Veröffentlicht in Portugal

Ponta Delgada (Azoren) 27.Mai

Man, hatten wir gestern noch Glück! Ihr erinnert euch, unser Gepäck war jeweils 2 kg drüber und ich habe schon damit gerechnet, dass ich Strafe zahlen darf. Ben habe ich auch schon darauf vorbereitet. Nunja, als die nette Boarding-Angestellte dann mit einer Kofferwaage daher kam, dachte ich mir: „Selbst Schuld Sarah.“ Um alle Optionen auszuschöpfen, habe ich (Rabenmutter) Ben’s Rucksack vollgestopft und darauf vertraut, dass ja wohl niemand bei dem kleinen Spross einen schweren Rucksack vermuten würde. Wir warteten ewig. Irgendwas stimmte nicht und als das Boarding begann, war es schon so spät, dass keine Zeit blieb, Koffer zu checken. Ich werde nie vergessen wie er „gespielt unangestrengt“ das Ding durchs Gate getragen hat. Mein Junge. ;-) Danach standen wir nochmals 30 Minuten auf der Brücke und als wir dann alle wieder zurück zum Gate gebeten wurden, dachte ich mir: Karma. Aber heeeey, tatsächlich hatten wir dann schon 1 h Verspätung und als das Boarding erneut los ging hat keiner irgend etwas sehen wollen. Das war vielleicht ein Stress. Blöde Gewichtsabweichungen.

Der Flug und die wunderschöne Landung ließen allerdings alles schnell vergessen.

Waltour mit Seacolors

Heute steht unsere Whale Watching Tour statt. Ausgesucht habe ich absichtlich nicht die großen Standardunternehmen wie Futurismo, sondern einen kleinen Anbieter, die ausschließlich von Marinebiologen, Biologie Studenten und Naturwissenschaftlern allgemein, betrieben werden. Was ist bei der Buchung schon gut fand: Die Tour kann 3-5h andauern, damit wir tatsächlich auch Tiere sehen. Allerdings wird den Walen nicht auf die Pelle gerückt, nur um das beste Foto zu schießen.

Sie haben sich auch vollständig daran gehalten (im Gegensatz zu Nachbarbooten) und das fanden wir alle ziemlich cool. Klar, Ben hätte natürlich noch lieber näher dran gestanden, aber (in diesem Fall) Pottwal-Kälber zu bedrängen war keine Option!

Ben war jedenfalls mächtig aufgeregt und da der Captain meinte, dass man vielleicht mit Delfinen schwimmen kann, war er gedanklich schon im Wasser. Er hat sich sofort einen Wetsuit angezogen (für alle Fälle vorbereitet sein). Das Boot war SEHR schnell, es war eine feucht fröhliche Angelegenheit und ich war wirklich absolut begeistert, wie abenteuerlich Ben es fand. Angst 0%, Spaß 100% und er hat gesucht…gesucht…gesucht!

Wir wurden ca. 45 Minuten später mit 3 Pottwalen und einem Kalb belohnt. Ben war soo begeistert und aufgeregt. Richtig cool!

Im Anschluss sind wir dann noch auf Delfinsuche gegangen und auch nach kurzer Zeit fündig geworden. Tümmler, Tümmler und noch mehr Tümmler. Sie sind gesprungen ohne Ende (ich war natürlich immer dann nicht in Position..haha). Oh Ben fand es sooooooo schön. Er hat immerzu gefragt, ob er nun mit den Delfinen schwimmen darf. Leider waren die Tümmler aber ziemlich verstreut und eher weniger an uns interessiert, sondern haben immer wieder ihre Richtung gewechselt, um uns „los zu werden“. Um die Tiere also nicht zu bedrängen, haben wir einfach nur da gestanden und beobachtet. Auch wenn Ben’s Traum dieses Mal nicht ganz in Erfüllung gegangen ist, so meinte er heute zig mal: „Mama, das war der schönste Tag überhaupt“; „Mama das war so toll! Wann gehen wir wieder auf Bootstour?“; „Mama ich bin immer noch so aufgeregt!“

Zum Glück nur 3 Stunden später, waren wir zurück. 5 Stunden wären grenzwertig gewesen, denke ich.

gew

Und weil der Tag so schön begonnen hat, sollte er genauso schön weitergehen. Das Mittagessen war fantastisch und gestärkt sind wir den Hafen abgelaufen. Auf den Azoren sind natürliche Pools ja ganz normal und verbreitet, also dachten wir uns: Let’s go. In Australien waren die schließlich auch immer sehr angenehm. Jaaaa….in Australien war aber auch kein Atlantik mit 18°C an der Tagesordnung. Keine 10 Pferde bekommen mich da rein….Ben war mutig, aber dann doch nicht so mutig. Eins kann ich euch aber verraten: die Portugiesen sind knallhart. Einer nach dem anderen hat sich dem Arschbombenwettbewerb angeschlossen oder war gefühlt stundenlang schwimmen. Vielleicht werden wir ja auch noch „hart“ :-)

Veröffentlicht in Maledives, Sri Lanka

Aus und vorbei

Ach menno…leider ist unsere Reise nun vorbei. Die letzte kurze Nacht vor dem Abflug ist angebrochen und wir sind richtig traurig bye bye zu sagen.

Wir hatten eine großartige Zeit und können wirklich nur jedem empfehlen, Sri Lanka zu erleben und das mit einem Abstecher auf die Malediven abzurunden.
Wenn uns jemand fragt mit welchen Worten wir Sri Lanka beschreiben würden (was kaum möglich ist):

Herzlich – gastfreundlich – natürlich und wunderschön…..

Die Malediven sind ebenso wunderschön, doch die Kultur kann man nicht so ganz authentisch miterleben,  und das obwohl wir auf einer einheimischen Insel waren,  da das Land einfach vom Tourismus lebt und sich so auch in gewisser Weise an die Touristen anpasst. Das fängt schon damit an, dass Preise meist in US Dollar$ und nicht in der eigenen Landeswährung Rufiya angegeben sind. Ironischerweise zahlt man sogar oben drauf wenn man in Rufiya zahlt…Daher für das paradiesische Wasser einfach traumhaft,  aber wer nur die Malediven besucht ist genauso schlau wie vorher.

Sri Lanka ist nicht übertourismisiert, wie so viele Länder mittlerweile und man kann einfach mitleben. Es ist klasse das Pure Leben sehen und fühlen zu können.

Was nehmen wir aus diesem Abenteuer und Urlaub mit?
Es ist Wahnsinn,  welchen Standard wir leben und wie pingelig, undankbar und verschlossen wir Deutschen oft sind. So facettenreich bzw. unterschiedlich das Leben in Sri Lanka oder auf den Malediven ist, das glaubt man erst wenn man es mit eigenem Auge sieht.

Wir freuen uns nun auf ein paar Stunden Schlaf und das tolle Frühstück morgen früh.
Wieder einmal sind wir im Rockwell Hotel und die beiden Jungs sind einfach klasse. Stehen nachts für uns auf,  bekochen uns und sind einfach so herzlich. Davon sollte es ein paar mehr Menschen geben!

Wir freuen uns, dass ihr wieder unseren Blog verfolgt habt. Und wenn es euch eines Tages hierher verschlagen sollte:
Fahrer und Hotels usw. empfehlen wir gern weiter ;-)

Bis zur nächsten Reise!

Euer Marco und eure Sarah