebe Welt – die erste Nacht in unserem eigenen Auto.

01.Mai. Da wir unser Bett vernuenftig einbauen moechten, fahren wir zu Bunnings und decken uns mit Holzbeinen, Metallschrauben, Wandhaken und einer grossen Holzplatte ein. Zu bloed, dass die Tool Rentals keine Akkuschrauber verleihen, aber jeden anderen Kram…so mussten wir also erst einmal provisorisch die Matratze auf den Kisten lagern…naja gibt Schlimmeres! Doch was waere unser Auto ohne huebsche Vorhaenge? Wir kaufen also ein bisschen Stoff und Garn sowie ein Nadelset und los geht der Spass.
Das Wetter ist wirklich sehr sehr schlecht und irgendwie scheint das hier gefaehrlich zu werden…wir beschliessen also, nicht weit zu fahren, sondern einen Platz zum Verbleiben zu suchen.

02. Mai. Das Unwetter haben wir ueberstanden und es ist strahlender Sonnenschein. So moegen wir das! Wir holen unsere Solardusche heraus, fuellen sie mit Wasser und legen sie in die Sonne. Die naechsten Stunden sind wir damit beschaeftigt die Vorhaenge anzubauen, ein Moskitonetz anzubringen und Marco mueht sich mit den Fenstern ab, welche mit ekelhafter milchiger Folie beklebt sind. Die muessen definitiv runter…

Da super Wetter ist, entscheiden wir uns in Richtung Gastfamilie zu fahren. Vermutlich ist unser erster Stop Toowoomba. Vorher decken wir uns bei Cole’s mit Lebensmitteln ein und sammeln Material in Brisbane’s Touristeninformation.

Ankunft im kalten Toowoomba

Da es schon dunkel ist, haben wir nicht allzu viel von Toowoomba gesehen, aber hatten ein sehr windiges und kaltes BBQ am beruehmten Picnic Point. Mittten im Windkanal schoen bei 15 Grad auf einem Huegel braten wir uns selbst gemachte Hamburger-Buletten. Ein sehr spassiges Vergnuegen, wenn einem fast die Finger abfrieren und man erst einmal einen Windschutz bauen muss, damit die Flamme ueberhaupt an bleibt. Wir sind soo muede und stellen uns einfach in die Nebenstrasse vom botanischn Garten, da dort Toiletten sind. Ehrlich gesagt, haette man sich hier in jede zweite Nebenstrasse stellen koennen. Ich bezweifle, dass es irgend jemanden interessiert haette…

03. MaiIn einer Nebenstrasse in Toowoomba, direkt am Botanischen Garten, wachen wir 8 Uhr morgens auf. Waaaas…so spaet? Ja eigentlich ist unsere Zeit 7 Uhr. Naja, was soll’s. Niemand hat uns geweckt, wahrscheinlich haette es auch niemanden interessiert, dass wir dort geschlafen haben. Es ist grau, nass und kalt….ekelhaft! Ist das hier ueberall so? Wir hoffen nicht, denn darauf haben wir echt keine Lust ;-) Wir sind doch in Australien, weil hier besseres Klima als Zuhause ist! hihi… Nun die interessantere Frage:

Wo gehen wir duschen?

Eine gute Frage, denn im Botanischen Garten gab es keine Dusche. Wir koennen ja unsere Solardusche aufhaengen..sie sollte Zimmertemperatur haben. Aber auch das koennen wir vergessen, denn erstens ist es zu kalt, um draussen zu duschen und zweitens gibt es keine Anhaengemoeglichkeit in den WC’s – schade. Zwei Strassen weiter – so zeigt es unsere App– gibt es Duschen. Wir fahren hin und muessen feststellen, dass sie verschlossen sind. Ups… Alles klar, wir fahren weiter zur Touristeninformation und schauen mal, wie unser Tag weitergeht. Es wird sich mit der Zeit schon noch eine Dusche auffinden.

In der Touristeninformation arbeitet ein aelterer sehr netter Mann, welcher mir uns zwei Moeglichkeiten aufzeigt: Ausserhalb von Toowomba in Richtung Kingaroy gibt es entweder den Weg durch die Bunya Mountains oder den geraden Weg durch Crows Nest. Da oestlich wohl nicht viel zu sehen ist, haben wir uns fuer den westlichen Weg entschieden – und es deeeeefinitiv nicht bereut! Noch einmal fahren wir zum Picnic Point, um im Hellen Fotos zu machen und machen uns dann auf den Weg in Richtung Bunyas. 

Jondaryan Woolshed – 45Min westlich von Toowoomba

Unser erster Stop, auf Empfehlung des netten Herren der Touristeninformation, ist die Jondaryan Woolshedein historisches Ueberbleibsel der Schafswollen-Industrie. Hier kann man live sehen, wie die Schafe geschoren werden, ein paar andere Tiere beaeugen und das Leben zw. 1800 und 1950 nachempfinden. Ja, man kann dort schon locker 2-3 Stunden verweilen. Der Eintritt kostet 13$ p.P., aber wir hatten wieder einmal unglaubliches Glueck und kamen kostenlos hinein, da wohl durch ein vorheriges Biker-Fest viel gespendet wurde. Und das Beste: es gab Duschen! Na, ihr koennt wohl erahnen, was wir nach unserer Tour durch die Woolshed gemacht haben?! Genau, eine heisse Dusche haben wir genossen.

…hinein in die Bunya Mountains

Es lag noch etwa eine Stunde Fahrtweg vor uns, da wir fast mittig in den Bunya Mountains im Burtons Well Campground naechtigen wollen. Der Ausblick war phaenomenal!!! Doch das war’s noch lange nicht…kaum fahren wir an dem Schild vorbei „Caution. Next 7km Wallabies crossing road“, stehen schon zwei Wallabies (Mini-Kaengurus) am Strassenrand. Wie eine Verrueckte springe ich (wieder einmal) aus dem Auto und freue mich wie ein kleines Kind, dass ich Wallabies fotografieren kann.

https://youtu.be/5ytI55Z9CGc

Die naechsten 12 km springen immer wieder Wallabies umher und ich freue mich wie verrueckt. Einfach nur super!

Burtons Well Campground

Der Campingplatz erfordert -wie der Rest in den Bunyas auch- ein Permit, welches man telefonisch oder online erwerben kann. Selbstverstaendlich wussten wir das nicht und haben wie die Schweine ins Uhrwerk geguckt, denn das Telefon zeigte „NO SERVICE“. Herrlich…ja ich rufe dann mal an, um ein Permit zu erwerben…ach halt ohne Empfang geht das ja gar nicht ;-)

Wie das Schicksal es so will, hatten wir einen Meter weiter ploetzlich Empfang und konnten zum Glueck anrufen. Alles klar, nun koennen wir beruhigt schlafen. Es ist erst 18 Uhr und wir wuerden uns gern ein Feuer machen, denn eine Feuerstelle und Holz wurde bereitgestellt. Bloed nur, dass es die letzten Tage so derbe geregnet hat, dass das Holz „dezent“ feucht ist und wir das Feuer somit vergessen koennen. Tja, dann bleibt uns wohl nichts anderes uebrig als uns in unser wunderschoenes Auto zu legen und dort zu essen – und spaeter die Flasche Rotwein zu leeren. :-)

20 Uhr schlafen wir schon ein…

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Autokaufen in Cairns?

26. April. Wir haben 10.30 Uhr die erste Autobesichtigung, 12 Uhr die zweite Besichtigung.

Das erste Auto (Holden Jackaroo) war ein Reinfall kann man so sagen. Auf den ersten Blick sah es nur dreckig aus, so typisch „2 Maenner und ein Auto“ eben ;-) Doch dann kamen nach und nach immer mehr unschoene Sachen ans Licht. Zum einen ging die Klimaanlage nicht und das haette 500-800$ Reparatur gekostet. Zum anderen haette man noch Reparaturen i.H.v. 1200$ vornehmen muessen, um ueberhaupt ein Roadworthy Certificate (RWC) zu bekommen. Und ohne RWC kann man ein in QLD zugelassenes Auto nicht registrieren bzw. eine bestehende Registrierung umschreiben. Mehr zum Autokauf. Das war also schon mal unguenstig. Urspruenglich wollte er auch 4.500$ fuer seinen Wagen – das ist auch ohne die hinzukommenden Kosten vieeeel zu teuer! Man bekommt ein intaktes 4WD fuer 3.000 -3.500$. Wir haetten ihn aufgrund der Maengel locker auf 3.000$ herunterhandeln koennen. Doch was nuetzt das?

Die zweite Besichtigung war auch nicht erfolgreich, denn das Paar hatte zwar ein Auto in gutem Zustand, aber noch kein aktuelles RWC, keine Quittungen, welche in irgendeiner Form erahnen lassen was fuer Kosten eventuell auf uns zukommen koennen.

Wenn der Verkaeufer Quittungen hat, welche vorangegangene Reparaturen zeigen, ist das gut, denn man weiss dann in etwa was demnaechst auf einen zukommen kann und was definitiv nicht kommt.

Fuer ihren Wagen wollten sie 4.200$ haben und auch nicht handeln. Das ist auch viel zu viel.

4.000$ und mehr sollte man nur fuer einen Wagen ausgeben, der ein RWC hat oder zumindest Quittungen ueber 2 bis 3 Jahre mitbringt. Man bekommt von Locals durchaus bessere Wagen (da sie besser mit den Autos umgehen) und das fuer einen guenstigeren Preis.

Fuer uns war klar: Flaute… Wir waren etwas enttaeuscht, aber das hilft ja auch nicht weiter. So haben wir uns zunaechst auf den Weg in die Bank begeben, um unser Konto zu eroeffnen. Das ging immerhin sehr schnell und problemlos. Innerhalb von 45 Min waren wir stolze Besitzer eines Commonwealth Bankkontos. Was brauchten wir?

  • Reisepass
  • Adresse in Australien
  • 250$ zum Einzahlen und Aktivieren des Kontos

Da wir zunaechst davon ausgehen, dass wir noch eine gute Woche in Cairns herumhaengen werden und wohl nach einem Job suchen, bestellen wir die Karten hierher.

Als wir kurz darauf in der Bibliothek sitzen und unseren Lebenslauf aufpeppen, klingelt mein Telefon. Hm, die Nummer kenne ich nicht…typisch deutsch wie ich bin, gehe ich vorerst nicht ran. Mit huebschen Lebenslauf und einem Termin fuer eine Besichtigung eines WG Zimmers, machen wir uns auf den Weg zur Besichtigung. Man, man 250 $ pro Woche fuer ein Zimmer…naja haben wir eine andere Wahl? Irgendwie nervt mich das alles…nun haben wir ein Konto und eine TFN, aber das mit dem Auto nervt und wie es aussieht, muessen wir vorerst in Cairns bleiben….super. Marco erinnert mich nochmals daran, dass uns eine andere Nummer angerufen hat und ich rufe spontan zurueck.

Innerhalb von Minuten kann sich soo viel aendern

Am Telefon meldet sich Rebecca. Rebecca? Die Gastfamilie! Ich kann es nicht fassen und bin ausser mir vor Freude! Wie genial ist das denn? Sie ist mir sofort sympathisch und nach etwa 5 Minuten sagt sie uns, dass sie sich freuen wuerde, wenn wir zu ihnen kommen. Schon ab Montag! Wow das ist in 7 Tagen! Ich sage ihr, dass Marco und ich uns einen Plan machen und wir sie morgen frueh zurueck rufen.

neue Plaene werden geschmiedet

Wir beschliessen nach einem Busticket nach Brisbane zu suchen und stellen fest, dass das Busticket genauso teuer ist wie ein Flug. Marco findet online 3 Autos, welche fuer uns in Frage kommen und wir rufen bei allen dreien an. Schwupps, wir haben fuer den 28. 3 Besichtigungstermine. Wir buchen noch schnell unseren Flug nach Brisbane fuer 7.30 Uhr und das alles klappt wie am Schnuerchen.

Ich habe super gute Laune und bin dermassen erleichtert, dass sich das Schicksal wieder auf unsere Seite geschlagen hat. Und da das wohl nicht nicht ausreichte, haben wir auf dem Heimweg auch noch 5$ gefunden….wuhuuuuuu… ;-)

https://youtu.be/xbNUyIyn03w

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3 Tage Brisbane & Känguru Bekanntschaften

10. April. Schon 8 Uhr sitzen wir im Van und machen uns auf den Weg zu Mackay Mechanics, denn was wir euch bisher noch nicht mitgeteilt haben:

  • Unser Wassertank ist undicht und wir haben praktisch alle paar Stunden das Vergnuegen Wasser aufzufuellen
  • beide Fensterscheiben sind verzogen und wir duerfen bei knalliger Sonne und 29 Grad mit geschlossenem Fenster fahren (Klima macht echt kein Spass,…) Also nix mit Kopf raushaengen und frische Luft schnuppern

Wir haben uns die letzten Tage dezent geaergert, da wir v.a. durch das Wassertankproblem immerzu auf Wasserstellen oder Campingplaetze angewiesen sind. Erfreulicherweise hat Camperman ziemlich schnell einen Termin in Brisbane organisiert und wir haben Hoffnung auf eine problemlose Weiterfahrt :-)

Puenktlich 8.45 sind wir vor Ort und die Jungs legen sofort los. Alle sind super nett und Douglas bietet uns sogar an, uns zur Faehre zu fahren und spaeter wieder abzuholen. Vermutlich dauert die Reparatur sowieso mehrere Stunden, also wieso nicht heute Sightseeing in Brisbane einlegen? Von der Apollo Rd. fahren wir also mit der City Cat Ferry fuer 5,80$ direkt nach Southbank Parklands. 45 Minuten sind wir unterwegs und die Fahrt war klasse. Wir haben soo viel gesehen und das Wetter war auch super.

Angekommen in Parklands, haben wir zunaechst lecker gefruehstueckt. Da es schon nach 11 Uhr war und Marco mittlerweile Mittagsapettit hat, bestellt er sich einen Burger. Jeani und ich haben uns ein Sandwich mit Avocado geteilt und einen richtig richtig leckeren Crepe mit Apfel und Vanilleeis gemampft. Goettlich… „The Crepe Cafe“ in der verlaengerten Stanley Street ist waermstens zu empfehlen!

Unsere Route durch Brisbane

Gestaerkt sind wir zur Goodwill Bridge gelaufen und auf die andere Seite des Flusses gewechselt. Hier ist der Botanische Garten. Wir haben uns ueber zwei Stunden aufgehalten, weil es einfach nur schoen war. Mangroven, rieisge verwachsene Baeume, Seen, Ibise, und und und.

Jeani hat gelesen, dass es einen kostenlosen Bus gibt, der durch einen Teil von Brisbane’s Innenstadt faehrt…und nun suchen wir. Wir haben zwar gar keinen Plan, welche Route der Bus faehrt, aber kostenlos klingt immer super! Haha…
An der Alice Street/ George Street faehrt der Free Loop Bus. Wir haben erfahren, dass er alle 15 Minuten faehrt und seine Strecke tatsaechlich nur durch die Innenstadt faehrt, also fahren wir mal ein Stueckchen bis zur Eagle Street. Wer shoppen will, wird in Brisbane massig finden, eine Mall neben der anderen befinden sich in der Innenstadt.

Unsere Lauf-Route geht ueber die Wharf Street Richtung Norden, am wunderschoenen Cathedral Square vorbei, direkt zu Woolworth! Nein, wir haben keinen Shoppingdrang, aber ganz ehrlich: wir sind zu geizig fuer eine Flasche Wasser (0,5L) 3,50$ zu zahlen, da bekommen wir bei Woolworth gleich 3 Stueck. Kaum betreten wir den Markt, sehe ich Sushi, Sushi und noch meeeehr Sushi…traumhaft. Wer Sushi mag, sollte hier zugeifen. Es ist nicht teuer, wird frisch zubereitet und sieht verdammt gut aus. Zu schade, dass wir schon gegessen haben.
Ueber die Boundary Street laufen wir zur Bruecke, welche zum Kangaroo Point fuehrt. Die Klippen sehen echt cool aus, doch leider koennen wir nicht verweilen, da wir unseren Van langsam wieder abholen muessen. Als wir die Strassen entlang laufen, stellen wir fest, dass es Unmengen an Parkplaetzen gibt, welche „No Limit“ sind. Wir kommen also auf die glorreiche Idee uns heute Nacht einfach hier in die Wohnsiedlung zu stellen und hier zu schlafen. Wird schon gut gehen :-) Gegen 16 Uhr sind wir also wieder an der Faehre. Dieses Mal fahren wir vom Mowbray Park zur Apollo Road.

ein funktionierender Van und Tipps zum Autokauf

Douglas, der Shopmanager von Mackay, hat uns wieder abgeholt und mitgeteilt, dass alles repariert ist. Wir sind aaauuusser uns vor Freude. Endlich kein Wasserproblem mehr und endlich mal die Scheiben herunterlassen! Ausserdem hat uns Douglas noch einige Tipps auf den Weg mitgegeben. Er gab uns Tipps, welches Auto wir uns kaufen sollten, welche Marken hier am langlebigsten sind, was sie in etwa kosten duerfen und worauf wir beim Kauf achten sollen. Vor allem raet er uns, ein Auto mit RWC (Road Worthy Certficate) zu kaufen, um sicher zu gehen, dass das Auto auch taesaechlich sicher ist. Weitere Erkenntnisse zum Thema Autokauf findet ihr hier.

Wir duesen zum naechsten Supermarkt, um den Kuehlschrank aufzufuellen und wollen heute Abend Sushi essen gehen….wir haben einen unglaublichen Heisshunger und einfach zu lange kein Sushi mehr gegessen.

…Wieso wir an dem Abend nicht mehr Sushi essen gegangen sind, was uns dummerweise passiert ist und wie wir zur Attraktion des Abends wurden…und wie sich das sich daraus ergebene Problem einen Tag spaeter zum absoluten Glueck geloest hat…erfahrt ihr spaeter. –

Wir haben jedenfalls tatsächlich in der Wohnsiedlung geschlafen und keinen bösen Besuch bekommen. ;-)

11. April. Unser innerer Wecker klingelt um 7 Uhr und wir mussten erst einmal herum telefonieren,  um unser Problem zu lösen. Blöd nur, dass Samstag war und fast alles geschlossen hatte. Das Schicksal stand jedoch unserer Seite und wir konnten gegen 13 Uhr tief durchatmen.

Mit gemischten Gefühlen sind wir dann zum Lone Pine Koala Sanctuary gefahen und hatten einen großartigen Nachmittag. Der Eintritt liegt bei 34$ unermaessigt (vergleichsweise guenstig!), Studenten & YHA Backpacker zahlen 25$.

Heute Abend wollten wir wieder in der Wohnsiedlung schlafen, sind davor aber noch zur Mowbray Fähre heruntergefahren (600m), da dort Toiletten waren. Hmm, hier steht noch ein camperman Van und das schon seit 2 Tagen. Vielleicht bleiben wir hier ebenfalls stehen…scheint ja niemand zu kontrollieren? 1 Stunde später kommen die Jungs und das Mädel, die zum Van gehörten und wir haben super viel gequatscht. Sie haben uns auch gefragt, ob wir morgen früh um 5 mit zum Sonnenaufgang fahren wollen.

..und dann kam die Polizei 

Mitten im Gespräch kam die Polizei und fuhr auf unseren Parkplatz. „Wir sind so am Arsch..“ denke ich mir und frage den anderen Backpacker, was wir jetzt machen sollen. „Nichts, ach die Polizei fährt doch schon wieder weg.“ „Ja aber jetzt wissen die ja, dass wir hier sind und kontrollieren heute Nacht.“ „Ach, 50:50 ..die Polizei kann dir eh kein Bußgeld erteilen. Die müssen den Ranger anrufen und der muss herkommen und er erteilt Strafe. Woher ich das weiß? Ich habe einen Cop gefragt.“ “ Ha, wie geil! Naja oder auch nicht…dann kommt der Ranger heute Nacht wahrscheinlich vorbei. ..“ „Ach wer weiß. Ich gehe jetzt jedenfalls genüsslich schlafen…“

Alle schlafen unruhig und dann klopft es nachts an der Tür. Kurzzeitig haben wir echt Schiss gehabt … aber dann rief er nur: „Aufstehen Leute! Los kommt schon..ab zum Sonnenaufgang!“ Wir Pfeifen waren jedoch zu müde und fallen zurück in den Schlaf.

12. April. Als wir aufgestanden sind, waren die Anderen natürlich weg und wir haben sie auch nicht wieder gesehen. Heute geht unsere Fahrt weiter Richtung Norden.

noch 1780km liegen vor uns.

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zwischen Baumkronen und Papageien

9. April. Heute haben wir uns dafuer entschieden auf dem Weg nach Brisbane einen Abstecher ins Gruene zu machen.

Nachdem wir gestern den Nightcap Nationalpark gestreift sind und die Aussicht echt toll fanden, moechten wir einen weiteren Nationalpark sehen. Es gibt in der Region mehrere zur Auswahl, und diese haben u.a. eine „Tree Top“ Bruecke, welche durch die Baumkronen des Regenwaldes fuehrt:

  • Springbrook
  • Tamborine
  • Lamington

So richtig auf dem Weg liegt keiner, aber  der Lamington National Park ist tatsaechlich der einzige, welcher kein Geld fuer den „Tree Top Walk“ verlangt (Tamborine ca. 19$ p.P). Zugleich ist es die aelteste (1987) und erste Haengebruecke weltweit, welche einen Spaziergang durch die Baumkronen des Regenwaldes ermoeglichte.

Sage und schreibe 27 km lang fuhren wir Serpentinien…und das dauerte letztlich fast anderthalb Stunden. Aber es war jeden km wert. Wieso? Wir sind auf die Tree Top Bruecke vorberieitet und erhofften uns einen tollen Ausblick, aber wir haben noch etwas anderes tolles erlebt:

Mein Freund der Papagei

Neben dem Ankunftsplatz tummelten sich doch tatsaechlich etwa 15 Papageien. Wilde Papageien, die gar nicht mehr so wild waren, da sie sich fuettern liessen. Wild genug jedoch, einigen auf die Schulter zu scheis…. und mir den Arm zu zerkratzen haha. Einfach genial. Ich glaube, fast alle Besucher haben sich Vogelfutter gekauft, um ein Papageifoto zu schiessen. Kurzzeitig habe ich das auch ueberlegt, aber 4$ fand ich etwas happig. Also stellen wir uns einfach dazu -ohne Futter- und bekommen trotzdem neugierigen Besuch. Marco hatte nach wenigen Minuten seinen Freund auf dem Kopf zu sitzen und wenig spaeter bekam ich auf meinem Arm Besuch. Ja, jaa….das hat gefetzt!


Stundenlang haette ich mich dort aufhalten koennen, aber da wir ja noch mehr sehen wollten -und wie immer nur begrenzt Zeit haben-, machten wir drei uns auf den Weg zum Tree Top Walk.

Etwa 16 Uhr fuhren wir in Richtung Brisbane und mussten die gesamte Strecke zurueck fahren. Da wir keine Lust haben schon wieder so viel Geld fuer einen Campingplatz zu zahlen und vorerst genuegend Saft auf unserer Batterie haben, entscheiden wir uns dafuer ein paar Hostels abzutelefonieren. Einige bieten an, dass man mit dem Van bei ihnen parken und Dusche etc.. nutzen kann. Letztendlich sind wir in Manly im Manly Harbour Backpackers gelandet, fuer 10$ p.P.. Das ist guenstiger als zuvor, aber noch zu viel hihi.
Eins haben wir alle jedoch fuer uns festgestellt: So ein Hostel-Leben ist definitiv nichts fuer uns…so richtig sauber war es nicht (das sind wir aber mittlerweile gewohnt) und richtig eklig war der Gestank. Egal in welche Richtung wir unsere Riechkolben drehen, es stinkt nach Alk. Fast nur Maenner, 10% „Frauen“…wie in einer Tigerhoehle hat es gerochen…

Ok, das brauchen wir nicht unbedingt wiederholen ;-)

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Planschmiede & Zwischenfazit

27. April. Jeani ist seit zwei Tagen in Neuseeland und wir sind nun alleine in Cairns. Allem voran: Wir moegen Cairns selbst nicht allzu sehr. Wir sehnen uns nach einem schoenen kleinen Vorort. Ja und nun?

Wie geht’s weiter? 

Job? Auto? Geld? Wohin? Wie lange? Wie? Oh Gott, soo viele Fragen jagen uns durch den Kopf… Wir sind absolut planlos …dieses Gefuehl ist neu fuer mich, denn ich habe immer einen Plan. Finde ich das jetzt gut, oder finde ich es aetzend? Marco ist noch recht entspannt und stellt sich alles ganz easy vor. Auch gut. Also wir sortieren unsere Gedanken und, das was wir bisher gelernt haben:

  1. Wir wollen nicht hier bleiben
  2. Wir wollen nicht in die Kaelte
  3. Wir haben uns gesagt, wenn wir bei 15.000 sind, sollten wir langsam anfangen zu arbeiten. Da sind wir nun angelangt
  4. Wenn wir nicht hier arbeiten wollen, sondern etwas ab vom Schuss, brauchen wir ein Auto
  5. Wo bekommen wir ein Auto her? Und was kostet es?
  6. Wir brauchen erst einmal eine Steuernummer (TFN) und ein Bankkonto.
  7. Und die wichtigste Frage: Wo kommen wir unter? Das Hotel ist nur bis zum 28. gebucht…und dann? Keeeine Ahnung…

So,…das ist echt verdammt viel…Ich bin genervt und wir machen uns einen Plan in welcher Reihenfolge wir alles innerhalb von 2 Tagen regeln.

26.April:

  1. Wir suchen online nach einer Gastfamilie und nach einem Auto – parallel – und schreiben bzw. rufen die Personen an
  2. Nebenbei beantragen wir schnell online unsere Steuernummer
  3. Zwischendrin klappern wir auch noch ein paar Jobangebote auf Gumtree ab…nix ist so richtig super

27. April

  1. Ich rufe mehr als 5 Personen an, welche bei Gumtree Raeume/ Unterkuenfte anbieten…erfolglos. Entweder sollen wir mehr als 3 Monate bleiben (oh nee, bitte nicht) oder sie sind vergeben. Preislich liegt alles bei 200 +/- 40$ pro Woche.
  2. 10:30 haben wir unsere erste Autobesichtigunng …nun gut, ich glaube wir muessen weitersuchen, denn in den Wagen muessten wir noch einmal 1.200$ oder mehr investieren, damit alles in Ordnung ist
  3. 12:00 haben wir unsere zweite Autobesichtigung …der gefaellt uns richtig gut, sehr gepflegt auf den ersten Blick. Doch leider null Service-History und keine Servicenachweise…hm..4.200$ finden wir dafuer dann doch noch zu viel
  4. 12:30 sitzen wir in der Commonwealth Bank und eroeffnen unser australisches Bankkonto! Unsere Beraterin hiess Sarah…welch ein Fit ;-)
  5. 13 Uhr gehen wir in die Bibliothek und pimpen unsere Lebenslaeufe fuer eventuelle spontane Job-Bewerbungen
  6. 15 Uhr bekommen wir einen Anruf von Rebecca! Ihre Familie haben wir gestern angeschrieben und schon meldet sie sich. Wie fantastisch! Noch viel besser: Sie wollen uns haben, schon ab naechster Woche. Juhu.
  7. 15:30 haben wir eine Besichtigunng in einer WG, die auf den ersten Blick OK scheint, aber erst Anfang Mai frei ist. Wieder ein Schuss in den Ofen…
    Das macht die Entscheidung einfacher!

Fliegen wir gleich nach Brisbane, oder kaufen wir das Auto sofort, damit wir puenktlich bei unserer Gastfamilie sind? 

Wir ueberlegen uns einen Plan B. Da wir hier eh keine Bleibe haben und zu geizig fuer ein Hotel sind, beschliessen wir online nach einem Auto in Brisbane zu suchen. Falls es dort etwas Gutes, oder Besseres gibt, fliegen wir eben gleich dort hin und kaufen es dort! Das wuerde uns zumindest stressige 1.500km Fahrt ersparen…

Alles fuegt sich zusammen…wir kommen unserem Traum ein grosses Stueck naeher. Danke liebes Schicksal.