Veröffentlicht in 1001 Places, Equipment, Portugal

84 Tage mit Handgepäck

Mir war von vorne herein klar: Ich habe sowas von kein Bock auf das Schleppen von riesigen Koffern oder Rucksäcken. Während meiner Recherchen war dann auch noch klar (ich weiß es klingt paranoid), dass Aufgabegepäck eben manchmal auch zum Ziel der Schmuggler werden kann. Okay, darauf habe ich erst recht kein Bock. Doch ich bin ganz ehrlich: es geht mir einfach um Gepäckverlust, Gepäckverspätung und das Geschleppe.

Wie funktioniert das?

Da wir mit mindestens 6 verschiedenen Airlines fliegen werden, geht also die große Recherche los. Und tatsächlich hat nahezu jede Airline andere Vorschriften bezüglich des Handgepäck-Gewichts und der „Personal Items“. In Summe heißt es also für uns:
2x 10kg auf Minitrolley-Größe und je ein persönlicher Gegenstand mit 2kg. Klingt erst einmal gar nicht so schlecht. Naja, bis zum Probepacken….ein Koffer mit all der Kleidung von Ben und mir, einschließlich 1 Paar Wechselschuhen. Ein Koffer für Ben´s Wohlfühldinge. Das war´s.

Ich wurde relativ häufig gefragt wie viele Koffer wir mitnehmen und als ich sagte: „Öh…nur Handgepäck“ wurde ich angeschaut, als hätten mich alle Geister verlassen. Was soll ich sagen? Ich bin eben einfach bequem und tragefaul. Außerdem: es gibt doch überall Kleidung zu kaufen. Hauptsache die Apotheke und Kuscheltiere sind an Board.

das Wunder ist vollbracht.

Okay, wir haben es echt geschafft:

Gewichtsgrenze ✓
Spiel, Spaß, Spannung ✓
Alle Dokumente an Board ✓

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4 Wochen durch den Norden und Queenslands Outback

30. Juni – von Brisbane nach Rockhampton

Frisch gelandet aus Melbourne, geht es auch schon los in Richtung Norden. „Hauptsache ins Warme“ lautet unser Motto! Wir fahren direkt bis Rockhampton…also ueber 600 km und fast 7,5 Stunden Fahrt. Wir kennen uns in Rockhampton schon ganz gut aus und es ist wunderbar warm. Am Anzac Park gibt es hervorragende Toiletten, Waschbecken, BBQs und Steckdosen sowie saubere Tische – direkt am Wasser.

1.July – eine Nacht am Strand

Im Schnelldurchlauf machen wir uns losfahrbereit und begeben uns wieder ins Auto, diesmal geht es Richtung Mackay. Hier sind wir noch nicht gewesen und wir wuerden den Ort doch gern einmal gesehen haben. Zudem ist dies die Region, in welcher die Saisonarbeit wieder beginnt. Zuckerrohr (das groesste Business innerhalb von 400 km), Mandarinen, Bananen, Tomaten usw. werden hier zu grossen Teilen angebaut. Ganz bis nach Mackay fahren wir noch nicht, sondern naechtigen in Carmila Beach am Strand. Es gibt keine Facilitaeten, also sollte man 500 m von dort am Picnic Point das WC benutzen. Dafuer steht man direkt mit dem Blick auf’s Meer im Sand. Echt cool. Dadurch, dass der Spot kostenlos ist, ist er natuerlich auch gut besucht. Fuer einen „Platz in der ersten Reihe“ haetten wir wohl vor 18 Uhr da sein sollen.

2.July – von Mackay nach Bloomsbury

Nach einer guten Stunde kommen wir in Mackay an. Da wir bis heute noch nicht wissen, ob sich nun die Moeglichkeit ergibt, in Sydney den Job bei Boehringer im Head Quarter zu bekommen, wollen wir uns hier in der Region ein wenig umschauen zwecks Farmarbeit. Es gibt wirklich zahlreiche Farmen und Felder, soweit das Auge reicht. Wahnsinn. Mackay selbst ist gar nicht so gross, aber es gibt alles was man gebrauchen koennte: Coles, Woolworths, Kmart, Target, BCF, … . Es ist bruetend heiss in der Stadt, also beschliessen wir an den Strand (Shoal Point) zu fahren. Na super, hier ist es so windig, dass sich einem die Haare vor Kaelte aufstellen. Waeren wir doch zur Innenstadt-Lagune gefahren. Baden ist leider im gesamten Norden sowieso groesstenteils abgeraten, da Salzwasserkrokodile die Meere besiedeln. Ich habe zwar ehrlich gesagt noch nie eins gesehen (weder in Fluessen, noch im Meer), aber das ist wahrscheinlich auch gut so. Obwohl es doch mal ein etwas anderes Fotomotiv abgegeben haette!

Am Nachmittag waechset mein Verlangen nach „am Strand sitzen und nichts tun“. Mir faellt nur ein Ort ein, an dem das moeglich  ist: Dingo Beach. Marco mochte diesen Ort auch und es steht fest: Da fahren wir morgen hin! Damit wir auch den ganzen Tag geniessen koennen, muessen wir frueh da sein. Um 6 losfahren kommt fuer uns nicht in Frage, also durchforste ich WikiCamps und finde bei Bloomsbury eine BP Tankstelle, wo man nicht nur kostenlos uebernachten darf, sondern auch heisse kostenlose Duschen hat. Das klingt perfekt! Etwa 18 Uhr kommen wir an der Tankstelle an und suchen uns einen Stellplatz. Das war gar nicht soo einfach, denn die BP ist sicherlich kein Geheimtipp mehr. Es daemmerte und wir kochen unser Abendbrot und sehen uns um. „Habe ich da gerade ein Pferd gesehen?“ frage ich irritiert. „Ach Quatsch, war bestimmt irgendwas Anderes.“ Ich mache mir keine weiteren Gedanken.

3. July – Und dann stand ein Pony vor ihm

Naechsten Morgen kam dann der Lacher. Marco musste nachts wirklich dringend pullern und ihm blieben zwei Optionen: Der Baum zwischen uns und einem anderen Campervan oder der Waldrand 100 m von uns entfernt. Er entscheidet sich fuer den Wald. Er wollte sich gerade erleichtern, als ploetzlich ein Pony direkt vor seiner Nase stand. Erschrocken rennt er zurueck…es wurde doch der Baum. Ich konnte nicht anders als lachen und als wir uns umsehen, stellen wir fest, dass ein ganzer Circus auf unserem Parkplatz steht! Zwei lange Trucks mit verschiedensten Tieren und daneben das Pony und ein Lama usw.

Ankunft im Paradies

Mein absoluter Lieblingsort an der Ostkueste. Bis jetzt waren wir schon an einigen Orten, aber in Dingo Beach habe ich mich verliebt. Dieser Strand ist Idylle. Extrem ruhig, nur locals, Dusche, BBQ und ein traumhafter Anblick. Kein Surfrevier, da das Wasser aalglatt ist, keine Krokodile, ab und zu ein Rochen. Wunderbar. Wir bauen hier unser „Lager“ auf, indem ich mich am Strand breit mache und Marco haengt sein TRX Band am Baum auf und trainiert. Endlich mal ein paar Stunden nichts tun muessen und nur geniessen.


Gegen 13 Uhr beschliessen wir joggen zu gehen, obwohl es sicherlich 27 Grad sind und keine Wolke am Himmel Schatten spenden wuerde. Die knapp 6 km schaffe ich gerade so und bin maechtig stolz, denn irgendwie bin ich total aus dem Joggen ausgetreten. Auf dem Weg haben wir auch eine Schlange gefunden, leider tot. Am witzigsten war, dass uns die vorbeifahrenden Autos angefeuert haben. Haha. Welch Motivation. Wir geniessen den Tag bis fast 16.30 Uhr und wir haetten soo gerne dort uebernachtet. Doch leider war es nicht gestattet.

Wir fahren also weiter in Richtung Norden und schlafen in einem Camp am Strand in Toomulla Beach, etwa 170km von Dingo Beach.

4. July – Planschen in den Bergseen des Paluma National Parks

Heute steht etwas ganz Anderes auf dem Plan! Zum ersten Mal begeben wir uns auf den Weg zu einer der vielzaehligen Natur-Pools Australiens. Im Paluma National Park erwarten uns gleich zwei wunderschoene Berg“seen“: die Crystal Creek und die Paradise Creek. Kurz vor Ingham biegen wir also links ab in den Paluma National Park. Fast 19 km geht es bergauf und dann sind wir auch schon da. Das Wasser ist so klar und tatsaechlich sind es gleich mehrere Pools. Ich kann verstehen, dass hier viele baden gehen.


Nachdem wir fast eine Stunde dort verbracht haben und es Mittagszeit ist, fahren wir in Richtung Paradise Creek. Kurz vor dem Picnic Platz sehen wir auf der linken Seite eine sehr kleine Farmerhuette. Wir gehen in die Huette und staunen wie guenstig das Gemuese und das Obst ist! Eine Minute spaeter kommt ein etwa 60-jaehriger Mann auf einem Fourwheeler angefahren.

Er scheint der Besitzer zu sein. Wir haben eine etwa 15 Minuetige Konversation, die ziemlich schnell persoenlich wird und er offenbart uns seine Familiengeschichte. Er scheint uns so gar nicht fremd und mit so jemandem zusammen zu arbeiten waere sicherlich auch eine schoene Erfahrung. Er laesst uns ein paar Fruechte probieren, verraet uns ein paar Rezepte. Dann sage ihm was ich gerne kaufen moechte und er sagt:
„Na dann greif zu! Viel Spass, packt das Geld einfach in die Dose dort hinten!“ Voellig verdutzt stehen wir da. Solch Vertrauen bekommt man in Deutschland eher weniger zugesprochen, doch hier ist es Gang und Gebe. Wir beladen uns mit Passionsfruechten, Bananen, Gurken (kosten normalerweise ueber 3 Euro!), Squash, Zucchini, Grapefruit, Chilischoten, Auberginen usw. 9$ fuer sooo viel. Wir stecken 10$ in seine Dose und fahren mit voller Vorfreude auf unser Mittag zum Picnic Platz.

Nun kommt die Frage aller Fragen: Wo duschen wir? Es gab eine Tankstelle auf dem Weg, oder aber wir gehen tatsaechlich mal in einem Bergsee „duschen“! Nachdem wir den Paradise Pool sehen war klar: Hier muessen wir baden gehen! Das Wasser ist glasklar und sogar Schildkroeten schwimmen darin! Das war definitiv die richtige Entscheidung, denn es war einfach nur herrlich erfrischend und eine Erfahrung fuer sich selbst.

15.30 Uhr machen wir uns auf den Weg nach Innisfail. Hier wollen wir noch etwas Wasser besorgen und uebernachten. Ausserdem gibt es eine Dusche an der Promenade. Das waere perfekt fuer den morgendlichen Sport. Wir halten kurz in Tully an, die Stadt mit dem hoechsten jaehrlichen Regenfall und „besteigen“ den Goldenen Gummistiefel. Dieser symbolisiert den bis dato hoechsten jaehrlichen Regenfall von zuvor fast 8 Metern! Neben dem Stiefel gibt es im Uebrigen ein WC und saubere kalte Innendusche. Als wir 17 Uhr in Innifail ankommen stellen wir fest, dass erstens fast alles geschlossen hat und zweitens der Ort an sich wirklich nicht schoen ist. Die Dusche ist zwar eine Innendusche aber widerlich und es spricht wirklich nichts dafuer hier zu bleiben. Enttaeuscht fahren wir zum 5 km entfernten Fred Drew Parkplatz, wo man kostenlos schlafen kann, WC und BBQ vorhanden ist. Fuer eine Nacht OK, mehr aber nicht.

eine gute Nachricht!

Abeits unserer „Ferien“ hat sich dann noch etwas Tolles ergeben: Amanda hat sich zurueckgemeldet und wir haben am 4. August ein Gespraech in der Boehringer Office in Sydney. Ich werde wohl eine Teilzeitstelle bekommen und etwa 25$ die Stunde verdienen. Marco und ich freuen uns wie wild und hoffen, dass ich mehrere Tage die Woche arbeiten kann und wir auch fuer ihn etwas finden. Das waere zu perfekt!

Hier geht es weiter zum 2.Teil!

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Autokaufen in Cairns?

26. April. Wir haben 10.30 Uhr die erste Autobesichtigung, 12 Uhr die zweite Besichtigung.

Das erste Auto (Holden Jackaroo) war ein Reinfall kann man so sagen. Auf den ersten Blick sah es nur dreckig aus, so typisch „2 Maenner und ein Auto“ eben ;-) Doch dann kamen nach und nach immer mehr unschoene Sachen ans Licht. Zum einen ging die Klimaanlage nicht und das haette 500-800$ Reparatur gekostet. Zum anderen haette man noch Reparaturen i.H.v. 1200$ vornehmen muessen, um ueberhaupt ein Roadworthy Certificate (RWC) zu bekommen. Und ohne RWC kann man ein in QLD zugelassenes Auto nicht registrieren bzw. eine bestehende Registrierung umschreiben. Mehr zum Autokauf. Das war also schon mal unguenstig. Urspruenglich wollte er auch 4.500$ fuer seinen Wagen – das ist auch ohne die hinzukommenden Kosten vieeeel zu teuer! Man bekommt ein intaktes 4WD fuer 3.000 -3.500$. Wir haetten ihn aufgrund der Maengel locker auf 3.000$ herunterhandeln koennen. Doch was nuetzt das?

Die zweite Besichtigung war auch nicht erfolgreich, denn das Paar hatte zwar ein Auto in gutem Zustand, aber noch kein aktuelles RWC, keine Quittungen, welche in irgendeiner Form erahnen lassen was fuer Kosten eventuell auf uns zukommen koennen.

Wenn der Verkaeufer Quittungen hat, welche vorangegangene Reparaturen zeigen, ist das gut, denn man weiss dann in etwa was demnaechst auf einen zukommen kann und was definitiv nicht kommt.

Fuer ihren Wagen wollten sie 4.200$ haben und auch nicht handeln. Das ist auch viel zu viel.

4.000$ und mehr sollte man nur fuer einen Wagen ausgeben, der ein RWC hat oder zumindest Quittungen ueber 2 bis 3 Jahre mitbringt. Man bekommt von Locals durchaus bessere Wagen (da sie besser mit den Autos umgehen) und das fuer einen guenstigeren Preis.

Fuer uns war klar: Flaute… Wir waren etwas enttaeuscht, aber das hilft ja auch nicht weiter. So haben wir uns zunaechst auf den Weg in die Bank begeben, um unser Konto zu eroeffnen. Das ging immerhin sehr schnell und problemlos. Innerhalb von 45 Min waren wir stolze Besitzer eines Commonwealth Bankkontos. Was brauchten wir?

  • Reisepass
  • Adresse in Australien
  • 250$ zum Einzahlen und Aktivieren des Kontos

Da wir zunaechst davon ausgehen, dass wir noch eine gute Woche in Cairns herumhaengen werden und wohl nach einem Job suchen, bestellen wir die Karten hierher.

Als wir kurz darauf in der Bibliothek sitzen und unseren Lebenslauf aufpeppen, klingelt mein Telefon. Hm, die Nummer kenne ich nicht…typisch deutsch wie ich bin, gehe ich vorerst nicht ran. Mit huebschen Lebenslauf und einem Termin fuer eine Besichtigung eines WG Zimmers, machen wir uns auf den Weg zur Besichtigung. Man, man 250 $ pro Woche fuer ein Zimmer…naja haben wir eine andere Wahl? Irgendwie nervt mich das alles…nun haben wir ein Konto und eine TFN, aber das mit dem Auto nervt und wie es aussieht, muessen wir vorerst in Cairns bleiben….super. Marco erinnert mich nochmals daran, dass uns eine andere Nummer angerufen hat und ich rufe spontan zurueck.

Innerhalb von Minuten kann sich soo viel aendern

Am Telefon meldet sich Rebecca. Rebecca? Die Gastfamilie! Ich kann es nicht fassen und bin ausser mir vor Freude! Wie genial ist das denn? Sie ist mir sofort sympathisch und nach etwa 5 Minuten sagt sie uns, dass sie sich freuen wuerde, wenn wir zu ihnen kommen. Schon ab Montag! Wow das ist in 7 Tagen! Ich sage ihr, dass Marco und ich uns einen Plan machen und wir sie morgen frueh zurueck rufen.

neue Plaene werden geschmiedet

Wir beschliessen nach einem Busticket nach Brisbane zu suchen und stellen fest, dass das Busticket genauso teuer ist wie ein Flug. Marco findet online 3 Autos, welche fuer uns in Frage kommen und wir rufen bei allen dreien an. Schwupps, wir haben fuer den 28. 3 Besichtigungstermine. Wir buchen noch schnell unseren Flug nach Brisbane fuer 7.30 Uhr und das alles klappt wie am Schnuerchen.

Ich habe super gute Laune und bin dermassen erleichtert, dass sich das Schicksal wieder auf unsere Seite geschlagen hat. Und da das wohl nicht nicht ausreichte, haben wir auf dem Heimweg auch noch 5$ gefunden….wuhuuuuuu… ;-)

https://youtu.be/xbNUyIyn03w

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Wallaman Falls und Mangoeis

23. April. Wir fahren schon um 7 Uhr ohne Fruehstueck in Richtung Cairns, da wir auf dem Weg bei Frosty Mango und bei den Wallaman Waterfalls anhalten wollen.

Frosty Mango – zwischen Townsville und Ingham

Frosty Mango bietet extrem leckere Eiscreme und frische Fruechte fuer wenig Geld an und man faehrt unweigerlich auf dem Weg nach Cairns daran vorbei! Eigentlich dachten wir, dass wir haufenweise Mangos fuer einen schmalen Taler ergattern koennen, aaaber leider waren nur noch wenig Fruechte uebrig und wir haben uns fuer eine Ananas entschieden. Aber das war’s natuerlich noch nicht…wie koennten Marco und ich an solch leckerem Eis vorbeigehen, ohne es zu kosten?? „Kosten“ hiess in diesem Falle fuer jeden 2 Kugeln hihi… Jeani hat sich fuer ein Dessert mit Mango entschieden – welches zugegeben auch sehr verfuehrerisch aussah! Mir war jedoch nur eins von beiden gegoennt ;-)

Wallaman Falls – 40 km westlich von Ingham

Die Wallaman Falls erreicht man nach etwa 1,5h kurviger Autofahrt von Ingham. Alleine der Weg nach oben ist absolut lohnenswert. Auf halber Strecke ueberkommt uns der Hunger und wir mussten einfach eine Fruehstueckspause einlegen. Gesagt, getan…wir hatten ja nun schon Uebung mit „schnell ein Gourmetfruehstueck kochen“ und haben uns Ruehrei, Cereals und Kaffee gezaubert..ein Fruehstueck mit phaenomenalem Ausblick. Australien ist soo schoen. Gegen 11 Uhr kommen wir am Lookout an und sehen diesen wunderschoenen Wasserfall…man oh man.

Auf den Schildern stand leider nicht wie weit oder wie lange der Weg nach unten und wieder zurueck ist. Egal, los geht’s! Tatsaechlich war es, als wuerde man durch den Urwald spazieren. Man konnte immer mal wieder einen Teil des Wasserfalls sehen und das Wasserrauschen wurde immer lauter. Nach 40 Min fragen wir uns: Wie weit ist das noch? Der sah doch gar nicht wo weit weg aus! Der ganze Weg darf immerhin auch wieder nach oben gelaufen werden :-)

Wir kommen unten an und geniessen das Bild…der hoechste einstufige Wasserfall Australiens. Der Rueckweg ging recht schnell, da wir mehr oder weniger gerannt sind. Normalerweise kann man gute 40-50 Min einplanen. Na welch ein Glueck, dass es einen Wasserhahn gibt…da bietet es sich doch glatt an den Schlauch anzuschliessen und zu duschen. Und genau das taten wir dann auch!


Zeitmanagement.

von Townsville -> Frosty Mango/ Ingham  ca. 45-60 Min

von Ingham -> Wallaman Falls ca. 90 Min

Walk zum Wasserfall & zurueck ca. 2-3 h – bloss nicht vergessen: Trinken.


Nun war es irgendwie schon 14 Uhr und es wurde Zeit, dass wir weiter in Richtung Cairns fahren.

300 km bis Cairns

Vor uns liegen fast weitere 300 km, denn Mission Beach lassen wir ausfallen. Schade eigentlich, aber die Zeit laesst es nicht zu. Wir entscheiden uns in Cardwell Abendbrot zu essen, denn hier gibt es direkt am Strand ein BBQ, welcher im uebrigens sehr sehr sauber ist.  Generell ist die Rest Area sehr einladend. Danach geht die langweilige Fahrt weiter…und schliesslich kommen wir gegen 20.30 Uhr in Cairns an.

eine weitere unvergessliche Nacht

Da haben wir uns ungemein gefreut einen Platz gefunden zu haben (in der Thomas St direkt am Martyn Streets Sport Park) mit Toilette und einer Telstra WLAN Telefonzelle nebenan. Schon schlafbereit, gegen 23 Uhr, kam dann ein Betrunkener an und hat uns bedraengt. Erst hat er nur am Van geklopft und nach Wasser gefragt. 10 Min spaeter kam er wieder und hat versucht die Autotuer zu oeffnen….alter Schwede…das war nichts fuer uns…ich hatte ehrlich gesagt Angst, denn du weisst ja nie ob die Person auch auf Drogen ist, oder was auch immer…wer weiss zu was die imstande sind. Nach weiteren 5 Minuten haben wir uns dafuer entschieden weg zu fahren. Ich krabbel in die Fahrerkabine und starte den Motor. Da kam er schon wieder ans Auto. Dieses Mal habe ich mein Fenster ein Stueck heruntergefahren und ihm die Flasche Wasser rausgehalten und sage ihm: If the only thing you want is water, go for it. We will leave right now. Seine Antwort war: Do you know where we could get another drink? Oh mein Gott…hoffentlich findet er keine Bar, sondern schlaeft einfach irgendwo in der Ecke ein und kommt zu sich…  Wir fahren jedefalls zwei Strassen (Charles St) weiter und haben einen ruhigen Schlaf. Haha, irgendwie war das wieder einmal eine aufregende Nacht.

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Townsville

21. April. Wir kommen gegen 21 Uhr in Townsville an und fragen uns wieder einmal was wohl der beste Platz fuer ein Schlaefchen ist… Nachdem wir einen Blick in unsere App geworfen haben, entscheiden wir uns fuer einen Park, bei welchem es Toiletten gibt. Dort angekommen, stellen wir uns vor ein unbewohntes Haus und freuen uns auf einen erholsamen Schlaf…..DENKSTE!

..und dann machte es Rums!

Ein fett getuntes Auto (es hoerte sich zumindest so an) kam in unsere Richtung gerast und ploetzlich machte es BAAAAAAM…..ach du Scheisse was war das denn? Ist der gegen unseren Van gefahren? Haben die was dagegen geschmissen? Oh Gott wo sind wir gelandet? Vor allem fragten wir uns eins: Haben die auf uns gewartet? Uns beobachtet? Wir sind doch gerade erst angekommen…?!

Wir gucken uns gegenseitig an und ich beschliesse, dass wir gucken gehen was das war. Marco und ich huepfen aus dem Van und gehen drum herum…nichts….oh warte! Was ist denn das pinke da drueben? Eine Wasserbombe? Echt jetzt? Irgendwie armseelig, oder?

Ich lache mich halb schlapp und just in diesem Moment hoere ich wieder das Auto…kommen die schon wieder? Das ist uns nicht geheuer. Das Auto kam aber nicht zu uns. Zum Glueck. Wir hoeren trotzdem immer wieder das Brummen des Autos – sehen tun wir jedoch nichts.

offensichtlich war das aber noch nicht genug…

Es herrscht Totenstille und ploetzlich hoeren wir jemanden pfeiffen. Schritte und ein Pfeiffen. Mir stellen sich die Haare auf, sowas hasse ich ja wie die Pest! Wir schauen aus dem Fenster und es ist nicht zu glauben, aber wir sehen niemanden. Das Pfeiffen hoert sich aber so an, als waere es direkt neben unserem Auto. Ok das reicht uns! Das ist uns echt zu gruselig…wo verdammt sind wir hier gelandet? Ich krabbel in die Fahrerkabine und fahre los….egal wohin ich fahre einfach!

Wir fahren ein paar Blocks und haben dann schliesslich eine Strasse beim Queens Park gefunden, in der es ordentlich zu sein schien. Gott sei Dank.


22. April. Sonnenschein weckt uns und wir haben den weniger schoenen Abend bereits hinter uns gelassen. Da wir hier gleich eine Toilette haben, putzen wir uns die Zaehne und fahren zum Rockpool am Strand. Hier gibt es BBQ und alles was man braucht…und einen wunderschoenen Ausblick dazu! Gibt es einen schoeneren Ort zum fruehstuecken?

Da sich die Jezzine Barracks unmittelbar neben dem Rockpool befinden, begeben wir uns auf Entdeckungstour…ein bisschen Bildung kann ja nicht wehtun ;-)

Beruehmt ist zudem Castle Hill – wie koennen wir also in Townsville gewesen sein, ohne zum Castle Hill zu fahren? Die Fahrt nach oben war wieder einmal kurvenreich und steil und der Ausblick grandios.

Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie in Australien Stadt und Natur miteinander vereint sind. Gerade liegst du noch am Strand oder läufst durch die Stadtstrassen..und kurz spaeter stehst du auf einem hohen Berg, welcher die gesamte Kueste uberschaut. Wunderschoen…
In der City, stets mit dem Blick auf die Berge…das ist Australien.

Den Rest des Tages verbringen wir in einem Nationalpark und spaeter am „The Strand“, bevor es zurueck zu unserem Schlafplatz am Queens Park geht.

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ein Stop Over an der Gold Coast

8. April. Nur einen Katzensprung von Byron Bay ist die Gold Coast entfernt. Etwa 60-70km Fahrt (je nachdem wo man hin will) und man befindet sich schon an der beruehmten Gold Coast. Auf Wunsch von Marco sind wir einen „kleinen“ Umweg gefahren, um Nimbim anzuschauen. Das Dorf ist extrem klein, aber sehr „beruehmt“ geworden…und zwar fuer seine Hanfkekse und Kifferszene… aehm ja. Also es war mal eine Erfahrung, aber hat fuer mich irgendwie so gar nicht in das Bild Australiens hineingepasst. ;-)

Nightcap Nationalpark

Auf dem Weg zur Gold Coast, sind wir durch den Nightcap Nationalpark gefahren, um noch etwas von der Natur mitzubekommen. Wir fahren also den Newton Drive aufwaerts in die Berge – soweit so gut…der Ausblick ist wieder einmal atemberaubend, der Fahrtweg war aber definitiv mit Risiken behaftet… Auf und ab und extrem enge blinde Kurven…lieber Gott, lass niemanden von vorne kommen. Wir kriechen mit 40 km/h die Strasse hinauf und fragen uns, wie man hier 100km/h fahren darf…geisteskrank!!! Als wir oben an der „Picnic“ Area ankommen, sind wir echt enttaeuscht, denn es gab weder Tische noch einen BBQ. Und nun? Damit es nicht ganz umsonst war und wir tierisch hungrig waren, haben wir etwa 400 m rueckwaerts auf einer Ausbuchtung Halt gemacht und einen phaenomenalen Ausblick genossen. Hier packen wir Campingtisch und Stuehle aus und kochen ein leckeres Currygericht. Mit dem Blick auf das Tal, haben wir ein wunderschoenes Mittagspaeuschen.

PS: Ob die Fahrt fuer den Van gut war ist fraglich, denn die Bremsen haben so dermassen gestunken…ich haette schwoeren koennen, dass das halbe Auto verbrannt ist. :-)

..Ankunft an der Gold Coast

Wir hatten noch keinen Plan, ob und geschweige denn wie lange wir hier bleiben wollen. Nachdem uns eine Einheimische Frau gesagt hat, dass „wildes Campen“ bis zu 2.000$ Strafe kosten kann, hatten wir ploetzlich wenig Ambition eine Nebenstrasse zum Schlafen zu suchen. Also haben wir erst einmal in einen sehr empfehlenswerten (jedoch nicht billigen) Holiday Park (Boyd Bay Holiday Park) eingecheckt, um Batterie und Wasser zu fuellen. Fuer insgesamt 53$ (3Pax, Strom) gab es immerhin auch einen Pool, sehr sehr saubere Facilitaeten und einen Platz direkt am See. Man haette das durchaus etwas laenger geniessen koennen.

Den restlichen Abend heisst es fuer uns: Ueberlegen wo es morgen hingeht, oder ob wir hier bleiben wollen.

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Byron Bay’s phaenomenaler Sonnenuntergang

7.April. Nach einer warmen Dusche beschliessen wir mal wieder Waesche zu waschen. Kaum auf der Leine aufgehangen, beginnt es zu regnen. Haha…super. Was soll’s…wir gehen in die Stadt und schmeissen dann eben spaeter einen Trockner an.

Nach 2,5km Spaziergang, kommen wir in den Ort und -wen wundert’s- ein Laden reiht sich an dem Anderen. Also wer gern Geld ausgibt, kann das in jedem Ort tun. Guenstig finde ich es nirgends, ausser in Grossstaedten oder in KMart, Target etc. Wir schlendern also durch die Strassen und werfen ab und zu einen Blick hinein, goennen uns ein ziemlich leckeres Eis – fuer schlappe 6$ (an die Preise muss man sich echt gewoehnen!!!) und laufen zum Strand. Wer von Byron Bay gehoert hat, uberrascht es nicht mehr, aber es gibt echt super viele Hippies. Rasterlocken, bunte Stoffarmbaender, quirlige „Kleider“, …kurz und knapp: Bob Marley Style.

ein phaenomenaler Sonnenuntergang als perfekter Abschluss

Byron’s Strand ist sehr lang und wir entscheiden und deshalb am Strand zurueck zu laufen. Ehrlich gesagt, haette die Entscheidung nicht besser sein koennen, denn wir haben einen unglaublichen Sonnenuntergang erlebt! Ich sage einfach nichts weiter dazu, schaut euch die Fotos an :-)

21 Uhr kochen wir unser Abendbrot -schmeissen natuerlich den Trockner an- und verfallen wieder in einen tiefen Schlaf. Morgen geht es weiter in Richtung Gold Coast mit einem Abstecher in Nimbim.

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Port Macquarie & Koala Hospital

06. April 2015

Nachdem wir das Glueck hatten, dass unser Gas an der naechsten Tankstelle aufgefuellt wurde (9$ fuer 2kg..guenstig ist anders), machten wir uns auf den Weg in den Ort selbst. Port Macquarie ist nur 15 Min Fahrt entfernt.

Port Macquarie – der Hafen

In der Naehe des Hafens darf man bis zu 2 h kostenlos parken, gleich hinter Target. Unser erstes Ziel war der Hafen selbst, denn dort hab es einen Weg entlang der Kueste, welcher die Straende miteinander verbindet. Auf dem Walk gibt es eine -mittlerweile sehr bekannte- Ansammlung von Felsenbemalungen. Gedenken und Liebesgestaendnisse und Lebensweisheiten sind u.a. als kleine Kunstwerke zu beaeugen. Dieses Spiel zieht sich 1,5 km hin, bis man am Town Beach ankommt. Ich setze mich auf einen Felsen zu einem Gleichgesinnten Asiaten und verstecke mich hinter meiner Kamera, denn der Anblick der Surfer und Wellen ist echt schoen.

Gegen 13 Uhr fahren wir die Kuestenstrasse weiter und haben mitunter einfach grandiose Ausblicke…ich kann gar nicht oft genug erwaehnen wie schoen Australiens Kuesten sind! Satt sehen werde ich mich wohl nie.

Puenktlich, kurz vor 15 Uhr, sind wir am Koala Hospital wo taeglich kostenlose Fuehrungen angeboten werden. Der Besuch ist kostenlos und das Krankenhaus fuer Koala lebt nur von Spenden bzw. Patenschaften. Seit den 70ern gibt es das Krankenhaus fuer Koala. Es ist zudem das erste und aelteste. Die Angestellten sind extrem freundlich und engagiert und ich wuensche mir auch einen Monat dort arbeiten zu duerfen. Wer weiss, wer weiss.

Weiterfahrt zur Gold Coast

Etwa 17 Uhr machen wir uns auf weiter Richtung Norden. Es liegen noch 2.250 km bis nach Cairns vor uns. Doch erst einmal ist unser naechster Stop in Ballina (370km), kurz vor der Gold Coast.

Genaechtigt haben wir im Boyd Bay Holiday Park fuer insgesamt 53$ inkl. Strom und Pool, direkt an einem See. Qualitativ sehr zu empfehlen – wenn auch nicht ganz guenstig!

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Von Sydney nach Port Stephens

4. April
Unsere erste Etappe hat uns von Sydney in Richtung Port Stephens gefuehrt. Etwa 200 km sind wir fahren und haben unglaubliche 4 Stunden dafuer gebraucht. Zum Einschlafen…

Unser erster Zwischenstopp war Newcastle, wo wir zum Leuchtturm spaziert sind. Spazieren ist jedoch das falsche Wort…wir haben uns durchgekaempft, denn es hat dermassen gestuermt und geregnet, dass wir teilweise nichts mehr gesehen haben. Die Wellen waren extrem, Sand flog durch die Luft, der Steg wurde zwischendurch von Wellen ueberrannt und wir bekamen eine kalte Dusche nach der anderen ab. Am schwierigsten war es, nicht vom Wind weggefegt zu werden. Es war einfach phaenomenal, denn solch ein Naturschauspiel haben wir bisher noch nicht erleben duerfen.

Vollkommen durchtraenkt und beeindruckt sind wir eine Stunde spaeter zurueck am Auto und fahren weiter Richtung Norden. Noch eine Stunde lag vor uns…langweilige 70km, denn 80-110 km/h zogen die Fahrt echt in die Laenge.

Uebernachtung in Port Stephens am Shoal Bay

Wir haben gluecklicherweise einen Parkplatz gefunden, auf welchem mehrere Camper und Wohnwagen standen und kostenlos uebernachten konnten. Das war unsere erste Nacht und wir wussten noch nicht so richtig was ueberhaupt erlaubt ist. 50$ fuer .Öeine Uebernachtung wollten wir allerdings nicht zahlen, denn immerhin kostet unser Camper ja schon ueber 2.000 Euro fuer 23 Tage.

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Australien – die Reise beginnt

01. April 2015.
Gegen Mittag landen wir in Sydney, nachdem wir 7 Stunden Flug fuer 115 Euro mit Scoot Airlines hinter uns haben. Mein Fazit zu Scoot:

  • der Flug war turbulenzenfrei und wir konnten die 7 Stunden ziemlich gut „wegschlafen“
  • eine Frechheit fand ich, dass die fuer eine Decke 11$ (8,50Euro) haben wollten…
  • das Essen (welches wir guenstiger vorbestellt haben) war ……naja wir sind satt geworden
  • Beinfreiheit etc. war besser als bei RyanAir oder Easyjet, von daher kann man sich null beschweren

Fuer den Preis war das sowieso Jammern auf hoechstem Niveau.



Es ist dieser Moment, in welchem du realisierst: Wir sind am anderen Ende der Welt. In Australien. Jetzt wird der Traum endlich Realitaet…


Sydney Kingsmith Airport

Wir hatten echtes Glueck, was unsere Ankunft anging. Unsere Rucksaecke wurden nicht auseinander genommen, es wollte niemand einen Einkommensnachweis oder Weiterflugticket sehen und auch unsere Schuhe wurden nicht auf Erdreste untersucht. Ob das daran lag, dass wir aus Singapur kamen, weiss ich nicht. Denkbar ist es jedoch, da Singapur auch streng und sehr sauber ist und daher eine Einreise von Singapur eventuell besser wirkt, als ueber Bangkok oder Kuala Lumpur. Was man allerdings immer auf der Arrival Card ausfuellen sollte, ist eine Adresse, wo man unterkommt. Da sind die Australier echt genau…nix anzugeben wird nicht toleriert…also zu Not wohl etwas ausdenken.

Erfreut darueber wie problemlos und easygoing das alles funktiert hat, waren wir so riiiichtig happy, als wir von einer KOSTENLOSEN Dusche erfahren haben. Oh man …juhuuuuu eine Dusche…kostenlos! Wuhuuuu…nach mehr als 20 h ist das schon mal eine feine Sache.

Mit dem Bus in die Innenstadt

Nach etwa 2 Stunden, haben wir geduscht, eine SimKarte besorgt, einen Kaffee gekauft und sind auf dem Weg zur Bushaltestelle. Es gibt ein paar Linien, die in die Innenstadt fahren. Wir mussten nach Randwick und haben etwa 45 Min gebraucht und 3,50$ gezahlt (2,80Euro). Der Zug waere doppelt so teuer gewesen. Hier kann man erfahren, mit welchem Transportmittel man vom/ zum Flughafen gelangt. Unsere Buslinie 400 faehrt in die Stadt und befindet sich am Ausgang rechts.

Als wir durch die „Suburbs“ (Siedlungen) fahren, fuehle ich mich fast heimisch. So vieles erinnert mich an die Staaten. Gleichzeitig kommt etwas Traurigkeit auf, denn ich bin zwar nun am anderen Ende der Welt und entfache Gluecksefuehle, wie in de Staaten, aber mir wird auch gleichzeitig bewusst, dass ich meiner ehemaligen Gastfamilie kein Stueck naeher gekommen bin. Trotz alldem…wir sind aufgeregt und es wird hoffentich eine grandiose Zeit!

zu Gast bei David

Wir haben das Glueck, dass wir die ersten 3 Naechte bei David schlafen koennen (ein ehemaliger Kommolitone unserer Uni, der in Sydney seinen Master macht). Witzigerweise hat er auch genau am heutigen Tag Geburtstag und wir bringen ihm eine Flasche Ouzo mit. Abends haben wir ihn in „The Bank“ (Biergarten in Newtown) getroffen und ziemliche viele seiner Freunde bzw. Kommolitonen kennengelernt. Irgendwie war der Abend echt cool, die Leute waren sehr offen und man hat super viele Tipps und Einblicke fuer den Anfang bekommen. Auch haben wir ein deutsches Paar kennengelernt, von welchem Lene (die Frau) schon seit Oktober hier ist und viele Tipps verraet. Die Australier sind echt tiefenentspannt, aber Schliesszeiten werden auf die Minute eingehalten. 1 Uhr schliesst der Biergarten, 5 Minuten vorher geht die Musik aus, das Licht an und es wird gebeten auszutrinken. Geil…unter diesen Umstaenden wuerde ich doch glatt auch in einer Bar arbeiten. Vielleicht sollte ich mal drueber nachdenken?

02. April 2015.
Es ist Samstag, David hat frei und wir beschliessen gemeinsam Fruehstuecken zu gehen. An die Preise muss man sich echt erst einmal gewoehnen, denn ein Fruehstueck mit Toast, Ei & Avocado kostet 14$ (9,80Euro). Jeden Tag kann man sich das nur leisten, wenn man arbeitet, das ist klar.

„In Australien essen gehen kannst du absolut abhaken. Es ist soo teuer…“

Diese Aussage habe ich dutzende Male gehoert. Um mal etwas zu differenzieren, haben wir uns natuerlich einen Ueberblick geschaffen und waren auf das Schlimmste gefasst. So viel kann ich schon einmal verraten: Es ist  nicht so schlimm wie man denkt…

Die Tortur den Campervan abzuholen

Heute mussten wir bis spaetestens 14 Uhr bei Camperman sein, um unseren Van abzuholen. Und eins sag ich Euch: Die Filiale war am Arsch der Welt… Wir haben doch glatt 1:30h benoetigt, um anzukommen und haben zwischendurch daran gezweifelt ueberhaupt anzukommen. Wir standen naemlich 4km vor dem Ziel mitten in einer (zwar sehr idyllischen aber sehr abgelegenen) Siedlung im Nirgendwo und der Bus kam einfach nicht. Es war bruetend heiss, es gab kein Schatten…das Wasser war leer und wir hatten nur noch 20 Min bis wir da sein mussten. Es gab also 3 Optionen:

  1. Wir hoffen, dass ein Taxi vorbei kommt (was innerhalb von 15 Min nicht geschah, geschweige denn ein anderes Auto)
  2. Wir laufen die restlichen 4 km..innerhalb von 20 Min ziemlich unwahrscheinlich zu schaffen, oder einfach nur eklig bei der Hitze :-D
  3. Wir warten…und warten und hoffen, dass doch noch ein Bus kommt

Und da war er!!!! Zwar total zu spaet, aber er war da: Der Bus juhuuu….13:59 Uhr stuermen wir in die Filiale von Camperman.

Es hatte dann etwa 30 Min gedauert und wir sassen im (ziemlich grossen und unuebersichtlichen) Van auf dem Rueckweg zu David. So, nun den ganzen Weg durch die City zurueck…das wird ein Spass. (Wir haben es selbstverstaenlich mit Bravur gemeistert)


03. April 2015.
Ein Tag Sightseeing muss einfach sein. Wir beschliessen also, aufgrund der extrem hohen Parkkosten, wieder einmal mit dem Bus zu fahren. Irgendwie war das am Ende jedoch auch nicht guenstiger, denn man zahlt pro Buslinie immer zwischen 2,40 & 3,50 $. Naja…es lebe die OpalCard, die wir nicht hatten  (mit der wir jedoch haetten massig sparen koennen) ;-)

Von der Oper bis zum Fischmarkt

Unser Augangspunkt war Circular Quay, eine der wichtigsten Bushaltestellen. Wir sind u.a. zur Harbour Bridge gelaufen, zur Oper, zum Darling Harbour und zum Fischmarkt. Uebrigens gibt es in Sydney die Buslinie 555, welche kostenlos durch die City faehrt! Hier findet ihr die Route.

FAZIT: Ich glaube man muss in Sydney gewesen sein, da es Drehpunkt fuer jedermann ist. Nach 3 Tagen kann man noch nicht ganz sagen, ob es gefaellt, oder nicht, da wir generell eher auf kleinere Staedte abfahren. Wir kommen aber definitiv wieder und moechten Sydney besser kennenlernen, denn die 3 Tage haben bei Weitem nicht gereicht.

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2 Tage in Singapur

30. Maerz 2015

Mittags landen wir in Singapur – zum Glueck wieder mit all unserem Gepaeck. Der Security Check war recht easy und das Personal war so freundlich, wie wir es an keinem anderen Flughafen erlebt haben. Es ging alles ganz flink und schon standen wir in der Ausgangshalle. …Wow…der Flughafen ist echt schoen. Ich greife nach einem Prospekt und muss staunen, denn Singapurs Flughafen bietet kostenlose Sightseeing Touren, Kinderspielparadiese, einen Pool auf dem Dach, ein „Kino“-Raum, in welchem man kostenlos vor dem Abflug Filme gucken kann, kostenlose Kofferwaagen und einen kleinen Garten mit einem Bach. Das einzige, was ziemlich teuer ist sind die Duschen….11$ fuer eine Dusche. Unglaublich.

Mit der Metro in Singapurs Innenstadt

Mit Sack und Pack machen wir uns auf die Suche nach der Metro, welche uns hoffentlich schnell und guenstig zum Hotel befoerdert. Der MRT Train faehrt direkt vom Flugafen nach Tanah Merah, wo man lueckenlos auf dem Gleis gegenueber umsteigt und weiter in die Stadt faehrt. Ticketpreise berechnen sich nach den gefahrenen Zonen bzw. Kilometern. Unsere Route hat etwa 20 Min gedauert und 2,10$ p.P. gekostet.
Bei den Buslinien lohnt es sich eine Station vorher auszusteigen, da oft nur 300 m fast 1$ mehr kosten koennen. Und bei dem herrlichen Wetter lohnt das sogar noch mehr :-) Wie in Australien, gibt es PrepaidKarten „ezLink„, mit denen es guenstiger zu reisen geht. Hat man diese nicht, zahlt man den „Strassenpreis“ beim Busfahrer der etwa 20% teurer ist.

Hier kann man sich die Trip-Kosten vorher ausrechnen.

Unser Hotel kostete uns fuer 3 Personen und 1 Nacht 89 Euro, was fuer Singapur sehr guenstig ist. Das Hotel 81 Premier befand sich mitten im Rotlichtviertel (Geylang Street), wie wir Abends feststellen durften…sehr zwielichtig und quirlig. Ich weiss bis heute nicht, ob ich das cool oder bescheiden fand. Das Hotel an sich war sauber und ist absolut zu empfehlen, wenn man nicht fuer den gleichen Preis im Hostel absteigen will.

15 Uhr. Auf geht’s in die City! Nur 20 Minuten haben wir in die City gebraucht und stauunen, wie schoen Singapur ist. Alles ist extrem sauber, niemand kaut Kaugummi (offensichtlich ist das hier auch verboten), die Menschen sind sehr sehr nett und hilfsbereit und das Essen ist recht guenstig. An der Aljuned Station (100m zu Fuss) gibt es einen wirklich guenstigen Food Court mit sehr leckerem Essen.  

Wer nicht nach Sentosa Island faehrt, war offensichtlich nicht in Singapur…also machen wir uns af den Weg dort hin. Von der Harbourfront gelangt man zur Insel. Entweder man laeuft (etwa 2km) kostenlos, man faehrt mit der Gondel (29$) oder man nimmt den Sentosa Express (4$). Wir haben uns fuer letzteres entschieden, da wir nicht so viel Zeit hatten und wir diese lieber auf der Insel verbringen wollten. Die Entscheidung war gut, denn die 4$ gelten p.P. fuer Hin-und Rueckfahrt und der Ausblick war auch lohnenswert.
Zu Sentosa selbst brauche ich nicht viel zu sagen…es ist teuer, touristisch, sehr huebsch angelegt und man sollte es mal gesehen haben. Ob man tatsaechlich fuer den den doppelten Preis Essen und Trinken muss oder den Funpass braucht, um mit Attraktionen zu fahren, muss jeder selbst wissen. Wir haben den Pass nicht gebraucht ;-)

Kostenloses Singapur

Da es schon nachmittags war, haben wir nicht mehr all zu viel gesehen. Doch das was wir gesehen haben, war traumhaft. Die Skyline von Singapur ist der Wahnsinn. Aus irgendeinem Grund ist diese Stadt gross, aber ruhig. Gross, aber sauber. Gross, aber gesittet. Die Station Bayfront ist perfekter Ausgangspunkt fuer Marina Sands Hotel, Gardens by the Bay und dem Wasserlichtspiel am Hafen. 

  • Abends gegen 20 Uhr  und 21:30 beginnt ein Lichtwasserspiel am Hafen mit Blick auf die Skyline – umsonst. Hier versammeln sich hunderte von Menschen, um diese 15 Minuten zu geniessen.
  • Abends 19.30 Uhr beginnt eine Lichtshow im Gardens by the Bay, welche etwa 20 Minuten geht.

Beide Vorstellungen schafft man nicht an einem Abend (es sei denn man nimmt die Spaetvorstellung) , da man etwa 15 – 20 Minuten vom Garden bis zum Hafen laeuft. Ich persoenlich wuerde die Show am Hafen empfehlen, wenn man nur einen Abend hat. Die Baeume leuchten auch ohne Show wunderschoen, sodass man nach der Wasserlichtshow einfach dort hin spazieren kann.

Nach unserem schoenen Spaziergang sind wir zurueck zum Hotel gefahren und wollen -oder eher muessen- Waesche waschen. Toll, der Salon ist voll…nun duerfen wir einen anderen Salon suchen. Mit Tueten voller Dreckwaesche laufen wir durch das Rotlichtviertel -jetzt war klar, dass es eins ist- und suchen einen Waschsalon. 700m spaeter werden wir fuendig und legen los (um uns herum seltsame Leute..). Bei mir dauerte es keine 15 Minuten und ich bin auf dem Waschtisch eingepennt…ins Koma gefallen und erst eine dreiviertel Stunde spaeter wieder aufgewacht. Oh Gott, war ich muede…ich hatte echt keine Lust den Weg wieder zurueck zu laufen. Aber was blieb mir uebrig – so mitten in einer seltsamen Gegend?

Geflasht und beeindruckt vom ersten Tag fallen wir in tiefen Schlaf.


01. April 2015

Nachdem wir im Funan Plaza nach einem Telefon fuer mich Ausschau gehalten haben, war es unser Plan Chinatown zu sehen, Singapur von oben zu bestaunen und am Abend the Lichtshow im Gardens by the Bay zu erleben.

Telefon kaufen im Funan Plaza

Mein erster Gedanke: Das Funan Plaza sieht aus wie das Pantip Plaza in Bangkok. Gross, hunderte Laeden, ueberall gibt es Aehnliches zu kaufen – doch alles ist etwa 3x teurer. Gilt das auch fuer Handys? Leider, leider kosten Samsung Telefone hier auch etwa 20% mehr. Das aergert mich jetzt echt total. In Bangkok und Hanoi habe ich das Core Prime und das Grand (ich wollte unbedingt Dual Sim) nur 110-140 Euro und hier gibt es nichts unter 180 Euro. Klasse…ich habe schlechte Laune.

…und dann kurz bevor wir das Funan Plaza verlassen, geht Marco in einen kleinen Singtel Shop und wir werden fuendig. Es gibt echt wenig Dual Sim Geraete in Singapur (ganz anders in Bangkok und Hanoi) und wir haben nun eins fuer 140 Euro gefunden. RedMi 2 wurde mein neues Telefon. Skeptisch und schlecht gelaunt denke ich mir: What the hell…ich habe nichts zu verlieren, das Ding sieht gut aus, ist guenstig, hat Dual Sim, hat einen QuadCore, der Akku passt, die Aufloesung ist gut…Samsung es tut mir leid, ich muss das Ufer wechseln.


Resumee nach 14 Tagen: Das Telefon ist richtig gut. Fuer 140 Euro habe ich etwa die Ausstattung eines S3/ S4 bekommen. Ich bin sehr zufrieden. (Haette ich selbst nicht gedacht)


Singapur von oben erleben fuer 5$

Da das Telefonthema nun endlich erledigt ist, machen wir uns auf den Weg zum Pinnacle @ Duxton, welcher in der 50. Etage eine Skybridge besitzt und man fuer 5$ den Ausblick geniessen kann.

Das Pinnacle ist nahe China Town und der Ausblick ist grandios! Wenn man auf das Dach des Marina Sands Hotel steigen moechte, zahlt man schlappe 25 $…also investieren wir lieber 5$ und verbringen ein halbes Stuendchen oder laenger auf dem Dach des Pinnacle.

Dann war es auch schon 18 Uhr…von hier brauchen wir etwa 35 Min. zum Gardens by the Bay, wo spaeter die Lichtshow beginnt. Also stiefeln wir los und geniessen unsere letzten Stunden in Singapur.

Gardens by the Bay

Gardens by the Bay lohnt sich am meisten kurz vor Sonnenuntergang, da man ganz langsam die ganze Pracht entdecken kann! Und was mich einfach nicht loslaesst ist der Anblick des Bay Sands Hotel….meine Guete…einfach nur der Hammer.

22 Uhr machen wir uns auf den Weg ins Hotel, um unsere Rucksaecke abzuholen und fahren zum Flughafen. Eigentlich dachten wir ja, dass wir entspannt eine Dusche nehmen und schoen in die Kino Lounge gehen, aber dann…ging alles so schnell, dass wir gar keine Zeit mehr dafuer hatten und es schon kurz vor 1 Uhr war.

FAZITSingapur ist einfach nur schoen. Obwohl die Stadt einst zu Malaysia gehoerte und mitten in Asien liegt (>70% Chinesen), ist der Ort nicht ansatzweise mit Asien gleichzusetzen. Singapur ist eines der wichtigsten Wirtschafts- und v.a. Finanzzentren weltweit und das merkt man. Das Clientel ist alles, aber nicht Backpacker-lastig. Die Stadt ist so gross und die Skyline der Wahninn und trotzdem ist die Stadt so ruhig und entspannt. Ein Ort, an dem ich leben wuerde.

Veröffentlicht in 1001 Places

The world is like a book, and those who do not travel read only a page.

„You only live once.“

That´s what people used to say. So what´s the deal we rather stick to our manners, instead of exploring the chances we could have?

Yeah, one day I just asked myself the same thing. Finally we decided:
Let´s live- and let´s take the high road to find out what´s out there. No defined aim, no obligations. Only infinite dreams and ourselves.

I do not say: Everyone is able to leave home and live in uncertainty of what´s next. But I do think, that everyone should.

Nothing will go wrong. You might depart from the origin plan, but you will deal with it. And who knows? Maybe your plan wasn´t all that good anyway?

We will try a new way of living and we will let you take part in it. Ideal life careers and exemplary resumes, is there a away without it?


 

„Du lebst nur einmal.“

Wieso sprechen alle davon, aber so wenige setzen es um? Wieso nutzen wir unsere Möglichkeiten heute nicht? Wieso leben wir nur, um zu arbeiten. 320 Tage arbeiten, um sich einmal im Jahr den Urlaub in die Toskana leisten zu können….das kann doch nicht der Sinn des Lebens sein, oder?

Diese Frage haben wir uns eines Tages gestellt. Und nein, das sollte nicht der Sinn sein. Also haben wir beschlossen unseren Rucksack zu packen und ziehen in die Welt hinaus.

„Die Welt ist wie ein Buch und wer nicht reist, liest nur eine Seite davon.“

Wir wollen unsere Gewohnheiten brechen und das ganze Buch lesen und die Welt erkunden.  Alle Chancen wollen wir ergreifen …ohne explizit formuliertes Ziel, ohne Verpflichtungen…..einfach nur leben. 

„Was, wenn´s schief geht?“
Eine Freundin von mir sagte dazu Folgendes:

Was soll schon schief gehen? Es kann nichts schief gehen. Es kann nur Planabweichungen geben und man stellt sich darauf ein. Ein gutes Motto, wie ich finde ;-)

Wir probieren ein Leben aus und wollen herausfinden, ob es das freie Leben…ohne Musterlebensläufe und große Karriere… gibt. Folgt uns und findet es gemeinsam mit uns heraus!