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4 Wochen durch den Norden – 2

5.July – eine Suende wert

Zum Glueck hat Marco in Richtung Atherton Tablelands eine Tankstelle mit kostenloser Dusche gefunden, der Tag ist also gerettet. Ich liebe das Reisen im Auto und Camping, aber ohne Dusche geht gar nichts. Ob warm oder kalt oder einfach nur Eimer fuer Eimer ueber mich schuetten…mir egal – hauptsache sauber. Frisch geduscht fahren wir also in die Berge und machen unseren ersten Stop in Millaa Millaa. Dies ist einer der hoechsten Orte in den Tablelands und es gibt eine unglaubliche Molkerei, welche jegliche Produkte organisch herstellt. Wir koennnen einfach nicht anders und bestellen uns zwei Suenden.

Hoechst zufrieden und mit schlechtem Gewissen wegen der Kalorienbomben, fahren wir weiter durch Atheron bis nach Mareeba. Ich habe mir mehr erhofft was die Aussicht angeht. Doch es ist so neblig, dass man kaum etwas sieht.

Noch vor Mareeba halten wir am Malanda Falls Visitors Centre an. Wow, wir haben noch nie so ein cooles Tourist Center gesehen. Soo viele Ausstellungen, interaktive Vulkan-Nachbildungen, etc. Es gibt hier auch zwei Walks, wovon wir einen machen und einen Haufen Schildkroeten sichten.

Es hat fast den ganzen Tag geregnet, doch in Mareeba scheint die Sonne. Irgendwie mag ich den Ort. Die Stadt ist klein, hat die wichtigsten Shops und ist umgeben von herrlicher Natur. Aehnlich wie Kingaroy. Da wir hungrig sind, kochen wir unser Abendbrot im Mary Andrews Garden und sitzen bis kurz vor Sonnenuntergang.

Wir nehmen uns vor, den naechsten Tag wiederzukommen. Den Rest des Abends setzen wir uns in den McDdonald’s und nutzen die Gelegenheit, um mal wieder mit den Liebsten Zuhause zu telefonieren und ein paar Informationen zu sammeln.

6.July – es gruesst das Kaenguru beim Jogggen

Der Mary Andrews Gardens ist wirklich toll.. mit Sportpark, BBQ, Spielplatz und perfektem Ausgangspunkt fuer einen guten Lauf. Von 10 Uhr bis fast um 13 Uhr machen wir Sport. Erst verausgaben wir uns an den Geraeten, welche mit eigener Koerperkraft arbeiten und ungeahnt super anstrengend sind. Danach gehen wir 6 km joggen. Ein paar Kaengurus begegnen wir, rennen an Passionsfruechten vorbei und werden von den Anwohnern motiviert – und ich habe bei 4 km einfach keeeinen Bock mehr! Ich will das Handtuch werfen – doch ich darf nicht. Also halte ich durch…und wieder einmal sind wir tierisch stolz auf uns.

eine Erlebnisdusche

Eigentlich war es unser Plan im WC mit der Solardusche zu duschen, doch unser Plan wurde durchkreuzt. Nachdem wir vom Joggen wiederkommen, ist de gesamte Parkplatz gefuellt und wir muessen uns etwas Anderes suchen. Gesagt, getan. Wir finden ein offenes Toilettenhaus im Nichts und koennen ungestoert „duschen“. Doch wir greifen zum Eimer und das war mit Abstand die lustigste Erfahrung, die wir in den vergangenen Wochen gemacht haben. Nackig stehen wir da und seifen uns ein und schuetten uns gegenseitig mehrere Eimer Wasser ueber den Koerper. Wenn ich daran denke, muss ich schon wieder lachen. Ich gebe zu, wir wuerden einfach alles dafuer tun mindestens einmal am Tag „duschen“ zu koennen!

Touristenhochburg

Motiviert und energiegeladen fahren wir nach Kuranda. Dieser Ort wird in den hoechsten Toenen gelobt. Als wir durch die Gaenge des beruehmten „Heritage Market“ spazieren, kommt uns ein Gedanke: Erinnert uns irgendwie an Nimbim (nur ohne Teenager, welche nach Cannabiskeksen suchen wuerden). Teuer und touristisch. Nicht schlecht, aber auch nicht allzu besonders. Nungut, wir beschliessen zur Touristeninformation zu gehen und herauszufinden, was man hier Schoenes machen kann. Schnell stellt sich heraus: Nicht viel ohne viele Moneten. Die historische Zugfahrt (wohl der schoenste Part) kostet ueber 60$, das Schmetterlingshaus knapp 20$ und alle anderen Attraktionen 20$+. Wir haetten noch einen kleinen Walk machen koennen, aber spektakulaer ist er auch nicht. Wir entscheiden uns abzureisen und in Richtung Cairns zu fahren. Nur eine gute halbe Stunde dauert die Fahrt.
Da wir Cairns schon ziemlich gut kennen, fahren wir zum altbekannten Botanischen Garten, wo Strom, WC und BBQs auf uns warten – achja und natuerlich 1 Million laestige fiese Sandfliegen. Doch dieses Mal sind wir vorbereitet und haben eine Menge Insektenrepellent dabei. Wir stellen fest, dass unser Platz am Freshwater Lake mittlerweile ziemlich gut besucht ist. Ein blonder Junge sitzt in einer Ecke mit seinem Laptop und Kopfhoerern, zwei Aborigines sitzen auf der anderen Seite des Pavillions. Eine Frau sitzt auf einer der Baenke und telefoniert. Wir suchen uns eine Steckdose und beginnen danach unser Abendbrot vorzubereiten. Immer wieder hoere ich, wie sich der eine Aborigine auf die Arme und Beine haut, um die Sandfliegen zu toeten. „Do you want some Repellent?“ „Yes that would be great!“ „Okay wait a second.“ Er sprueht sich ein und irgendwie entwickelt sich ein Gespraech, welches schon bald eine riesige Gruppenkonversation wird. Die Frau war Franzosin und mit ihrem Freund auf Reisen, die Aborigines sind aus verschiedenen Staemmen und der blonde Junge wurde von uns durchgefuettert, denn er hatte keine Unterkunft und schlaeft seit Tagen in einer Haengematratze in den Baeumen. Ziemlich traurig. Der Abend war super interessant. Wir haben einiges uber das Leben der Ureinwohner gelernt und die Atmosphaere war einfach mal wieder angenehm. Am Ende haben uns die Aborigines beide mindestens zweimal umarmt und wurden sentimental. Herrlich.

7. July – die Franzosen sind ja doch „ganz nett“

Es ist witzig. Als wir morgens zu unserer Picnic Stelle zurueckfahren, um zu fruehstuecken, trudeln die Franzosen auch wieder ein. Wir hatten wieder ein sehr langes Gespraech und ich bin echt beeindruckt, wohin sie ueberall gereist sind. Mit nur 6.500 Euro haben sie 1,5h Jahre Asien, Indonesien, Malaysia, Philippinen etc. bereist. Echt cool. Besonders die Philippinen haben mich interessiert, da sie auch auf unserem Plan stehen, genauso wie Bali.

Mein zuvor eher negatives Bild der Franzosen hat sich zum Glueck durch die beiden angenehmen Persoenlichkeiten gerichtet. Ich habe auch endlich mal eine Erklaerung dafuer bekommen, weshalb Franzosen zo unhoeflich wirken, wenn man versucht Englisch mit ihnen zu kommunizieren: Sophie meinte, dass das Englisch, welches sie lernen so schlecht ist bzw. schlecht beigebracht wird, dass die Franzosen lieber gar nicht reden, als sich zu blamieren. Es ist also keine „Ich weigere mich Englisch zu sprechen, lernt gefaelligst Franzoesisch!“ – Einstellung, sondern eine nachvollziehbare Angst sich zu blamieren. Ihr Englisch war uebrigens sehr gut, die Aussprache zwar gewoehnungsbeduerftig , aber das Vokabular sehr gut!

Auf nach Port Douglas

Nach dem Fruehstueck gehen wir duschen und dann wird es Zeit, dass wir uns auf den Weg nach Port Douglas machen. Gerade einmal 67 km ist Port Douglas entfernt, das entspricht einer knappen Stunde Fahrt auf dem Captain Cook Highway entlang der Kueste. Die Strasse erinnert mich ein wenig an die Ocean Road, da sie sich den Berg entlang windet und der Ausblick wunderschoen ist. Mit jedem zurueck gelegten Meter wird das Klima tropischer, die Baeume noch gruener. In Port Douglas angekommen bemerken wir, dass der Ort winzig ist. Der Strand ist wohl als einer der wenigen zum Schwimmen geeignet und offensichtlich auch gut zum Joggen. Es tuemmeln sich Wasserratten und Sportbegeisterte. Die „Esplanade“ ist sehr gepflegt und so wird sie zu unserem Essensplatz die naechsten 2 Tage.

Wir fahren den Ort ab, suchen spaeter nach einem Schlafplatz und entdecken eine wunderschoene Wohnhaussiedlung mit riesigem Park in der Oriole Street, elektronischem Toilettenhaeuschen , BBQ und Steckdose. Perfekt.

8. July – Sport ist Mord

Nachdem wir uns gekraeftigt hatten steht nun eins an: Sport! Marco und ich gehen joggen. Entlang der Promenande, in Richtung des Lookouts, den Berg hinauf …und das hat uns wohl das Genick gebrochen. Wir schaffen es noch zum Strand und joggen am Wasser entlang, doch nach insgesamt etwa 4 km mache ich schlapp. Meine Huefte laesst gruessen…wann bekomme ich endlich einen neuen jungen Koerper? Haha. Als Strafe fuer unsere (wohl eher meine) schlechte Kondition, haengen wir gleich noch ein TRX Training hinten dran. Fuer alle, die (wie wir) einen Laundromat in Port Douglas suchen: Es gibt keinen! Daher haben wir im Global Backpackers nett gefragt und uns in deren Waschraum eingenistet.
Frisch geduscht sind wir dann bereit den Ort zu erkunden und spazieren los. Diesmal erklimmen wir den Weg zum Lookout komplett, durchqueren danach den gesamten Ort, entlang der Macrossan Street (Einkaufspromenade) bis zum Hafen. Es gibt unglaublich schoene versteckte Haeuser und wir traeumen vor uns hin…eines Tages. Wir haben uns auch gleich eine Bar fuer heute Abend heraus gesucht, denn heute ist das 3. entscheidende Rugby Spiel zwischen Queensland und New South Wales. Lustigerweise stellt sich am Abend, als ich mit Rebecca telefoniere, heraus, dass sie und Brett vor 5 Jahren genau im gleichen Lokal sassen und genau das gleiche Spiel gesehen haben! Wir koennen es kaum glauben und freuen uns noch mehr. Wie wir es uns gewuenscht haben, hat QLD ordentlich eingeheizt und gewonnen! Welch ein Tag!

Unser morgiges Ziel ist Daintree. Danach ist das letzte Ziel der Kueste Cooktown. Weiter noerdlich werden wir nicht fahren – wenn auch gern wir es taeten… Doch wir haben vor, durchs Outback einen Teil der Strecke zurueck zu fahren und das benoetigt auch seine Zeit. Gute Nacht liebe Welt.

Hier geht es weiter zum 3.Teil!

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Autokaufen in Cairns?

26. April. Wir haben 10.30 Uhr die erste Autobesichtigung, 12 Uhr die zweite Besichtigung.

Das erste Auto (Holden Jackaroo) war ein Reinfall kann man so sagen. Auf den ersten Blick sah es nur dreckig aus, so typisch „2 Maenner und ein Auto“ eben ;-) Doch dann kamen nach und nach immer mehr unschoene Sachen ans Licht. Zum einen ging die Klimaanlage nicht und das haette 500-800$ Reparatur gekostet. Zum anderen haette man noch Reparaturen i.H.v. 1200$ vornehmen muessen, um ueberhaupt ein Roadworthy Certificate (RWC) zu bekommen. Und ohne RWC kann man ein in QLD zugelassenes Auto nicht registrieren bzw. eine bestehende Registrierung umschreiben. Mehr zum Autokauf. Das war also schon mal unguenstig. Urspruenglich wollte er auch 4.500$ fuer seinen Wagen – das ist auch ohne die hinzukommenden Kosten vieeeel zu teuer! Man bekommt ein intaktes 4WD fuer 3.000 -3.500$. Wir haetten ihn aufgrund der Maengel locker auf 3.000$ herunterhandeln koennen. Doch was nuetzt das?

Die zweite Besichtigung war auch nicht erfolgreich, denn das Paar hatte zwar ein Auto in gutem Zustand, aber noch kein aktuelles RWC, keine Quittungen, welche in irgendeiner Form erahnen lassen was fuer Kosten eventuell auf uns zukommen koennen.

Wenn der Verkaeufer Quittungen hat, welche vorangegangene Reparaturen zeigen, ist das gut, denn man weiss dann in etwa was demnaechst auf einen zukommen kann und was definitiv nicht kommt.

Fuer ihren Wagen wollten sie 4.200$ haben und auch nicht handeln. Das ist auch viel zu viel.

4.000$ und mehr sollte man nur fuer einen Wagen ausgeben, der ein RWC hat oder zumindest Quittungen ueber 2 bis 3 Jahre mitbringt. Man bekommt von Locals durchaus bessere Wagen (da sie besser mit den Autos umgehen) und das fuer einen guenstigeren Preis.

Fuer uns war klar: Flaute… Wir waren etwas enttaeuscht, aber das hilft ja auch nicht weiter. So haben wir uns zunaechst auf den Weg in die Bank begeben, um unser Konto zu eroeffnen. Das ging immerhin sehr schnell und problemlos. Innerhalb von 45 Min waren wir stolze Besitzer eines Commonwealth Bankkontos. Was brauchten wir?

  • Reisepass
  • Adresse in Australien
  • 250$ zum Einzahlen und Aktivieren des Kontos

Da wir zunaechst davon ausgehen, dass wir noch eine gute Woche in Cairns herumhaengen werden und wohl nach einem Job suchen, bestellen wir die Karten hierher.

Als wir kurz darauf in der Bibliothek sitzen und unseren Lebenslauf aufpeppen, klingelt mein Telefon. Hm, die Nummer kenne ich nicht…typisch deutsch wie ich bin, gehe ich vorerst nicht ran. Mit huebschen Lebenslauf und einem Termin fuer eine Besichtigung eines WG Zimmers, machen wir uns auf den Weg zur Besichtigung. Man, man 250 $ pro Woche fuer ein Zimmer…naja haben wir eine andere Wahl? Irgendwie nervt mich das alles…nun haben wir ein Konto und eine TFN, aber das mit dem Auto nervt und wie es aussieht, muessen wir vorerst in Cairns bleiben….super. Marco erinnert mich nochmals daran, dass uns eine andere Nummer angerufen hat und ich rufe spontan zurueck.

Innerhalb von Minuten kann sich soo viel aendern

Am Telefon meldet sich Rebecca. Rebecca? Die Gastfamilie! Ich kann es nicht fassen und bin ausser mir vor Freude! Wie genial ist das denn? Sie ist mir sofort sympathisch und nach etwa 5 Minuten sagt sie uns, dass sie sich freuen wuerde, wenn wir zu ihnen kommen. Schon ab Montag! Wow das ist in 7 Tagen! Ich sage ihr, dass Marco und ich uns einen Plan machen und wir sie morgen frueh zurueck rufen.

neue Plaene werden geschmiedet

Wir beschliessen nach einem Busticket nach Brisbane zu suchen und stellen fest, dass das Busticket genauso teuer ist wie ein Flug. Marco findet online 3 Autos, welche fuer uns in Frage kommen und wir rufen bei allen dreien an. Schwupps, wir haben fuer den 28. 3 Besichtigungstermine. Wir buchen noch schnell unseren Flug nach Brisbane fuer 7.30 Uhr und das alles klappt wie am Schnuerchen.

Ich habe super gute Laune und bin dermassen erleichtert, dass sich das Schicksal wieder auf unsere Seite geschlagen hat. Und da das wohl nicht nicht ausreichte, haben wir auf dem Heimweg auch noch 5$ gefunden….wuhuuuuuu… ;-)

https://youtu.be/xbNUyIyn03w

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Moegt ihr Cairns?

24. April. Heute hat jeder ein bisschen fuer sich Cairns erkundet und gegen 15 Uhr haben wir uns wieder getroffen. Marco hat sich im Shopping Center vergnuegt und danach einen Barber besucht und sein Prachthaar schnippeln lassen. Jeani ist durch die Strassen spaziert und hat viele Entdeckungen gemacht was Souveniers angeht. Ich bin ebenfalls durch die Strassen spaziert und habe mich hier und da erkundigt, was Cairns so bietet. Am besten hat mir die Lagune an der Esplanade gefallen. Ansonsten finde ich Cairns nicht atemberaubend, da hier nur Touristen, Backpacker und Alkoholiker unterwegs zu sein schien. Vor 10 Uhr morgens ist Cairns sehr schoen, doch danach fuellen sich die Strassen mit Partyleuten. Schon mittags sitzen viele (auch locals) im Pub und trinken trinken trinken.
Wir sind Abends Sushi essen gegangen, waren im Waschsalon und haben uns noch den Nachtmarkt angesehen, welcher taeglich stattfindet. Irgendwie hat mich das sehr stark an die Kaosan Strasse in Bangkok erinnert – in Miniaturausfuehrung.

25.April. Jeani hat ihren Abflug und auf dem Weg dorthin fahren wir noch einmal durch die City. Da entdecken wir den local market mit tonnenweise billigen leckeren Fruechten und schlagen zu. Das wird ein gutes Fruehdstueck fuer uns alle.

13 Uhr geht Jeanis Flug. Wir waren jetzt allein. Ein seltsames Gefuehl nach mehr als 4 Wochen gemeinsamer Reise. Da wir an dem Tag auch den Van abgegeben haben, waren ploetzlich zwei Konstanten weg. Die taegliche Routine gab es nicht mehr und ich musste mich zunaechst sortieren, denn irgendwie war es nun komisch. Wir fahren nicht weiter, um Neues zu entdecken. Wir suchen auch erst einmal nicht mehr nach einer Dusche. BBQ gab es auch nicht mehr. Und was  machen wir jetzt? Die Frage geht mir nicht aus dem Kopf. Die Zeit war nicht immer leicht, da wir auch viel gestritten oder diskutiert haben. Zu dritt zu reisen ist definitv nicht leicht. Obwohl wir fast taeglich eine Diskussion hatten, erinnere ich mich nur noch an zwei oder so. Der Rest war so schoen, dass man schnell alles „Schlechte“ vergisst.

Wir checken erst einmal in unser Hotel „Palm Royal“ ein. Hier bleiben wir fuer die naechsten 3 Naechte. Wir hatten vor ein wenig abzuspannen und zu ueberlegen was wir als naechstes tun wuerden.

Das mit dem Abspannen hat ungefaehr 1 Stunde gedauert und dann wurde uns klar: Abspannen? Seid ihr bloed? Nichts mit Abspannen…wir brauchen einen Plan! Was machen wir denn ab dem 27.?

  • wir haben keine Bleibe ab dem 27.
  • wir haben keinen Job
  • wir haben kein Auto, womit wir flexibler waeren

Wir haben uns also hingesetzt und einen Plan gemacht, wie wir am Besten vorgehen.

  1. wir suchen uns ein Auto, denn dann haben wir eine Schlafmoeglichkeit, koennen flexibel nach Jobs suchen und auch in andere Regionen fahren
  2. wir eroeffnen unser Commonwealth Konto und beantragen online eine Steuernummer (TFN), damit wir sofort arbeitsfaehig sind
  3. wir drucken unsere CV’s (Lebenslaeufe) aus, um nach Jobs zu fragen
  4. wir gehen auf die Suche nach einer Gastfamilie, denn nicht nur die Unterkunft ist kostenlos, sondern wir koennen uns ins australische Leben integrieren

Nach etwa 4 Stunden hat Marco diverse Autos gefunden, die wir uns morgen ansehen werden. Wir haben unsere TFN online beantragt und herausgefunden wo eine Commonwealth Filiale in Cairns ist. Ich habe parallel dazu Gastfamilien herausgesucht und wir haben uns auf vorerst eine geeinigt der wir schreiben. Eigentlich will die Familie  nur Frauen, aber wir probieren es trotzdem!
Etwa 20 Uhr haben wir keine Lust mehr und ich bin einfach nur noch muede. Das ist das erste Mal, dass ich mich frage, ob wir alles richtig machen.

Dann wiederum denke ich mir: Ach naja… wird schon. Was soll sein? Zu not bleiben wir hier und arbeiten hier erst einmal – obwohl wir keine Lust haben in Cairns zu bleiben.

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Wallaman Falls und Mangoeis

23. April. Wir fahren schon um 7 Uhr ohne Fruehstueck in Richtung Cairns, da wir auf dem Weg bei Frosty Mango und bei den Wallaman Waterfalls anhalten wollen.

Frosty Mango – zwischen Townsville und Ingham

Frosty Mango bietet extrem leckere Eiscreme und frische Fruechte fuer wenig Geld an und man faehrt unweigerlich auf dem Weg nach Cairns daran vorbei! Eigentlich dachten wir, dass wir haufenweise Mangos fuer einen schmalen Taler ergattern koennen, aaaber leider waren nur noch wenig Fruechte uebrig und wir haben uns fuer eine Ananas entschieden. Aber das war’s natuerlich noch nicht…wie koennten Marco und ich an solch leckerem Eis vorbeigehen, ohne es zu kosten?? „Kosten“ hiess in diesem Falle fuer jeden 2 Kugeln hihi… Jeani hat sich fuer ein Dessert mit Mango entschieden – welches zugegeben auch sehr verfuehrerisch aussah! Mir war jedoch nur eins von beiden gegoennt ;-)

Wallaman Falls – 40 km westlich von Ingham

Die Wallaman Falls erreicht man nach etwa 1,5h kurviger Autofahrt von Ingham. Alleine der Weg nach oben ist absolut lohnenswert. Auf halber Strecke ueberkommt uns der Hunger und wir mussten einfach eine Fruehstueckspause einlegen. Gesagt, getan…wir hatten ja nun schon Uebung mit „schnell ein Gourmetfruehstueck kochen“ und haben uns Ruehrei, Cereals und Kaffee gezaubert..ein Fruehstueck mit phaenomenalem Ausblick. Australien ist soo schoen. Gegen 11 Uhr kommen wir am Lookout an und sehen diesen wunderschoenen Wasserfall…man oh man.

Auf den Schildern stand leider nicht wie weit oder wie lange der Weg nach unten und wieder zurueck ist. Egal, los geht’s! Tatsaechlich war es, als wuerde man durch den Urwald spazieren. Man konnte immer mal wieder einen Teil des Wasserfalls sehen und das Wasserrauschen wurde immer lauter. Nach 40 Min fragen wir uns: Wie weit ist das noch? Der sah doch gar nicht wo weit weg aus! Der ganze Weg darf immerhin auch wieder nach oben gelaufen werden :-)

Wir kommen unten an und geniessen das Bild…der hoechste einstufige Wasserfall Australiens. Der Rueckweg ging recht schnell, da wir mehr oder weniger gerannt sind. Normalerweise kann man gute 40-50 Min einplanen. Na welch ein Glueck, dass es einen Wasserhahn gibt…da bietet es sich doch glatt an den Schlauch anzuschliessen und zu duschen. Und genau das taten wir dann auch!


Zeitmanagement.

von Townsville -> Frosty Mango/ Ingham  ca. 45-60 Min

von Ingham -> Wallaman Falls ca. 90 Min

Walk zum Wasserfall & zurueck ca. 2-3 h – bloss nicht vergessen: Trinken.


Nun war es irgendwie schon 14 Uhr und es wurde Zeit, dass wir weiter in Richtung Cairns fahren.

300 km bis Cairns

Vor uns liegen fast weitere 300 km, denn Mission Beach lassen wir ausfallen. Schade eigentlich, aber die Zeit laesst es nicht zu. Wir entscheiden uns in Cardwell Abendbrot zu essen, denn hier gibt es direkt am Strand ein BBQ, welcher im uebrigens sehr sehr sauber ist.  Generell ist die Rest Area sehr einladend. Danach geht die langweilige Fahrt weiter…und schliesslich kommen wir gegen 20.30 Uhr in Cairns an.

eine weitere unvergessliche Nacht

Da haben wir uns ungemein gefreut einen Platz gefunden zu haben (in der Thomas St direkt am Martyn Streets Sport Park) mit Toilette und einer Telstra WLAN Telefonzelle nebenan. Schon schlafbereit, gegen 23 Uhr, kam dann ein Betrunkener an und hat uns bedraengt. Erst hat er nur am Van geklopft und nach Wasser gefragt. 10 Min spaeter kam er wieder und hat versucht die Autotuer zu oeffnen….alter Schwede…das war nichts fuer uns…ich hatte ehrlich gesagt Angst, denn du weisst ja nie ob die Person auch auf Drogen ist, oder was auch immer…wer weiss zu was die imstande sind. Nach weiteren 5 Minuten haben wir uns dafuer entschieden weg zu fahren. Ich krabbel in die Fahrerkabine und starte den Motor. Da kam er schon wieder ans Auto. Dieses Mal habe ich mein Fenster ein Stueck heruntergefahren und ihm die Flasche Wasser rausgehalten und sage ihm: If the only thing you want is water, go for it. We will leave right now. Seine Antwort war: Do you know where we could get another drink? Oh mein Gott…hoffentlich findet er keine Bar, sondern schlaeft einfach irgendwo in der Ecke ein und kommt zu sich…  Wir fahren jedefalls zwei Strassen (Charles St) weiter und haben einen ruhigen Schlaf. Haha, irgendwie war das wieder einmal eine aufregende Nacht.

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Planschmiede & Zwischenfazit

27. April. Jeani ist seit zwei Tagen in Neuseeland und wir sind nun alleine in Cairns. Allem voran: Wir moegen Cairns selbst nicht allzu sehr. Wir sehnen uns nach einem schoenen kleinen Vorort. Ja und nun?

Wie geht’s weiter? 

Job? Auto? Geld? Wohin? Wie lange? Wie? Oh Gott, soo viele Fragen jagen uns durch den Kopf… Wir sind absolut planlos …dieses Gefuehl ist neu fuer mich, denn ich habe immer einen Plan. Finde ich das jetzt gut, oder finde ich es aetzend? Marco ist noch recht entspannt und stellt sich alles ganz easy vor. Auch gut. Also wir sortieren unsere Gedanken und, das was wir bisher gelernt haben:

  1. Wir wollen nicht hier bleiben
  2. Wir wollen nicht in die Kaelte
  3. Wir haben uns gesagt, wenn wir bei 15.000 sind, sollten wir langsam anfangen zu arbeiten. Da sind wir nun angelangt
  4. Wenn wir nicht hier arbeiten wollen, sondern etwas ab vom Schuss, brauchen wir ein Auto
  5. Wo bekommen wir ein Auto her? Und was kostet es?
  6. Wir brauchen erst einmal eine Steuernummer (TFN) und ein Bankkonto.
  7. Und die wichtigste Frage: Wo kommen wir unter? Das Hotel ist nur bis zum 28. gebucht…und dann? Keeeine Ahnung…

So,…das ist echt verdammt viel…Ich bin genervt und wir machen uns einen Plan in welcher Reihenfolge wir alles innerhalb von 2 Tagen regeln.

26.April:

  1. Wir suchen online nach einer Gastfamilie und nach einem Auto – parallel – und schreiben bzw. rufen die Personen an
  2. Nebenbei beantragen wir schnell online unsere Steuernummer
  3. Zwischendrin klappern wir auch noch ein paar Jobangebote auf Gumtree ab…nix ist so richtig super

27. April

  1. Ich rufe mehr als 5 Personen an, welche bei Gumtree Raeume/ Unterkuenfte anbieten…erfolglos. Entweder sollen wir mehr als 3 Monate bleiben (oh nee, bitte nicht) oder sie sind vergeben. Preislich liegt alles bei 200 +/- 40$ pro Woche.
  2. 10:30 haben wir unsere erste Autobesichtigunng …nun gut, ich glaube wir muessen weitersuchen, denn in den Wagen muessten wir noch einmal 1.200$ oder mehr investieren, damit alles in Ordnung ist
  3. 12:00 haben wir unsere zweite Autobesichtigung …der gefaellt uns richtig gut, sehr gepflegt auf den ersten Blick. Doch leider null Service-History und keine Servicenachweise…hm..4.200$ finden wir dafuer dann doch noch zu viel
  4. 12:30 sitzen wir in der Commonwealth Bank und eroeffnen unser australisches Bankkonto! Unsere Beraterin hiess Sarah…welch ein Fit ;-)
  5. 13 Uhr gehen wir in die Bibliothek und pimpen unsere Lebenslaeufe fuer eventuelle spontane Job-Bewerbungen
  6. 15 Uhr bekommen wir einen Anruf von Rebecca! Ihre Familie haben wir gestern angeschrieben und schon meldet sie sich. Wie fantastisch! Noch viel besser: Sie wollen uns haben, schon ab naechster Woche. Juhu.
  7. 15:30 haben wir eine Besichtigunng in einer WG, die auf den ersten Blick OK scheint, aber erst Anfang Mai frei ist. Wieder ein Schuss in den Ofen…
    Das macht die Entscheidung einfacher!

Fliegen wir gleich nach Brisbane, oder kaufen wir das Auto sofort, damit wir puenktlich bei unserer Gastfamilie sind? 

Wir ueberlegen uns einen Plan B. Da wir hier eh keine Bleibe haben und zu geizig fuer ein Hotel sind, beschliessen wir online nach einem Auto in Brisbane zu suchen. Falls es dort etwas Gutes, oder Besseres gibt, fliegen wir eben gleich dort hin und kaufen es dort! Das wuerde uns zumindest stressige 1.500km Fahrt ersparen…

Alles fuegt sich zusammen…wir kommen unserem Traum ein grosses Stueck naeher. Danke liebes Schicksal.