Ein Roadtrip zu verlassenen Straenden…
Da Bai Sao fuer uns nicht wirklich interessant war, haben wir uns auf den Weg in den Nordosten gemacht. Quer durch die einzige Strasse, die durch den Jungle fuehrt, fahren wir nach Thom Beach. Die Strassen sind ziemlich gut…wir freuen uns und denken:Ein Klacks!
Ich: „Hm, ich hab mal ein Video gesehen, von Jungs, die solche roten Sandstrassen fahren mussten und ueber irgendwelche Abgruende und Holzlatten fahren mussten. Die scheinen echt viel gebaut zu haben. Die Strassen sind doch voll gut!“
Marco:“Na ich glaube nicht, dass ich hier ueber irgendwelche Abhaenge oder sonstiges fahre!!“
Recht entspannt kamen wir am Thom Beach an. Doch dieser entpuppte sich als weniger schoen, denn das Muellproblem war hier besonders arg. Ca. 2 km weiter, kurz vor einer Bruecke, fuhren wir einen kleinen Pfad zum Wasser hinunter. Wow, das erinnert mich an die Picnic Insel auf den Malediven. Alles sah so verlassen aus. Millioooonen Muscheln in klein und gross, das Wasser war ueberraschend sauber. Der Sand war leider wieder mit angeschwemmten Muell bestueckt. Ansonsten war es echt idyllisch.
…zwei Stunden und ein angenehmes Bad im Meer spaeter…
„Schatz wir haetten rechts abbiegen muessen! Wir sind doch falsch hier..da geht’s nicht weiter. Das ist doch die falsche Strasse hier..!“
„Stimmt gar nicht, rechts war gesperrt, links ging’s zum Wasser und laut GPS sind wir auf der braunen Strasse. Ich lauf mal vor und gucke, ob es da weiter geht.“
„Aehm..hier geht es definitiv nicht weiter…es sei denn wir springen…was wir bestimmt nicht tun.“
„Wir fahren mal paar Meter zurueck. Da war so ein kleiner Weg…bestimmt eine Umfahrung.“
Eine Umfahrung vom Allerfeinsten war das… ich weiss nicht, ob das andere schlimmer gewesen waere
Marco war so angespannt und schlecht gelaunt, als er die „Strasse“ sah…Ich musste nur noch lachen. Ich meine mal ganz ehrlich:
- wir waren mitten in der Pampa
- es ist die einzige Strasse, die nach Sueden fuehrt
- und wenn es die einzige Strasse ist, wird ja auch bestimmt mal ein Einheimischer vorbeigeduest kommen und uns helfen…oder?
Hatten wir eine andere Wahl? Neee…also los geht’s….
Nach der ersten Huerde und einer Menge Schweiss dachten wir: Puh…ging ja alles gut. Bloss weg hier.
…und dann kam der naeachste Hammer
Diese „Strasse“ nahm kein Ende und diese duennen bescheidenen Holzkonstruktionen fuehrten direkt ueber eine kleine Schlucht – im Jungle…weiss ich was da fuer Tiere auf mich lauern??? Dann hoerte ich eine, zwei und die dritte Hupe: Einheimische!!! Ich habe mich gefreut wie ein kleines Kind (Marco dachte bestimmt, jetzt werden wir mitten im Jungle ausgeraubt haha). Nun sahen wir, dass die Einheimischen wie die Irren einfach drueber brettern…und wir? Total veraengstigt. Es wird Zeit, dass wir mal etwas Coolness zeigen und somit brettern wir genauso ueber die „Stassen“ – und kommen (sogar) heil an.
Auf dem restlichen Weg ging der Roller ein paar Mal nicht an, dass scheint hier eine normale Begleiterscheinung der hiesigen Roller zu sein. Wir haben u.a. Halt am Kiki cocout Beach gemacht und ein frischen Eiskaffe und Wassermelonensaft getrunken und Marco wirkte sichtlich entspannter, denn es waren nur noch 5 km bis zur asphaltierten Strasse :-) Der Strand war hier ziemlich sauber, das Wasser auch und man konnte in den Bungalows fuer etwa 17 Euro uebernachten – direkt am Wasser. Herrlich.
Um mal Neues auszuprobieren, haben wir unser Abendbrot auf dem Nachtmarkt verlebt…was sich als nicht lohnenswert herausgestellt hat. Der Fisch und die ganze Szenerie sieht ja toll aus, aber leider war das Essen nicht ansatzweise so gut wie im Hai Nam und dafuer auch noch teurer.
19 Uhr kommen wir am Hotel an und freuen uns nur noch auf zwei Dinge
- eine schoene Dusche, um den Dreck abzuspuelen
- und die Happy Hour, die nur noch eine Stunde geht und wir nun wohl schneller trinken muessen :-D
