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auf Entdeckungstour in den Bergen

Wie schon erwaehnt, haben wir uns dazu entschlossen ein Roller zu mieten, da wir so mehr vom Umland sehen koennen. Am 24. Maerz standen also 9 Uhr morgens zwei Roller vor der Tuer inkl. klatschnasser Helme, die bestialisch nach nassem Hund gerochen haben. Wir steigen auf die Roller, fahren 400 m und machen 4 Feststellungen:

  1. Wie schnell fahre ich eigentlich?? Keine Ahnung, die Anzeige war auf 0 km/h… haha sehr lustig und ich bin mir SEHR sicher, dass ich „etwas“ schneller fuhr… Egal, Polizei gibt es sowieso nirgends
  2.  mein Tankdeckel ist nicht dicht, aber auch das scheint hier normal zu sein
  3. es ist einfach (entschuldigt meinen Ausdruck) beschissen im Regen zu fahren, bei 15 Grad und ohne Regenhose
  4. Wir sehen nichts…und wenn ich sage nichts, dann meine ich auch nichts. Ich habe das Gefuehl meine Kontaktlinsen werden vom Regem ausgeschwemmt…


Alles klar…wir fahren zurueck. Wir brauchen
1. irgend etwas regendichtes…wie waere es mit einer Regenhose? (Jeani hatte zum Glueck eine..und wir wollten eigentlich nie wieder an einen Ort unter 20 Grad..nun gut)
2. eine Sonnenbrille muss her, das ist zwar recht dunkel, aber immerhin kann man seine Augen beim Fahren auf offen halten ;-)

Wir durften natuerlich (wie soll’s auch anders sein) nach kurzer Zeit feststellen, dass in Sa Pa (in einem Ort, in welchem es etwa zu 70% regnet) keine Regenhosen verkauft wurden. Es gibt wirklich jeden Quatsch zu kaufen, aber keine vernuenftigen Regenhosen. Also entscheiden wir uns fuer ein laaanges Regencape fuer 0,70 Euro, welches wir ueber die Beine ziehen. Ein normales gutes Regencape hatten wir ja im Gepaeck.

Tolle Konstruktion…fuer eine halbe Stunde…danach hat (zumindes bei Marco) alles nur noch gerutscht. Das war echt nicht das Wahre….Herrlich..es gab wirklich amuesante Momente, das muessen wir zugeben! Dem Regen haben wir getrotzt und das Ding voll durchgezogen. Den Love Waterfall haben wir uns angeschaut (wunderschoen) und sind hierfuer durch die Berge gewandert. Das hat sich definitiv gelohnt.

Abends, vollkommen ausgekuehlt, beschliessen wir nach einer Alternative zu suchen und klappern die Laeden ab. Da war er! Ein Regenanzug aus Folie. Mit Hose und Jacke…ja super den nehmen wir. Oder auch nicht…die wollten uns doch tatsaechlich  jeweils 10 Dollar (ca. 8Euro) abverlangen. Uns war klar, dass das auch guenstiger geht und laufen zum Supermarkt oben an der Ecke bei der Kirche. 10 Minuten spaeter sind wir mit zwei „sexy“ Regencapes in Blau und Lila bestueckt und haben insgesamt 4,50 Euro bezahlt. Es kann nur besser werden!

Am 25. Maerz sitzen wir schon wieder 9 Uhr auf dem Roller und duesen los. Wir sind von Sa Pa (ca. 1.200m ueber Null) auf etwa 1.800m gefahren und waren umgeben von Reisfeldern, Nebel, riesigen Bambusstraeuchern, Kuehen, Enten, Wildschweinen und und und… Das genialste war, dass hier etwa 90% der Touristen Touren buchen und niemals einen Roller mieten wuerden. (wahrscheinlich aus den oben genannten Gründen haha) Das heisst, wir waren eine echte Attraktion fuer die Bergbewohner. Es war einfach herrlich. Genau so etwas lieben wir. Kein Tourismus, echte Leute und die Schoenheit des Landes sehen.

Als wir 14 Uhr in Richtung Cau May fuhren, hat es so stark geregnet, dass von uns allen die Regenkleidung zum Teil, oder ganz, versagt haben. Jeani hatte Pfuetzen in den Schuhen, meine fuehlten sich auch echt nass an und bei Marco hielt es sich noch in Grenzen. Sogar meine Jacke war durch, da es offensichtlich am Hals reinlief….schoen eklig. Ich wiederhole: bei 15 Grad. Sehr uncool. Aber mal abgesehen davon, haben wir offensichtlich eine Ticket-Huette zum Bezahlen uebersehen und man wehte nur noch die rote Fahne. Ups….verfolgt hat uns jedenfalls niemand. Hätte ich bei dem Regen auch nicht getan. Ich habe mich echt gefragt, ob die tatsaechlich fuer so eine durchloecherte „Strasse“ Geld haben wollen? Das fand ich schon fast frech. Nunja…2 km spaeter wusste ich wieso: Es war offensichhtlich eine Panoramastrasse, denn der Ausblick nach rechts war der absolute Wahhnsinn! Goettlich…Postkartenmotiv vom allerfeinsten. Schade, dass der Regen so stark war, denn so war Fotografieren mit meiner Spiegelreflex definitiv gestorben… Danach folgten einige Aussichtsplattformen und man hat immer wieder Touristengruppen gesehen. 10 km Marsch bei dem Wetter? Gott sei Dank haben wir einen Roller!

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Phu Quoc’s Norden

17.Maerz 2015

pures Phu Quoc

Wir haben uns fuer Euch auf den Weg in den Norden Phu Quoc’s gemacht. Ueber 70 km sind wir wieder gefahren, ca. 15 km nur Djungel links und rechts. Das war der schoenste Teil! Nur die Rufe der Affen und das Zwitschern der Voegel und wir. Ein Zustand der Ruhe und muellfreie Zone, da kaum eine Seele diese Strasse passiert. Aber nun erst einmal von vorne…

Da ich mir den Sonnenbrand meines Lebens eingeholt habe….musste ich mich wohl oder uebel vermummen. Fiel gar nicht weiter auf, denn die Einheimischen laufen nicht anders durch die Gegend :-)

Nach den ersten 6 km haben wir ein Resort entdeckt, das Eco Beach Resort, welches ein wirklich feines Fleckchen ist. Preislich ca. 90-180 Euro die Nacht, je nach Art des Bungalows, das Essen war gehobene Klasse, der Pool bietet Aussicht auf die wunderschoene und saubere Bucht.  Am Strand wird Massage & Co. angeboten, fuer die Verbrannten unter uns ein „Aloe Vera Wrap“ fuer schlappe 20 Euro. Die Wasser- und Strandqualitaet ist top.

Nach einem kurzen Rast sind wir weiter Richtung Norden gefahren, durch einen kleinen authentischen Ort Phu Quocs. Wir waren wieder einmal die einzigen Touristen.

…ein kilometerlanger einsamer Strand und tuerkises Wasser

Schon 15 Min spaeter kamen wir an einem eeewig langen Strand vorbei, der einfach toll aussah. Wir koennen einfach nicht anders und muessen hier baden gehen! Mit dem Roller schnell einen der schmalen Sandwege hinuntergerutscht, finden wir ein schattiges Plaetzchen. Ich schaue nach links und nach rechts: weit und breit niemand ausser uns und 1 km weiter eine Frau im Wasser. Genau das haben wir doch gesucht! Paranoid, dass uns jemand ausrauben koennte, versuchen wir alles an Geld und Karten in unsere Tauchbox zu stopfen und verstecken unsere Sachen hinter dem Abhang. (Wir wurden natuerlich weder ausgeraubt, noch gab es weitere Besucher ;-) )

Nach einer Stunde, einem langen Bad…mehreren gesichteten Quallen ging es weiter…wir wollen ja sehen was noch im Norden schlummert. Das war der Weg…

Es wird im Nordwesten sehr sehr viel gebaut und bis auf die Anlage der Resorts, wovon es einige und schoene gibt, ist nicht viel fuer Touristen zu sehen. Vieles ist abgesperrt, da neue Baustellen entstehen. Ansonsten gibt es noch einen riesigen Golfclub, den Aqua Park, der drum herum im Sumpf liegt.

Die schoenste Strecke, die man definitiv einmal gefahen haben sollte ist die Strasse ganz im Norden. Von Gan Dhau faehrt man richtung Osten (es gibt nur diese eine Strasse) und es ist traumhaft. Allein im Djungel, ein paar Affen rennen ueber den Weg. Herrlich.. genau der richtige Ort, um eine Pause zu machen und unsere Melone aufzuschneiden. Einfach mal 20 Min hoeren und geniessen….

Nach 5 Stunden kommen wir in unserem Hotel an und geniessen unsere kleine Aufmerksamheit…ich liebe das Shells Resort!

Morgen geht es auf einen Tauchausflug…ob Phu Quoc als Tauchziel etwas taugt? Das sehen wir morgen!

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„Schatz, du hast uns bestimmt falsch gefuehrt!“

Ein Roadtrip zu verlassenen Straenden…

Da Bai Sao fuer uns nicht wirklich interessant war, haben wir uns auf den Weg in den Nordosten gemacht. Quer durch die einzige Strasse, die durch den Jungle fuehrt, fahren wir nach Thom Beach. Die Strassen sind ziemlich gut…wir freuen uns und denken:Ein Klacks!

Ich: „Hm, ich hab mal ein Video gesehen, von Jungs, die solche roten Sandstrassen fahren mussten und ueber irgendwelche Abgruende und Holzlatten fahren mussten. Die scheinen echt viel gebaut zu haben. Die Strassen sind doch voll gut!“

Marco:“Na ich glaube nicht, dass ich hier ueber irgendwelche Abhaenge oder sonstiges fahre!!“

Recht entspannt kamen wir am Thom Beach an. Doch dieser entpuppte sich als weniger schoen, denn das Muellproblem war hier besonders arg. Ca. 2 km weiter, kurz vor einer Bruecke, fuhren wir einen kleinen Pfad zum Wasser hinunter. Wow, das erinnert mich an die Picnic Insel auf den Malediven. Alles sah so verlassen aus. Millioooonen Muscheln in klein und gross, das Wasser war ueberraschend sauber. Der Sand war leider wieder mit angeschwemmten Muell bestueckt. Ansonsten war es echt idyllisch.

…zwei Stunden und ein angenehmes Bad im Meer spaeter…

„Schatz wir haetten rechts abbiegen muessen! Wir sind doch falsch hier..da geht’s nicht weiter. Das ist doch die falsche Strasse hier..!“

„Stimmt gar nicht, rechts war gesperrt, links ging’s zum Wasser und laut GPS sind wir auf der braunen Strasse. Ich lauf mal vor und gucke, ob es da weiter geht.“

„Aehm..hier geht es definitiv nicht weiter…es sei denn wir springen…was wir bestimmt nicht tun.“

„Wir fahren mal paar Meter zurueck. Da war so ein kleiner Weg…bestimmt eine Umfahrung.“

Eine Umfahrung vom Allerfeinsten war das… ich weiss nicht, ob das andere schlimmer gewesen waere

Marco war so angespannt und schlecht gelaunt, als er die „Strasse“ sah…Ich musste nur noch lachen. Ich meine mal ganz ehrlich:

  • wir waren mitten in der Pampa
  • es ist die einzige Strasse, die nach Sueden fuehrt
  • und wenn es die einzige Strasse ist, wird ja auch bestimmt mal ein Einheimischer vorbeigeduest kommen und uns helfen…oder?

Hatten wir eine andere Wahl? Neee…also los geht’s….

Nach der ersten Huerde und einer Menge Schweiss dachten wir: Puh…ging ja alles gut. Bloss weg hier.

…und dann kam der naeachste Hammer

Diese „Strasse“ nahm kein Ende und diese duennen bescheidenen Holzkonstruktionen fuehrten direkt ueber eine kleine Schlucht  – im Jungle…weiss ich was da fuer Tiere auf mich lauern??? Dann hoerte ich eine, zwei und die dritte Hupe: Einheimische!!! Ich habe mich gefreut wie ein kleines Kind (Marco dachte bestimmt, jetzt werden wir mitten im Jungle ausgeraubt haha). Nun sahen wir, dass die Einheimischen wie die Irren einfach drueber brettern…und wir? Total veraengstigt. Es wird Zeit, dass wir mal etwas Coolness zeigen und somit brettern wir genauso ueber die „Stassen“ – und kommen (sogar) heil an.

Auf dem restlichen Weg ging der Roller ein paar Mal nicht an, dass scheint hier eine normale Begleiterscheinung der hiesigen Roller zu sein. Wir haben u.a. Halt am Kiki cocout Beach gemacht und ein frischen Eiskaffe und Wassermelonensaft getrunken und Marco wirkte sichtlich entspannter, denn es waren nur noch 5 km bis zur asphaltierten Strasse :-) Der Strand war hier ziemlich sauber, das Wasser auch und man konnte in den Bungalows fuer etwa 17 Euro uebernachten – direkt am Wasser. Herrlich.

Um mal Neues auszuprobieren, haben wir unser Abendbrot auf dem Nachtmarkt verlebt…was sich als nicht lohnenswert herausgestellt hat. Der Fisch und die ganze Szenerie sieht ja toll aus, aber leider war das Essen nicht ansatzweise so gut wie im Hai Nam und dafuer auch noch teurer.

19 Uhr kommen wir am Hotel an und freuen uns nur noch auf zwei Dinge

  1. eine schoene Dusche, um den Dreck abzuspuelen
  2. und die Happy Hour, die nur noch eine Stunde geht und wir nun wohl schneller trinken muessen :-D
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Die Fahrt in den „Sueden“…

Samstag, 14. Maerz

Wir haben einfach keine Lust mehr auf Taxis…

…also beschliessen wir: ein Roller muss her! Nachdem wir ja schon wissen, dass Rollerpreise zw. 130 & 250.000 VND am Tag variieren, mussten wir nur noch schauen, wo es vernuenftige Roller fuer einen angemessenen Preis gibt. Unser Hotel fiel bei einem Mietpreis von 250.000 VND taeglich schon einmal aus unserer Wahlmoeglichkeiten heraus. Wir erinnern uns, dass neben dem Arcadia Resort ein recht grosser Verleih war und die Frau verhandlungswillig war. Zudm sahen die Roller brauchbar aus. Dort angekommen, hatten wir 15 Min – und umhergeschraube am Roller – spaeter einen Roller unterm Hintern.

Der Check:

  • Licht geht
  • Reifen hatten gutes Profil
  • Vorderbremse ging gut
  • Hinterbremse geht so…
  • Lenkradschloss funktioniert

Wir fahren los und halten schon 1km spaeter bei Marco’s Lieblingslokal, dem „Hai Nam“ , um Mittag zu essen. Ein gutes Mittag kostet insgesamt etwas mehr als 10 Euro fuer zwei Personen und schmeckt wirklich sehr gut! Wir haben waehrend des Essens beschlossen zum Bai Sao Beach zu fahren. Ich wollte wissen, ob der wirklich so toll ist…alle hypen ihn. Mit gefuehlten 40 kmh, 27 km und 45 Min spaeter, erreichen wir den Strand von dem alle sprechen: Voll, voller, Bai Sao Beach. Das Wasser sah toll aus, die Toiletten waren widerlich, das Essen unverschaemt teuer, obwohl es nicht gut aussah, und es waren super viele Menschen am Strand.  Wir beschliessen zurueckzufahren und einen anderen Tag einen einsamen Strand zu suchen.

Junge, Junge…was hier fuer Strassen existieren… und der Verkehr…

Erst einmal fahren hier sowieso alle wie sie wollen. Aber unglaublich finde ich, dass Baustellen nicht abgesperrt sind, sondern jeder mitten durch die Teerwalzen faehrt, Kiesberge im Slalom umfahren werden muessen und Kuehe regelmaessig die Wege kreuzen. Was wir bereits nach 30 Minuten Fahrt beschlossen hatten: Ohne Brille geht’s gar nicht! Zu viel Dreck beim Fahren…Staub, Russ, Fliegen. ..Das kann foermlich in’s Auge gehen.

19 Uhr im Hotel angekommen, gucken wir in den Spiegel  und stellen fest, dass unser Gesicht verdreckt ist. ..Ihhh und das alles haben wir auch eingeatmet. Ein Mundschutz muss her – klare Sache.

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