Veröffentlicht in Ask a traveller, Portugal

Porto Tag 2 – 26.Mai

Yeay….ich habe das Gefühl, wir grooven uns langsam ein. Gestern Abend hatten wir noch beschlossen, dass wir heute „Zuhause“ frühstücken wollen. So ganz heimisch und gemütlich. Gesagt, getan. Im Anschluss fand das große Tetris statt: Die Köfferchen und Taschen müssen umgepackt werden und da war auch schon die nächste Überraschung. Uuups…Tap Air hat bei Handgepäck nur 8kg, keine 10kg. Ich habe mir für jeden Flug jeden Pups aufgeschrieben und hier wohl geschlampt. Naja dann ist wohl pokern angsagt. Nützt ja nichts.

Bis zum Nachmittag haben wir allerdings noch ein wenig Zeit. Also machen wir es uns einfach. Wir lagern unser Gepäck am Bahnhof Trindade ein und von da aus Gondeln wir noch einmal durch die City. Ben hat noch zwei Wünsche: Einmal über die Riesenbrücke und einmal Zahnradbahn fahren (funicular). Oh den dritten Wunsch habe ich glatt vergessen zu erwähnen: Das Eis natürlich. Aber keins für 7 Euro. Haha…

Das Einlagern ist super easy und an ziemlich vielen Bahnhöfen verfügbar. Per Pincode wird es einfach im Spind aufbewahrt. Also flitzen wir zur Metro und begeben uns auf die „andere Seite“ Portos und überqueren den Duoro über seine „Mini-Golden Gate“-Bridge.

Der erste Eindruck ist: viiieeeel ruhiger und entspannter, als auf der Downtown- Seite. Einmal zur Festung hoch (natürlich mit Eis in der Hand…es ist ja immerhin 24 Grad), ein bissl Ausschau halten, staunen und Fotos knipsen, ein paar Gräber begutachten und dann geht’s auch schon wieder zu Fuß über die Brücke zurück ins Getümmel. Schade: die Zahnradbahn ist außer Betrieb, aber lässt sich ja nun nicht ändern.

Als Entschädigung möchte Ben ja sooo gerne noch einmal zu dem Laden, wo es das „allerleckerste“ Schinken-Käse-Baguette gibt. Ach und dieses Mal möchte er aber gleich zwei Stück haben, weil sie sind ja so lecker. Welch ein Zufall, dass genau dieser Laden die Pastel de Nata Fabrik ist und ich dann wohl ein Pastel essen „muss“. Ein super Abschluß vor dem Ritt zum Flughafen.

15:20 findet unser Weiterflug nach Ponta Delgada statt. Hoffentlich gibt es dort Ampeln…. Ben empfindet sich als Verantwortlichen für das „Knopf drücken“ und ihm würde doch glatt was verloren gehen, wenn es keine Ampeln auf der Insel gibt. :-)

Mein Fazit zu Porto

  • Vieles ist fußläufig erreichbar
  • die öffentlichen Verkehrsmittel ist unfassbar gut ausgebaut und easy zu handlen
  • die Metro vom Airport ist nicht nur sehr günstig (ca. 2€ p.Person ab 6J), sondern nicht zu übersehen und fährt direkt ins Zentrum
  • Unsere Unterkunft war abseits der Touristen, was es definitiv authentischer machte
  • es gibt nicht viele Spielplätze, was schade ist
  • Die Gepäck-Aufbewahrung ist über die Stadt verstreut und sicher, das ist definitiv ziemlich cool!
  • Besonderes Flair habe ich nicht empfunden, das ging mir in Lagos (Algarve) total anders, aber 2 Tage sind auch vielleicht nicht genug, um dem eine Chance zu geben

Veröffentlicht in Gedanken-Karussell, Portugal

Porto Tag 1 – 25.Mai

Die Nacht war laut, unruhig (naja für mich, Ben lag im Koma) und ich muss gestehen, so mitten in der city und schlecht isolierte Fenster sind nicht mein Favorite.

Der Morgen war ziemlich chillig, Ben hat ziemlich lange gelegen, dann Hörbücher gehört, etwas gespielt und im Anschluss sind wir in ein echt süßes Café zum Frühstücken gelaufen. Generell ist das meiste von unserer Unterkunft fußläufig oder perfekt via Metro oder Bus angeschlossen.

Das 100 Culpa, offenbarte sich als veggie/ vegan Mix und zu Ben’s Leid gab es eben keine „normale“ heiße Milch, sondern nur Hafermilch. Cool fand ich, dass wir umgeben von Orangen – und Zitronenbäumen saßen. Und die Zitronen waren unreal…einfach riesig.

Lord Ben ja war so gar nicht vom Granola begeistert. Aber umso mehr für mich… Haha.

Auf dem Programm für heute steht (Ben’s Aufzählung):

  • Das Museum mit den Tieren
  • Eis essen
  • Strand

Ja gut … bis auf den Strand klingt das voll machbar. Also sind wir mit dem Bus vom 100 Culpa zur City gefahren und den „Hügel“ zum Hafen hinter gerutscht…äh gelaufen.

Ganz wichtig: Das Baustellenklo in der Luft MUSS unbedingt fotografiert werden… (Ben war sehr stolz auf seine Entdeckung).

Das Museum of Discoveries war in der Tat ziemlich cool. Touristen gab es vielleicht eine handvoll, zuhauf gab es allerdings Schulklassen. Ich verstehe auch warum: Die Mitarbeiter bieten richtige „Shows“ und vermitteln die Seefahrtengeschichte so toll. Außerdem gab es super viele interaktive Terminals (auch in Deutsch), sodass man ziemlich gut erkunden und erfahren kann. Das Museum an sich ist echt nicht groß…ich glaube es waren nur 3 oder 4 Räume.

Sau cool war die Wasserfahrt am Ende. Die ging etwa 20 Minuten (auch in Deutsch verfügbar) und führt einen durch die große Entdeckerroute von Heinrich, einem der größten Seefahrer Portugals. Es hat mich an das Gondwanaland und an den Europa-Park (Batavia) erinnert. In Indien gab es sogar die orientalischen Duftnoten zu riechen.

Bis auf den massiven „Kinder-Lautstärke-Overload“ war es ziemlich cool und definitiv ein Familientipp. Und das natürlich nicht fehlen darf….der Gang durch den Souvenirshop. Was werde ich bloß tun, wenn es die „Denk dran, du willst in anderen Ländern auch noch was mitnehmen und das Gepäck ist begrenzt“ – Ausrede nicht mehr gibt???

Ein Blick auf die Uhr: whaaaat…erst 13 Uhr? Vollkommen planlos und müde begeben wir uns also wieder zurück in Richtung Altstadt und genießen für 7,50€ (!!!) 3 Kugeln Eis. Ohja …die waren so richtig lecker … Was man nicht alles für ein leidvolles Kind tut :-) . Gut kommt dann noch, wenn der Sohnemann raushaut: „Die Vanille ist lecker, aber das Vanilleeis von Martin ist einfach noch viel besser!“

Ich sag’s euch…der Tag wollte nie enden. Was noch ein Highlight war: der Sänger vor dem Harry Potter Book Store (Lello Books). Ich glaube Ben Irgendwie wussten wir beide nicht viel mit uns anzufangen. So richtig angekommen in unserer Reise sind wir noch nicht. Aber das wird schon noch :-)

Veröffentlicht in 1001 Places, Equipment, Portugal

84 Tage mit Handgepäck

Mir war von vorne herein klar: Ich habe sowas von kein Bock auf das Schleppen von riesigen Koffern oder Rucksäcken. Während meiner Recherchen war dann auch noch klar (ich weiß es klingt paranoid), dass Aufgabegepäck eben manchmal auch zum Ziel der Schmuggler werden kann. Okay, darauf habe ich erst recht kein Bock. Doch ich bin ganz ehrlich: es geht mir einfach um Gepäckverlust, Gepäckverspätung und das Geschleppe.

Wie funktioniert das?

Da wir mit mindestens 6 verschiedenen Airlines fliegen werden, geht also die große Recherche los. Und tatsächlich hat nahezu jede Airline andere Vorschriften bezüglich des Handgepäck-Gewichts und der „Personal Items“. In Summe heißt es also für uns:
2x 10kg auf Minitrolley-Größe und je ein persönlicher Gegenstand mit 2kg. Klingt erst einmal gar nicht so schlecht. Naja, bis zum Probepacken….ein Koffer mit all der Kleidung von Ben und mir, einschließlich 1 Paar Wechselschuhen. Ein Koffer für Ben´s Wohlfühldinge. Das war´s.

Ich wurde relativ häufig gefragt wie viele Koffer wir mitnehmen und als ich sagte: „Öh…nur Handgepäck“ wurde ich angeschaut, als hätten mich alle Geister verlassen. Was soll ich sagen? Ich bin eben einfach bequem und tragefaul. Außerdem: es gibt doch überall Kleidung zu kaufen. Hauptsache die Apotheke und Kuscheltiere sind an Board.

das Wunder ist vollbracht.

Okay, wir haben es echt geschafft:

Gewichtsgrenze ✓
Spiel, Spaß, Spannung ✓
Alle Dokumente an Board ✓