Veröffentlicht in 1001 Places, Australia, Gedanken-Karussell

Begegnungen, die (m)ein Leben aendern

–English version below.–


 

ein Rueckblick auf 2006

14. September 2006. Der Wecker klingelt: 6:40 Uhr und es war mein 17. Geburtstag. Doch es war nicht einfach nur ein normaler Geburtstag. Dieser Geburtstag wuerde anders sein als meine bisherigen. Wieso? Weil ich in Mississippi aufwache – weit weg von Deutschland, wo meine Familie war. Was ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste, war, dass ich dabei war eine neue Familie zu bekommen.
Ich stehe auf uns gehe in die Kueche, um mir meine Lieblingskornflakes in eine Schuessel zu fuellen und rufe nebenbei Zuhause in Deutschland an. Die Sonne schien, waren schon 20 Grad und ich freue mich darauf, genuesslich in der Sonne zu fruehstuecken. Auf dem Weg zur Kueche trete ich in etwas weiches, warmes…Hundekot! Echt jetzt? Na der Tag faengt ja gut an. Ich saeubere meinen Fuss, trage mein Fruehstueck auf die Veranda und setze mich in die Sonne, am Telefon ist meine Familie aus Deutschland und wuenscht mir alles Gute zum Geburtstag. Mitten im Gespraech stehe ich auf, um etwas Milch aus der Kueche zu holen und als ich zurueckkomme traue ich meinen Augen nicht: Einer unserer Hunde „Bullett“ bedient sich an meinen Kornfllakes. Ich aergere mich und beginne zu weinen. Meine Gastmama Deanna beruhigt mich und sagt nur: ‚You’re going to be fine, Sarah.‘ Das habe ich anders gesehen. So habe ich mir meinen Geburtstag definitiv nicht vorgestellt.
Als ich aus der Schule nach Hause gekommen bin, hat mein Geburtstag dann doch noch eine positive Wendung genommen. Meine Gastmama hat mir eine wunderschoene Geburtstagstorte besorgt und Freune und Familie kamen vorbei, nur um mir einen schoenen Abend zu bescheren. Letztendlich war der Geburtstag zwar anders als in Deutschland, aber wirklich schoen. Meine Gastfamilie hat sich solch Muehe gegeben, dass ich gluecklich bin.

die besten Monate meines Lebens

Tatsaechlich habe ich anfangs nicht geglaubt, dass ich in Amerika gluecklich sein wuerde. Die ersten 4 Wochen waren durch Weinen, Nichtessen und wenig Euphorie gepraegt. Ich wollte zurueck nach Hause.

one double whopper please!

Doch dann kam der Durchbruch. Ich habe realisiert, dass ich das groesste Glueck hatte, welches man haben konnte. So viele Austauschschueler mussten Familien wechseln, weil sie ungluecklich waren, oder sind in einer furchtbaren Gegend gelandet. Das war bei mir ganz anders! Meine Gastfamilie ist  traumhaft. Meine Eltern Bubba und Deanna behandeln mich wie ihr eigenes Kind und integrieren mich vollstaendig. Und meine Grosseltern Jannette und Buddy schenken  mir so vieles: lustige Momente, Liebe und ihr eigenes Schlafzimmer geben sie fuer mich auf, als meine Eltern einen Hausschaden erleiden. Durch meine Gastmama entdecke ich die Fotografie – welche spaeter meine groesste Passion sein wuerde. Bubba ist mir wie ein Vater ans Herz gewachsen und Case ist ploetzlich mein juengerer Bruder, mit dem ich immer mal wieder stenkere.
Wir sind nach fast 6 Wochen auf dem Weg zum EF Austauschschueler – Treffen und halten bei Burger King an. Bubba hatte mittlerweile aufgegeben, mir Essen schmackhaft zu reden und bestellt nur eine kleine Pommes fuer mich. Und dann sage ich: ‚I want a double whopper!’… Bubba dreht sich geschockt um und fragt mich, ob ich sicher bin. Oh ja, ich bin mir sicher! Case und Bubba lachen und das wurde zu einer der Top- stories in den naechsten Monaten.

Es war der Tag, an welchem ich gemerkt habe, dass ich nicht mehr Glueck haette haben koennen. Etwa zwei Monat spaeter habe ich aufgehoert die verbleibenden Kalendertge durchzustreichen. Ich war Zuhause und liebe meine Gastfamilie und die Freunde, die ich gewonnen habe.

Als ich wieder nach Hause flog, war ich tot traurig. Ich habe durchgehend geweint und wollte zurueck nach Saltillo. Es war mir einfach unbegreiflich wie ich jemals wieder in Deutschland, ohne meine amerikanische Familie, gluecklich werden sollte.

8 Jahre spaeter

Mir war seit 2007 klar, dass ich nicht fuer immer in Deutschland bleiben will. Meine Gastfamilie habe ich 2010 das letzte Mal besucht und mittlerweile bin ich verheiratet. Unglaublich. Als ich Marco kennenlernte, habe ich ihm gleich gesagt, dass ich noch einmal ins Ausland moechte und er war damit in Ordnung. Dass dies allerdings innerhalb von zwei Jahren geschehen wuerde, ahnte er noch nicht. Tja, und nun sitzen wir hier in einer Bibliothek in Australien, er lernt Englisch und ich schreibe diesen Artikel.

Wir Deutschen sind meiner Meinung nach viel zu selbstbezogen und sehen alles ziel zu eng. Ich finde auch, dass wir nicht gastfreundlich genug sind und zu wenig teilen. Das ist mir insbesonders nach Amerika aufgefallen. Ich habe in einer religioesen Familie gelebt und sehr viel fuer’s Leben gelernt. Teilen macht gluecklich und wenn wir mehr anbieten, bekommen wir meistens doppelt so viel zurueck. Wenn man das nicht von alleine im Leben in Deutschland lernt, z.B. durch Selbstreflexion (das tun leider die Wenigsten), dann lernt man das definitiv waehrend einer Auslandserfahrung. Marco ist auch „sehr deutsch“ und manchmal denke ich mir: ‚Wieso denkst du so? Weshalb gehst du so oft davon aus, dass andere Menschen absichtlich Schlechtes tun? Nicht jeder Mensch ist so. Nicht jeder Mensch denkt in erster Linie an sein eigenes Wohl.‘ Wie ein grosser Teil der Menschheit (oft verstaendlich), ist auch Marco eine Person, die nett ist, wenn der Gegenueber auch nett ist. Bietet jemand anders etwas an, freut er sich und ist gleichfalls nett. Wenn eine Person jedoch dreist, unhoeflich oder gemein ist, dann gibt er das Gleiche zurueck. Ganz ehrlich: Fast jeder erwischt sich manchmal so zu handeln, oder? Trotzdem ist es nicht richtig.

das Verlangen ein besserer Mensch zu sein

Ich war verbluefft und teilweise so ueberfordert, wie herzlich und hilfsbereit die Menschen in Amerika waren. Das Leben konnte so einfach sein…wenn doch jeder den  Anspruch an sich selbst stellen wuerde ‚ein besserer Mensch zu sein‘. Doch meistens braucht man Vorreiter, also lebendige Beispiele, um diesen Ansporn zu entwickeln. Meine Gastfamilie hat mich zu einem besseren Menschen gemacht und meine Freundin Jeani hat mich auch immer wieder zur Selbstreflexion angespornt. Allerdings finde ich es sehr schwer ‚besser zu werden‘, wenn man in Deutschland lebt. Ich moechte nicht sagen, jeder ist selbstfokussiert (wir kennen Menschen, die einfach nur klasse sind und zuerst an Andere und dann an sich denken), aber die Mehrheit ist es (insbesondere in Staedten). Mir ist aufgefallen, dass man oft ausgenutzt wird, wenn man anbietet und Dankbarkeit auch eher eine Seltenheit ist. Unter diesen Umstaenden ist es schwerer herzlich, freundlich und offen zu sein, als in Kulturen, wo dies Normalitaet ist.

Ich wuensche mir das Gleiche Glueck fuer meinen Mann

Mir war klar, dass ich mir fuer Marco eine aehnliche Erfahrung wuensche, wie ich sie in Amerika hatte. Doch wohin? USA und Australien kamen fuer mich in Frage. Da es einfacher war, in Australien Arbeit zu finden, entschieden wir uns fuer Australien.
Es ist der 4. Mai 2015 und, eher spontan, lernten wir unsere Gastfamilie in Kingaroy kennen. Wir waren so aufgeregt. Einerseits wusste ich was mich erwartet, doch es war dieses Mal vollkommen anders. Ich bin erwachsen, verheiratet und kein Kind mehr. Fuer Marco war die Situation vollstaendig neu und er konnte sich noch gar nicht vorstellen, dass eine Familie vollkommen fremde Menschen bei sich Zuahuse aufnehmen wuerde. Verstaendlich, denn wir Deutschen tun dies viel zu selten, oder gar nicht, da wir paranoid sind oder nicht teilen wollen.

Die naechsten 8 Wochen wurden zu den schoensten Wochen, die wir je hatten. Es gab unglaublich viele Momente, in denen wir realisiert haben, wie einfach und schoen das Leben sein kann, wenn man offen und herzlich ist. Wir haetten niemals gedacht, dass wir so ins Herz geschlossen werden wuerden. Auch haetten wir nie gedacht, dass wir unsere Gastfamilie so lieb haben werden. Ein weiteres Mal habe ich realisiert, dass es hier viel einfacher ist Menschen zu vertrauen und dass ein Familienleben hier ganz andere Priortaet besitzt, als in Deutschland. Es hat hat mich einerseits traurig und andererseis auch gluecklich gemacht. Marco hat zum ersten Mal erlebt, wovon ich zuvor immer wieder geredet hatte. Auch er hat realisiert, dass wir Deutschen (groesstenteils) zu umstaendlich und verschlossen sind.

Gastfamilie frueher und heute

Es ist schon seltsam, wie sich Perspektiven veraendern. Vor 8 Jahren war ich ein Austauschschueler in Amerika und heute habe ich mit meinem Mann eine aehnliche Erfahrung in Australien machen duerfen. Mir wurde bewusst was ich damals falsch gemacht habe gerne anders gemacht haette. Zugleich wurde mir aber auch bewusst, dass ich ’noch ein Kind‘ war. Meine Dankbarkeit fuer das Glueck und die Chancen, die ich und wir bekommen haben, waechst von Tag und zu Tag und es kristallisiert sich nach und nach was wichtig im Leben ist.


 

English version:

looking back at 2006

14th of September, 2006. The alarm rings: 6:40 o’clock and it was my 17th birthday. However, it was not just a normal birthday. This birthday would be different than my present ones. Why? Because I wake up in Mississippi – far away from Germany where my family was. What I did not know at the time yet, was that I was about to get a new family soon – the Knights.
I get up and go to the kitchen to pour my favorite cereals in a bowl and parallel call my family in Germany. The sun shines, it’s already 20 degrees and I am glad to have breakfast while enjoying the morning sun. On the way to the kitchen I step into something soft, warm… Dog poop! Really? The day starts ‚well’… I clean my foot, carry my breakfast to the veranda and sit down in the sun, on the phone my family from Germany wishes me happy birthday. In the middle of the conversation I get up to get some milk from the kitchen and when I come back I do not trust to my eyes: One of our dogs „Bullett“ helps himself with my cereals. I am angry and start to cry. My guest mummy Deanna calms me and says: ‚You’re going to be fine, Sarah.‘ This I have seen differently. Thus I have not fancied my birthday so far..haha.
When I have come home from school, however, my birthday has taken a positive turn. My guest mummy has got a wonderful birthday cake for me, friends and family stopped by, only to give to me a nice evening. After all, the birthday was different than in Germany, but really nice! My guest family tried so hard to make me happy.

the best months of my life

In the beginning, I haven’t thought that I was going to be happy in America. The first 4 weeks were outlined by crying, not eating and oonly little euphoria. I wanted to go back home.

one double whopper, please!

However, then there came the breakthrough. I have realised that I had the biggest luck which one could only have. So many exchange students had to change families because they were unhappy, or have landed in a dreadful area. This was completely different with me! My guest family is dreamlike. My parents Bubba and Deanna treat me like her own child and integrate me completely. And my grandparents Jannette and Buddy give to much me: amusing moments, love and granny gives up her own bedroom, when my parents suffer a huge house damage. Because of my guest mummy I discover photography – which would be my biggest passion later on. Bubba has become dear to me like a father and Case is suddenly my younger brother, with whom I used to discuss all the time haha.
After nearly 6 weeks on the way to the exchange students- meeting, we stop at Burger King. Meanwhile, Bubba had given up talking me into tasty food and orders only one small chips for me. And then I say: ‚I want a double whopper!’… Bubba turns round stunned and asks me whether I am sure. Oh yes, I am sure! Case and Bubba laugh and this became one of the top stories during the next months. I love to remember this day. It was the day on which I have noticed that I could’nt have had any more luck. About two months later I have stopped to cross out the remaining days in the calendar. I was at home and love my guest family and the friends whom I have won meanwhile.

When I flew back home to Germany, I was unbelievably sad. I have cried continuously and wanted to go back to Saltillo. It was simply incomprehensible to me how I should ever become happy again – in Germany without my American family…

8 years later

Since 2007 I knew that I do not want to remain for good in Germany. I have visited my guest family in 2010 the last time and meanwhile I am married. Incredible how fast time passes by. When I got to know Marco, I have immediately told him that I wanted to go abroad for another time and he was alright with my wish. The fact that this would happen, however, within two years, he did not expect. Well, here we are…sitting in a library in Australia, he learns English and I am writing this article.

In my opinion, we Germans are too self-centered and we are too fussy with a lot of things. I also think that we are not hospitable enough don’t share enough. This thought has struck me particulary whilst being in America. I have lived in a religious family and have learnt a lot about life. If we offer more, we mostly get back twice as much. If one does’nt learn this thinking by oneself during life in Germany, e.g, by selfreflection (unfortunately least people do that), then one learns definitively during a foreign experience. Marco is also „very German“ and sometimes I wonder: ‚Why do you think like you do? Why do you so often assume from the fact that other people do intentionally bad things? Not every person is like that. Not every person thinks, primarily, of his own welfare.‘ Like a large part of the humanity (often understandably), Marco is a person, who is nice if the opponent is nice, as well. If somebody else offers something, he is happy to offer sth. himself. However, if a person is outrageous, impolite or mean, he turns out to act the same. To be frank: Almost everybody can catch oneself to act in such way, right? Nevertheless, it is not righ – but maybe part of selfprotection..who knows.

the desire to be a better person

I was amazed and overwhelmed at the same time by the warmth and offering attitude of people in America. Llife could be so easy .. if everyone strived to be ‚a better person‘. However, mostly one needs forerunner..someone inspiring, a living example to develop this wish for oneself. My guest family has made me a better person and my friend Jeani has spurred on me over and over again to participate in selfreflection. Indeed, I find it very hard ‚to become better‘ living in Germany. Once I try to, some one pisses me off and I am so mad I forget how I should behave. Deanna always said: Kill them with kindness. I try to remind me of her saying every time. I don’t mean to consider every German as selffocused -since I do know a handful most lovely people ever, but it is the majority (in particular in towns). To me it simply appears, harldy anyone knows how to show gratitude. Under these circumstances it is a lot harder to be kind, friendly and open, than in cultures where this is normalty.

I wish my husband could experience the same

To me it was clear that I wish a similar experience for Marco as I had in America. However, where should we go? USA and Australia were to be considered. Because it was easier to find work in Australia, we decided to go to Australia.
It is the 4th of May, 2015 and, rather spontaneously, we got to know our guest family in Kingaroy. We were so excited. On the one hand I knew what to expect, however, it was completely different this time. I am grown-up, married and no child no more. For Marco the situation was completely new and he could not imagine at all that a family would pick completely foreign people to share their home with us. Understandably, because most Germans are not doing this at all or rarely, because we are paranoid or do not want to share. Very sad to miss out on such a lifetime experience.

The next 8 weeks became the nicest weeks which we ever had. There were incredibly many moments at which we have realised how simple and nice life can be if one is open-hearted and kind. We would never have thought that we would be enclosed in their hearts so soon. Also we would never have thought that we would love our guest family as much as we do now. Additionally, I have realised that it is much easier here to trust a person and that family life has higher prioity than in Germany. On on hand it has made me sad to realize those things, but on the other hand also happy, since we could enjoy those vulnernable moments. Marco has experienced for the first time from what I had talked before over and over again. Also he has realised that we Germans are (mainly) too complicated and not warm-hearted enough.

Guest family now and then

It is strange how perspectives do change over years. 8 years ago I was an exchange student in America and today I was given a similar experience in Australia along with my husband. I realized what I have done wrong I back then and I wish could change some things. However, at the same time I became conscious of the fact that I was ‚a child‘. My gratitude for the luck and the chances which I had been given grows from day to day and it crystallises what’s most important in life.


 

Deanna, Bubba, Jannette & Buddy

I am so grateful for what you have given to me whilst being in Saltillo. I can’t believe time went by so quickly. You’ve created a huge part of what I am today and I really don’t know how life would look like without you guys – but actually I could’nt and don’t want to imagine it anyways! Thank you for coping with my difficult days. Thank you for waking my nowadays biggest passion – photography. Thank you for the best sausage pie in the world. Thank you for my favorite meal granny’s riblets! Thank you for supporting me in every possible way. Thank you for giving me so much love. Thank you for opening my heart to belief. Thank you for being my family. Thank you for everything you have done and for everything you are. I love you.

Rebecca, Brett & kids

I had one wish, when I decided to go to Australia: Please let Marco experience the same warmth and kindness, I had experienced when I stayed in the States. And he did.
I hoped to meet people, who we would build an honest relationship with. And we did.
I never believed to find a family which would make us feel as a part of their family and where we could return to at anytime. But we did.

Those 8 weeks have been over the top. We didn’t expect to meet such great people. Neither did we expect to learn as much as we did. You reminded me of what’s important and you reminded me of how lucky we are. We enjoyed every minute with you, are grateful for every little thing you did. You grew into our hearts as family or friends? I can’t even tell ;-) We love the kids, every single one is special. I told you, I am not much of a speaker, but I really need to tell you: THANK YOU! You guuuys changed a lot in our minds – positively. Thank you so much.

 


Do you believe that we don’t meet people by accident, that they are meant to cross each others path for a reason?  

„Yes, I do.“


Welche Begegnungen haben Euer Leben geaendert? Schreibt mir eure Geschichte.

 

Veröffentlicht in Australia

von den Bunyas zur Familie Fleischfresser

4. Mai. Wir erwachen aus unserem tiefen Schlaf sind wieder einmal von Australiens Natur fasziniert. Sonnenschein, strahlend blauer Himmel und umgeben von Nichts ausser Vogelgezwitscher. Und dann ist da dieser Vogel, welcher sich wie ein Wassertropfen anhoert! Wir kochen unser Fruehstueck und geniessen das Wetter. Eine richtige Dusche gibt es nicht, dafuer gibt es allerdings etwas aehnliches wie unsere Solardusche. Witzig ist, dass man sein Wasser auch vorher ueber einer Feuerstelle heizen kann. Hahaha…wenn das Holz nur nicht so nass waere, dann koennte man ja glatt ein Feuer machen… Stattdessen haben wir eine eisige Dusche. Und Marco der Arme, bei ihm war das Wasser leer…das heisst er stand in Shampoo eingehuellt ohen Wasser da – im Wind. Uuups…zum Glueck ist er ja ein Mann – der so etwas abkann ;-)

Kaum hatten wir die Dusche hinter uns, war die Sonne verschwunden und es war wolkig… typisch Berge halt. Nichts desto trotz machen wir uns los und gehen ein wenig wandern. Der Mt Kiangarow Track, welcher zum hoechsten Punkt der Bunya Mountains fuehrt, beginnt direkt gegenueber unseres Campingplatzes und dauert nur etwas mehr als eine Stunde. Sehr viel mehr Zeit hatten wir auch leider nicht, da wir heute zu unserer Gastfamilie fahren.


Ankunft in Kingaroy

Etwa 14 Uhr kommen wir in Kingaroy an und finden diese kleine Stadt gleich sympathisch. Da wir ja nicht in Cairns geblieben sind, haben wir unsere Bankkarten hierher schicken lassen und holen sie schnell bei der Australia Post ab. Wunderbar klappt das. Und wenn wir schon einmal bei der Post sind, bietet es sich ja auch an, nach Paketpreisen zu fragen, oder?

39$ fuer max 1kg
79$ fuer max 2kg
halber Preis fuer Sea mail – 3 Monate…

Whaaat?! Alles klar..dann wird wohl nichts nach Deutschland gesendet ;-)

Wir spazieren durch die Strassen und entdecken Fitnessstudios, bei welchen man ohne Vertrag trainieren kann, finden heraus, dass hier Erdnuesse produziert werden (ob wir hier einen Job bekommen wuerden?), finden heraus, dass ein Haarschnitt fuer mich rund 30$ (21 Euro) kostet usw… Aus langer Weile begeben wir uns dann noch zum Car Wash…..man hat unser Auto danach geglaeeeeenzt…;-)

..und dann kam der Moment: Wir begegnen Familie Fleischfresser. 4 Kinder und eine vollkommen entspannte Mama begruessen uns in Kingaroy auf dem Parkplatz vor dem IGA. Die Kinder sind noch aufgeregter als wir und alle sprechen auf einmal. Herrlich…Marco wird gleich zugetextet und es ist als waeren wir schon laenger hier. Echt cool.

Nach dem Einkauf folgen wir Rebecca und den Kindern mit unserem Auto aus der Stadt hinaus und fahren etwa 15 Min, bis wir in einen Weg einbiegen, der direkt zu einem schoenen Haus mitten auf einem Huegel fuehrt. Ohhhh wie schoeeeeen…wir freuen uns. Ganz genau so haben wir es uns ertraeumt.

Rebecca sagt, sie koennen uns „nuur“ das Poolhaus anbieten. „Nur“? Es ist wunderschoen! Wir sind uebergluecklich und sind wieder einmal sehr dankbar fuer unser Glueck.

die Familie

Rebecca und Brett sind die Eltern
Amelia ist die aelteste Tochter und fast 14, Declan ist 12, Charlotte ist 7 und Oliver ist 3 Jahre alt. Entzueckend. Dann gibt es noch einen Hund (ihr Name ist Pherny) und einen Kater namens Socksy.

Wir haben eine Stunde nach Ankunft unser erstes gemeinsames Abendbrot, zwanglos, amuesant und familiaer. Danach sind Marco und ich schlafen gegangen. Was fuer ein Tag!

Veröffentlicht in Australia

mit dem neuen Auto auf Tour

29. April. Nachdem wir den gestrigen Tag fuer Planschmiede und restliche Entspannung genutzt haben, sitzen wir nun schon um 7.30 im Flieger auf den Weg nach Brisbane. Mit Quantas geht es innerhalb von 50 Min 1.500 km in Richtung Sunshine Coast.

und schon wieder haben wir noch mehr Glueck

…denn als wir online noch einmal die drei Autos angeguckt haben, entdecken wir, dass eins davon von 3.500 auf 2.500$ reduziert wurde! Wir rufen sofort an und treffen und schon 12 Uhr in der City mit dem deutschen jungen Paar. Wir bestehen darauf, mit dem Wagen zu Douglas (Mackey Mechanics) zu fahren, und einen Pre Purchase Check zu machen, um herauszufinden in welchem Zustand der Wagen ist. Douglas macht uns den Check fuer 150$, was verhaeltnismaessig guenstig ist. Nachdem wir den Wagen bei ihm abgeliefert haben, gehen wir vier Mittag essen und sind einander sympathisch. Wir freuen uns, dass wir bald ein neues Auto haben und sie freuen sich, dass sie es los sind und nach Deutschland zurueckreisen koennen.

https://youtu.be/2C60zCI637g

..doch leider fiel der Check nicht allzu gut aus

Knapp 1.500$ haetten wir investieren muessen, um den Wagen sicher zu machen. Ernsthaft? Wir alle sind geschockt, dass es ohne die Reparaturen kein RWC gibt und ueberlegen was wir machen sollen. Das Paar wuerde sich auf 1.200$ eventuell sogar einlassen, damit koennen wir auch leben. Ich gehe nochmal zurueck in die Werkstatt und frage Douglas was ich machen soll. Gerade in diesem Moment kommt einer seiner Mechaniker und fragt was das Problem ist und worum es geht. Wir klaeren ihn auf und er fragt, ob wir ein Auto kaufen wollen. Ja wollen wir. Er ueberlegt und guckt Douglas an. „I still have the Pajero..I don’t know. Maybe they like it?“
„You want to sell it?“
„Yea I think..“
„What you want for it?“
„I don’t know….2.000$ would be ok I guess..“

Ein Mitsubishi Pajero fuer 2.000$? 

Er faehrt nach Hause und holt den Pajero. Ich schaue kurz hinein und sage ihm, dass wir erst einmal mit dem anderen Paar reden muessen. Wir machen mit ihnen ab, dass wir abends telefonieren, damit wir alle noch einmal darueber nachdenken koennen. Marco und ich gehen zurueck zum Pajero und sind skeptisch. Ob die uns ueber’s Ohr hauen wollen? Wir schreiben alle Maengel auf und sagen ihm, dass wir den Wagen nehmen, wenn das alles repariert wird. Es muesste allerdings noch etwas ausgtauscht werden, was etwa 400$ kostet. Ein Auto mit RWC fuer 2.400$ (1.700$) und Douglas bietet uns an, den RWC nicht zu berechnen. Klingt nach einem Deal. Wir ueberlegen, ob wir das Richtige tun und kommen zu dem Schluss, dass wir eigentlich nicht viel falsch machen koennen, denn wenn am Auto im Nachhinein doch etwas nicht stimmt, ist er verantwortlich, da er ein RWC ausgestellt hat.

Der Deal ist besiegelt und Anir (der Mechaniker) bietet uns an, bei ihm zu uebernachten, da wir noch keine Bleibe haben. Das finden wir sehr nett und freuen uns. Als wir in der Bude ankamen, freuten wir uns dann nicht mehr so sehr, denn es war sauuu dreckig und es hat ueberall gemieft. Na gut…es ist for free und er wollte nett sein. Man muss eins sagen: Er hatte einen Ausblick auf gesamt Brisbane…unendlich genial! Den Rest des Abends ist er mit uns die Papiere durchgegangen und wir haben noch ziemlich lange im Wohnzimmer gesessen und ueber Gott und die Welt geplaudert…


MEHR ZUM AUTOKAUF


30. April. Fuer uns hiess es heute warten bis unser Auto startklar ist. Wir fahren deshalb schon frueh in die City, um erstens unsere Sachen zu waschen. Es stinkt alles nach Muff..haha…nicht schoen. Desweiteren gucken wir uns Brisbane das Queensland Museum an, welches nicht nur for free ist, sondern auch ziemlich interessant zugleich. So ziemlich alle australischen Tiere sind hier ausgestellt..manche sind schoen, andere weniger ansehnlich… ;-)


17 Uhr: Wir sind stolze Besitzer eines Pajeros. Nun kann das Leben losgehen! Aber bevor wir in dieser Karre schlafen, muss eins getan werden: Es muss grundgereinigt werden!!! Gott, war das Ding verdreckt… Es ist mittlerweile 17.30 und wir mussten noch einiges besorgen… wir mussten zu SuperCheap Auto, um Sitzbezuege und Reinigungsmittel zu holen, wir brauchen Kmart, um guenstig Bettwaesche und das Noetigste zu besorgen und noch wichtiger war eine Matratze. Tentworld hat eine Matratze, von OZ welche traumhaft ist. Es ist eine Mischung aus Luftmatraze und Kaltschaum und wohl das teuerste mit 129$, aber das Geld ist sie definitiv wert. Aufgrund des „wunderbaren“ Regens und des wahrscheinlich bevorstehenden Zyklons, brauchen wir eine ueberdachte Garage zum saubermachen. Wie die Wollnys, packen wir unser Hab und Gut in Einkaufskoerbe und belegen 3 Parkplaetze. 1 Uhr nachts waren wir endlich fertig und hundemuede… Da wir ja nun schon wussten, dass es clever ist am Mowbray oder Kangaroo Point zu schlafen, taten wir dies auch.

Gute Nacht liebe Welt – die erste Nacht in unserem eigenen Auto.

01.Mai. Da wir unser Bett vernuenftig einbauen moechten, fahren wir zu Bunnings und decken uns mit Holzbeinen, Metallschrauben, Wandhaken und einer grossen Holzplatte ein. Zu bloed, dass die Tool Rentals keine Akkuschrauber verleihen, aber jeden anderen Kram…so mussten wir also erst einmal provisorisch die Matratze auf den Kisten lagern…naja gibt Schlimmeres! Doch was waere unser Auto ohne huebsche Vorhaenge? Wir kaufen also ein bisschen Stoff und Garn sowie ein Nadelset und los geht der Spass.
Das Wetter ist wirklich sehr sehr schlecht und irgendwie scheint das hier gefaehrlich zu werden…wir beschliessen also, nicht weit zu fahren, sondern einen Platz zum Verbleiben zu suchen.

02. Mai. Das Unwetter haben wir ueberstanden und es ist strahlender Sonnenschein. So moegen wir das! Wir holen unsere Solardusche heraus, fuellen sie mit Wasser und legen sie in die Sonne. Die naechsten Stunden sind wir damit beschaeftigt die Vorhaenge anzubauen, ein Moskitonetz anzubringen und Marco mueht sich mit den Fenstern ab, welche mit ekelhafter milchiger Folie beklebt sind. Die muessen definitiv runter…

Da super Wetter ist, entscheiden wir uns in Richtung Gastfamilie zu fahren. Vermutlich ist unser erster Stop Toowoomba. Vorher decken wir uns bei Cole’s mit Lebensmitteln ein und sammeln Material in Brisbane’s Touristeninformation.

Ankunft im kalten Toowoomba

Da es schon dunkel ist, haben wir nicht allzu viel von Toowoomba gesehen, aber hatten ein sehr windiges und kaltes BBQ am beruehmten Picnic Point. Mittten im Windkanal schoen bei 15 Grad auf einem Huegel braten wir uns selbst gemachte Hamburger-Buletten. Ein sehr spassiges Vergnuegen, wenn einem fast die Finger abfrieren und man erst einmal einen Windschutz bauen muss, damit die Flamme ueberhaupt an bleibt. Wir sind soo muede und stellen uns einfach in die Nebenstrasse vom botanischn Garten, da dort Toiletten sind. Ehrlich gesagt, haette man sich hier in jede zweite Nebenstrasse stellen koennen. Ich bezweifle, dass es irgend jemanden interessiert haette…

03. MaiIn einer Nebenstrasse in Toowoomba, direkt am Botanischen Garten, wachen wir 8 Uhr morgens auf. Waaaas…so spaet? Ja eigentlich ist unsere Zeit 7 Uhr. Naja, was soll’s. Niemand hat uns geweckt, wahrscheinlich haette es auch niemanden interessiert, dass wir dort geschlafen haben. Es ist grau, nass und kalt….ekelhaft! Ist das hier ueberall so? Wir hoffen nicht, denn darauf haben wir echt keine Lust ;-) Wir sind doch in Australien, weil hier besseres Klima als Zuhause ist! hihi… Nun die interessantere Frage:

Wo gehen wir duschen?

Eine gute Frage, denn im Botanischen Garten gab es keine Dusche. Wir koennen ja unsere Solardusche aufhaengen..sie sollte Zimmertemperatur haben. Aber auch das koennen wir vergessen, denn erstens ist es zu kalt, um draussen zu duschen und zweitens gibt es keine Anhaengemoeglichkeit in den WC’s – schade. Zwei Strassen weiter – so zeigt es unsere App– gibt es Duschen. Wir fahren hin und muessen feststellen, dass sie verschlossen sind. Ups… Alles klar, wir fahren weiter zur Touristeninformation und schauen mal, wie unser Tag weitergeht. Es wird sich mit der Zeit schon noch eine Dusche auffinden.

In der Touristeninformation arbeitet ein aelterer sehr netter Mann, welcher mir uns zwei Moeglichkeiten aufzeigt: Ausserhalb von Toowomba in Richtung Kingaroy gibt es entweder den Weg durch die Bunya Mountains oder den geraden Weg durch Crows Nest. Da oestlich wohl nicht viel zu sehen ist, haben wir uns fuer den westlichen Weg entschieden – und es deeeeefinitiv nicht bereut! Noch einmal fahren wir zum Picnic Point, um im Hellen Fotos zu machen und machen uns dann auf den Weg in Richtung Bunyas. 

Jondaryan Woolshed – 45Min westlich von Toowoomba

Unser erster Stop, auf Empfehlung des netten Herren der Touristeninformation, ist die Jondaryan Woolshedein historisches Ueberbleibsel der Schafswollen-Industrie. Hier kann man live sehen, wie die Schafe geschoren werden, ein paar andere Tiere beaeugen und das Leben zw. 1800 und 1950 nachempfinden. Ja, man kann dort schon locker 2-3 Stunden verweilen. Der Eintritt kostet 13$ p.P., aber wir hatten wieder einmal unglaubliches Glueck und kamen kostenlos hinein, da wohl durch ein vorheriges Biker-Fest viel gespendet wurde. Und das Beste: es gab Duschen! Na, ihr koennt wohl erahnen, was wir nach unserer Tour durch die Woolshed gemacht haben?! Genau, eine heisse Dusche haben wir genossen.

…hinein in die Bunya Mountains

Es lag noch etwa eine Stunde Fahrtweg vor uns, da wir fast mittig in den Bunya Mountains im Burtons Well Campground naechtigen wollen. Der Ausblick war phaenomenal!!! Doch das war’s noch lange nicht…kaum fahren wir an dem Schild vorbei „Caution. Next 7km Wallabies crossing road“, stehen schon zwei Wallabies (Mini-Kaengurus) am Strassenrand. Wie eine Verrueckte springe ich (wieder einmal) aus dem Auto und freue mich wie ein kleines Kind, dass ich Wallabies fotografieren kann.

https://youtu.be/5ytI55Z9CGc

Die naechsten 12 km springen immer wieder Wallabies umher und ich freue mich wie verrueckt. Einfach nur super!

Burtons Well Campground

Der Campingplatz erfordert -wie der Rest in den Bunyas auch- ein Permit, welches man telefonisch oder online erwerben kann. Selbstverstaendlich wussten wir das nicht und haben wie die Schweine ins Uhrwerk geguckt, denn das Telefon zeigte „NO SERVICE“. Herrlich…ja ich rufe dann mal an, um ein Permit zu erwerben…ach halt ohne Empfang geht das ja gar nicht ;-)

Wie das Schicksal es so will, hatten wir einen Meter weiter ploetzlich Empfang und konnten zum Glueck anrufen. Alles klar, nun koennen wir beruhigt schlafen. Es ist erst 18 Uhr und wir wuerden uns gern ein Feuer machen, denn eine Feuerstelle und Holz wurde bereitgestellt. Bloed nur, dass es die letzten Tage so derbe geregnet hat, dass das Holz „dezent“ feucht ist und wir das Feuer somit vergessen koennen. Tja, dann bleibt uns wohl nichts anderes uebrig als uns in unser wunderschoenes Auto zu legen und dort zu essen – und spaeter die Flasche Rotwein zu leeren. :-)

20 Uhr schlafen wir schon ein…

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Airlie Beach und Whitehaven Beach

19. April. Als wir abends in Airlie Beach ankommen, denken wir uns: Das ist genau das Richtige fuer Party-People! Airlie Beach ist der mit Abstand belebteste und Bar-beladendste und somit auch touristischste Ort ueberhaupt… Einerseits war es mal wieder ganz cool, so eine Promenade mit Shops, Bars und Restaurants um sich zu haben. Man konnte fusslaeufig alles erkunden, was es zu erkunden gibt. Andererseits war es einfach zu touristisch und zu Backpacker-ueberladen. Uberhaupt nicht unseres. Eigentlich waere ein Abendspaziergang ganz angenehm gewesen, aber es hat geschuettet und darauf hatte ich fuer meinen Teil wenig Lust. Da es schon 21 Uhr war, ist die Ubernachtungssuche etwas schwieriger als sonst, denn es gab nur 2 Moeglichkeiten: Man nistet sich in einem der Caravanparks/ Hostels ein, oder man faehrt wieder aus dem Ort, um irgendwo eineuhige Strasse zu finden. Wir entscheiden uns fuer heute Nacht fuer Nr. 1. X-Base war leider ausgebucht, also gehen wir zu Nomads, „gleich nebenan“. Nach 21 Uhr gibt es keine Rezeption mehr, also rufen wir die Telefonnr. an, welche auf dem Zettel an der Tuer haengt und warten bis die Security uns eincheckt. 35$ mit Strom fuer einen Stellplatz in einer ziemlich unsauberen und lauten Partyanlage. Egal…es gibt Internet (was 4$ fuer 24h kostet) und eine warme Dusche. Gute Nacht Leute.

20. April. Wir erwachen aus unserem Halbkoma und ueberlegen was wir heute schoenes mit unserem Tag anstellen. Vorerst heisst es etwas essbares zu finden. Wir denken uns, in solch einem Backpacker-Ort wird es doch wohl etwas guenstiges zum Fruehstueck geben – und werden eines besseren belehrt. Es gibt nichts unter 9$ (Toast und ein Ei), vernuenftiges Fruehstueck liegt bei 13$ p.P.. Wir entscheiden uns zu Woolworth zu laufen und ein Gourmetfruehstueck zu zaubern – fuer ingesamt weniger als 13$ ;-) ..Also ganz ehrlich…fuer 13$ koennen 3 Personen gutes Muesli, Joghurt, Ei, Toast, Avocado und Schinken essen inkl. Saft und Kaffee.

Nach dem Fruehstueck beginnt es wieder zu regnen – dieses Mal war es ein heftigerTropenschauer…ich will nicht wissen wie viel auf einmal vom Himmel plaetscherte, aber es war sehr sehr viel. Tja, und was machen wir heute? Wir stehen unter einer Ueberdachung und warten bis der Regen nachlaesst und ich quatsche mal wieder einen Einheimischen zu…vll ist er ja zu ein bisschen Small Talk aufgelegt? Tatsaechlich! Wir kommen ins Gespraech und er gibt uns einige Tipps, wohin wir fahren koennen und ermutigt uns, dass das Wetter schnell vorbeiziehen wuerde. Na welch ein Glueck…

Unser Ziel ist 45 Minuten nordwestlich von Airlie Beach der Dingo Beach und danach -falls genug Zeit sein sollte- der Conway Nationalpark. 

Dingo Beach…ein Traum fernab des Massentourismus

Was soll ich sagen? Dingo Beach war einfach traumhaft! Kaum eine Menschenseele, Natur pur, glasklares Wasser, wunderschoener Sand, ..unglaublich schoen! Kein Wunder, dass wir bis 16 Uhr geblieben sind. ;-)

Da wir heute Abend nicht wieder 35$ ausgeeben wollten, haben wir uns dafuer entschieden, nach Prosperine zu fahren und nach einer ruhigen zu suchen. Gesagt, getan. Wir verlebten eine ruhige Nacht :-)

Whitsunday Islands

21. April. Heute steht unser Tagestrip der Whitsunday Islands an, mit einem Zwischenstopp am Whitehaven Beach, einer der weissesten Straende der Welt. Erst um 10 Uhr werden wir abgeholt und haben daher genuegend Zeit gemuetlich zu fruehstuecken. Die Lagune in Airlie Beach ist wohl eines der schoensten Flecke im Ort, und daher verbringen wir hier unser Fruehstueck und Morgensport. Eine Aussendusche, BBQ, etc. gibt es auch.

Puenktlich um 10 werden wir am X-Base abgeholt und fahren zum Hafen. Dort warten wir weitere 20 Minuten bis es weiter geht. Letztendlich sind wir um 11 Uhr auf dem Boot und eine rasante Fahrt mit Big Fury beginnt! Preislich gibt es grosse Unterschiede bei all den Anbietern. Big Fury war einer der guenstigsten Anbieter und der wohl lustigste Guide ueberhaupt war an unserer Seite. Der Trip kostet p.P. 126$.
Nach ein paar Sicherheitsanweisungen, welche eher lustig als ernst klangen, geht der 4-motorige Spass los…FESTHAAAALTEEEN.

Etwas mehr als 1 Stunde dauert die Fahrt mit dem Speedboat zum Whitehaven Beach. Wie wunder, wunder, wunderschoen er ist! Wir bleiben fast zwei Stunden hier und haben unser Mittag inmitten der Lizards.

Gegen 16 Uhr kommen wir zurück. Nun besteht uns noch die Weiterreise nach Townsville bevor…was 280km und etwa 3:45h bedeutet….puh….