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Fliegen mit Baby


5. Februar. Abflug nach Australien – unser erster gemeinsamer Familienurlaub mit Baby

Fliegen mit Baby
Wir haben 2x 10h- Langstreckenfluege und einen Inlandslug vor uns. Also was muss alles vorher organisiert werden?

Reisepass. Tatsaechlich ist der Reisepass fuer das Baby Pflicht (auch wenn es nur Tage alt ist) einen Reisepass, wenn man auf Reisen geht. Frueher wurde das Kind in den Elternpass eingetragen, doch das gilt seit 2012 nicht mehr. Es ist abhaengig von der Behoerde, aber im Grunde dauert die Ausstellung nur wenige Minuten bis 2 Tage. Er kostet nur 14 Euro und ist 6 Jahre gueltig. Allerdings muessen das Foto und die Angaben, wie z.B. Augenfarbe (welche sich ja beim Baby noch aendern kann) aktualisiert werden, sobald sich massgeblich daran etwas aendert.

Schlafplatz/ Sitzplatz fuer’s Baby. DAS war in der Tat unsere groesste Sorge. Was machen wir mit Ben auf einem 10h Flug? Es gibt allgemein 2 Optionen: Man bucht einen eigenen Sitzpatz fuer Ben oder man nimmt ihn auf den Schoss. Bei Kindern unter 2 Jahren kann man hier noch frei entscheiden. Darueber hinaus besteht die Moeglichkeit fuer ein Baby mit maximal 9-10kg Gewicht und 74cm Koerperlaenge eine Korbwiege/ Babybassinet/ Babybett zu beantragen. Diesen Service bieten fast alle Airlines auf Mittel- und Langstreckenfluegen. Am besten ihr checkt das vor dem Buchen. Das hat mehrere Gruende: 1. Nicht alle bieten das an, 2. es gibt nur 1-4 Plaetze fuer Korbwiegen pro Flug! und 3. solltet ihr in Erfahrung bringen, wie ihr sichergehen koennt einen solchen Platz zu ergattern. Unsere Airline (Air China) hat Antraege 7-1 Tag vor Abflug angenommen und innerhalb von 24h bestaetigt. Hier gilt, wer zuerst kommt, siegt. Dennoch kann es passieren, dass nicht alles glatt laeuft, im Falle einer Flugaenderung etc. Mein Tipp: Checkt so frueh wie moeglich ein und fragt erneut nach, ob die Korbwiege vermerkt ist und ob jemand neben euch sitzt. In unserem Falle haben Sie uns den Platz daneben auf beiden Fluegen freigelassen. Einige Airlines sind auch sehr nett und lassen einen Platz neben euch frei, d.h. ihr haettet sogar einen eigenen Sitz fuer’s Baby und zwar for free! In diesem Falle habt ihr die Moeglichkeit euer Baby auch mal hinzusetzen (vorausgesetzt es sitzt schon) und es zu bespassen oder einfach mehr Platz im Allgemeinen. Wer einen eigenen Sitz fuer das Baby hat, kann zugelassene Autositze wie einige Maxi Cosi’s oder Front-faced Sitze mit in den Flieger nehmen, was wohl die angenehmste und sicherste Variante ist. Die jeweiligen Airlines geben Informationen, welche Sitze zugelassen sind. Doch das sind nicht eure einzigen Optionen. Mittlerweile gibt es eine ziemlich coole Alternative: die JetKids Bedbox von Stokke. Dieser „Koffer“ ist offizielle Handgepäckgröße und wenn man ihn entsprechend entfaltet verlängert er die Sitzfläche und verwandelt den Platz eures Kindes zu einem Bett. Faule Kids können darauf am Flughafen „gezogen“ werden, andernfalls den Koffer easy und stolz selber ziehen. Weiterhin hat die JetKids Box auch einen Stauraum im Deckel. Das Gute: Die Kids können sowohl im Sitzen als auch im Liegen angeschnallt werden. Ihr müsst den Gebrauch auch gar nicht nur auf das Flugzeug beschränken, sogar im Zug verwenden es einige Eltern für ihre Kids. Wichtig zu wissen: checkt ob die Airline die JetBox ablehnt. Vor zwei Jahren sah das noch anders aus, mittlerweile findet sie aber Einzug. Hier gibt es eine Liste der Airlines, welche mit der Nutzung okay sind.  Ganz günstig ist die Box sicher nicht (etwa 160 EUR in der Anschaffung), jedoch vor allem für regelmäßige Flugreisen >4h sicherlich eine Anschaffung wert. Nun muss man bedenken, dass die Box ihre Grenzen hat (Alter & Körperlänge), wenn es um den Faktor Schlaf geht. Früh gekauft, hat man sicherlich bis zum 3./4. Lebensjahr guten Nutzen. Bis zum 7. Lebensjahr dient sie eher dem couch-ähnlichen Sitzcomfort. Wer sich eine solche Box nicht selber anschaffen möchte, kann sie heutzutage sogar mieten. Hier gibt es genug Angebote auf Ebay Kleinanzeigen anderen Bloggern wie bei Kilenda und Thailand mit Baby. Preislich liegt man zwischen 30 & 40 Euro für eine Anmietung bis zu 3 Wochen. Alternativ gibt es auch aufblasbare Sitzvergrößerer, welche sowohl für Kids als auch Erwachsene einen echten Zugewinn an Reisekomfort bieten können. Sicherlich bietet diese Alternative nicht die gleiche Stabilität und vor allem keinen seitlichen „Rausfallschutz“ wie es die JetKids Box tut, aber dennoch sprechen Preis und Packmaß (ohne Luft & zusammengerollt einfach an die Handtasche zu hängen) dafür es auszuprobieren. Wir haben dieses probiert und auf 4 Flügen getestet (11h Flug nach Dallas, 4h Flug, 9h Flug und 3h Flug).

Wir haben eine Korbwiege bekommen…yay…und was nun?
Bei Start & Landung muss das Baby auf eurem Schoss sitzen via extra Babygurt, welchen die Crew euch ohne Anfrage zuteilt. Seid ihr in der Luft, fragt ihr am besten die Stewardess nach der Korbwiege und sobald Flughoehe erreicht ist, wird diese an der Wand vor euch angebracht. Ben hat tatsaechlich gerade so reingepasst (7,5kg, 68cm). Jede Airline hat unterschiedliche Korbwiegen, es gibt also sicherlich kleine und etwas groessere.

Baby’s Schlaf & Lautstaerke im Flieger
Es kann wirklich sehr an den Kraeften zehren mit Baby zu reisen. Zum Einen ist man selbst muede, zum Anderen wacht das Baby immer wieder dann auf, wenn man selbst einschlaeft. Beim ersten Flug war der Babyplatz direkt neben den Toiletten. Ben ist fast bei jeder 2. Spuelung aufgewacht…bei 200 Passagieren on board war das also sehr oft der Fall! Tipps eurem Baby zum Schlaf zu verhelfen:
– Baby Banz Kopfhoerer (wenn euer Baby auf dem Ruecken schlaeft und den Kopf relativ gerade haelt ist das eine tolle Geschichte, denn euer Kind wird kaum etwas vom Krach mitbekommen und seelig schlafen). Wenn euer Zwerg eher unruhig schläft, wird dieser Plan nicht aufgehen, denn die Kopfhörer sind recht „dick“ und das wird im Halbschlaf wenig akzeptiert.
Muetze (die beste Alternative, wenn das Baby unruhig oder nicht in Rueckenlage schlaeft; sie schuetzt nicht nur etwas vor Laerm sondern auch vor Zugluft im Flieger)
Kinderkopfhörer, diese sind nämlich nicht nur für Hörbücher/ Musik unglaublich praktisch, sondern auch noch flach und dämpfen Umgebungsgeräusche.Wir haben Snugglys gekauft und sind zufrieden. Unser Sohn trägt sie sehr gerne.
Flugzeugdecken, mitgebrachtes Laken, etc. sind absolut empfehlenswert! Ihr koennt eurem Baby quasi ein „Zelt“ bauen, um den Schlafplatz schoen dunkel und vor allem ruhig zu halten. Die Decken sollten weich sein, denn umso mehr wird die Lautstaerke ferngehalten. Davon abgesehen wird das Baby nicht von jeder Person angestarrt, nicht beleuchtet und vom Schlafen abgelenkt. Ein kleinen Schlitz lasst ihr offen zwecks Luftzirkulation und zum reinschauen, ob Baby schlaeft.
Zur Kleidung kann ich nur folgendes sagen: Viele hypen die Schlafsaecke fuer den Flug. Wir haben zwar einen mit gehabt ihn aber nicht genutzt, denn die Baby’s koennen sich viel besser bewegen und den Fuss uber die Bettkante haengen lassen, wenn sie eine leichte Hose tragen. Im Flieger ist es nicht mehr so kalt wie frueher und davon abgesehen gibt es Decken und die „Zelt-Option“, welche genug Waerme bereitet. Ben hatte eine duenne Strumpfhose, Soeckchen, Langarmbody und Langarmshirt getragen. Ausserdem hatten wir eine Jogginghose an Board.

 



Wickeln ueber den Wolken
Mittlerweile gibt es in nahezu jedem Flieger auf den WC’s herunterklappbare Wickel“tische“. Wir haben auf einem 10h Flug etwa alle 2h gewickelt, denn es kann schon sehr gut vorkommen, dass auch Babys etwas aufgeregt sind und oefter die Windel mit einem Stinkerchen versehen. Mal abgesehen davon, empfehle ich allgemein alle 2h zu wickeln (ausser Baby schlaeft), denn euer Baby sitzt/ liegt sehr lange auf dem Popo und bekommt wenig Luft im Windelbereich, was sowieso zu Roetungen fuehren wird. Je geringer der Naessestau, desto besser.

Essen & Trinken unterwegs
Unabhaengig vom Stillen, werden einige Babys schon Mahlzeiten/ Brei zu sich nehmen. Ben ist 6 Monate alt und isst schon ziemlich viel. Ich hatte zum Einen mehrere Glaeser im Gepaeck, zum Anderen aber auch Instant Flocken und Babywasser. Einige Airlines lassen die Wickeltasche inklusive der Babynahrung ohne Probleme durchgehen, auch wenn die eigentliche Anzahl der Handgepaeckstuecke bereits erreicht ist. Das ist aber nicht immer so! Der Flug nach Peking bspw. war kein Problem hinsichtlich des Babywassers. Von Peking nach Sydney allerdings wollten sie uns das Wasser wegnehmen und haben erst nach mehreren Diskussionen nachgegeben. Im schlimmsten Falle kann man immer nach abgekochtem Wasser on board  oder in Restruants fragen, oder die Fruchtglaeser zum Mischen nutzen. Seid hier also gut vorbereitet. Allein 4 Glaeschen wiegen schon min. 1kg, 2x Babywasser wiegt etwa 700-800g, 30 Windeln wiegen locker 500g-900g (je nach Groesse und Marke), Handmilchpumpe etwa 300g, Feuchttuecherpackung 500-800g….wir sind bereits bei 4kg ohne Taschengewicht, Wechselkleidung, Babycreme, Spielzeug etc. Unterschaetzt das Gewicht also nicht!

 

Unsere Reisezeit: 34h (2x 10h Flug, 1x 1,5h Flug, StopOver insges. 13h).
Anzahl Windeln: 25 inkl. Backup
Anzahl Glaeschen: 3x Frucht/ Milchbrei, 2x Herzhaft
Babywasser: 2x 330ml
Instant Flocken (Koelln): 1x
Wechselkleidung: 2 Bodies, 1 Langarmshirt
Calendula Wundschutzcreme 1x in Reisegroesse
Loeffel: 4stk & 2x Schuesseln, Trinkbecher

Die Instantflocken waren definitiv die wertvollste Entscheidung, denn sie lassen sich mit jeglicher Fluessigkeit mischen (ob warm oder kalt) und so konnten wir im Flieger, am Flughafen mal schnell einen Fruchtbrei kreieren.

Was muss in den Koffer fuer’s Baby?
Eigentlich muesste die Frage anders formuliert werden: Was muss in die Wickeltasche, denn ihr muesst davon ausgehen, dass euer Gepaeck ggf. nicht ankommt und ihr somit weder erste Nahrung noch Kleidung etc. fuer’s Baby dabei habt. Alles was ihr fuer die ersten 3 Tage brauchen koenntet, sollte also ins Handgepaeck. Wir haben insgesamt 60 Windeln dabei gehabt, 3x Wechselkleidung, Pflegeartikel, und 3 Packungen Reisflocken/ Milchgetreidebrei/ Instantflocken….Ausserdem sollte auf jeden Fall der Impfausweis und das Untersuchungsheft des Babys dabei sein!
Die Frage des Koffers / der Tasche beantworte ich hier.


Start & Landung

Die groesste Angst unter Eltern gilt noch immer dem Start und der Landung, denn Babys haben generell mehr Schwierigkeiten den Druckausgleich vorzunehmen, denn sie wissen noch nicht wie sie das anstellen koennen. Ich moechte euch hier die Angst nehmen, denn es gibt in der Tat genuegend Babys, die gar nicht realisieren, dass sie Druck auf dem Ohr haben bzw. ihn nicht unbedingt als schmerzhaft empfinden. Es ist auch immer eine Frage des „Wie gehe ich selbst damit um?“, denn wenn man mit dem Kind wie immer etwas spielt und rumalbert, dann konzentriert sich das Baby gar nicht erst darauf. Ben hat, wenn er wach ist, dann immer einen Nuckel im Mund und wir ziehen ab und an daran, damit er aktiv weiter nuckelt und beschaeftigen ihn. Das klappt super. Er ist auch schon in meiner Manduca (Trage) eingeschlafen und hat gar nichts mitbekommen. Das ist natuerlich der Idealfall. Wenn euer Baby keinen Nuckel mag, bietet ihm einen sauberen Finger an, etwas zu trinken etc. Persoenlich finde ich die Landung definitiv schlimmer als den Start, denn der Druck kommt hier viel schneller auf, wie ich finde.

 

Zusammenfassung zu den „Schlafmöglichkeiten“ & Sitzkomfort

  • Baby-Bassinet/ Korbwiege
  • JetKids BedBox von Stokke
  • aufblasbarer Sitzvergrößerer
  • zugelassener Kindersitz

 

  • Baby-Bassinet/ Korbwiege
    • PRO:
      • man bekommt automatisch die erste Reihe im Abteil zugewiesen und hat viel Freiheit
      • das Baby hat seinen eigenen Platz
      • es kostet nichts
    • KONTRA:
      • oft erst kurz vor der Reise (sowohl Hin- als auch Rückflug) die Gewissheit, ob ein Bassinet verfügbar ist
      • bei Turbolenzen muss das Baby rausgenommen werden
      • bequem bis maximal 74 cm Körperlänge (max bis 7,5 Monate je nach Körperbau)
      • beschränkt auf 9-10 kg Körpergewicht
  • JetKids BedBox von Stokke
    • PRO:
      • unabhängige Lösung
      • Schlafcomfort bis zum 3./ 4. Lebensjahr
      • Kind lässt sich mit Gurt sichern
      • bequem Dank integrierter Matratze
      • auch im Zug o.ä. einsetzbar
    • KONTRA:
      • teure Anschaffung
      • ein Handgepäck ist hiermit „belegt“
      • nicht alle Airlines lassen Nutzung offiziell zu (eher im Falle der Turbulenzen interessant)
        erfordert eigene Sitzplatzbuchung (ab 2 Jahren sowieso erforderlich)
  • aufblasbarer Sitzvergrößerer
    • PRO:
      • sehr erschwinglich
      • flexibel einsetzbar
      • geringes Packmaß & Gewicht
      • für „Klein und Groß“ guter Sitzkomfort
    • KONTRA:
      • keine Seitenstützen (zum Schlafen) für Kleinkind; hier muss improvisiert werden
      • Stabilität ist vom Luftvolumen des Aufpustens abhängig
      • muss aufgepustet werden
      • nur mit eigenem Sitzplatz richtig sinnvoll
  • zugelassener Kindersitz
    • PRO:
      • bei Turbolenzen ist das Kind adäquat gesichert
    • KONTRA:
      • zwischen 170 und 250 € Anschaffungskosten, falls nicht schon ein Aircraft zugelassener Kindersitz im Haushalt existiert
      • einige Kindersitze haben keine Liegeposition (bei 10h Flügen eher unbequem)
      • muss zwischen Flugzeugwechsel mitgeschleppt werden und auch sonst (Gewicht ist nicht zu unterschätzen)
      • Sitz darf in vielen Ländern offiziell nicht im Auto/ Wohnwagen genutzt werden ( z.B. USA, Australien)
      • erfordert eigene Sitzplatzbuchung (ab 2 Jahren sowieso erforderlich)
      • wenn das Kind keine Lust hat darin zu sitzen, habt ihr an Bord ein Problem…wohin mit dem Sitz? (wir haben das leider schon durch ;-) )

 

Fazit

Für Kinder von 0-1 Jahr gibt es nur die Bassinet oder „auf dem Schoß“ / „in der Trage“- Optionen. Für Kinder zwischen 7 Monaten und 4 Jahren muss abgewägt werden ob JetKids, eigener Kindersitz oder reicht ein aufblasbarer Sitzerweiterer? Wenn ihr noch wertvolle Tipps habt, teilt sie doch gerne mit uns. Das ist immer eine riesige Hilfe :-)

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Packliste bei Reisen mit Baby/ Kleinkind

Ich uebertreibe vermutich nicht, wenn ich sage, dass fast jeder von uns vor dem Reisen stundenlang ueberlegt was nun am Besten in den Koffer/ Rucksack gehoert und wie man nun auch noch die Gewichtsbegrenzungen einhalten soll. Nun, wenn ihr mit Kind(ern) reist wird die Sache nicht gerade einfacher. Ich versuche mit diesem Beitrag euch die Sache etwas zu vereinfachen und gebe spezielle Tipps fuer den Urlaub in Australien. Kleidung, Zubehoer und auch Babynahrung spielen hier eine wichtige Rolle.

Was gehoert in Baby’s Koffer?
– Reisepass
– Impfausweis & Untersuchungsheft
– UV Schutzkleidung wenn’s in den Sommerurlaub geht
Speziell in sonnenintensiven Laendern wie Australien finde ich das besoners wichtig. Wir haben einen aermellosen Wetsuit (fuer kuehlere Gewaesser) gekauft und einen duennen UV Schutzanzug (langarm, 3/4 Hose) mit Reissverschluss hinten (sehr praktisch zum Windeln wechseln). In Deutschland bekommt ihr so etwas z.B. von Cressi, Splash etc. fuer je 15-20 Euro. In Australien gibt es diese Anzuege in nahezu jedem Chemist Warehouse (Drogerie) fuer etwa 15$ (~11 Euro). Man kann sich also auch gut hier in Down Under eindecken.
– Sonnenhut mit Nackenschutz und Cap (am besten helle Farben), z.B. von Sternentaler
– Kleidung passed zur Jahreszeit ;-)
– 5-8 Spucktuecher
– Windeln fuer 5 Tage oder mehr (je nach Reiseziel sind diese leicht/ weniger leicht zu kaufen)
– Sonnenschutz 50LSF ohne Duftstoffe (z.B. Hipp)
– Handmilchpumpe (v.a. hilfreich bei Zeitumstellungen, wenn alles aus dem Rhythmus geraet)
– Flaeschchen/Dosen/Babygeschirr
– Baby’s 3-4 Lieblingsspielzeuge
– Nagelschere/Clip
– Schwimmhoeschen
– evtl. Schwimmreifen z.B. Fred’s Swimacademy Swim Trainer
– Reiseapotheke (Paracetamol, Nasentropfen, evtl. Bauchwehzaepfchen, Fieberthermometer..hier bitte den Kinderarzt fragen u.a. auch wegen Impfungen)
– Einmalwaschlappen
– Calendula Wundschutz, denn durch neue Umgebung/ Hitze/ viel Windeltragen/ andere Nahrung kann es haeufiger zum wunden Po kommen
– im 1. Lebensjahr, falls Zahnen noch bevorsteht: mehr Windeln, da oft Durchfall auftritt, Beissring/ Zahnbuerstchen, Osanit (homeopathisch)/ Dentinox (Zahngel) o.aehnliches, Sabbertuecher
– ggf. Laetzchen
– Sonnensegel/ Mullwindeln und Kinderwagenclips als Sonnenschutz
– Strandmuscheln gibt es hier ab 10$, also spart euch das Gewicht, falls ihr denkt eine zu brauchen
– Babywaschlotion
– ggf. Babyschlafsack & eine gewohnte Decke
– 2x Ersatznuckel, insofern euer Baby einen Nuckel verwendet
Sicher koennte man die Liste noch fortfuehren, doch das sind die auf Anhieb wichtigsten Dinge – zumindest aus unserer Sicht

Wie viel Babykleidung benoetige ich?
Das laesst sich nicht konkret sagen, aber wenn ihr in die USA/ Australien reist, denkt immer daran, dass ihr dort alles bekommt was ihr brauchen koenntet, falls ihr „etwas vergessen haben solltet“. Wir haben bewusst sehr wenig mitgenommen, denn wir haben nun einmal Hochsommer in Australien und Winter in Deutschland, d.h. unser Sohnemann hat Zuhause nur Winterkleidung in seiner Groesse. Wir haben zwar ein paar T-Shirts und Bodies mitgenommen, allerdings hat er ein T-Shirt nur ein einziges Mal getragen und sogar das war zu warm. Wir haben uns hier mit Unterhemden und aermellosen Bodies sowie kurzen Hosen eingedeckt und sogar das ist oft zu heiss. Also bedenkt das immer, bevor ihr dem Kaufrausch verfallt und eurem Kind haufenweise Kleidung fuer den Urlaub kauft, die danach wohl eh nicht mehr passen wird – und ggf. am Urlaubsziel nicht getragen wird. Daher: Muetze, UV Anzug und nur das Noetigste einpacken. 

Babynahrung
Wir haben fuer den Flug Fruchtglaeschen/ Fruchttueten, 2 herzhafte Menue-Glaeschen, 2x Babywasser und Instantflocken von Koelln dabei gehabt, denn diese lassen sich mit Fruchtmus, Wasser (warm&kalt) schnell und ueberall anruehren.
Im Babykoffer hatten wir ausserdem 4 Packungen Getreidebrei fuer die ersten 2 Wochen dabei, damit wir erst einmal ausgestattet sind und Ben sich nicht allzusehr an „Neues“ gewoehnen musste. Hier hatten wir z.B. von Milupa den Abendbrei, den er immer abends isst, Reisflocken fuer zwischendurch mit Fruechten und Dinkel-Hafer-Flocken von Koelln. Menue-Glaeser hatten wir nur 3 Stueck dabei, denn ich koche sonst immer selbst. Wenn ihr die Moeglichkeit habt zu kochen, wuerde ich das auch empfehlen. Andernfalls gibt es in Europa, USA, Australien, Neuseeland ein recht breites Angebot was Fertigessen angeht. 

Speziell Australien:
Wer auf der Suche nach Nachschub fuer Babynahrung ist, wird vor allem im Chemist Warehouse (Drogerie & Apotheke) fuendig. Die haben eine breite Auswahl an allem: Getreidebrei jeglicher Konstellation von Bio bis nicht-Bio, diverse Glaeser und Fruchtmus, herzhaft und suesses, Babykekse, Babyausstattung jeglicher Art.
Auch Woolworth und Coles haben eine breite Auswahl (etwa wie Rewe, Edeka). Alle bisher genannten Laeden sind in fast jedem etwas groesseren Dorf aufzufinden und in Staedten an jeder Strassenecke. 
Auch Aldi hat Babynahrung und Windeln sowie Feuchttuecher im Angebot, Getreidebreie und Babyausstattung wird man hier aber nicht finden. 
Ansonsten gibt es noch unzaehlige andere Anlaufstellen wie IGA, Kmart, Target, Baby Stores wie Toys’r Us etc. in denen man divere Babyartikel findet.

kleine Spartipps:
Windelbeutel sind hier sehr teuer, also bringt sie am besten aus Deutschland mit (es sei denn ihr wollt fuer 3 Euro 30 Tueten kaufen ;-) )
das Gleiche gilt fuer Wickelunterlagen wie wir sie von Rossmann & DM kennen
Windeln gibt es bei Aldi wie in Deutschland auch. Wir testen sie gerade und bisher ist mir nur aufgefallen, dass sie etwas steifer als Pampers/ Babylove sind, aber riechen tut bisher nichts und sie kosten 11$ fuer 44 Stueck. Die Groessen sind aehnlich wie bei uns. Das Pardon zu Pampers sind Huggies (19$ fuer 50Stk). 
Babykleidung ist hier teilweise guenstiger als bei uns, also kann man sich hier auch getrost neu eindecken (Trade Secret, Best&Less, Kmart…)

 


Wenn ihr noch weitere Ergaenzungen und Tipps habt, die anderen Lesern weiterhelfen koennen, postet diese doch bitte unten als Kommentar.
Bis zum naechsten Post und viel Spass! ;-)

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der Kampf gegen Sonnenbrand & Sonnenallergie

Ich reise fuer mein Leben gern und ich bin eine Sonnenanbeterin. Ein paar Stunden am Wasser, ein paar Stunden auf dem Roller das Land erkunden….das ist genau unser Ding. Doch leider bin ich seit ca. 4 Jahren regelmaessig Opfer einer Sonnenallergie und es ist einfach nur zum Kotzen. Nichts ist unangenehmer als juckende Arme zu haben und sich vermummen zu muessen, damit man auch auf dem Roller vor der Sonne „sicher“ ist und es nicht weiter juckt, oder sich ueble Blasen bilden.

Wie lassen sich ein ausgiebiger Sommerurlaub und Sonnenallergie miteinander vereinen?

Es gibt ja mehrere Methoden, die ich schon ausprobiert habe.

  1.  Sonne meiden. Doch das macht nun wirklich keinen Spass.
  2. Man kann in kleinen Mengen ca. eine Woche vor Reisebeginn geringe Mengen Cortison zu sich nehmen, damit die allergischen Reaktionen erst spaeter und vor allem weniger intensiv auftreten. Ein Tablettenfreund bin ich eigentlich nicht und nach einmaliger Probe habe ich gemerkt, dass es mir nur weitere zwei Taege Luft gegeben hat, bis die Allergie trotzdem kam.
  3. Es gibt Sonnencremes die speziell auf allergische Haut ausgeleggt sind, wie z.B. Ladival. Diese bekommt man zumeist nur in der Apotheke, natuerlich rezeptfrei. Der Spass kostet 16 Euro die Flasche und war die letzten Jahre beim stetiger Begleiter. Nun habe ich aber dieses Mal nicht Ladival, sondern vom dm „Sun Dance sensitiv“ fuer rund 5 Euro probiert und absolut keinen Unterschied gemerkt, ausser dass die Sun Dance viel angenehmer und weniger oelig ist.
  4. Die Sonne nur in kleinen Mengen am Tag geniessen. Und das ist das effektivste. Ich habe herausgefunden, dass ich mich ruhig taeglich sonnen kann, aber eben nur 30-50 Min. Ausserdem kommt die Sonnenallergie besonders schnell zum Vorschein, wenn man sich in die Sonne knallt und sich tot schwitzt. Das sind sicherlich keine Neuigkeiten. Regelmaessig abkuehlen, damit die Haut nicht zu heiss wird, ist sehr sehr effizient.

Was tun, wenn die Sonnenallergie einsetzt und es tierisch juckt?

Je nach Ausmass eurer Allergie solltet ihr

  • 1-2 Tage direkte Besonnung meiden
  • und meine ganz persoenliche Behandlung ausprobieren:

Schmiert die betroffenen Zonen mit Aloe Vera Gel (100%) ein und umwickelt diese Zonen mit einem feuchten Handtuch, oder (fuer Arme & Beine) am besten mit Binden (Verband). Dadurch, dass die Haut so min. 3-6 h gekueht und mit AloeVera versorgt wird und keine Sonne oder Waerme an die Stellen gelangt, sind die Hitzepickelchen danach (meistens) verschwunden – je nach Ausmass natuerlich. Wenn ihr, wie ich, auf dem Dekoltee mit Sonnenallergie zu kaempfen habt, dann legt ein nasses Handtuch ueber Nacht mit AloeVera darauf. 

Und was mache ich unterwegs?

Unterwegs gibt es zwei Moeglichkeiten: Fuer Arme und Beine nehmt unbedingt die Verband-Variante. Nichts kuehlt besser und laenger und nichts schuetzt besser vor Sonneneinstrahlung. Es sieht haesslich aus? Das stimmt…deshalb ziehe ich mir meist eine ganz duenne und luftige Hose drueber. Schwitzen koennt ihr darin nicht, da eure Beine viel zu gut gekuehlt werden.

Fuer den Oberkoerper kann man an den Armen das gleiche tun. Oder aber, und das ist mein Favorit, ihr zieht euch ein langaermliges helles Longsleeve an und zwar nass! Ihr werdet es lieben… Ich habe eins von H&M, das ist blickdicht (ich moechte ja kein wet-shirt contest mitmachen) und ist bei jedem Urlaub dabei. Das Gute ist, dass das kaum erkennbar ist, dass ihr ein nasses Oberteil tragt. Tipp: erst anziehen, dann nass machen…anders herum wird es eine Lachnummer ;-)


Diese Methode ist vor allem auch bei Sonnenbrand hilfreich, denn der ist – je nach Ausmass – am naechsten Tag dann so gut wie verschwunden.


Eure Packliste:

  • Aloe Vera
  • helles Longsleeve
  • Verbaende
  • Sonnencreme
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Wie viel Geld verdient man in Australien?

Es gibt kaum eine Frage, die oefter gestellt wird. Verstaendlich, denn immerhin geht es ums Ueberleben, richtig?

Ein Australier verdient im Durchschnitt 78.000 AUD (etwa 53.000 Euro), was 6.500$ pro Monat entspricht.

Das gilt jedoch im Regelfall nicht fuer Backpacker. In einem normalen Fruit Picking bzw. Farm Job bekommt man meist zwischen 21 und 23 $/ Stunde, wenn man eine hourly rate (Stundenlohn) erhaelt und das Unternehmen einem Award (vgl. Rahmenvertrag), wie zw. dem Horticulture Award angehoert. Ein realistischer Arbeitslohn liegt also etwa bei 165-190$ Brutto am Tag.

Rechnet man das auf 12 Monate hoch und geht von einer 5 Tage Woche aus, kommt man auf 43.000$ Brutto.

Akkordlohn ist sehr verbreitet

Schwieriger wird die Kalkulation, wenn man von einer piece rate ausgeht, denn das bedeutet, dass man nach Menge bezahlt wird. Das kann pro Baum (planting) bedeuten, oder aber auch pro bin (pro Eimer) in diversen Picking jobs. Man kann sehr gutes Geld verdienen, das haengt jedoch stark von Technik, Fitness und Motivation ab. Ausserdem funktioniert dieses System nur fuer beide Seiten, wenn die piece rate gerecht und erreichbar ist.

TIPP. Erkundigt euch, was der Durchschnittsverdienst pro Einheit ist, indem ihr verschiedene Jobangebote lest und andere Arbeiter fragt. Hilfreich ist es, nicht nur Backpacker, sondern auch locals zu fragen!

Lasst euch nicht ueber den Tisch ziehen, ansonsten geht ihr mit 70-100$ am Tag nach Hause und seid vollkommen durch…


Wo verdient man sehr gutes Geld?

In welchem Job ihr am meisten Geld verdienen koennt, findet ihr heraus, indem ihr Stellenangebote auf seek.com o.ae. durchforstet. Sehr oft ist ein Gehalt angegeben, welches euch also ein gutter Anhaltspunkt ist. Im Bereich der Minen-Arbeit (Mining) kann man sehr gutes Geld verdienen (30$+/h), als Geruestbauer, Truckfahrer usw. doch es ist extrem schwierig geworden hier einen Job zu landen.

Auch glassdoors ermoeglicht euch einen Einblick in Verdienstmoeglichkeiten. Hier koennt ihr Durchschnittsgehaelter und Stundenlohn fuer diverse Jobs ergruenden.

TIPP. Je mehr Qualifikationen ihr habt, desto mehr koennt ihr verdienen. Es gibt diverse Trainings (Fortbildungsmassnahmen), um zusaetzliche Qualifikationen zu erhalten und bessere Jobchancen zu geniessen.

Ganz billig sind Fortbildungen natuerlich nicht, dann waeren wir ja alle ueberqualifiziert. Dennoch lohnt es sich fuer gewisse Bereiche zu investieren. Wer z.B. im Hospitality Bereich, auf dem Bau, mit Chemikalien, in einer Bar etc. arbeiten moechte, braucht dementsprechende Zertifikate wie z.B. die White Card, Green CardBlue Card, RSA Certificate etc…

mit sehr gutem Englisch, gefuelltem Resume und ein bisschen Glueck…

…findet ihr einen Job in „einem richtigen Unternehmen“ im Office oder aehnlich. Wer qualifiziert ist verdient ganz einfach 27$ (knapp 52.000$/Jahr)  die Stunde fuer „Papiere sortieren“, Telefonate entgegennehmen oder andere Buerotaetigkeiten. Und wer weiss was sich daraus noch ergibt. Diese Moeglichkeiten hat im Grunde jede Person, die entweder studiert hat, studiert, eine Ausbildung plus Berufserfahrung hat. Das wichtigste jedoch ist euer Resume, welcher eure „Eigenwerbung“ ist und es ist sehr wichtig, dass ihr Eigeninitiative habt. Knuepft Kontakte und ihr werdet in kuerzester Zeit erfolgreich sein.


In welchem Job habt ihr einen Volltreffer gelandet? Wir sind gespannt auf eure Berichte!

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Longreach – urbanes Outback

Wir sind durch einige „Staedtchen“ gefahren, doch Longreach hat uns richtig gut gefallen! Weshalb wir uns in Longreach verliebt haben und ihr diesen Ort nicht auslassen solltet, erfahrt ihr in diesem Artikel.

die groesste Stadt in Queensland’s Outback

Wenn man das Wort „Stadt“ liest, denkt man unweigerlich an eine Metropole. Dass das in Australien eine Stadt auch mal nur aus einer Stasse bestehen kann, ist bekannt. Longreach selbst ist gar nicht gross. Man kann den Ort eigentlich auch ganz entspannt ablaufen. Obwohl Longreach so klein ist, gibt es eigentlich alles! Von Target, ueber Dinner Shows, IGA, Camping Store , vielen anderen Shops und einigen Bistros und dem wunderschoenen Outback, welches vor der „Haustuer“ liegt kann man waehlen. Longreach ist beruehmt fuer seine bedeutenden Cattle-Stations, doch leider besteht seit fast 3 Jahren eine ununterbrochene Duerre, welche die Farmer dazu gezwungen hat, ihre Rinder zu verkaufen. Es gibt einfach nicht genuegend Nahrung. Ein Wasserproblem hat Longreach gar nicht, denn das Artesin Basin bietet reichlich, doch leider ist dieses Wasser nicht reichhaltig genug, um Gras wachsen zu lassen. Die Cattle-Stations sind deshalb fast alle „trocken gelegt“ und es sind viele Einwohner weggezogen. Andere haben sich umschulen lassen, andere sind arbeitslos. Normalerweise regnet es etwa 400mm im Jahr, doch die letzten Jahre gab es nur 100mm im Jahr. Das ist fatal, denn das Sterben der Kaengurus wird hierbei auch angetrieben. Trotz dieser traurigen Entwicklung, ist Longreach ein sehr suesser Ort, den wir einfach unheimlich gern mochten!

Unsere Favoriten:

  • Stockman’s Hall of Fame (Stockman’s Show fuer etwa 25$)
  • Local Bakery gegenueber des IGA!
    mit Abstand das beste Sandwich, denn alle Zutaten sind super frisch; auch das Eis sieht verfuehrerisch aus
  • Quantas Gruneder Museum
    hier erfahrt ihr, wie die Geschichte der heute erfolgreichen Airline begann und koennt sogar auf den Fluegeln des neuen Airbus spazieren
  • Starlight Lookout (60 km entfernt)
    wer nicht zum Starlight Lookout faehrt und dort eine Nacht verbringt, hat was verpasst! Doch bitte seid vorsichtig, die Strassenverhaeltnisse sind sehr schlecht und ihr solltet eine gute Stunde einplanen, wenn ihr eure Reifen nicht riskieren wollt. Offiziell ist Campen nicht erlaubt, aber es gibt niemanden, der so weit hinaus faehrt und dies kontrollieren wuerde. Die Strasse zum Starlight ist nicht eingezeichnet, aber google maps zeigt euch lustigerweise trotzdem den Weg.
  • Anzac Park am Kreisverkehr (habe ich bei WikiCamps mit Fotos eingetragen)
    Hier laesst sich wunderbar fruehstuecken, BBQs halten und vor allem am Abend Kaengurus in grosser Zahl bewundern. Aufgrund der traurigen anhaltenden Duerre im Outback, kommen die Kaengurus mittlerweile in die Stadt, um die einzigen Grashalme weit und breit zu ergattern.

Unser Erlebnis des Stockman’s Show & dem Starlight Lookout habe ich in diesem Artikel ausfuehrlich beschrieben.

TIPP. Die Touristen Information in Longreach ist klasse und versorgt euch mit einem detaillierten Plan, wo ihr was sehen koennt und was es kostet. Ich wuerde die Info daher nicht auslassen.

Duschen & Uebernachtungen

Ein wichtiges Thema, fuer diejenigen, jene keine 20$+ pro Nacht ausgeben moechten, ist die Frage: Wo kann ich kostenlos schlafen und naechsten Morgen duschen gehen?

Offiziell ist auch hier „wild campen“ verboten. Allerdings fahren nachts keine Ranger die durch’s Outback, um euch zu wecken. Wir sind einfach 10-15 Minuten in Richtung Muttabarra gefahren und haben uns am Strassenrand auf einem Gravel Pit (wovon es massig im Outback gibt) hingestellt und dort genaechtigt. Es gibt keine Fazilitaeten, also bitte verlegt groessere Geschaefte auf „vor Schlafplatz-Suche“. Es ist traumhaft in solcher Ruhe zu schlafen und morgens den Sonnenaufgang im Outback ganz alleine geniessen zu duerfen. Da es nachts zwischen 0 und 6 Grad ist, empfiehlt sich ein Schlafsack, oder eine zusaetzliche Decke (wir haben bei Target eingekauft).
Duschen koennt ihr bei der Caltex am Ortseingang (nicht zu verfehlen). Ihr spendet 2$ pro Person, an die „Flying Doctors“ im Outback (an der Kasse). Die Duschen sind sehr sauber und wunderbar heiss.

Muell duerft ihr nicht liegen lassen, die Kaengurus werden sonst zum Strassenrand gelockt und ueberfahren, denn sie sind verzweifelf auf der Suche nach Nahrung!!! Wir haben mehr als 3.000 tote Kaengurus am Strassenrand gesehen und es war einfach nur traurig. 

Veröffentlicht in Ask a traveller, Australia, Equipment

Was braucht ihr wirklich? – eine weitere Packliste

Gibt es mehr Diskussionen als darueber, was man braucht und was nicht? Ich glaube nicht.

Es gibt keine Faustregel, alles ist Geschmackssache

Ich habe festgestellt, dass man nicht pauschal sagen kann, was ueberfluessig ist und was nicht. Aus eigener Erfahrung kann ich jedoch feststellen, dass 90% aller Traveller zuviel mitschleppen und es schon sehr bald als Ballast empfinden. Ich bin eine Frau und hatte arge Probleme auszusortieren. Wieso?

Wir haben Angst etwas wichtiges zu vermissen…

Das ist wohl einer der Gruende weshalb wir so viel mitschleppen. Muesste ich meinen Rucksack noch einmal packen, mit der bisherigen Erfahrung, wuerde ich ein paar Schuhe weglassen und sicherlich auch 3-5 Oberteile sowie Jeanshosen. Erstens zieht man auf Reisen sowieso nur ein paar FlipFlops, Turnschuhe oder/und Trekkingschuhe an. Fertig. Die Frauen, die sich Pumps eingepackt haben, sollten an dieser Stelle ganz heimlich und unauffaellig schnellstens die Stoeckelschuehchen aus dem Rucksack entfernen… ;-)

Wieso ist es besser nur wenig Kleidung einzupacken?

Ganz einfach: Ihr spart nicht nur Gewicht, sondern habt auch noch Platz Neues zu kaufen! Ha, der Aspekt kann auch nur von einer Frau kommen, oder? Nunja, ich war echt veraergert, dass ich in Thailand und Vietnam sogut wie nichts kaufen konnte, da mein Rucksack aus allen Naehten geplatzt ist – und Shoppen macht dort echt Spass!

Nun aber zum wichtigen Teil…

Was gehoert in den Rucksack?

Nach eigenen Ueberlegungen und Lesen vieler Berichte in den Reisegruppen, habe ich hier eine „kurze“ Zusammenfassung, von dem was ihr gebrauchen koenntet. Wichtig ist, dass diese Liste fuer Reisende ausgelegt ist. Wenn ihr vorhabt, einen Job z.B. in Australien zu suchen, bei welchem ihr im Verkauf, Buero o.ae. arbeitet, solltet ihr auch passende Kleidung hierfuer mitnehmen. In der Regel reicht eine Bluse/ Hemd+ Blazer/ Sakko+ Anzughose und natuerlich die passenden Schuhe. Habt ihr den Job bekommen, koennt ihr immernoch shoppen gehen.
Was sich lohnt Zuhause zu kaufen und was ihr lieber unterwegs kaufen solltet, erfahrt ihr hier.

Frau:

  • 1x FlipFlops
  • 1x leichte Sportschuhe
  • Trekkingschuhe (immer anziehen, die nehmen am meisten Platz weg und das Gewicht koennt ihr euch so sparen), falls ihr Walks machen wollt (insbes. in Neuseeland und Australien), in Australien auf dem Feld zu arbeiten beabsichtigt o.ae.
  • 10x Slips
  • 4-5 Paar Socken
  • 3 BHs (hell, dunkel, traegerlos)
  • 1 Bikini
  • 1 leichtes Kleid
  • 2 Shorts
  • 1 Funktionshose
  • evtl. Moskitonetz + Repellent (fuer Asia- Regionen)
  • 4-8 Shirts (u.a. Funktionsshirt, Traegertops, normale Shirts)
  • 1 duenne Funktionsjacke
  • 1 Fleecejacke/ Pullover
  • Kosmetika & Co.:
    • eine Handvoll Ohrstaebchen
    • kleine Zahnpasta
    • 5 Haargummis
    • Haarclips o.ae.
    • eine kleine Reisebuerste
    • kleine Packung Tampons
    • Kontaktlinsen? (sind in Australien nur gegen Rezept erhaeltlich, Vorrat macht also Sinn)
    • Reisepackung Kontaktlinsenfluessigkeit (ist in Australien und Asien guenstiger)
    • Duschgel, Haarwaesche nur in Probenflaeschen je einmal fuer Handgepaeck und checked Baggage
    • Gesichtscreme (ist in Australien sehr, sehr teuer)
    • Wattepads nur eine Handvoll
    • Deo in Probeflasche

TIPP. In Asien bekommt man in so ziemlich jeder Bleibe eine Zahnbuerste, Zahnpasta, Duschgel, Ohrstaebchen etc., also spart euch den Ballast! Einen Foen koennt ihr euch sparen, wenn ihr in warmen Regionen seid (zumal es fast ueberall einen gibt. Ich besitze seit 4 Monaten keinen Foen mehr …und so furchtbar sehe ich nicht aus ;-)

  • ein Reisehandtuch aus Mikrofaser (z.B. von Cocoon mein Favorite!)
  • ein Reisekissen self-inflating (z.B. von Meru mein Favorite)
  • ein Tauchei bzw Drybox (z.B. von Seemann mein Favorite), Kreditkarte, Schluessel passen rein, so dass die Wertsachen immer (auch im Wasser) am Mann sind
  • mittelgrosser Karabiner (z.B. zum Schuhe am Rucksack befestigen, Kamera am Guertel befestigen und vielseitig nuetzlich)
  • Waescheleine oder Spanngurt , vielseitig einsetzbar und nimmt kaum Platz weg
  • Reparaturtape (z.B. so etwas )
  • Packbeutel ..es gibt tausende..
  • Kompressionsbeutel (z.B. von Pearl)
  • Seidenschlafsack (falls ihr nach Vietnam reist: bekommt ihr dort fuer 5 Euro!!!)
  • 1x Plastikbesteck
  • Verbandszeug
  • Desinfektion (fuer Haut)
  • LED Taschenlampe (diese und diese sind Top)
  • wichtige Dokumente (Pass, Passfotos, USB Stick mit wichtigen Daten, Adressen, ggf. Visum Kopie, etc.)
  • Kamera & genuegend (3x 64GB fuer 4 Monate) Speicherkarten! (diese sind in Australien sehr sehr teuer und in Asien oft nur bis 32 GB erhaeltlich)
    • meine Empfehlung SanDisk oder Samsung! (min. Class 10)
  • ggf. SD Kartenlesegeraet bzw. Adapter

Mann:

  • 1x FlipFlops
  • 1x leichte Sportschuhe
  • Trekkingschuhe, falls ihr Walks machen wollt, in Australien auf dem Feld zu arbeiten beabsichtigt o.ae.
  • 10x Boxershorts
  • 4-5 paar Socken
  • 1 Badeshorts
  • 2 Shorts
  • 1 Funktionshose
  • evtl. Geldguertel
  • evtl. Moskitonetz + Repellent (fuer Asia- Regionen)
  • 4-8 Shirts (Funktionsshirt, normale Shirts, …)
  • 1 duenne Funktionsjacke
  • 1 Fleecejacke/ Pullover
  • Kosmetika & Co.:
    • eine Handvoll Ohrstaebchen
    • kleine Zahnpasta
    • Kontaktlinsen? (sind in Australien nur gegen Rezept erhaeltlich, Vorrat macht also Sinn)
    • Kontaktlinsenfluessigkeit ist in Australien und Asien guenstiger
    • Duschgel, Haarwaesche nur in Probenflaeschen je einmal fuer Handgepaeck und checked Baggage
    • Gesichtscreme (ist in Australien sehr sehr teuer)
    • Wattepads nur eine Handvoll
    • Deo in Probeflasche
  • ein Reisehandtuch aus Mikrofaser (z.B. von Cocoon mein Favorite!)
  • ein Reisekissen self-inflating (z.B. von Meru mein Favorite)
  • ein Tauchei bzw Drybox (z.B. von Seemann mein Favorite), Kreditkarte, Schluessel passen rein, so dass die Wertsachen immer (auch im Wasser) am Mann sind
  • mittelgrosser Karabiner (z.B. zum Schuhe am Rucksack befestigen, Kamera am Guertel befestigen und vielseitig nuetzlich)
  • Waescheleine oder Spanngurt , vielseitig einsetzbar und nimmt kaum Platz weg
  • Reparaturtape (z.B. so etwas )
  • Packbeutel ..es gibt tausende..
  • Kompressionsbeutel (z.B. von Pearl)
  • Seidenschlafsack (falls ihr nach Vietnam reist: bekommt ihr dort fuer 5 Euro!!!)
  • 1x Plastikbesteck
  • Verbandszeug
  • Desinfektion (fuer Haut)
  • LED Taschenlampe (diese und diese sind Top)
  • wichtige Dokumente (Pass, Passfotos, USB Stick mit wichtigen Daten, Adressen, ggf. Visum Kopie, etc.)
  • Kamera & genuegend (3x 64GB fuer 4 Monate) Speicherkarten! (diese sind in Australien sehr sehr teuer und in Asien oft nur bis 32 GB erhaeltlich)
    • meine Empfehlung SanDisk oder Samsung! (min. Class10)
  • ggf. SD Kartenlesegeraet bzw. Adapter

Was ihr Zuhause oder lieber unterwegs kaufen solltet, erfahrt ihr hier.

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durch Queenslands Outback – Tag 3

15.July – eine Fahrt durch’s „Death Valley“

Nur zwei Autos sind sind bis morgens 6.30 Uhr an uns vorbei gefahren. Wahnsinn. Hinzu kommt, dass Hauptsaison ist. Wir moechten uns gar nicht vorstellen, was gewesen waere, wenn mehr als 1 Reifen gelatzt waere. Haette man uns gefunden? Nun, wir haben genuegend Trinken und Essen fuer 5 Tage, aber im Hochsommer bei 40 Grad ist das sicherlich kein Zustand, den man sich wuenscht. Wir stehen noch vor 7 Uhr auf – ich kann es kaum erwarten, denn es ist sooo kalt. Als erstes gehen wir duschen und danach bringen wir in Erfahrung, ob die Werkstatt in Hughenden unsere Reifen hat. Natuerlich nicht. Waere ja auch zu einfach gewesen. Gegen 9.30 Uhr machen wir uns auf den Weg nach Longreach. Es warten dieses Mal 400 km geteerte Strasse auf uns. Die Landschaft hat sich geaendert: Es gibt nur vereinzelt Baeume, wenn uberhaupt. Wir sehen eine Menge Cassowaries, die wir im Regenwald nie zu Gesicht bekommen haben.

Sehr traurig ist der Strassenrand. Er ist umsaeumt mit toten Kaengurus. Alle 50-100 Meter liegt ein weiterer Kadaver. Manchmal sogar 4 innerhalb von 50 Metern. Von Baby-Wallabies bis hin zu wuchtigen Kaengurus, alles tot.

Auf 400 km sind das fast 4.000 Tiere. Mit Ausnahme von ein paar Kilometern, wo keine Tiere liegen, sind es realistisch 3.500. Es ist wirklich traurig. Dieser Anblick erinnert mich an ein Death Valley (Todestal). Ich habe in den ersten Wochen oft Traenen in den Augen gehabt, als ich tote Kaengurus sah, mittlerweile bin ich einfach nur noch traurig. Bei dieser Anzahl hier koennte ich fortlaufend heulen. Als wir gerade nach unserer Mittagspause das Fenster geoeffnet haben, lag Kadavvergeruch in der Luft. Ist es so schwer bei 100km/h zu bremsen?

Diese Frage wird mir in Longreach noch am selben Tag beantwortet: Ja. Denn sie sind einfach zu schnell. Nunja, darueber laesst sich sicher streiten. Viel trauriger ist die Tatsache, dass es seit 10 Jahren nicht mehr so viele tote Kaengurus gab. Die Duerre haelt nun fast seit 3 Jahren an. Anstatt 300mm im Jahr fallen in Longreach -wenn ueberhaupt- 100mm im Jahr. Dies hat dazu gefuehrt, dass mehr als 3/4 der Farmer ihre Rinder verkaufen und das Geschaeft aufgeben mussten. Weiterhin sind viele junge Familien weggezogen – als aussichtslos sehen sie die Situation an. Das bisschen Regen, was faellt, fuehrt dazu dass das Gras am Strassenrand waechst. Aus diesem Grund befinden sich fast alle Kaengurus am Strassenrand und suchen verzweifelt nach ein oder zwei gruenen Grashalmen. Viele sind so schwach, dass sie am Strassenrand umfallen, oder einfach ziellos ueber die Strassen huepfen und Autos gar nicht wahrzunehmen scheinen. Sehr, sehr traurig. Die Kaengurus kommen mittlerweile sogar am Abend und sogar vereinzelt am Tag in die Stadt, um Gras zu finden, und riskieren von weiteren Autos ueberfahren zu werden. Als mir die Dame die Situation erklaert, frage ich, ob denn das Wasser vom „Artestian Basin“ unterhalb der Erde, welches enorm gross ist, nicht ausreichen wuerde, um zu Bewaessern? Das grosse Problem liegt darin, dass zu viele Sulfate und andere Metalle im Wasser enthalten sind, welche das Wachstum der Pflanzen schlicht nicht foerdern. Es kann zwar nach Behandlung getrunken werden, doch wachsen tut einfach nichts. 

Etwa 15 Uhr erreichen wir Longreach. Unser erster Stopp ist in der Touristeninformation, wo wir massig Material bekommen und ein sehr gut strukturiertes „Programm“- bzw. „Sightseeing“ Heft erhalten. Ausserdem fragen wir, wo wir Decken kaufen koennen und wo es einen Reifenhaendler gibt. Wir machen ein Schnaeppchen bei Target und haben endlich wieder warme Naechte! Doch eins ist noch zu klaeren: Bekommen wir hier einen passenden neuen Reifen fuer unser Auto?

ein teurer Spass

Eine nette Frau namens Julie beraet uns und leider muss auch sie gestehen: Sie haben keinen Reifen vorraetig. Mensch und das obwohl massig Pajeros unterwegs sind. Wir waegen alle Moeglichkeiten ab und letztendlich ruft sie ihren Lieferanten in Rockhampton an, um uns noch einen Reifen zu bestellen. Wenn wir grosses Glueck haben, ist der Reifen schon morgen frueh da. Wenn wir Pech haben, erst Freitag morgens. Das waere auch noch ertraeglich. 190$ wird uns der Spass kosten…na herzlichen Dank liebe Gravel Road. Julie ist echt wahnsinnig nett und reisst sich beinahe schone in Bein aus, um uns eine gute Loesung zu finden. Ausserdem hat auch sie deutsche Wurzeln und ihr Sohn lebt in Kingaroy! Na welch ein Zufall! Wir verabschieden uns uns kommen morgen frueh wieder.

zu Besuch und zum Greifen nah

Tatsaechlich ist am Abend das eingetreten, was uns bereits am Nachmittag erzaehlt wurde: Die Kaengurus sammeln sich in mehreren Gruppen, um das wenige gruene Gras in der Stadt zu verzehren. Ein wildes Kaenguru wuerde niemanden auch nur in seine Naehe kommen lassen. Diese Kaengurus jedenfalls waren so verhungert, dass sie sich auch nicht verscheuchen lassen, wenn man direkt neben ihnen steht. Sie haben einfach keine andere Wahl.

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durch Queenslands Outback – Tag 2

14.July leere Schluchten & erste Panne in Dunkelheit

Ich erwache gegen kurz nach 6 Uhr und waehrend Marco noch versucht zu doesen, beobachte ich den Sonnenaufgang und von Minute zu Minute scheinen immer mehr Voegel aus ihrem Schlaf zu erwachen. Ich kann es kaum erwarten aufzustehen.
Es ist immer noch arschkalt, es ist also Zeit fuer einen Tee und Kaffee. Nach etwa 30 Minuten fahren wir weiter in Richtung Hughenden. Bei ungefaehr 3/4 der Strecke biegen wir in den Procupine National Park ab. Hier soll es einen grosses Bergsee bzw. Bach geben, also folgen wir dem steinigen, steilen Pfad fuer etwa 1 km zu Fuss. Ich erahne welch grosse „Schlucht“ vor uns liegt und Tatsache: Es ist riesig! Die Felsformationen sind wunderschoen und immer wieder entdecken wir riesige Loecher. Doch es ist alles so trocken. Der Fluss/Bach ist nur rund 10-20 cm gefuellt, die Loecher sind vollkommen trocken. Man kann nur hoffen, dass in der Regenzeit alles aufgefuellt wird. Ein Teil des Baches ist jedoch noch recht gut gefuellt und hier tuemmeln sich sogar ein paar kleine Fische und ein paar Beachboys, die sich in der Sonne aalen.


Der Weg zurueck war etwas anstrengender, denn nun durften wir den Kilometer „hochklettern“. Nur 5 km von der „Procupine Gorge“ entfernt, befindet sich ein weiterer Ausblick und dieser entfaltet die Gesamtheit des eigentlichen Naturwerkes.

Die geteerten Strassen nach Hughenden waren immer wieder unterbrochen durch „Gravel Roads“, also Sand- bzw. Kiesstrassen. Was anfangs spassig war, entpuppt sich durch die Spurrillen jedoch immer mehr zu einer nervigen Angelegenheit. Hughenden selbst war wahnsinnig klein. Ich frage mich einfach was die Menschen hier so tun. Ich sehe im Umfeld keine Rinder, welche auf Farmen hindeuten. Es gibt zwei Mini-Supermaerkte, einen Fleischer, 4 Tankstellen, paar Caravanparks, einen „Bahnhof“, eine winzige Touristeninformation und nicht viel mehr Aufregendes. Der Flinders River (Fluss) ist trocken – staubig trocken. Das soll in der Feuchtphase wieder aufgefuellt werden? Schwer zu glauben. Fuer 2$ (oder man tankt einfach) kann man in der BP Tankstelle eine heisse Dusche nehmen, was wir auch tun, und anschliessend machen wir einen Halt in der Touristeninformation. Wow, es gibt wirklich nicht viel was man hier unternehmen kann. Die „Stadt“ hat man innerhalb von 10 Minuten vollstaendig abgefahren. In der Naehe gibt es den Mount Walker mit tollem Ausblick. Den werden wir auf der Weiterfahrt in Angriff nehmen! Doch bis dahin gibt es erst einmal ein wunderbares Mittag in der Sonne und ein anschliessenden Spaziergang am trockenen Flinders River, wo Marco und ich wieder einmal einen richtig coolen Sportpark finden!


Etwa 16 Uhr fahren wir in Richtung Muttabarra weiter. Die Strasse soll zum Grossteil „Gravel Road“ sein, na dann! Bis zum Mount Walker ist alles geteert und die Dame in der Touristeninformation hat nicht gelogen: Der Ausblick ist wirklich schoen. Man kann erahnen wie endlos das Outback ist. Weit und breit sieht man nichts ausser Land und Hughenden.

Das einzige Problem, welches wir haben ist: irgenwie „laeuft unser Auto aus“? Wieso ist gerade literweise Kuehlfluessigkeit ausgelaufen? Hm, wahrscheinlich hat das irgendwas mit Druck zu tun…wird schon nichts Schlimmes sein…oder?


Die Sonne wird in etwa 1 Stunde untergehen und langsam faerbt sich der Himmel. Das letzte Auto ist uns vor etwa 10 Minuten entgegen gekommen und nun ist es mittlerweile 17 Uhr. Die 200 km nach Muttaburra werden wir nicht abfahren, sondern halten nach einer passenden Stelle zum Uebernachten Ausschau. Weit und breit nur Sandstrasse mit Spurrillen, und wenn es keine Spurrillen gibt, dann eben groessere Steine.

Erst 40 km haben wir zuruek gelegt. Und dann tritt das ein, was uns natuerlich nieeemals passieren wuerde: Es macht Peeeng! Wir sehen uns verwundert an und keine 20 Sekunden spaeter schlittert Marco ueber die Spuren. „Was ist los? Das fuehlt sich an als waere ein Reifen platt! Halt an! Schnell!“ Verdammt! Wir haben echt einen Platten…bis auf die Felge ist der gesamte Reifen geschrumpft. „Waere ja auch komisch gewesen, wenn das nicht passiert“ fluche ich. Ich schaue auf die Uhr und dann heruber zur Sonne. „Okay also wir werden es nicht schaffen den Reifen zu wechseln bevor es dunkel wird, denn die Sonne geht in ungefaehr 20 Minuten unter und dann wird es stockduster“ stelle ich verbittert fest. Wieso kann so etwas nicht bei Tag passieren? Waer wohl zu langweilig! Na prima…Wenigstens habe ich schon Raeder gewechselt und weiss noch wie es geht. Haette also schlimmer sein koennen. Innerhalb von einer Minute wirbeln Marco und ich im Kreis herum und suchen den Wagenheber plus Schraubenschluesel zusammen. Wir versuchen das Reserverad zu demontieren, doch der Schluessel klemmt im Diebstahlschloss und es ruehrt sich nichts. „Verdammt! Was ist das fuer eine Scheisse!“ Nach fast 20 Minuten loest sich endlich dieses nervige Schloss und wir koennen den Reifen loesen. Das naechste ist, dass der Wagenheber totaler Muell darstellt! Man kommt so schlecht an den Unterboden und wir sehen nach 2 Minuten schon aus wie Schornsteinfeger. Dass wir uns auf einer Sandstrasse befinden, macht die ganze Angelegenheit noch viel schlimmer, denn der Heber bohrt sich in den Boden, bis er ueberhaupt den Wagen anhebt. Wir beschliessen das Rad abzumontieren und so hoffentlich besseren Zugriff auf den Wagenheber zu haben. Hoffentlich rutscht das Teil jetzt nicht weg, sonst haben wir ein sehr sehr grosses Problem. Es dauert unglaubliche 30 Minuten, bis wir den Wagen auf der noetigen Hoehe haben. Dann geht alles ganz fix, denn nun muessen nur noch die Schrauben stets diagonal fest gezogen werden. Zum Glueck hatten wir uns den Jump Starter mit Kompressor vor 3 Wochen gekauft, denn so koennen wir den Reifendruck vom Reserverad anpassen. Es ist stockfinster und weit nach 18.30 Uhr, als wir endlich alles zusammen packen.

Mittlerweile lache ich mich schlapp und muss eingestehen, dass es ja irgendwie zu erwarten war. Wir haben in den vergangenen Wochen sooo viele Reifenpannen gesehen – irgendwann musste es uns ja erwischen. Es sei an dieser Stelle erwaehnt, dass seit 16.30 Uhr kein einziges Fahrzeug mehr auf unserer Strasse unterwegs war. Waehrend ich gerade diesen Bericht schreibe, ist es 21.30 Uhr und es ist immer noch keine Menschenseele hier entlang gefahren! Wir stehen hier nun am Strassenrand, halb auf dem Feld und duerfen am Morgen zurueck nach Hugehnden fahren, um ein Reserverad zu kaufen. So eine Sandstrasse ist schon ein teurer Spass…ein Reifen kostet naemlich zwischen 150 und 200$. Wir werden danach wohl eher die geteerten Strassen fahren ;-)

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4 Wochen durch den Norden – 3

9. July – gruen, gruener, Daintree Forest!

Heute beginnt unser Regenwald – Abenteuer! Der Daintree Rainforest, welcher der wohl bedeutendste Regenwald Australien ist, soll die naechsten Tage unser Domizil sein. Cape Tribulation und den Bloomfield Track wollen wir erleben, doch dazu muessen wir die Faehre ueber den Daintree Fluss nehmen. Fuer den heutigen Tag haben wir uns Daintree Village vorgenommen und fuer morgen dann die Ueberfahrt in den wirklichen Dschungel.
Als wir nach gefuehlten 2 Stunden in Daintree ankommen, stellen wir fest: Hier ist nicht viel, ausser ein Cafe und etwa 3 Anbieter fuer Flussfahrten, um Krokodile zu sichten. Wir bleiben jedoch erst einmal nicht im Ort, sondern folgen der Stuart Creek Road, welche atemberaubende Ausblicke beschert. Oh man… die Natur ist einfach schoen.


Nach etwa 25 Minuten beginnt Privatgelaende, also fahren wir zurueck in den Ort. Man kann hier auch gute Walks machen, diese wollten wir jedoch eher um Cape Tribulation herum geniessen. Wir setzen uns an den Stuart River und essen Mittag – in einer Umgebung von der viele traeumen.


Etwa 17 Uhr stellt sich uns die entscheidende Frage: Wo schlafen wir heute? Es gibt Wonga Beach eine Tankstelle, welche Duschen hat. Wieso fragen wir hier nicht einfach, ob wir hier stehen bleiben koennen? Gesagt, getan! Offiziell ist „Wild Campen“ verboten, sagt die Dame, aber ihr ist es egal. Wir koennen uns dort hinten „verstecken“. Herrlich. Als Dankeschoen, steuern wir zum Umsatz dabei und bestellen uns jeder einen Burger. Einen Burger?! Wir haetten uns kurze Zeit spaeter am Liebsten dafuer geohrfeigt…aber er war wirklich gut (fuer einen Tankstellen- Burger).

10. July – mit der Faehre in eine andere Welt

Juhu! Es ist soweit. Heute betreten wir offiziell das Herz des Regenwaldes! Wir haben geplant, den Bloomfield Track nach Cooktown zu fahren, anstatt den Inlandweg zu beschreiten. Der Bloomfield Track ist jedoch eine reine 4WD (Allrad)- Strecke). Das heisst fuer uns: Den richtigen Reifendruck zu finden. Sandstrecken, Stein- und Schotterpisten erwarten uns angeblich. Nach etwa einer Stunde „Belesen“ finden wir heraus, dass wir etwa 20% reduzieren sollten, also auf rund 35 PSI.

Etwa 9 Uhr stehen wir an, um auf die Daintree Ferry gelassen zu werden. 14$ kostet die Ueberfahrt, 24$, wenn man auch zurueckfahren moechte. Nur 5 Minuten dauert die Ueberfahrt mit der Kabelfaehre.


Ich frage mich bis heute: Weshalb gibt es keine einfache Bruecke? Nunja, es wird seine Gruende haben. Wir verlassen die Faehre und stehen inmitten der riesigen Baeume.

Wie idyllisch. Man fuehlt sich wie abgeschnitten vom Rest der Welt. Das innerhalb von nur wenigen Minuten. Es gibt nur 4 oeffentliche Toiletten von hier bis Cape Tribulation. Wir haben uns in Daintree Village in der „Touristen Information“ eine Karte mitgenommen, auf welcher alles Existierende eingezeichnet ist (es ist nicht sehr viel ;-)) Nur eine Tankstelle (seeehr teuer) und nur wenig Moeglichkeiten zu Campen.


Wild Campen trauen wir uns hier auf gar keinen Fall – denn das wird teuer! Da man sich fuer Noah Beach vorher anmelden muss, fahren wir zur Jungle Lodge. 10$ pro Person kostet die Uebernachtung imm eigenen Auto/ Zelt. Wir haben, seitdem wir das Auto haben, noch nie etwas fuer Uebernachtungen gezahlt, aber okay. Wir stellen unser Auto ab und schauen uns unsere Anlage an. Die Camping-Kueche ist der Hammer! Von Mixer, Gaskocher, Kuehlschrank, Sandwichtoaster bis hin zur Mikrowelle gibt es einfach alles. Es gibt auch Waschmaschinen, einen sehr huebschen Pool und die Duschen/ WCs waren verhaeltnismaessig sauber. Fuer 10$ kann man sich nun wirklich nicht beschweren. Wir sind begeistert.


Den Rest des Tages sehen wir ins in der Umgebung um. Wir gehen am Strand spazieren und durchqueren den wunderschoenen Regenwald. Es ist absolut beeindruckend, wie der Wald direkt an den Strand heran tritt. Alles ist naturbelassen, nahezu unberuehrt. Dass es solche Orte noch gibt.


Wir lernen etwa weitere 4 Deutsche kennen, darunter 3 Berliner und ein Leipziger. Die Atmosphaere ist ziemlich Hostel aehnlich, aber diesmal im positiven Sinne. Wir tauschen uns aus, wer wo gewesen ist und wer was tut, wer arbeitet, wer nur reist, etc. Der Leipziger ist heute auf dem Mount Sorrow gewesen, dem hoechsten begehbaren Berg in der Umgebung. Er hat uns erzaehlt wie anstrengend der Aufstieg war und dass er mehrmals zwischendurch aufgeben wollte, es aber letztendlich doch durchhielt. Leider hat es sich nicht so richtig gelohnt, denn er sah nichts. Es war zu neblig! Wie schade… Mount Sorrow steht fuer uns morgen auf dem Plan. Wir sind gespannt, denn die Reisefuehrer sagen, man solle 6-7 Stunden einplanen. Die Rezeptionistin meinte 5 Stunden ist auch machbar, wenn man schnell ist. Der Leipziger hat rund 4 Stunden benoetigt. Das schaffen wir auch! Oder?

11. July – hartes Workout und fragwuerdige „Strassen“

Gerade als die Uhr 8 schlaegt, sind wir mit dem Fruehstuecken fertig. Voller Motivation und Tatendrang gehen wir zu Rezeption, um uns fuer den Walk einzuschreiben. Das verlangen sie mittlerweile von jedem, der den Walk machen will, da wohl einige nie wieder gekommen sind. Erst vor zwei Wochen haben sie einen Suchtrupp losgeschickt. Wie ermutigend…Sie fragt uns noch, ob wir zum Berg laufen oder fahren und wir schauen verwundert. Eigentlich dachten wir, der Eingang sei gleich hier? „3 km from here!“ Ah okay, naja egal wir laufen! Das klingt nach 7 km Bergwanderung plus 6 km Hin- und Rueckweg.
Die 3 km schaffen wir in etwa 25 Minuten und dann geht es auch schon los. Anstrengend ist eine Untertreibung! Der erste Kilometer nach oben war schon anstrengend, aber im Vergleich zum 3. Kilometer ein Witz!

Immer wenn wir denken: „So, dass muss der schwierige Teil gewesen sein“, kommt es noch schlimmer. Letztendlich haben wir uns an Seilen den Berg hinauf gezogen. „Wege“ kann man den Track naemlich nicht nennen.

Der Pfad war eine Kletterpartie zwischen, unter, auf und in Baumwurzeln. Es war wirklich anstrengend und zwischendurch hatten auch wir -wie der Leipziger- den Wunsch einfach aufzugeben. Die letzten 500 Meter veraendert sich die Vegetation schlagartig. Alles ist klitschnass, die Blaetter tropfen, der Boden ist unheimlich rutschig, alles ist fruchtig gruen und die Luft riecht suesslich feucht. Wir halten durch und als wir oben ankommen, werden wir dafuer belohnt. Der Ausblick ist super und man bekommt eine kleine Idee davon, wie gross der Regenwald sein wuerde. Wir ueberblicken einen grossen Teil des tropischen Herzstueckes…kaum zu glauben..wir sind hier…im beruehmten Daintree Forest.

Der Abstieg ist im Vergleich zum Aufstieg sehr schnell und in dem Moment, wo wir unten am Startpunkt ankommen, stellen wir fest, dass wir gerade einmal 3:25 Stunden gebraucht haben. Einschliesslich der 10 Minutem Pause am Gipfel und meinen Fotoaktionen. Wir sind beeindruckt und freuen uns wie kleine Kinder. Das war wohl das spassigste und tollste Workout ueberhaupt.

Gegen 12 Uhr sind wir also zurueck im Camp und duschen, essen Mittag und packen zusammen. Wir haben uns Sauerkraut und „Bratwurst“ verdient!

Kurz nach 14 Uhr machen wir uns auf den Weg in Richtung Cooktown. Wir fahren nicht den Inlandweg, sondern die 4WD (Allrad) – Strecke, den Bloomfield Track entlang der Kueste. Etwa 100 km liegen vor uns, davon sind rund 60 km Fluesse, extrem steile, extrem steinige oder loechrige „Strassen“ zu ueberwinden.

An manchen Stellen fragen wir uns, ob die Entscheidung daemlich war. Das kann doch fuer kein Auto gesund sein…Mit maximal 30km/h tuckeln wir den Track entlang und fragen uns, ob wir heute noch ankommen wuerden. Zwischendurch entdecken wir einen unglaublich schoenen Strand. Ich bin so beeindruckt. So naturbelassen und islosiert und friedlich…am Liebsten wuerde ich hier mein Zelt aufschlagen. Doch wahrscheinlich ist es nicht erlaubt. Und davon abgesehen, muessen wir noch heute in Cooktown ankommen, da Marcos Mama Geburtstag hat und wir endlich wieder Telefonnetz brauchen, um anrufen zu koennen. :-)

Kurz bevor wir Wujal Wujal erreichen, beginnt Teerstrasse. Der Ort ist winzig und irgendwie nicht zeitgemaess. Man hat das Gefuehl, man ist in einer anderen Welt, einer anderen Epoche nahezu! Die Gemeine besteht ausschliesslich aus Aborigines (Ureinwohner) und wir scheinen die Attraktion zu sein. Die Natur ist wunderschoen, aber die Haeuser etc. sind nicht zu vergleichen mit dem restlichen Teil der Ostkueste. Wir durchqueren den Ort und noch ein paar andere kleine Doerfer, die vom anderen Ende der Welt zu sein scheinen.

Kurz vor 18 Uhr kommen wir in Cooktown an. Ich dachte Port Douglas waere klein, doch Cooktown ist noch viel kleiner.

So, was machen wir jetzt? Wir fahren durch Cooktowns Strassen und machen uns einen Eindruck, von dem wo wir schlafen koennten und ob es eine Laundry gibt. Tatsaechlich. Direkt am Hafen ist ein kleiner Waschsalon und gegenueber sogar eine Dusche. Besser geht’s nicht. Wir schmeissen unsere Kleidung in die Maschine und stellen kurz nach Start des Waschgangs fest: Shiiit! Der Salon schliesst in 20 Minuten. Die Waschmaschine ist erst in 25 Minuten fertig. Viel schlimmer ist jedoch, dass wir noch den Trockner fuer etwa 30 Minuten nutzen muessen. Wir koennen schlecht mit nasser Waesche umherfahren. Grossartig. Punkt 18.30 steht ein kleiner staemmiger Mann in der Tuer und moechte abschliessen. Unserem verzweifelten und entchuldigendem Blick nach zu urteilen, bietet er uns an, dass wir einfach das Licht ausmachen sollen und „No worries!“…Puh…vielen lieben Dank. Knapp eine halbe Stunde spaeter verlassen wir den Salon mit frisch gewaschener und warmer Kleidung.


Nunja, da wir ein „kleines“ Hinweisschild finden, welches besagt, dass Campen in Cooktown und im Umkreis von zig Kilometern verboten ist, fahren wir etwas ausserhalb und schlafen (wie etwa 20 andere Camper auch) unweit des Flughafens im Gruenen.

12. July 

Die Sonne scheint, es ist warm, es gibt einen Sportpark und Duschen. Verdammt, es gibt einfach keine plausible Ausrede dafuer keinen Sport zu machen. So ein Pech aber auch…Nach dem Fruehstueck heisst es also ran an den Speck.

Ein paar Stunden bleiben wir noch in Cooktown, sehen uns um und schmieden Plaene. Heute machen wir uns auf den Weg in Richtung Outback. Zuvor muessen wir noch tanken, Essen einkaufen und unsere Route planen.

Etwa 13 Uhr fahren wir dann in Richtung Ravenshoe, der hoechstgelegenen Stadt (900 m) der Atherton Tablelands. 350 Kilometer, sprich 4 Stunden, haben wir zu bewerkstelligen. Mittlerweile ein Katzensprung fuer uns. Davon abgesehen, der Weg allein ist beeindruckend. Endlich noch einmal „sehen“ wir einen Teil der Tablelands.

Dort angekommen haben wir das Glueck fuer pro Person 5$ im Tall Timbers Motel & Caravan Park zu uebernachten – direkt an einem Bach mit allem was man braucht: heisse Duschen, Gruenflaeche, Laundry, Strom etc. Es  ist hier ziemlich frisch. Im Vergleich zum warmen Cooktown (25 Grad) haben wir nur noch 14 Grad.

Die Outback-Tour beginnt hier!

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4 Wochen durch den Norden – 2

5.July – eine Suende wert

Zum Glueck hat Marco in Richtung Atherton Tablelands eine Tankstelle mit kostenloser Dusche gefunden, der Tag ist also gerettet. Ich liebe das Reisen im Auto und Camping, aber ohne Dusche geht gar nichts. Ob warm oder kalt oder einfach nur Eimer fuer Eimer ueber mich schuetten…mir egal – hauptsache sauber. Frisch geduscht fahren wir also in die Berge und machen unseren ersten Stop in Millaa Millaa. Dies ist einer der hoechsten Orte in den Tablelands und es gibt eine unglaubliche Molkerei, welche jegliche Produkte organisch herstellt. Wir koennnen einfach nicht anders und bestellen uns zwei Suenden.

Hoechst zufrieden und mit schlechtem Gewissen wegen der Kalorienbomben, fahren wir weiter durch Atheron bis nach Mareeba. Ich habe mir mehr erhofft was die Aussicht angeht. Doch es ist so neblig, dass man kaum etwas sieht.

Noch vor Mareeba halten wir am Malanda Falls Visitors Centre an. Wow, wir haben noch nie so ein cooles Tourist Center gesehen. Soo viele Ausstellungen, interaktive Vulkan-Nachbildungen, etc. Es gibt hier auch zwei Walks, wovon wir einen machen und einen Haufen Schildkroeten sichten.

Es hat fast den ganzen Tag geregnet, doch in Mareeba scheint die Sonne. Irgendwie mag ich den Ort. Die Stadt ist klein, hat die wichtigsten Shops und ist umgeben von herrlicher Natur. Aehnlich wie Kingaroy. Da wir hungrig sind, kochen wir unser Abendbrot im Mary Andrews Garden und sitzen bis kurz vor Sonnenuntergang.

Wir nehmen uns vor, den naechsten Tag wiederzukommen. Den Rest des Abends setzen wir uns in den McDdonald’s und nutzen die Gelegenheit, um mal wieder mit den Liebsten Zuhause zu telefonieren und ein paar Informationen zu sammeln.

6.July – es gruesst das Kaenguru beim Jogggen

Der Mary Andrews Gardens ist wirklich toll.. mit Sportpark, BBQ, Spielplatz und perfektem Ausgangspunkt fuer einen guten Lauf. Von 10 Uhr bis fast um 13 Uhr machen wir Sport. Erst verausgaben wir uns an den Geraeten, welche mit eigener Koerperkraft arbeiten und ungeahnt super anstrengend sind. Danach gehen wir 6 km joggen. Ein paar Kaengurus begegnen wir, rennen an Passionsfruechten vorbei und werden von den Anwohnern motiviert – und ich habe bei 4 km einfach keeeinen Bock mehr! Ich will das Handtuch werfen – doch ich darf nicht. Also halte ich durch…und wieder einmal sind wir tierisch stolz auf uns.

eine Erlebnisdusche

Eigentlich war es unser Plan im WC mit der Solardusche zu duschen, doch unser Plan wurde durchkreuzt. Nachdem wir vom Joggen wiederkommen, ist de gesamte Parkplatz gefuellt und wir muessen uns etwas Anderes suchen. Gesagt, getan. Wir finden ein offenes Toilettenhaus im Nichts und koennen ungestoert „duschen“. Doch wir greifen zum Eimer und das war mit Abstand die lustigste Erfahrung, die wir in den vergangenen Wochen gemacht haben. Nackig stehen wir da und seifen uns ein und schuetten uns gegenseitig mehrere Eimer Wasser ueber den Koerper. Wenn ich daran denke, muss ich schon wieder lachen. Ich gebe zu, wir wuerden einfach alles dafuer tun mindestens einmal am Tag „duschen“ zu koennen!

Touristenhochburg

Motiviert und energiegeladen fahren wir nach Kuranda. Dieser Ort wird in den hoechsten Toenen gelobt. Als wir durch die Gaenge des beruehmten „Heritage Market“ spazieren, kommt uns ein Gedanke: Erinnert uns irgendwie an Nimbim (nur ohne Teenager, welche nach Cannabiskeksen suchen wuerden). Teuer und touristisch. Nicht schlecht, aber auch nicht allzu besonders. Nungut, wir beschliessen zur Touristeninformation zu gehen und herauszufinden, was man hier Schoenes machen kann. Schnell stellt sich heraus: Nicht viel ohne viele Moneten. Die historische Zugfahrt (wohl der schoenste Part) kostet ueber 60$, das Schmetterlingshaus knapp 20$ und alle anderen Attraktionen 20$+. Wir haetten noch einen kleinen Walk machen koennen, aber spektakulaer ist er auch nicht. Wir entscheiden uns abzureisen und in Richtung Cairns zu fahren. Nur eine gute halbe Stunde dauert die Fahrt.
Da wir Cairns schon ziemlich gut kennen, fahren wir zum altbekannten Botanischen Garten, wo Strom, WC und BBQs auf uns warten – achja und natuerlich 1 Million laestige fiese Sandfliegen. Doch dieses Mal sind wir vorbereitet und haben eine Menge Insektenrepellent dabei. Wir stellen fest, dass unser Platz am Freshwater Lake mittlerweile ziemlich gut besucht ist. Ein blonder Junge sitzt in einer Ecke mit seinem Laptop und Kopfhoerern, zwei Aborigines sitzen auf der anderen Seite des Pavillions. Eine Frau sitzt auf einer der Baenke und telefoniert. Wir suchen uns eine Steckdose und beginnen danach unser Abendbrot vorzubereiten. Immer wieder hoere ich, wie sich der eine Aborigine auf die Arme und Beine haut, um die Sandfliegen zu toeten. „Do you want some Repellent?“ „Yes that would be great!“ „Okay wait a second.“ Er sprueht sich ein und irgendwie entwickelt sich ein Gespraech, welches schon bald eine riesige Gruppenkonversation wird. Die Frau war Franzosin und mit ihrem Freund auf Reisen, die Aborigines sind aus verschiedenen Staemmen und der blonde Junge wurde von uns durchgefuettert, denn er hatte keine Unterkunft und schlaeft seit Tagen in einer Haengematratze in den Baeumen. Ziemlich traurig. Der Abend war super interessant. Wir haben einiges uber das Leben der Ureinwohner gelernt und die Atmosphaere war einfach mal wieder angenehm. Am Ende haben uns die Aborigines beide mindestens zweimal umarmt und wurden sentimental. Herrlich.

7. July – die Franzosen sind ja doch „ganz nett“

Es ist witzig. Als wir morgens zu unserer Picnic Stelle zurueckfahren, um zu fruehstuecken, trudeln die Franzosen auch wieder ein. Wir hatten wieder ein sehr langes Gespraech und ich bin echt beeindruckt, wohin sie ueberall gereist sind. Mit nur 6.500 Euro haben sie 1,5h Jahre Asien, Indonesien, Malaysia, Philippinen etc. bereist. Echt cool. Besonders die Philippinen haben mich interessiert, da sie auch auf unserem Plan stehen, genauso wie Bali.

Mein zuvor eher negatives Bild der Franzosen hat sich zum Glueck durch die beiden angenehmen Persoenlichkeiten gerichtet. Ich habe auch endlich mal eine Erklaerung dafuer bekommen, weshalb Franzosen zo unhoeflich wirken, wenn man versucht Englisch mit ihnen zu kommunizieren: Sophie meinte, dass das Englisch, welches sie lernen so schlecht ist bzw. schlecht beigebracht wird, dass die Franzosen lieber gar nicht reden, als sich zu blamieren. Es ist also keine „Ich weigere mich Englisch zu sprechen, lernt gefaelligst Franzoesisch!“ – Einstellung, sondern eine nachvollziehbare Angst sich zu blamieren. Ihr Englisch war uebrigens sehr gut, die Aussprache zwar gewoehnungsbeduerftig , aber das Vokabular sehr gut!

Auf nach Port Douglas

Nach dem Fruehstueck gehen wir duschen und dann wird es Zeit, dass wir uns auf den Weg nach Port Douglas machen. Gerade einmal 67 km ist Port Douglas entfernt, das entspricht einer knappen Stunde Fahrt auf dem Captain Cook Highway entlang der Kueste. Die Strasse erinnert mich ein wenig an die Ocean Road, da sie sich den Berg entlang windet und der Ausblick wunderschoen ist. Mit jedem zurueck gelegten Meter wird das Klima tropischer, die Baeume noch gruener. In Port Douglas angekommen bemerken wir, dass der Ort winzig ist. Der Strand ist wohl als einer der wenigen zum Schwimmen geeignet und offensichtlich auch gut zum Joggen. Es tuemmeln sich Wasserratten und Sportbegeisterte. Die „Esplanade“ ist sehr gepflegt und so wird sie zu unserem Essensplatz die naechsten 2 Tage.

Wir fahren den Ort ab, suchen spaeter nach einem Schlafplatz und entdecken eine wunderschoene Wohnhaussiedlung mit riesigem Park in der Oriole Street, elektronischem Toilettenhaeuschen , BBQ und Steckdose. Perfekt.

8. July – Sport ist Mord

Nachdem wir uns gekraeftigt hatten steht nun eins an: Sport! Marco und ich gehen joggen. Entlang der Promenande, in Richtung des Lookouts, den Berg hinauf …und das hat uns wohl das Genick gebrochen. Wir schaffen es noch zum Strand und joggen am Wasser entlang, doch nach insgesamt etwa 4 km mache ich schlapp. Meine Huefte laesst gruessen…wann bekomme ich endlich einen neuen jungen Koerper? Haha. Als Strafe fuer unsere (wohl eher meine) schlechte Kondition, haengen wir gleich noch ein TRX Training hinten dran. Fuer alle, die (wie wir) einen Laundromat in Port Douglas suchen: Es gibt keinen! Daher haben wir im Global Backpackers nett gefragt und uns in deren Waschraum eingenistet.
Frisch geduscht sind wir dann bereit den Ort zu erkunden und spazieren los. Diesmal erklimmen wir den Weg zum Lookout komplett, durchqueren danach den gesamten Ort, entlang der Macrossan Street (Einkaufspromenade) bis zum Hafen. Es gibt unglaublich schoene versteckte Haeuser und wir traeumen vor uns hin…eines Tages. Wir haben uns auch gleich eine Bar fuer heute Abend heraus gesucht, denn heute ist das 3. entscheidende Rugby Spiel zwischen Queensland und New South Wales. Lustigerweise stellt sich am Abend, als ich mit Rebecca telefoniere, heraus, dass sie und Brett vor 5 Jahren genau im gleichen Lokal sassen und genau das gleiche Spiel gesehen haben! Wir koennen es kaum glauben und freuen uns noch mehr. Wie wir es uns gewuenscht haben, hat QLD ordentlich eingeheizt und gewonnen! Welch ein Tag!

Unser morgiges Ziel ist Daintree. Danach ist das letzte Ziel der Kueste Cooktown. Weiter noerdlich werden wir nicht fahren – wenn auch gern wir es taeten… Doch wir haben vor, durchs Outback einen Teil der Strecke zurueck zu fahren und das benoetigt auch seine Zeit. Gute Nacht liebe Welt.

Hier geht es weiter zum 3.Teil!

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4 Wochen durch den Norden und Queenslands Outback

30. Juni – von Brisbane nach Rockhampton

Frisch gelandet aus Melbourne, geht es auch schon los in Richtung Norden. „Hauptsache ins Warme“ lautet unser Motto! Wir fahren direkt bis Rockhampton…also ueber 600 km und fast 7,5 Stunden Fahrt. Wir kennen uns in Rockhampton schon ganz gut aus und es ist wunderbar warm. Am Anzac Park gibt es hervorragende Toiletten, Waschbecken, BBQs und Steckdosen sowie saubere Tische – direkt am Wasser.

1.July – eine Nacht am Strand

Im Schnelldurchlauf machen wir uns losfahrbereit und begeben uns wieder ins Auto, diesmal geht es Richtung Mackay. Hier sind wir noch nicht gewesen und wir wuerden den Ort doch gern einmal gesehen haben. Zudem ist dies die Region, in welcher die Saisonarbeit wieder beginnt. Zuckerrohr (das groesste Business innerhalb von 400 km), Mandarinen, Bananen, Tomaten usw. werden hier zu grossen Teilen angebaut. Ganz bis nach Mackay fahren wir noch nicht, sondern naechtigen in Carmila Beach am Strand. Es gibt keine Facilitaeten, also sollte man 500 m von dort am Picnic Point das WC benutzen. Dafuer steht man direkt mit dem Blick auf’s Meer im Sand. Echt cool. Dadurch, dass der Spot kostenlos ist, ist er natuerlich auch gut besucht. Fuer einen „Platz in der ersten Reihe“ haetten wir wohl vor 18 Uhr da sein sollen.

2.July – von Mackay nach Bloomsbury

Nach einer guten Stunde kommen wir in Mackay an. Da wir bis heute noch nicht wissen, ob sich nun die Moeglichkeit ergibt, in Sydney den Job bei Boehringer im Head Quarter zu bekommen, wollen wir uns hier in der Region ein wenig umschauen zwecks Farmarbeit. Es gibt wirklich zahlreiche Farmen und Felder, soweit das Auge reicht. Wahnsinn. Mackay selbst ist gar nicht so gross, aber es gibt alles was man gebrauchen koennte: Coles, Woolworths, Kmart, Target, BCF, … . Es ist bruetend heiss in der Stadt, also beschliessen wir an den Strand (Shoal Point) zu fahren. Na super, hier ist es so windig, dass sich einem die Haare vor Kaelte aufstellen. Waeren wir doch zur Innenstadt-Lagune gefahren. Baden ist leider im gesamten Norden sowieso groesstenteils abgeraten, da Salzwasserkrokodile die Meere besiedeln. Ich habe zwar ehrlich gesagt noch nie eins gesehen (weder in Fluessen, noch im Meer), aber das ist wahrscheinlich auch gut so. Obwohl es doch mal ein etwas anderes Fotomotiv abgegeben haette!

Am Nachmittag waechset mein Verlangen nach „am Strand sitzen und nichts tun“. Mir faellt nur ein Ort ein, an dem das moeglich  ist: Dingo Beach. Marco mochte diesen Ort auch und es steht fest: Da fahren wir morgen hin! Damit wir auch den ganzen Tag geniessen koennen, muessen wir frueh da sein. Um 6 losfahren kommt fuer uns nicht in Frage, also durchforste ich WikiCamps und finde bei Bloomsbury eine BP Tankstelle, wo man nicht nur kostenlos uebernachten darf, sondern auch heisse kostenlose Duschen hat. Das klingt perfekt! Etwa 18 Uhr kommen wir an der Tankstelle an und suchen uns einen Stellplatz. Das war gar nicht soo einfach, denn die BP ist sicherlich kein Geheimtipp mehr. Es daemmerte und wir kochen unser Abendbrot und sehen uns um. „Habe ich da gerade ein Pferd gesehen?“ frage ich irritiert. „Ach Quatsch, war bestimmt irgendwas Anderes.“ Ich mache mir keine weiteren Gedanken.

3. July – Und dann stand ein Pony vor ihm

Naechsten Morgen kam dann der Lacher. Marco musste nachts wirklich dringend pullern und ihm blieben zwei Optionen: Der Baum zwischen uns und einem anderen Campervan oder der Waldrand 100 m von uns entfernt. Er entscheidet sich fuer den Wald. Er wollte sich gerade erleichtern, als ploetzlich ein Pony direkt vor seiner Nase stand. Erschrocken rennt er zurueck…es wurde doch der Baum. Ich konnte nicht anders als lachen und als wir uns umsehen, stellen wir fest, dass ein ganzer Circus auf unserem Parkplatz steht! Zwei lange Trucks mit verschiedensten Tieren und daneben das Pony und ein Lama usw.

Ankunft im Paradies

Mein absoluter Lieblingsort an der Ostkueste. Bis jetzt waren wir schon an einigen Orten, aber in Dingo Beach habe ich mich verliebt. Dieser Strand ist Idylle. Extrem ruhig, nur locals, Dusche, BBQ und ein traumhafter Anblick. Kein Surfrevier, da das Wasser aalglatt ist, keine Krokodile, ab und zu ein Rochen. Wunderbar. Wir bauen hier unser „Lager“ auf, indem ich mich am Strand breit mache und Marco haengt sein TRX Band am Baum auf und trainiert. Endlich mal ein paar Stunden nichts tun muessen und nur geniessen.


Gegen 13 Uhr beschliessen wir joggen zu gehen, obwohl es sicherlich 27 Grad sind und keine Wolke am Himmel Schatten spenden wuerde. Die knapp 6 km schaffe ich gerade so und bin maechtig stolz, denn irgendwie bin ich total aus dem Joggen ausgetreten. Auf dem Weg haben wir auch eine Schlange gefunden, leider tot. Am witzigsten war, dass uns die vorbeifahrenden Autos angefeuert haben. Haha. Welch Motivation. Wir geniessen den Tag bis fast 16.30 Uhr und wir haetten soo gerne dort uebernachtet. Doch leider war es nicht gestattet.

Wir fahren also weiter in Richtung Norden und schlafen in einem Camp am Strand in Toomulla Beach, etwa 170km von Dingo Beach.

4. July – Planschen in den Bergseen des Paluma National Parks

Heute steht etwas ganz Anderes auf dem Plan! Zum ersten Mal begeben wir uns auf den Weg zu einer der vielzaehligen Natur-Pools Australiens. Im Paluma National Park erwarten uns gleich zwei wunderschoene Berg“seen“: die Crystal Creek und die Paradise Creek. Kurz vor Ingham biegen wir also links ab in den Paluma National Park. Fast 19 km geht es bergauf und dann sind wir auch schon da. Das Wasser ist so klar und tatsaechlich sind es gleich mehrere Pools. Ich kann verstehen, dass hier viele baden gehen.


Nachdem wir fast eine Stunde dort verbracht haben und es Mittagszeit ist, fahren wir in Richtung Paradise Creek. Kurz vor dem Picnic Platz sehen wir auf der linken Seite eine sehr kleine Farmerhuette. Wir gehen in die Huette und staunen wie guenstig das Gemuese und das Obst ist! Eine Minute spaeter kommt ein etwa 60-jaehriger Mann auf einem Fourwheeler angefahren.

Er scheint der Besitzer zu sein. Wir haben eine etwa 15 Minuetige Konversation, die ziemlich schnell persoenlich wird und er offenbart uns seine Familiengeschichte. Er scheint uns so gar nicht fremd und mit so jemandem zusammen zu arbeiten waere sicherlich auch eine schoene Erfahrung. Er laesst uns ein paar Fruechte probieren, verraet uns ein paar Rezepte. Dann sage ihm was ich gerne kaufen moechte und er sagt:
„Na dann greif zu! Viel Spass, packt das Geld einfach in die Dose dort hinten!“ Voellig verdutzt stehen wir da. Solch Vertrauen bekommt man in Deutschland eher weniger zugesprochen, doch hier ist es Gang und Gebe. Wir beladen uns mit Passionsfruechten, Bananen, Gurken (kosten normalerweise ueber 3 Euro!), Squash, Zucchini, Grapefruit, Chilischoten, Auberginen usw. 9$ fuer sooo viel. Wir stecken 10$ in seine Dose und fahren mit voller Vorfreude auf unser Mittag zum Picnic Platz.

Nun kommt die Frage aller Fragen: Wo duschen wir? Es gab eine Tankstelle auf dem Weg, oder aber wir gehen tatsaechlich mal in einem Bergsee „duschen“! Nachdem wir den Paradise Pool sehen war klar: Hier muessen wir baden gehen! Das Wasser ist glasklar und sogar Schildkroeten schwimmen darin! Das war definitiv die richtige Entscheidung, denn es war einfach nur herrlich erfrischend und eine Erfahrung fuer sich selbst.

15.30 Uhr machen wir uns auf den Weg nach Innisfail. Hier wollen wir noch etwas Wasser besorgen und uebernachten. Ausserdem gibt es eine Dusche an der Promenade. Das waere perfekt fuer den morgendlichen Sport. Wir halten kurz in Tully an, die Stadt mit dem hoechsten jaehrlichen Regenfall und „besteigen“ den Goldenen Gummistiefel. Dieser symbolisiert den bis dato hoechsten jaehrlichen Regenfall von zuvor fast 8 Metern! Neben dem Stiefel gibt es im Uebrigen ein WC und saubere kalte Innendusche. Als wir 17 Uhr in Innifail ankommen stellen wir fest, dass erstens fast alles geschlossen hat und zweitens der Ort an sich wirklich nicht schoen ist. Die Dusche ist zwar eine Innendusche aber widerlich und es spricht wirklich nichts dafuer hier zu bleiben. Enttaeuscht fahren wir zum 5 km entfernten Fred Drew Parkplatz, wo man kostenlos schlafen kann, WC und BBQ vorhanden ist. Fuer eine Nacht OK, mehr aber nicht.

eine gute Nachricht!

Abeits unserer „Ferien“ hat sich dann noch etwas Tolles ergeben: Amanda hat sich zurueckgemeldet und wir haben am 4. August ein Gespraech in der Boehringer Office in Sydney. Ich werde wohl eine Teilzeitstelle bekommen und etwa 25$ die Stunde verdienen. Marco und ich freuen uns wie wild und hoffen, dass ich mehrere Tage die Woche arbeiten kann und wir auch fuer ihn etwas finden. Das waere zu perfekt!

Hier geht es weiter zum 2.Teil!

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Great Ocean Road – ein Abstecher

26 Juni. Heute fliege ich am Abend von Brisbane nach Melbourne. Es wird das letzte Mal sein, dass ich Jeani sehe, bevor sie zurueck nach Deutschland fliegt. Zwei Monate ohne sie sind bereits vergangen und es war nicht so schlimm. Tja, aber dieses Mal wuerde der Abschied anders sein, denn sie ist nicht mehr „in der Naehe“, sondern wuerde schon bald am anderen Ende der Welt sein. Wie es mir dann wohl gehen wird? Ueber diese Frage habe ich schon oefter nachgedacht und von Tag zu Tag tat ich es oefter. Im Verdraengen bin ich aber ziemlich gut, also fliege ich unbekuemmert nach Melbourne!

ein Sleepover im Melbourne Flughafen

23:20 lande ich in Melbourne und umarme Jeani zum ersten Mal nach genau 2 Monaten. Ein letztes Abenteuer wartete auf uns: Wir beschliessen mitten in der Nacht am Flughafen (der Versuch zu schlafen war vergeblich, denn es gab viel zu viel zu bereden!), dass wir so gar keine Lust haben in Melbourne zu bleiben. Innerhalb der vergangenen Monate haben Marco, Jeani und ich das Gefuehl entwickelt, dass wir das Leben auf dem Land viel mehr geniessen und eine grosse Stadt wuerde uns jetzt einfach erschlagen. Was waren unsere Optionen?

Wieso fahren wir nicht einfach zur Great Ocean Road?

1 Uhr Nachts kommt mir die Idee: Lass uns doch einfach einen Mietwagen nehmen und wegfahren! Jeani findet die Idee auch gut und letztendlich wuerden wir preislich wohl vergleichbar fahren, als wuerden wir in Melbourne bleiben. Ein vernuenftiges Hostel (worauf wir gar keine Lust haben) kostet mindestens 21$ p.P. pro Nacht, Couchsurfing hatte nicht geklappt. Wir recherchieren schnell online und bringen in Erfahrung, dass ein Thrifty Auto fuer 3 Tage etwa 230$, ein Mighty Camper etwa 220$ und ein Jucy Sleeper nur 90$ kostet! 10 Uhr oeffnet Jucy in St. Kilda und wir wollten puenktlich dort sein, also versuchen wir  2 Uhr dann doch noch zu schlafen.

27. Juni. 5:40 Uhr erwachen wir von der Eiseskaelte und dem Laerm auf dem Flughafen. Wir gehen heiss duschen und machen uns auf den Weg nach St. Kilda.

Flughafentransfer & Melbourne erkunden

Fuer alle, die von Melbourne in die City muessen, wird sich die Frage stellen: Wie komme ich am besten und/oder am guenstigsten dorthin? Hier 3 Moeglichkeiten:

  1. Ihr fahrt mit dem Skybus (18$) oder den GreenBus (14$, reservieren) direkt zum Hauptbahnhof oder meist zur Flinders Street. Weiterhin muesst ihr aber – wenn ihr ausserhalb der kostenlosen Tram-Zone fahren wollt – noch eine Myki-Fahrtkarte kaufen. Das bedeutet weitere 6$ Kartenpreis plus Guthaben fuer die Fahrten.
  2. Wenn ihr nach St. Kilda fahren muesst, dann koennt ihr den St Kilda Shuttle Bus nehmen, welcher 25$ kostet. (puh, ist das teuer…)
  3. Macht es wie wir!
    Wir haben uns eine Myki Karte gekauft und sind mit den oeffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt gefahren. Ihr nehmt den Bus 901 und fahrt zur Broadmeadows Train-Station, wo ihr mit dem Zug zur Flinders Street fahrt. Selbstverstaendlich koennt ihr auch frueher aussteigen. Ihr seid nun mittem im Zentrum. Dauer: 1:18h.

Myki
Am Flughafen koennt ihr ein „Tourist Package“ kaufen, welches 14$ kostet. 6$ kostet die Karte selbst (die Karte ist dann 3 Jahre gueltig) und bereits 8$ Guthaben befindet sich auf der Karte. Dieses Guthaben entspricht etwa einer Tageskarte. Eine 2h – Fahrkarte kostet 3,49$. Ohne eine Myki -Karte koennt ihr keine Verkehrsmittel nutzen, welche sich ausserhalb der „Free Tram Zone“ befinden. Alles Infos zu Myki findet ihr hier.
Free Tram Zone Melbourne

Hier koennt ihr ganz einfach eure Routen mit den oeffentlichen Verkehrsmitteln planen.


10:15 Uhr kommen wir bei Jucy an und haben etwa 1 Stunde spaeter ein Mini-Camper  vom 27.-29. Juni. Wir geben ihn Nachts wieder ab und koennen somit 3 volle Tage geniessen. Es kostet uns 142$ (ohne Selbstbeteiligung waeren es 220$). Der „el Cheapo“ fuer nur 90$ war schon ausgebucht. Aber hey, immerhin haben wir einen DVD Player ueber dem Bett (zu schade, wir hatten zufaellig keine DVD dabei) und mehr Platz.

Voller Freude decken wir uns mit Lebensmitteln ein und fahren los in Richtung Great Ocean Road. Zugegeben, wir waren erschlagen von Melbourne, denn in groesseren Staedten waren wir laenger nicht mehr. Wir fanden die Menschen auch ehrlich gesagt alles andere als zuvorkommend. Wir sind Anderes von den Australiern gewohnt, aber ja ich habe mich wie in Berlin gefuehlt. Und dieses Gefuehl mag ich nicht. Nach etwa 40 Min. Fahrt haben wir Melbourne hinter uns gelassen und freuen uns. Sonne war leider Mangelware, aber wenn wir eins gelernt haben, dann ist es die Tatsache, dass das Wetter nicht ausschlaggebend ist.

Unser heutiges Ziel ist „Lorne“ und auf dem Weg dorthin haben wir in Torquay unseren ersten Kuestenstopp gemacht. Torquay ist wirklich klein, aber beruehmt fuer das verbreitete Surf-Vergnuegen. Marken wie Ripcurl und Quicksilver sind hier Zuhause. Straende wie „Bells Beach“ sind in aller Munde und man recht schnell ersehen weshalb: Die Kueste ist schier endlos, das Wasser ist rau, die Wellen von klein bis wuchtig. Die Aussicht ist einfach wunderschoen und definitiv nicht vergleichbar mit der Ostkueste. Surfen ist hier solch Vergnuegen, dass die Locals alle nach der Arbeit gegen 16 Uhr Wellenreiten kommen bis die Sonne untergeht. Verrueckt finde ich die Surfer, denn es sind nur 12 Grad und sie tummeln sich im rauen Wasser um auf die perfekte Welle zu warten. Wie durchtrainiert sie alle sind…da koennte man glatt neidisch werden. Ich nehme mir vor auch bald mit dem Surfen zu beginnen (hoffentlich setze ich es um, haha).

Nur 5 Minuten nachdem wir wieder im Auto sitzen, trauen wir unseren Augen nicht. Wir sind von Feldern umzingelt und es sind ueberall Kaengurus zu sehen. Riesige Kaengurus…waeren sie doch nur nicht so scheu. Ein Foto von Weitem war uns gerade so gegoennt. Herrlich.

Etwa 17 Uhr kommen wir in Lorne an und klappern alle oeffentlichen Toiletten ab. Erfolgreich! Wir finden eine heisse und kostenlose Dusche…ein Traum.

Wir sind hundemuede und ueberlegen wo wir schlafen wollen. Caravan Parks, Hotels, B&B , Camping Sites – alles da. Kostenlose Camps gab es aber nur fuer Zelte und Geld ausgeben wollten wir nicht. Also fahren wir den Huegel etwas nach oben und stellen uns in eine der vielen Strassen. Ich kann mir gut vorstellen, was hier in den Sommermonaten fuer ein Betrieb ist. Der Ort ist so klein und doch so beladen mit Unterkuenften. Zum Glueck koennen wir die gesamte Leere des Ortes geniessen, da es ja „Winter“ ist.


338 – Hammonds Road Camground
339 – Big Hill Campground
340 – Sharps Track caming area
341 – Jamieson Track ca,ping area
342 – Wye River campsite
westlich von Lorne
343 – Barham Paradise Reserve
344 – Johanna Beach Campground
345 – Aire River East camping area
346 – Aire River West camping area
347 – Parker Hill camping area
Quelle: Guide to Free Campsites 2014-2015


28. Juni. Nachdem Jeani uns heissen Haferbrei mit Fruechten gekocht hat, freuen wir uns ungemein auf eine heisse Dusche und sind startklar fuer unseren Tag. Es steht Einiges auf dem Plan: Wir wollen zum Cape Otway und den Leuchtturm besteigen und die 12 Apostel sehen. Unser Ziel fuer den Abend ist „Colac“, wo es einen kostenlosen Campingplatz ( Meredith Park Camping Area) gibt. Auf dem Weg koennen wir  fast 2 Stunden atemberaubende Ausblicke geniessen. Die Kueste ist so wunderschoen, endlos und beruhigend. Wir wissen nun wieso die Great Ocean Road einfach nur great ist.

Kurz vor Apollo Bay in „Skenes Creek“ gibt es ein WC und eine Aussendusche, fuer diejenigen unter euch, die noch eine Dusche suchen und schon an Lorne vorbei gefahren sind.
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…und dann waren da all diese Koalas!

Endlich!!! So lange sind wir schon in Australien und ausgerechnet auf Jeanis letzten 3 Tagen sichten wir wilde Koalas! Wir biegen in Richtung Cape Otway ab und -wie immer- durchbohre ich die Waelder nach moeglichen Koalas und Kaengurus und „Da! Da! Jeani halt an! Da sind Koalas!“ Wir fahren links ran und finden innerhalb von wenigen Minuten 4 Koalas auf vier verschiedenen Baeumen. Ein paar weitere Reisende haben sie ebenfalls entdeckt. Recht selten ist es, dass man aktive Koalas sichtet, umso mehr freuen wir uns, dass einer der Koalas euphorisch durch die Baumkronen klettert.


Ganz begeistert fahren wir weiter zum Cape Otway, dem zweit suedlichsten Punkt Australiens. Die Kueste ist aufgrund seines Wellengangs so gefaehrlich, dass zwischen 1830 und 1930 fast 200 Schiffe versenkt wurden. Wir kommen am Leuchtturm an und sind leicht geschockt, dass wir fuer Eintritt 17$ zahlen muessen. Wir ueberlegen zweimal, aber entscheiden uns dafuer und bereuen es nicht. Es ist nicht nur der Ausblick, den man vom Turm aus geniessen kann, sondern auch kleine Ausstellungen und ein kleines nachgebautes Aborigines Haus. Dort kann man Einiges ueber die Kultur der Ureinwohner erfahren und wenn man Glueck hat, geraet man in eine wunderbare Konversation mit Dale. Wer wirklich etwas mehr ueber Australien, dessen Geschichte und Kultur erfahren moechte, sollte ihn ansprechen. Wir haben letztendlich ueber eine Stunde mit ihm geredet und er war grossartig. Ich rede nicht von einem Touristengespraech, sondern vielmehr haben wir ueber das Leben, wie es ist, gesprochen und uns auf Anhieb gemocht. Es war ein sehr ehrliches Gespraech ueber die Schoenheit und die Haesslichkeit Australiens und wohl der erste wahre Einblick in die Vergangenheit und Gegenwart des Landes. Zudem haben wir einen wunderbaren Einblick in Australiens Geschichte genossen. Allein Dale ist die 17$ pro Person wert! ;-)

Nachdenklich begeben wir uns zurueck zum Auto und fahren weiter zu den 12 Aposteln. Es waren nicht mehr ganz zwei Stunden dorthin und ich brauche gar nicht erst grosse Geschichten hierzu schreiben, denn die Bilder sprechen genuegend Worte. Gegen einen Helikopterflug haben wir uns entschieden, denn 15 Min fuer 230$ finde ich ehrlich gesagt horrend! Stattdessen laufen wir die Aussichtspunkte ab und geniessen die Kulisse.

Nun ist es schon nach 16 Uhr und wir beschliessen in Richtung Colac zu fahren. Es ist ziemlich kalt und wir kochen nach Ankunft in der Meredith Park Camping Area noch schnell Pasta, bevor es ins warme Auto geht.

29. Juni. Es ist noch nicht einmal 7.30 Uhr und ich bin hellwach. Langweile mich. Dann beschliesse ich Jeani zu wecken, bereue es jedoch schnell, denn ihre Nacht war nicht so erholsam wie meine. Sie hat kaum geschlafen, doch tapfer steht sie mit mir auf. Wieder einmal kochen wir uns leckeren Haferbrei mit Mango, Birne und Banane und beschliessen, dass wir langsam in Richtung Melbourne fahren (etwa 2,5h). Wenigstens aus „Anstand“ sollten wir uns Melbourne ein wenig anschauen, wenn wir schon einmal hier sind, oder?

Parken in Melbourne – ein Desaster

Unser Plan war: Wir stellen das Auto irgendwo in der City ab und erkunden zu Fuss. Oops! Da ist uns ein Denkfehler unterlaufen, denn wir sind nicht mehr in unseren feinen Kleinstaedten, wo alles kostenlos ist. Nein, wir sind in Melbourne, wo man ab 4$ pro Stunde parken darf… Wir sind allerdings nicht bloed und finden ziemlich schnell kostenlose Parkplaetze mit wunderbarer Verkehrsanbindung.


Von hier sind wir innerhalb von 15 Min in der Flinders Street – optimal!

eine Rundfahrt durch Melbourne und sehr leckere Pancakes

Nunja, ich muss zugeben, dass wir nicht soo enthusiastisch sind wie man es sein koennte. Wir wollen eigentlich mit dem Free Tourist Bus Melbourne erkunden, doch erfahren wir in der Tourist Information, dass dieser Bus seit ein paar Wochen nicht mehr kostenlos ist. Er kostet nun 10$ fuer ein 2-Tagesticket. Klar, das ist um einiges guenstiger das der typische Touristenbus fuer 30$+, aber fuer 3 Stunden benoetigen wir dies nicht. Doch dann faellt uns auf, dass Melbourne’s Innenstadt zum Grossteil kostenlos zu befahren ist (Free Tram-Zone) und es sogar eine Circle Tram gibt, welche kostenlos an den wichtigsten Orten -auch ausserhalb der Free-Zone- entlang faehrt. In dem Moment, in welchem wir die Strassenbahn betreten, bereuen wir es aber auch schon wieder, da es knackevoll ist. Das Aergerliche ist, dass mehr Einheimische als Touristen in der Bahn sitzen (da sie Ticket-Geld sparen wollen) und man kaum Platz zum Stehen findet. Man bemerke: es ist Winter, wie sieht das dann in der Hauptsaison aus? Ich moechte nicht darueber nachdenken. Positiv ist, dass es ueber Lautsprecher Erlaeuterungen zu den Sehenswuerdigkeiten gibt. Negativ ist, dass man es nicht verstehen kann, denn die Bahn ist einfach zu voll und dementsprechend zu laut. Schade. Nach einer guten Stunde kommen wir wieder an der Flinders Street an und schlendern durch die Strassen. Nachdem wir uns im The Pancake Parlour je zwei sehr verlockende Pancakes gegoennt haben, machen wir uns auf den Weg zu Fitness First. Zum Einen hat Jeani grosses Interesse daran, die Studios in Australien auszuprobieren. Zum Anderen muessen wir schleunigst die Kalorien verbrennen! Umso schrecklicher ist der Moment, als wir uns auf die Waage stellen und das Unfassbare lesen: ich habe 3 kg zugenommen und Jeani 5kg!? Die Waage muss kaputt sein…ganz eindeutig (es hatte sich herausgestellt die Waage war ganz und gar nicht kaputt!) Allein aus diesem Grund, habe ich mich entschieden eine Beitragsreihe zum Thema Ernaehung und Gewichtsbooster als Reisende zu schreiben (folgt demnaechst).

eine Sekundenangelegenheit

Der Kurs war gut und etwas anstrengend (Muskelkater folgte zwei Tage spaeter haha) und dann ist es auch schon 21 Uhr. Wir hatten noch fast 1,5h bis wir unsere letzte Bahn nehmen mussten, welche uns in Richtung Flughafen fuehrt. Wir wuerden 21.30 am Auto ankommen, haben Zeit etwas zu kochen, das Geschirr vom Mittag abzuwaschen, zu Tanken und das Auto abzugeben.
Doch dann begann das Unheil. Wir haben beide telefoniert und sind 2km zu weit gefahren. Verdammt. Wir durften den Weg nicht nur zurueck laufen, nein wir mussten rennen, denn in 7 Min kommt unsere Strassenbahn. Natuerlich haben wir die Bahn um Sekunden verpasst und konnten dieser noch zuwinken. Nochmals verdammt. Als waere das nicht schon nervig genug gewesen, stellen wir fest, dass erst in 20 Min. eine weitere Bahn faehrt. Warten wir, sind wir erst 22:09 am Auto…20 Min fuer Tanken, Abwaschen und Auto abgeben. Niemals! Ich beschliesse, dass wir die 2,6km laufen, nein rennen muessen. Das mit dem Rennen hat nicht ganz geklappt (ich glaube Jeani hasste mich in dem Moment als ich immer wieder schrie „Renn!“ „Schneller!“), aber dennoch waren wir 22:02 am Auto. Nun musste alles SEHR schnell gehen. Wir fahren zur BP und Tanken, rasen zur Abgabestation und schmeissen alle Sachen irgendwie in Tueten, stopfen den Rest in Jeanis Rucksack und ich wasche im Dunkeln mit etwa 200ml das Geschirr ab (keine Ahnung ob es wirklich sauber war). 22:15..in 4 Minuten kommt unsere Bahn. „Niemals schaffen wir diese scheiss Bahn! Schneller! Scheissseee!“ Ich schnalle so viele Tueten wie moeglich mit dem Karabiner an meinen Rucksack und sage Jeani, dass sie einfach zur Bahn rennen soll. Ich sprinte zum Hostel neben Juicy und unterbreche unglaublich unhoeflich eine Konversation und schmeisse ihr foermlich den Schluessel entgegen. „I gotta catch my train I am so sorry,bye!“
Und da war sie: Die Bahn! Und wir stehen auf der falschen Strassenseite….na herzlichen Dank. Ich rufe zu Jean herueber, dass wir auf die andere Seite muessen und sie rennen soll und das tat sie – mit insgesamt 24kg Gepaeck (mal so am Rande…sie wiegt nur 47kg). Zu unserem Glueck hat die Fahrerin uns gesehen und wartet auf uns. Vollkommen erledigt sitzen wir in der Bahn. Das war eine Sekunden-Angelegenheit. Hatten wir ein Glueck.

Es ist also noch nicht ganz 0 Uhr und wir sind am Flughafen. Mein Flug geht 8 Uhr und ich sollte schlafen, doch ich hatte einen grossen Fehler gemacht: ich habe 17 Uhr einen Kaffee getrunken. Also bin ich bis 4 Uhr wach und langweile mich, waehrend Jeani schlaeft. Ein was Gutes hatte es ja, denn ich habe endlich mal Zeit Postkarten zu schreiben. Die waren schon laengst ueberfaellig. Und dann kam mir noch eine Idee. Ich bestelle Jeani das Buch „The Happiness Project“ nach Berlin, ich liebe dieses Buch und hoffe sie tut es auch.

4 Uhr geht dann mein Licht im Kopf aus und ich schaffe es eine ganze Stunde zu schlafen. Zum Fruehstueck bestellte ich mir fuer insgesamt 4$ 4 Pancakes und war danach voellig satt. Noch 2 Stunden und dann wuerden sich unsere Wege trennen. Jeani war nervoes, da fuer sie die Reise zu Ende war. Ich war nervoes, weil mir bewusst wurde, dass wir dann ganz alleine hier sind. Tausend Gedanken rasen mir durch den Kopf, die ich wie immer erfolgreich beiseite schiebe. Fuer den Moment.

Good Bye…

7 Uhr war es dann soweit. Ich machte mich auf zu meinem Gate und die Verabschiedung stand an. Eine kurze Umarmung und ein „Guten Flug, pass auf dich auf. Wir hoeren uns spaeter.“ So stellt man sich keine Verabschiedung auf unbestimmte Zeit vor, oder? Sicher nicht, aber es war leichter.

8:00 sass ich im Flieger und als wir abheben erschleagt es mich: Das war’s. Dann ueberkam mich die Traurigkeit.

Veröffentlicht in Australia

Cape Otway, thoughts & moments

Cape Otway

Cape Otway is one of many famous stops along the Great Ocean Road. Why? I guess because there’s so much to do and so much to see. You are close to accesses to great walks in the Great Otway National Park such as the track to the Phantom Falls. Also the famous Great Ocean Walk, which has an extension of far more than 100 km leads you through Cape Otway. Birdwatching, Horse Trail riding, Mountainbiking, Kayaking only to name a few of Otways recreational activities. It’s somewhat endless to write down every single activity but HERE you can check out what you favor.

On our way to Cape Otway

However, we had only limited time and headed straight to the Lighthouse at the tip of Cape Otway. On our way we were so lucky to see a handful of wild koalas. As we learned, those animals are usually quite lazy. Thus most of the day, they’re asleep. The more excited we had been, when we spotted one koala which energetically climbed from branch to branch. I thought he was showing off a little bit, or maybe he was simply looking for some delicious leaves to eat. Anyways, we took some nice picures and enjoyed those moments fully. After a while we moved on towards the lighthouse.
As we arrived, I have to admit, we were shocked that they asked for 17$ admission.

Is the Otway lighthouse worth 17$?

Obviously we couldn’t answer that question before finding it out for ourselves. We decided to pay, got handed over a map and studied it carefully. Alright, it’s not only a lighthouse. It is history, a few exhibitions and a small „center“ where you can learn about Aboriginal heritage. Well, that sounds interesting. We walked the roundtrip clockwise and passed a „movie theatre“ where a movie is played. It gives you all kind of information about findings of dinosaurs artefacts. In fact, there were some leftovers right next to that little house, which you can examine yourself. Furthermore they have an exhibition in the former transmitting house. Hard to believe so many people worked and lived in this place not too long ago. Not too long before that, Aborigines had lived in this area. Where had they gone? Hm.
The lighthouse is beautiful. It exactly looks like the one you could buy as a postcard motive. Traditional could be the right description. We climbed up its narrow an steep staircase and entered a tiny room. A man is sitting here and apparently taking care of visitors. I asked him whether he had sighted some whales these days. Last sighting had been made on June 25th, only 3 days ago. However, no sightings since then. I have to admit, I was a little sad.
As some other visitors left the viewing platform, we entered it and were almost blown away – literally. It was so windy, I struggled to walk straight. As expected, the view was stunning. The sea was rough, the coastline beautiful and the ocean seemed endless. It was a pleasure to take some nice pictures, even though it turned out to be quite difficult with that extend of wind.

Jeani and I walked towards the Aboriginal spot and noticed a hut-like stone built house. Smoke was coming out of it. We entered the hut and looked around. Here, the map said, we could gather some information about Aboriginal culture. There was a man sitting, but he seemed a little reluctant. I studied the map of Australia with all those different marked territories, but honestly I didn’t understand the scheme. I decided to ask him and from this moment Jeani and I got drawn into another world.
Dale was his name and a simple question transformed into a very long, intense and interesting conversation. When he explained what Australia looked like a long time ago, before the settlement, he told the story as if he’d be one of this Aboriginal tribe. He visualised their rites and traditions, told us about earlier 800 languages and songs as a common language inbetween different tribes. For a moment I wondered: „Is he telling his own story? Can’t be, he doesn’t look like an Aboriginal, neither does he look like living in a hut.“ His tellings were full of life. He’s definately in the right spot. Hopefully they will hold on to him for a long time.  At this point we knew: 17$ admission is justified. Adding up the exhibitions, the charming cafe and this awesome moments right there in the hut, we did it correctly by going in here. Our conversation transformed into a very honest, insighting and interesting talk. We enjoyed every minute of it. We can’t believe more than one hour had passed by so quickly, but yeah..it did. I am sure we could have kept talking until sunsunset, but unfortunately we didn’t have the time – which was a shame.

I usually don’t write blogspots on just someone, but he made us think. He gave us a real insight. We widened some viewing angles on particular matters. But mostly I loved that recognition that somehow all of us are foreigners. Or maybe we’e not? Colour doesn’t mean anything after all – well at least it shouldn’t! The whole world is a melting pot – and that’s not a bad thing at all. So many questions had been asked and so many conclusions had been made.

What is life about?

I think it is about meeting people. It’s about meeting different people, too. What would we be learning hanging out only with ourselves? Not much, that I am sure of. So far I can tell, that I have learned most from „foreign“ people, from different cultures. Talking to „foreigners“ widenes my perception of many aspects in life. And yeah, this one meant a lot to us! Thank you Dale.

Whoever is going to Visit Cape Otway, I hope you are spending your 17$ and have a great time -just as we did!

Dale, in case you read this: We should have taken a picture with you! I wish I could give this article a face. Take care :-) we’ll hopefully meet again!

Veröffentlicht in 1001 Places, Australia, Gedanken-Karussell

Begegnungen, die (m)ein Leben aendern

–English version below.–


 

ein Rueckblick auf 2006

14. September 2006. Der Wecker klingelt: 6:40 Uhr und es war mein 17. Geburtstag. Doch es war nicht einfach nur ein normaler Geburtstag. Dieser Geburtstag wuerde anders sein als meine bisherigen. Wieso? Weil ich in Mississippi aufwache – weit weg von Deutschland, wo meine Familie war. Was ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste, war, dass ich dabei war eine neue Familie zu bekommen.
Ich stehe auf uns gehe in die Kueche, um mir meine Lieblingskornflakes in eine Schuessel zu fuellen und rufe nebenbei Zuhause in Deutschland an. Die Sonne schien, waren schon 20 Grad und ich freue mich darauf, genuesslich in der Sonne zu fruehstuecken. Auf dem Weg zur Kueche trete ich in etwas weiches, warmes…Hundekot! Echt jetzt? Na der Tag faengt ja gut an. Ich saeubere meinen Fuss, trage mein Fruehstueck auf die Veranda und setze mich in die Sonne, am Telefon ist meine Familie aus Deutschland und wuenscht mir alles Gute zum Geburtstag. Mitten im Gespraech stehe ich auf, um etwas Milch aus der Kueche zu holen und als ich zurueckkomme traue ich meinen Augen nicht: Einer unserer Hunde „Bullett“ bedient sich an meinen Kornfllakes. Ich aergere mich und beginne zu weinen. Meine Gastmama Deanna beruhigt mich und sagt nur: ‚You’re going to be fine, Sarah.‘ Das habe ich anders gesehen. So habe ich mir meinen Geburtstag definitiv nicht vorgestellt.
Als ich aus der Schule nach Hause gekommen bin, hat mein Geburtstag dann doch noch eine positive Wendung genommen. Meine Gastmama hat mir eine wunderschoene Geburtstagstorte besorgt und Freune und Familie kamen vorbei, nur um mir einen schoenen Abend zu bescheren. Letztendlich war der Geburtstag zwar anders als in Deutschland, aber wirklich schoen. Meine Gastfamilie hat sich solch Muehe gegeben, dass ich gluecklich bin.

die besten Monate meines Lebens

Tatsaechlich habe ich anfangs nicht geglaubt, dass ich in Amerika gluecklich sein wuerde. Die ersten 4 Wochen waren durch Weinen, Nichtessen und wenig Euphorie gepraegt. Ich wollte zurueck nach Hause.

one double whopper please!

Doch dann kam der Durchbruch. Ich habe realisiert, dass ich das groesste Glueck hatte, welches man haben konnte. So viele Austauschschueler mussten Familien wechseln, weil sie ungluecklich waren, oder sind in einer furchtbaren Gegend gelandet. Das war bei mir ganz anders! Meine Gastfamilie ist  traumhaft. Meine Eltern Bubba und Deanna behandeln mich wie ihr eigenes Kind und integrieren mich vollstaendig. Und meine Grosseltern Jannette und Buddy schenken  mir so vieles: lustige Momente, Liebe und ihr eigenes Schlafzimmer geben sie fuer mich auf, als meine Eltern einen Hausschaden erleiden. Durch meine Gastmama entdecke ich die Fotografie – welche spaeter meine groesste Passion sein wuerde. Bubba ist mir wie ein Vater ans Herz gewachsen und Case ist ploetzlich mein juengerer Bruder, mit dem ich immer mal wieder stenkere.
Wir sind nach fast 6 Wochen auf dem Weg zum EF Austauschschueler – Treffen und halten bei Burger King an. Bubba hatte mittlerweile aufgegeben, mir Essen schmackhaft zu reden und bestellt nur eine kleine Pommes fuer mich. Und dann sage ich: ‚I want a double whopper!’… Bubba dreht sich geschockt um und fragt mich, ob ich sicher bin. Oh ja, ich bin mir sicher! Case und Bubba lachen und das wurde zu einer der Top- stories in den naechsten Monaten.

Es war der Tag, an welchem ich gemerkt habe, dass ich nicht mehr Glueck haette haben koennen. Etwa zwei Monat spaeter habe ich aufgehoert die verbleibenden Kalendertge durchzustreichen. Ich war Zuhause und liebe meine Gastfamilie und die Freunde, die ich gewonnen habe.

Als ich wieder nach Hause flog, war ich tot traurig. Ich habe durchgehend geweint und wollte zurueck nach Saltillo. Es war mir einfach unbegreiflich wie ich jemals wieder in Deutschland, ohne meine amerikanische Familie, gluecklich werden sollte.

8 Jahre spaeter

Mir war seit 2007 klar, dass ich nicht fuer immer in Deutschland bleiben will. Meine Gastfamilie habe ich 2010 das letzte Mal besucht und mittlerweile bin ich verheiratet. Unglaublich. Als ich Marco kennenlernte, habe ich ihm gleich gesagt, dass ich noch einmal ins Ausland moechte und er war damit in Ordnung. Dass dies allerdings innerhalb von zwei Jahren geschehen wuerde, ahnte er noch nicht. Tja, und nun sitzen wir hier in einer Bibliothek in Australien, er lernt Englisch und ich schreibe diesen Artikel.

Wir Deutschen sind meiner Meinung nach viel zu selbstbezogen und sehen alles ziel zu eng. Ich finde auch, dass wir nicht gastfreundlich genug sind und zu wenig teilen. Das ist mir insbesonders nach Amerika aufgefallen. Ich habe in einer religioesen Familie gelebt und sehr viel fuer’s Leben gelernt. Teilen macht gluecklich und wenn wir mehr anbieten, bekommen wir meistens doppelt so viel zurueck. Wenn man das nicht von alleine im Leben in Deutschland lernt, z.B. durch Selbstreflexion (das tun leider die Wenigsten), dann lernt man das definitiv waehrend einer Auslandserfahrung. Marco ist auch „sehr deutsch“ und manchmal denke ich mir: ‚Wieso denkst du so? Weshalb gehst du so oft davon aus, dass andere Menschen absichtlich Schlechtes tun? Nicht jeder Mensch ist so. Nicht jeder Mensch denkt in erster Linie an sein eigenes Wohl.‘ Wie ein grosser Teil der Menschheit (oft verstaendlich), ist auch Marco eine Person, die nett ist, wenn der Gegenueber auch nett ist. Bietet jemand anders etwas an, freut er sich und ist gleichfalls nett. Wenn eine Person jedoch dreist, unhoeflich oder gemein ist, dann gibt er das Gleiche zurueck. Ganz ehrlich: Fast jeder erwischt sich manchmal so zu handeln, oder? Trotzdem ist es nicht richtig.

das Verlangen ein besserer Mensch zu sein

Ich war verbluefft und teilweise so ueberfordert, wie herzlich und hilfsbereit die Menschen in Amerika waren. Das Leben konnte so einfach sein…wenn doch jeder den  Anspruch an sich selbst stellen wuerde ‚ein besserer Mensch zu sein‘. Doch meistens braucht man Vorreiter, also lebendige Beispiele, um diesen Ansporn zu entwickeln. Meine Gastfamilie hat mich zu einem besseren Menschen gemacht und meine Freundin Jeani hat mich auch immer wieder zur Selbstreflexion angespornt. Allerdings finde ich es sehr schwer ‚besser zu werden‘, wenn man in Deutschland lebt. Ich moechte nicht sagen, jeder ist selbstfokussiert (wir kennen Menschen, die einfach nur klasse sind und zuerst an Andere und dann an sich denken), aber die Mehrheit ist es (insbesondere in Staedten). Mir ist aufgefallen, dass man oft ausgenutzt wird, wenn man anbietet und Dankbarkeit auch eher eine Seltenheit ist. Unter diesen Umstaenden ist es schwerer herzlich, freundlich und offen zu sein, als in Kulturen, wo dies Normalitaet ist.

Ich wuensche mir das Gleiche Glueck fuer meinen Mann

Mir war klar, dass ich mir fuer Marco eine aehnliche Erfahrung wuensche, wie ich sie in Amerika hatte. Doch wohin? USA und Australien kamen fuer mich in Frage. Da es einfacher war, in Australien Arbeit zu finden, entschieden wir uns fuer Australien.
Es ist der 4. Mai 2015 und, eher spontan, lernten wir unsere Gastfamilie in Kingaroy kennen. Wir waren so aufgeregt. Einerseits wusste ich was mich erwartet, doch es war dieses Mal vollkommen anders. Ich bin erwachsen, verheiratet und kein Kind mehr. Fuer Marco war die Situation vollstaendig neu und er konnte sich noch gar nicht vorstellen, dass eine Familie vollkommen fremde Menschen bei sich Zuahuse aufnehmen wuerde. Verstaendlich, denn wir Deutschen tun dies viel zu selten, oder gar nicht, da wir paranoid sind oder nicht teilen wollen.

Die naechsten 8 Wochen wurden zu den schoensten Wochen, die wir je hatten. Es gab unglaublich viele Momente, in denen wir realisiert haben, wie einfach und schoen das Leben sein kann, wenn man offen und herzlich ist. Wir haetten niemals gedacht, dass wir so ins Herz geschlossen werden wuerden. Auch haetten wir nie gedacht, dass wir unsere Gastfamilie so lieb haben werden. Ein weiteres Mal habe ich realisiert, dass es hier viel einfacher ist Menschen zu vertrauen und dass ein Familienleben hier ganz andere Priortaet besitzt, als in Deutschland. Es hat hat mich einerseits traurig und andererseis auch gluecklich gemacht. Marco hat zum ersten Mal erlebt, wovon ich zuvor immer wieder geredet hatte. Auch er hat realisiert, dass wir Deutschen (groesstenteils) zu umstaendlich und verschlossen sind.

Gastfamilie frueher und heute

Es ist schon seltsam, wie sich Perspektiven veraendern. Vor 8 Jahren war ich ein Austauschschueler in Amerika und heute habe ich mit meinem Mann eine aehnliche Erfahrung in Australien machen duerfen. Mir wurde bewusst was ich damals falsch gemacht habe gerne anders gemacht haette. Zugleich wurde mir aber auch bewusst, dass ich ’noch ein Kind‘ war. Meine Dankbarkeit fuer das Glueck und die Chancen, die ich und wir bekommen haben, waechst von Tag und zu Tag und es kristallisiert sich nach und nach was wichtig im Leben ist.


 

English version:

looking back at 2006

14th of September, 2006. The alarm rings: 6:40 o’clock and it was my 17th birthday. However, it was not just a normal birthday. This birthday would be different than my present ones. Why? Because I wake up in Mississippi – far away from Germany where my family was. What I did not know at the time yet, was that I was about to get a new family soon – the Knights.
I get up and go to the kitchen to pour my favorite cereals in a bowl and parallel call my family in Germany. The sun shines, it’s already 20 degrees and I am glad to have breakfast while enjoying the morning sun. On the way to the kitchen I step into something soft, warm… Dog poop! Really? The day starts ‚well’… I clean my foot, carry my breakfast to the veranda and sit down in the sun, on the phone my family from Germany wishes me happy birthday. In the middle of the conversation I get up to get some milk from the kitchen and when I come back I do not trust to my eyes: One of our dogs „Bullett“ helps himself with my cereals. I am angry and start to cry. My guest mummy Deanna calms me and says: ‚You’re going to be fine, Sarah.‘ This I have seen differently. Thus I have not fancied my birthday so far..haha.
When I have come home from school, however, my birthday has taken a positive turn. My guest mummy has got a wonderful birthday cake for me, friends and family stopped by, only to give to me a nice evening. After all, the birthday was different than in Germany, but really nice! My guest family tried so hard to make me happy.

the best months of my life

In the beginning, I haven’t thought that I was going to be happy in America. The first 4 weeks were outlined by crying, not eating and oonly little euphoria. I wanted to go back home.

one double whopper, please!

However, then there came the breakthrough. I have realised that I had the biggest luck which one could only have. So many exchange students had to change families because they were unhappy, or have landed in a dreadful area. This was completely different with me! My guest family is dreamlike. My parents Bubba and Deanna treat me like her own child and integrate me completely. And my grandparents Jannette and Buddy give to much me: amusing moments, love and granny gives up her own bedroom, when my parents suffer a huge house damage. Because of my guest mummy I discover photography – which would be my biggest passion later on. Bubba has become dear to me like a father and Case is suddenly my younger brother, with whom I used to discuss all the time haha.
After nearly 6 weeks on the way to the exchange students- meeting, we stop at Burger King. Meanwhile, Bubba had given up talking me into tasty food and orders only one small chips for me. And then I say: ‚I want a double whopper!’… Bubba turns round stunned and asks me whether I am sure. Oh yes, I am sure! Case and Bubba laugh and this became one of the top stories during the next months. I love to remember this day. It was the day on which I have noticed that I could’nt have had any more luck. About two months later I have stopped to cross out the remaining days in the calendar. I was at home and love my guest family and the friends whom I have won meanwhile.

When I flew back home to Germany, I was unbelievably sad. I have cried continuously and wanted to go back to Saltillo. It was simply incomprehensible to me how I should ever become happy again – in Germany without my American family…

8 years later

Since 2007 I knew that I do not want to remain for good in Germany. I have visited my guest family in 2010 the last time and meanwhile I am married. Incredible how fast time passes by. When I got to know Marco, I have immediately told him that I wanted to go abroad for another time and he was alright with my wish. The fact that this would happen, however, within two years, he did not expect. Well, here we are…sitting in a library in Australia, he learns English and I am writing this article.

In my opinion, we Germans are too self-centered and we are too fussy with a lot of things. I also think that we are not hospitable enough don’t share enough. This thought has struck me particulary whilst being in America. I have lived in a religious family and have learnt a lot about life. If we offer more, we mostly get back twice as much. If one does’nt learn this thinking by oneself during life in Germany, e.g, by selfreflection (unfortunately least people do that), then one learns definitively during a foreign experience. Marco is also „very German“ and sometimes I wonder: ‚Why do you think like you do? Why do you so often assume from the fact that other people do intentionally bad things? Not every person is like that. Not every person thinks, primarily, of his own welfare.‘ Like a large part of the humanity (often understandably), Marco is a person, who is nice if the opponent is nice, as well. If somebody else offers something, he is happy to offer sth. himself. However, if a person is outrageous, impolite or mean, he turns out to act the same. To be frank: Almost everybody can catch oneself to act in such way, right? Nevertheless, it is not righ – but maybe part of selfprotection..who knows.

the desire to be a better person

I was amazed and overwhelmed at the same time by the warmth and offering attitude of people in America. Llife could be so easy .. if everyone strived to be ‚a better person‘. However, mostly one needs forerunner..someone inspiring, a living example to develop this wish for oneself. My guest family has made me a better person and my friend Jeani has spurred on me over and over again to participate in selfreflection. Indeed, I find it very hard ‚to become better‘ living in Germany. Once I try to, some one pisses me off and I am so mad I forget how I should behave. Deanna always said: Kill them with kindness. I try to remind me of her saying every time. I don’t mean to consider every German as selffocused -since I do know a handful most lovely people ever, but it is the majority (in particular in towns). To me it simply appears, harldy anyone knows how to show gratitude. Under these circumstances it is a lot harder to be kind, friendly and open, than in cultures where this is normalty.

I wish my husband could experience the same

To me it was clear that I wish a similar experience for Marco as I had in America. However, where should we go? USA and Australia were to be considered. Because it was easier to find work in Australia, we decided to go to Australia.
It is the 4th of May, 2015 and, rather spontaneously, we got to know our guest family in Kingaroy. We were so excited. On the one hand I knew what to expect, however, it was completely different this time. I am grown-up, married and no child no more. For Marco the situation was completely new and he could not imagine at all that a family would pick completely foreign people to share their home with us. Understandably, because most Germans are not doing this at all or rarely, because we are paranoid or do not want to share. Very sad to miss out on such a lifetime experience.

The next 8 weeks became the nicest weeks which we ever had. There were incredibly many moments at which we have realised how simple and nice life can be if one is open-hearted and kind. We would never have thought that we would be enclosed in their hearts so soon. Also we would never have thought that we would love our guest family as much as we do now. Additionally, I have realised that it is much easier here to trust a person and that family life has higher prioity than in Germany. On on hand it has made me sad to realize those things, but on the other hand also happy, since we could enjoy those vulnernable moments. Marco has experienced for the first time from what I had talked before over and over again. Also he has realised that we Germans are (mainly) too complicated and not warm-hearted enough.

Guest family now and then

It is strange how perspectives do change over years. 8 years ago I was an exchange student in America and today I was given a similar experience in Australia along with my husband. I realized what I have done wrong I back then and I wish could change some things. However, at the same time I became conscious of the fact that I was ‚a child‘. My gratitude for the luck and the chances which I had been given grows from day to day and it crystallises what’s most important in life.


 

Deanna, Bubba, Jannette & Buddy

I am so grateful for what you have given to me whilst being in Saltillo. I can’t believe time went by so quickly. You’ve created a huge part of what I am today and I really don’t know how life would look like without you guys – but actually I could’nt and don’t want to imagine it anyways! Thank you for coping with my difficult days. Thank you for waking my nowadays biggest passion – photography. Thank you for the best sausage pie in the world. Thank you for my favorite meal granny’s riblets! Thank you for supporting me in every possible way. Thank you for giving me so much love. Thank you for opening my heart to belief. Thank you for being my family. Thank you for everything you have done and for everything you are. I love you.

Rebecca, Brett & kids

I had one wish, when I decided to go to Australia: Please let Marco experience the same warmth and kindness, I had experienced when I stayed in the States. And he did.
I hoped to meet people, who we would build an honest relationship with. And we did.
I never believed to find a family which would make us feel as a part of their family and where we could return to at anytime. But we did.

Those 8 weeks have been over the top. We didn’t expect to meet such great people. Neither did we expect to learn as much as we did. You reminded me of what’s important and you reminded me of how lucky we are. We enjoyed every minute with you, are grateful for every little thing you did. You grew into our hearts as family or friends? I can’t even tell ;-) We love the kids, every single one is special. I told you, I am not much of a speaker, but I really need to tell you: THANK YOU! You guuuys changed a lot in our minds – positively. Thank you so much.

 


Do you believe that we don’t meet people by accident, that they are meant to cross each others path for a reason?  

„Yes, I do.“


Welche Begegnungen haben Euer Leben geaendert? Schreibt mir eure Geschichte.

 

Veröffentlicht in Australia

Wie teuer ist Sprit in Australien?

Spritpreise in Australien

Eine gute Nachricht aus dem sonst teureren Australien! Benzin und Diesel sind in Australien guenstiger als in Deutschland.

Durchschnittlich:

1.22 – 1.42 $ unleaded (Super)  –> 0,86 – 1,00 Euro
1.35 – 1.48 $ Diesel –> 0,95 – 1,05 Euro

Discounts beim Tanken

Geht ihr bei Woolworth einkaufen und gebt mehr als 15 oder 20$ aus, bekommt ihr bei den meisten CALTEX Tankstellen 4-6 Cent Rabatt (pro Liter)

Geht ihr bei Coles einkaufen und gebt mehr als 15 oder 20$ aus, bekommt ihr bei den meisten SHELL Tankstellen 4 Cent Rabatt (pro Liter)

Es gibt noch mehr Shops, die das anbieten. Am Besten ist, ihr fragt einfach nach.


Petrol in Australia

To be fair, it doesn’t happen very often, but yeah Australia is cheaper than Germany regarding petrol and diesel!

Let’s talk numbers!

on average youll be looking at the following prices for 1 litre:

1.22 – 1.42 $ unleaded (Super)  –> 0,86 – 1,00 Euro
1.35 – 1.48 $ Diesel –> 0,95 – 1,05 Euro

Those prices are not applicable to outback „gas stations“ of course ;-)

Anyway, there’s even a cheaper way to purchase petrol by shopping at cole’s, woolworth and so on, since they give you discounts of 4-8 cents per litre!

Veröffentlicht in Australia, Budget & Finances

Is Australia really that expensive?

Pricing in Australia

I can’t hear it anymore…There are two questions which you will be asked day in day out being in Australia -or having lived there:

1. Aren’t you afraid to die because of all those dangerous animals over there?!
2. How can you afford Australia? Isn’t it so much more expensive than it is at home?

…different ways of looking at it

Saying that, we have to distinguish between living expenses and fun expenses. Unless you are having work in Australia, it is expensive. That’s true. Being on vacation, booking day trips, dive the Great Barrier, having nice Hotels to stay at or even renting a Caravan for a month is incredibly expensive…but isn’t that exactly the same as in the rest of the world? Have you ever checked on a caravan rental in Germany, Great Britain or the US? There is no considerable difference really…

Having a nice dine in, getting a burger, buying milk for your breakfast, getting a hair-dryer, daily supplies such as water, fillig up your car with petrol for your next roadtrip…is that really much more expensive than in Germany or your home country?

Let’s talk about numbers!

Typical day trips to one of Australians Kangaroo Parks, sightseeing tours, kayak day tours are quite expensive. The average price for a Sanctuary, kangaroo place or Zoo is about 35-40$ p.P. Sightseeing buses charge about 25-35$ p.P., Kayak tours are from 45-90$ depending whether you’d like to have a meal included. Renting a boat off license is pretty easy and not that expensive after all. With petrol inclusive you’ll be looking at 170-220$ per full day. I don’t know what you think, but I think that sounds reasonable. Have you ever thought about bridge climbing? If you have 250-280$ loose in your wallet: Let’s go. I have to admit, it is ridiculously expensive. Another Must See is Fraser Island, which will cost you 1 Day 140$/ 2 days 260$/3 days 399$… I think it’s really expensive. 

Having breakfast or „Brunch“ in Australia is ccomparable to having a breakfast in Germany. You’ll pay for a coffee on average 3,00 Euro, which equals 4,30$ in Australia. Breakfast itself costs you around 13-15$, which equals 8,50-10 Euros in Germany. Same pricing level you’ll find with soft drinks.


What is really expensive in Australia?

  • Ice Cream! I have eaten one scoop of ice cream only since April – and believe me ..it was so hot, I wish I’ve had some more… but 4- 5$ (2,80-3,50 Euro) one scoop is pretty expensive I reckon?!
  • Quark…yeah you’ll probably start laughing right now, but have you ever tried to make a good german cheesecake or „Zupfkuchen“ without creepy rich creamcheese? Well, I tell you what: You’re better off producing your own Quark, or you will have to pay 8$ (5,50 Euro) for 300g of Quark.
  • Parking in one of the (bigger) cities will cost you roughly 3-6$ per hour (2,10- 4,20 Euro)

Your best chance to park your car

  • in Sydney’s city close to the Harbour in Hickson Rd. it costs 2,70$ per hour up to 10 hours)
  • in Brisbanes city very close to the Kangaroo Point (Lambert Street, Thorn Street, etc.) unlimited free parking!
    Heading towards China Town? Close to BMW Constance Street/ Bridge Street you’ll find spots with only 1$ per hour.
  • in shopping centres parking is mostly free up to 3 hours
  • in suburbs or small towns you can park for free at most times

Grocery Shopping stores in Australia

  • Woolworth
  • Cole’s
  • Aldi (cheap German chain)
  • KMart (similar to Wal Mart)
  • Target
  • Big W (similar to Wal Mart or Sam’s)
  • IGA

Pricing of groceries

  • Water average 50 Cent per litre, on offer:  38 Cent p.L.
  • Cereals/ oat is availabe at woolworth for 2,99/ 0,99$
  • milk 1 litre longlife ca. 95 Cents
  • Eggs (12 pack) 3,80 – 4,99$
  • Cheese and sliced sausages, ham is quite expensive, e.g. 100g of sliced ham 3$ and cheese scarcely less than 4$
  • spreads and dips such as cream cheese are inexpensive and usually there’s an offer of 2 for 1! 2,50 – 3,50$ is the average price for one spread
  • Yoghurt: 500g from 4,00$
  • beef and poultry is inexpensive and usually there’s 2for1 offers as well
  • fresh fruits and vegetables are very inexpensive at local markets or fruit shops!
    • e.g. the Cairns market sells mangoes for 50Cents on weekends and avocadoes for 1$!

As you can see, it’s all a matter of how we look at it, right? Considering you have a job in Australia, it isn’t more expensive than Europe. Besides that, you’ll earn easily 19-24$ (14-17 Euros) per hour (net). 



Not enough? Check out the market research on global prices of Deutsche Bank.


 

Preise in Australien

Ich weiss nicht wie oft ich diesen Satz gehoert habe, aber ich irgendwann habe ich aufgehoert zu zaehlen. Australien ist soo teuer erzaehlt dir fast jeder. Also fuer pure Urlauber stimmt das, denn man bekommt kein Hotel unter 70 Euro die Nacht und da summiert sich das bei mehreren Wochen natuerlich. Typische Touristenattraktionen, wie die Kangaroo Parks, Sightseeing Touren, Faehren, Kayaktouren, Inselausfluege etc. sind echt teuer…im Schnitt kann man p.P. mit 30-50 Euro rechnen. Ein Boot ohne Lizenz kann man problemlos mieten, da liegt man all incl. etwa bei 150-190 Euro pro Tag. Kayaktouren kosten etwa 40-60$ p.P., Bridge-Climbing a. 100-150$, Fraser Island (1Tag/2Tage/3 Tage) oder Whitsundays ca. 140$/260$/399$…usw.

  1. Wenn man in Deutschland a la Carte fruehstueckt, zahlt man fuer Kaffee rund 3 Euro und fuer das Essen zwischen 7&10 Euro.
  2. Fuer einen Burger ausserhalb von McDonalds & Burger King zahlt man in Deutschland zwischen 8 & 11 Euro.
  3. Fuer ein Getraenk im Restaurant zahlt man i.d.R. 2,20-3,50 (Wasser, Coke, Saft..)

Insofern ist Australien definitiv nicht teurer, sondern aehnlich vom Preis her. Wenn man bedenkt, dass man jedoch bis zu 40% mehr verdient, kann man schon ganz gut leben. Wenn man in Restaurants geht, die etwas weniger Bistro-Feeling haben, liegen die Hauptgerichte bei 16-22$ (11,50-16Euro). Nach oben gibt es wie immer keine Grenze, wie in Deutschland auch ;-)

Es gibt in Australien sehr viele kostenlose oder sehr guenstige Dinge, man muss nur die Augen offen halten! Ich schreibe regelmaessig auf unserer Tour, welche Sachen kostenlos bzw. guenstig und dennoch genauso lohnenswert sind!

Echt teuer ist…

  • Eiscreme! Fuer eine Portion bzw. Riesenkugel zahlt man zwischen 4 & 5 $ (2,80-3,50 Euro)
  • Parken (in Innenstaedten zahlt man pro Stunde zwischen 3 & 6$ (2,10 – 4,20 Euro)
  • Quark! Fuer 300g Quark soll man hier 5,50 Euro blechen..unglaublich…deshalb mache ich meinen Quark selber!

Hier kann man kostenlos oder guenstig parken…

  • In Sydney kann man in der Hickson Rd. (nahe The Rocks) fuer 2,70$ p. Stunde parken (bis zu 10 Stunden)
  • in Brisbane kann man unweit des Kangaroo Point kostenlos und unbegrenzt parken (Lambert Street, Thorn Street usw.)
    In Chinatown kann man meist nur 10-30 Min parken, oder zahlt sich dumm und daemlich. Wenn ihr allerdings ein Stueck weiter fahrt zum BMW und Ferrari Autohaus (nahe Constance Street/ Bridge Street), zahlt ihr nur 1$ pro Stunde!
  • in Shopping Centern kann man oft bis zu 3 h kostenlos parken
  • in kleineren Orten ist Parken zumeist kostenlos

Einkaufen gehen

Es gibt zig Laeden, in denen man seinen Einkaufswagen voll hauen kann. Je nachdem was man sucht und wie viel man ausgeben will, eignet sich der eine oder andere Shop besser. Es gibt u.a. fast ueberall:

  • Woolworth (vergleichbar mit einem etwas groesseren Rewe oder Edeka)
  • Cole’s (vgl. mit Edeka)
  • Aldi
  • KMart (wie Wal Mart und genauso guenstig! Wer Kleidung, Kleinelektronik und Haushaltswaren oder Sportartikel sucht, wird hier guenstig fuendig…Lebensmittel gehoert zu Raritaet)
  • Target (aehnlich wie KMart, nur ein klein wenig teurer und weniger umfangreich)
  • Big W (aehnelt Kmart)
  • IGA (wie Woolworth und Co ein Lebensmittelgeschaeft, in welchem es oftmals sogar Quark zu kaufen gibt)

Es gibt eigentlich immer coole Angebote, wo man 2 fuer 1 erhaelt odr 50% reduziert wurde. Insbesondere Sa nachmittags wird Fleisch und Obst haeufig stark reduziert. Das trifft auf Lebensmittel genauso wie auf Kleidung zu. Also immer die Augen offen halten.

Lebensmittelpreise

  • Wasser durchschnittl. 60 Cent pro Liter, im Angebot 40 Cent p.L.
  • Kornflakes / Haferflocken gibt es bei Woolworth von der Eigenmarke sehr guenstig zw. 99Cent & 2,49$
  • Milch 1L H-Milch ca. 95Cent
  • Eier (12er Pack) zw. 3,80 & 4,99$
  • Kaese und Wurstaufschnitt ist generell recht teuer, so kosten 100g Kochschinken rund 3$ und Kaese bekommt man selten unter 4$
  • Fischkaesevariationen gibt es bei Woolworth oft 2fuer1 oder zw. 2,50 & 3,50$
  • Naturjoghurt ist recht teuer…500g kosten ab 4,59$
  • Fleisch gibt es oft im Angebot. Allgemein ist Rind und Pute recht guenstig, insbesondere die Wuerstchen zum Braten
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Woche 1 bei unserer neuen Familie

05. – 10. Mai.

der erste Morgen im Paradies

Ich habe bis nachts um 3 am Blog gesessen und konnte einfach nicht schlafen. Das kann zum einen daran gelegen haben, dass ich nach einer Tasse Kaffee wie ein Frettchen auf Drogen bin, oder ich war einfach nur aufgeregt. Hm…fakt ist jedoch: Ich habe ganze 3 Stunden geschlafen, denn kurz vor um 6 Uhr wachen wir schon wieder auf. Ich schaue auf mein Handy und stelle fest, dass ich noch eine Stunde schlafen koennte. Doch dann sehen Marco und ich aus dem Fenster und wir koennen nicht anders als aufzustehen… Wir leben im Paradies! Mir bleibt einfach nichts anderes uebrig, als meine Kamera zu schnappen und auf Motivjagd zu gehen – erfolgreich wuerde ich meinen ;-)

Familienausflug als perfekter Auftakt

Brett muss heute arbeiten, aber der Rest von uns macht einen Ausflug, denn Amelia und Declan haben ein School-Event im Cross-Country. Es ist ein regionaler Wettbewerb zwischen den Schulen, bei welchem auf Zeit gelaufen wird. Der Vormittag war super schoen. Oli ist einfach nur goldig und ein echter Clown :-) Rebecca ist super..es ist seltsam, doch irgendwie fuehlen wir uns schon jetzt als Teil der Familie und ueberhaupt nicht fremd.

Es ist schon 14 Uhr als wir zurueck nach Hause fahren und wir fragen uns, was wir noch machen. Wir leben bei unserer Gastfamilie umsonst und dafuer helfen wir im Haushalt, mit den Kindern oder was auch immer moeglich ist. Ich bin zwar huuundemuede, aber Marco und ich dachten uns, dass wir heute schon noch etwas machen sollten und fragen daher Rebecca was ansteht. Sie sei kein guter Aufgabenverteiler sagt sie. Hehe, das finde ich lustig…denn ich kann so etwas besonders gut :-)

Wir packen ein bisschen im Haushalt an und dann war der Tag auch schon wieder vorueber. Ein erster, sehr schoener Tag.

Fenster putzen, Veranda zerstoeren und andere Maenneraufgaben

Marco hat nach langem Fensterreinigungsprozess eine tolle Aufgabe bekommen: Er durfte die Veranda einreissen und das hat ihm so richtig Spass gemacht. Dazu  kommt, dass er mit dem Buggy fahren durfte – und da das fuer ihn noch neu war, war es umso spassiger! Er hat sich so richtig ausgelebt und hatte seinen Spass. Es waere natuerlich nicht Marco gewesen, wenn er sich nicht dabei verletzt haette… hahaha.

Waehrend Marco sich also austobte, habe ich geputzt und mit Rebecca in der Kueche die Schraenke ausgemistet. Ich habe noch nie so viel Tupperware gesehen. Ich musste unweigerlich an meine Mama denken, denn sie liebt Tupperware genauso ;-) Die beiden wuerden sich in der Kueche blendend verstehen.

Den Rest der Woche hiess es ausmisten und sortieren, denn fuer Samstag war ein Garagen-Sale geplant. Es war einiges zu tun, aber es hat wirklich Spass gemacht und tot gemacht haben wir uns definitiv nicht. Da wir durch unser Mitwirken unsere Dankbarkeit ausdruecken wollten, haben wir, wo immer es moeglich war, geholfen und ihr war das anfangs etwas komisch, was ich verstehen kann. Sie meinte, dass es seltsam ist zu sehen, wie wir in ihrem Haushalt sauber machen und aufraeumen und sie am liebsten immer sagen wuerde: Das braucht ihr doch nicht zu machen…
Suess, aber mir macht es Spass und da man ihr ansehen kann, dass sie sich darueber freut, machen wir es umso lieber!

Die erste Woche war einfach schoen. Die Familienabende sind das Beste. Wir essen gemeinsam, spielen Spiele, kochen zusammen, lachen viel und lernen voneinander. Wir sind gluecklich.

Samstag fand der Garagen-Sale statt – wir haben nicht so richtig geglaubt, dass er erfolgreich wird und wurden eines Besseren belehrt: Schon 6 Uhr fruehs kamen nacheinander Personen und es wurde echt viel verkauft. Welch erfolgreicher Tag!

..und so haben wir unser Auto auch noch ausgebaut 

Zwei Nachmittage haben wir damit verbracht unter Auto zu bearbeiten, denn wir wollen ein vernuenftiges Bett-Gestell einbauen und Moskitonetze anbringen. Wir Gluecklichen haben von Brett das Werkzeug bekommen und konnten richtig loslegen. Eigentlich ging das alles recht simpel, wenn man sich erst einmal einen Plan gemacht hat. Wie man sein Auto ganz easy umbauen kann, zeigen wir euch in einem anderen Beitrag. Wozu? Damit ihr nicht auf typische Backpacker-Auto angewiesen seid, die oft nur noch Schrott sind ;-)

https://youtu.be/-8fslBj6lF0

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von den Bunyas zur Familie Fleischfresser

4. Mai. Wir erwachen aus unserem tiefen Schlaf sind wieder einmal von Australiens Natur fasziniert. Sonnenschein, strahlend blauer Himmel und umgeben von Nichts ausser Vogelgezwitscher. Und dann ist da dieser Vogel, welcher sich wie ein Wassertropfen anhoert! Wir kochen unser Fruehstueck und geniessen das Wetter. Eine richtige Dusche gibt es nicht, dafuer gibt es allerdings etwas aehnliches wie unsere Solardusche. Witzig ist, dass man sein Wasser auch vorher ueber einer Feuerstelle heizen kann. Hahaha…wenn das Holz nur nicht so nass waere, dann koennte man ja glatt ein Feuer machen… Stattdessen haben wir eine eisige Dusche. Und Marco der Arme, bei ihm war das Wasser leer…das heisst er stand in Shampoo eingehuellt ohen Wasser da – im Wind. Uuups…zum Glueck ist er ja ein Mann – der so etwas abkann ;-)

Kaum hatten wir die Dusche hinter uns, war die Sonne verschwunden und es war wolkig… typisch Berge halt. Nichts desto trotz machen wir uns los und gehen ein wenig wandern. Der Mt Kiangarow Track, welcher zum hoechsten Punkt der Bunya Mountains fuehrt, beginnt direkt gegenueber unseres Campingplatzes und dauert nur etwas mehr als eine Stunde. Sehr viel mehr Zeit hatten wir auch leider nicht, da wir heute zu unserer Gastfamilie fahren.


Ankunft in Kingaroy

Etwa 14 Uhr kommen wir in Kingaroy an und finden diese kleine Stadt gleich sympathisch. Da wir ja nicht in Cairns geblieben sind, haben wir unsere Bankkarten hierher schicken lassen und holen sie schnell bei der Australia Post ab. Wunderbar klappt das. Und wenn wir schon einmal bei der Post sind, bietet es sich ja auch an, nach Paketpreisen zu fragen, oder?

39$ fuer max 1kg
79$ fuer max 2kg
halber Preis fuer Sea mail – 3 Monate…

Whaaat?! Alles klar..dann wird wohl nichts nach Deutschland gesendet ;-)

Wir spazieren durch die Strassen und entdecken Fitnessstudios, bei welchen man ohne Vertrag trainieren kann, finden heraus, dass hier Erdnuesse produziert werden (ob wir hier einen Job bekommen wuerden?), finden heraus, dass ein Haarschnitt fuer mich rund 30$ (21 Euro) kostet usw… Aus langer Weile begeben wir uns dann noch zum Car Wash…..man hat unser Auto danach geglaeeeeenzt…;-)

..und dann kam der Moment: Wir begegnen Familie Fleischfresser. 4 Kinder und eine vollkommen entspannte Mama begruessen uns in Kingaroy auf dem Parkplatz vor dem IGA. Die Kinder sind noch aufgeregter als wir und alle sprechen auf einmal. Herrlich…Marco wird gleich zugetextet und es ist als waeren wir schon laenger hier. Echt cool.

Nach dem Einkauf folgen wir Rebecca und den Kindern mit unserem Auto aus der Stadt hinaus und fahren etwa 15 Min, bis wir in einen Weg einbiegen, der direkt zu einem schoenen Haus mitten auf einem Huegel fuehrt. Ohhhh wie schoeeeeen…wir freuen uns. Ganz genau so haben wir es uns ertraeumt.

Rebecca sagt, sie koennen uns „nuur“ das Poolhaus anbieten. „Nur“? Es ist wunderschoen! Wir sind uebergluecklich und sind wieder einmal sehr dankbar fuer unser Glueck.

die Familie

Rebecca und Brett sind die Eltern
Amelia ist die aelteste Tochter und fast 14, Declan ist 12, Charlotte ist 7 und Oliver ist 3 Jahre alt. Entzueckend. Dann gibt es noch einen Hund (ihr Name ist Pherny) und einen Kater namens Socksy.

Wir haben eine Stunde nach Ankunft unser erstes gemeinsames Abendbrot, zwanglos, amuesant und familiaer. Danach sind Marco und ich schlafen gegangen. Was fuer ein Tag!

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mit dem neuen Auto auf Tour

29. April. Nachdem wir den gestrigen Tag fuer Planschmiede und restliche Entspannung genutzt haben, sitzen wir nun schon um 7.30 im Flieger auf den Weg nach Brisbane. Mit Quantas geht es innerhalb von 50 Min 1.500 km in Richtung Sunshine Coast.

und schon wieder haben wir noch mehr Glueck

…denn als wir online noch einmal die drei Autos angeguckt haben, entdecken wir, dass eins davon von 3.500 auf 2.500$ reduziert wurde! Wir rufen sofort an und treffen und schon 12 Uhr in der City mit dem deutschen jungen Paar. Wir bestehen darauf, mit dem Wagen zu Douglas (Mackey Mechanics) zu fahren, und einen Pre Purchase Check zu machen, um herauszufinden in welchem Zustand der Wagen ist. Douglas macht uns den Check fuer 150$, was verhaeltnismaessig guenstig ist. Nachdem wir den Wagen bei ihm abgeliefert haben, gehen wir vier Mittag essen und sind einander sympathisch. Wir freuen uns, dass wir bald ein neues Auto haben und sie freuen sich, dass sie es los sind und nach Deutschland zurueckreisen koennen.

https://youtu.be/2C60zCI637g

..doch leider fiel der Check nicht allzu gut aus

Knapp 1.500$ haetten wir investieren muessen, um den Wagen sicher zu machen. Ernsthaft? Wir alle sind geschockt, dass es ohne die Reparaturen kein RWC gibt und ueberlegen was wir machen sollen. Das Paar wuerde sich auf 1.200$ eventuell sogar einlassen, damit koennen wir auch leben. Ich gehe nochmal zurueck in die Werkstatt und frage Douglas was ich machen soll. Gerade in diesem Moment kommt einer seiner Mechaniker und fragt was das Problem ist und worum es geht. Wir klaeren ihn auf und er fragt, ob wir ein Auto kaufen wollen. Ja wollen wir. Er ueberlegt und guckt Douglas an. „I still have the Pajero..I don’t know. Maybe they like it?“
„You want to sell it?“
„Yea I think..“
„What you want for it?“
„I don’t know….2.000$ would be ok I guess..“

Ein Mitsubishi Pajero fuer 2.000$? 

Er faehrt nach Hause und holt den Pajero. Ich schaue kurz hinein und sage ihm, dass wir erst einmal mit dem anderen Paar reden muessen. Wir machen mit ihnen ab, dass wir abends telefonieren, damit wir alle noch einmal darueber nachdenken koennen. Marco und ich gehen zurueck zum Pajero und sind skeptisch. Ob die uns ueber’s Ohr hauen wollen? Wir schreiben alle Maengel auf und sagen ihm, dass wir den Wagen nehmen, wenn das alles repariert wird. Es muesste allerdings noch etwas ausgtauscht werden, was etwa 400$ kostet. Ein Auto mit RWC fuer 2.400$ (1.700$) und Douglas bietet uns an, den RWC nicht zu berechnen. Klingt nach einem Deal. Wir ueberlegen, ob wir das Richtige tun und kommen zu dem Schluss, dass wir eigentlich nicht viel falsch machen koennen, denn wenn am Auto im Nachhinein doch etwas nicht stimmt, ist er verantwortlich, da er ein RWC ausgestellt hat.

Der Deal ist besiegelt und Anir (der Mechaniker) bietet uns an, bei ihm zu uebernachten, da wir noch keine Bleibe haben. Das finden wir sehr nett und freuen uns. Als wir in der Bude ankamen, freuten wir uns dann nicht mehr so sehr, denn es war sauuu dreckig und es hat ueberall gemieft. Na gut…es ist for free und er wollte nett sein. Man muss eins sagen: Er hatte einen Ausblick auf gesamt Brisbane…unendlich genial! Den Rest des Abends ist er mit uns die Papiere durchgegangen und wir haben noch ziemlich lange im Wohnzimmer gesessen und ueber Gott und die Welt geplaudert…


MEHR ZUM AUTOKAUF


30. April. Fuer uns hiess es heute warten bis unser Auto startklar ist. Wir fahren deshalb schon frueh in die City, um erstens unsere Sachen zu waschen. Es stinkt alles nach Muff..haha…nicht schoen. Desweiteren gucken wir uns Brisbane das Queensland Museum an, welches nicht nur for free ist, sondern auch ziemlich interessant zugleich. So ziemlich alle australischen Tiere sind hier ausgestellt..manche sind schoen, andere weniger ansehnlich… ;-)


17 Uhr: Wir sind stolze Besitzer eines Pajeros. Nun kann das Leben losgehen! Aber bevor wir in dieser Karre schlafen, muss eins getan werden: Es muss grundgereinigt werden!!! Gott, war das Ding verdreckt… Es ist mittlerweile 17.30 und wir mussten noch einiges besorgen… wir mussten zu SuperCheap Auto, um Sitzbezuege und Reinigungsmittel zu holen, wir brauchen Kmart, um guenstig Bettwaesche und das Noetigste zu besorgen und noch wichtiger war eine Matratze. Tentworld hat eine Matratze, von OZ welche traumhaft ist. Es ist eine Mischung aus Luftmatraze und Kaltschaum und wohl das teuerste mit 129$, aber das Geld ist sie definitiv wert. Aufgrund des „wunderbaren“ Regens und des wahrscheinlich bevorstehenden Zyklons, brauchen wir eine ueberdachte Garage zum saubermachen. Wie die Wollnys, packen wir unser Hab und Gut in Einkaufskoerbe und belegen 3 Parkplaetze. 1 Uhr nachts waren wir endlich fertig und hundemuede… Da wir ja nun schon wussten, dass es clever ist am Mowbray oder Kangaroo Point zu schlafen, taten wir dies auch.

Gute Nacht liebe Welt – die erste Nacht in unserem eigenen Auto.

01.Mai. Da wir unser Bett vernuenftig einbauen moechten, fahren wir zu Bunnings und decken uns mit Holzbeinen, Metallschrauben, Wandhaken und einer grossen Holzplatte ein. Zu bloed, dass die Tool Rentals keine Akkuschrauber verleihen, aber jeden anderen Kram…so mussten wir also erst einmal provisorisch die Matratze auf den Kisten lagern…naja gibt Schlimmeres! Doch was waere unser Auto ohne huebsche Vorhaenge? Wir kaufen also ein bisschen Stoff und Garn sowie ein Nadelset und los geht der Spass.
Das Wetter ist wirklich sehr sehr schlecht und irgendwie scheint das hier gefaehrlich zu werden…wir beschliessen also, nicht weit zu fahren, sondern einen Platz zum Verbleiben zu suchen.

02. Mai. Das Unwetter haben wir ueberstanden und es ist strahlender Sonnenschein. So moegen wir das! Wir holen unsere Solardusche heraus, fuellen sie mit Wasser und legen sie in die Sonne. Die naechsten Stunden sind wir damit beschaeftigt die Vorhaenge anzubauen, ein Moskitonetz anzubringen und Marco mueht sich mit den Fenstern ab, welche mit ekelhafter milchiger Folie beklebt sind. Die muessen definitiv runter…

Da super Wetter ist, entscheiden wir uns in Richtung Gastfamilie zu fahren. Vermutlich ist unser erster Stop Toowoomba. Vorher decken wir uns bei Cole’s mit Lebensmitteln ein und sammeln Material in Brisbane’s Touristeninformation.

Ankunft im kalten Toowoomba

Da es schon dunkel ist, haben wir nicht allzu viel von Toowoomba gesehen, aber hatten ein sehr windiges und kaltes BBQ am beruehmten Picnic Point. Mittten im Windkanal schoen bei 15 Grad auf einem Huegel braten wir uns selbst gemachte Hamburger-Buletten. Ein sehr spassiges Vergnuegen, wenn einem fast die Finger abfrieren und man erst einmal einen Windschutz bauen muss, damit die Flamme ueberhaupt an bleibt. Wir sind soo muede und stellen uns einfach in die Nebenstrasse vom botanischn Garten, da dort Toiletten sind. Ehrlich gesagt, haette man sich hier in jede zweite Nebenstrasse stellen koennen. Ich bezweifle, dass es irgend jemanden interessiert haette…

03. MaiIn einer Nebenstrasse in Toowoomba, direkt am Botanischen Garten, wachen wir 8 Uhr morgens auf. Waaaas…so spaet? Ja eigentlich ist unsere Zeit 7 Uhr. Naja, was soll’s. Niemand hat uns geweckt, wahrscheinlich haette es auch niemanden interessiert, dass wir dort geschlafen haben. Es ist grau, nass und kalt….ekelhaft! Ist das hier ueberall so? Wir hoffen nicht, denn darauf haben wir echt keine Lust ;-) Wir sind doch in Australien, weil hier besseres Klima als Zuhause ist! hihi… Nun die interessantere Frage:

Wo gehen wir duschen?

Eine gute Frage, denn im Botanischen Garten gab es keine Dusche. Wir koennen ja unsere Solardusche aufhaengen..sie sollte Zimmertemperatur haben. Aber auch das koennen wir vergessen, denn erstens ist es zu kalt, um draussen zu duschen und zweitens gibt es keine Anhaengemoeglichkeit in den WC’s – schade. Zwei Strassen weiter – so zeigt es unsere App– gibt es Duschen. Wir fahren hin und muessen feststellen, dass sie verschlossen sind. Ups… Alles klar, wir fahren weiter zur Touristeninformation und schauen mal, wie unser Tag weitergeht. Es wird sich mit der Zeit schon noch eine Dusche auffinden.

In der Touristeninformation arbeitet ein aelterer sehr netter Mann, welcher mir uns zwei Moeglichkeiten aufzeigt: Ausserhalb von Toowomba in Richtung Kingaroy gibt es entweder den Weg durch die Bunya Mountains oder den geraden Weg durch Crows Nest. Da oestlich wohl nicht viel zu sehen ist, haben wir uns fuer den westlichen Weg entschieden – und es deeeeefinitiv nicht bereut! Noch einmal fahren wir zum Picnic Point, um im Hellen Fotos zu machen und machen uns dann auf den Weg in Richtung Bunyas. 

Jondaryan Woolshed – 45Min westlich von Toowoomba

Unser erster Stop, auf Empfehlung des netten Herren der Touristeninformation, ist die Jondaryan Woolshedein historisches Ueberbleibsel der Schafswollen-Industrie. Hier kann man live sehen, wie die Schafe geschoren werden, ein paar andere Tiere beaeugen und das Leben zw. 1800 und 1950 nachempfinden. Ja, man kann dort schon locker 2-3 Stunden verweilen. Der Eintritt kostet 13$ p.P., aber wir hatten wieder einmal unglaubliches Glueck und kamen kostenlos hinein, da wohl durch ein vorheriges Biker-Fest viel gespendet wurde. Und das Beste: es gab Duschen! Na, ihr koennt wohl erahnen, was wir nach unserer Tour durch die Woolshed gemacht haben?! Genau, eine heisse Dusche haben wir genossen.

…hinein in die Bunya Mountains

Es lag noch etwa eine Stunde Fahrtweg vor uns, da wir fast mittig in den Bunya Mountains im Burtons Well Campground naechtigen wollen. Der Ausblick war phaenomenal!!! Doch das war’s noch lange nicht…kaum fahren wir an dem Schild vorbei „Caution. Next 7km Wallabies crossing road“, stehen schon zwei Wallabies (Mini-Kaengurus) am Strassenrand. Wie eine Verrueckte springe ich (wieder einmal) aus dem Auto und freue mich wie ein kleines Kind, dass ich Wallabies fotografieren kann.

https://youtu.be/5ytI55Z9CGc

Die naechsten 12 km springen immer wieder Wallabies umher und ich freue mich wie verrueckt. Einfach nur super!

Burtons Well Campground

Der Campingplatz erfordert -wie der Rest in den Bunyas auch- ein Permit, welches man telefonisch oder online erwerben kann. Selbstverstaendlich wussten wir das nicht und haben wie die Schweine ins Uhrwerk geguckt, denn das Telefon zeigte „NO SERVICE“. Herrlich…ja ich rufe dann mal an, um ein Permit zu erwerben…ach halt ohne Empfang geht das ja gar nicht ;-)

Wie das Schicksal es so will, hatten wir einen Meter weiter ploetzlich Empfang und konnten zum Glueck anrufen. Alles klar, nun koennen wir beruhigt schlafen. Es ist erst 18 Uhr und wir wuerden uns gern ein Feuer machen, denn eine Feuerstelle und Holz wurde bereitgestellt. Bloed nur, dass es die letzten Tage so derbe geregnet hat, dass das Holz „dezent“ feucht ist und wir das Feuer somit vergessen koennen. Tja, dann bleibt uns wohl nichts anderes uebrig als uns in unser wunderschoenes Auto zu legen und dort zu essen – und spaeter die Flasche Rotwein zu leeren. :-)

20 Uhr schlafen wir schon ein…

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Autokaufen in Cairns?

26. April. Wir haben 10.30 Uhr die erste Autobesichtigung, 12 Uhr die zweite Besichtigung.

Das erste Auto (Holden Jackaroo) war ein Reinfall kann man so sagen. Auf den ersten Blick sah es nur dreckig aus, so typisch „2 Maenner und ein Auto“ eben ;-) Doch dann kamen nach und nach immer mehr unschoene Sachen ans Licht. Zum einen ging die Klimaanlage nicht und das haette 500-800$ Reparatur gekostet. Zum anderen haette man noch Reparaturen i.H.v. 1200$ vornehmen muessen, um ueberhaupt ein Roadworthy Certificate (RWC) zu bekommen. Und ohne RWC kann man ein in QLD zugelassenes Auto nicht registrieren bzw. eine bestehende Registrierung umschreiben. Mehr zum Autokauf. Das war also schon mal unguenstig. Urspruenglich wollte er auch 4.500$ fuer seinen Wagen – das ist auch ohne die hinzukommenden Kosten vieeeel zu teuer! Man bekommt ein intaktes 4WD fuer 3.000 -3.500$. Wir haetten ihn aufgrund der Maengel locker auf 3.000$ herunterhandeln koennen. Doch was nuetzt das?

Die zweite Besichtigung war auch nicht erfolgreich, denn das Paar hatte zwar ein Auto in gutem Zustand, aber noch kein aktuelles RWC, keine Quittungen, welche in irgendeiner Form erahnen lassen was fuer Kosten eventuell auf uns zukommen koennen.

Wenn der Verkaeufer Quittungen hat, welche vorangegangene Reparaturen zeigen, ist das gut, denn man weiss dann in etwa was demnaechst auf einen zukommen kann und was definitiv nicht kommt.

Fuer ihren Wagen wollten sie 4.200$ haben und auch nicht handeln. Das ist auch viel zu viel.

4.000$ und mehr sollte man nur fuer einen Wagen ausgeben, der ein RWC hat oder zumindest Quittungen ueber 2 bis 3 Jahre mitbringt. Man bekommt von Locals durchaus bessere Wagen (da sie besser mit den Autos umgehen) und das fuer einen guenstigeren Preis.

Fuer uns war klar: Flaute… Wir waren etwas enttaeuscht, aber das hilft ja auch nicht weiter. So haben wir uns zunaechst auf den Weg in die Bank begeben, um unser Konto zu eroeffnen. Das ging immerhin sehr schnell und problemlos. Innerhalb von 45 Min waren wir stolze Besitzer eines Commonwealth Bankkontos. Was brauchten wir?

  • Reisepass
  • Adresse in Australien
  • 250$ zum Einzahlen und Aktivieren des Kontos

Da wir zunaechst davon ausgehen, dass wir noch eine gute Woche in Cairns herumhaengen werden und wohl nach einem Job suchen, bestellen wir die Karten hierher.

Als wir kurz darauf in der Bibliothek sitzen und unseren Lebenslauf aufpeppen, klingelt mein Telefon. Hm, die Nummer kenne ich nicht…typisch deutsch wie ich bin, gehe ich vorerst nicht ran. Mit huebschen Lebenslauf und einem Termin fuer eine Besichtigung eines WG Zimmers, machen wir uns auf den Weg zur Besichtigung. Man, man 250 $ pro Woche fuer ein Zimmer…naja haben wir eine andere Wahl? Irgendwie nervt mich das alles…nun haben wir ein Konto und eine TFN, aber das mit dem Auto nervt und wie es aussieht, muessen wir vorerst in Cairns bleiben….super. Marco erinnert mich nochmals daran, dass uns eine andere Nummer angerufen hat und ich rufe spontan zurueck.

Innerhalb von Minuten kann sich soo viel aendern

Am Telefon meldet sich Rebecca. Rebecca? Die Gastfamilie! Ich kann es nicht fassen und bin ausser mir vor Freude! Wie genial ist das denn? Sie ist mir sofort sympathisch und nach etwa 5 Minuten sagt sie uns, dass sie sich freuen wuerde, wenn wir zu ihnen kommen. Schon ab Montag! Wow das ist in 7 Tagen! Ich sage ihr, dass Marco und ich uns einen Plan machen und wir sie morgen frueh zurueck rufen.

neue Plaene werden geschmiedet

Wir beschliessen nach einem Busticket nach Brisbane zu suchen und stellen fest, dass das Busticket genauso teuer ist wie ein Flug. Marco findet online 3 Autos, welche fuer uns in Frage kommen und wir rufen bei allen dreien an. Schwupps, wir haben fuer den 28. 3 Besichtigungstermine. Wir buchen noch schnell unseren Flug nach Brisbane fuer 7.30 Uhr und das alles klappt wie am Schnuerchen.

Ich habe super gute Laune und bin dermassen erleichtert, dass sich das Schicksal wieder auf unsere Seite geschlagen hat. Und da das wohl nicht nicht ausreichte, haben wir auf dem Heimweg auch noch 5$ gefunden….wuhuuuuuu… ;-)

https://youtu.be/xbNUyIyn03w